La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


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Feng Shui und Home Staging – Sein und Schein

Kürzlich auf einer Netzwerk Veranstaltung. Eine Home Stagerin stellt sich mit den Worten vor:

Verkaufen Sie, dank Home Staging, Ihre Immobilie für einen höheren Preis.

Home Staging basiert auf der „Inszenierung“ eines Wohnraums, um beim Verkauf einen höheren Preis zu erzielen. Sinnliche Reize werden genutzt, um Menschen über die Kanäle des Unbewußten vom Wert einer Immobile zu überzeugen: Kaffeeduft soll Gemütlichkeit suggerieren, warmes Licht einen Wohlfühleffekt erzeugen. Möbel, die in Lagerräumen auf Ihren Einsatz warten, werden herbei geschafft, um für kurze Zeit optisch gut „dazustehen“. Spricht ja nichts dagegen, Wohnräume „aufzuhübschen“ und Vorher-Nachher Fotos lösen einen klaren Aha-Effekt aus.

Doch für nachhaltiges Wohlbefinden bleibt Homestaging vermutlich wirkungslos.

Lieblingsfrühstück am Morgen - vertreibt Kummer und Sorgen

Später sind meine Kunden dann oft die Käufer-innen, die sich auf das Spiel „mehr Schein als Sein“ eingelassen und vertraut haben. Dass das Haus schon passe und der Preis wohl angemessen sei. Geld weg, Immobilie am Hals – so könnte die sachliche Diagnose lauten.

Kann Feng Shui da was richten?

Feng Shui basiert auf der Erkenntnis, dass Mensch und Haus eine Gemeinschaft bilden, die auf stabiler Basis am Besten gedeiht. Die bei der Partnerwahl gern gestellte Frage: „Ja passen wir denn überhaupt zusammen?“, sollte für einen Immbobilienkauf allemal gelten. Manchmal mag ein Haus sehr vielversprechend wirken, doch nicht immer kann es sein Versprechen halten. Manchmal passsen Mensch und Haus einfach nicht zusammen, weil die Lebenspläne und Träume vom Ort nicht unterstützt werden.

Ein Ort zum Wohlfühlen - ein Haus zum liebhaben

Ein Ort zum wohlfühlen – ein Haus zum liebhaben

Eine Feng Shui Analyse kann die Lebenskraft eines Hauses ermessen und das Potenzial, das es in sich trägt. Hat ein Ort kein Qi, keine Lebenskraft, nützt das schönste Außen nichts. Dies vor dem Kauf zu erkennen ist Gold wert.  Denn je älter man wird, desto sorgsamer sollte ein Mensch mit seiner Lebenskraft haushalten und die Batterien (zuhause im Schlaf) aufladen können, um lange tatkräftig und wirkungsvoll zu bleiben. Schwächt das Haus kann ein Mensch das niemals auffangen, dazu ist eine Immobilie einfach zu stark.

Eine Feng Shui Beraterin arbeitet mit Mensch und Ort. Manchmal ist etwas blockiert und muss  frei gelegt werden, manchmal braucht es ein Space Clearing, um die „alten Geister“ die noch in den Wänden sitzen, zu befreien und den guten Geist des Hauses, den Genius Loci, einzuladen. Auch ein Haus muss manchmal erst in sein Potenzial gebracht werden!

Im Grunde simpel, orientiert sich Feng Shui an der Energie eines Ortes, bringt Balance ins Ungleichgewicht, stellt eine „natürliche Ordnung“ wieder her, trägt dazu bei, dass „das gute Leben“ wieder in Fluss kommt, lenkt unterstützende Kräfte ins Haus. Alles, um die Lebenskraft von Haus und Menschen zu erhöhen. Wenn Haus und Mensch gemeinsam gedeihen ist dies ein wundervoller Prozess, der den Menschen befähigt, sich den Gegebenheiten des Lebens vorbehaltlos(er) zu stellen, geschmeidig(er) mit ihnen umzugehen und an ihnen zu wachsen.

Ein Haus das erblüht wirkt langfristig und nachhaltig auf Ausstrahlung, Gesundheit und gutes Gelingen – und diese „Nebenwirkungen“ sind eindeutig erwünscht.

In diesem Sinne – lassen Sie mich wissen, wenn ich nachhaltig etwas für Sie tun kann.

