Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration


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Wie sag ich’s, dass es gut gelingt? Über gute Absichten, Kommunikation und Feng Shui.

Willkommen im Neuen Jahr! Noch sind die gefaßten Vorsätze frisch. Gefaßt in bester Absicht, das Leben zu bereichern und zu verschönern. Wer so richtig angebunden war in dem Moment spürte vielleicht ein Kribbeln und war voller Gewißheit, sich für „das Richtige“ entschieden zu haben. Und wer sich beim umsetzen nicht nur auf sich selbst verlassen will, baut die Unterstützung durch den umgebenden Raum mit ein. Ob Zuhause oder am Arbeitsplatz: Der Norden steht in enger Verbindung mit dem Lebensweg. Und die Art, wie etwas nach außen kommuniziert wird trägt viel zum guten Gelingen bei.

Darum gibt es heute ein Lieblingsposting aus meiner Schatzkiste:

Es wäre still in den Wäldern, würden nur die Vögel singen, die es am besten können“, lautet eine Zen-Weisheit. Das gilt natürlich auch für uns Menschen. Alle haben etwas mit-zu-teilen. Manchen gelingt es gut, anderen besser. Manchmal trifft das Gesagte den Kern, manchmal trifft es etwas anderes. Paul Watzlawick hat das sehr treffend formuliert:  „Man kann nicht nicht kommunizieren.“Wasserfall - Feng Shui

Im Feng Shui treffen wir die Kommunikation im Norden

Der Norden ist der Bereich des Elementes Wasser, dem köstlichen Nass, das uns mit himmlischen und irdischen Qualitäten segnet. Wasser kennt keinen Ort, denn es ist immer überall zugleich, miteinander vernetzt und verbunden. Wasser kennt alle Geheimnisse der Verständigung. Und niemand kann sagen, ob der Regentropfen, der auf deine Haut fällt, schon am Amazonas war oder einer tiefen Quelle entsprang. Oder beides.

Das intuitive Wissen holen wir aus dem Raum, den manche das Nullpunktfeld nennen. Wem es  gelingt, sich an dieses Feld anzubinden, weiß augenblicklich alles. So wie der Wassertropfen alles weiß über das, was am Amazonas und in der tiefen Quelle geschieht, während er gerade vom Garagendach tropft.

Alles Leben entspringt dem Wasser und wir Menschen bestehen zu mindestens 80% aus diesem wundervollen Stoff. Darum sind wir so verbunden mit diesem Element, darum sind wir angebunden an alles Wissen, über das das Wasser verfügt. Wasser gilt als Elixier des Lebens. Der Japaner Masaru Emoto hat Experimente mit Wasser gemacht und erkannt, dass Wassermoleküle auf Schwingung reagieren. Es entstanden Muster, Bilder und Mandalas, mal schön, mal verzerrt – je nachdem, was auf das Wasser einwirkte.

Das Wasser und die Herkunft

Die Art, wie wir kommunizieren, also miteinander in Verbindung treten, bestimmt unseren Lebensweg. Schon die Herkunft stellt Weichen und manche Menschen fragen sich, warum sie in eine bestimmte Familie, und damit in ein uraltes systemisches Netz von Verbindungen, hinein geboren wurden. Erst kürzlich fragte mich eine Kundin verzweifelt: „Was hab ich eigentlich mit dieser Familie zu tun?“

Der Norden steht im Feng Shui auch für den Lebensweg, für Karriere, für Verbindung mit der Urkraft, für die Anbindung an die Ahnenkraft und die Intuition. Im Norden trifft die Kommunikation auf den Lebensweg. Das System, in das jemand hinein geboren wurde, stellt Resourcen und Wissen zur Verfügung, doch es warten auch Aufgaben, die die Seele, als sie noch in diesem Nullpunktfeld schwirrte, sich zu erleben bereit erklärte. Darum sind wir hier. Wir wollen was erleben, erfahren und auf-lösen. Heile machen. Für uns und das ganze System.

