Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Suche Raum für Rückzug – Hochsensible in turbulenten Zeiten

„ … dann mach ich mir die Welt, wie sie mir gefällt …“, klingt verlockend und ist dennoch nicht ganz so einfach zu realisieren – vor allem, wenn unterschiedliche Bedürfnisse die Gestaltung beeinflussen, eine Mehrheit sich wirksam durchsetzt und Minderheiten mit den Entscheidungen leben müssen.

Sind Rehe hochsensibel? Ich würde sagen: Ja. Danke © Melissa Chabot

Sind Rehe hochsensibel? Ich meine Ja. Danke © Melissa Chabot für den Blick auf das Sanfte

Vor allem hochsensible Menschen kennen andere Strophen des Liedes von der Reizüberflutung, denn während unsere Sinne mit Eindrücken regelrecht überflutet werden, haben Zartbesaitete es nicht leicht.* Hier geht mein Dank an die Wissenschaft, denn wo es früher schnell hieß „du hast ja eine Macke“ oder „stell dich nicht so an“, wissen wir heute, dass bei einigen Menschen die Sensoren tatsächlich feiner eingestellt sind. Die Grenzen ihrer Behaglichkeitszone sind weit enger gesteckt als bei der Mehrheit, die bislang noch definiert, was „normal“ sei.

Wer mit der Beschreibung Hochsensibel nichts anzufangen weiß, stelle es sich so vor: Wir Menschen brauchen ein gewisses Maß an Stimulation, um uns lebendig zu fühlen. Durch zuwenig fühlt sich unsere Spezies unterfordert, dann wird es erst langweilig und schließlich fühlt man sich unbehaglich. Zuviel Anregung führt dagegen zu Erregung und schließlich ebenso zu Unbehagen. Nun gibt es nachgewiesenermaßen Menschen und Tiere, die viel feiner getunt und empfänglicher sind als der Durchschnitt, denn sie nehmen viele Reize zeitgleich und intensiver wahr. Das kann das System überfordern und darum fühlen sie sich viel schneller unbehaglich als andere. Diese Menschen gelten als hochempfindlich oder hochsensibel.

Sie reagieren auf Reizüberflutung mit dem Bedürfnis nach Rückzug, werden aggressiv, beginnen zu schwitzen, zu zittern oder Verwirrung zu zeigen. Weil Überstimulation den Organismus überlastet sinken bei solcherart „Gestrickten“ die Leistungen, einige benehmen sich in überfordernden Situationen tollpatschig, unlogisch, werden emotional oder reagieren, wenn der Zustand zum Beispiel im Schul- oder Arbeitsalltag länger anhält mit Krankheit, Depression oder Neurosen.

Soweit die Einleitung.

Doch was kann man tun, wenn die Außenwelt von Hektik regiert wird, wenn Multitasking zum Credo erhoben und Mensch von permanenten Geräuschkulissen, Gestank und Dauerbeleuchtung belästigt wird? Es gibt aus Feng Shui Sicht räumliche Empfehlungen speziell für hochsensible Menschen und ihre Familien. Doch heute will ich von hilfreichen Strategien berichten, die aus der Erfahrung geboren wurden und sozusagen eine „Notapotheke“ sein können, egal wo man gerade ist. Es empfiehlt sich, nicht alle gleichzeitig anzuwenden, denn das würde das System erneut überfordern.

Raum für Rückzug – Stille

Nach hektischem Erleben ist Stille das Pflaster, um innere Turbulenzen zu beruhigen.

Finden Sie einen Ort, an dem natürliche Geräusche dominieren – lauschen Sie Ihrem Atem, dem Wind, dem Plätschern des Wassers. Draußen ist (für mich) immer schön, wo könnte Ihr Ort sein? Ob auf dem Balkon, im Garten, im nahen Park, gönnen Sie sich ein paar Minuten Zwischenraum und nehmen sich die Zeit, bewußt von einer Situation in die andere zu wechseln.

Selbst im Büroalltag oder auf der Autobahn ist das möglich: Klinken Sie sich aus – und seien es nur Momente – schalten Sie bewusst alle Sinne auf hören : ihre Schritte auf dem Boden, das Surren der Kaffeemaschine, das Motorengeräusch, der vorbeirauschende Wind … Ziehen Sie alle Sinne nach innen und erlauben nur Ihren Ohren Kontakt aufzunehmen. Fortgeschrittenen wird es mit einiger Übung gelingen, die Stille hinter dem Geräusch zu erlauschen.

Raum für Rückzug – Augenweide

Augen sind das Fenster zur Seele, darum tut es insgesamt wohl, Schönes zu betrachten.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Augenpause, schauen Sie ins Grüne oder auf ein Foto, das ihre lebendigsten, wohligsten, erfreulichsten, lachendsten Momente bereit hält. Während Sie schauen, spüren Sie. Ihren Körper, Ihren Atem, die Freude der Erinnerung.

