Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Kurz und knackig: Feng Shui und die Ästhetik

Ästhetik ist die Lehre vom Schönen, doch was macht das Schöne schön? Aus meiner Sicht ist es die Harmonie des Übergangs, die weit über individuellen Geschmack hinaus geht.

Der Übergang zwischen Rasen und Teich zum Beispiel. Ob Feldsteine oder Holzeinfassung besser gefallen ist Geschmacksfrage, doch Grenzen schaffen Harmonie.

Auch der Übergang zwischen Tisch und Stuhl spricht Bände. Jede Anordnung enthält Übergange und die unterstützen eine aufgeräumte Stimmung. Hier ist die Tischdekoration als Mittelpunkt der Hingucker. Sie kann zur Abwechslung variiert werden, zum Beispiel durch eine Schale mit Früchten oder ein Tablett mit unterschiedlich hohen Kerzen.

Gelungene Übergänge in denen wenig viel ist. Ein Auge für beruhigende Harmonie hat © Elyssa Fahndrich

Wie sieht’s aus zwischen zwei Schreibtischen im Büro? Gehen als „Randbepflanzung“ auch Pflanzen oder bleibt’s beim üblichen, Kabel und Monitor? Stoßen die Tische direkt aneinander oder ist Raum für ein bisschen Luft dazwischen? Geht auch nebeneinander?

Auch im Miteinander gibt es den harmonischen Übergang. Ist wirklich immer eine Umarmung die passende Geste der Begrüßung? Wie wär’s mal wieder mit einem Händedruck? Schon mit welchem Druck die gebotene Hand geschüttelt wird verrät viel über den Charakter des Gegenübers. Jeder Automatismus ist ein Feind der Freiheit und wer sich erlaubt, Nuancen zu spüren um sich dem Augenblick gemäß zu verhalten, genießt ein Privileg.

Gehen Sie heute doch mal mit offenen Augen für all die Übergänge durch den Tag und probieren Sie, wo es noch harmonischer werden kann.


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Inspiration am Morgen und ein neues „Über mich“

Der frühe Vogel ist mein Freund und heute hat er mich inspiriert, die „Über mich“ Seite zu überarbeiten. Der Inhalt ist aktuell und passt auch besser zu meinem neuen Portraitfoto, finde ich …

Gelegentlich prüfen, wie’s unter dem eigenen Dach ausschaut 😉 – Danke © David Clode

Ich heiße Sie herzlich willkommen auf meiner Seite. Sie möchten etwas über mich erfahren? Gern!

Jede Form der Lebensart fasziniert mich. Und weil ich im Herzen neugierig geblieben bin habe mich im Laufe meines Lebens oft verändert. Dabei habe ich nicht aufgehört zu forschen, wie Menschen im Raum einen Ausdruck finden und wie wiederum der Raum als Antwort auf menschliche Empfindung und Entwicklung einwirkt.

Tatsächlich dreht sich bei mir alles um Räume, um äußere Räume und innere Räume. Räume in denen wir leben, arbeiten und lieben, in denen wir Schmerz verarbeiten, Ideen spinnen oder Geld verdienen. Ich frage mich immer wieder: Was braucht der äußere Raum um Geborgenheit zu vermitteln und den Weg nach innen zu fördern? Nach innen, an die Quelle, die Anbindung, den Ursprung.

Feng Shui, Geomantie, systemische Beratung lauten die Zauberworte meiner Heil-Kunst, obwohl sie so geschrieben eher nüchtern klingen. Vielleicht wäre „Einrichtungsberatung mit dem zündenden Funken Energie“ eine melodischere Überschrift. Auf jeden Fall bin ich eine Impulsgeberin und wer sich wünscht, bestehende Wohnräume oder Arbeitsplätze zu verbessern, ist bei mir gut aufgehoben. Räume haben genauso viel Potenzial wie Menschen, und das hervorzubringen ist mein Anliegen. Auch wer einen Umbau oder Neubau plant ist bei mir gut beraten, denn tiefes Wissen verbinde ich mit Erfahrung und bin frei genug, es individuell anzuwenden.