Mein Rat: Vor dem Immobilienkauf  sachkundige (Feng Shui) Beratung einholen. Damit Sie wissen, woran Sie sind und ob Ihr künftiges Haus Ihre Lebensträume unterstützt.
Und wenn Sie schon gekauft haben und „es“ nicht so läuft wie Sie sich wünschen – auch dann kann eine Beratung vieles auffangen und zum Guten wenden. Versprochen!


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Turbulente Welt – Stabiles Zuhause

Je turbulenter, unsicherer und gefährlicher es draußen in der Welt zugeht, umso mehr wünschen Menschen sich ein schönes, sicheres Zuhause. Das eigene Umfeld gewinnt zunehmend an Bedeutung, das haben nun auch die Medien entdeckt. Mittlerweile widmen sich viele Kanäle dem Thema Wohnen.

Am  3.8.2016 sendete Deutschland Radio Kultur ein Interview mit Monika Kritzmöller, einer Wohnsoziologin und Gründerin des Forschungs- und Beratungsinstituts „Trends und Positionen“. Der Beitrag kann hier nachgehört oder weiter unten nachgelesen werden.
Deutschland Radio Kultur – Das private Umfeld wird wichtiger

Feng Shui Zuhause

„Das private Umfeld wird wichtiger

Terror, Amok, Attentate – die Welt wird gefährlicher. Dann bleiben wir halt zuhause, sagen sich viele. … Dadurch werden auch Fragen der Gestaltung der Wohnung wichtiger.

„Wenn ich mich zuhause einigeln, zurückziehen will, dann investiere ich da natürlich“, sagt die Wohnsoziologin Monika Kritzmöller … .


Das Interview im Wortlaut:

Dieter Kassel: Wenn man glaubt, die Welt um einen herum werde immer bedrohlicher, die Gefahren durch Krieg und Terror rückten immer näher, dann bleibt man gern zu Hause, sucht Schutz in der eigenen Wohnung. Aber ist es wirklich das Schloss an der Tür, das für Sicherheit und Geborgenheit sorgt, und sind es doch nicht eher die vertrauten Dinge, die uns zu Hause umgeben? Wie wirkt sich deshalb quasi die Weltlage oder zumindest unsere Empfindung dieser Lage auf den Wohnstil aus? Das ist eines der Themen von Monika Kritzmöller, sie ist Sozialwissenschaftlerin und Gründerin des Forschungs- und Beratungsinstituts Trends und Positionen. Schönen guten Morgen, Frau Kritzmöller!

Monika Kritzmöller: Ja, schönen guten Morgen!

Kassel: Wodurch wird denn überhaupt bestimmt, wie sich jemand einrichtet?

Sensible achten mehr auf Formen und Materialien

Kritzmöller: Also, wenn man es jetzt ganz allgemein fasst, von einer, wie ich es nenne, Durchlässigkeit einer Person – was lässt diese Person überhaupt an sich heran, wie viel nimmt die in sich auf, wie viel spürt sie, wie sensibel sie ist –, und wenn diese Sensibilität sehr hoch ist, dann wird diese Person natürlich wesentlich stärker, wesentlich kritischer auf irgendwelche Materialitäten achten, wesentlich genauer auf Formen schauen, während, wenn man so ein bisschen ein dickeres Fell hat, dann ist man da auch weniger, sage ich mal, anfällig dafür, dass man an kleineren Dingen sich aufhält. Und dann kann man es vielleicht auch ein bisschen lässiger angehen oder geht man es ein bisschen wurschtiger an. Das Zweite sind natürlich die Lebensumstände, wie viel bin ich denn unterwegs, möchte ich gern nach draußen gehen, spielt sich mein Leben sehr stark in der Öffentlichkeit ab, suche ich den Rückzug in der Wohnung? Und da ist es natürlich auch klar: Wenn ich mich ja zu Hause einigeln, zurückziehen will, dann investiere ich da natürlich.

zuhause wohnen

Wohnen im eigenen Stil. Mal minimal und still …

Schutzraum Wohnung gewinnt an Bedeutung

Kassel: Wird denn in Zeiten wie diesen, wo es große Unsicherheit gibt – bei vielen Menschen zumindest wird das so empfunden, was die Weltlage angeht, bei manchen auch wirtschaftliche Unsicherheit –, wird da das Wohnen, wird da wirklich dieser Schutzraum wichtiger?

