Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration


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Für Boris Becker

Seit vielen Jahren nehme ich (aus der Ferne) Anteil am Lebensverlauf von Boris Becker. Auch wenn das meiste über ihn nur durch die Medien bekannt wird, eine schicksalhafte Tendenz ist erkennbar. Schade, denke ich, hätte das Leben uns beizeiten zusammengeführt wäre ich in meinem Methodenkoffer garantiert fündig geworden, und einiges hätte umsichtiger entschieden werden und glimpflicher verlaufen können.

  

Zum Beispiel mit Hilfe des kleinen GeeBaSets. Es gibt ja im Feng Shui viele Methoden, etwas zu berechnen und GeeBa ist eine davon. Es wird vorwiegend in kurz bewohnten Räumen benutzt, die man wie Hotelzimmer oder möblierte Apartments schlecht umräumen kann. Mit Hilfe des GeeBa läßt sich schnell herausfinden, wo im Raum die persönlich günstigen Plätze sind, um Wichtiges zu erledigen. Erfolgreiche Verhandlungsgespräche führen zum Beispiel, telefonieren mit der Liebsten, zur Ruhe kommen oder um eine Entscheidung zu treffen, und jemand zu feuern. Wichtige Sachen eben.

Also habe ich die GeeBa Methode aus dem Kopf in die Materie gebracht. Alles Einzelanfertigungen vor allem für Vielreisende. Die meisten sind durch häufige Orts- und Luftveränderung eh stark gefordert und brauchen jede Form der Unterstützung, weshalb sie es – O-Ton: – „liebend gern bei sich haben.“ Eins habe ich damals aus einer Laune heraus für Boris Becker angefertigt und es heute beim Aufräumen wieder gefunden. Und da es angeblich nur sieben Kontakte braucht, um Verbindung zu jedem Menschen auf der ganzen Welt herzustellen, probiere ich jetzt einfach diesen Weg.

Vielleicht kennt ihn jemand meiner Leser-innen persönlich? Dann erzählen Sie ihm doch gern von meinem kleinen Geschenk, das noch immer auf ihn wartet.

 


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Interior Styling mit den 5 Elementen

Oft erwähne ich die 5 Elemente in meinen Artikeln. Wer sich fragt, wie das „übersetzt“ in der Raumsprache aussehen kann, findet hier Anregungen in beispielhaft gestalteten Räumen. Nicht immer geht es beim Feng Shui Styling nur um schöner wohnen – doch wenn das dabei raus kommt, ist ja auch viel gewonnen ❤

Das Element Holz

ist gekennzeichnet durch die Farbe grün und hochaufstrebende Möbel, Lampen oder Pflanzen. Holz repräsentiert Wachstum, Dynamik und Erfindungsreichtum im Elementekreis.

Zum Element Feuer

gehört die Farbe rot sowie alles prunk- und prachtvolle. Ein vom Element Feuer dominierter Raum kann pompös oder überladen wirken, ein besonderes Kennzeichen ist sein warmer Charme. Und mit der Zeit ändern sich kulturelle Vorlieben, die wir im Raum wieder finden.

Das Element Erde

mag es stabil und – erdig. Die Farbe Gelb und Brauntöne in jeder Coleur, rechteckige oder quadratische Möbel (auch in Holzoptik) kennzeichnen das, was uns heute oft fehlt: Den festen Boden unter den Füßen. Sich „einfach“ wohlfühlen, Ballast fallen lassen und sein dürfen – das erlauben erdig dominierte Räume.

Das Element Metall

ist materialisierter Ausdruck von Klarheit. Schlicht, dabei elegant. Klares Motto in weiß, silber, gold oder kupfer: Weniger ist mehr. Metall liebt die Essenz, deshalb wird in diesem Ambiente gern auf jede Art Schnick-Schnack verzichtet.

Das Element Wasser

symbolisiert per se die Bewegung. Fließende Formen, viel Glas, Spiegel, weiche Stoffe und alle Farben Blau kennzeichnen das Wasserelement.

Selten gibt es Räume, die ausschließlich einem Element zuzuordnen sind, meist herrscht ein Mix, in dem jedoch ein Element klar dominiert. Das kann zu einem Gefühl von Unausgeglichenheit, Lähmung oder Überforderung führen. Fehlt der Ausgleich, fühlt man sich unwohl.

