Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Die Kraft der Zeichen

Die Welt ist voller Symbole. Seit Urzeiten verwenden wir sie zur Vereinfachung oder um etwas ohne Worte zu erkennen – im Straßenverkehr regeln Zeichen das Miteinander, an fremden Orten weisen sie den Weg zur Toilette, zum Notausgang oder zur Autobahn. Auf Klamotten angebrachte Zeichen repräsentieren Marke und implizieren den zugehörigen Wert. Kurzum: Zeichen sind universell und werden eingesetzt, um etwas zu bewirken.

Form gibt Richtung, Farbe belebt und gut kombiniert aktivieren sie beide Gehirnhälften zugleich. In Venedig gesehen hat’s © Tom Podmore

In der Regel gilt: Je einfacher das Zeichen, desto wirkungsvoller ist es. Da brauchen wir bloss an Nike, Deutsche Bank oder Adidas denken – und wer hat beim Lesen (nicht) gleich das zugehörige Zeichen vor Augen gehabt? Tatsächlich ist die ganze Natur voller Symbole, auch da brauchen wir nur hinschauen oder hinspüren, um ihre Kraft zu entdecken und für uns zu nutzen.

Hier ein paar Tipps, um mit Zeichen und Symbol* im Alltag zu experimentieren und Intentionen kraftvoll(er) zu aktivieren.

Damit alles rund läuft: Der Kreis.
Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende und symbolisiert Schutz und Zentrierung.

Tipp für mehr Konzentration

  • Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier – wohin fällt Ihr Blick? Zeichen Sie dann einen Kreis in die Mitte und vergleichen, wohin fällt Ihr Blick nun?
  • Legen Sie das Papier vor sich auf den Schreibtisch und immer wenn Sie mit der Aufmerksamkeit abschweifen hilft der Kreis, sich an den Fokus und das was Sie eigentlich tun wollen, zu erinnern.

Tipp für Schutz

  • Wer sich in vollen Straßenbahnen, Zügen oder beim Einkaufsbummel vor der negativen Ausstrahlung anderer schützen möchte, stelle sich selbst in einem Kreis vor. Dieser Kreis kann aus der Lieblingsfarbe oder aus schillerndem Licht bestehen und das, was andere aussenden, zurück reflektieren. Von innen ist der Kreis durchlässig und so bleibt die Entscheidung offen, wen oder was man im visualisierten Kreis empfangen möchte. Wer mit der Vorstellung Schwierigkeiten hat besorgt sich eine Kugel aus Rosenquarz oder eine einfache Murmel, und spricht das Gewünschte in sie hinein. In der Jackentasche getragen ist sie jederzeit griffbereit und hilft, den Fokus auf das Gewünschte zu halten.

Vollendung durch Einklang: Die liegende Acht.
Die Lemniskate symbolisiert Unendlichkeit, den fließenden Rhythmus in der Natur und die Einheit in der Dualität. Mögen wir auch gelegentlich bestrebt sein, die Dualität aufzuheben, nur durch sie ist es möglich, etwas Neues zu schaffen. Im Feng Shui heißt das: Zweimal Yin / zweimal Yang kann nichts produzieren. Es braucht das polare Gegenüber, braucht Schwingung und Gleichgewicht um das gesamte Potenzial zu aktivieren.

Tipps für mehr Gelassenheit im Umgang mit schwierigen Mitmenschen

  • Ziehen Sie im Geist die Lemiskate um sich und den Menschen, mit dem Sie Schwierigkeiten haben. Beide Schleifen der liegenden Acht sind gleich groß. Folgen Sie in Gedanken der Bewegung der Linie in Verbindung mit Ihrer Atmung. Aus eigener Erfahrung löst sich die empfundene Spannung, jede/r darf in seinem Kreis wirken und es öffnet sich – jenseits der Wertung der Standpunkte – ein Feld tiefer Verbundenheit.
  • Sie können auch Namen, Themen, Konfliktpunkte auf zwei Zettel schreiben, diese im Raum auslegen und dann in Form der liegenden Acht drumherum wandern. Achten Sie dabei nur auf Ihre Atmung und wechseln auch mal die Richtung. Nach einiger Zeit löst sich die Spannung und statt des entweder-oder entsteht ein Tor für das sowohl-als auch.

