Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung.


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Warum, warum, warum? Drei Antworten auf Feng Shui Behauptungen

Gestern las ich einen interessanten Artikel über den Unterschied zwischen Behauptung und Begründung. Eines der Felder, die mir dabei sofort einfielen, ist das Feng Shui.

In vielen Abhandlungen über Haus und Hof reiht sich These an These, doch Begründungen für Aussagen und Empfehlungen werden selten geliefert. Dass das eher Furcht auslöst als in die Eigenmacht zu führen, ist nur verständlich. Die drei folgenden Beispiele mögen das verdeutlichen.

Nicht nur die Farbe, auch die erhöhte Schwelle hat in China Bedeutung. © Susanne Berkenkopf

Eine Eingangstür sollte niemals im Nordosten liegen.

Warum?

Der Nordosten gilt im Feng Shui als eines der sogenannten Ghost Gates, das heißt wir haben gelernt, dass hierüber „Geisterenergie“ ins Haus gelangt. Gehen wir davon aus, dass die Lehre mindestens 3.000 Jahre alt ist und die unsichtbare Welt damals nur mit Hilfe der Schamanen befriedet werden konnte, ein durchaus verständliches Tabu.

Heute gibt es jedoch viele Menschen, die sich ihrer spirituellen Seite zuwenden, und hilfreiches Wissen für ihr tägliches Leben darüber beziehen. Immer mehr entwickeln wir uns in die Eigenverantwortung und Selbstermächtigung, sprechen direkt mit Gott, unseren Ahnen oder werfen Orakel, die wir uns alleine deuten.

Eine Eingangstür im Nordosten kann also darauf hinweisen, dass Menschen bereit sind

  • sich ihrer spirituellen Seite zuzuwenden
  • sich der Zwischenräume sichtbarer – unsichtbarer Sphären gewahr zu werden
  • sich ihren Schattenanteilen zuzuwenden, um sie zu integrieren.

Interpretationen, die eine Tür im Nordosten per se mit Angst belegen, festigen das Tabu alter Zeit, statt die Bewohner hilfreich über die Schwelle zu führen.

Wenn sich ein Haus nicht verkauft, tun Sie folgendes …

„… legen Sie ein Stück Metall, etwas Gartenerde und ein Stück Holzfussleiste in einen roten Umschlag und werfen Sie das in ein fließendes Gewässer …“ (gelesen in dem Buch: Feng Shui von Gil Hale)

Warum?

Da muss ich selber passen, keine Ahnung!

Für Immobilien, die sich nicht verkaufen lassen, muss man schon etwas tiefer in die „Trickkiste“ greifen. Auf energetischer Ebene gibt es entweder eine sehr enge Verbindung zu einem der Besitzenden, es gibt unerlöste Themen, die mit dem Eigentum in Resonanz stehen oder eine unbewusste Absicht, die den Verkauf – und damit das Neue – blockiert.

In meiner Ausbildung und in Beratungen haben wir dieses Vorkommnis intensiv erforscht und Lösungen sind dabei immer ganz individell. Einen Hinweis wie oben finde ich albern und unseriös. In tiefster Essenz ist auch Feng Shui ein Handwerk – doch Sie wissen ja, gute Handwerker sind Gold wert!

Singles, die sich einen Partner wünschen, sollten niemals in einem Einzelbett schlafen.

Warum?

Der dahinter steckende Gedanke geht davon aus, dass symbolisch gar kein Platz für einen neue Partnerschaft ist und sich somit auch niemand findet.

In Beratungen habe ich oft gesehen, dass Menschen allein in Doppelbetten der Größe 2 x 90 cm schlafen, um ja genügend Symbolkraft auszusenden. Was passiert ist, dass sie abends mit traurigem Blick und dem Gefühl der Leere ins Bett steigen und morgens mit genau dem Gefühl und dem Blick auf das kalte, unberührte Bett aufwachen. Sehnsucht, Trauer, Mangel breiten sich aus.

Zudem ist heute längst nicht mehr üblich, dass Paare ein Schlafzimmer teilen. Manche Menschen finden es gesünder – für das Selbst und die Partnerschaft – in getrennten Zimmern zu schlafen. Und darum vielleicht genau das Mittel, das Lust macht, sich wieder zu nähern, intime Gespräche und Nähe zu suchen, die durch Gewohnheit und Gewöhnung längst erloschen sind.

