La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


4 Kommentare

Feng Shui und das Badezimmer – Teil 1

Wer sich durch die einschlägige Literatur zum Thema blättert, findet selten etwas Positives dazu. Der Ort des Loslassens und Abgebens wird oft mit Verlust gleichgesetzt. Sind hier dann auch noch die „Geldsterne“ angesiedelt ist das Disaster groß – scheint es. Denn ist das wirklich so?

Jedem Möbel seine Aura

Plädoyer für eine andere Sichtweise 

In diesem ersten Teil  drängt es mich, mal ganz kurz an die anale Phase der menschlichen Entwicklung zu erinnern und warum sie im kindlichen Lebenslauf einen durchaus wichtigen Prozess darstellt. Doch irgenwann ist es sehr sinnvoll, das Augenmerk vom Modus „festhalten“ ins „abgeben“ zu verschieben.  (Menschen mit verstopftem Darm kennen ganz fürchterliche Leidenslieder.)

Dieser Rückgriff könnte natürlich weiter getrieben werden und uns einladen, den Zustand unserer Gesellschaften anzuschauen, in denen Geiz, Gier nach Besitz, die strenge Unterscheidung zwischen „mein“ und „Dein“ ein fest verankertes Lebensschema darstellt und zum Teil groteske Züge annimmt. Gleichzeitig erfreuen sich meine Blogposts zum Entrümpeln zunehmender Beliebtheit.

Denn das Badezimmer kann mehr …

Ein Badezimmer ist ein sehr besonderer Ort. Einmal, weil es baugeschichtlich ein ganz und gar privater Raum geworden ist, weshalb es in Neubauten heute zum guten Ton gehört, den Besuch auf die Gästetoilette zu verweisen. Wer’s üppiger mag baut hier gleich noch eine Dusche ein, und weil die Häuser größer werden gibt es schon einige mit einem Badezimmer auf jeder Etage.

Ich meine, Badezimmer verraten viel über die Menschen die sie einrichten und ihre Sehnsüchte. Das Badezimmer ist der Ort an dem wir ganz intim mit uns selbst sein können – und das bei vollem Bewusstsein. Es ist nicht so wie schlafen, wo wir irgendwann nicht mehr mitkriegen, dass wir eins sind mit uns, uns regenerieren und erholen.

Im Badezimmer geschieht die komplette Reinigung, innen wie außen. Diese paar Minuten können, werden sie bewusst zelebriert, einen kraftvollen Tag ins Leben rufen und am Abend dazu genutzt werden, abzuschließen mit dem was war. Das Badezimmer ist ein perfekter Ort, sich immer ganz ins Jetzt zu begeben.

In vielen Familien haben alle Kinder ein eigenes Zimmer, nur die Eltern nicht. So könnte das Badezimmer für diese Minuten ein Raum der persönlichen Besinnung werden – weshalb ich dafür plädiere, die ausartende Doppelwaschbeckenmanie wieder abzuschaffen. Denn was implizieren sie anderes als Eile und Effizienz?

Zu zweit im Bad, das mag in der ersten Phase der Verliebtheit wundervoll sein, doch später macht es Sinn, diesen privaten Raum und das „Geheimnis um sich selbst“ zurück zu erobern. Sich die Zeit nehmen, bewusst zu sein, sich zu spüren und zur Ruhe zu kommen – das ist der Luxus der neuen Zeit.

Badespaß ...!

 

 

 

 


4 Kommentare

Aus der Dunkelheit ins Licht – Workshop „Frag doch den Grundriss“

Nun liegen die dunklen Tage endgültig hinter uns, das Samenkorn hat gekeimt und reckt sich dem Licht entgegen. Übermorgen, am 2. Februar, feiern wir Lichtmess, das große Fest des Neubeginns, das die Kelten Imbolc nannten.

Farn im Fruehling

Es ist das Kind der Sonnenwende, das junge Licht, ganz zart und doch voll Kraft und mit unbändigem Willen zu leben. Im Raum finden wir es im Nordosten. Lichtmess ist auch ein guter Tag, Haus und Wohnung wieder mit Rauch zu reinigen und es zu segnen. Dafür geeignete Räucherpflanzen sind Alant, Artemisia, Lavendel, Minze, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Schafgarbe, Salbei oder Tanne.

