Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Mein Angebot umfasst Wohncoaching und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


2 Kommentare

Natur als Vorbild der Baukunst

„Wollen Sie wissen, wo ich mein Modell fand?
Ein aufrechter Baum; er trägt Äste, diese tragen Zweige und diese wiederum Blätter.
Und jedes einzelne Teil wächst harmonisch und wunderbar, seit dem Tag, an dem Gott, der Künstler, es erschaffen hat.“
Antoni Gaudí

Casa Vicenz in Barcelona. Baukünstler © Antoni Gaudí; Fotograf © Mitya Ivanov

Zwar bin ich gerade nicht in Barcelona, doch zum Glück gibt es „Bilderbücher“. Meine Augen können sich nicht satt sehen an der Phantasie des einzigartigen Architekten und Baukünstlers Antoni Gaudí. Dürfte ich historische Persönlichkeiten treffen, er stünde garantiert auf meiner Liste. Und wohin würde ich mit ihm gehen? In die Städte? Nein, in die Wälder, da wo der Ursprung der Inspiration wartet, und dort würden wir Spinnenweben, Astadern vor blauem Himmel und Farbspiele bestaunen.

Anschließend gingen wir in seine Werkstatt, wo der Sohn eines Kesselschmieds mir seine Modelle aus Gips, Holz und mit Gewichten beschwerten Schnüren vorführt, während wir über die tiefen Erkenntnisse der Geometrie fachsimpeln. Vorbild dafür sind natürlich all die wundersamen Erscheinungen in der Natur. Die Form im Raum denken, sie modellieren und die Wirkung spüren, welch große Gabe. Mündet sie in der Architektur eines Gebäudes, das sich selbst und die umliegende Landschaft bereichert, so gebührt ihr mein Respekt, meine Hochachtung und meine absolute Herzensfreude.

 

 


7 Kommentare

23. Türchen – Es werde Licht

Jeden Morgen dürfen wir das Wunder miterleben: Es werde Licht. Foto © Simon Matzinger

 

Verändere deinen Blick auf die Dinge.
Das zunehmende Licht erhellt nicht nur die Landschaft.
Es steigt auch in dir selbst auf, aus den Tiefen deines Geistes.
Werde dir der Macht bewußt, die dir gegeben ist,
früh am Morgen, im Angesicht der aufgehenden Sonne.

Weisheit der Indigenen


10 Kommentare

22. Türchen – 2020 Das Jahr der Yang Metall Ratte

Mit der Wintersonnenwende und der erwachenden Yang Kraft beginnt für die Anhänger-innen des Dao ein neues Jahr im chinesischen Tierkreis. 2020 steht im Zeichen der Yang Metall Ratte.

Ein neues Jahrzehnt im Zeichen der Ratte, das deutet doppelt auf Neubeginn. Danke © Kit Sumann für das himmlische Foto!

Wieder haben wir zwei Elemente, diesmal steht das Yang Metall auf der Ratte, die dem Element Wasser zugeordnet ist. Im Kreislauf der 5 Element gebiert Metall das Wasser, und das könnte auf den ersten Blick ein harmonisches Jahr andeuten. Dennoch sollten wir uns nicht mit dem Augenschein zufrieden geben, denn beide Zeichen haben es in sich.

Schauen wir uns zuerst das Wesen des Yang Metall genauer an: Yang Metall verkörpert die Qualitäten von Krieger und Kriegerin und wird in seiner kühlen Präszision und Reinheit oft auch mit dem Schwert Excalibur verglichen. Menschen, deren Tagesstamm* im Zeichen des Yang Metall steht, gelten als loyal, ehrlich und verläßlich mit eindeutigen Führungsqualitäten. Ihnen gemeinsam ist ein tiefes Bedürfnis nach Fairness und Gerechtigkeit und sie scheuen weder vor tatkräftigen Auseinandersetzungen noch vor eventuell unliebsamen Konsequenzen zurück, um ihrem Gerechtigkeitsgefühl Geltung zu verschaffen. Unter einflussreichen Menschen finden wir viele im Zeichen des Yang Metall Geborene (zum Beispiel Alexander der Große, Königin Elizabeth II, der chinesische Kaiser Qiànlòng, Margret Thatcher, Martin Luther King, Edward Snowden, Isaac Newton, Gianni Versace, Tiger Woods und Mohammad Ali).