Sie können auch einen Körperanker zur Hilfe nehmen. Beispielsweise indem Sie mit einer Hand den Zeigefinger der anderen Hand halten und währenddessen die Augenweide und das dazu gehörende Gefühl bewusst in sich aufnehmen. Wenn Sie das nächste Mal eine Aufladung benötigen (zum Beispiel in der U-Bahn, wo’s kein Grün gibt, oder im Sitzungssaal ohne Fenster) umgreifen Sie erneut den Zeigefinger und spüren, wie das belebende Empfinden Sie durchströmt und beruhigt.

Raum für Rückzug – Duft

Nirgendwo geht’s schneller, intensiver und barrierloser hinein als durch die Nase.

In Millisekunden kann ein Duft an längst vergessene Tage und Orte entführen, kann traurig oder froh machen, Ekel oder Liebe wachrufen. Haben Sie einen Lieblingsduft? Ich habe mir für traurig-kalte Wintertage den Duft des Sommers in ein Leinensäckchen genäht – das gemähte Gras aus meinem Garten. Wann immer es beliebt hole ich mir damit die Verheißung und eine Kombination von blau (Himmel), gelb (Sonne) und grün (Gras) ins Gemüt. So entsteht durch den Duft ein sinnliches Farbspiel in dem ich schwimmen und mich erfrischen kann. Welcher Duft belebt Ihre angenehmsten Erinnerungen?

Oder lieber duftlos? Vielleicht braucht Ihre Nase eine Pause, dann gönnen Sie sie ihr und wechseln das Terrain.

Raum für Rückzug – Haptik

Haut, Fingerspitzen, Füßen schmeicheln.

Vielleicht mit geschlossenen Augen Stoffe und Texturen fühlen, Seidenpapier, Tannenzapfen, Blütenblätter oder ein Stück Samt sanft berühren. Solche „Talismänner“ passen selbst in kleine Jackentaschen.

Wenn möglich hüllen Sie sich in einen feinen Stoff, schmiegen sich kurz ins Gras, durchschreiten ein Blätterdach, gehen barfuß durch eine Pfütze. Wie kalt ist Regen an den Füßen?  Egal ob draußen oder drinnen, immer mal die Augen in die Fußsohle wandern lassen. Sich ganz und gar der Berührung hingeben, anschmiegsam sein und im Moment reinen Spürens aufgehen.

Raum für Rückzug – kost-bar

Hmmm, auch Mund und Zunge dürfen genießen.

Doch langsam, ganz langsam – vielleicht mit geschlossenen Augen zuerst riechen, dann anschauen und die Vorfreude spüren, es gleich zu kosten. Wer erinnert sich an Kim Basinger in 9 1/2 Wochen? Statt funktionieren („der Körper braucht Essen“) sich nähren lassen vom Genuss: schmecken, kauen, lutschen, schlürfen, schmatzen, nachschmecken, schlucken – noch einen Bissen, einen Schluck auf der Zunge zergehen lassen. Nur das …

In hektischen oder angespannten Situationen mögen die meisten hochsensiblen Körper jedoch keine Nahrung. Dann ist trinken angeraten, am besten Wasser, um den inneren Fluß in Bewegung zu halten und Belastendes schneller auszuschwemmen.

Raum für Rückzug – Wunder geschehen lassen

Das, was wir suchen, sucht auch nach uns.

„Hochempfindlichkeit ist ein Geschenk, für mich selbst und für alle, die ich berühre.“ Georg Parlow.
Auch wenn die Geschwindigkeit der äußeren Welt vermutlich weiter zulegt und Multitasking noch immer als Machbar und Erstrebenswert gilt – Hochsensibilität ist ein Geschenk der Natur an uns alle. Denn wer schneller spürt, kann andere aufmerksam machen, vor schädlichen Entwicklungen warnen und unserer Gesellschaft helfen mehr zu fühlen und weniger zu denken.

Manchmal braucht „etwas“ nur einen Namen, um dazuzugehören. Wird aus dem herablassenden „du bist immer so empfindlich“ ein anerkennendes „dein Gespür ist so fein – von dir möchte ich lernen, die Flöhe husten zu hören“, macht es das Zusammenleben für alle angenehmer. Wir erfahren uns durch andere und jede Persönlichkeit hat die Chance, von Umgang und Umfeld zu profitieren und neue Facetten in das eigene Weltbild zu bauen. Nicht im Sinne von „benutzen“ sondern als „in-Beziehung-sein“, ein Teil von … zu sein.

Ich bin überzeugt, im Miteinander – Füreinander liegt der Weg zu mehr Respekt, mehr Selbstverständnis und Selbstachtung – egal, ob hoch-sensibel oder weniger.