Persönliche Fragen, die bislang wie Nebel unter der Oberfläche des Bewusstseins hingen, können jetzt das Licht der Welt erblicken. Klärung ist in Sicht. Passend zur Jahreszeit kann es darum gehen, etwas zu bereinigen, sich Klarheit zu verschaffen oder neue Anteile ins Leben zu integrieren.

Auch ich habe die dunkle Zeit genutzt und „ein neues Kind“ geboren. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich ja schon mit der Lehre des Feng Shui, mit Grundrissen und Lebensthemen, mit Blockaden und darin verborgenen Lösungen. Vor einiger Zeit bin ich tiefer in die systemische Aufstellungsarbeit eingestiegen und habe letztes Jahr meine Weiterbildung abgeschlossen. Nun bin ich bereit: Ich kombiniere Feng Shui mit systemischer Arbeit.

grundriss

In einem Grundriss sind alle Lebensthemen abgebildet, er ist ein in sich geschlossenes System das zeigt, welche Faktoren dominanten Einfluss nehmen. Auch ist ein Grundriss keine isolierte Einheit, sondern immer Teil der umgebenden Landschaft, meist Teil eines größeren Verbundes (Wohnhaus, Doppelhaus, Straße, Dorfgemeinschaft) und wird von den Menschen die dort wirken, geprägt. Und weil niemand zufällig irgendwo lebt (und arbeitet), kann der meist unbewusst erfolgte „Zugriff“ auf Räume und Orte viel darüber aussagen warum etwas ist, wie es ist, was gerade dran ist und wie es weiter gehen kann.

Ein Grundriss kann Fragen beantworten, die sich im Leben stellen. Da ist das, was offen daliegt und nur darauf wartet, entschlüsselt zu werden. Anderes wiederum ist hinter Symbolen, Symptomen oder Blockaden verborgen. Die Kombination von Feng Shui und systemischer Aufstellung eignet sich hervorragend, die geflochtene Verbindung zwischen Mensch, Ort und gebautem Raum zu entschlüsseln, um den eigenen Lebensraum und Wirkungsbereich neu und lebensfreundlich(er) zu gestalten.

In diesem Workshop gibt es die Gelegenheit dazu. Mögliche Themen können sich drehen um

• Liebe, Partnerschaft und Familie
• Gesundheit
• Berufswahl, berufliche Neuausrichtung, geschäftlichen Erfolg, Betriebsklima, Beförderung
• Reichtum und Wohlstand
• (unerfüllter) Kinderwunsch
• Umzug ja oder nein
• allgemeine Fragen zu Sinnfindung, Lebensfreude, Krisen, „bin ich am richtigen Platz?“ usw.
• Rollenklärung – „Vater / Mutter / Freund/in / Chef/in“ sein
– und viele mehr –

Jeder Teilnehmer / jeder Teilnehmerin hat die Möglichkeit, eine Frage aufzustellen oder ein Anliegen zu klären und als Stellvertreter/in für die anderen zu stehen. Willkommen ist auch, wer nur als Stellvertreter/ Stellvertreterin teilnehmen möchte. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Erster Termin

Samstag, 11.3.2016 von 11 – 16 UHR
Kosten 120 EURO (incl. MwSt.)
Ort: eos-Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, 28211 Bremen
Teilnehmerzahl max. 6 – Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung mitbringen.

Weitere Termine sind für den 20. Mai und 30. September 2017 geplant.

Anmeldung

Susanne Berkenkopf – berkenkopf@raum-innen-aussen.de

oder telefonisch unter 0421 161 69 608

Ich freue mich darauf, gemeinsam unentdeckte Schätze zu heben und aus der Dunkelheit ans Licht zu bringen!


2 Kommentare

Frühlingsputz klärt Haus und Seele

Alle Jahre wieder – ja ja. Schon besucht uns das Licht merklich länger und strahlt dabei auch in vergessene Ecken. Dort warten nicht nur Staubflusen, Weihnachtskarten, lang vermisste Söckchen, Zeitungsstapel und eine leere Pralinenschachtel sondern auch die Chance, das Lebensgefühl aber sowas von zu beschwingen – wer will sich das entgehen lassen?!