Stabilität und Erdung: Das Quadrat.
Vier Ecken und gleiche Seitenlängen kennzeichnen das Quadrat als typisch irdisches Element. Das Erdelement ist ambivalent, denn in erlöster Form repräsentiert es Willenskraft, Zuverlässigkeit und Geduld, in unerlöster Form steht es für Sturheit, Verbissenheit und Geiz.

Tipps für Erdung nach zuviel Netflix, Facebook oder langen Arbeitsbesprechungen

  • Stellen Sie sich aufrecht hin – im besten Fall machen Sie diese Übung für eine kleine Weile  draußen. Schließen Sie die Augen und bemerken Sie den Untergrund auf dem Sie stehen. Richten Sie die Aufmerksamkeit abwechselnd in jeden Fuß und wandern Sie darin herum, vorne, mitte, hinten, Innenkante, Außenkante. Scannen Sie Ihre Zehen, und zwar jeden einzeln. Sollten das am Anfang nicht klappen, macht nichts. Ich verspreche, wenn Sie die Übung öfter machen und morgens oder abends regelmäßig ihre Zehen anfassen und die Füße massieren, kommt das Gefühl zurück. Machen Sie die Übung solange und so oft es sich gut anfühlt. Dann atmen Sie noch einmal tief und kommen langsam dahin zurück, wo Sie gerade stehen.
  • Wenn Sie in stressigen Situationen den Boden unter den Füßen verlieren, imaginieren Sie, wie Sie in einem Quadrat stehen. Sie können auch vier Steine im Quadrat auf dem Boden auslegen und sich hinein setzen oder stellen. Atmen Sie vier, sechs, acht oder zwölfmal bewußt ein und aus. Das Ausatmen sollte etwas länger dauern, als das einatmen. Wenn Sie mögen summen Sie: U. Der Vokal U räsoniert mit Becken und Unterleib und stabilisiert zusätzlich durch seine Schwingung.

Auch heute möchte ich den offenen Blick einladen, bestehende Formen wahrzunehmen und sich auf neue Formen einzulassen. So spirituell (im Sinne: Verbunden und Eins mit Allem) wir auch sein mögen, unser Leben auf der Erde spielt sich ab in Räumen – dem großen Raum der Natur, in Wäldern, Weiten und Gärten und dem Innenraum, in der Wohnlandschaft und dem Arbeitsraum.

Doch jeder Raum ist schwingende Materie, die kraftvoll die Schwingung der Zellen und der Bewusstheit beeinflusst. Wessen Raum nicht trägt, verliert sich im unmanifesten Wolkenkuckucksheim und Pläne, die keine Form annehmen, die sich nicht materialisieren, nützen wenig. Form gibt Sinn und Ausrichtung, Symbole sind Anker aus dem geistigen Raum.

Die Weisheit des Feng Shui verbindet beides und schafft Räume, in denen der Boden trägt. Denn wie ein Baum braucht der Mensch starke Wurzeln, um die üppige Krone bei Wind und Wetter zu tragen.

* „Unter einem Symbol versteht man ein wahrnehmbares Zeichen bzw. Sinnbild (Gegenstand, Handlung, Vorgang), das stellvertretend für etwas nicht Wahrnehmbares (auch Gedachtes bzw. Geglaubtes) steht.“ – Quelle: Wikipedia Symbol


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Kurz und knackig: Das dominante Auge – ein Selbstexperiment

An der Wahrnehmung sind alle Sinne beteiligt, doch das Auge steht ganz vorn in der Reihe. Seit ich intensiv die Wirkung von Formen auf Bewusstsein und Wohlbefinden erforsche, ploppen ganz neue Fragen auf. Zuerst interessiert mich herauszufinden, welches eigentlich mein dominantes Auge ist!