… auch Elefanten gelten als äußerst sensibel. Dank an © Ray Rui für dieses Familienfoto!

* Empfehlenswerte Lektüre zum Thema: zartBesaitet von Georg Parlow.


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Feng Shui und der Weg zu Reichtum und Fülle

Nichts bleibt für immer. Auch das „Nichts“ nicht, denn auf dem Weg der Wandlung wird es zu „Alles“, um schließlich zum Nichts zurückzukehren. Schön, gell? Fiel mir heute morgen unter der Dusche zu und so wußte ich, es ist Zeit für ein gefragtes Feng Shui Thema: Reichtum und Fülle.

Alles und Nichts, Fülle und Leere. Was wäre das Eine ohne das Andere?  Foto © Brooke Lark

Zunächst wollen wir die Begriffe kurz klären, denn die Bedeutung ist oft verschwommen:

Reichtum bezieht sich auf den Wohlstand im Außen. Gemeint ist hier das HABEN, also wie jemand Geld verdient und ob der Wert der Arbeit angemessen vergütet wird. Wer „wohl steht“ darf behaupten, „die materielle Basis stimmt“.

Fülle bezieht sich dagegen auf den inneren Wert. Hier geht es darum, die mit ins Leben gebrachten Besonderheiten zu würdigen und ist meist ein Prozess von Ich und Selbst. Erich Fromm hat das treffend als „seinen Wesenskern zum Gedeihen bringen“ beschrieben. Übertragen kann man das so sehen: Wer es versteht, seine Talente zu entfalten kann mit dem, was einem entspricht, für materiellen Wohlstand sorgen. Dazu fällt mir stromlinienförmig ein, denn damit schwimmt es sich einfach und kraftsparend.

Oft fangen wir bei der Feng Shui Beratung genau da an, wenn es um die Themen Fülle und Reichtum geht. Es sind ja immer weniger Menschen damit zufrieden, mit sinnentleerter Arbeit oder im Widerspruch zu geschenkten Begabungen das Auskommen zu verdienen. Ein Zahnarzt ohne Geduld und Fingerspitzengefühl wird in seinem Beruf ebenso verkümmern wie eine Gärtnerin, die aus öden Flächen zwar blühende Gärten macht, deren wahre Leidenschaft jedoch der Welt der Zahlen gehört und die sich erst beim Verfassen der Steuererklärung ganz in ihrem Element befindet.

Wie immer gibt es auch im Feng Shui mehrere „Wege nach Rom“. Die Himmelsrichtung des Südostens ist assoziiert mit Wohlstand und Erfolg, für materielle Themen kann hier also Zunder für mehr „Feuer“ und Leuchtkraft gelegt werden. Denn mit dem Holz des Südostens wird das Feuer des Südens, also dem Bereich für Ansehen und Erfolg, genährt. Also am besten gleich mal drinnen oder draußen im Südosten und Süden schauen, ob das, was jetzt dort steht, liegt oder wächst den Eindruck unterstützt, den man nach außen auf potentielle Geldgeber, Auftraggeber-innen oder Chefs und Chefinnen machen möchte.

Wenn das nicht klappt sollte der Weg zur Fülle intensiver angeschaut werden. Gibt es Begabungen, die zum Talent erweitert werden können, um schließlich damit Geld zu verdienen? * Aus dem Nichts wird Alles und das Nichts beginnt im Norden mit dem Wasser, aus dem wir ins Leben gekommen sind. Da, wo etwas wächst, ohne das es schon gesehen wird. Aus Feng Shui Sicht beginnt hier der Kreislauf von Werden und Vergehen. Mit den Himmelsrichtungen gesprochen führt dieser Weg weiter über den Nordosten, den Osten und den Südosten, darum sollten auch diese Himmelsrichtungen genauer unter die Lupe genommen werden.

Jeder Raum gibt Hinweise auf das was ist – und das, was eben nicht ist. Drinnen oder draußen die Zeichen deuten, die das geniale Unbewußte dort hinterlassen hat. Dauerbaustelle? Vertrocknetes Gestrüpp? Kaputtes Tor, defekte Klingel, blinde Fensterscheiben, zugestopfte Kellerräume? Dachboden mit Altlasten der Eltern oder zugestellt mit den Hinterlassenschaften der Kinder? Abstellplatz für das Altpapier der letzten Jahre? Auch Pflanzen die einzugehen drohen  geben Tipps, wo etwas im Argen liegt und wo der Weg beginnt, um endlich die verdiente Gehaltserhöhung, Beförderung oder potenzielle Aufträge zu bekommen.