„Befreie dich vom Gerümpel und schaffe dadurch Platz für die wahren Schätze. “ Peter Walsh

Frühlingsputz

Besitz kann sich in Ballast verwandeln und Entrümpeln kann harte Arbeit sein. Viele Jahre bringen wir damit zu, Dinge zu sammeln und zu horten. Immer neue Besitztümer finden Platz in unserem Zuhause oder im Büro, doch trennen wir uns selten von dem, was dadurch überflüssig geworden ist.

In unserer Gesellschaft grassiert eine Sammelleidenschaft, die mit der Zeit in Sucht umschlagen kann. Dem Gefühl „nicht genug zu haben“ kann eine innere Leere voraus gehen, und wer an Tun und Sein keine Freude mehr empfindet, öffnet sich für Botschaften die suggerieren „Haben“ ersetze den Sinn. Doch ob ein zuviel an Besitz oder echtem Gerümpel:

Mit der Zeit richtet sich dieser Ballast energetisch gegen seine Besitzer und macht unfroh und schwer.

In ihrem Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ unterscheidet Karen Kingston  vier Arten von Gerümpel

  • Dinge die man nicht gebraucht oder nicht liebt
  • Dinge, die unordentlich und schlecht organisiert sind
  • zu viele Dinge auf zu engem Raum
  • alles, was nicht zu Ende gebracht wurde

Ist die Entscheidung gefallen, sich von Überflüssigem zu trennen (nennen Sie es ruhig Gerümpel, das erleichtert), beginnt die wirkliche Arbeit. Und zwar mit der Entscheidung, wovon sich trennen und was behalten. Wie oft wurde so manches Stück auf dem Weg zum Sperrmüll doch wieder zurück getragen. Innere Monologe können sich so anhören: „Vielleicht brauche ich es irgendwann noch mal …,“ oder „Es könnte wieder modern werden, darum behalt ich es lieber …“.

Doch die Mühe, konsequent zu entrümpeln und mit weniger zu leben lohnt sich, denn (zuviel) Besitzt wirkt auf Dauer belastend. Gerade das „Weniger“ birgt in sich den Schatz der Freiheit. Aktueller denn je, doch schon vor über tausend Jahren erkannte Johannes von Antiochia „reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht – arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel begehrt.“

Doch wie und wo beginnen?

Acht bewährte Tipps für Loslegen und Dranbleiben

1. In Wellen vorgehen: Anstatt sich jeden Raum einzeln vorzunehmen kann es helfen, in „Wellen“ vorzugehen. Legen Sie beschwingte Lieblingsmusik auf, nehmen einen Karton und tanzen Sie durch die Räume. Packen Sie ein, was auf den ersten Blick stört oder schon lange überfallig aufs Entsorgen wartet. In diesem ersten Durchgang sollte es leicht gehen, denn in den meisten Räumen gibt es „zuviel“. Wenn Sie damit durch sind starten Sie die nächste Runde. Dann könnte es mit der Entscheidung schon schwieriger werden, doch Sie sind ja nun geübt und haben vielleicht  Erleichterung oder sogar Stolz gespürt. Wunderbar. Machen Sie so weiter.

2. Nur eine halbe Stunde täglich: Anstatt sich den ganzen Tag mit Entrümpeln abzumühen begrenzen Sie die Zeit. Nehmen Sie sich täglich eine halbe Stunde und Sie werden staunen, wieviel Sie in dieser kurzen Zeit schaffen, denn der Ansporn ist durch die knappe Zeit besonders hoch. Wenn Sie starten bevor Sie abends joggen oder ausgehen wartet im Anschluss gleich die Belohnung und das nach Hause kommen ist doppelt schön. Hilfreich sein kann, die Müllabfuhrtage einzubeziehen, um kleinere Dinge sofort loszulassen.

3. Spenden, statt einfach nur wegwerfen: In fast allen Städten gibt es mittlerweile Organisationen wie Oxfam, die bedürftige Menschen mit dem Verkaufserlös gespendeter Sachen unterstützen. Auch gemeinnützige Verbände helfen gern weiter und vermitteln Kontakt zu Kleider- oder Möbelbörsen. Oder antworten Sie auf Inserate, die Flohmarktartikel suchen. So machen Sie anderen Menschen eine Freude und sich selbst obendrein.