Einseitig eingerichtete Räume resultieren meist aus dem Versuch, eine individuelle Veranlagung auszugleichen und über den Raum für Ausgewogenheit zu sorgen. Da das nicht unbedingt dem entspricht, was der Raum braucht, schleicht sich Unbehagen ein.

Nicht selten ist das dann Anlass für wiederkehrenden Streit, vor allem wenn mehrere Menschen zusammen leben: Dann findet’s der eine zu voll gestellt oder immer unordentlich, einem anderen ist’s zu nüchtern oder jemand friert immer, weil das Zimmer scheinbar trotz Heizung einfach nicht warm wird. Hier läge ein offensichtlicher Beratungsauftrag vor:

Herausfinden, was braucht der Mensch und was braucht der Raum. Dann beide nach Bedarf stärken. So entstehen Räume, in denen sich alle wohlfühlen, die hier zu Hause sind.  Auch wer täglich viele Stunden Lebenszeit an dem Ort verbringt, an dem er und sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellt, hat ein Recht darauf, es schön zu haben.

 


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Wenn Qi die Treppe runterfällt, ist das sehr ungünstig

  • „Gehen Sie unbedingt durch den Keller ins Haus. Andernfalls fällt das Qi die Treppe runter, und das ist sehr ungünstig.“
  • „Sie haben mit Erkern gebaut? Also das finde ich unverantwortlich!“
  • „In jedem Raum muss die Partnerschaftsecke aktiviert werden, sonst finden Sie Ihren Traummann nie.“
  • „Oh, das Badezimmer ist im Südosten – na, da können Sie sich schon jetzt auf enormen Geldverlust einstellen.“
  • „Der Eingang im Nordosten – au weia!“

Danke für das schöne Foto © Jason Briscoe

Oh ja, so und ähnlich klingen Äußerungen, die unter der Überschrift Feng Shui gemacht werden. Klingt gräßlich, oder? Während ich das schreibe sitze ich kopfschüttelnd am Tisch. Was für ein Mist, denke ich, was für eine Ver .. schung! Ich bin echt sauer.

Darum muss ich das noch einmal sagen: Feng Shui ist eine Methode, um Menschen zu verstehen. Ihre Beweggründe, Absichten und inneren Wegweiser, die sich im Tun äußern, verstehen. Um dann mittels Gestaltung und Akupunktur im umgebenden Raum soweit möglich in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch erst kommt das Verstehen, und das braucht Empathie.

Ich bin ganz ehrlich: ich hatte schon Beratungen, da hat mir das Schicksal der Menschen mit denen ich es zu tun hatte, Angst gemacht. Doch das waren meine Ängste und meine Projektionen, meine nicht bearbeiteten Schatten, die durch die Arbeit ins Bewußtsein kamen. Meine ersten Reaktionen waren – ich geb’s zu – Ablehnung, dann Überheblichkeit. Das hinter diesen emotionalen Reflexen meine eigenen Ängste warteten und das Bedürfnis, mich zu schützen, das habe ich erst verstanden, als ich mit der systemischen Aufstellungsarbeit begann.

Auch wenn China das Land der Kollektive ist und das Individuelle lange keinen Platz in der Gesellschaftsform hatte, die alten Feng Shui Meister und Meisterinnen schauten zuerst in das Geburtshoroskop, um heraus zu finden, welches mögliche Schicksal einen Menschen auf der Erde erwartet und welche Anlagen da sind, es zu meistern.

Mit diesem Wissen wird die gewählte Umgebung entsprechend hergerichtet, um die Bedinungen zu schaffen, damit der Mensch in seine Kraft kommt, in seiner Kraft bleibt und seine wahre Größe erreicht. Und, dass er / dass sie das auch annehmen kann.

Beispiel: Wenn ein(e) Selbständige(r) ein Büro bezieht in dem die Himmelsrichtung Nordwesten fehlt, ist das ein starkes (unbewußtes) Statement: Denn der Nordwesten repräsentiert Führungskraft, Strategie, Durchsetzungsvermögen, hilfreiche Menschen und Mentoren. Alles, was ein gut laufendes Business braucht.

Ein Blick in das Geburtshoroskop wird helfen, den Grund dafür zu verstehen. Erst auf dieser Basis kann echte Beratung geschehen, weil ganz ohne Dogmen („das ist gut oder schlecht“) ein Weg sichtbar wird, um die Balance herzustellen und etwas ins Leben zu integrieren, was unbewußt nicht möglich war.