„Die wichtigste Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, seinem eigenen Wesen zum Durchbruch zu verhelfen,“ schrieb Erich Fromm. Für manche führt der Weg über Berge, doch nirgendwo anders ist die Aussicht so grandios! Foto © Khamkhor

 

*  Interessant mag in diesem Zusammenhang sein, dass talentum auf altgriechisch eine bestimmte Geldsumme bezeichnet


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Was haben „ein Jahr, ein Kleid“, Angst vor Versagen und Kalligraphie gemeinsam?

Ehrlich gesagt, an diesem Artikel „mopse“ ich schon länger.  Bis jetzt schien er mir nie rund genug zum Veröffentlichen. Doch heute lasse ich 5e gerade sein – schließlich haben Ovale einen eigenen Reiz, manchmal braucht es, auch im Feng Shui, Ecken und Kanten 😉 und vielleicht muss sich gar nicht alles beim ersten Lesen erschließen …. .

„Sei Wasser", sagte Bruce Lee. Sicher, weil Wasser immer einen Weg finden. Georgien © S.B.

„Sei Wasser“, sagte Bruce Lee. Sicher, weil Wasser immer einen Weg findet. Georgien 2017 © S.B.

„Vor einiger Zeit beschäftigte mich die Frage, wie es wohl wäre, ein Jahr lang dasselbe Kleidungsstück zu tragen. Das geschah zeitgleich mit der Beratung einer Geschäftsführerin, die vor lauter Streß kurz vor dem Zusammenbruch stand, und meinen abendlichen Experimenten mit Kalligraphie. Ich fragte mich: Wenn alles miteinander verbunden ist, in welchem Zusammenhang stehen dann diese scheinbar voneinander unabhängigen Themen?

Worum ging’s?

A – Da war zum einen die Journalistin, die ein Jahr lang dasselbe Kleid trug. Genau genommen hatte sie drei Exemplare zum Wechseln, doch äußerlich unterschieden sie sich durch nichts. Nach eigenen Angaben trug sie dieses Modell im Sommer wie im Winter, beruflich wie privat: Offizielle Empfänge, Wohnung renovieren und Safariurlaub inbegriffen.

B – Bekam ich einen Beratungsauftrag von einer Geschäftsführerin, die Impulse von außen brauchte. Vor einem Jahr hatte sie äußerst ambitioniert und mit dem Ziel, frischen Wind in das Unternehmen zu bringen, ihre neue Position angetreten. Alles fing auch gut an: Gleich zum Einstieg veranlasste sie die komplette Renoverung des Hauptsitzes und einiger Fililialen, verfaßte Memos über wertschätzendes Betriebsklima und organisierte Teamentwicklungen, um eine interne Struktur mit flachen Hierarchien und vereinfachten Abläufen zu schaffen. Doch statt des erhofften Erfolgs kündigten nach und nach wichtige Funktionsträger und sie stand ratlos vor einem Scherbenhaufen.

C- Nach einem intensiven Wochenend-Workshop im Handlettering kam ich so richtig auf den Geschmack. In meiner freien Zeit fertigte ich Postkarten und Geburtstagsgrüße in stylischer Schönschrift und fand darüber den Weg zur Kalligraphie.

In einer traumhaften Nacht vermischt sich das alles und am Morgen versuche ich, den Zusammenhang zu finden. Doch schon der Versuch, Ordnung zu schaffen, gelingt nicht gleich. Wie lassen sich die Erfahrungen zusammenfassen?

Die Vorbereitung

A – Besagte Journalistin hatte sich lange vorher viele Gedanken über die Anforderungen gemacht, die ihr Kleid erfüllen soll. Sie beauftragte eine Schneiderin und die gab, zusätzlich zum Entwurf, wertvolle Hinweise zum Material: pflegeleicht, wärmend/kühlend etc. Außerdem entwarf sie eine pfiffige Variante um den Kragen rum, so dass trotzdem immer Abwechslung möglich war. Dennoch setzt so ein Experiment Selbstkenntnis, Offenheit und Humor voraus.

B – Die Geschäftsführerin hat sich im Vorfeld ebenfalls viele Gedanken über die moderne Arbeitswelt gemacht. Betriebsklima, Wertschätzung, freundliches Ambiente sind ihr ebenso wichtig wie gute Bilanzen und eine klare Positionierung am Markt.

Doch während der Beratung wird offensichtlich, das ein enorm wichtiger Schritt ausgelassen wurde. Vor lauter Eifer hatte sie übersehen, dass das Unternehmen wie ein lebendiger Organismus funktioniert und das auch, was man nicht sieht, ganz entscheidend zum Erfolg beiträgt. Konkret erläutert sei dies am Beispiel des menschlichen Körpers: Auch wenn niemand die Leber sieht, für das Wohlbefinden hat sie eine entscheidende Aufgabe.