4. Aus den Augen aus dem Sinn: Fällt es Ihnen schwer, sich von bestimmten Dingen endgültig zu lösen verpacken Sie sie in Kartons. Diesen beschriften Sie mit einem „Verfallsdatum“ und nach sechs Monaten schauen Sie noch einmal nach: Sicher wird es Ihnen nun leicht fallen sich endgültig zu trennen. Denn eine weise Regel besagt: Was man 6 Monate nicht vermisst hat, das wird auch danach nicht fehlen.

5. Das Feng Shui Bagua wie eine Landkarte nutzen: Verzeichnen Sie, wo sich Ihre echten Schätze befinden und wo sich mit Vorliebe Gerümpel anhäuft. Dann finden Sie sicher Hinweise, warum es mit Ihrer Karriere nicht vorwärts geht, wieso in Ihrer Partnerschaft die Sinnlichkeit nachlässt, weshalb eine lang ersehnte Reise immer wieder verschoben werden muss oder warum Müdigkeit und innere Spannung ein Dauerthema bei Ihnen sind.

6. Daran denken, auch Verpflichtungen zu entrümpeln: Schauen Sie in Ihren Kalender und machen Sie sich klar, dass der vor Ihnen liegende Tag, die Woche, der Monat, das Jahr – das alles Ihre Lebenszeit ist. Wie wollen Sie sie verbringen? Was schieben Sie schon ewig auf Später? Welche Verpflichtungen sind Sie eingegangen um anderen einen Gefallen zu tun, haben aber schon länger keine Freude mehr daran? Wir alle wissen, das Verschieben auf Später kann jeden Tag enden. Wir wiegen uns in Sicherheit, doch wer weiß wirklich, wieviel Zeit bleibt?

7. Auch Kopf und Darm mal reinigen: Besonders im Frühjahr ist Fasten zu empfehlen und Kopf und Darm können wunderbar vom „Weniger ist Mehr“ profitieren. Dabei muss nicht immer „Hardcore“ auf dem Programm stehen, ein sanftes ausprobieren kann schon reichen um auf den Geschmack zu kommen.
Für den Kopf empfiehlt sich, einfach mal einen Tag lang GAR NICHTS zu lesen und keinen Film zu schauen. Was passiert wohl, wenn diese Form der Langeweile ganz „ausgekostet“ wird?
Auch der Darm kann mit „weniger“ gut umgehen und bedankt sich mit ganz anderem Wohlfühlen, bekäme er mal sechs Tage keine Süßigkeit, zwei Wochen weder Alkohol noch Kaffee oder würde er einmal die Woche ausschließlich mit basischen Lebensmitteln verwöhnt. Dabei dran denken: Alles ganz spielerisch und so, wie es gefällt. Wer Neues ausprobiert kann erstaunliches erleben. Dazu muss man dann nicht mal verreisen.

8. Sich für alles „geschafft“ belohnen: In der Regel sind wir viel zu streng mit uns und vergleichen uns öfter mit anderen, als gut tut. Dabei geht jeder Mensch einen eigenen Weg und obendrein im eigenen Tempo. Darum: Finden Sie Ihr persönliches Tempo beim Entrümpeln und bedanken Sie sich bei den Dingen, die Sie nun entsorgen, für die gemeinsame Zeit. Das kann das Loslassen erleichtern und eventuelle Schuldgefühle mindern. Und denken Sie daran: Ihr Wert bemisst sich nicht im Besitz, sondern daran, wie Sie Ihre Einzigartigkeit entwickeln und zum Strahlen bringen.

Zu guter Letzt möchte ich noch eine schöne Anregung aus dem Aloha Kalender teilen. Dort gibt es eine Liste mit „100 Dingen, die ich erleben, erfahren, lernen, sehen, tun und haben möchte.“ („Haben“ steht übrigens an letzter Stelle der Aufzählung.) Erinnerungen, Erfahrungen, schöne Momente begleiten uns überall hin und daraus, wie wir Erfahrungen verarbeiten, prägt sich letztlich der Charakter. Legen Sie sich doch gleich selbst eine Liste an und freuen sich allein bei der Vorstellung, wie Ihre Träume sich erfüllen. Und allein durch die Phantasie beginnen Augen und Herz zu strahlen!