Kritzmöller: Mit Sicherheit. Und gerade auch die greifbaren Dinge. Denn wir leben ja in einer Bilderwelt und all diese Schrecklichkeiten, die uns jeden Tag erreichen, wo man schon fast fürchtet, was passiert heute wieder, das kriegen wir ja medial mit, das kriegen wir über Bilder mit. Zum Glück, sage ich mal, sind wir in der Regel nicht vor Ort und sehen und spüren das live. Wir werden also mit Bildern enorm überfrachtet, was natürlich auch bei positiven Dingen schön sein kann, dass ich sehr viele schöne Dinge auch zeigen kann.

Aber das sind alles Dinge, die nicht wirklich bei mir, nicht wirklich greifbar sind für mich. Während das, was ich auf Armlänger in meiner Wohnumgebung habe, das ist wahr, das ist greifbar. Da weiß ich, das kann ich anfassen und dann das auch verifizieren. Das machen wir ja auch, wenn wir was mit unseren Augen sehen und es nicht glauben, dann wollen wir das berühren. Und diese Berührung, die ist dann noch mal so eine Selbstvergewisserung auch.

Kassel: Das würde aber für mich jetzt bedeuten, dass billige Materialien – Plastik, irgendwelche Dinge, die nur aussehen sollen wie Holz und es gar nicht sind – dann jetzt eher weniger angesagt sind und auch wieder viele natürliche Materialien, die man im wahrsten Sinne des Wortes auch gerne anfasst?

Kritzmöller: Ja, kann ich zu 100 Prozent zustimmen. Man sieht es ja auch im Trend bei der Nahrung: Man fragt wieder viel mehr nach, wo kommt etwas her, was steckt da dahinter? Und diese, sage ich mal, Faking-Industrie, die hat sich eigentlich so schön im Einklang mit dem Konsumenten so nach und nach hochgeschaukelt. Man möchte etwas, was irgend gut aussieht, einen guten Eindruck macht, möchte nicht viel dafür bezahlen, dann bekommt man natürlich das geliefert, was man möchte, what you pay is what you get, und dann freut sich natürlich der Anbieter, der für sehr wenig Substanz dann doch noch eine ordentliche Marge verlangen kann.

Und so hat sich das Ganze langsam so ein bisschen verselbstständigt in eine auch Ungreifbarkeit, auch Undurchlässigkeit, solche Materialien, die sprechen ja nicht wirklich zu einem, die fasst man nicht wirklich gut an, wenn es irgend so ein Plastikfurnier auf einer Tischplatte ist, da ruht man nicht mit den Händen drauf und hat irgendwie das, wenn es auch nur subtile Gefühl ist, das ist irgendwie gut da, da möchte ich bleiben. Und das hat so wie so ein bisschen abgehoben und kommt jetzt – das ist meine Beobachtung – stärker wieder auf den Boden zurück, dass man sagt, man sucht diese Substanz. Voll kriege ich ja meine Wohnung auch mit irgendwelchem Billigkram, aber das ist dann nicht das, was sie auch ein Zuhause macht.

Raumsprache durch Feng Shui

… mal üppig und laut.

Jeder Mensch hat die Einrichtung, die er verdient

Kassel: Nun sagen natürlich viele Leute auch, früher war alles besser. Die Welt war übersichtlicher, die Gefahren waren weiter weg. Wirkt sich das auch insofern auf den Wohnstil aus, dass moderne gar, sogar vielleicht futuristische Einrichtungen im Moment nicht so angesagt sind und eher doch das Traditionelle?

Kritzmöller: Das würde ich jetzt nicht unbedingt so sagen. Wir leben ja in der Gegenwart und auch die Gegenwart hat ihre positiven Seiten, ihre Freiheitsgrade. Aber ich muss natürlich die Gegenwart mit einer Formensprache dann auch belegen, also nicht nur irgendwelche futuristischen Dinge um mich scharen, sondern wirklich auch Formen, die eine Botschaft haben, die Substanz haben auch. Und dann ist das sehr wohl eine Antwort auf gegenwärtige Fragestellungen. Aber das Ganze muss natürlich eine entsprechende Tragfähigkeit auch in der sinnlichen Qualität haben.

Kassel: Wie weit ist denn so eine Wohnung nun wirklich, wie man so schön sagt, das Schaufenster der Persönlichkeit? Wenn Sie jetzt – und das ist erst mal keine Vereinbarung zwischen uns beiden –, aber wenn Sie jetzt in meine Wohnung kämen, würden Sie dann sehen, das ist einer, der ist gerne draußen unterwegs, macht gerne Urlaub, isst und trinkt gerne sehr viel und spricht sehr viel?