C – Auch bei Handlettering und Kalligraphie ist Vorbereitung alles. Die Hand muss sich einschreiben, schön warm und locker werden. Papier, Stifte, Pinsel, Tusche sollten griffbereit liegen. Die Atmosphäre der Konzentration wird langsam aufgebaut – im Zen würde man wohl sagen: erst wenn ich Papier und Pinsel ZUGLEICH BIN, kann’s wirklich losgehen.

Selbsterkenntnis

A – Die Journalistin wollte sich besser kennen lernen und sich mittels Selbstversuch beantworten, was sie im Leben wirklich braucht. Wird sie es eher erlösend oder belastend empfinden, über ganz Alltägliches nicht dauernd nachdenken zu müssen? Wie kreativ wird sie sein? Wie wird es ihr gelingen, mit Spott oder Unverständnis der Anderen und mit eigenen Launen umzugehen? Wird sie durchhalten?

B – Herauszufinden, wo im Unternehmen Herz und Leber sitzen, bevor richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden, ist keine Zeitverschwendung. Die Ursachenforschung während der Beratung brachte immense Selbstzweifel und Unsicherheit ans Licht: „Was, wenn ich scheitere?“, lag unbewusst vielen getroffenen Entscheidungen zu Grunde. Statt bei Antritt neue Direktiven zu erlassen, bestehende Teams neu zusammen zu setzen und Entlassungen zu veranlassen wäre es hilfreicher gewesen, den üblichen „100 Tage Kredit“ zu nutzen und „den Organismus“ Unternehmen kennenzulernen.

C – Relativ früh an „Leistung bringen“ gewöhnt, war für mich die Herangehensweise dieser Schreibart eine neue Erfahrung: spielerisch das Papier nur mit den Fingersspitzen fühlen, Stifte ausprobieren, einfach aufwärts oder abwärts Striche zu ziehen oder Lieblingsbuchstaben variieren – alles, um die Eigenarten des Materials kennenzulernen und dabei meine Hand aufzuwärmen. Statt – wie üblich – gleich effizient mit Ergebnissen aufwarten zu wollen, habe ich erstmal  nur gespielt. Das brachte die erforderliche Lockerheit für den entscheidenden Schritt:

Finale: Konzentriertes Handeln

A – Das Kleid wurde nach Entwürfen geschneidert und die Journalistin hat es durchgehalten. Trug ein Jahr lang dasselbe Kleid. Hat den „Lappen“ zwischendurch verflucht und währenddessen die Reaktion der Umwelt erforscht: „Hast Du nichts anderes anzuziehen?!“ Ihre Erkenntnis: die scheinbare Freiheit, tragen zu können was man / frau will, basiert dennoch auf der gesellschaftlichen Forderung nach ständiger Veränderung (= mit der Mode gehen). Doch hatte sie nach diesem Jahr einen Grad an Autonomie erreicht, der ihr nur durch persönliche Beschränkung und Kreativität möglich war.

B – Flache Hierarchie bleiben leere Wörter, wenn keine Konsequenzen folgen. In diesem Fall lautete das Zauberwort: Vertrauensvorschuss. Denn wo zwischenmenschliche Kontakte beschädigt sind braucht es oft lange, sie wieder zu flicken. Bei der Geschäftsführerin führte die unbewußte Sorge, ob sie die Position ausfüllen kann, zu übermäßger Kontrolle – ganz das Gegenteil einer flachen Hierarchie.

Hier half ein Schritt zurück und erstmal so tun „als ob … “ alles auch ohne sie gut läuft. In einem offenen Gespräch mit den Mitarbeiter-innen gestand die neue Geschäftsführerin den Grund für ihren Übereifer und zeigte sich bereit, nun einen Vertrauensvorschuss zu geben. Das kam gut an und die Belegschaft war wiederum bereit, ihr eine zweite Chance zu gewähren. Währenddessen arbeiteten wir mit Hilfe von Aufstellungen an ihren Ängsten, nutzten Methoden des Feng Shui um nachträgliche Raumoptimierungen zu machen und mit Ruhe und Bedacht erstellte sie neue Ist-Soll Analysen, die auf Beobachtung von „Leber, Herz und Lunge“ der Firma basierten.