Für eine neue Partnerschaft ist die innere Bereitschaft mindestens so wichtig, wie die Symbole nach außen. Wer aus sich selbst in das Gefühl der Fülle gelangt und sie lebt, ist ein attraktiver Mensch, dessen Nähe von anderen gesucht und genossen wird. Und dann gibt es plötzlich 90 cm mehr Platz im Raum, mehr Offenheit und die Möglichkeit, sich mit sich selbst zu versöhnen und sich genug zu sein. Abends eine Runde Dankbarkeit auf einem schönen Teppich vor dem Bett und morgens nach dem Aufwachen in den Tag tanzen – wer kann solcher Ausstrahlung schon widerstehen?!

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Ausführung Ihr begründetes Interesse fand und ein Funken Begeisterung beim Lesen mitschwang!

Das Buch kenne ich zwar nicht, doch der Titel passt so schön. Danke © Alisa Anton

 

 


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oje, Chaos …

Woran auch immer es liegen mag …  mein Administrator sagt, das automatische Update lief schief und Kosmologen kennen die Tücken des rückläufigen Merkur, der gern Chaos in technische Programme der Kommunikation bringt … jedenfalls ist meine Webseite total verstümmelt. Keine Fotos mehr, kein zusammenhängender Text, sichtbare Programmierkürzel … eben alles, wie es nicht sein soll. Nichts funktioniert, auch nicht die Anmeldung zum Newsletter oder das Kontaktformular.

Oje. Ich kann nichts tun. Nur Ruhe bewahren, atmen und vertrauen, dass es bald wieder in Ordnung kommt. Ich weiß: Nur mit diesem Gefühl tiefer Ruhe kann eine solche Steinskulptur entstehen. Danke © Bekir Dönmez für das Sichtbarmachen der inneren Haltung, die das Leben gerade von mir verlangt …


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Was macht das Nashorn im Wohnzimmer?

Fototapeten sind „in“ und die Auswahl unterschiedlichster Designs läßt keine Wünsche offen. Dennoch gibt es einige Fallstricke, die schon beim Aussuchen vermieden werden können – einfach, damit es nach dem Bekleben kein blödes Erwachen gibt. Darum heute ein kurzer Einschub zur Erinnerung: Noch schwimmt 80% des Eisbergs unter Wasser und ähnlich krass ist das Verhältnis zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Bei der Raumgestaltung ist das ein erheblicher Faktor für’s Wohlfühlen.

© Glen Carrie hat sich ganz nah rangewagt – Danke für das wundervolle Wesen!

Sehr beliebt sind „Durchbrüche“, auf denen zum Beispiel ein Bus durch die Mauer rast. Doch wer an einer Hauptverkehrsstrasse wohnt, verzichtet besser auf ein solches Motiv. Auch ins Kinderzimmer gehören eher Abbildungen, die sowohl das Bedürfnis nach Rückzug und Schutz, als auch wachsen und aktiv-sein ausgewogen vereinbaren. Alle Eindrücke, die Gefahr symbolisieren, können ein notwendiges Geborgenheitsgefühl untergraben.

Auch Urlaubserinnerungen sind sehr beliebt. Wer in Venedig am Markusplatz genussvoll Cappuccino schlürfte, möchte auf das italienische Flair vielleicht nicht verzichten. Doch ob man Küche oder Wohnzimmer dauernd mit all den fremden Menschen teilen oder von visueller Feuchtigkeit umgeben sein möchte, gilt es besser im Vorfeld zu bedenken. Schnell können großformatige Motive die Atmosphäre von beschaulich-gemütlich in unruhig-turbulent oder feucht-kalt verwandeln.

Ich geb’s zu, auch Safari Motive haben ihren Reiz. Doch ob das an der Wassertränke beobachtete Großwild wirklich ins Schlafzimmer gehört, bleibt zu prüfen. Was am Bildschirm des PC als cooler Gag erscheint, mag sich ins Gegenteil verkehren, wenn der gesunde Schlaf ausbleibt, weil Nashorn oder Löwe jegliche Entspannung im Bett verhindern.

In diesem Sinne, fröhliches stöbern und angemessene Umsicht bei der Motivwahl 🙂

Joshua Stannard © war in Venedig und teilt diese Erinnerung.