 


4 Kommentare

Für unsere Kleinen – wie Kinder richtig sitzen

Wer sein Leben führt, ist Führungskraft. Bis es allerdings soweit ist, eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu leben, braucht es einiges an Entwicklung und Prozessen. Im besten Fall unterstützen günstige Bedingungen und ein wohlgesonnenes Umfeld. Gerade Kinder brauchen für diese Entwicklung unsere Unterstützung.

Blick in die Zukunft - Kinder sind Yang

Foto von Pixabay

Ein Kind ist im Grunde der reichste Mensch auf Erden. In einem Kind schlummern alle Anlagen, um „alles“ zu können, dazu noch ganz eigene Gaben und Talente. Ein Kind kann die seltensten und schwierigsten Sprachen und Gebräuche lernen, kann „die Welt verstehen“ und trägt sowohl die Evolution als immer auch einen Teil Revolution in sich.

Doch nicht immer kommen die Gaben zur Geltung, kann die Welt mit dem eigenen Potenzial beschenkt werden. Bildlich gesehen sind Kinder wie junge Pflanzen. Gute Gärtner wissen, die jungen sind sehr robust, anpassungsfähig und haben den absoluten Lebenswillen. Gleichzeitig brauchen gerade sie Zuwendung und Fürsorge damit sie nicht verkümmern, damit nichts sie umhaut und ihr Vertrauen gefestigt wird. Auf das sie, wenn die Zeit gekommen ist, in ihrer schönsten Blüte erstrahlen.

Eine Lehrerin fragt mich: „In meiner Klasse haben wir die Sitzordnung aufgelöst und die Tische in Gruppen zusammen gestellt. Doch irgendwie will keine Ruhe aufkommen, mich erschöpft das Unterrichten und die Kinder sind laut und unkonzentriert.“

Auch hier gilt: Wer mit dem Rücken zum Geschehen sitzt ist klar im Nachteil.

Kinder lernen durch Nachahmung und indem sie eine Beziehung aufbauen. Das heißt, was sie lernen sollen, kommt im besten Fall von vorne. Auch wichtig ist der unmittelbare Kontakt zu dem Menschen, der ihnen etwas beibringen will. Sitzt jemand (wie an diesen Inseln unvermeidlich) mit dem Rücken zum Lehrer / zur Lehrerin ist diese Verbindung gekappt.

Gleichzeitig (probieren Sie das selbst) ist man immer in Bewegung und das stört die Konzentration: die Lehrerin sehen, zuhören, sich dann wieder umdrehen, um etwas aufzuschreiben, und wieder drehen und wieder – klar ist das mühsam, da geht Energie verloren  und es ist kein Wunder, dass das Interesse nachläßt und die Konzentration schwindet.

Das Yin / Yang Prinzip sagt so: Hinten Yin, der Rücken, die Vergangenheit, das Bedürfnis nach Schutz. Vorne Yang, das Gesicht, die Zukunft, das Handeln. Kinder sind ganz viel Yang, wollen sich bewegen und in die Zukunft wachsen. Darum brauchen sie nach vorne Raum. Und weil sie so viel lernen und verarbeiten müssen ist ein geschützter Rücken für sie doppelt wichtig.

Außerdem brauchen Kinder viel Platz zum denken. Sie sollen ja nicht nur nachdenken, sondern auch vordenken und Neues denken. Und der Kopf braucht Raum. Deshalb bekomme ich meine persönliche Krise wenn ich sehe, wie Kinder unter Hochbetten „verstaut werden“ um ihre Aufgaben zu erledigen. Sie sitzen mit dem Rücken zum Raum, abgewandt vom Geschehen, die Wand (=die Zukunft) vor der Nase und ohne Freiraum im Blick, dazu meist dunkel und oben das Bettbrett. Sozusagen pures Brett-vorm-und-überm-Kopf-Syndrom. Wer mußte früher in der Ecke stehen und erinnert sich, was das auslöst ?

Kinder wachsen in ihre Zukunft, sie brauchen Raum um sich zu entfalten und etwas auszuprobieren. Und sie brauchen einen starken Rückhalt  – die Wand stellvertretend für die Eltern, die hinter ihnen stehen.