Denn alle Menschen sind anders und Dogmen sind zwar Bestandteil unserer kulturellen Herkunft, doch die neue Zeit fordert und fördert unsere Spontaneität, Integrität, Phantasie und unser ganzes Wohlwollen. Genau die richtigen Zutaten, um ein wirkliches Zuhause zu schaffen, finde ich. Was meinen Sie?

Der Kern meiner Beratungen ist ein Samen. Leben ist der Sinn des Ganzen, dazu gehören Wohnen wie es sich gut lebt und Arbeit, die im besten Fall ein schöpferischer Prozess der Selbst-Erfahrung ist. Eine belebte Atmosphäre und ein wohlgestaltetes Ambiente tragen dazu bei, sich vitaler, ausgeglichener und gesünder zu fühlen. Wo Energie fließt kommt Bewegung in stagnierende Prozesse und was bisher stockte findet zurück in den Fluß.

Darum berate ich Unternehmen und Menschen im „Privatleben“. Eine(r) für alle und alle für eine(n) mag veraltet klingen, doch im Prinzip funktionieren demokratische Gesellschaften so. Meine Arbeit ist ein Beitrag zum Frieden – denn wer mit sich im Reinen ist und sich wohlfühlt, hat keine Lust auf kriegerische Auseinandersetzung. Die Gestaltung von Landschaft, Ort und Raum wirkt auf das Befinden der Menschen und trägt darüber zu Krieg oder Frieden, zu Konsum und Verschwendung oder Achtsamkeit und Selbstgenügsamkeit bei.

Ja, draußen … Eins meiner liebsten Repertoires ist die Gartengestaltung. Sei es einen Garten ganz neu anzulegen oder eine bestehende Fläche in ein vitales Stück Grün zu verwandeln. Ideen für Permakultur, Gärten nach astrologischen Prinzipien anlegen, Bauerngärten, Gärten die ins Gleichgewicht zurückfinden sollen – alles was Sie sich wünschen bereicher‘ ich mit meinen Ideen, meinem Wissen und meiner Liebe zur Pflanzenwelt.

Nur nochmal zur Erinnerung:
Früher wurden Bauplätze sehr sorgfältig gewählt. Oft wurde erst nach langer Beobachtung entschieden, ob sich ein Standort für menschliches, pflanzliches und tierisches Gedeihen eignete. Wohlergehen war das zentrale Anliegen, denn die Menschen waren viel existentieller auf Gesundheit und das Gelingen ihrer Tätigkeit angewiesen – Krankheit bedeutete einfach einen schnelleren Tod als heute und Missernten konnte man sich schon gar nicht leisten.

Heute wird überall einfach gebaut, Standortbedingungen werden selten berücksichtigt. Zwar findet nach dem Gesetz der Resonanz jeder Mensch den Ort zum Leben ( und arbeiten ) der anstehende Lebensaufgaben transportiert, doch nirgendwo steht geschrieben, dass dieser Prozess kompliziert sein muss, nervtötend oder kräftezehrend. Der Weg zur Erkenntnis darf voller Freude sein. Energetische Raumplanung für innen und außen ist förderlich, um den Bauplan der Seele zu vervollständigen.

Eine raumenergetische Beratung mit Feng Shui und Geomantie bedeutet, in Räumen zu lesen, um Mensch und Raum miteinander zu harmonisieren. Wenn beide miteinander klingen ist das so, als würde ein Konzert beginnen, als kehre nun Ruhe ein im Saal und ein langes Ausatmen entspannt Körper und Geist. Der Mensch ist getragen vom Raum, der Raum ist ein stiller Verbündeter geworden.

Manchmal braucht es zugleich noch persönliche Arbeit. Vielleicht will etwas erkannt werden, bevor alles in die natürliche Ordnung zurück findet und heile wird. Eine systemische Beratung kann klärend wirken und Prozesse und Entwicklungen heilsam unterstützen. Neu in meinem Angebot ist das Life Coaching mit Grundriss. Mit Hilfe Ihrer aktuellen Räume können wir Lebensthemen anschauen oder aufstellen, Problem und Lösung erkennen und tiefe Erkenntnis über innere Prozesse erlangen.