 

 


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Kein Problem ohne Lösung – Aufstellen für alle Fälle

Aufstellen ist eine Methode, mit hinderlichen Situationen umzugehen und den Weg frei zu räumen. Die Ursachen solcher Ereignisse werden meist nicht von der Person wahrgenommen und dennoch von ihr ausagiert. Eine verzwickte Situation entsteht, denn auch wenn es zum Beispiel um Geheimnisse der Ahnen geht, können sie die Lebensqualität und Entscheidungen der eigenen Seele weitreichend beeinflussen. In einer Aufstellung werden solche Hintergründe ans Licht gebracht und der Weg wird frei für selbstbestimmteres Tun.

Aufstellung als Weg aus dem Labyrinth – Danke © Robert Lukeman für diesen Moment

Entgegen der verbreiteten Annahme, dass in Aufstellungen nur Familienthemen geklärt werden, lassen sich auch körperliche, berufliche, räumliche und beziehungsrelevante Fragestellungen lösen. Zwar beginnt jede Biographie mit den (Verstrickungen der) Ahnen und das hat Auswirkungen auf den eigenen Lebensverlauf, doch in der Aufstellung bietet sich ein Blick aus der Vogelperspektive auf Hintergründe, die mit der aktuellen Situation oder Fragestellung zusammenhängen, und bisher unbekannte oder unbewusste Zusammenhänge werden deutlich.

Das funktioniert, weil in einer Aufstellung mit der Bedeutung des Raums gearbeitet wird, nicht mit der Zeit. Darum ist es möglich, auch lange zurück liegende Ereignisse bewusst zu machen. Der Raum ermöglicht, das Wesentliche sichtbar zu machen, in ihm bleibt es zeitlos. So lösen sich in einer Aufstellung die Grenzen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft auf und es werden auf der Beziehungsebene bislang verborgene Ursachen transparent, die völlig unabhängig von der Person geschehen, die unter einer aktuellen Situation leidet. So können Veränderungen im Raum einen Prozess zur Heilung initiieren.

Dabei ist jede Aufstellung ein einmaliges Ereignis. Sie kann nicht nachgestellt werden, denn jedes Mal zeigt sich genau das, was „dran“ ist.  Die Erfahrung zeigt das es am besten ist, über das in der Aufstellung Erlebte eine Weile zu schweigen. Reden kann dazu führen, etwas zu zerreden, statt den Heilprozess in Stille wirken zu lassen.

In jeder Aufstellung wird eine Lösung gesucht, die nicht nur der Person sondern auch der Familie, der Gemeinschaft, dem Freundes- oder Kollegenkreis eine Lösung und damit Heilung bringt. Wer sich nach Lösungen oder Impulsen für die nächsten Schritte sehnt ist herzlich eingeladen, den ersten Schritt zu tun und sich anzumelden.

Da dieses Jahr für mich im Zeichen der Kooperation steht, biete ich an vier Terminen gemeinsam mit zwei Kolleginnen Aufstellungen an. Freuen Sie sich auf Ihre Gastgeberinnen

Susanne Berkenkopf
Dagmar Fitschen
Birgit Wolters

Die Termine für 2019 auf einen Blick
Sonntag, 17.3.2019 von 11 – 15 Uhr Eos Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, Bremen
Sonntag 7.7.2019 von 11 – 15 Uhr
Samstag 19.10.2019 von 14 – 17 Uhr
Samstag 7.12.2019 von 14 – 17 Uhr : Visionsaufstellung 2020 :

Investition pro Termin / Person: 60,00 Euro zzgl. 19% MwSt = 71,40 Euro


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Das kann nur der Frühling: Zeitgeist mit Tatkraft!

Endlich Frühling! Mehr Licht, in der Luft ein Hauch von Wärme und Duft, dazu ungebändigte Lust, „etwas“ zu tun. Sei es, den Garten umzugestalten oder es drinnen zu verschönern – für jedes Gemüt ist was dabei.

Farben des Frühlings – Danke für das lichtvolle Foto © Gemma Evans!

Veränderung geplant? Dann los!

Im Frühling regiert das Element Holz. Es ist das dynamischste der großen Fünf und genau diese Lebendigkeit ist typisch für den Holzcharakter: kein Zögern, Zaudern, Zagen sondern nur eine Richtung: Vorwärts. Holz IST. Und das mit Leib und Seele, selbst wenn es mit dem Feuer in Berührung kommt, kennt Holz kein Zurück. Es schenkt sich rückhaltlos.