Die Ratte ist das erste Zeichen des Zodiak, und zusammen mit dem Beginn eines neuen Jahrzehnts deutet das auf grundlegende Veränderungen hin. Die Zeit des Wandels wird nun auch durch kosmische Qualitäten vorangetrieben. Im allgemeinen gelten Ratten im chinesischen als weise Powermenschen, die viel Energie investieren um begonnene Projekte zu einem guten Abschluss zu bringen. Dabei gehen sie vorsichtig zu Werke, und handeln oft erst nach Abwägen aller Risiken. Versagensängste, die zu schlaflosen Nächten führen, mag manchem im Zeichen der Ratte Geborenen vertraut klingen. Weiterhin gilt die Ratte als spritziger Geist mit kreativen Gaben, einer ordentlichen Portion Ehrgeiz und einer großen Anziehungskraft auf Menschen des anderen (oder auch des gleichen) Geschlechts.

So weit, so gut. Doch ein unentwickeltes Yang Metall kann zur Destruktivität neigen und die Ratte kann sich versucht fühlen, die durchaus aggressive Energie eines Wasserfalls zu imitieren. Da nächstes Jahr Feuer und Erde fehlen (bis auf die Sommer- und Erdmonate) ist es eine sehr „kalte Kombination“ aus Metall und Wasser. Das kann dazu führen, dass Menschen sich zur Gewalt hinreißen lassen, um Ihre Ideen zu Gehör zu bringen. Vermutlich werden wir nächstes Jahr noch mehr Demonstrationen und auch gewalttätige Ausschreitungen erleben, die auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam machen wollen. Im zwischenmenschlichen Miteinander sollten wir das im Hinterkopf behalten und unsere Intelligenz nutzen, im Streit das verbindende Element zu suchen, damit Auseinandersetzungen nicht „eiskalt“ eskalieren.

Nun wird’s ein bisschen chinesisch, denn in Asien geht man davon aus, dass alle im Jahr der Ratte Geborenen (1948, 1960, 1972, 1984, 1996, 2008) den Herrscher des Jahres, genannt „Grand Duke Jupiter” kränken. Ratten wird darum geraten, einen Büffel als kleines Jade Amulett bei sich zu tragen, um negative Einflüsse zu verringern.

Wer im Jahr des Hasen (1951, 1963, 1975, 1987, 1999, 2011) geboren ist sollte sich ebenfalls vorsehen, denn Ratte und Hase führen einen sogenannten „Kleinkrieg“ miteinander. In Beziehungen (Partner, Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn) kann es dieses Jahr schon mal ordentlich krachen – und so wird auch hier empfohlen einen Büffel als Jade Amulett bei sich zu tragen. Denn die Ratte verbindet sich mit dem Büffel, und in der asiatischen Philosophie gewinnt die harmonische Verbindung vor der kämpferischen. Und weil Ratte und Büffel sich mögen verliert die Ratte das Interesse, sich mit dem Hasen zu bekriegen. – Nun mal ein bisschen Klatsch: Angelina Jolie ist nämlich im Jahr des Hasen geboren und wir dürfen sicher auf eine neue Runde im Rosenkrieg mit Brad Pitt gefasst sein 😉 –

Damit nicht genug, wer im Jahr des Pferdes geboren ist, steht dem „Grand Duke Jupiter“ 2020 direkt gegenüber und sollte Vorsicht walten lassen. Es kann sein, dass dieses Jahr einiges an Turbulenzen und Veränderungen mit sich bringt. Dazu gehören auch unvorhergesehene Jobwechsel, Reisen oder Umzüge. Abzuraten ist diesen Zeichen 2020 generell von gefährlichen Sportarten wie Autorennen, Bungee Jumping, Rafting, Fallschirmspringen u. ä. . Mein Feng Shui Meister plädiert dafür, dass die jeweils dem Grand Duke Jupiter gegenüberliegenden Zeichen ein rotes Band um die Hüfte oder mindestens rote Unterwäsche und rote Strümpfe tragen.

