Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Heilkraft aus dem Garten

Auf dem Weg zum Garten hatte ich letzten Freitag einen kleinen Fahrradunfall. Nichts Schlimmes, doch unglücklich gebremst, dabei das Gleichgewicht verloren und mir arg das rechte Schienbein angestoßen. Das dass ein heftiger Bluterguß würde spürte ich, als ein schmerzhafte Pochen einsetzte und sich ein handtellergroßer grün-roter Fleck abzeichnete.

Im Garten angekommen hab ich mich umgeschaut und gefragt: „Was hilft?“ Als erstes eingefallen ist mir der Spitzwegerich. Weil er doch so schön bei Insektenstichen hilft, das Gift zieht und die Schwellung wegmacht. Und natürlich Beinwell, der mir schon so manches Mal bei Verletzungen an Füßen oder Beinen geholfen hat.

Also pflückte ich eine Handvoll Blätter vom Spitzwegerich und dann noch ordentlich Beinwell. Den Spitzwegerich kaute ich zu einem matschigen Brei, die stacheligen Blätter des Beinwell bearbeitete ich währenddessen auf der Arbeitsplatte mit dem Nudelholz (wer keins hat, eine Flasche tut’s auch).

Den Brei des Spitzwegerich strich ich schön dick auf die Prellung, darüber wickelte ich die nun ebenfalls etwas matschigen Blätter des Beinwell. Dann noch eine Serviette drüber und mit Klebeband befestigt, fertig. Und was soll ich sagen: Der Schmerz war augenblicklich verschwunden und heute – drei Tage später – ist fast nichts mehr zu sehen, die Schwellung hat sich gar nicht erst ausgebildet und geblieben ist nur eine leichte Verfärbung, wie bei einem blauen Fleck eben. Wow!!!

Darum heute ein Loblied auf den Segen dieser beiden Heilkräuter

Spitzwegerich *

Die Heilkraft der drei Wegericharten Breitwegerich, Spitzwegerich und Mittlerer Wegerich ist vielfältig: Schon Plinius erwähnt Wegerichsaft als Hilfe gegen die Folgen des Bisses wilder Tiere (dazu gehören wohl auch Insektenstiche 😉 ) und von Skorpionen. In die Schuhe gelegter Wegerich schützt beim Wandern vor Müdigkeit und heilt so manche Fußkrankheit.

Spitzwegerich wird äußerlich zur Wundbehandlung, innerlich bei Erkrankung der oberen Luftwege, bei Bronchitis und Asthma verwendet. Wohltuend ist auch ein aus Wegerich hergestelltes Augenwasser für ermüdete Augen. Die frischen Blätter können jeden Salat bereichern, gedünstet schmecken sie als Wildgemüse und die Früchte kann man auf ein Butterbrot streuen. Die drei Wegericharten gelten als blutstillend, blutreinigend, entzündungshemmend, wundheilend und harntreibend.

Hildegard von Bingen empfahl Wegerichsaft, um angezauberte Liebe wieder loszuwerden und sich innerlich zu reinigen.

 

 

Beinwell *

Beinwell gehört zu den sieben Pflanzen die, laut Rudolf Steiner, das Wachstum müder Kulturpflanzen im Garten anregen. Die sechs anderen sind Boretsch, Kamille, Brennessel, Schafgarbe, Ringelblume und Löwenzahn. Alles Heilpflanzen, die eh in einen Kräutergarten gehören.

Beinwell wurde schon im Altertum bei Knochenbrüchen verwendet. Der Wurzelstock enthält Gerbstoffe und hat durch seinen hohen Schleimstoffgehalt eine entzündungshemmende, reizlindernde Eigenschaft. Die Wurzel wird im Herbst, wenn sich alle Blätter zurückgezogen haben, ausgegraben und kann bei schlecht heilenden Wunden auch im Mund, z. B. bei entzündetem Zahnfleisch helfen.

Eine lindernde Kompresse die bei Muskelschmerzen hilft, besteht aus 2 Teilen Fett, 1 Teil Gänsefingerkraut und 4 Teilen Beinwellwurzel. Bei Bluterguss und Hautenzündungen empfiehlt der Naturführer für Kinder ** 2 Teile Beinwellwurzel, je 1 Teil Karfoffeln und Sellerie frisch gerieben und als Kompresse aufgelegt.