Natürlich lassen sich durch Feng Shui verallgemeinernde Aussagen treffen über

  • das, was (in der Regel) in Sackgassen geschieht und was nicht
  • Lebensthemen die drängend werden, je nachdem ob man links oder rechts in einer Doppelhaushälfte lebt
  • mögliche Konsequenzen, wenn ein Haus in einer ungünstigen Farbe gestrichen ist
  • Auswirkungen des Wohnorts auf gesundheitliches Befinden, finanziellen Erfolg, Partnerschaft, individuelles Lebensglück, Gedeihen der Kinder
  • Ursachen, warum jemand selten zu Hause ist oder dort keine Ruhe findet.

Doch zuerst kommt der Mensch. Immer. Dann kommt die Umgebung. Dann kommt die Handlung. Und daraus webt sich Schicksal. Niemand sollte beurteilen, welche Erfahrung ein Mensch in diesem Leben machen will. Alles, was ein guter Berater, eine gute Beraterin tun kann, ist bewußt machen. Begleiten. Aufrichtig und authentisch mitteilen: Das sehe ich … Das sagt meine Erfahrung … Das kann folgende Ursachen haben … Das könnte eine mögliche Lösung darstellen …

Und jeder Mensch ist frei, sich selbst zu erkennen. Blockaden, Verstrickungen, Stärken, Ängste, Durststrecken … darf man alles haben. Keine Platitüde kann erklären, dass jemand keinen Partner findet, weil die Partnerschaftsecke im Wohnzimmer nicht „aktiviert“ wurde.

Sollte Ihnen also das nächste Mal ein Berater, eine Beraterin – ohne Sie zu kennen und am Telefon – mit ähnlichen Aussagen, wie oben geschildert, antworten, wäre eine Gegenfrage sicher angebracht: „Haben Sie sich eigentlich schon Ihren eigenen Ängsten gestellt? Wie wollen Sie aus der Ferne beurteilen, was gut für mich ist?!“
Denn: Bange machen gilt nicht, anderfalls ist es ein Geschäft mit der Angst.

 

 

 

 

 


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Mit geschmeidigen Tipps gesund durch den Herbst

Nach diesem Übersommer kündigt sich der Herbst mit leisem Klopfen an. Spinnweben, Morgennebel und dieser typisch feine Geruch sind untrügliche Zeichen. Jetzt wird geerntet was übers Jahr angebaut, gehegt und gepflegt wurde.

Seit je markieren die Monate August, September und Oktober die Herbstzeit. Das Qi dieser Jahreszeit wird regiert vom Element Metall und laut chinesischer Medizin gehören Lunge, Nase, Haut, Haare und Dickdarm zu diesem Element. Grund genug, sie im Herbst mit besonderer Sorgfalt zu pflegen. Da die die Kraft des Yang zunehmend schwindet und das Yin stetig zulegt, gerät Gewohntes leicht aus der Balance. Doch wir können einiges tun, um unser inneres Gleichgewicht zu halten.

Die Klassiker: Ausreichend Schlaf und viel Sauerstoff sind jetzt die beste Medizin, während Aufregung, Ärger und Sorgen vor allem die Lunge strapazieren und das körpereigene, über den Sommer aufgebaute Qi reduzieren. Nun ist die wichtigste Zeit, eigenes Qi zu bewahren, um gesund durch den Winter zu kommen. Lange Spaziergänge versorgen die Lunge mit Sauerstoff und helfen beim Gehen, Sorgen loszulassen. Darum jetzt so oft wie möglich draußen sein und tief atmen, denn mit einer angegriffenen Lunge kann ein Mensch nicht wirklich vital sein. Auch eine regelmäßige Verdauung ist Basis für ein gesundes Immunsystem und Gehen kann hilfreich sein, nach langen Stunden im Sitzen den Darm wieder in Schwung zu bringen.

Natürlich kann auch die Ernährung beitragen, Immunkraft zu stärken: Früchte und buntes Gemüse gepaart mit Eintopf, selbstgemachter Marmelade, Kompott oder Chutneys sind dafür die besten Energielieferanten. Sparsam sollten scharfe Kräuter und Gewürze verwendet werden, dazu weniger Knoblauch und Zwiebeln ins Essen und bis zum nächsten Frühjahr sehr salzige und thermisch kalte Lebensmittel vom Speiseplan streichen. Denn ein zu viel an Gewürz kann nun den Lungen schaden, und zu viel Salz kann durch Einlagerungen im Körper Haut und Haare schädigen.