Was sehen Sie zuerst? Das große Ganze oder die vielen Details? In Montenegro war für uns © Bo Boer

Jedes Auge leitet an die gegenüberliegende Gehirnhälfte weiter und wir wissen, die linke Hälfte (die vom rechten Auge gefüttert wird) ist eher für Details, Sprache, Logik, Wissenschaft, Zeitempfinden, Linearität, Begriffe, Analyse und Schritt für Schritt Vorgehen zuständig. Die rechte Gehirnhälfte (gefüttert vom linken Auge) sieht dagegen zuerst das große Ganze und registriert vornehmlich Körper- und Bildersprache, ist zuständig für Intuition, Gefühl, ganzheitliche Zusammenhänge, Neugier, spielen, Metaphern, Symbole und Raumempfinden.

Haben Sie Lust, kurz mit mir zu experimentieren? Dann finden Sie doch mal heraus, welches Ihr dominantes Auge ist:

Formen Sie mit Zeigefinger und Daumen einer Hand einen Kreis, strecken Sie den Arm aus und zielen damit auf etwas in der näheren Umgebung. Das kann die Blume auf der Fensterbank oder der Stifteköcher am Rand des Schreibtischs sein. Wichtig ist, dass beide Augen geöffnet sind und Sie durch den mit den Fingern geformten Kreis fokussieren. Schließen Sie nun abwechselnd das eine, dann das andere Auge. Nun werden Sie sehen, dass das angepeilte Objekt einmal im Kreis der Finger und einmal daneben liegt. Befindet sich das angepeilte Objekt im Kreis, ist Ihr dominantes Auge geöffnet und Sie wissen nun, ob Sie eine rechtsseitige oder linksseitige Augendominanz haben.

Daraus läßt sich schließen, welche Gehirnhälfte die In-Form-ationen zuerst bekommt, um sie zu verarbeiten. Welche interessanten Erkenntnisse lassen sich daraus doch für die Raumgestaltung ableiten! Was, wenn ein rechts-dominantes und ein links-dominantes Hirn aufeinander treffen, sich verlieben und zusammen ziehen? Welche Formen finden beider Gefallen, wirken auf beide anregend und entspannend und was kann schließlich die Farbe tun, um einen Ausgleich zu schaffen?

Dazu wiederum gibt es einen interessanten Forschungsbericht: Mit der Fähigkeit zu sprechen verändert sich die für Farberkennung zuständige Gehirnregion 

Doch weil es heute „kurz und knackig“ bleiben soll gibt’s später mehr. Ich verspreche, es bleibt spannend und dran bleiben lohnt sich.

* Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Wissenschaft mittlerweile dazu übergeht, von oberer und unterer Gehirnhälfte zu sprechen doch das soll hier nicht Thema sein.

 


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Formensprache und ihre Wirkung auf das Bewusstsein

Die Welt der Form ist vielschichtig und geheimnisvoll. Wer in sie eintaucht erkennt in der Natur die komplexen Prinzipien der Mathematik, findet Symmetrie und Zahlenfolgen und gelangt schließlich auf die Pfade der heiligen Geometrie.

Warum nicht: Das Fenster von Notre-Dame als Vorlage für ein Wohn-Projekt. Eine gemeinsame Mitte, davon abgehend individueller Raum für die Mitglieder der Gemeinschaft. danke © Stephanie Leblanc

Wer heute die natürliche Vielfalt der Formen studiert kann zu dem Ergebnis kommen, dass postmoderne Architketur in einer quadratisch-praktischen Einseitigkeit stecken geblieben ist, die menschlichem Wohlbefinden entgegen wirkt und eine erhöhte Schwingungsfrequenz blockiert. Wie physikalische Experimente längst bestätigen: Jeder Raum erzeugt eine Schwingung und wer dem Schwingungs-Signal ausgesetzt ist, übernimmt die Form des Signals.