Im Norden soll es fließen

Wer also merkt, mit der Verbindung, der Kommunikation, dem Lebensweg, der Karriere hapert es sollte sich Zuhause im Norden umschauen. Welche Hinweise finden sich dort auf Stagnation, Dürre, Blockaden? Das Element Erde ist das, welches das Element Wasser kontrolliert, zuviel  Erde, also zuviel „Besitz“ in diesem Bereich ist darum nicht wirklich hilfreich. Der Norden soll fließen (was nicht heißt, dass hier in jedem Fall ein Brunnen günstig sei!) und die Qualitäten von „oben und unten“, von Himmel und Erde, in sich vereinen.

Regenbogen Feng Shui

Wer einen Regenbogen haben will muss auch den Regen akzeptieren. * Dolly Parton

Um nun auf die eingangs erwähnten Vögel zurückzukommen – den Vogel schert es nicht, was andere über seinen Gesang denken. Der Vogel singt. Das ist ein Teil seiner Bestimmung. Auch jeder Mensch kommt irgendwann im Leben an den Punkt, seine Bestimmung zu überprüfen. Das tiefe Wasser im Innern erinnert an das, was sich entfalten möchte. Gut beraten ist, wer in diesen Momenten auf die eigene Stimme hört, mutig seinen Weg geht – und dabei singt.

Die Anbindung an die Qualität des Nordens kann währenddessen eine wertvolle Hilfe sein.

 


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Gute Wünsche für das Neue Jahr

Foto von coco parisienne

„Mögest du die Augenblicke auskosten,
ohne nach morgen zu fragen.
Mögest du dich und die Welt
von innen heraus wahrnehmen.
Mögest du der Wildnis Platz geben.
Mögest du im Sturm singen
und mit dem Donner trommeln.
Mögest du einem Funken Chaos in dir erlauben,
einen neuen Stern zu gebären.
Mögest du immer Spielräume haben,
Zeit, mit den Wolken zu ziehen
und am Fluss die Gedanken fließen zu lassen.
Mögest du das Lachen
der Schmetterlinge hören.
Mögest du dich von Jasmindüften
betören lassen.
Mögest du dich wiegen lassen
in den Armen deines Liebsten.
Mögest du vor dem Spiegel stehen
und dich schön finden.
Mögest du mit deinem Lachen
die Leichtigkeit nähren.
Mögest du dir alles verzeihen.
Mögest du dich morgens
an schöne Träume erinnern können.
Mögest du im Blütenregen
ans Ende der Welt tanzen.
Mögest du dir erlauben
anders zu sein.
Mögest du dir
Verrücktheiten zugestehen.
Mögest du nach Feuer riechen
und frischem Heu.
Mögest du mit Spinnenen
ins Gespräch kommen
und in Wasserfällen
aus Stein baden.
Mögest du dir ein Gedicht schreiben,
ein Bild malen und deinen Namen flüstern.
Mögest du deinen Reichtum
weiterschenken, auf dass
Freude und Glück dort sind
wo du bist.
Mögest du immer wieder die Stille finden.
Mögest du dem Höchsten vertrauen
und dich des Lebens freuen.
Mögest du deine Schöpferkraft entfalten und
eine reiche Ernte haben.
Mögest du mit den Flügeln
von Weisheit und Mitgefühl fliegen.
Mögen dich immer
gute Wünsche begleiten.“

nach Cambra Maria Skadé

 

Ganz in diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch in ein glückliches, gesundes Neues Jahr. Mögen wir weiterhin gemeinsam Bedingungen schaffen, in denen sich das Wünschenswerte ereignen kann und möge der Zauber einen guten Platz in unseren Herzen finden.


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Feng Shui – Gedankensammelsurium

Wo finden eigentlich einzelne Sätze, die mir immer mal wieder einfach so im Kopf rumspuken, ihren Platz? Auch sie brauchen ein Zuhause 😉 . Darum binde ich sie heute mal zusammen und schenk Dir einen gemischten Weisheitsstrauß. Auch, weil Feng Shui viel mehr kann als Design und Ästhetik.

Der Raum ist ein Medium – er kann Zugang zu allen Lebensthemen verschaffen.

Feng Shui ist kein Produkt, sondern der Beginn eines Prozesses.

Ein enger verstellter Raum bietet keinen Platz für Entfaltung.

Die chinesische Astrologie ist ähnlich einer Wetterkarte – sie verhindert keinen Sturm, doch wer rechtzeitig nach Schutz ausschaut hat gute Chancen, ihn heil zu überstehen.