C – Beim Handlettering ist es wichtig, nicht nachzulassen: Der letzte Buchstabe gehört ebenso sorgfältig geschrieben, wie der erste. Eine Kalligraphie wird oft in Sekunden erstellt, doch diese Sekunden sind gebündelte Konzentration: Was zählt ist dieser Moment. Und den kann ich nur ausfüllen, wenn ich darauf vorbereitet bin. Was so lässig ausschaut, ist in Wahrheit die Essenz des Ganzen. Vieles bleibt dabei unsichtbar: die verhauenen Entwürfe, die Lockerungsübungen und das umgeworfene Tuschefass. Doch jetzt sehe ich: Das Perfekte ist nur deshalb gelungen, weil es alles enthält – auch die fruchtlosen Versuche sind Trittsteine auf dem Weg zum Ganzen.“

 

 

 

 

 


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Feng Shui trifft Unternehmensberatung

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde …,“ das gilt auch für nicht alltägliche Kooperationen. Während ich im letzten Jahr ein neues Raum- und Farbkonzept für ein Alten- und Pflegeheim entwickelte, traf ich dort den Unternehmensberater Hendrik M. Rabbow. Er beriet zur gleichen Zeit das neue Management der Einrichtung zur künftigen strategischen Ausrichtung und zu Fragen der Führung und Zusammenarbeit, also zu Gestaltung der Unternehmenskultur.

Arbeitsplatz der Zukunft? Doch auch im Großraum arbeiten Individuen mit eigenen Bedürfnissen. Danke © Shridhar Gupta

Dabei hatten wir Gelegenheit, uns und die Schwerpunkte unserer Arbeit kennen zu lernen. Und weil wir die Ansätze des anderen als bereichernd für unser jeweiliges Angebot erkannten, beschlossen wir, künftig auf Wunsch weitere Business-Projekte gemeinsam zu beraten. Unser Konzept ist dabei ganz einfach: Die Weichen, die auf Management- und Führungsebene (neu) gestellt werden, bekommen durch energetisch optimierte Raumkonzepte ein Plus an Präsenz. So werden Neuerungen nicht nur gedanklich geboren, sondern durch Raumgestaltung nachhaltig untermauert. Das schafft sichtbare Verbindlichkeit und Kontinuität.

Denn auch wenn es im Wirtschaftsleben um Marktposition, Gewinne, Wettbewerb, Innovation und Engagement geht – für uns, Hendrik M. Rabbow (HMR) und Susanne Berkenkopf (SB), steht der Mensch im Mittelpunkt unserer Arbeit. Egal ob sich die Führungsqualität oder das Betriebsklima verbessern sollen, ob flache Hierarchie zu rascheren Entscheidungen und einem Weniger an Bürokratie führen soll oder ob Gesundheit am Arbeitsplatz auch psychische Entlastung einbezieht – allen, die zum Erfolg eines Unternehmens beitragen, gebührt echte Wertschätzung. Denn zuverlässige, engagierte Mitarbeiter-innen sind das wertvollste Kapital in einem Unternehmen.

Unsere Argumente für eine moderne, wertschätzende Unternehmenskultur lesen sich so:

Über Führung und Wertschätzung

HMR- „Professionell führen heißt heute, Mitarbeiter-innen sachkundig zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten. Das schafft zum einen Orientierung und fördert zum anderen die Identifikation mit dem Unternehmen. Wertschätzung im Miteinander lautet das Zauberwort, denn bloß angemessene Entlohnung reicht längst nicht mehr, um kompetente, engagierte und verlässliche Mitarbeiter-innen im Unternehmen zu halten.“

SB -„In der Raumpsychologie gilt ein Raum als dritte Haut und bekanntlich kann jede-r das eigene Potenzial am Besten entfalten, wenn die Umgebung dazu einlädt, sich wohl und sicher zu fühlen. Das gilt sowohl für das private als auch für das geschäftliche Miteinander. Ein Raum, der farblich oder gestalterisch optimiert wurde, fördert gegenseitige Wertschätzung, die Bereitschaft in Veränderungsprozessen mitzuwirken und verbessert insgesamt die Unternehmenskultur.“

Über Gesundheitsmanagement

HMR – „Betriebliches Gesundheitsmanagement hat einen hohen Stellenwert in der modernen Unternehmensplanung. Durch zunehmende psycho-soziale Belastungen am Arbeitsplatz sind Unternehmenslenker gefordert, ausreichend gesunderhaltende und prophylaktische Maßnahmen einzuleiten, damit die Mitarbeiter-innen aller Ebenen dem äußeren Druck der Anforderungen mit innerer Gelassenheit begegnen können.“

SB – „Farbe beeinflusst Wohlbefinden und Gesundheit. Allein die Vorstellung, im Grünen zu sitzen kann die Stimmung heben, während ein in blaues Licht getauchter Raum inneres Frösteln bewirkt. Die energetische Raumgestaltung bezieht dabei auch die Art der Tätigkeit in die Farbwahl ein, denn ein Maschinenführer z. B. braucht eine andere Präsenz als ein Arbeitsplatz in der Buchhaltung. Egal ob Routine oder Innovation, ob Kommunikation oder Tüfteln – eine Raumgestaltung, die die Bedürfnissen der Menschen berücksichtigt, trägt zur Rentabilität eines Unternehmens bei.“