Doch es gibt Hoffnung. „Neue“ Architekten konstruieren für Augen und Seele ungewöhnlich kühne, dabei ansprechende und lebendige Bauwerke. Vorlage sind von der heiligen Geometrie inspirierte Formen, die stimmig schwingen und sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eine neue Ära ist da und längst dürfen nicht mehr nur öffentliche oder „heilige“ Bauten von diesen lebensspendenden Prinzipien profitieren. Die Zeit ist reif, dass auch die Bebauungspläne in Neubaugebieten an die Bedürfnisse der Seele angepasst werden.

Mich hat’s gepackt und ich beginne, mich ganz neu auf Formensprache, Proportion und harmonikale Gesetze einzulassen. Ich stöbere in Büchern und im Netz und experimentiere selbst mit „Raum im Raum“, indem ich erstmal Formen auf dem Boden auslege und erkunde, welchen Einfluss sie auf meine Sinne und mein Ge-wahr-sein haben. Dabei entdecke ich Schnittmengen zur Numerologie und erlebe erneut am eigenen Leib und in anderer Dimension : Raum hat Bewusstsein.

Als illustre Stichworte, die mein neues Forschungsprojekt kennzeichnen, mögen dienen: Heilige Geometrie, Goldener Schnitt, Fraktal, harmonikale Proportion, Platonische Körper, Blume des Lebens, Äskulapstab, Fibunacci, Antakarana, Vortexfeld … Im nächsten Jahr werde ich einen Workshop dazu anbieten und freue mich schon jetzt auf anregende gemeinschaftliche Erfahrungen in der Gruppe.

Ein Fundament meiner geistigen Heimat ist das Feng Shui. Wahrnehmung und Wirkung von Form auf Wohlbefinden und Bewusstsein gelten als erste Priorität, um ein Umfeld zu analysieren und Ursachen für Unbehagen zu finden. In der Feng Shui Arbeit wissen wir Formen zu nützen, um Zentrierung, Lebensfreude, Aktivität, Loslassen, innere Balance, Flexibilität, Gesundheit, Veränderung und Transfomation zu initiieren. Dennoch ist die Formensprache des Feng Shui starr, noch immer gelten Rechteck und Quadrat als optimale Grundriss-Form.

In meiner zweiten Heimat, der Geomantie, wird ebenfalls die Sprache der Form genutzt, jedoch gilt hier bereits der 90° Winkel nicht länger als zwingend für ein stimmiges Gebäude. Und es geht sogar noch einen Schritt weiter, indem wir ein Bauwerk in seiner Drei-Dimension betrachten und dem Klang, den es erzeugt, lauschen. Denn Klang ist immer an den Raum gebunden, in dem er entsteht. Musikalische Proportionen finden wir (noch) vorwiegend in öffentlichen Bauwerken, vor allem in Kirchen und an Fassaden.

Wer je in Mont Saint Michel beim Erklingen des Chors die Engel singen hörte kann nach Verklingen des Entzückens nachlesen, dass allein die Proportion des Raumes den „Gesang der Steine“ auslöst. Und wer demnächst nach Florenz reist sollte die Gelegenheit nutzen, und eine Fassade die nach musikalischen Proportionen gefertigt wurde, auf sich wirken lassen. Die Fassadengestaltung des Palazzo Rucellai hat der Renaissance Baumeister Leon Battista Alberti nach den proportionalen Verhältnissen von Terzen, Sexten und Septimen komponiert*.

Wenn Sie / Dich das Thema interessiert freue ich mich über weitererzählen, über Teilen auf FB oder rebloggen. Denn ich fühle, dass ich in diesem Feld einen Schritt über mich hinaus wachse und mich berufen, noch mehr Menschen auf die Essenz von Raum, Wohnen und Leben aufmerksam zu machen und Impulse zu geben. Die neue Zeit ist da.