Wenn Sie ein Stück Ihres Weges mit mir gehen möchten, schreiben Sie mir. Auch telefonisch können wir Ihre Fragen besprechen oder Details zum Vorgehen klären. Meine Telefonnummer lautet +49 (0) 421 161 69 608. Ich berate Sie überall, wo meine Leistung willkommen ist und ob telefonisch, per Skype oder vor Ort bin ich gern für Sie da.

Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen

  • Imperial Feng Shui, Raumenergetik und Raumpsychologie
  • Chinesische Astrologie (Bazi Suanming)
  • Geomantie und Geokultur
  • systemische Beratung und Aufstellungen für Menschen, Themen, Räume, Häuser und Landschaften
  • der „natürlichen Ordnung“ in Systemen

Und wer sich über den Namen meines Blogs La Imperial Feng wundert, das kam so:

Der Name leitet sich ab aus dem Imperial Feng Shui, dem wirkungsvollen Hexagramm Feng Shui, das Akupunktur im Raum möglich macht. In alten Zeiten durfte das nur am Kaiserhof praktiziert werden, doch ein Vorfahr meines Lehrmeisters glaubte daran, dass alle Menschen davon profitieren sollten. Er beauftragte schließlich seinen Nachfolger, es in Europa zu verbreiten.

Imperial heißt übersetzt kaiserlich und Feng steht für Wind. Sie dürfen mich also einladen, kaiserlichen, frischen Wind in Ihren Garten, Ihre Räume und Ihr Leben zu bringen.

Im Moment schreibe ich regelmäßig-unregelmäßig neue Blogartikel. Wer nichts verpassen möchte abonniert mich am Besten über den Folgen-Button.

Mehr über Susanne Berkenkopf und meine Beratungsangebote finden Sie auf meiner Webseite

www.feng-shui-und-beratung.de


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Wenn’s mal nicht so läuft …

… wie gewünscht hat jeder Mensch eigene Methoden damit umzugehen.

Man kann

  • sich Sorgen machen
  • das „Problem“ analysieren
  • still halten und nichts tun
  • Tee trinken und schlaue Bücher lesen
  • oder alles zusammen – wobei das schon eine Kunst für sich darstellt 🙂 .

Was tut also die Feng Shui Beraterin, wenn’s mal nicht so läuft wie sie es sich wünscht?

Ein aufgeräumter Raum geht Hand in Hand mit einer aufgeräumten Seele

Was war los?

Mich hemmte eine meterhohe Schreibblockade und ich hatte einfach keine Ideen, über was ich schreiben könnte. Alle Sätze oder Themen klangen gestelzt und ich hockte einige Stunden lustlos vor dem Bildschirm und starrte ins Leere.

Was hab ich getan?

  1. Mich losgesagt vom „Müssen“ – nix muss, alles darf.
  2. Raus in Wald und Garten, geschnuppert, herum spaziert und in der Erde gewühlt, neue Beete angelegt, Samen vorgezogen, ein Hochbeet gebaut.
  3. Nach einem guten Weilchen draußen überlegte ich neu, woran es hapern könnte –  braucht mein Arbeitsraum mehr Atmosphäre, frische Farben, eine neue Schreibtischausrichtung oder ein zeitgemäßes Visionboard?
  4. Dann nutzte ich den rückläufigen Merkur schon im Vorfeld, habe innen und außen aufgeräumt und aussortiert. Dabei habe ich dann gleich noch Schlussstriche gezogen unter schädliche / sabotierende Gedanken, das Nachtrauern um verloren gegangene Beziehungen und nicht genutzte Gelegenheiten.
  5. Den Maler bestellt und
  6. mir von den unmöglich-möglichen Möglichkeiten * das Passende ausgesucht. Du darfst raten – was habe ich wohl gewählt?

*
Lass dich fallen.
Lerne Schnecken zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die “Ja” sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere “verantwortlich” zu sein. Tu es aus Liebe.
Mach viele Nickerchen.
Gib Geld weiter. Tu es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache viel.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kichere mit Kindern.
Höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein, sei frei.
Segne dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir.
Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.

Joseph Beuys

Na, was meinst Du? Also den unmöglichen Garten habe ich ja schon, darum entschied ich mich dafür, jemand „Gefährlichen“ zum Tee einzuladen. Ich hab’s überlebt, schreibe nun Liebesbriefe (an das Leben natürlich 😉 ) und bin inspirierter denn je. Und worauf wäre Deine Wahl gefallen? Schreib’s mir, ich freu mich drüber!