Darum rät die Feng Shui Beraterin

  • Keine Inseln in der Klasse – sie stören nicht nur die Konzentration, sie sind auch ungünstig für das Gemeinschaftsgefühl. Die klassische Aufteilung mit den Pulten neben- und hintereinander und auch die U-Form haben demgegenüber Vorteile.
  • Kein Schreibtisch unterm Hochbett – Kinder wollen wachsen, nach vorn und nach oben. Unterm Hochbett lernen zu sollen ist eine miserable Bedingung.

Ist das Kinderzimmer auch noch so klein – Bett und Schreibtisch sind die maßgeblichen Kriterien. Das Kind muss gut und geschützt schlafen können (Yin) und braucht einen Schreibtisch, von dem aus es – bildlich gesprochen – in die Welt (und seine Zukunft) schauen kann (Yang). Wer sagt, es gibt kein Platz im Zimmer, schaue sich genau um: Die meisten Kinder brauchen nicht viel Spielzeug, denn die Anregungen kommen (noch) von innen, Kinder sind voller Phantasie, Neugierde und Explorationsfreude.

Experimente in Kindergärten haben gezeigt: Eine Woche alles Spielzeug bis auf ein paar Kisten, Kissen, Decken weggeräumt – und selten erlebten Kindergärtner-innen so gut gelaunte, in sich zentrierte, phantasievolle, freundliche und spieleerfinderische Kinder. Probieren Sie’s aus – und wenn Sie Rat brauchen bin ich gerne für Sie da.

spielen belebt

Foto von Pixabay

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter des Lebens Verlangen nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Schöner Ankommen – Fünf Feng Shui Tipps für gelungene Vorgärten

Ein gelungener Eingangsbereich trägt dazu bei, gute Gelegenheiten (und hilfreiche Menschen) ins Leben einzuladen. Toll, wer sich schon vor der Tür wohl fühlt und wer will, kann das mit ganz simplen Feng Shui Tipps erreichen.

Wichtig zu wissen:  Aktive, belebende Kraft gehört vor das Haus und beruhigende, haltende Kraft gehört nach hinten. *

Fünf Feng Shui Tipps für „schöner Ankommen“

Als anschauliches Beispiel mag dieser Vorgarten dienen: Ein einladender Empfang lenkt mit gelungenen Akzenten den Blick zur Haustür, ohne mit der „Tür ins Haus zu fallen“.

  • Wer hier von innen hinaus schaut sieht gute Gelegenheiten schon wenn sie im Anmarsch sind. Wir werden zwar gern (angenehm) überrascht, doch weniger gern überrumpelt – auch dafür ist ein freier Blick von innen nach außen genau richtig.
Feng Shui im Vorgarten

Tritt ein – bring Glück herein … Foto © Fotolia

  • Der Eingang ist zu beiden Seiten mit unterschiedlicher Dominanz betont – frontal zur Haustür geschaut kann sich die rechte Seite deutlich behaupten, während sich linker Hand das Wasserspiel inmitten niedrigerer Stauden anmutig in Szene setzt.
  • Vorteilhaft ist ein geschwungener Weg zur Haustür. Wer über einen langen, dazu schnurgeraden Weg zur Haustür gelangt, kann durch versetzt angeordete Pflanzen oder Lichtakzente die Gerade optisch unterbrechen.
  • Immergrüne Pflanzen vor dem Haus sind okay – doch bitte in Maßen und höchstens hüfthoch (Ausnahme: Bambus). Blühende Pflanzen stehen für aktive Kraft und sind für einen Vorgarten vorteilhafter.
  • Eine gut sichtbare, ansprechende Haustür, Namensschild und Beleuchtung – nicht nur während der dunklen Jahreszeit – tragen zu einem schöne(re)n Ankommen bei.

*Apropos – Aktive, belebende Kraft gehöre vor das Haus und beruhigende, haltende Kraft nach hinten – Natürlich gibt es auch hierzu Ausnahmen, denn wie im echten Leben gilt: Der Schüler kennt die Regeln, der Meister die Ausnahmen ;-).

 

 


2 Kommentare

2017 – Willkommen im Jahr des Hahns

2016, das Jahr des Affen hat viele Menschen herausgefordert und an die Grenzen ihrer Kräfte gebracht. Nun stellen nicht nur sie sich die Frage:

Was bringt uns 2017, das Jahr des Hahns?