Kritzmöller: Das kann ich mit Sicherheit. Ich habe über weite Teile meiner wissenschaftlichen Tätigkeit über Wohnungseinrichtungen geforscht und man hat ja immer so die Dinge, die man – in Anführungszeichen – verdient. Das heißt, wenn ich mich gerne leger hinsetze, dann habe ich auch Sitzmöbel, wo ich mich eben locker hinfläzen kann, wenn ich ein sehr akkurater Mensch bin, dann sind das eher Stühle, die auch eine aufrechte Haltung haben. Die Erinnerungsdinge, die ich um mich schare, die zeigen, ob ich jetzt eher eine sentimentale Seele bin oder doch dann eher distanziert bin, ob ich gerne Dinge aufhebe oder lieber sage, das alte Zeug, das schmeiße ich weg, das belastet mich ja nur. Und so kann man wirklich sehr, sehr viel in Wohnungen ablesen.

Kassel: Und wenn bei mir 80 Prozent der Wohnfläche Gelegenheit zum Kochen und Essen geben, sagt das eine Menge, gebe ich zu. Herzlichen Dank, dass …

Kritzmöller: Das macht Sie mir sympathisch!

Kassel: Die anderen 20 Prozent sind sehr kühl. Das war Monika Kritzmöller, sie ist – ich nenne sie jetzt mal einfach so – Wohnsoziologin und Gründerin des Forschungs- und Beratungsinstituts Trends und Positionen. Und mit ihr haben wir überwiegend ernsthaft darüber geredet, wie die aktuelle Weltlage auch unsere Einrichtungen beeinflusst. Frau Kritzmöller, vielen Dank für das Gespräch!

Kritzmöller: Danke schön, schönen Tag!

Bad zum Wohlfühlen

… und zum Ausklang gern ein Bad zum Wohlfühlen genießen – Foto Fairie Magazin


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Kurze Anekdote über die Anfänge des Feng Shui

Aktueller Feng Shui Tipp: „ Zeige offen, was Du verstecken willst.“

Unten angefügte Geschichte habe ich ausgewählt, diesen etwas verschlüsselten Rat zu verdeutlichen. Denn wir (zivilisierten) Menschen neigen dazu, dass allzu offensichtliche zu übersehen. Dabei soll nun gar nicht auf die um sich greifende Mode des: Ich schau auf mein Handy Display und weiß wo ich bin, wieviel Uhr es ist und finde vielleicht noch einen Pokemon währenddessen, verwiesen werden, doch sie verdeutlicht den aktuellen Trend. Der klare Blick, das Erfassen dessen, was (um mich herum) geschieht wird seltener.

Schildkröte

Die Schildkröte versinnbildlicht in schamanischen Traditionen Mutter Erde, im Feng Shui verkörpert sie den starken Rücken eines Gebäudes

Wer kennt das: Ich gehe zum Supermarkt, weil ich etwas einkaufen will. Auf dem Weg denke ich über verschiedene Dinge nach – was hat XY heute zu mir gesagt, wann werde ich dies oder das erledigen, wohin geht die nächste Reise u.s.w. – vielleicht höre ich währenddessen Musik und schaue auf mein Display. Wer merkt, was auf der gegenüberliegenden Straßenseite passiert, welche Wolken grad am Himmel ziehen, ob Vögel fliegen und wenn ja in welcher Höhe (denn sie könnten mir zeigen, ob Regen naht oder Sonne bleibt, selbst in der Stadt) ?

Für manch eine/n mag es eine neue Lebensweise begründen: Ich habe ein Ziel und gehe den Weg dorthin. Und während ich gehe denke ich weder an das Ziel, noch an das, was dort geschehen mag, noch an irgendwas anderes. Ich gehe nur und bin ganz da, wo ich gehe. Spüre den Luftzug. Augen geradeaus, so bekommt man die meiste Energie ( „Bodengucker“ neigen gern zur Depression ). Am Anfang mag man abschweifen, doch mit der Zeit, sich selbst zur Ordnung rufend, klappt es immer besser.