Wer im Zeichen von Büffel, Affe oder Drache geboren ist darf sich dagegen freuen, für sie deutet sich ein harmonisches Jahr an, denn sie alle gehen eine freundschaftliche Kombination mit der Ratte ein. Allerdings ist das eine sehr oberflächliche Aussage, denn ein Bazi Chart (also ein chinesisches Horoskop) besteht aus 8 Zeichen – Jahr, Monat, Tag* und Stunde. Es ist also nicht gesagt, dass sich nicht doch irgendwo ein Pferd oder ein Hase versteckt, oder das sich das Element der Kombination tatsächlich als unterstützend erweist. Konkrete Aussagen dazu kann nur machen, wer sich professionell mit der chinesischen Astrologie befaßt. Mehr über Chinesische Astrologie vom Profi gibt’s hier.

Wessen Jahres- oder Tagesstamm durch Yin Erde oder Yin Holz repräsentiert wird, darf sich freuen. Denn für diese ist die Ratte ein sogenannter Edelmann, und zu verstehen wie ein hilfreicher Retter in der Not. Als solcher bringt er den Segen des Himmels in verfahrene oder gefährliche Situationen und ein generelles Wohlgefühl. Wer also 2020 einen Edelmann begrüßen darf, mag die sich bietenden Chancen ergreifen und neue Projekte zum guten Gelingen führen.

Ganz in diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein
Frohes Jahr im Zeichen der Ratte und des Neuanfangs!


 

 

 

 

 


10 Kommentare

21. Türchen – Sag auf Wiedersehen!

Morgen ist Wintersonnenwende. Nach dem Kalender der Daoisten beginnt um 5.19 Uhr das Jahr der Ratte. Ein guter Grund, sich heute einen Augenblick Zeit zu nehmen, und das Jahr des Schweins zu reflektieren. Denn eine immer währende Weisheit besagt, dass Alte macht dem Neuen sehr gerne Platz, wenn es entsprechend gewürdigt und wertschätzend verabschiedet wird.

Da läuft es, das 猪 Zhū. Auf Wiedersehen in 12 Jahren, du Liebes ! Ha, und kurz bevor es verschwindet hat © Annie Spratt es noch „erwischt“!

Hier ein kleiner Leitfaden, an dem man sich dabei orientieren kann:

  • Mal ganz spontan: Welche Worte fallen Ihnen ein, das zurückliegende Jahr und Ihre Erfahrungen zu beschreiben?
  • Was hat sich verändert, was hat es Neues gebracht – im Großen wie im Kleinen?
  • Welche Freundschaften haben sich dieses Jahr bewährt, welche sind eingeschlafen und dürfen nun innerlich abgeschlossen werden?
  • Welche Menschen sind neu in Ihr Leben getreten und spiegeln nun andere Facetten Ihres wundervollen Selbst?
  • Wodurch haben Sie frische, anregende Impulse bekommen?
  • Was ist nicht so gut gelaufen, war schmerzlich oder traurig? Wie sind Sie damit umgegangen und was hat Sie getröstet?
  • Was möchten Sie in diesem Jahr noch abschließen?
  • Was hat sich bewährt, wo möchten Sie dranbleiben, was möchten Sie im kommenden Jahr mal anders machen oder ausprobieren?

Ganz ehrlich? Ich liebe Schweine und die Jahre, die es regiert. Für dieses sich nun neigende bin ich sehr dankbar – dankbar für all die Erlebnisse, für die inspirierenden Begegnungen, für das Vertrauen das mir geschenkt wurde, für die Reisen, die ich machen durfte und ganz allgemein für das, was es mich gelehrt hat, selbst wenn dabei Tränen flossen.

Und wer lebt muss auf Wechsel gefasst sein, darum ist heute Abschied angesagt. Ich werde mir jedenfalls ausreichend Zeit nehmen, dir eine Kerze anzünden, ein Lied für dich singen und mich einfach freuen, dass du da warst.