P.S. Das ist übrigens nicht mein Schreibtisch auf dem Foto, denn ich würde nicht mit dem Rücken zum Geschehen sitzen. Doch mir gefällt der Eindruck, dass nämlich eine aufgeräumte Arbeitsatmosphäre beschwingt und Lust macht, das Beste aus dem zu machen was gerade dran ist!


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Wer sich wohl fühlt in seiner Haut, hat einfach mehr vom Leben

Wie wohltuend, sich in angenehmen Räumen aufzuhalten. Mag auch der individuelle Geschmack verschieden sein, der Effekt ist ähnlich: Der Körper entspannt sich, hochgezogene Schultern sinken, Augen lächeln, die eigene Gesellschaft wird geschätzt und dieses Gefühl bewirkt im Außen entsprechende Resonanz.

Verweilen • Atmen • Auftanken

Mein Körper, mein Tempel

So wie der Körper im Raum, so wohnt die Seele im Körper. Ein schöner Mensch hat seine eigene Ästhetik und definiert sich wenig durch gesellschaftlich vorgegebene Ideale. Aus-Strahlung lautet hier das Zauberwort. Das sichtbare „sich in seiner Haut wohlfühlen“ beschreibt mir diesem Zustand am Treffendsten. Das, was niemand kaufen kann und sich keiner Mode unterwirft.

Das besondere an der Haut: Sie bildet die Grenze von innen nach außen, sie schützt den Innenraum. Alles was „unter die Haut“ geht berührt das Innerste, nimmt Einfluss und formt. Darum ist die Haut so besonders und ihre Sinnlichkeit verlangt nach Achtsamkeit. * Nicht jede Berührung ist angenehm, synthetische Kosmetik verstopft die Poren, Kunstfasern hemmen den natürlichen Reinigungsprozess der Haut, Waschmittelrückstände werden durch die Haut nach innen transportiert und selten ist ein Krimi es wert, das Innerste durch Emotionen aufzuwühlen. Ähnlich der Fassade eines Hauses kann die Haut spiegeln, wer innen wohnt – und die Zeichen der Zeit können sogar attraktiver machen.

Was hat Feng Shui damit zu tun?

Im allgemeinen wird Feng Shui mit „Wind und Wasser“ übersetzt. Dabei ist Feng Shui hauptsächlich eine Lehre des Energieflusses. Wind und Wasser sind ein Teil dieser Energie: Gewässer, Straßen und das im Körper fließende Blut repräsentieren „Wasser“, während „Wind“ zugige Straßenecken, einen erfrischenden Luftzug und den (geatmeten) Sauerstoff beschreibt. Wind und Wasser sind notwendig, um zu leben. Worauf es dann noch ankommt ist das Gleichgewicht. Zuviel oder zuwenig macht Dürre, Überschwemmung, Sturm oder Zerstörung. Auf der Erde wie im Körper.

So könnte man Feng Shui Kundige auch als „Energiebalancierer“ bezeichnen. Da wo gute Energie herrscht gibt es Wohlgefühl. Eine gute Atmosphäre gleicht der Oase in der Wüste: Wo Menschen gern verweilen, Verbindungen knüpfen und sich austauschen. So entstehen Gelegenheiten. Gelegenheiten, die wahr genommen werden wollen. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben,“ lautet eine Lebenserfahrung Gorbatschows. „Wer Gelegenheiten nicht wahr nimmt, verpasst sie“, füge ich hinzu 😉

Das Herz einer Feng Shui Beratung ist also dazu da, Wohn- oder Arbeitsraum durch Balance in die sprichwörtliche Oase zu verwandeln, um das Wesen (von Raum und Mensch) zum Strahlen zu bringen. Ein Haus lebt in der Landschaft, ein Körper lebt im Raum. Alles wirkt von außen nach innen und dann wieder von innen nach außen. Diese Wechselwirkung können wir nutzen: In einem harmonischen Raum kann der Körper aufleben, sich entspannen, sich entfalten, sich wohl fühlen. Wer den Empfehlungen einer Feng Shui Kundigen folgt hat gute Chancen, wacher durchs Leben „zu spazieren“, sich bietende Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen.