Energetisch optimierte, harmonisierte Räume bilden ein (Um)Feld, um Kraft zu tanken. Solchermaßen gestärkt erschließen sich (neue) Möglichkeiten, um Schaffenskraft und Talente ins Dasein zu integrieren. Wer das hinkriegt ist reich.

Verborgene Zusammenhänge scheinbar weit auseinander liegender Lebenbereiche aufzuspüren und sie über den Raum harmonisch miteinander zu verbinden – das ist der Wert und der Nutzen meiner Beratung.

Feng Shui’en tut man von außen nach innen – das ist der Weg.

Das Kleine ist immer Abbild des Großen – und umgekehrt. Die Gewißheit, dass Du mit Deinem Leben großen Einfluss auf alles nimmst, hat nichts mit der Größe Deiner Räume zu tun.

Zauberwort Erfolg. Wir wollen alle erfolgreich sein. Doch was ist eigentlich Deine Meßlatte für „Erfolg“ und an wessen Maßstab hast Du Dich orientiert? Deine Räume kennen die Antwort.

Das Beiwerk im Leben eines Menschen ist sein Leben, sagte mir der Weise Lu.

Mit all den „Sachen“ um uns rum haben wir Verträge geschlossen: „Ich kümmere“ mich um Dich, lautet das Versprechen. Wer sich nicht dran hält, dem tanzen die „Sachen“ bald auf dem Kopf rum. Und gestaute Energie blockiert den Lebensfluss.

Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. (Teresa von Àvila). Tu Deinem Raum Gutes, damit der Körper darin gedeiht und Dein Gemüt frohen Mutes bleibt. (Susanne Berkenkopf)

Alles Sichtbare ist ein in einen Geheimniszustand erhobenes Unsichtbares. (Novalis) Denken wir daran, wenn wir das nächste Mal mit jemand aneinanderrasseln.

Alles ist mit allem verbunden.

Foto © lukasbieri


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Zeit der Stille – Jetzt mit dem Element Wasser in die Tiefe gehen

Ich habe dieses Jahr einen frühen Vorgeschmack des Elements Wasser genossen und bin buchstäblich  hinein getaucht. Denn bis kurz vor Frost habe ich noch im Fluss gebadet und nahm die prickelnde Kühle auf der Haut als Wegweiser, um vereiste Orte in mir aufzusuchen. Diesmal hatte ich eine Fackel dabei und bin beim inneren Erwärmen so richtig auf den Geschmack gekommen. Die stille Zeit will ich diesmal nutzen, und mich weiter in bisher unbekannte (innere) Tiefen vorwagen. Mein Herzfeuer weist mir den Weg.

Fortsetzung der fünfteiligen Reihe
Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist.
Letzter Teil – Das Element Wasser

Wasser ist die erste der fünf Wandlungsphasen. Alles Flüssige, alles was verläuft und verdunstet wird dem Element Wasser zugeordnet. Wasser hat die Fähigkeit, sich von allein zu teilen und kann sich ebenso wieder verbinden. Das ist der Grund für seine sammelnde Wirkung und gleichzeitig repräsentiert es die Konzentration von Dingen. Weil Wasser keine feste Form hat ist es flexibel und hochindividuell, nicht wirklich greifbar. Wegen seiner Durchsichtigkeit symbolisiert es Rationalität und Klarsicht. Wasser ist dem Feuer sehr zugetan, denn ohne dessen Wärme müsste das Wasser erstarren. Darum sind die Beziehungen zwischen Feuer und Wasser so innig und gleichzeitig gefährlich, denn im Überschwang ist das Wasser fähig, das Feuer zu töten. Wenn man Wasser reizt, gibt es sich bewegt und wütend und erreicht eine ungeheure Kraft. Wasser ist in der Lage, sich ständig zu verändern und ist daher der Ausdruck von Wandlung.