Qigong ist ein weiterer Klassiker den Körper mit Qi zu versorgen, sich zu bewegen und dabei innerlich still zu werden. Noch einmal zurück zur Lunge: Sie ist verbunden mit Milz und Herz und gilt, wie die Haut, als Grenze zwischen innen und außen, zwischen Organismus und Umwelt. Ein gesundes Selbstwertgefühl, Respekt für sich und andere gehen damit Hand in Hand. Darum gibt es im Qigong Übungen für jede Jahreszeit, um die entsprechenden Organe zu stärken.

Die Haut gilt als äußere Lunge und ihre Poren als „Türen des Qi“. Darum Vorsicht mit allem, was unter die Haut geht – eine nicht zufällig gewählte Ausdrucksweise, denn was die äußere Grenze nach Innen durchdringt kann die körpereigenen Kräfte angreifen. Zu wissen wer wir sind und woran wir glauben ist eine gute Basis, uns mit Vertrauen, einer ausdrucksstarken Stimme und Vitalität zu versorgen.

Wussten Sie übrigens, dass jeder Finger mit den inneren Organen in enger Verbindung steht? Der Daumen hat engen Kontakt zur Lunge. Darum täglich Hände und Finger massieren und im Herbst besonders den Daumen mit liebevoller Aufmerksamkeit beschenken.

 

Mit Dank an meine Kollegin Nikki Martin für die Anregungen zu diesem Beitrag


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Die eigene Welt mit anderen Augen sehen

Studien haben bewiesen, dass unser Gehirn uns eine Menge Arbeit abnimmt. In Millisekunden wird dort oben am Bewußtsein vorbei entschieden, ob etwas unsere Aufmerksamkeit erreicht, oder nicht. Um effektiver zu sein werden nämlich eine Menge Facetten einfach ausgeblendet. Wer sein Gehirn neu konditionieren will um ein neues Verhalten zu trainieren, braucht dazu 21 Tage.

Erst dann sind die neuen Verschaltungen so stabil, dass die im Gehirn gebaute Autobahn der Gewohnheit verlassen und der noch nicht so eingefahrene Weg nicht schnell wieder „vergessen“ wird. Im Vergleich mit dem Sekundenbruchteil, in denen das Oberstübchen ganz autonom handelt, sind 21 Tage eine ganz schön lange Zeitspanne. Da heißt es dran bleiben.

In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, wenn einem Vieles gar nicht (mehr) auffällt und zum Beispiel erst mit einer Baulücke das große Überlegen beginnt, wie eigentlich das Haus aussah, das hier noch bis vor kurzem stand. Zuhause ist es ähnlich. Der Blick für’s Detail geht mit der Zeit verloren und man „sieht“ einfach nicht mehr, was ist. Doch was uns umgibt ist nicht bedeutungslos, denn über das gestaltete Umfeld sprechen wir mit uns selbst.

Ich habe die relativ simple Feng Shui Analogie schon öfter erlebt, in der jemand sich eine Partnerschaft oder mehr Gemeinschaft wünscht, doch nur Fotos von sich oder von Einzelpersonen aufgehängt hat. Dass jemand mehr Erfolg und Anerkennung ersehnt, doch der räumliche „Blick in die Zukunft“ ist mit Kartons und Altpapier verstellt. Wie jemand sich wunderte, mit stetiger Regelmäßigkeit in Beziehungen zu schlittern, in denen sich der Partner mit der Zeit als alkoholabhängig erwies, in allen Räumen jedoch kunstvoll gemalte Bilder hingen, auf denen Menschen in trinklauniger Runde zu sehen waren.

Das mag lustig oder einleuchtend klingen. Na klar, von außen gesehen ist es relativ einfach, beim Anderen einen blinden Fleck zu erkennen. Doch wie war das mit dem Balken im eigenen Auge? Ich erlebe den Aha Effekt während meiner Feng Shui Beratungen, wenn Menschen ihre Welt einmal durch meine Augen betrachten. Dann lüftet sich Schleier um Schleier und plötzlich werden Zusammenhänge deutlich, die vorher nicht mal vermutet wurden.