 

P.S. Egal mit welchem kalendarischen System Sie sich wohl fühlen, und ob sie nun morgen oder mit Frühlingsbeginn am 25. Januar 2020 ganz klassisch das Jahr der Ratte begrüßen – verabschieden Sie sich von dem was war. Auch während der Aufstellungen zeigt sich immer wieder, dass, sobald das Alte (ehemalige Partner-innen, Arbeitsstelle, Wohnung, Freundschaften) auf diese Weise gewürdigt wird, das Neue ein stabiles Fundament bekommt.


Hinterlasse einen Kommentar

19. Türchen – Gebet der Cherokee Indianer am Morgen

Den Morgen begrüßt hat in Südafrika © Igor Kasalovic

Ich öffne mich dem Osten, dem Ort des Sehens, der Klarheit und Wahrnehmung.
Ich bitte diesen wundervollen Morgen mich mit Klarheit und Wahrnehmung zu füllen.
Ich öffne mich dem Süden, dem Ort des Heilers, der Energie und Unschuld.
Ich bitte diesen wundervollen Morgen, mich mit Energie und Unschuld zu füllen.
Ich öffne mich dem Westen, dem Ort des Lehrers, der Weisheit und des Verstehens.
Ich bitte diesen wundervollen Morgen, mich mit Weisheit und Verstehen zu füllen.
Ich öffne mich dem Norden, dem Ort des Kriegers, des Mutes und der Ausdauer.
Ich bitte diesen wundervollen Morgen, mich mit Mut und Ausdauer zu füllen.
Möge der heilige Wind mein Herz mit dem Lied der Regenbögen erfüllen und mich mit allem verbinden.
Möge die grosse Mutter Erde mich nähren mit ihrer ursprünglichen, roten Kraft und meine Adern mit Lebendigkeit erfüllen.
Möge ich jeden Tag erfüllt werden, auf dass ich weitergegeben werden kann.
Möge alles was ich erhalte, weitergegeben werden.
Möge alles was ich bin, von mir genommen werden.

Gebet der Cherokee Indianer


6 Kommentare

18. Türchen – Ich bin …

 

Ich bin der Wind, der alle grünen Dinge nährt,
und Blüten ermutigt, unreifende Früchte zu gebären.
Aus mir speisen sich die klarsten Ströme.
Ich bin der Regen, von dem Tau,
der das Gras lachen macht vor Freude am Dasein.
Ich bringe heilige Werke hervor
ich bin die Sehnsucht nach dem Guten.

Hildegard von Bingen


Hinterlasse einen Kommentar

16. Türchen – Wieviel Uhr ist es? Jetzt.

Die uns täglich vormachen, der Moment zu sein … Skater by © Max Prokhorov

„Es gibt sicherlich nichts anderes als den einen Zweck dieses gegenwärtigen Augenblicks. Das Leben des Menschen ist die Folge von Augenblick auf Augenblick. Wenn der gegenwärtige Augenblick gänzlich erfaßt ist, wird es nichts mehr zu tun geben, nichts sonst ist zu erstreben.“

Aus dem Hagakure
dem Buch der Samurei

Karatetrainee by © Uriel Soberanes

Das verstehe ich unter Wu Wei – im Tun SEIN. Dann gibt es kein „ich mach mal eben …“ und auch kein „nächstes Mal mache ich es besser.“ Denn selbst wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist, wer mit kompletter Aufmerksamkeit und aus ganzem Herzen tat braucht nichts bedauern, sich nicht entschuldigen, hat sich nichts vorzuwerfen und kann „es“ sofort loslassen. Nachgrübeln ist immer ein Zeichen, nicht präsent im Augenblick des Tuns gewesen zu sein.

Für mich gibt es am Beginn des Dao Weges drei Schlüsselwörter: Disziplin, Konzentration und Meditation. Mag wenig romantisch klingen, doch wer ein Warum hat, geht jeden Weg mit festem Schritt. So wie Dan (im Film: Der friedvolle Krieger), der vor seinem großen Sportevent die Fragen seines Lehrers Sokrates folgendermaßen beantwortet:

„Wo bist Du?“ – „Hier.“
„Wie spät ist es?“ – „Jetzt.“
„Was bist Du?“ – „Dieser Moment.“

Schwerkraftüberwinderin by © Kristijan Arsov