Weitere Assoziationen zum Element Wasser

Richtungen: Norden
Jahreszeit: Winter
Tageszeit: später Abend
Temperatur: kalt und eisig
Geschmack: salzig
Form: bewegt, amorph
Bewegungsrichtung: in die Tiefe
Farben: nacht-blau, schwarz
Besondere Eigenschaft: tiefgründig, vernetzt, repräsentiert die Urkraft (Wasser des Lebens)

Weitere Assoziationen: Stille, Konzentration, Kommunikation, Spiritualität, Weisheit, Wissen, Neubeginn, Antriebskraft, Kunst, Philosophie, Sinnsuche, Depression, Starre, Bewegungslosigkeit, Rückzug, Trauer. Wasser kennt drei Aggregatzuständig: flüssig, gasförmig und fest. Es ist überall zugleich und war schon überall. Nur Wasser wagt sich dahin, wo sonst niemand hin geht. Wasser ist nicht greifbar, ist mal verwaschen, mal ausgelaugt, doch zusammen mit der Sonne macht es allerschönstes Funkeln. Wer nah am Wasser gebaut hat, ist seinen Emotionen ausgeliefert, manchmal geht alles den Bach runter und wer nicht mit allen Wassern gewaschen ist, hat desöfteren das Nachsehen. Doch es gibt Zeiten, da braucht es den Sprung ins kalte Wasser, um eigene Grenzen zu erweitern und zu merken: ich kann ja doch fliegen … ähm schwimmen 😉 .

Im Raum gilt der Norden als die Heimat des Elementes Wasser. Wer die kommende stille Zeit als solche nutzen will schaut sich Zuhause um: welche Resonanzpunkte gibt es innen wie außen im Norden: Ist alles „klar Schiff“ dort oder ist der Bereich zugestellt, staubig, vernachlässigt? Dann schnell aufräumen und schön machen, so bleibt der Norden in Bewegung – und wie er das liebt!

Im Körper repräsentieren Nieren und Ohren das Thema Wasser. Darum darauf achten, dass die Nieren (auch im Winter) gut durchgespült werden. Wer unter Ohrgeräuschen leidet bekommt eindeutige Signale vom zu bewegten Wasser: Um klar zu werden braucht es die Stille, und Stille braucht Ruhe. Also am besten jetzt gleich (mindestens zwei) feste Verabredungen im Kalender markieren und dann ganz in Ruhe Zeit mit sich verbringen. Nichts kann wichtiger sein, als der inneren Stimme zu lauschen – denn warum sonst sollte „der Mann im Ohr“ für das ewige Dauerrauschen sorgen? Er will endlich mal wieder gehört werden.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine still-bewegte Zeit in Deinem schönen Zuhause!

 

Teil 1 – Frühling heißt vorwärts
Teil 2 – Erde, die Vermittlerin mit dem kühlen Kopf
Teil 3 – Sommer, Sonne, Feuerkraft
Teil 4 – Weisheit im Tun, das Element Metall

 


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Schattenarbeit mit den 5 Elementen

„Erkenne Dich selbst,“ lautet der weise Rat des Orakels von Delphi. Ein beliebtes Hilfsmittel dazu ist das chinesische Horoskop. Das Wissen wie es um einen steht kann heilende Prozesse initiieren, denn wer das eigene Selbst kennt, erkennt das Gegenüber leichter als ein ebensolches Selbst. Dann kann statt des beliebten Wegs der Projektion die Abzweigung genommen werden, die zu mehr Verständnis, Respekt und Toleranz führt.

Jeder Mensch beherbergt Licht und Schatten                                                Foto © StockSnap pixabay

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Der Schatten ist das, was wir nicht so gern an uns mögen und darum am liebsten an andere delegieren. In der Fachsprache heißt das: Projektion. Die Arbeit mit den 5 Elementen ist hervorragend geeignet, sich den eigenen Schatten zu nähern, Licht ins Dunkel zu bringen und sie gewinnbringend in die Persönlichkeit zu integrieren.

Wer seine Anlagen und Talente mit dem Bazi Suanming, so lautet der chinesische Begriff für die 8 Zeichen, aus denen ein Horoskop sich zusammen setzt, erkundet, kann über naturnahe Bilder ganz leicht in das Wesen (s)einer Persönlichkeit eintauchen. Denn dies geht weit hinaus über den Gemeinplatz des: „Ich bin ein Hase, Schaf oder Tiger.“ Die acht Zeichen erzählen etwas über das Zusammenspiel der 5 Elemente (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall), über ihre Yin oder Yang Prägung, über Unterstützung oder Schwächung durch Umwelt und innere Anlagen und schließlich darüber, welche Persönlichkeit sich aus all dem formt. Und zwar mit all den Lichtern und Schatten, die eben dazu gehören.