Ich bin begeistert und komme immer mehr dazu, wie Maria Treben den Garten als Apotheke Gottes ehrfürchtig zu bestaunen.

 

* Dies ist kein medizinischer Artikel, ich berichte hier allein über Erfahrungen, die ich selbst mit Kräutern und Heilpflanzen gemacht habe.

** Ivana Paukertovà. Kräuter und Heilpflanzen – Naturführer für Kinder


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Zen im Garten

Zen im Garten muss nicht nur geharkte Kiesfläche sein, aus Steinarrangements bestehen oder illustre Wasserbecken und Laternen herzeigen. Im Wesen beschreibt Zen eine Haltung die ermöglicht, die Einheit allen Seins zu erfahren. Ohne jegliches Wollen (das ist die Kunst) soll diese Erfahrung zu mehr Lebenskraft und Selbstbeherrschung führen.

Es gibt wunderbare Literatur zur Haltung, in der Zen ausgeübt werden kann, und das geht nicht nur sitzend. Genannt seien zwei meiner Liebelingsbücher dazu: Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten von Robert M. Pirsig und Zen in der Kunst des Bogenschießens von Eugen Herrigel.

Ich praktiziere Zen im Garten, darum würde mein Buchtitel wohl Zen in der Kunst, schöne Blüten zu betrachten, lauten. Drei Prachtexemplare habe ich ausgewählt – doch nichts geht über live und in Farbe 🙂

Wer interssiert ist an der Symbolik des Mohns findet mehr Infos hier

Glücksbringer Pfingstrose. Zur Symbolik gibt’s hier mehr zu lesen

Die Iris gehöre nicht in einen Feng Shui Garten, hörte ich letztens, sie habe dazu wohl zu spitze Blätter. Ach herrje – Feng Shui und die Vorurteile, die sich darum ranken, das wäre allemal ein eigenes Kapitel wert.

Doch heute geht’s um die wundervolle Iris, Symbol für Sieg und Eroberung, für Tapferkeit und die Himmelskönigin. Es heißt nämlich, dass die Pflanze wegen ihrer überiridischen Schönheit nach der Göttin des Regenbogens, Iris, benannt sei. Sie ist im Götterhimmel die weibliche Variante des Hermes, trägt geflügelte Schuhe und ihre Aufgabe ist es, Nachrichten zu überbringen. Marianne Beuchert beschreibt wie Iris „in ihrem blumengleichen Kleid aus Tautropfen, in dem sich die Gestirne des Himmels spielgeln, über den Regenbogen (schreitet). Vom Götterhimmel zum Reich der Menschen bis hinunter an die Ufer des Styx. Sie ist die Führerin der weiblichen Seelen in die Unterwelt.“*

Allemal ein guter Grund, der Göttin des Regenbogens einen Platz im Garten zu gewähren. Und auch wenn die klassische Iris in blauen Farben strahlt, mag ich die gelbe auch sehr gern. Und hier noch ein Haiku, das ganz trefflich in einen Zen Garten passt

Umgeben von Schönheit und Schweigen
erfüllte mich heitere Stille.
Basho

 

*zitiert nach Marianne Beuchert, Symbolik der Pflanzen
Fotos © Susanne Berkenkopf


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Projekt: Aus einer langweiligen Rasenfläche einen Garten machen

Die Reaktion auf meinen letzten Artikel ist vielfältig und es sieht aus, als sei der Wunsch mit  einem lebendigen Stück Natur zu leben, tatsächlich groß. Doch Befürchtungen verschiedenster Natur verhindern, mit der Planung zu beginnen.