Ich habe es diesen Sommer erlebt, als meine Freundin Johanna aus München mich besuchte. Sie war das erste Mal in meinem Garten und hat mir mit ihren Fotos ein großes Geschenk gemacht. Mein Garten ist mir so vertraut, doch durch ihre Augen habe ich bisher unbekannte Facetten von mir, meinem Garten und meiner Freundin entdeckt. Ein wunderbares Geschenk, das ich unbedingt zum Nachmachen empfehle!

 

 


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Aha-Erlebnis garantiert: Der Blick aufs Bagua

Wie kommt es eigentlich, dass manche Räume sich besser zum Arbeiten, andere zum Ausruhen eignen?

Eine einleuchtende Antwort kann das Bagua geben: Weil jeder Raum in Verbindung zu einer Himmelsrichtung steht, kann dieses Raster helfen, die Qualität von Räumen mal ganz anders zu erfassen. Ein Bagua besteht aus 3 x 3 Feldern und verdeutlicht auf dem Grundriss, welche Lebensbereiche auf welche Energien treffen – wo also Arbeiten und wo Relaxen groß geschrieben werden.

Wo läßt sich am besten entspannen?

Bagua und Lebensbereiche
Genau neun Lebensbereiche sind den einzelnen Feldern des Baguas zugeordnet. Neun, in denen sich der Lebensweg jedes Menschen abspielt. Mal steht das eine, mal das andere im Vordergrund, doch wer das Glück hat, älter zu werden kann sie alle durchlaufen:  Lebensweg und Karriere, inneres Wissen und Lernen, (Herkunfts)Familie und Gesundheit, Reichtum und Wohlstand, äußere Anerkennung und Erfolge, Partnerschaft und gesellschaftliches Wirken, Kreativität, Kinder und Alter, hilfreiche Menschen und Führungskraft. Das Ganze gruppiert sich um eine stabile, alles miteinander verbindende und ordnende Mitte. Je nachdem, wo im Haus sich was abspielt, erlaubt das Bagua klare Rückschlüsse auf Herausforderungen und Erfolge im Leben eines Menschen.

Bagua und Himmelsrichtungen
Unterschieden werden die Energien der Hauptrichtungen Norden, Osten, Süden, Westen und der Nebenrichtungen Nordosten, Südosten, Südwesten, Nordwesten. Jedes Bagua Feld ist einer Himmelsrichtung zugeordnet. In der Mitte, im Zentrum, fließen alle Richtungsqualitäten ineinander.

Bagua und die 5 Elemente
Jedes Feld des Baguas ist einem der Fünf Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall in seiner Yin oder Yang Ausprägung zugeordnet (Yin Holz – die Blume, Yang Holz – der Baum).

Bagua und Trigramme
Außer der Mitte ist jedes Feld einem der 8 Trigramme zugeordnet. Ein Trigramm besteht aus drei Linien, die durchgezogenen oder geteilt sein können.  Aus der Kombination von durchgezogenen oder geteilten Linien ergeben sich erstmal 8 Trigramme: Himmel und Erde, Feuer und Wasser, Donner und Wind, Berg und See. Das Trigramm Himmel besteht zum Beispiel aus drei durchgezogenen (Yang)Linien und steht für schöpferisch-kreative Kraft, das Trigramm der Erde dagegen besteht aus drei geteilten (Yin)Linien und steht für Hingabe und Empfängnis. Die 8 Trigramme wiederum sind die Grundlage der 64 Hexagramme, die im I Ging, dem Buch der Wandlungen beschrieben werden. Auch sie finden in jedem Raum ihren Platz.

Bagua und Mensch
In Summe gibt ein Bagua auch Auskunft über den menschlichen Körper. Organe oder Körperteile lassen sich, basierend auf der Traditionellen Chinesischen Medizin, einfach zuordnen. Zum Beispiel: Norden: Wasser – Blase, Niere oder Süden: Feuer – Herz, Augen. So könnte ein Mann mit Hautproblemen den Nordwesten genauer anschauen, diese Himmelsrichtung korresponiert  mit dem Metall (Haut) und dem männlichen Bewohner. Und eine Frau mit Hüftproblemen schaut, was sich im Südosten befindet, denn dieser Bereich korrespondiert sowohl mit der weiblichen Bewohnerin als auch mit dem Holz (Hüfte).