Jeder Mensch sieht anders in die Welt – Yang Wasser trifft Yang Erde

Ein Mensch, dessen inneres Zeichen zum Beispiel Yang Wasser ist, wird die Welt ganz anders erleben, als eine Yang Erde. Das Yang Wasser wird von Natur aus ständig in Bewegung und auf der Suche nach Anregung sein, ist taktvoll und verfügt über die Gabe, sich anzupassen. Dieser Typ wird flexibel agieren, um seine Ziele zu erreichen und seine gute Imaginationskraft hilft dabei, jede Art von Hindernis zu umgehen. Die Schwäche dieser Menschen kann darin liegen, dass sie kein gefestigtes Selbstbild haben und darum das, was andere über sie denken, als äußerst wichtig erachten. Dann kann der Wunsch nach Perfektion und Status dominieren und in innere Isolation münden.

Eine Yang Erde dagegen wirkt stabil und belastbar, sie strahlt Zuverlässigkeit aus und gilt allgemein als sehr vertrauenenswürdig. Andere schätzen das Gefühl der Sicherheit, das Yang Erde Typen verströmen, die stehen zu ihrem Wort, gehen beharrlich vor, prüfen alles auf Praktikabilität und sind im Herzen standhaft und treu. Ihre Schattenseite liegt im Zögern und Zaudern, doch haben sie mal eine Entscheidung getroffen dann bleibt’s dabei. Da braucht es meist gewaltige Anstöße von außen um eine Yang Erde, die sich wunderbar eingerichtet hat auf ihrem Standpunkt, zur Veränderung zu bewegen.

 Stellen wir uns diese beiden nun als Paar vor (sei es ein Liebespaar oder im geschäftlichen Ambiente) können wir uns leicht ausmalen, was passieren kann. Es treffen sich der Bedenkenträger und der Visionär. Der eine sichtet die Unterlagen akribisch, prüft nachdenklich auf Machbarkeit, behält seine innersten Bedenken für sich, möchte alles perfekt wissen, bevor die Entscheidung fällt. Der andere, ein geborener Netzwerker und Freigeist, betrachtet die Dinge schnell aus allen Perspektiven und vertraut auf seine Instinkte. Handelt schnell, doch nicht unüberlegt.

Da mag es schwer fallen, Toleranz für die Art des Anderen aufzubringen. Und wenn die beiden – Yang auf Yang – aufeinander krachen, kann es ordentlich rappeln im Karton und viel Porzellan zerschlagen. Besser wäre, den gemeinsamen Boden zu sondieren: Beide haben einen Hang zur Perfektion und wollen unbedingt ihr Ziel erreichen. Das wäre der erste Baustein zum Verständnis. Respekt gesellt sich dazu, wenn das, was am anderen nervt, im eigenen „Keller“, also als der eigene Schatten, besucht wird: Den „Berg“ nervt die Bewegtheit des Ozeans nur solange, bis er sich selbst als überaus emotional und oft nicht rational handelnd akzeptiert. Den „Ozean“ nervt Beständigkeit oder Langsamkeit des „Bergs“ nur solange, bis er sich selbst von (übernommenen) Vorwürfen des Unsteten oder Ineffizienten befreit.

Das Bild für diese Zusammenkunft gliche dem Fels in der Brandung. Da hat jeder seine Rolle und kann in bestimmten Aspekten brillieren. Ist das erkannt, ist der Weg frei.

Über die Brücke des Verständnisses führt der Weg zu Frieden und Gemeinschaft

Schauen wir uns nun ein Chart – also die 8 Zeichen eines Horoskops – genauer an, um mehr über die „innere Zusammensetzung“ eines Menschen zu erfahren. Außer der Tagesdominanten, die bestimmt wie ein Mensch in die Welt schaut, gibt es sieben weitere Zeichen. Wie jemand die Umwelt erfährt und wie er selbst von anderen gesehen wird, liegt in ihrem Zusammenspiel. Auch der Zeitpunkt der Geburt ist wichig: Ist unser Yang Wasser im Winter geboren bekommt er Unterstützung durch die Zeit (Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist), ist er dagegen ein Kind des Sommers braucht dieser Mensch mehr Unterstützung von Seiten der Umwelt, um seine Potenziale zu entfalten.

