Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Podcast: Energetische Raumgestaltung und Feng Shui

Für alle, die keine Lust haben zu lesen – heute gibt’s was für die Ohren. Letzte Woche habe ich mit Simon Schubert einen tollen Podcast aufgenommen. Simon ist studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit. Er unterstützt Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise und sagt über sich: „Ich unterstütze Organisationen und Changemaker, eine Welt zu schaffen, in der Menschen gedeihen.“

Mach‘ mal Pause! Sitzen, lauschen, schauen – und sich dabei inspirieren lassen.

Genau das ist auch mein Anliegen, denn

»Ein Zuhause sollte Ankommen in der Gegenwart ermöglichen und eine erfüllte Zukunft verheißen.«

Über die folgenden Themen haben Simon und ich in dieser Folge gesprochen

  • Wie kann Raumgestaltung überhaupt Einfluss auf uns haben?
  • Esoterik und Wissenschaft: »Welchen Stempel gibst du Sachen?«
  • Die Grundidee von Feng Shui
  • Zuhause als Kraftort
  • Wie kann ich meine Umgebung für mehr Wohlbefinden gestalten?
  • Was ist bei einem Home Office wichtig?
  • Zusammenhang: Räume, Blockaden und chronische Krankheiten
  • Was bedeutet es, dass die Meisten von uns in Rechtecken leben

Podcast: Energetische Raumgestaltung und Feng Shui

Ich bin etwas aufgeregt – doch freu mich total darüber. Vielen Dank Simon für das anregende Gespräch und nun Viel Spaß beim Hören!


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Hausbau und die Psychologie der Hoffnung

Für dieses Foto gibt es bislang 17.000 likes auf Facebook. Szenen einer Stadt, die eher wie ein Phantasiegebilde und komplett surreal wirkt. Mit dem Auge gesehen mag ein Like gerechtfertigt sein, doch mein Herz zieht sich beim Anblick der Silhouette zusammen. Auch wenn mich der Gebäudekomplex ein wenig an Stonehenge 🙂 erinnert, mir kommt der Kinderpsychologe Bruno Bettelheim in den Sinn, der sich mit den Effekten von Stadtplanung auf geistige Gesundheit befasste. Eindrücklich fragte er sich, wie stark die „dingliche Umwelt die Psychologie der Hoffnung“ beeinflusst.

Singapure. Foto © @kevouthere [IG] in Architecture & Design

  • „Hochhäuser mit ihrer überwältigenden Größe vermitteln das Gefühl der eigenen Bedeutungslosigkeit. Sie betrügen uns um das Gefühl des Herrseins, wie es das Heim schenken sollte, und wecken den Wunsch, unsere Herrschaft auf andere Weise zu bestätigen.
  • Dann beobachtete ich einige Kinder beim Spielen und erkannte das schon erwähnte Problem der Proportionen. Ein Kind mag auf eines der Betontiere oder auf den Kletterbaum steigen und dabei nach Art von Kindern erwarten, dass es von dort oben hinabschauen, die Welt überblicken und sich erhaben fühlen würde, weil es sich so groß und hoch oben vorkommt; wenn aber sein Blick auf das Hochhaus fällt und daran emporwandert, fühlt es sich auf seinem Hochsitz kleingedrückt wie ein Zwerg. Mit seiner schieren Höhe zerstört das Gebäude das, was das Kind in seinem Phantasiespiel zu erringen sucht. Wenn schon die hohen Bäume von diesem Haus – seinem Heim – unermeßlich überragt werden, wieviel mehr dann das Kind selbst, das ja noch klein ist. Dieser Raum betrügt es um das erstrebte gesteigerte Selbstgefühl, wie er auch – aus anderen Gründen – die Erwachsenen darum betrügt.“ *

Der Zusammenhang zwischen Stadtplanung und geistiger Gesundheit geht uns alle an. Jedes „Zuhause“ beginnt schon lange bevor man die Haustür aufschließt, es beginnt auf dem Weg dorthin. Was gehört für Sie dazu: das Rauschen der Blätter im Wind, Vogelstimmen bei Sonnenaufgang, der Duft von Heckenrosen am Straßenrand, Kinderlachen? Zur menschlichen Dimension gehört gelungene Proportion und die ist mir ein echtes Anliegen!