  • Welche Bauherr-inn-en wollen die Kraft von Form und Proportionen in Ihr neues Zuhause integrieren? Das können auch zu fertigende Tiny- oder Holzhäuser, Bauwagenaufsätze oder kreative Gemeinschaftsprojekte für Innen und Außen sein.
  • Wer plant eine Umgestaltung des Gartens und möchte die Weisheit der harmonikalen Proportionen nutzen, um fruchtbarere Erträge zu erzielen?
  • Welche Architekt-inn-en berücksichtigen Proportionenkunde und heilige Geometrie in ihren Entwürfen und haben Interesse an Zusammenarbeit?
  • Wer forscht ebenfalls auf diesem Gebiet und ist an lebendigem Wissens- und Erfahrungsaustausch interessiert?
  • Wer ist generall an Austausch zum Thema Form und Bewusstsein interessiert: Musiker-innen, Numerolog-inn-en, Astrolog-innen, Handwerker-innen, Architekt-inn-en …?

Der spanische Architekt Gaudi ist bekannt für organische Formensprache, unregelmäßige Grundrisse und integrierte Motive aus der Natur. In Barcelona gesehen hat’s © David Rüsseler

„Du kannst aber nicht nur in den dämonischen und göttlichen Dingen die Natur der Zahl und ihre Kraft wirksam sehen, sondern auch überall in allen menschlichen Werken und Worten und auf dem Gebiet aller technischen Verrichtungen und auf dem der Musik.“ Pythagoräer Philolaos, 5. Jahrhundert v. Chr.

* Proportionenkunde: große Terz 4:5; kleine Terz 5:6 | große Sexte 3:5; kleine Sexte 5:8 | große Septime 8:15; kleine Septime 9:16

 


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Hilfe! Junggesellenwohnung ….

„Als ich seine Wohnung sah wußte ich, was mit ihm los ist. Gefallen hat er mir ja, doch bei ihm Zuhause hat sich mir plötzlich ein ganz anderes Bild von ihm gezeigt. Wie kann man nur so wohnen, fragte ich mich, so unfertig, so lieblos und ohne jeden Schick?! Ich wußte intuitiv, wie unsere Beziehung laufen würde und habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht wiedersehen will“, erzählt mir eine Freundin.

Wenig Schnickschnack, klare Linien – dennoch einladend. Danke © Nathan Van Egmont für den sensiblen Blick!

Gerade in Online Partnerbörsen wird – Hand aufs Herz – geflunkert was das Zeug hält, um per Klick die Traumfrau zu finden. Der erste Eindruck mag stimmen und das Date läuft wie gewünscht, doch häufig gibt es ein böses Erwachen, wenn die Angebetete seiner Einladung nach Hause folgt.

„Sage mir wie Du wohnst und ich sage Dir, ob aus uns was wird“, könnte eine abgewandelte Lebensweisheit lauten. Dabei geht es hier gar nicht um Geschmacksfragen, denn ob der Stil gefällt oder das Bild über dem Sofa gräßlich ausschaut, ist unwichtig. Mir geht es um die Aussage zwischen den Möbeln und um die Feinheiten: Was strahle ich durch meine Wohnung nach außen und wie kann ich es mir selbst in meinen vier Wänden annehmlich machen?

Sicher gab es noch nie so viele Männer, die allein wohnen. Wer das warme, turbulente Familienheim mit der Single Wohnung tauschen (muss), ist nicht selten überfordert mit der neuen (Wohn)Situation. Auch wenn’s früher nervte – plötzlich fehlt ganz sinnlich die Wärme des lebendigen Haushalts, da dröhnt beim Nachhausekommen die Stille in den Ohren, da siehts am Abend noch immer aus wie am Morgen, als mann das Haus verließ.

Und wer noch keine Partnerin hatte und entscheidet, das von Mama und Papa geschaffene Nest zu verlassen, um sich selbst eins zu bauen, steht oft ratlos da. Welchen Geschmack habe ich ohne aus der Anti-Haltung heraus oder nach Möbelhaus-Trend zu möblieren, und was macht ein Zuhause wohnlich, fragt sich mancher Mann.