Bagua konkret am Beispiel Norden
Im Norden regiert das Element Wasser. Es repräsentiert die Lebensbereiche Karriere und Lebensweg und unter anderem die Themen Einfühlsamkeit und Kommunikation. Seine Schattenseiten hat der Norden in der Gefahr, sich in der Tiefe zu verlieren. Oder im potenziellen Suchtverhalten. Dem Trigramm von Kan, dem 2. Sohn, sind außerdem Blase, Nieren, Ohren und Blut zugeordnet.

Wo also ein zweiter Sohn nicht gedeiht, sollte im Haus der Norden auf störende Einflüsse untersucht werden. Wessen Karriere stagniert oder wer eine neue Richtung gehen möchte, sollte sich ebenfalls den Norden anschauen. Auch wo viel gestritten wird, wo Missverständnisse an der Tagesordnung sind, und selbst wenn die Blase körperliche Beschwerden verursacht – mit Hilfe des Baguas lassen sich wertvolle Hinweise auf Heilung erkennen.

Für erste Experimente
eignet sich das 3 Türen Bagua. Hierbei handelt es sich um eine schematische Methode bei der das Raster an der Eingangstür angelegt wird. Dabei bleiben die tatsächlichen Himmelsrichtungen unberücksichtigt, weshalb keine genauen Rückschlüsse, wie im obigen Beispiel gezeigt, gewonnen werden können.

Beim Drei Türen Bagua liegt die Eingangstür vereinfachend in einer dieser drei Richtungen

Mut tut gut – übrigens auch ein Thema des Nordens
Darum: Wer mutig genug ist, der eigenen Wahrheit ins Auge zu schauen, läßt sich vom Profi beraten. Hierbei werden mit dem chinesischen Kompass, dem Lopan, die exakten Himmelsrichtungen eingemessen, um ein genaues Bagua zu erstellen und damit zu arbeiten. So werden detaillierte Einblicke möglich und Lösungen, die nicht am Sympton sondern an der Ursache ansetzen. Außerdem kann ein Blick von außen auch dahin fallen, wo man selbst blinde Stellen hat. Wer solche Aha-Erlebnisse schon hatte möchte sie nicht mehr missen, oder?


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Was Ameisen und fliehende Bäume erzählen

Wer mit offenen Augen spaziert kann in der Landschaft lesen, und mit Pflanzen, Bäumen und tierischen Bewohnern kommunizieren. Sie informieren nämlich über ihren Standort, und Feng Shui Berater-innen und Geomanten nutzen das, um treffende Aussagen über die (Lebens-)Qualität an einem Ort zu machen. Erdphänomene sind auch hilfreich wenn es darum geht, einen geeigneten Bauplatz zu finden.

Im wesentlichen wird bei einer Begehung Ausschau gehalten, ob Pflanzen auf Wasseradern, Verwerfungen oder Gitterstrukturen hinweisen. Ein zusätzliches „Bonbon“, dass geübte Rutengänger leicht finden, sind sogenannte auf- bzw. abladende Polpunkte. Die kann man trefflich nutzen, um sich von schwer machender Energie zu reinigen und anschließend neue Kraft zu tanken.

Wasseradern

Gelten im allgemeinen als äußerst ungünstig für die Gesundheit. Denn Wasser gilt als anregend und weil wir Menschen aus etwa 80% Wasser bestehen sind wir fähig, mit Wasser in Resonanz zu treten und mitzuschwingen. Das geschieht selbst dann, wenn wir es nicht sehen 😉 . Vor allem wer längere Zeit auf einer Wasserader zubringt, also beim Schlafen oder Arbeiten, dessen Körper kann nach einiger Zeit deutliche Zeichen geben, dass etwas nicht stimmt.

Hinweise wie Migräne, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Rheuma, unerfüllter Kinderwunsch und selbst Krebs werden bei Ärzten – die ihre geistige Unabhängigkeit bewahrt haben und über den Tellerrand der „Schul“medizin hinaus im unendlichen Feld des „alles hängt mit allem zusammen“ forschen – zuweilen als eine mögliche Ursache für einen belasteten (Schlaf)Platz in Betracht gezogen.

Doch gewußt wie und wo findet man in zahlreichen Sakralbauten zentrale Punkte wie Altar, Taufbecken und tragende Säulen, die vorsätzlich auf Wasseradern oder sogar deren Kreuzung gesetzt wurden. Die anregende Wirkung des Wassers wurde genutzt, um mit geistigen Kräften in Berühung zu kommen, die an diesen Orten gebündelt auftreten.