2017 Jahr des Feuer Hahn

Wie 2016 gibt es 2017 eine Feuer – Metall Kombi, in der das Feuer des Himmels auf die Erde kracht und erneut das Potenzial für Spannung und Konflikte in sich birgt. Dennoch sollte es gemäßigter zugehen, denn es ist ein Yin regiertes Jahr und der Hahn ist charakterlich anders „gestrickt“ als der eher aufsässige Affe, der obendrein noch liebend gern für Turbulenzen sorgt.

In der chinesischen Mythologie vereint der Hahn fünf Tugenden: Tapferkeit, Mut, Großzügigkeit, Verlässlichkeit und Gefälligkeit. Zu seinen geschätzten Eigenschaften zählen darüberhinaus: Selbstvertrauen, Warmherzigkeit, Interesse an (direkter) Kommunikation und neuem Wissen, Entschlossenheit und die Neigung, selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten. Auch Kreativität, unerschöpfliche Phantasie und sexuelle Anziehungskraft gelten als positive Attribute.

Charakterlich gilt der Hahn als Einzelgänger, was ihn zusammen mit der Fähigkeit auch schnell „um die Ecke“ denken zu können per se zur Führungspersönlichkeit stilisiert. Dabei schwingen Menschen, die im Zeichen des Hahns geboren sind zwar im Einklang mit sich selbst, tun sich im Umgang mit anderen jedoch manchmal schwer. Ein Hahn verhält sich nicht unbedingt taktvoll wenn es darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, und wer mit ihnen zu tun hat kann sie auch besitzergreifend, streitsüchtig und rechthaberisch erleben.

Dazu kommt ein stetiges Verlangen nach Lob und Belohnung, was sich bei weniger entwickelten Persönlichkeiten als ausgeprägter Egoismus verselbständigen kann. Die Neigung aufzubrausen und sich Übertreibungen und Eifersüchteleien hinzugeben kann zu verminderter Selbstkontrolle führen und unangemessene Gefühlsausbrüche hervorrufen, während derer sie ihrer Lust an Zerstörung ungehindert nachgeben.

Was tun in 2017?

Ratsam wird sein, sich Tugenden wie auch die weniger schmeichelhaften Tendenzen des Hahncharakters ins Gedächtnis zu rufen. Motto: Bewusst handeln statt bloß reagieren. Jetzt gilt es Mittel zu finden, Stimmungsschwankungen und Ruhelosigkeit auszugleichen. Die zunehmende Reizüberflutung, die als Nachricht getarnten Meldungen, ein gefühltes Muss dauernder Erreichbarkeit oder Angst, etwas zu verpassen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Ausgleich schaffen kann die unverrückbare Gewissheit, auf ewig mit der ursprünglichen Quelle verbunden zu sein. Dazu bewusste Atemtechniken, ein mit Feng Shui ausbalanciertes Zuhause, eine stimmige Work-Life Balance und die Konzentration auf das, was im Leben wirklich zählt. Wieder ein neues, mit Lebenszeit bezahltes Smartphone oder Muße, Auszeit in der Natur und mehr selbstbestimmtes Tun?

„Wer innehält – erhält inneren Halt –
und bleibt sich selbst erhalten.“
Laotse

Geboren im Jahr des Hasen?

Die chinesische Astrologie basiert auf dem Verhältnis der Fünf Elemente zueinander und reine Yin bzw. Yang Zusammenstöße gelten als schmerzhaft. 2017 sind davon besonders die im Jahr des Hasen Geborenen betroffen (1951, 1963, 1975, 1987, 1999, 2001), die sich 2017 im sogenannten Tai Sui befinden. Auch wer sonstwo in den Vier Säulen einen Hasen beherbergt kann es nächstes Jahr mit unverhoffter Reibung oder unerwarteten Hindernissen zu tun bekommen.

Darum sollten sich 2017 vor allem im Jahr des Hasen Geborene bei riskanten Sportarten und gefährlichen Unternehmungen zurück halten. Bei Beerdigungen besser nicht dem Sarg hinterher schauen und schlecht beleuchtete Gassen oder Spelunken meiden. Kleiner Tipp: Nicht nur in China tragen Menschen die sich im Tai Sui befinden zu ihrem Schutz und während des ganzen Jahres ein rotes Band um die Hüfte.

