Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Affirmation im Februar: „Lebst Du bereits in Deinem Wohlfühlnest?“

26 Kommentare

In einem Zuhause in Südafrika – sicherlich genossen von © Lex Faure

Zu Neumond höre ich gern Prognosen der westlichen Astrologie. Heute morgen habe ich Anna Roth eingeschaltet: „Februar 2021 – Zeit der Unruhe und des Wandels„. Am Ende ihres Beitrags zog sie die Astro-Karte Imum Coeli – „Lebst Du Heimat- und Herkunftshaus? Lebst Du bereits an Deinem Seelenort, denn er steht für Dein emotionales Wohlfühlnest.“

Dazu passt, dass ich vor einigen Tagen den Blogbeitrag von Steve McCurry anschaute: The Treasure Chest of Living, und auch dort geht es in Wort und Bild um Heimat und Zuhause. In dieser Zeit, die unsere Nachkriegsgeneration vor nie geahnte Herausforderungen und Einschränkungen stellt*, bekommt ein stabiles Zuhause noch mehr Bedeutung als sonst. Ein Zuhause soll – neben Funktion und individuellem Selbstausdruck – vor allem emotionale Geborgenheit geben. Nur sie hilft nämlich, dem, was „draußen“ nicht kontrollierbar ist, je nach Situation standzuhalten oder sich anzupassen, sich aufrecht zu halten oder resilient zu agieren. Dem Immunsystem der Seele kommt gerade jetzt große Bedeutung zu.

Ich will heute gar nicht „über“ etwas oder jemand schreiben, sondern mich gleich einbeziehen. Denn ich stehe vor ähnlichen Einschränkungen wie viele andere, kann nachts oft nicht mehr schlafen und sorge mich dabei nicht nur um mein Wohl, sondern um das vieler Anderer hier und anderswo auf der Welt. „Und was kannst Du tun?“, fragte mich vor einiger Zeit eine Freundin, die sich für das Alles–Lieber-Nicht-Wissen-Wollen entschieden hat. Damals blieb ich ihr eine Antwort schuldig bis ich erkannte, das es sich hierbei eher um ein „Totschlagargument“ als um eine wirkliche = anteilnehmende Frage handelte.

Ich habe also darüber nachgedacht was ich tun kann. Zuallererst kann ich mich selbst stabilisieren und dadurch ein ruhiges, geerdetes Feld um mich herum aufbauen. Ich kann mich an die Felder anschließen, die Andere mit positiven Affirmationen, bestärkenden Visionen, Liebe, Mitgefühl, Weitsicht und auch mit Widerstand füllen. Ich kann selbst solche Felder „denken“, denn wir wissen aus der Quantenphysik ja, dass Gedanken der Materie vorausgehen. Ich brauche nicht länger „blind gehorchen und mich fügen“ sondern kann Fragen stellen – dafür braucht es heute nämlich schon des öfteren Resilienz und gewiss die Bereitschaft, auf einen sofortigen „Gratifikationsverzicht“** . Ich kann mich breit informieren, wie es Pflicht und Grundrecht in einer demokratischen, pluralen Gesellschaft ist, damit ich wenigstens nicht „dumm gemacht“ sterbe.

Doch vermutlich das Wichtigste: Ich kann mit Menschen sprechen als wären sie Menschen und kein potenzielles tödliches Risiko. Ich kann jedem Gegenüber als einem Menschen auf dem Weg zur Weisheit begegnen und so meinen Ärger und meine Wut verwandeln in Verständnis und Mitgefühl.

Natürlich wir können auch systemisch aufstellen, was denn die eigentliche Angst hinter der regelrechten Panik ist – denn dass wir irgendwann sterben, das sollte uns doch allen klar sein. Die wesentliche Frage darf daher lauten: „Wie wollen wir leben während der Zeit, die uns auf der Erde geschenkt ist?!“ Denn wer sich mit reinem Überleben zufrieden gibt, erfüllt seinen Seelenauftrag garantiert nicht, soviel lässt sich bereits aus der Ferne feststellen.

Wer ändere gängelt, verängstigt oder Menschen in ihrer Würde beschneidet, mag tatsächlich solch einen Seelenauftrag leben. Doch „im Kontext menschlicher Beziehungen … (… bedeutet eine Kränkung erlitten zu haben, nicht, sie wieder „mit einer Kränkung“ heimzuzahlen, Anm. SB). Es bedeutet ganz einfach, dass es möglichweise – für euer Selbst oder den anderen – nicht die liebevollste aller Taten ist, wenn ihr zulasst, dass der andere euch ständig Schaden zufügt.“ ***

Außerdem stelle ich mich zur Verfügung und unterstütze Menschen dabei, sich in ihrem Zuhause, dass nun oft mit lärmenden, gelangweilten, verängstigten Kindern gefüllt ist, wohlzufühlen. Kann mein Wissen ausstreuen, damit ein Zuhause zur Quelle, nicht zur Qual wird. Denn auch auf die Schnelle irgendwo dazwischen gequetschte HomeOffices waren sicher nicht dazu gedacht, auf Jahre als neuer (einsamer) Arbeitsplatz zu dienen.