Klassisch sozialisiert ist der Mann für den Nestbau zuständig – sprich für das handwerklich-praktische – und die Frau für die Wärme – sprich für Ambiente und Gemütlichkeit. Und manche Männer ahnen nicht, dass ihr laissez-faire Einrichtungs-Stil in Frauen, die nicht gleich in die Mutter-Rolle schlüpfen, einen Fluchtreflex auslöst. Oder sie wissen einfach nicht wie’s besser geht, denn es sich selbst gemütlich zu machen, haben sie nicht gelernt.

Egal, aus welchem Grund es Sie also in eine Junggesellenwohnung verschlagen hat, hier finden Sie Tipps für ein einladendes Zuhause, die in jeden Geldbeutel passen.

Es sich schön machen fängt meist mit Aufräumen an.

  • Alles was auf dem Boden „rum“liegt, in Schränke und Schubladen verstauen. Tische abräumen und sauber wischen. Zeitungen gehören in Zeitungsständer oder Kartons. Geschirr abends abwaschen, in einer sauberen Küche fängt der nächste Tag auch am frühen Morgen gleich besser an, versprochen! Was stört den Blick sonst noch: Verknuffelte Sofakissen aufschütteln, chaotisch zugestellte Ablagen frei räumen, auf Abstand zwischen „abgestellten“ Sachen oder Dekoartikeln achten. Abgeworfene Kleidungsstücke am besten gleich aufhängen oder ordentlich über die Stuhllehne hängen – und vor dem Schlafengehen wegräumen.

Als erstes merkt die (femde) Nase, wenn was nicht stimmt.

  • Nach dem Aufstehen die Wohnung lüften, täglich Müll raustragen, regelmäßig die Bettwäsche wechseln. Ruhig auch mal an den Handtüchern schnuppern, wenn sie müffeln – ab in die Wäsche. Lavendelsäckchen, Kaffepulver oder gut riechende Seife im Schrank lassen Wäsche duften und helfen zudem gegen Mottenbefall.

Wie außen, so innen.

  • Dazu zählt alles, was offensichtlich unfertig oder kaputt Energie abzieht und nervt. Was können Sie selbst reparieren oder zusammen bauen, wobei können Freunde oder Profi-Handwerker helfen? Wer nach zwei Jahren noch immer die Spüle nicht angeschlossen hat zeigt viel über seinen Selbst-Wert: Bin ich es mir wert, dass meine täglichen Verrichtungen leicht von der Hand gehen oder bin ich in der Trotz-Phase stecken geblieben? Gegen wen oder was rebelliere ich und wann bin ich bereit, „die Situation“ als mein Leben zu akzeptieren und das Beste draus zu machen?
  • Kinder, die mit Mama und Papa in verschiedenen Wohnungen leben, entspannen sich bei dem Gedanken, dass auch der Papa klar kommt, wenn sie nicht da sind. Eine aufgeräumte, gut riechende Wohnung wirkt unwillkürlich beruhigend auf unser Nervensystem.