Wer individuell erfahren möchte, was das Jahr 2017 bringt darf mich gerne ansprechen. Die chinesische Astrologie ist meine „Königinnendisziplin“ und ich stehe gern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es wichtige Entscheidungen zu treffen gilt. Auch im Raum finden sich alle Elemente sowie die mythischen Tiere wieder und es gibt wirksame Mittel, um zu balancieren, zu harmonisieren und zu besänftigen.

*Im Zeichen des Hahns geboren sind die Jahrgänge 1945, 1957, 1969, 1981, 1993, 2005.

 

 


6 Kommentare

Gedanken für den Übergang – Wir, das Papier und die Eltern des Holzfällers

„Seht die Wolke, die in diesem Stück Papier schwebt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr sie sehen können. Ohne die Wolke wird kein Regen sein; ohne Regen können die Bäume nicht wachsen, und ohne Bäume können wir kein Papier herstellen.

Papier und Wolke

Für die Existenz des Papieres ist die Wolke wesentlich. Wenn die Wolke nicht ist, kann auch das Stück Papier nicht sein. Wir können also sagen, dass die Wolke und das Papier einander bedingen und durchdringen.

Betrachten wir dieses Stück Papier näher, so können wir auch den Sonnenschein darin sehen. Ist der Sonnenschein nicht da, kann der Wald nicht wachsen. Tatsächlich kann nichts wachsen. Und so wissen wir, dass auch der Sonnenschein in diesem Papier ist, und dass sie sich wechselseitig bedingen und durchdringen. Und wenn wir weiter hinschauen, so sehen wir den Holzfäller, der den Baum fällt und ihn zur Mühle bringt, damit aus dem Baum Papier werden kann. Und wir sehen den Weizen.

Wir wissen, dass der Holzfäller ohne sein tägliches Brot nicht leben kann, und daher ist der Weizen, der zu seinem Brot wurde, auch in diesem Stück Papier; ebenso wie die Mutter und der Vater des Holzfällers es sind.

Betrachten wir es in dieser Weise, so sehen wir, dass das Stück Papier ohne all diese Dinge nicht existieren kann. Schauen wir noch genauer hin, so sehen wir auch uns darin. Das ist nicht schwer zu verstehen, denn wenn wir ein Stück Papier betrachten, so ist es Teil unserer Wahrnehmung. Euer Geist ist ebenso darin wie der meine. Daher können wir sagen, dass alles in diesem Stück Papier enthalten ist. Ihr könnt nichts herausgreifen, was nicht darin ist – Zeit, Raum, die Erde, der Regen, die Mineralien der Erde, der Sonnenschein, die Wolke, der Fluss, die Hitze. Alles existiert gleichzeitig in diesem Stück Papier. Das Stück Papier ist, weil alles andere ist.

Angenommen, wir versuchen, eines der Elemente zu seinem Ursprung zurückzuführen, z.B. führen wir den Sonnenschein zurück zur Sonne. Glaubt ihr, dass das Stück Papier dann noch möglich wird? Nein, denn ohne Sonnenschein kann nichts sein. Und führen wir den Holzfäller zurück zu seiner Mutter, so haben wir ebenfalls kein Stück Papier mehr. Tatsächlich besteht dieses Stück Papier nur aus „Nicht-Papier Elementen”. Und wenn wir diese Nicht-Papier-Elemente zurück zu ihren Ursprüngen führen, gibt es überhaupt kein Papier mehr. Ohne Nicht-Papier-Elemente wie Geist, Holzfäller, Sonnenschein usw. wird kein Papier möglich sein. So dünn dieses Stück Papier auch ist, es enthält das ganze Universum in sich.“ Thich Nhat Hanh

Wie ist es nun, wenn Du ein Stück Papier zur Hand nimmst, Dein Brot isst, die Schuhe anziehst?

Wir sind alle mit allem und allen verbunden, und nichts kann geschehen, das uns trennt. Wer oder was ist dann noch fremd? Ein ganz und gar tröstlicher Gedanke, oder?