So gesehen können wir alle gemeinsam so einiges tun: Rückzug an den persönlichen Seelenort, um von dort bestärkende Affirmationen und Visionen für die Zukunft zu erträumen; Rituale für die Erde und für die Menschen machen; Wasser mit Segenswünschen besprechen; am persönliche Wohlmeinen für andere feilen – auch für die, für die es besonders schwer fällt -; Ho’oponoponos singen; Reiki geben; Geistheilung ins Feld schicken; Kuchen backen und unter Nachbarn, Kollegen und Kolleginnen verteilen; liebevolle Briefe schreiben; Blumen an jemand Unbekannten verschenken; in den Straßen ohne Maske jemanden anlächeln; Vorfreude auf das Schöne ausstrahlen; dazu beitragen, dass andere sich auf der Erde zu Hause fühlen … und vieles mehr. Wir sind reich, denn wir sind Menschen.

*Die Älteren erinnern sich noch an eine Zeit, in der „Selbstverständlichkeiten“ längst keine mehr waren und „normal“ eine sehr schmale Definition erfuhr

**Zum Gratifikationsverzicht siehe den Beitrag über Resilienzfaktoren

***Neal Donald Walsch; Gespräche mit Gott, Band 1, Seite 205

26 Kommentare zu “Affirmation im Februar: „Lebst Du bereits in Deinem Wohlfühlnest?“

  1. Liebe Susanne, wenn wir all das, was du hier als unsere Möglichkeiten beschreibst, pflegen und entwickeln, ist diese Zeit nicht umsonst gewesen. Sich selbst festigen, das ist die erste Aufgabe, anderen helfen, die zweite ebenso wichtige. Ein Umfeld schaffen, in dem Kleine und Große frei atmen können, ja. Gegen den Strom fest verwurzelt standhalten, sich nicht hier und dorthin mitreißen lassen und sich unbeirrt stetig weiter entwickeln. Liebe Grüße dir! Gerda

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    • Danke liebe Gerda! Und ja, auf jeden Fall empfinde ich diese Zeit als wertvoll, unbedingt.
      Denn einfach so weiter leben wie vorher – ohne Sinn und Verstand, eigentlich ohne zu denken und in Gewohnheiten erstarrt, mit all der Verschwendung und dem haben wollen – haben wollen – haben müssen – auf Kosten anderer – – dass das nicht so weiter gehen darf, dem stimme ich zu. Und das wäre für mich auch kein erstrebenswertes „Zurück zur Normalität. “
      Auch wenn es abgedroschen klingt, diese Krise birgt eine große Chance für eine tatsächlich neue Ausrichtung und unser – tatsächlich respektvolles künftiges Miteinander. Liebe Grüße an dich zurück!

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  2. Liebe Susanne,
    wenn es eins gibt, was mir seit fünf Jahren Stabilität bietet, dann ist es meine Wohnung. Etwas, für das ich tagtäglich dankbar bin. Mein Zuhause, mein Rückzugsort, mein Stück Heimat. Jeden Abend danke ich dem Schöpfer für diese Wohnung. Anderen mag sie zu weit weg vom Zentrum, zu klein, zu … erscheinen. ICH liebe diese Wohnung und sie gibt mir das, was mich auch in Krisensituationen aufrecht hält. Hier in dieser Wohnung entstehen meine Gedanken, fließt meine Kreativität, formen sich immer wieder neue Möglichkeiten. Was will ich mehr?
    Herzliche Grüße
    Serap

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  3. Ein sehr gepflegtes und gemütliches Wohlfühlnest! An Prognosen halte ich mich nicht. Wir müssen es selbst herausfinden, was jetzt „dran ist“, jeder für sich, ohne sich einzumischen.

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  4. Liebe Susanne, ein ganz wunderbarer Beitrag, finde ich! Was für ein schönes Zusammentreffen, dass wir beide heute gerade einen Beitrag posten, in dem es um das Träumen von Visionen für die Zukunft geht :-). Und bei dir zusätzlich um verschiedene Möglichkeiten, auch gleich ganz praktisch die ersten Schritte dorthin zu gehen.
    Liebe Grüße
    Maren

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  5. Danke. Sehr klar, nüchtern, pragmatisch und kraftvoll geschrieben.

    Könnte es sein, dass am Ende des 3.letzten Absatzes eigentlich 3* stehen sollten?

    Liebe Grüße :-)))

    Marie Vogelei marievogelei@nord-com.net

    >

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  6. Liebe Susanne, ich finde es tröstlich, dass du auch deine Probleme mit der Situation beschreibst, bevor du wohltuende Lösungen vorschlägst. ich fühle mich noch immer verirrt in dieser neuen Zeit, lasse mich zu sehr leiten von Medien und Meinungen, die mir nicht weiter helfen, sondern eher die Hilflosigkeit, manchmal auch die Wut fördern. Aber auch mir wird immer klarer, dass allein der Rückzug helfen kann, das Suchen nach Sinn im Inneren, das Umarmen lieber Mitmenschen und die Hoffnung, dass wir all die negativen Energien in der Welt durch einen Wandel unseres Bewusstseins kollektiv ins Positive wenden können. Vor der neuen Welt, die wir schaffen müssen, steht die neue Idee, die aus unserer positiven Energie kommen muss. Danke für deine Worte.