Wohin der Blick fällt

  • Ein gemachtes Bett ist Einladung und Versprechen zugleich. Es sorgt optisch gleich für Ruhe und Ordnung im Schlafzimmer, da das Bett meist einen großen Teil des Raums einnimmt. Und auch allein ist es einfach cooler, abends in ein gemachtes Bett zu hüpfen.
  • Ein Strauß frischer Blumen hebt die Stimmung in jedem Raum. Ob Flur, Wohnzimmer, Küche, Badezimmer – alles ist erlaubt. Regelmäßig das Wasser zu wechseln hält Schittblumen länger frisch und sobald sie beginnen zu verwelken, ab in den Biomüll. Blumen kann man sich auch selbst kaufen, doch wer Besuch erwartet sorgt damit für die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
  • Wer in der Wohnung Wäsche trocknen muss ist vom Leben benachteiligt, ich geb’s zu. Wohin mit dem Wäscheständer ist eine wiederkehrende Herausforderung und eine „echte Lösung“ gibt’s da nicht. Sicher ist jedoch: Beim Chillen will man nicht auf trocknende Wäsche schauen und im Schlafzimmer ist das ein Erotikkiller erster Güte. Ideal ist hier, nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn zu verfahren“ (also tagsüber meinetwegen im Wohnzimmer trocknen und bis zum ins Bett gehen im Schlafzimmer). Doch: Sobald die Wäsche trocken ist, alles abnehmen und wegräumen.
  • „Schön“ wird es auch durch die Beleuchtung. Auf dem Tisch eine Kerze, indirektes oder gebündeltes Licht statt Deckenlampe oder eine Lichterkette sorgen für heimelige Stimmung. Das gilt auch für’s Badezimmer, denn da will eigentlich niemand mehr in grelles Deckenlicht getaucht werden.

Fehlt was, meine Damen, meine Herren? Eindrücke, Anregungen und Hinweise sind herzlich willkommen! 😉

Und wer sich persönliche Impulse für ein ästhetischeres, energetischeres Zuhause wünscht spricht mich gern direkt an 0421 161 69 608

Und überhaupt – welche Zutaten machen ein Zuhause „männlich“ oder „weiblich“, was meint Ihr?

Männliche oder weibliche Note – und warum? Foto © Victor Hughes

Sparsam möbliert – mit männlicher oder weiblicher Handschrift? Danke © Daniil Silantev

 

 


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Was gehört in einen Grundstein?

Die Grundsteinlegung ist Bestandteil der traditionellen Bauzeremonien. Nach Anrufung der Elementarwesen auf dem künftigen Bauplatz und dem ersten Spatenstich folgt mit der Geburt des Hauses die Grundsteinlegung. In den Köpfen hält sich noch immer die Annahme, eine aktuelle Tageszeitung müsse mit hinein. Stimmt das?

Wie ein Grundstein befüllt wird, ist ganz individuell. Und langweilig braucht es schon gar nicht ausschauen, schließlich enthält er wertvolle Geschenke. Dank an © Jeffrey-Comeau

Idealerweise wird der Grundstein an einem von Erdstrahlen angeregten Platz und in Verbindung zum Haus gesetzt. * Und früher, als die Baukunst noch was galt und Maurer noch richtig mauern konnten, da wurden auch die Ecksteine auf besondere Art angeklopft um einen energetisch wirksamen Ring um das Haus zu legen. Der Grundstein war sozusagen der Fünfte im Bunde und fütterte das Bauwesen, auch Baukörper genannt, mit Informationen.

Genauer gesagt handelt es sich dabei um Informationen, welcher Geist in dem Haus herrschen soll. Möge er freundlich sein und gütig, wohlwollend und vorausschauend. Möge er die Menschen in diesem Haus beschützen und Schaden fernhalten. Manche kennen auch noch den Genius Loci und rufen ihn mit der Grundsteinlegung herbei. Womit füttert man also einen wohlwollenden Genius? Mit den schlechten Nachrichten die in jeder Zeitung zu finden sind?

Tageszeitungen bestehen heute zum überwiegenden Teil aus folgenden Meldungen: Kriegsberichterstattung, Unlauterkeit und unberechtigte Vorteilsnahme, Todes- oder Werbeanzeigen, Regionalscharmützel, Werkschließungen und drohende Arbeitslosigkeit, Postengerangel, Betrügereien, Mord und Totschlag, Umweltkatastrophen – diese Liste kann endlos fortgeführt werden. Sicher ist das nichts, womit jemand das neue Heim füttern möchte, oder?