Ja genau, Planung. Denn ohne geht es selten, wenn ein Garten „nach Wunsch“ entstehen soll. Andernfalls gleicht die Fläche schnell einem wilden Mix aus Pflanzen, Rasen, gepflasterter Terrasse mit Möbeln und verstreuter Deko. Doch für den gewünschten Effekt empfehle ich ein Konzept, das alles im Blick hat:

  • Was soll der Garten „bringen“ – Entspannung, Aktivität, geeignet für Gartenfeste oder für Gemüseanbau, eine grüne Oase nah am Haus sein … ?
  • Wie pflegeintensiv soll er sein – wollen Sie sich im Garten körperlich austoben statt ins Fitnessstudio zu gehen oder bevorzugen Sie, weniger zu tun, den Pflanzen beim Wachsen zuschauen und nur ab und zu korrigierend einzugreifen?
  • Welches Gefühl soll der Garten vermitteln – mögen Sie’s romantisch oder klar überschaubau, wünschen Sie lauschige Areale, in die Sie auch mal abtauchen können oder möchten Sie auf dem Rasen liegen und den Wolkenflug beobachten? Im eigenen Garten auch mal zelten?
  • Was muss untergebracht werden: Hollywoodschaukel, Hängematte, Wäschespinne, Gerätehaus, Kompost, Grillplatz, Wasserspiel, Obstbaum, Gewächshaus, Fläche für Gemüseanbau, Spielgeräte für Kids?
  • Dazu kommen Standortansprüche der Pflanzen, ihr Wuchsverhalten und die Verträglichkeit innerhalb der Beetgemeinschaft.

Zur Veranschaulichung hier ein Beispiel.

Das Projekt – Freistehendes Haus mit Vorgarten und einer zu gestaltenden Fläche, seitlich und hinter dem Haus. Der Garten ist nur durch die Garage (linker Hand) oder durch das Haus zu betreten. Rechter Hand gibt es zur Straße hin einen Sichtschutz, der auch vor ungebetenen Gästen schützt. Die zu gestaltende Fläche beläuft sich auf ca. 300 m2 und besteht bisher hauptsächlich aus Rasen und zwei Bäumen. Hinter dem Haus, angrenzend an das Wohnzimmer, ist die Terrasse. Deren Steine sind marode und die Fläche soll neu gepflastert werden.

Der Auftrag – Die Bewohner wünschen sich einen pflegeleichten Garten mit zwei verschieden gestalteten Sitzplätzen (außerhalb der Terrasse). Es soll eine romantische Ecke mit einem Wasserspiel geben, an dem man gern nach Feierabend zur Ruhe kommt. Für eine mitgebrachte Skulptur aus Indien soll ein guter Platz gefunden werden, damit sie sich harmonisch integriert. Der Vorgarten, bestehend aus immergrünem Bodendecker mit Rosenstämmen, soll einladender wirken und wenn möglich einen Sitzplatz mit Blick auf einen kleinen Brunnen haben.

Plan und Beschreibung

  

Und was davon ist Feng Shui?

In der Planung berücksichtigt:

  • Klare Linienführung durch Geraden und eckige Flächen: Terrasse, Rankgitter, Holzterrasse
  • Geschwungene Flächen: Beeteinfassung, Weg zur Sitzbank unter der Pergola
  • Die 5 Elemente
    • Holz: Pflanzen und hochaufragende Formen
    • Feuer: Fächerahorn, der im Herbst rot blüht und Platz für eine Feuerschale
    • Erde: Natursteinbelag für Terrasse; eckige Holzerrase
    • Metall: runde, gepflasterte Einfassung für das Wasserspiel
    • Wasser: Wasserspiel und Brunnen
  • Steinsetzung auf Akupunkturpunkt, für mehr Ausgewogenheit und inneres zur Ruhe kommen
  • In Szene gesetzte Details mittels Licht
  • Unterschiedliche Oberflächen, berücksichtigt Flächenausgleich für versickerndes Regenwasser und wird Erlebnisraum für nackte Füße: Naturstein, Kies, Rasen
  • Ansprechende Eingangssituation mit Duft- und Kräuterpflanzen, aktive Pflanzensprache = Yang im Eingang
  • Ruhezonen (Yin) im hinteren Bereich des Gartens: romantischer Sitzplatz unter Pergola mit Kletterrosen, Holzterrasse für Liegestuhl und Sessel für gemeinsame Zeit, beide mit Blick auf Wasserspiel
  • Pflanzensymbolik: Ein Standortplan mit ausgewählten Pflanzen, die beide Bewohner sanft unterstützen, um ihre Lebensthemen heilsam zu integrieren.