Über Teamentwicklung und Kommunikation

HMR – „Die Qualität der Kommunikation in einer Organisation entscheidet über die Qualität der Unternehmenskultur. Wertschätzende Kommunikation trotz unterschiedlicher Meinung über Prioritäten und Vorgehensweise ist ein hohes Gut, und wem dies gelingt darf sich der Loyalität der Mitarbeiter-innen sicher sein. Während „reine Ansagen“ eher zu Blockaden und Verweigerungshaltung führen, kann ein Dialog Türen öffnen und zwischenmenschliches Miteinander und Vertrauen erzeugen. Darum legen wir Unternehmensberater unser Augenmerk auf wertschätzende Kommunikation und trainieren Ziel- und Lösungsfindung im Dialog.“

SB – „Was braucht ein Besprechungsraum, um Effizienz, Konzentration und Freude bei der Arbeit zu fördern? In welchem Umfeld können Konflikte auch mal ausgehalten und in konstruktive Lösungsfindung umgeleitet werden? Widerstände müssen nicht gebrochen sondern verstanden werden, um das Beste für Mensch und Unternehmen frei zu legen. Wer den Raum als Partner im Dialog erkennt, gewinnt Handlungsspielraum, Freiheit im Denken und mehr Respekt im Umgang, auch während herausfordernder Situationen.“

Wir finden, das ist eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit, bei der Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter-innen im Mittelpunkt stehen. Testen Sie uns!

Kontakt Hendrik M. Rabbow | Telefon 0171 6424664 | http://www.rabbow.com

Kontakt Susanne Berkenkopf | Telefon 0421 161 69 608 | http://www.feng-shui-und-beratung.de


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Was wir geben …

In Momenten des Glücks: Eins mit unserer Natur. Danke © Jaanus Jagomägi

Was wir geben, ist wirklich da.
Denn das ist der Wirklichkeit Welt
was Menschen vollbrachten,
hier ist es geschehen, und Großes
kommt darin vor;
doch das Große geschah nur:
weil Tausende täglich erwachten
und schafften und planten und litten
und liebten und dachten
und weil sich von alledem nichts verlor.

Rainer Maria Rilke

Ganz in diesem Geist wünsche ich Ihnen und Euch einen glücklichen Übergang in ein Neues Jahr voller Möglichkeiten. Dazu viel Glück und Segen für alle Vorhaben, Kraft zum Durchhalten und stille Momente für das Staunen!


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Hilft Feng Shui auch bei Stress?

Stress gilt mittlerweile als Volkskrankheit. Laut Duden handelt es sich bei Stress um erhöhte physische oder psychische Belastung. Die Ursachen dafür können vielfältig sein:

  • Zuviele Termine, Zeitdruck, Anforderungen, denen man sich nicht gewachsen fühlt
  • Druck, weil man es allen recht machen will
  • zuviel Verantwortung, unübersichtliche Situationen
  • fehlende Anerkennung, Kritik, Drang nach Perfektion
  • und mangelnde Gelegenheit, Körper und Geist zu entspannen.

Zeit, innezuhalten. Danke für das tolle Foto, Manja Benic!

Letzte Woche meldete sich der Geschäftsführer einer großen Unternehmensberatung bei mir. Als wir nach einem freien Termin für die Beratung schauten, schleuste ihn sein Kalender Richtung Mitte Dezember. Da hätte also erst viel Wasser den Main hinunter fließen müssen, bevor ihm ein freies Zeitfenster ein Treffen gestattet hätte. Doch wer gewohnt ist, weitreichende Entscheidungen zu treffen, kann auch Prioritäten setzen. Unser Treffen war ihm wichtig, und in 10 Tagen ist es soweit.

Nicht immer ist es so krass mit der Zeit, doch Hand aufs Herz: Wer nimmt genug „Auszeiten“, um wieder ganz bei sich anzukommen? Wem gelingt es trotz freier Zeit nicht, zu entspannen? Wer trägt nachts Beißschienen, weil der Zahnschmelz sonst durch nächtliche Beissorgien beschädigt wird? Wer erwacht mit Kiefer-oder Kopfschmerzen, fühlt sich schon morgens überfordert? Ausgelaugt? Wer fühlt sich nur noch wohl, wenn es keine freien Zeiten im Kalender gibt?

Feng Shui ist für mich auch ein Synonym für Lebensart. Wer im eigenen Leben wieder selbst Regie führen will, ist bei mir genau richtig.