Gibt es in Ihrem Umfeld Planungen zur Umgestaltung von Einkaufsstraßen, öffentlichen Plätzen oder Ausschreibungen für Neubaugebiete? Laden Sie mich gerne zur (Bürger)Anhörung ein. Ich halte auch Vorträge über lebenswerte Stadtplanung in Verbindung mit holistischem Design. Gemeint ist eine ganzheitliche Gestaltung, bei der die Auftraggeber in den Prozess einbezogen werden und in dem die pragmatisch-funktionale Vorgehensweise zugunsten eines kreativ-fühlenden Parts entlastet wird. Rückverbindung zur Urkraft, wäre ein klingender Name für diesen Planungsprozess.

Oder planen Sie einen Neubau und möchten ein Zuhause entwerfen, dass zur Quelle von Erholung und Wohlbefinden wird? Noch immer leben die meisten von uns in rechtwinkligen Räumen und werden von 90° Winkeln dominiert. Dass Formen eine wichtige Wirkung auf das Verhalten und die Gefühle von Menschen haben, darauf hat nicht nur Rudolf Steiner verwiesen. Doch er war überzeugt, dass rechtwinklige würfelförmige Gebäude die Menschen rationaler, kühler, logischer, materialistischer und  „männlicher“ denken und handeln lassen. Was bedeutet das für unser Selbstverständnis als Frau (und als Mann)?

Wenn Sie erwägen, durch organische Strukturen und Formen ganz prächtig auf Ihr Wohlbefinden einzuwirken, sprechen Sie mich gerne an. Zusammen mit Ihnen und Ihrem Architekten / Ihrer Architektin entwerfen wir ein stimmiges, lebenswertes Zuhause, dass sich die Kraft vom Ort holt und ihm davon auch zurück gibt. „Die entscheidende Frage ist doch, ob Formen und Räume lebendig oder leblos, ob Umgebungen lebenserneuernd oder lebensschwächend sind.“ Christopher Day, Architekt

P.S. Natürlich berate ich Sie auch, wenn Sie in einem Hochhaus leben! Dazu können wir den „Raum im Raum“ entwerfen, mit Formen experimentieren und Wirkung erzielen, ohne dass Wände eingerissen werden oder der Mauer kommen muss. 🙂

* aus: Bruno Bettelheim, Erziehung zum Überleben – Zur Psychologie der Extremsituationen, dtv 1982


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Die Kraft der Zeichen

Die Welt ist voller Symbole. Seit Urzeiten verwenden wir sie zur Vereinfachung oder um etwas ohne Worte zu erkennen – im Straßenverkehr regeln Zeichen das Miteinander, an fremden Orten weisen sie den Weg zur Toilette, zum Notausgang oder zur Autobahn. Auf Klamotten angebrachte Zeichen repräsentieren Marke und implizieren den zugehörigen Wert. Kurzum: Zeichen sind universell und werden eingesetzt, um etwas zu bewirken.

Form gibt Richtung, Farbe belebt und gut kombiniert aktivieren sie beide Gehirnhälften zugleich. In Venedig gesehen hat’s © Tom Podmore

In der Regel gilt: Je einfacher das Zeichen, desto wirkungsvoller ist es. Da brauchen wir bloss an Nike, Deutsche Bank oder Adidas denken – und wer hat beim Lesen (nicht) gleich das zugehörige Zeichen vor Augen gehabt? Tatsächlich ist die ganze Natur voller Symbole, auch da brauchen wir nur hinschauen oder hinspüren, um ihre Kraft zu entdecken und für uns zu nutzen.

Hier ein paar Tipps, um mit Zeichen und Symbol* im Alltag zu experimentieren und Intentionen kraftvoll(er) zu aktivieren.

Damit alles rund läuft: Der Kreis.
Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende und symbolisiert Schutz und Zentrierung.