Freude an der Expansion, Ausprobieren und etwas Neues ins Leben bringen – diese Qualitäten haben im Frühling ihren Höhepunkt. Alle Impulse drängen jetzt darauf, Entschlüsse in die Tat umzusetzen. Darum ist es günstig, über den Winter geschmiedete Pläne nun aus Kopf und Schublade zu holen. Wie die Pflanzen brauchen auch Ideen „Licht“, um zu gedeihen:

  • Ein Projekt ist noch nicht reif, etwas fehlt? Rufen Sie jetzt Ihre Unterstützer-innen an und planen ein kreatives Brainstorming.
  •  Sie brauchen mehr Fachinformationen? Finden Sie heraus, welche Netzwerke es zum Thema gibt und gehen Sie zu deren Treffen.
  • Sie wollen den Garten umgestalten oder drinnen renovieren? Kontakten Sie Ihre Feng Shui Beraterin ;-), den Maler oder Gärtnerin und machen einen Termin.
  • Sie planen eine Reise? Legen Sie jetzt die Termine fest und verschaffen sich einen Überblick, was vorbereitend getan werden muss.

Finden Sie ähnlich einer Rankpflanze den günstigsten Weg und nutzen Sie alles, was Ihnen geeignet scheint, als „Gerüst“. Sie brauchen es nicht allein tragen und können später stolz ihre Blüten zeigen.

Gewinnen Sie Ihren Raum als Verbündeten! Blick auf den Grundriss

Jedes der Fünf Elemente ist in einer Himmelsrichtung zu Hause. Das Holz des Frühlings wohnt im Osten, da gedeiht es üppig. Doch Holz weiß: Ohne starke Wurzeln keine Langlebigkeit, da nützt die schönste Krone nichts. Was also ein starker Baum werden will – im übertragenen Sinn, wer ein erfolgversprechendes Projekt ins Leben bringen will – braucht zuerst ein stabiles Fundament.

1. Ein starker Baum braucht ein stabiles Fundament

  • Die Erde des Nordostens bildet das Fundament. Wenn Sie sich hier umschauen, gibt es Platz für Ausdehnung? Oder ist alles mit Möbeln und Sachen vollgestopft? Ist es ein geliebter Bereich oder wird er eher gemieden?
  • Machen Sie hier unbedingt „klar Schiff“, jäten oder putzen Sie, räumen Sie auf und werfen Sie weg, was der „Wurzelbildung“ im Weg steht.

2. Die Wiege der Holzkraft steht im Osten

  • Würden Sie – rein bildlich gesprochen – hier die Wiege Ihres Babys hinstellen? Ist alles schön luftig, hell und einladend frisch?
  • Der Osten ist auch die Heimstatt des Donners und der liebt es laut: Machen Sie hier doch mal ordentlich Getöse! Drehen Sie die Anlage auf, tanzen Sie wild und denken dabei an ihr Projekt. Nehmen Sie sich den Löwenzahn als Vorbild – der kennt nur eine Richtung und wenn’s sein muss wächst er durch Asphalt. Dabei bleibt er völlig geschmeidig und verliert nicht ein Blättchen auf dem Weg ans Licht.
  • Im Osten sind „dynamische“ Accessoires angebracht. Zum Beispiel: Klangspiel, Mobile,  „Winkekatze“, Federgras, Windmühle, Rankgewächse, Bambus (mit Wurzelsperre!), Birke.

3. Südosten – Die große Schwester packt mit an

  • Sobald das Holz erste Schritte gemacht hat und zu laufen beginnt, wartet bereits die „große Schwester“ im Südosten. Sie ist wesensverwandt, doch ihr Holz ist „weiblicher“, sie kennt das Feine, Zarte, ist bewandert in der Ausdauer, hat Geduld und ist eine gute Beobachterin. Sie muss nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand, sie steht schon stabil und kann sich über erste Erfolge freuen.
  • Bietet der Südosten ausreichend Raum, für Kreativität? Bereit, den Reichtum zu empfangen? Ist es so einladend, dass Gäste sich hier gleich wohl fühlen? Möchte der Reichtum den Sie verdienen, bleiben? Fühlt Geld sich geschätzt und willkommen? Oder gibt’s drunter liegende Glaubenssätze, dass reiche Menschen korrupt oder rücksichtslos sind und andere nur ausbeuten?
  • Inspizieren Sie den Südosten mit strengem Blick und wenn nötig, bringen Sie ihn auf Hochglanz: Gleich und Gleich gesellt sich gern und jede Form von Reichtum möchte sich willkommen fühlen. Sie können hier ihrem Sparschwein einen Platz geben und alles, was Ihnen das Gefühl gibt, ein reicher Mensch zu sein.
  • Musizieren Sie? Dann geben Sie hier ab und zu ein kleines Konzert, und sei es auch nur für die Räume. Seien Sie sicher, der gute Geist des Hauses wird es zu schätzen wissen!