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    • Danke, liebe Alraune.
      Tatsächlich fällt es mir gar nicht leicht, darüber zu schreiben denn irgendwie ist das ein so „politisches Thema“ – und was hat es auf einem Blog über Räume zu tun?, fragte ich mich. Doch ich mag mich auch nicht verstellen oder „klugen Rat“ wie von oben herab geben, ganz als lebte ich nicht auch innerhalb dieser Umstände …
      Und – wie war das noch? Das Politische ist privat und das Private ist politisch – wo soll man in dieser Zeit eigentlich die Grenze ziehen wenn politische Repressalien drohen, weil man seine (Wahl-)Familie zu sich nach Hause einladen möchte?

      Sollte die nächste Generation uns irgendwann zur Rechenschaft ziehen in Form des bekannten: „Und was hast du damals getan?“, dann möchte ich etwas antworten können das mir erlaubt, mich weiterhin frohen Mutes im Spiegel betrachten zu können. Ich möchte jetzt einfach nicht länger so tun, als sei „nichts“. Rückzug ins Private wird, wenn es so weiter geht, keine Lösung mehr sein.

      Also vereinen wir uns und nähren das Feld des kollektiven Bewusstseins mit positiver Energie und Ideen, in denen alle Menschen frei leben und nur dem Höchsten, Besten und Schönsten dienen. Ent-wickelt in das, als welche wir gedacht sind … Herzlich, Susanne

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      • All diese Gedanken hege ich auch. Zumal, es ist so viel Hass in der Welt. Sobald ich den Mainstream verlasse, gerate ich in stürmisches Fahrwasser. Ich hätte niemals gedacht, dies in diesem Land erleben zu müssen. Es ist ein Lehrstück darüber, wie Angst die Menschen verändert. Doch genug davon. Wir brauchen unsere Energien und dürfen sie nicht vergeuden an Dinge, die derzeit unabänderlich sind. Dein letzter Absatz ist Maßstab.

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  7. Ja, so ist das mit den Gedanken, mein Mann tickt ganz anders. Er hat Szenarien entwickelt, bezüglich Corona – wir leben im gleichen Haus mit meine 85+ Eltern – die vielleicht sein könnten, wo ich aber sage, es wird nicht eintreffen. Das zum Thema Gedankenspiele. Er bezeichnet das als Realitätsverweigerung. Bin ich naiv, wenn ich meiner inneren Stimme folge und weiß, dass wir gesund bleiben werden bis meine alten Eltern geimpft sind?

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    • Ja, das ist sicher nicht leicht, wenn in einem Haushalt die Ansichten darüber, was Realität ist, weit auseinander liegen, liebe Michaela.

      „Lautsprecher verstärken die Stimme, doch nicht die Argumente“, schrieb mir damals eine liebe Lehrerin ins Poesie Album. Wie Recht sie doch hatte!

      Alles Gute und Gelassenheit wünsche ich!

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  8. Ich freue mich, sagen zu können, dass ich bereits in meinem Wohlfühlnest lebe.

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  9. Liebe Susanne, wieder mal ein wunderbarer und tiefer Beitrag von dir. Viel zum Nachdenken von SteveMcCurry ( als Photographien verehre ich seine Arbeit, ( wobei Tich Nat Han und Rumi’s Worte mich am moisten beruehren)
    und den Resilienzfaktoren..
    Ich versuche mein „Nest zu Hause“ in mir selbst zu finden, seitdem ich mich dem Buddhismus widme finde ich immer mehr das zu Hause in mir selbst, zudem mich auch anderen widme die Hilfe brauchen im Ihnen zu zuhoeren oder andere die Hilfe brauchen in notwendigen Dingen fuer Sie zu erledigen. Somit erstreckt sich mein zu Hause auf Andere und dieses ist bereichernd fuer andere und mich. I don’t know if this makes sense, switching to English now. In another words , das zu Hause bedeutet nicht nur die eigenen vier Waende sondern auch die universelle Verbindung. Schoenes Wochenende dir ,wahrscheinlich in viel Schnee.

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    • Thank you Cornelia. Yes, I agree: Es ist essentiell, ein Zuhause in sich selbst zu finden. Der äußere Raum, das zeigen viele Beispiele, ist oft ein Weg dorthin. Als dritte Haut umhüllt der Raum und schenkt die Geborgenheit die es braucht, Zugang nach Innen zu finden. Schön, dass dein Zuhause bereichernd auf dich und andere wirkt!

      P.S. Den Schnee habe ich ausgiebig genossen 🙂

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