„Ich erforsche nach der Beratung mein Selbstgefühl,“ reflektiert Kai B., dessen Beratung schon ein Weilchen zurück liegt und der mir dieses Feedback schrieb. „Selbstbewußtsein blieb bei mir immer im Kopf haften. Jetzt taste ich mich ran, Beschreibungen wie „gut – schlecht“ tatsächlich zu fühlen und erweitere mein inneres Vokabular. Ich fühle jetzt, wie es ist, angeregt, aufgeregt, wütend, inspiriert, ermattet, entspannt, ärgerlich oder wertschätzend zu sein. Vorher hatte ich nur „gut“ oder „schlecht“ als Begriffspaar und durch das angenommene Dogma, positiv denken zu müssen, konnte ich nie äußern, was es war, wenn es mir schlecht ging. Da hat sich eine Menge geändert und meine Wahrnehmung auch von Nuancen wird immer feiner!“

Was haben wir in seinem Umfeld getan? Natürlich gilt zuerst der Blick dem Ganzen. Grundstück und Grundriss – sei es Wohnung, Haus oder Firmensitz – geben immer erste, wichtige Informationen. Unternehmer-innen und Geschäftsleute erhalten aus den Himmelsrichtungen Süden und Nordwesten wertvolle Unterstützung. Darum als erstes hier Bestandsaufnahme und herausfinden, von wo Blockaden wirken und wie sie beseitigt oder gewandelt werden können. Denn erfahrene Beraterinnen kennen sich auch mit dem sogenannten Sat-Qi, also der aggressiven Variante von Qi, aus und wissen, wie es in förderliche Energie gewandelt werden kann.

Das ist wie mit dem Feuer: Ein Funken wärmt nicht, bei zuviel gibt’s komplette Zerstörung. Nur wer es bändigen und das richtige Maß herstellt kann es nutzen sich zu wärmen, und eine köstliche Mahlzeit zu bereiten.


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Interior Styling mit den 5 Elementen

Oft erwähne ich die 5 Elemente in meinen Artikeln. Wer sich fragt, wie das „übersetzt“ in der Raumsprache aussehen kann, findet hier Anregungen in beispielhaft gestalteten Räumen. Nicht immer geht es beim Feng Shui Styling nur um schöner wohnen – doch wenn das dabei raus kommt, ist ja auch viel gewonnen ❤

Das Element Holz

ist gekennzeichnet durch die Farbe grün und hochaufstrebende Möbel, Lampen oder Pflanzen. Holz repräsentiert Wachstum, Dynamik und Erfindungsreichtum im Elementekreis.

Zum Element Feuer

gehört die Farbe rot sowie alles prunk- und prachtvolle. Ein vom Element Feuer dominierter Raum kann pompös oder überladen wirken, ein besonderes Kennzeichen ist sein warmer Charme. Und mit der Zeit ändern sich kulturelle Vorlieben, die wir im Raum wieder finden.

Das Element Erde

mag es stabil und – erdig. Die Farbe Gelb und Brauntöne in jeder Coleur, rechteckige oder quadratische Möbel (auch in Holzoptik) kennzeichnen das, was uns heute oft fehlt: Den festen Boden unter den Füßen. Sich „einfach“ wohlfühlen, Ballast fallen lassen und sein dürfen – das erlauben erdig dominierte Räume.

Das Element Metall

ist materialisierter Ausdruck von Klarheit. Schlicht, dabei elegant. Klares Motto in weiß, silber, gold oder kupfer: Weniger ist mehr. Metall liebt die Essenz, deshalb wird in diesem Ambiente gern auf jede Art Schnick-Schnack verzichtet.

Das Element Wasser

symbolisiert per se die Bewegung. Fließende Formen, viel Glas, Spiegel, weiche Stoffe und alle Farben Blau kennzeichnen das Wasserelement.

Selten gibt es Räume, die ausschließlich einem Element zuzuordnen sind, meist herrscht ein Mix, in dem jedoch ein Element klar dominiert. Das kann zu einem Gefühl von Unausgeglichenheit, Lähmung oder Überforderung führen. Fehlt der Ausgleich, fühlt man sich unwohl.

Einseitig eingerichtete Räume resultieren meist aus dem Versuch, eine individuelle Veranlagung auszugleichen und über den Raum für Ausgewogenheit zu sorgen. Da das nicht unbedingt dem entspricht, was der Raum braucht, schleicht sich Unbehagen ein.

Nicht selten ist das dann Anlass für wiederkehrenden Streit, vor allem wenn mehrere Menschen zusammen leben: Dann findet’s der eine zu voll gestellt oder immer unordentlich, einem anderen ist’s zu nüchtern oder jemand friert immer, weil das Zimmer scheinbar trotz Heizung einfach nicht warm wird. Hier läge ein offensichtlicher Beratungsauftrag vor:

Herausfinden, was braucht der Mensch und was braucht der Raum. Dann beide nach Bedarf stärken. So entstehen Räume, in denen sich alle wohlfühlen, die hier zu Hause sind.  Auch wer täglich viele Stunden Lebenszeit an dem Ort verbringt, an dem er und sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellt, hat ein Recht darauf, es schön zu haben.