Tipp für mehr Konzentration

  • Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier – wohin fällt Ihr Blick? Zeichen Sie dann einen Kreis in die Mitte und vergleichen, wohin fällt Ihr Blick nun?
  • Legen Sie das Papier vor sich auf den Schreibtisch und immer wenn Sie mit der Aufmerksamkeit abschweifen hilft der Kreis, sich an den Fokus und das was Sie eigentlich tun wollen, zu erinnern.

Tipp für Schutz

  • Wer sich in vollen Straßenbahnen, Zügen oder beim Einkaufsbummel vor der negativen Ausstrahlung anderer schützen möchte, stelle sich selbst in einem Kreis vor. Dieser Kreis kann aus der Lieblingsfarbe oder aus schillerndem Licht bestehen und das, was andere aussenden, zurück reflektieren. Von innen ist der Kreis durchlässig und so bleibt die Entscheidung offen, wen oder was man im visualisierten Kreis empfangen möchte. Wer mit der Vorstellung Schwierigkeiten hat besorgt sich eine Kugel aus Rosenquarz oder eine einfache Murmel, und spricht das Gewünschte in sie hinein. In der Jackentasche getragen ist sie jederzeit griffbereit und hilft, den Fokus auf das Gewünschte zu halten.

Vollendung durch Einklang: Die liegende Acht.
Die Lemniskate symbolisiert Unendlichkeit, den fließenden Rhythmus in der Natur und die Einheit in der Dualität. Mögen wir auch gelegentlich bestrebt sein, die Dualität aufzuheben, nur durch sie ist es möglich, etwas Neues zu schaffen. Im Feng Shui heißt das: Zweimal Yin / zweimal Yang kann nichts produzieren. Es braucht das polare Gegenüber, braucht Schwingung und Gleichgewicht um das gesamte Potenzial zu aktivieren.

Tipps für mehr Gelassenheit im Umgang mit schwierigen Mitmenschen

  • Ziehen Sie im Geist die Lemiskate um sich und den Menschen, mit dem Sie Schwierigkeiten haben. Beide Schleifen der liegenden Acht sind gleich groß. Folgen Sie in Gedanken der Bewegung der Linie in Verbindung mit Ihrer Atmung. Aus eigener Erfahrung löst sich die empfundene Spannung, jede/r darf in seinem Kreis wirken und es öffnet sich – jenseits der Wertung der Standpunkte – ein Feld tiefer Verbundenheit.
  • Sie können auch Namen, Themen, Konfliktpunkte auf zwei Zettel schreiben, diese im Raum auslegen und dann in Form der liegenden Acht drumherum wandern. Achten Sie dabei nur auf Ihre Atmung und wechseln auch mal die Richtung. Nach einiger Zeit löst sich die Spannung und statt des entweder-oder entsteht ein Tor für das sowohl-als auch.

Stabilität und Erdung: Das Quadrat.
Vier Ecken und gleiche Seitenlängen kennzeichnen das Quadrat als typisch irdisches Element. Das Erdelement ist ambivalent, denn in erlöster Form repräsentiert es Willenskraft, Zuverlässigkeit und Geduld, in unerlöster Form steht es für Sturheit, Verbissenheit und Geiz.

Tipps für Erdung nach zuviel Netflix, Facebook oder langen Arbeitsbesprechungen

  • Stellen Sie sich aufrecht hin – im besten Fall machen Sie diese Übung für eine kleine Weile  draußen. Schließen Sie die Augen und bemerken Sie den Untergrund auf dem Sie stehen. Richten Sie die Aufmerksamkeit abwechselnd in jeden Fuß und wandern Sie darin herum, vorne, mitte, hinten, Innenkante, Außenkante. Scannen Sie Ihre Zehen, und zwar jeden einzeln. Sollten das am Anfang nicht klappen, macht nichts. Ich verspreche, wenn Sie die Übung öfter machen und morgens oder abends regelmäßig ihre Zehen anfassen und die Füße massieren, kommt das Gefühl zurück. Machen Sie die Übung solange und so oft es sich gut anfühlt. Dann atmen Sie noch einmal tief und kommen langsam dahin zurück, wo Sie gerade stehen.
  • Wenn Sie in stressigen Situationen den Boden unter den Füßen verlieren, imaginieren Sie, wie Sie in einem Quadrat stehen. Sie können auch vier Steine im Quadrat auf dem Boden auslegen und sich hinein setzen oder stellen. Atmen Sie vier, sechs, acht oder zwölfmal bewußt ein und aus. Das Ausatmen sollte etwas länger dauern, als das einatmen. Wenn Sie mögen summen Sie: U. Der Vokal U räsoniert mit Becken und Unterleib und stabilisiert zusätzlich durch seine Schwingung.