Stattdessen hier einiges aus meiner Liste, was ich Bauherrinnen und Bauherrn empfehle

  • Handgeschriebene (auch abgeschriebene) Verse oder Gedichte. Es macht übrigens nichts, wenn man glaubt, keine schöne Handschrift zu haben. Die Absicht zählt. Und selbst geschriebenes enthält viel eigenes Qi.
  • Heilkräuter wie Kamille, Ringelblume oder Schafgarbe.
  • Duftkräuter wie Lavendel, Rosmarin oder Salbei.
  • Gold und Silber oder funkelnde Euromünzen. Vielleicht ein schönes Schmuckstück, eine Brosche oder ein Armreif. Vielleicht etwas Geerbtes für den Segen der Ahnen.
  • Etwas für die Süße des Lebens. Wie wär’s mit Feigen, Rosinen oder einem kleinen Topf Honig?
  • Korn. Vielleicht Gerste, Hafer, Reis oder Buchweizen.
  • Ein Fläschchen geweihtes oder Quellwasser.
  • Heilsteine wie Bergkristall, Rosenquarz oder Turmalin.
  • Gute Wünsche für das Haus, den Hausgeist, für alle die im Haus leben und für die, die da aus und ein gehen. Vielleicht so: Mögen alle die hier leben gesegnet und wohlauf sein; mögen Glück und Segen den Lebensverlauf von Mensch und Tier begleiten, die sich diesem Haus anvertrauen; mögen wohlwollende Geister sich immer wohl fühlen in diesem Haus; mögen wir gesund und glücklich sein; mögen wir wohlwollend nach jedem Streit verzeihen und der Frieden wieder einkehren. Mögen wir …
  • Willkommen und Dank an den guten Geist des Hauses, der in Schlaf und Wachen über uns schaut und uns schützt, der Schaden von uns fernhält und uns mit Inspirationen und Eingebungen versorgt.
  •  …

Was würden Sie in den Grundstein legen, um das Haus und sich selbst zu nähren?

P.S. Nicht nur Eigenheimen gebührt ein Grundstein, auch für ein Mehrparteien- oder Mietshaus wirkt er wahre Wunder!

* Diesen Platz finden geschulte Geomantinnen und eingeweihte Feng Shui Beraterinnen.


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Kurz und knackig: Feng Shui und die Ästhetik

Ästhetik ist die Lehre vom Schönen, doch was macht das Schöne schön? Aus meiner Sicht ist es die Harmonie des Übergangs, die weit über individuellen Geschmack hinaus geht.

Der Übergang zwischen Rasen und Teich zum Beispiel. Ob Feldsteine oder Holzeinfassung besser gefallen ist Geschmacksfrage, doch Grenzen schaffen Harmonie.

Auch der Übergang zwischen Tisch und Stuhl spricht Bände. Jede Anordnung enthält Übergange und die unterstützen eine aufgeräumte Stimmung. Hier ist die Tischdekoration als Mittelpunkt der Hingucker. Sie kann zur Abwechslung variiert werden, zum Beispiel durch eine Schale mit Früchten oder ein Tablett mit unterschiedlich hohen Kerzen.

Gelungene Übergänge in denen wenig viel ist. Ein Auge für beruhigende Harmonie hat © Elyssa Fahndrich

Wie sieht’s aus zwischen zwei Schreibtischen im Büro? Gehen als „Randbepflanzung“ auch Pflanzen oder bleibt’s beim üblichen, Kabel und Monitor? Stoßen die Tische direkt aneinander oder ist Raum für ein bisschen Luft dazwischen? Geht auch nebeneinander?

Auch im Miteinander gibt es den harmonischen Übergang. Ist wirklich immer eine Umarmung die passende Geste der Begrüßung? Wie wär’s mal wieder mit einem Händedruck? Schon mit welchem Druck die gebotene Hand geschüttelt wird verrät viel über den Charakter des Gegenübers. Jeder Automatismus ist ein Feind der Freiheit und wer sich erlaubt, Nuancen zu spüren um sich dem Augenblick gemäß zu verhalten, genießt ein Privileg.

Gehen Sie heute doch mal mit offenen Augen für all die Übergänge durch den Tag und probieren Sie, wo es noch harmonischer werden kann.