Pflanzen die Wasseradern lieben, also zu den Strahlensuchern gehören, heißen Eiche, Holunder, Brennessel, Flieder, Haselstrauch, Efeu, Schwarzpappel und Erle. Zwieselung, Schräg- oder Fliehwuchs, Geschwüre und auch Misteln gelten als Anzeiger für die unterirdische Ausstrahlung des Bodens. – Daher auch das Sprichwort: „Von Eichen weichen und Buchen suchen“, denn aufgrund des wasserangeregten Standorts schlägt der Blitz eher in die Eiche ein, als in die Buche.

Angeregter Wald und alles da: Zwiesel, Efeu, Fliehwuchs. Hier ein Stündchen verweilt und den nächsten genialen Vortrag vorbereitet … das wird.

Verwerfungen

Als Verwerfung gilt eine horizontale oder vertikale Verschiebung von Gesteinsschollen, die sich beim Erkalten der Erdoberfläche ineinandergeschoben oder aufgetürmt haben.

Auch Verwerfungen wirken an- oder aufregend auf den Menschen, und Kundige raten ab, darauf zu schlafen. Ein befreundeter Rutengeher erzählte mir kürzlich dass er beobachtet, dass langfristiger Aufenthalt auf Gesteinsverwerfungen zu übermäßig aggressivem Verhalten führe.

Doch auch hier gilt: gewußt wie und wo. Es gibt Sakralbauten, deren Ausrichtung bewußt mit geologischen Verwerfungen in Berührung kommt, um in den Wirkungsbereich eines bestimmten Farbspektrums zu gelangen und sich davon angeregen zu lassen.

Anzeiger für Verwerfungen sind Ameisenbauten und Maulwurfshügel. Auch Baumgeschwüre, Wasserreiser, Hexenbesen, Misteln und Zickzack-Wuchs sind anzeigende Anomalien. Also statt nächstes Mal den Maulwurfshügel gleich platt zu machen, da erstmal kurz hinsetzen und beobachten, ob neue Ideen aus dem OFF geschenkt werden. (Und natürlich vorher unterscheiden, ob wirklich Maulwurf oder bloss Wühlmaus im Erdreich Zeichen setzen 🙂 )

Architektur der Kleinsten, die Großes leisten. Verweile hier – auf einem Ast – und lass‘ Deinen Geist inspirieren!

Hier noch einmal zur Vereinfachung eine Liste aus dem Pflanzenreich der

Strahlensucher
Esche, Weide, Eiche, Fichte, Aprikose, Lärche, Pappel, Erle, Ahorn, Kastanie, Pflaumenbaum, Pfirsichbaum. Bei den Sträuchern sind es: Efeu, Haselnuss, Holunder, Mistel, Sanddorn, Stechpalme, Tollkirsche, Weihrauch, Wacholder, Zypresse. Bei den Heilpflanzen sind es: Eisenkraut, Dost (Origano), Gnadenkraut, Wolfstrapp, Bockshornklee, Meisterwurz, Kalmus, Fieberklee, Distel, Huflattich, Beifuss, Pestwurz, Brechnuß, Fingerhut, Schierling, Adlerfarn, Brennnessel. Gemüsesorten sind mit Ausnahme des Spargels allesamt Strahlenflüchter.

Strahlenflüchter
Apfelbaum, Birke, Birnbaum, Buche, Kiefer, Kirschbaum, Linde, Marille, Nußbaum, Platane, Tanne, Ulme, Zimmerlinde, Zwetschge, Berberitze, Brombeere, Heckenkirsche, Flieder, Johannisbeere, Kreuzdorn, Stachelbeere, Weißdorn, Aster, Azalee, Begonie, Geranie, Kakteen, Mimose, Nelke, Primel, Rose, Sonnenblume, Veilchen, Weinstock.

Gedeihen Pflanzen an ihrem Standort nicht, sollten sie umziehen dürfen. Unbedingt interessant ist, zu beobachten wo sich etwas selbst aussät, denn das gibt untrügliche Anzeichen über die Standortqualität. Und weil wir Menschen grundsätzlich Strahlenflüchter sind (bis auf oben genannte Ausnahmen, in denen angeregte Plätze gezielt aufgesucht werden) sollten Orte zum ausruhen, schlafen, arbeiten und beisammen sein mit Sorgfalt gewählt und Zeichen des Körpers oder der Stimmung rechtzeitig ernst genommen werden. Denn Tabletten kann jeder …