*Auch Menschen mit Hautproblemen können von einer Feng Shui Beratung profitieren: Ein individuell erstelltes Chart mit Stellung der Fünf Elemente gibt Auskunft über persönliche Anlagen und ein Blick in den Raum mit Augenmerk auf Westen und Nordwesten können erstaunliche Erfolge bringen. Sprechen Sie mich gerne an!


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Weise Worte aus dem Land der Paradoxe

Paradox

Was ist die größte Entfernung zu einem Ding? Eine Meinung über es zu haben. Foto © Fascinating Places

Verbrecher

Po-Kü war ein Schüler Lao-Tses. „Darf ich“, sagte er zu ihm, „in die Welt gehen?“
„Nein“, antwortete Lao-Tse, „die Welt ist überall ebenso, wie du sie hier siehst.“
Als er aber wieder einmal drängte, fragte ihn Lao-Tse: „Womit willst du die Wanderschaft beginnen?“
Po-Kü sagte: „Ich will mit dem Staate Tsi beginnen. Da will ich die Leichen der gerichteten Verbrecher aufdecken. Ich will sie fassen und sie auf ihre Füße stellen. Ich will meine Feierkleider abnehmen und sie drein kleiden. Ich will zum Himmel schreien und ihr Los beklagen. Ich will rufen: Ihr Männer, Verwirrung war auf Erden, und ihr wart die ersten, die hinenstürzten! Ich will sprechen: Wart ihr denn in Wahrheit die Räuber? Wart ihr denn in Wahrheit die Mörder? Ehre und Schande wurden eingeführt, und das Übel folgte. Reichtum wurde angesammelt, und der Streit begann. Das Übel, das eingeführt wurde, der Streit, der angesammelt wurde, peinigen die Menschen und nehmen ihnen die Ruhe. Wo ist da ein Entrinnen?

Die Herrscher der Vorzeit schrieben alles Gelingen dem Volke, alles Mißlingen sich selber zu. Was recht war, maßen sie dem Voke, was unrecht war, sich selber bei. Wenn ein Schaden geschah, rügten sie sich selber.

Nicht so die Herrscher dieser Zeit. Sie verhehlen ein Ding und rügen, die es nicht sehen können. Sie legen gefährliche Arbeiten auf und strafen, die sie nicht zu unternehmen wagen. Sie verhängen überschwere Lasten und züchtigen, die sie nicht zu tragen vermögen. Sie befehlen überlange Märsche und richten hin, die nicht standhalten.

Und da das Volk fühlt, dass seine Kräfte all dem nicht gewachsen sind, nimmt es seine Zuflucht zum Betrug. Denn wo so große Lüge herrscht, wie sollte da das Volk nicht lügnerisch sein? Wenn seine Stärke nicht ausreicht, nimmt es seine Zuflucht zum Betrug. Wenn sein Wissen nicht ausreicht, nimmt es seine Zuflucht zur Täuschung. Wenn sein Besitz nicht ausreicht, nimmt es seine Zuflucht zum Raub. Und wer ist es, der solchen Raubes Schuld und Verantwortung trägt?“ *

Wachse, flüstert der Engel

„Wachse“, flüstert der Engel

Der Untätige

Kien Wu sagte zu Lien-Schu:
„Ich hörte Tsieh-Yü etwas äußern, das übermäßig war und weder Sinn noch Bestand hatte. Was er sagte, befremdete mich ungemein, denn es schien mir schrankenlos wie die Milchstraße, ohne Zusammenhang und weitab von den Erfahrungen der Menschen.“ „Was war es?“ fragte Lien-Schu.