Noch Fragen? Dann nehmen schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an +49 (0)421 161 69 608. Und nicht vergessen: Bis Ende November läuft noch meine Rabattaktion (-15% auf eine Gartenplanung) für lebendige Gärten in Grün! ❤


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Gärten des Grauens

Gärten des Grauens schlagen gerade hohe Wellen und sind ein heiß diskutiertes Thema auf Facebook und im Radio. Leser-innen der Seite werden nicht müde, in Schotter und Kies erstickte „Gärten“ zu fotografieren.

Meine Freundin Stefanie hat mich auf diesen Trend aufmerksam gemacht – auf der FB-Seite gibt es immerhin schon fast 19.000 abgebildete Häuser mit solchen Schottergärten. Dann sagte sie ganz lieb: „Wir brauchen Dich! Solche Gärten sind eine Schande, so kann das nicht weitergehen.“

Die ursprünglichen Fotos der „Gärten des Grauens“ wurden ersetzt.

Alle, die sich nicht vorstellen können, wie das aussieht, können sich unter „Gärten des Grauens“ auf Facebook einen Überblick verschaffen. Zu finden sind im Internet auch beispielhafte „Gärten“, die mit farbigem Kies aufgeschüttetet wurden. Bitte, das kann doch nicht euer Ernst sein, lebendige Menschen in solche „Gärten“ locken zu wollen! – Und dennoch, die Sehnsucht, kreativ mit Farben und Formen zu gestalten, ist allzu offensichtlich. Auch unübersehbar der Wunsch nach Kontrolle über die Umwelt und das Bedürfnis nach klarer Abgrenzung.

Dafür habe ich Verständnis, denn in einer Welt, die immer unüberschaubarer wird und in der Einzelne ihren Handlungsspielraum gefährdet erleben, ist das einleuchtend. Und dennoch – wir Menschen brauchen die Natur – denn wir sind Natur! Wir brauchen Bäume, Blumen und saubere Luft. Wir brauchen sauberes Wasser, Bienen und Schmetterlinge, Vögel und Frösche. Wir sind Vielfalt und wir brauchen natürliche Vielfalt – jedenfalls das, was jetzt noch übrig geblieben ist.

Darum heute mein Angebot: Allen, die einen neuen Garten planen und denen Ideen für pflegeleichte Natur-Gärten fehlen, biete ich heute ein Special. Wer bis Ende November eine Gartenberatung bei mir beauftragt bekommt 15% Rabatt. Und nun lasse ich Bilder sprechen, um Ihr Herz zu berühren und Sehnsucht zu wecken. Denn das Lebendige in uns braucht das Lebendige umzu.


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Was Ameisen und fliehende Bäume erzählen

Wer mit offenen Augen spaziert kann in der Landschaft lesen, und mit Pflanzen, Bäumen und tierischen Bewohnern kommunizieren. Sie informieren nämlich über ihren Standort, und Feng Shui Berater-innen und Geomanten nutzen das, um treffende Aussagen über die (Lebens-)Qualität an einem Ort zu machen. Erdphänomene sind auch hilfreich wenn es darum geht, einen geeigneten Bauplatz zu finden.

Im wesentlichen wird bei einer Begehung Ausschau gehalten, ob Pflanzen auf Wasseradern, Verwerfungen oder Gitterstrukturen hinweisen. Ein zusätzliches „Bonbon“, dass geübte Rutengänger leicht finden, sind sogenannte auf- bzw. abladende Polpunkte. Die kann man trefflich nutzen, um sich von schwer machender Energie zu reinigen und anschließend neue Kraft zu tanken.

Wasseradern

Gelten im allgemeinen als äußerst ungünstig für die Gesundheit. Denn Wasser gilt als anregend und weil wir Menschen aus etwa 80% Wasser bestehen sind wir fähig, mit Wasser in Resonanz zu treten und mitzuschwingen. Das geschieht selbst dann, wenn wir es nicht sehen 😉 . Vor allem wer längere Zeit auf einer Wasserader zubringt, also beim Schlafen oder Arbeiten, dessen Körper kann nach einiger Zeit deutliche Zeichen geben, dass etwas nicht stimmt.