Selbst wenn es räumlich nicht hinkommt und bei Ihnen, statt Arbeitsplatz, Bad oder Küche in diesen Himmelsrichtungen liegen: das macht gar nichts. Schauen Sie größer: In der Küche nähren Sie sich, im Bad reinigen Sie sich – alles Prozesse, die Sie unterstützen und dafür sorgen, dass Ihre Lebenskraft erhalten bleibt.

Und genau diese Lebenskraft führt Sie zu Ihrer Bestimmung, unterstützt Ihre Projekte und Vorhaben. Die Zauberworte im Frühling lauten: Aufbruch, Wachstum, Schöpfung, Kreativität, Entschlusskraft, Heilung, Hoffnung, Neuanfang, Freiheit und Weite.


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Fundstück vom Sperrmüll – was hole ich mir da ins Haus?

Zugegeben wirkt manches Möbelstück vom Sperrmüll oder Flohmarkt ganz bezaubernd. Auf den ersten Blick vielleicht schäbig, doch vor dem inneren Auge der Entdeckerin leuchtet schon die fertige Kreation dessen, was mal draus werden kann: Aufgepeppt durch frischen Anstrich, edles Polster oder einen feinen Lampenschirm wird daraus ein Unikat, das perfekt ins eigene Zuhause passt.

Dieser Stuhl fände auch in meinem Garten ein neues Zuhause 🙂  – Impression von © Sheldon Nunes

Doch wer realisiert, dass aus jedem Teil auch feinstoffliche Informationen strahlen, hält kurz inne. Mein Feng Shui Tipp für Fundstücke:

  • Hand auflegen. Manchmal verzaubert der Blick, doch das Gefühl läßt sich nicht täuschen. Darum kann schon der kleinste Körperkontakt helfen, eine sichere Entscheidung zu treffen. Welche Ausstrahlung spüre ich durch die Hand? Fühlt es sich wonnig an, belebend und erfüllt mich mit Freude? Wenn ja, wird’s gut sein. Doch sollte sich Schwere im Körper ausbreiten oder wenn plötzlich traurige Gedanken aufkommen, Hand ausschütteln und besser gleich weitergehen.
  • Schnuppern. Wen’s hier schon ekelt, sollte definitiv weiter gehen. Und wer weiß schon, in welchem Haushalt das (Polster?)Möbel vorher wohnte. Wer raucht oder mit Tieren lebt, wird  kein Problem mit ungewohnten Gerüchen haben, doch empfindliche Näschen können leicht irritiert werden. Bei Büchern hilft zwischen die Seiten gelegtes Duftpapier, bei Kommoden braucht es in ätherisches Öl getränkte Stofflappen – doch einige Zeit wird es brauchen, bis der fremde Geruch verschwindet und die Nase keinen Alarm mehr schlägt.
  • Abwaschen – wenn möglich. Zuerst mit Lauge, Kernseife oder Feinwaschmittel gründlich säubern. Dann einen Sud mit Zugaben von Salbei, Rosmarin, Lavendel brauen, Möbelstücke damit ab- und aus(!)waschen, Kleidungsstücke darin schwenken.
  • Räuchern. Weißer Salbei wird genutzt, um anhaftende Energien zu lösen. Das gilt nicht nur für Räume sondern auch für Möbel, Bücher und Kleidung.
  • Tabu sind aus Feng Shui Sicht gebrauchte Matratzen. Sie gelten als Behälter für Ablagerungen aus dem persönlichen Energiefeld. Wer den Vorbesitzer / die Vorbesitzerin nicht kennt hat also keine Ahnung, welche „Geister“ hier beherbergt werden. Gerade weil im Schlaf (fast) alle Schutzschilde runtergefahren werden, sind Schlafende so verletztlich. Manche Expert(inn)en, denen ich mich übrigens anschließe, raten sogar, alle 8 – 10 Jahre, nach schwerer Krankheit und nach Trennung die Matratze zu wechseln. Und mit wem man das Bett teilt, dabei kann man schließlich nicht vorsichtig genug sein ;-).