Kien-Wu antwortete: „Er erklärte, auf dem Berge Ku lebe ein geistergleicher Mann, dessen Fleisch wie Eis oder Schnee, dessen Haltung wie die einer jungen Frau sei; er esse keine Früchte der Erde, er nähre sich von Luft und Tau; und auf den Wolken fahrend, fliegende Drachen sein Gespann, schweife er jenseitds der Vier Meere umher. Dieses Wesen sei vollkommen untätig. Dennoch halte es die Fäulnis von allen Dingen ab und mache die Saaten gedeihen. Nun denn, ich nenne das Unsinn und ich glaube nicht daran.“

Lien-Schu sprach: „Man befragt ja einen Blinden nicht über ein Gemälde und lädt einen Tauben nicht zum Singfest ein. Blindheit und Taubheit aber sind nicht des Leibes bloß; es gibt auch Seelen, die blind und taub sind. Du, so dünkt mich, bist von diesen Gebrechen heimgesucht.
In Wahrheit erfüllt der gute Einfluß jenes Mannes die ganze Schöpfung. Und doch möchtést du, daß er sich zu den Einzelheiten eines Reiches herblasse, weil ein erbämliches Geschlecht nach Umgestaltung schreit!

Die Welt der Dinge kann ihm nichts anhaben. In einer Flut, die zum Himmel reichte, würde er nicht benetzt werden. In einem Brande, der die Metalle der Erde schmelzte und die Berge versengte, würde er nicht heiß werden. Aus seinem Staub und Siebrest könnt ihr zwei eurer berühmten Männer machen. Und du möchtest, dass er sich mit den Dingen befasse!“ *

Bin ich ein Mensch, der träumt er sei ein Schmetterling ...

„Wer sich nicht selbst behauptet, bleibt eben dadurch frei von Tadel …“ Laozi

 

*Tschuang-Tse – Reden und Gleichnisse, Auswahl von Martin Buber


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Muße, der Schlüssel zum Glück

Zeit der Muße

Warum ist Urlaub eigentlich so schön, hab ich mich kürzlich gefragt und ich glaube, Muße ist der Schlüssel.

Muße ist die Zeit, in der man eigenen Interessen nach Lust und Laune folgt.

Es kann etwas dauern, bis man die ganz freie Zeit durch und durch genießen kann, doch wer sich erlaubt, innezuhalten und zu ergründen, wonach der  Sinn gerade steht, mag sich selbst schon überrascht haben. Manchmal weiß man nämlich selbst nicht – soll ich jetzt schwimmen gehen, mich ins Gras legen, ins Museum spazieren, eine Torte machen, die Wohnung renovieren oder doch nur zwei Schubladen aufräumen, Löcher in die Luft gucken und den Wolken Namen geben, soll ich tagträumen, Schuhe putzen … oder … nichts davon? Wer sich selbst neu kennen lernen will, sollte unbedingt regelmäßig ungeplante Zeit mit sich verbringen.

Ich glaube, Muße ist das Lebenselixier unserer Zeit. Wer im Alltag keine Zeit für Muße hat, der wird auch die arbeitsfreie Urlaubszeit nicht zu genießen wissen – oder sich ebenso schnell wieder verplanen, wie man es vom Berufsalltag so gut kennt. Ist ja auch irgendwie bequem, doch Insider wissen: Das Beste kommt danach – erst durch die Muße kommt der Flow, durch den Flow die Freude, durch die Freude wird der Sinn des eigenen Lebens ganz hautnah gespürt.

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Im Leben verwurzelt, die Krone gen Himmel gereckt

Durch Muße können einem (lebens-)wichtige Fragen wieder vor die Füße fallen – und wer sich dafür keine Zeit nimmt, mag von einer Krankheit zum Innehalten gezwungen werden. Manchmal ist es nämlich allerhöchste Eisenbahn, sich zu fragen: Bin ich in meinem Leben eigentlich Zuhause? Sind meine Träume und das Leben das ich lebe deckungsgleich? Und wenn nicht, wie groß ist die Kluft? Bin ich geworden, wer ich sein kann?

Es ist wichtig, Träume zu haben,
die groß genug sind,
dass man sie nicht aus den Augen verliert,
während man sie verfolgt
,
sagte Oscar Wilde.

Ich finde, er hat Recht. Je hektischer die Zeit, desto wichtiger die Muße, lautet mein Fazit. Und wann sonst soll man schließlich träumen wenn nicht am Tage zwischendurch – nachts schläft man ja schließlich ;-). Und wer sich zur Kunst des Müßiggangs inspirieren lassen will, mag in diesen Zeilen stöbern

Über „Die Kunst des Müßiggangs“ von Alles mit Links

oder einen Film anschauen, um die Erinnerung an eigene Kindheitsträume wieder zu finden.