„Im 29. Jahrhundert v. Chr. lebte ein Mann mit Namen Fu Xi. Er war ein begabter Architekt. Aber keine Paläste. Er plante gern Gärten und Flüsse.
Es kam eine große Flut. Der Lo-Fluss trat über die Ufer. Fu Xi wanderte viele Tage lang in den Hügeln um den Palast umher. Er zeichnete Karten und markierte, wo Deiche gebaut werden sollten. Als die Flut wieder kam, war der Palast in Sicherheit. Fu Xi wurde sehr berühmt.
Eines Tages, da saß er am Ufer des Lo-Flusses. Er sah den Schildkröten zu, die dort schwammen. Sein Blick fiel auf die Muster der Schildkrötenpanzer. Einer der Panzer hatte ein Feld im oberen Mittelteil mit acht Feldern darum herum. Fu Xi bemerkte etwas. Die Flecken im östlichen, im mittleren und im westlichen Feld ergaben zusammen fünfzehn. Als er die Punkte im Norden, in der Mitte und im Süden zusammenzählte, waren es ebenfalls fünfzehn. Südwest – Mitte – Nordost ergaben auch fünfzehn. Nordwest – Mitte – Südost addierten sich wieder zu fünfzehn.
Dies wurde später bekannt als das neunteilige Magische Quadrat. (heute auch Bagua genannt, S.B.)

Das magische Quadrat

Zahl und Richtung – Das magische Quadrat des Feng Shui

Grashalm, Hauptsache war, dass Fu Xi begriffen hatte: In den Dingen kann eine Ordnung sein. Eine Ordnung, die man nicht sieht, aber die sehr magisch ist. Er wusste um Architektur und er wusste um verborene Magie. Fu Xi wurde zum Begründer von Feng Shui.“ **

Manchmal steht der wichtigste Satz am Ende eines Textes, darum kann es lohnen, auch dort noch einmal nachzuschauen😉
** aus: Der Feng Shui Detektiv von Nury Vittachi / Hervorhebungen von La Imperial Feng

Das Haus - zwischen Himmel und Erde

Haus mit prächtiger Schildkröte ( Rückenschutz ) und vorne Wasser – DIE perfekte Lage aus Feng Shui Sicht


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Drei Feng Shui Tipps für schöner Wohnen

Meist genügt ein Blick: Gefällt oder gefällt nicht. Fühl mich wohl oder unwohl. Dieses Signal wird  augenblicklich (!) beim Betreten von Räumen gesendet und besonders spannend ist der erste Eindruck. Wer sich wohl(er) fühlen oder seine Gäste beeindrucken will (ohne zu renovieren) findet hier drei einfache Tipps, die wahre Wunder bewirken:

1. Jedem Möbel seine Aura.

Achte beim Zusammenstellen auch auf die Zwischenräume.
Nicht nur das Offensichtliche strahlt, auch das „Dazwischen“ hat es in sich.
Ein Grund, warum Möbel nicht gern „in den Ecken“ stehen, da gibt’s nämlich keinen Platz zur Entfaltung (Ausnahme: Einbauschränke).

Jedem Möbel seine Aura

Im Zwischenraum kann sich das Feine entfalten

2. Flächen lieben Freiraum.

Das Zauberwort unserer Zeit lautet „Leere“. Wir alle haben soviel (materielles) Zeug angehäuft, dass es selten freie Flächen gibt. Kaum ein Sidebord, Schrank oder Regal auf dem nichts steht. Zuerst vielleicht Deko, doch irgendwann wird die Oberfläche zur Ablagefläche. Leere scheint schwer auszuhalten. Doch sie lohnt sich!
Und wer vorher weiß, er schafft’s nicht, der sollte gleich zum geschlossenen Schrank greifen. Unordnung die im Regal herrscht potenziert sich im ganzen Raum.

Flächen lieben Freiraum

Flächen lieben Freiraum

3. Farbe liebt Wirkung.

Farbe wirkt auf Gemüt und Seele. Welche Farbe im Raum geeignet ist hängt davon ab, wie er genutzt und welche Wirkung erzielt werden soll. Es gibt superschöne, warmfühlige Räume die ganz in Weiß gehalten sind. Es gibt farbige Räume in denen das Gemüt beginnt zu frieren. Spielen die gewählten Farben mit – oder gegeneinander? Mancher Kontrast wirkt belebend, ein anderer unruhig. Wieviele Farben kann ein Raum aushalten?

Farbe liebt Wirkung

Farben die sich gegenseitig zum Strahlen bringen

Mein Feng Shui Tipp: Deko sorgt für ansprechende Stimmung – doch wie immer gilt: Weniger ist mehr. Ein Hoch auf den Zwischenraum. Möge sich das Feine fein entfalten.