Auch heute möchte ich den offenen Blick einladen, bestehende Formen wahrzunehmen und sich auf neue Formen einzulassen. So spirituell (im Sinne: Verbunden und Eins mit Allem) wir auch sein mögen, unser Leben auf der Erde spielt sich ab in Räumen – dem großen Raum der Natur, in Wäldern, Weiten und Gärten und dem Innenraum, in der Wohnlandschaft und dem Arbeitsraum.

Doch jeder Raum ist schwingende Materie, die kraftvoll die Schwingung der Zellen und der Bewusstheit beeinflusst. Wessen Raum nicht trägt, verliert sich im unmanifesten Wolkenkuckucksheim und Pläne, die keine Form annehmen, die sich nicht materialisieren, nützen wenig. Form gibt Sinn und Ausrichtung, Symbole sind Anker aus dem geistigen Raum.

Die Weisheit des Feng Shui verbindet beides und schafft Räume, in denen der Boden trägt. Denn wie ein Baum braucht der Mensch starke Wurzeln, um die üppige Krone bei Wind und Wetter zu tragen.

* „Unter einem Symbol versteht man ein wahrnehmbares Zeichen bzw. Sinnbild (Gegenstand, Handlung, Vorgang), das stellvertretend für etwas nicht Wahrnehmbares (auch Gedachtes bzw. Geglaubtes) steht.“ – Quelle: Wikipedia Symbol


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Formensprache und ihre Wirkung auf das Bewusstsein

Die Welt der Form ist vielschichtig und geheimnisvoll. Wer in sie eintaucht erkennt in der Natur die komplexen Prinzipien der Mathematik, findet Symmetrie und Zahlenfolgen und gelangt schließlich auf die Pfade der heiligen Geometrie.

Warum nicht: Das Fenster von Notre-Dame als Vorlage für ein Wohn-Projekt. Eine gemeinsame Mitte, davon abgehend individueller Raum für die Mitglieder der Gemeinschaft. danke © Stephanie Leblanc

Wer heute die natürliche Vielfalt der Formen studiert kann zu dem Ergebnis kommen, dass postmoderne Architketur in einer quadratisch-praktischen Einseitigkeit stecken geblieben ist, die menschlichem Wohlbefinden entgegen wirkt und eine erhöhte Schwingungsfrequenz blockiert. Wie physikalische Experimente längst bestätigen: Jeder Raum erzeugt eine Schwingung und wer dem Schwingungs-Signal ausgesetzt ist, übernimmt die Form des Signals.

Doch es gibt Hoffnung. „Neue“ Architekten konstruieren für Augen und Seele ungewöhnlich kühne, dabei ansprechende und lebendige Bauwerke. Vorlage sind von der heiligen Geometrie inspirierte Formen, die stimmig schwingen und sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eine neue Ära ist da und längst dürfen nicht mehr nur öffentliche oder „heilige“ Bauten von diesen lebensspendenden Prinzipien profitieren. Die Zeit ist reif, dass auch die Bebauungspläne in Neubaugebieten an die Bedürfnisse der Seele angepasst werden.

Mich hat’s gepackt und ich beginne, mich ganz neu auf Formensprache, Proportion und harmonikale Gesetze einzulassen. Ich stöbere in Büchern und im Netz und experimentiere selbst mit „Raum im Raum“, indem ich erstmal Formen auf dem Boden auslege und erkunde, welchen Einfluss sie auf meine Sinne und mein Ge-wahr-sein haben. Dabei entdecke ich Schnittmengen zur Numerologie und erlebe erneut am eigenen Leib und in anderer Dimension : Raum hat Bewusstsein.