Auch die anderen Elemente wirken mit – Insider kennen den förderlichen oder kontrollierenden Zyklus der 5 Elemente. Gibt es also außer dem Wasser viel Feuer im Chart, kann dies auf Reibung hindeuten oder der Mensch neigt dazu, sich zu verausgaben bei dem Versuch, andere zu kontrollieren. Gibt’s dagegen ein starkes Erdelement kann es sein, dass die Umwelt als kontrollierend erfahren wird. Der Mensch fühlt sich dann wie der einbetonierte Fluss, der in engen Grenzen gehalten oder sogar unterirdisch verrohrt fließen muss. Unzufriedenheit, Krankheit oder Mangel an Selbstvertrauen können die Folge sein.

Begleiten Sie mich auf die spannende Reise zu sich selbst

„Wer sich kennt hat mehr vom Leben“, könnte das Fazit dieses  (wirklich nur kurzen 😉 ) Einblicks in die Welt der 5 Elemente und die Persönlichkeit lauten. Wer sich und seinen Schatten begegnet öffnet die Türen weit, denn wer weniger Kraft aufwendet, seine Schatten zu bändigen oder zu delegieren beschreitet den Weg zum höchsten Potenzial. Gewinnt Verständnis für sich und andere, kann unglückliche oder belastende Partnerschaften unter neuen Aspekten betrachten und inneren Frieden mit sich – und der Welt – machen.

Also schönes Beispiel zum Schluss mag Vera Birkenbihl gelten. Einmal erzählte sie, dass sie jahrelang unter ihrem unermüdlichen Redefluss gelitten habe und dafür in jungen Jahren arg getadelt worden sei. Bis sie erkannt habe, dass die, die ihr den Vorwurf machten, einfach selbst gern erzählten und dass in ihrer vermeintlichen Schwäche ihr größtes Talent lag. Sie wurde daraufhin zur hoch dotierten Vortragsreisenden, die bahnbrechende Erkenntnisse über das lernende Gehirn in die Welt brachte.

In diesem Sinne:
Wo Schatten, da ist garantiert auch Licht!
 Auf dem Erkenntisweg zu mir Selbst : hier können Sie einen Termin mit mir vereinbaren.

 

 

 

 


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Wo das Herz Zuhause ist …

… diesen Ort nennen wir Heimat. Eine Heimat zu haben, sich an einem Ort Zuhause zu fühlen, ist ein großes Glück. Denn nicht immer fühlt man sich da, wo man lebt, auch beheimatet. Gestern bin ich in die wundervollen Fotos des Steve McCurry eingetaucht.

Mit seinen Fotos und Worten webt er Welten, die auf eigene Art genossen werden können. Sich berauschen an Farben und Fremde, oder tief tauchen in die Geheimnisse der Existenz auf dieser Erde. So  lade ich Euch heute ein, Euch vom Zauber des Zuhause der Anderen inspirieren zu lassen. Fremd mag es scheinen, doch wie heißt es so schön: „Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen.“

Frei nach dem Gedicht von Edgar Guest: „Bis ein Haus ein Zuhause wird braucht es viel Lebenszeit und es geschieht nicht eher, als bis die Seele sich mit allem verbunden hat.“

>> It takes a lot of living to make a house a home
It doesn’t make any difference how rich you get to be
How much your chairs and tables cost, how great your luxury
It isn’t home to you though it be the palace of a king,
Until somehow your soul is wrapped round everything. <<
– Paraphrase of Edgar Guest poem, Home

Finding Home von Steve McCurry


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Hüter der Schatzkammer

See, Auge der Erde.                                                                                                                   Foto © mtajmr

Ich bin verliebt

in blaue Augen,
weil man in ihnen das Meer sehen kann
und den Horizont

in grüne Augen,
weil sich darin die Wiesen spiegeln,
die Auen und Bäume

in braune Augen,
weil sie das Geheimnis der Erde in sich bergen
und ihre Schätze hüten.

Ich bin verliebt.