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Weise Worte aus dem Land der Paradoxe

Paradox

Was ist die größte Entfernung zu einem Ding? Eine Meinung über es zu haben. Foto © Fascinating Places

Verbrecher

Po-Kü war ein Schüler Lao-Tses. „Darf ich“, sagte er zu ihm, „in die Welt gehen?“
„Nein“, antwortete Lao-Tse, „die Welt ist überall ebenso, wie du sie hier siehst.“
Als er aber wieder einmal drängte, fragte ihn Lao-Tse: „Womit willst du die Wanderschaft beginnen?“
Po-Kü sagte: „Ich will mit dem Staate Tsi beginnen. Da will ich die Leichen der gerichteten Verbrecher aufdecken. Ich will sie fassen und sie auf ihre Füße stellen. Ich will meine Feierkleider abnehmen und sie drein kleiden. Ich will zum Himmel schreien und ihr Los beklagen. Ich will rufen: Ihr Männer, Verwirrung war auf Erden, und ihr wart die ersten, die hinenstürzten! Ich will sprechen: Wart ihr denn in Wahrheit die Räuber? Wart ihr denn in Wahrheit die Mörder? Ehre und Schande wurden eingeführt, und das Übel folgte. Reichtum wurde angesammelt, und der Streit begann. Das Übel, das eingeführt wurde, der Streit, der angesammelt wurde, peinigen die Menschen und nehmen ihnen die Ruhe. Wo ist da ein Entrinnen?

Die Herrscher der Vorzeit schrieben alles Gelingen dem Volke, alles Mißlingen sich selber zu. Was recht war, maßen sie dem Voke, was unrecht war, sich selber bei. Wenn ein Schaden geschah, rügten sie sich selber.

Nicht so die Herrscher dieser Zeit. Sie verhehlen ein Ding und rügen, die es nicht sehen können. Sie legen gefährliche Arbeiten auf und strafen, die sie nicht zu unternehmen wagen. Sie verhängen überschwere Lasten und züchtigen, die sie nicht zu tragen vermögen. Sie befehlen überlange Märsche und richten hin, die nicht standhalten.

Und da das Volk fühlt, dass seine Kräfte all dem nicht gewachsen sind, nimmt es seine Zuflucht zum Betrug. Denn wo so große Lüge herrscht, wie sollte da das Volk nicht lügnerisch sein? Wenn seine Stärke nicht ausreicht, nimmt es seine Zuflucht zum Betrug. Wenn sein Wissen nicht ausreicht, nimmt es seine Zuflucht zur Täuschung. Wenn sein Besitz nicht ausreicht, nimmt es seine Zuflucht zum Raub. Und wer ist es, der solchen Raubes Schuld und Verantwortung trägt?“ *

Wachse, flüstert der Engel

„Wachse“, flüstert der Engel

Der Untätige

Kien Wu sagte zu Lien-Schu:
„Ich hörte Tsieh-Yü etwas äußern, das übermäßig war und weder Sinn noch Bestand hatte. Was er sagte, befremdete mich ungemein, denn es schien mir schrankenlos wie die Milchstraße, ohne Zusammenhang und weitab von den Erfahrungen der Menschen.“ „Was war es?“ fragte Lien-Schu.

Kien-Wu antwortete: „Er erklärte, auf dem Berge Ku lebe ein geistergleicher Mann, dessen Fleisch wie Eis oder Schnee, dessen Haltung wie die einer jungen Frau sei; er esse keine Früchte der Erde, er nähre sich von Luft und Tau; und auf den Wolken fahrend, fliegende Drachen sein Gespann, schweife er jenseitds der Vier Meere umher. Dieses Wesen sei vollkommen untätig. Dennoch halte es die Fäulnis von allen Dingen ab und mache die Saaten gedeihen. Nun denn, ich nenne das Unsinn und ich glaube nicht daran.“

Lien-Schu sprach: „Man befragt ja einen Blinden nicht über ein Gemälde und lädt einen Tauben nicht zum Singfest ein. Blindheit und Taubheit aber sind nicht des Leibes bloß; es gibt auch Seelen, die blind und taub sind. Du, so dünkt mich, bist von diesen Gebrechen heimgesucht.
In Wahrheit erfüllt der gute Einfluß jenes Mannes die ganze Schöpfung. Und doch möchtést du, daß er sich zu den Einzelheiten eines Reiches herblasse, weil ein erbämliches Geschlecht nach Umgestaltung schreit!