Gleiches gilt übrigens auch für Erbstücke und Antiquitäten. Sie sind ebenso Träger feinstofflicher Informationen und wer spürt, dass das eigene Energieniveau sinkt, sollte sich schleunigst von solchen Möbeln verabschieden.

Wie ich auf das Thema komme? Ich habe selbst gerade einen Stuhl in Arbeit, der mir kürzlich „zuflog“ – vor meinem inneren Auge sehe ich ihn schon prächtig!

 


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Ein glückverheißendes Leben auf Bestellung?

Heute wird das chinesische Frühlingsfest gefeiert, und nun beginnt auch „offiziell“ das Jahr des Erd-Schweins. Ein glückliches Jahr wird prognostiziert, denn das Schwein steht für Fülle, Reichtum und Gelassenheit. Meinen Beitrag zum Jahr des Erd-Schweins lesen Sie hier.

Wiese, Bäume und ganz präsent im gemeinsamen Spiel – so wächst es sich prima. Danke für den Moment © Robert Collins

Gute Jahre im Tierkreis sind Anlass für viele werdende Eltern, beim Geburtstermin nachzuhelfen. Nach Rücksprache mit einem chinesischen Astrologen wird ein passendes Datum für den Kaiserschnitt errechnet, und das Kind zu entsprechender Uhrzeit auf die Welt geholt. Das ist längst nicht mehr nur in Asien ein Trend.

Bei mir gab es noch keine Anfrage, das passende Datum für eine Geburt zu berechnen. Doch obwohl ich die „date selection“ für bestimmte Vorhaben durchaus anwende (Geschäftseröffnung, Umzug, neue Projekte starten), halte ich es für den Geburtstermin als unpassend.

Lebensglück ist nichts, das berechnet werden kann. Schwere Schicksale sind zwar oft unverständlich, dennoch kann ein Mensch daran wachsen und sich in der Entwicklung veredeln. Sind nicht alle spirituellen Leitfiguren an Erfahrungen gewachsen, die auch leidvoll waren, um sie schließlich zu überwinden? Braucht ein glückliches Leben nicht auch Anstrengung, Niederlage und das Erleben, wieder aufzustehen? Wer wären Sie ohne Herausforderungen? Wer wären Sie ohne die Wahl zu haben, sich in einer Situation zu verhalten?

Mein Einwand ist kein Appell für Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Hunger, Krieg und andere vermeidbare Not. Doch wer als Kind einmal einem schlüpfenden Küken helfen wollte und die Eierschale zerbrach, wurde bitter enttäuscht: Die meisten Küken schaffen es dann nicht ins Leben, sie waren zu schwach. Wer einer Osterglocke mal das Häutchen mit dem Willen, zu helfen, zerriss, wurde ebenso enttäuscht – die Knospe hat sich nie entfaltet.

Aus meiner Sicht sind Hindernisse auch Chancen, damit psychische Widerstandskraft, sogenannte Resilienz, sich ausbilden kann. Wodurch sonst wird die Fähigkeit entwickelt, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen? Wem können wir sein / ihr Leben nicht zumuten, wen wollen wir aus welchen Gründen vor seinem / ihrem Schicksal bewahren?

Welches Signal wird den neuen Menschenkindern gegeben: Denen, die den Zeitpunkt aus ihrer schützenden Hülle ins Leben selbst wählen dürfen, und denen, die durch einen Eingriff von außen jäh geholt werden, allein weil das Datum stimmt?

Es gibt zahlreiche Abhandlungen darüber, was Kinder brauchen, um lebenstüchtige Menschen zu werden. Aufmerksamkeit, Liebe, Anteilnahme, Zuhören, Mut, Zuspruch, Vertrauen, Mitgefühl und  Freiraum für die eigene Entwicklung … all dies erübrigt sich durch ein glückverheißendes Datum für die Geburt sicher nicht.

In diesem Sinne: Kung Hei Fat Choi – Happy New Year 2019