Hinweise wie Migräne, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Rheuma, unerfüllter Kinderwunsch und selbst Krebs werden bei Ärzten – die ihre geistige Unabhängigkeit bewahrt haben und über den Tellerrand der „Schul“medizin hinaus im unendlichen Feld des „alles hängt mit allem zusammen“ forschen – zuweilen als eine mögliche Ursache für einen belasteten (Schlaf)Platz in Betracht gezogen.

Doch gewußt wie und wo findet man in zahlreichen Sakralbauten zentrale Punkte wie Altar, Taufbecken und tragende Säulen, die vorsätzlich auf Wasseradern oder sogar deren Kreuzung gesetzt wurden. Die anregende Wirkung des Wassers wurde genutzt, um mit geistigen Kräften in Berühung zu kommen, die an diesen Orten gebündelt auftreten.

Pflanzen die Wasseradern lieben, also zu den Strahlensuchern gehören, heißen Eiche, Holunder, Brennessel, Flieder, Haselstrauch, Efeu, Schwarzpappel und Erle. Zwieselung, Schräg- oder Fliehwuchs, Geschwüre und auch Misteln gelten als Anzeiger für die unterirdische Ausstrahlung des Bodens. – Daher auch das Sprichwort: „Von Eichen weichen und Buchen suchen“, denn aufgrund des wasserangeregten Standorts schlägt der Blitz eher in die Eiche ein, als in die Buche.

Angeregter Wald und alles da: Zwiesel, Efeu, Fliehwuchs. Hier ein Stündchen verweilt und den nächsten genialen Vortrag vorbereitet … das wird.

Verwerfungen

Als Verwerfung gilt eine horizontale oder vertikale Verschiebung von Gesteinsschollen, die sich beim Erkalten der Erdoberfläche ineinandergeschoben oder aufgetürmt haben.

Auch Verwerfungen wirken an- oder aufregend auf den Menschen, und Kundige raten ab, darauf zu schlafen. Ein befreundeter Rutengeher erzählte mir kürzlich dass er beobachtet, dass langfristiger Aufenthalt auf Gesteinsverwerfungen zu übermäßig aggressivem Verhalten führe.

Doch auch hier gilt: gewußt wie und wo. Es gibt Sakralbauten, deren Ausrichtung bewußt mit geologischen Verwerfungen in Berührung kommt, um in den Wirkungsbereich eines bestimmten Farbspektrums zu gelangen und sich davon angeregen zu lassen.

Anzeiger für Verwerfungen sind Ameisenbauten und Maulwurfshügel. Auch Baumgeschwüre, Wasserreiser, Hexenbesen, Misteln und Zickzack-Wuchs sind anzeigende Anomalien. Also statt nächstes Mal den Maulwurfshügel gleich platt zu machen, da erstmal kurz hinsetzen und beobachten, ob neue Ideen aus dem OFF geschenkt werden. (Und natürlich vorher unterscheiden, ob wirklich Maulwurf oder bloss Wühlmaus im Erdreich Zeichen setzen 🙂 )

Architektur der Kleinsten, die Großes leisten. Verweile hier – auf einem Ast – und lass‘ Deinen Geist inspirieren!

Hier noch einmal zur Vereinfachung eine Liste aus dem Pflanzenreich der

Strahlensucher
Esche, Weide, Eiche, Fichte, Aprikose, Lärche, Pappel, Erle, Ahorn, Kastanie, Pflaumenbaum, Pfirsichbaum. Bei den Sträuchern sind es: Efeu, Haselnuss, Holunder, Mistel, Sanddorn, Stechpalme, Tollkirsche, Weihrauch, Wacholder, Zypresse. Bei den Heilpflanzen sind es: Eisenkraut, Dost (Origano), Gnadenkraut, Wolfstrapp, Bockshornklee, Meisterwurz, Kalmus, Fieberklee, Distel, Huflattich, Beifuss, Pestwurz, Brechnuß, Fingerhut, Schierling, Adlerfarn, Brennnessel. Gemüsesorten sind mit Ausnahme des Spargels allesamt Strahlenflüchter.