Die Welt der Dinge kann ihm nichts anhaben. In einer Flut, die zum Himmel reichte, würde er nicht benetzt werden. In einem Brande, der die Metalle der Erde schmelzte und die Berge versengte, würde er nicht heiß werden. Aus seinem Staub und Siebrest könnt ihr zwei eurer berühmten Männer machen. Und du möchtest, dass er sich mit den Dingen befasse!“ *

Bin ich ein Mensch, der träumt er sei ein Schmetterling ...

„Wer sich nicht selbst behauptet, bleibt eben dadurch frei von Tadel …“ Laozi

 

*Tschuang-Tse – Reden und Gleichnisse, Auswahl von Martin Buber


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Muße, der Schlüssel zum Glück

Zeit der Muße

Warum ist Urlaub eigentlich so schön, hab ich mich kürzlich gefragt und ich glaube, Muße ist der Schlüssel.

Muße ist die Zeit, in der man eigenen Interessen nach Lust und Laune folgt.

Es kann etwas dauern, bis man die ganz freie Zeit durch und durch genießen kann, doch wer sich erlaubt, innezuhalten und zu ergründen, wonach der  Sinn gerade steht, mag sich selbst schon überrascht haben. Manchmal weiß man nämlich selbst nicht – soll ich jetzt schwimmen gehen, mich ins Gras legen, ins Museum spazieren, eine Torte machen, die Wohnung renovieren oder doch nur zwei Schubladen aufräumen, Löcher in die Luft gucken und den Wolken Namen geben, soll ich tagträumen, Schuhe putzen … oder … nichts davon? Wer sich selbst neu kennen lernen will, sollte unbedingt regelmäßig ungeplante Zeit mit sich verbringen.

Ich glaube, Muße ist das Lebenselixier unserer Zeit. Wer im Alltag keine Zeit für Muße hat, der wird auch die arbeitsfreie Urlaubszeit nicht zu genießen wissen – oder sich ebenso schnell wieder verplanen, wie man es vom Berufsalltag so gut kennt. Ist ja auch irgendwie bequem, doch Insider wissen: Das Beste kommt danach – erst durch die Muße kommt der Flow, durch den Flow die Freude, durch die Freude wird der Sinn des eigenen Lebens ganz hautnah gespürt.

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Im Leben verwurzelt, die Krone gen Himmel gereckt

Durch Muße können einem (lebens-)wichtige Fragen wieder vor die Füße fallen – und wer sich dafür keine Zeit nimmt, mag von einer Krankheit zum Innehalten gezwungen werden. Manchmal ist es nämlich allerhöchste Eisenbahn, sich zu fragen: Bin ich in meinem Leben eigentlich Zuhause? Sind meine Träume und das Leben das ich lebe deckungsgleich? Und wenn nicht, wie groß ist die Kluft? Bin ich geworden, wer ich sein kann?

Es ist wichtig, Träume zu haben,
die groß genug sind,
dass man sie nicht aus den Augen verliert,
während man sie verfolgt
,
sagte Oscar Wilde.

Ich finde, er hat Recht. Je hektischer die Zeit, desto wichtiger die Muße, lautet mein Fazit. Und wann sonst soll man schließlich träumen wenn nicht am Tage zwischendurch – nachts schläft man ja schließlich😉. Und wer sich zur Kunst des Müßiggangs inspirieren lassen will, mag in diesen Zeilen stöbern

Über „Die Kunst des Müßiggangs“ von Alles mit Links

oder einen Film anschauen, um die Erinnerung an eigene Kindheitsträume wieder zu finden.

 

 


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Erdbeer, Kirsche, Waldmeister – Symbolik der Pflanzen

Noch ist Erdbeerzeit – darum hab ich mal in meine „Kiste“ gegriffen und ein Loblied auf Erdbeer, Kirsche und Waldmeister hervorgezaubert. Lass‘ es Dir schmecken!

Erdbeeren

Erdbeeren – von meiner Gartenfreundin selbst gepflückt!