Strahlenflüchter
Apfelbaum, Birke, Birnbaum, Buche, Kiefer, Kirschbaum, Linde, Marille, Nußbaum, Platane, Tanne, Ulme, Zimmerlinde, Zwetschge, Berberitze, Brombeere, Heckenkirsche, Flieder, Johannisbeere, Kreuzdorn, Stachelbeere, Weißdorn, Aster, Azalee, Begonie, Geranie, Kakteen, Mimose, Nelke, Primel, Rose, Sonnenblume, Veilchen, Weinstock.

Gedeihen Pflanzen an ihrem Standort nicht, sollten sie umziehen dürfen. Unbedingt interessant ist, zu beobachten wo sich etwas selbst aussät, denn das gibt untrügliche Anzeichen über die Standortqualität. Und weil wir Menschen grundsätzlich Strahlenflüchter sind (bis auf oben genannte Ausnahmen, in denen angeregte Plätze gezielt aufgesucht werden) sollten Orte zum ausruhen, schlafen, arbeiten und beisammen sein mit Sorgfalt gewählt und Zeichen des Körpers oder der Stimmung rechtzeitig ernst genommen werden. Denn Tabletten kann jeder …


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Tag 26 – Ein Feng Shui Garten für alle Sinne

Wie wär’s mit einem sinnlichen Garten? Ein Garten, der lockt, verführt und allen Sinnen schmeichelt? Ein Garten, in dem mit geschlossenen Augen ebenso viel oder vielleicht sogar mehr geschieht als mit offenen ?

Dann habe ich heute ein paar Tipps, wie aus einem einfachen Garten ein anregender Ort für alle Sinne wird.

Für die Augen

Sehen

  • eine Vielfalt an Formen und Farben
  • Pflanzen anschauen, als sei es das erste Mal; wie außergewöhnlich jede auf ihre Art ist!
  • etwas, das neugierig macht; etwas das halb verborgen lockt, näher zu kommen
  • dass manche Pflanzen sich tatsächlich stündlich verändern. Die Augen einfach mal in Zeitlupe mitbewegen
  • Skulpturen aus Holz, Ton oder Metall. Das sich bereits geformte Bild mit schönen Accessoires auflockern, wie „zufällig“ Rosenkugeln, Vogeltränken und Nachbildungen aus dem Reich der Naturwesen oder Amphoren aufstellen
  • auf Rundungen im Beet und geschwungene Wege achten
  • unterschiedlich geformte Blüten und Blätter, wie fein geädert jedes Blatt ist
  • die Hecke mal mit Schwung schneiden, oder sogar einen Kreisausschnitt zum Durchblicken hinen schneiden
  • welches Schauspiel führen die Wolken heute auf, während du herrlich im Gras liegst und den Duft einsaugst
  • wie sieht es im Inneren eines Blütenkelches aus, wie unterscheiden sich Lilie, Fingerhut oder Nachtkerze
  • Hurtig laufen Ameisen und kleine Käfer durchs Gras – woher wissen sie so genau, wohin sie wollen?

 

Für die Nase

Riechen

  • Duftgehölze wie Silberkerzenstrauch, Seidelbast, Federbuschstrauch, Bienenbaum, Schmetterlingsflieder
  • Duftpflanzen wie Lavendel, Schokoladenblume, Rosen, Lilien, Katzenminze
  • Pflanzen, die nur nachts duften wie Taglilien, Nachtkerze, Ziertabak, Stechapfel, Wunderblume, Mondviole
  • Äpfel die zur Zeit der Reife einen intensiven Geruch verströmen, sei es als Klar- oder Septemberapfel
  • das Wasser vom Teich oder vom Springbrunnen
  • den Kompost
  • die Erde nach Regen und Gewitter
  • wie das abgefallene Laub mit der Zeit seinen Geruch verändert
  • Haut und Haare, nach einem ganzen Tag draußen
  • selbst aufgebrühten Tee aus Gartengewächsen wie Kamille, Rosmarin, Hagebutten
  • Einen „Dufttunnel“ anlegen, mehrere Rosenbögen hintereinander setzen und sie mit duftenden Kletterpflanzen beranken. Sich vom Duft einhüllen lassen.

 

Für die Ohren

Hören

  • Wasser plätschern
  • Vögel singen
  • das Brummen von Hummel und Biene
  • Blätter rauschen
  • Grillen zirpen
  • Vögel fliegen
  • Bambus rascheln
  • Gräser flüstern
  • Motorendröhnen vom Flugzeug, Auto oder Motorrad
  • entfernte Stimmen
  • den Wind, wenn er um Ecken saust oder sanft das Gras liebkost
  • Schmetterlinge lachen

 

Für den Mund

Schmecken

  • Obst, frisch vom Baum oder Strauch gepflückt, noch warm von der Sonne
  • selbst angebautes Gemüse
  • selbst gezogene Kräuter
  • eigene Beeren
  • den intensiven Geschmack der Wildkräuter im Salat oder Smoothie von Löwenzahn, Giersch oder Gundermann
  • ruhig auch mal die Erde, auf der alles wächst
  • wie unterschiedlich die Luft schmeckt nach einem Gewitterregen, nach einem Sonnentag, vor Morgengrauen
  • den Nebel
  • einen Grashalm, die Blüte vom Hartriegel
  • Regenwasser
  • morgendliche Tautropfen in Frauenmantel, Lotus oder auf dem Acanthus

 

Für die Haut

Katze

Augen schließen und fühlen

  • das Gras unter nackten Füßen spüren
  • wie läuft es sich auf Bodendeckern aus Polsterthymian oder Sternmoos
  • den Morgentau, die Abendfrische, die sanfte Kühle der Erde in der Mittagshitze
  • wie der Wind die Haut streichelt
  • ein Fuß-Beet aus Tannenzapfen, Flusskieseln, Tannennadeln, Sand
  • wie Blätter sich anfühlen, wenn du dir ein Bett aus Laub formst und darin sanft einnickst
  • wie die wandernde Sonne mal Wärme, mal Schatten auf die Haut wirft
  • wie anders der Wind um die Nase weht, wenn du oben im Baum(haus) sitzt
  • wie sich Blumen anfühlen, berührt mit geschlossenen Augen

In einem Garten für alle Sinne werden Novalis‘ Worte wahr:
Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß wie Wolken riechen.“

P.S. Natürlich kann auch alles kreu und quer getauscht werden, dann riechen Sie an den Rosen, schmecken das köstliche Wasser, lauschen den Bienen am Lavendel … Ergänzen Sie eigene Vorlieben, lassen Sie sich wohl sein. Phantasie ist ein Geschenk – sie auszuleben die Krönung!


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Tag 25 – Aus der Schatzkiste

Heute gibt’s Inspirationen aus meiner Schatzkiste. Entscheide selbst, welches Thema dich interessiert.

Müssen wir umziehen?, fragt sich, wer das Gefühl hat, dass ein Zuhause gar keins ist. Ob ein Umzug wirklich nötig ist oder ob es nur kleine Anpassungen braucht, klärt sich meist ziemlich schnell. Manchmal bedarf es nur einer „inneren“ Korrektur, um aus einem Haus ein Zuhause zu machen.
Feng Shui statt Umzug

 

Vielleicht braucht der Eingang eine „Aufhübschung„?
Schöner Ankommen. Fünf Feng Shui Tipps für gelungene Vorgärten und den Eingang.

 

Was pflanzen wir nur? Wer beim Gärtner steht und auch die Symbolsprache der Pflanzen in die Gestaltung einbeziehen will, hier geht’s in die Tiefe. Dies ist nur eine kleine Auswahl, wer stöbert, findet mehr auf meiner Seite
Rose, Veilchen, Rosmarin – Botschafter der Liebe
Beifuß, Birne, Bambus – Schutz, Kraft und langes Leben
Pfingstrose, Akelei, Holunder – Glücksbringer, Liebeskraft und Schutzgöttin

 

Ein kleines Zuhause? Kein Problem! Feng Shui kennt auch dafür Lösungen!
Feng Shui Tipps für das kleine Zuhause

 

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