Die Erdbeere als Symbol der Verlockung zur Sünde, las ich kürzlich bei Marianne Beuchert*. Tja, wer liebt sie nicht – die üppigen Eisbecher mit Sahne, die Erdbeertorten, die in Zucker eingelegten Früchte oder die ganz reifen, bei denen beim Reinbeißen der Saft von Fingern und Lippen tropft …

Natürlich steht die Erdbeere in enger Verbindung zu den Göttinnen der Liebe und Fruchtbarkeit. In vorchristlichen Zeiten war sie das Attribut von Venus und Frigga / Freya, später verkörperte sie als Sinnbild die Gottesmutter Maria. Ihr dreigeteiltes Blatt erinnert zudem an die Dreifaltigkeit. In vielen alten Gemälden wandeln die Heiligen gar über wiesengleiche Erdbeerfelder, wem ist’s schon aufgefallen?

Die Besonderheit der Erdbeere, die nämlich gleichzeitig blüht und Früchte trägt – und das alles in den symbolträchtigen Farben Weiß (=> Unschuld) und Rot (=> Liebe) – deutet auch auf die körperlichen Freuden. „Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund„, war nicht nur der Titel der Kinski-Autobiographie sondern eines frivolen Liebesgedichtes aus den 30er Jahren.

Medizinisch wirkt der in Blättern und Wurzel der Walderdbeere enthaltene Ellag-Gerbstoff, er soll bei Halsentzündungen und Stoffwechselerkrankungen helfen.

Kirschenzeit

Kirschen, noch warm von der Sonne

Kirschen gibt es jetzt auch schon. Sie erzählen von der weiblichen (und geistigen) Schönheit und von heiterer Erotik. Kirschen, schreibt Marianne Beuchert, seien das Attribut verführerischer Frauen. Auch die Kirsche spricht in den Farben weiß und rot.

In Asien gehört die Kirsche zu den heiligen Bäumen, allerdings weniger wegen der Früchte sondern wegen ihrer Blütenfülle. In der japanischen Mythologie steht der Kirschbaum für Treue und Verbundenheit, er symbolisiert das leichte Sterben und die selige Erlöstheit vom irdischen Schmerz. Die japanische Kultur ist ja auch geprägt vom Lebensstil der Samurei und eine derer höchsten Tugenden besteht darin, furchtlos und leicht in den Tod zu gehen. In einem Gedicht  von Fujiwara No Kintsune heißt es

„Wie der Frühlingswind
den Blütenschnee der Kirschen
sanft mit sich nimmt
und der Erde wiedergibt, so fällt auch das Ich und vergeht.“

Waldmeister

Waldmeister ist im Wald zu Hause und liebt daher ein schattiges Plätzchen

Waldmeister kann ich auch sehr empfehlen. Heute kennen wir ihn  zwar eher als Sirup, doch zählt er zu den heilsamen Kräutern, die krampflösende und beruhigende Wirkung haben. Irgendwo las ich, dass er sogar Motten vertreibt. Im Garten liebt Waldmeister ein eher schattiges Plätzchen und wer Platz hat, sollte ihn unbedingt bei sich aufnehmen. Als die Kräuter in unserem Leben noch eine größere Rolle spielten wurde Schwangeren ein Lager aus duftenden Käutern hergerichtet. Dazu nahmen sie Dost, Labkraut, Steinklee, Waldmeister, Gundelrebe, Quendel und Heilziest. Mutter und Kind sollte dies kräftigen und vor Kindbettfieber und pränataler Depression schützen.***

In Vorfreude auf laue Sommerabende hier noch ein leckeres Rezept für eine Bowle mit Waldmeister:

Waldmeisterbowle

Lust auf Maibowle im Juli?                                     Foto © pixabay

„Den typischen Waldmeistergeschmack erzeugt die Substanz Cumarin. In hoher Dosis verursacht sie jedoch Kopfschmerzen und Übelkeit. Da ihr Gehalt in der Blütezeit stark steigt, schneiden Sie die Stängel noch vor der Blüte und lassen sie dann an einem schattigen Ort über Nacht welken – erst dann entwickelt sich das charakteristische Waldmeister-Aroma. Lassen Sie die Blätter bei der Zubereitung der Bowle mindesten 10 Min. in Weißwein ziehen und füllen dann mit eiskaltem Sekt auf. Verwenden Sie dabei nie mehr als 3 g Walmeisterkraut pro Liter,“ las ich neulich. Und wer auf Alkohol verzichten möchte nimmt stattdessen Zitronenlimonade. Und kann mir dann gern hier berichten!

* Marianne Beuchert, Symbolik der Pflanzen
**Katja Holler / Elisabeth Klimt, Magic
***Dr. Helga Buchter-Weisbrodt, Aromatische Maibowle, in: Gartenfreund Nr. 5/ Mai 2015

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