Als illustre Stichworte, die mein neues Forschungsprojekt kennzeichnen, mögen dienen: Heilige Geometrie, Goldener Schnitt, Fraktal, harmonikale Proportion, Platonische Körper, Blume des Lebens, Äskulapstab, Fibunacci, Antakarana, Vortexfeld … Im nächsten Jahr werde ich einen Workshop dazu anbieten und freue mich schon jetzt auf anregende gemeinschaftliche Erfahrungen in der Gruppe.

Ein Fundament meiner geistigen Heimat ist das Feng Shui. Wahrnehmung und Wirkung von Form auf Wohlbefinden und Bewusstsein gelten als erste Priorität, um ein Umfeld zu analysieren und Ursachen für Unbehagen zu finden. In der Feng Shui Arbeit wissen wir Formen zu nützen, um Zentrierung, Lebensfreude, Aktivität, Loslassen, innere Balance, Flexibilität, Gesundheit, Veränderung und Transfomation zu initiieren. Dennoch ist die Formensprache des Feng Shui starr, noch immer gelten Rechteck und Quadrat als optimale Grundriss-Form.

In meiner zweiten Heimat, der Geomantie, wird ebenfalls die Sprache der Form genutzt, jedoch gilt hier bereits der 90° Winkel nicht länger als zwingend für ein stimmiges Gebäude. Und es geht sogar noch einen Schritt weiter, indem wir ein Bauwerk in seiner Drei-Dimension betrachten und dem Klang, den es erzeugt, lauschen. Denn Klang ist immer an den Raum gebunden, in dem er entsteht. Musikalische Proportionen finden wir (noch) vorwiegend in öffentlichen Bauwerken, vor allem in Kirchen und an Fassaden.

Wer je in Mont Saint Michel beim Erklingen des Chors die Engel singen hörte kann nach Verklingen des Entzückens nachlesen, dass allein die Proportion des Raumes den „Gesang der Steine“ auslöst. Und wer demnächst nach Florenz reist sollte die Gelegenheit nutzen, und eine Fassade die nach musikalischen Proportionen gefertigt wurde, auf sich wirken lassen. Die Fassadengestaltung des Palazzo Rucellai hat der Renaissance Baumeister Leon Battista Alberti nach den proportionalen Verhältnissen von Terzen, Sexten und Septimen komponiert*.

Wenn Sie / Dich das Thema interessiert freue ich mich über weitererzählen, über Teilen auf FB oder rebloggen. Denn ich fühle, dass ich in diesem Feld einen Schritt über mich hinaus wachse und mich berufen, noch mehr Menschen auf die Essenz von Raum, Wohnen und Leben aufmerksam zu machen und Impulse zu geben. Die neue Zeit ist da.

  • Welche Bauherr-inn-en wollen die Kraft von Form und Proportionen in Ihr neues Zuhause integrieren? Das können auch zu fertigende Tiny- oder Holzhäuser, Bauwagenaufsätze oder kreative Gemeinschaftsprojekte für Innen und Außen sein.
  • Wer plant eine Umgestaltung des Gartens und möchte die Weisheit der harmonikalen Proportionen nutzen, um fruchtbarere Erträge zu erzielen?
  • Welche Architekt-inn-en berücksichtigen Proportionenkunde und heilige Geometrie in ihren Entwürfen und haben Interesse an Zusammenarbeit?
  • Wer forscht ebenfalls auf diesem Gebiet und ist an lebendigem Wissens- und Erfahrungsaustausch interessiert?
  • Wer ist generall an Austausch zum Thema Form und Bewusstsein interessiert: Musiker-innen, Numerolog-inn-en, Astrolog-innen, Handwerker-innen, Architekt-inn-en …?

Der spanische Architekt Gaudi ist bekannt für organische Formensprache, unregelmäßige Grundrisse und integrierte Motive aus der Natur. In Barcelona gesehen hat’s © David Rüsseler

„Du kannst aber nicht nur in den dämonischen und göttlichen Dingen die Natur der Zahl und ihre Kraft wirksam sehen, sondern auch überall in allen menschlichen Werken und Worten und auf dem Gebiet aller technischen Verrichtungen und auf dem der Musik.“ Pythagoräer Philolaos, 5. Jahrhundert v. Chr.

* Proportionenkunde: große Terz 4:5; kleine Terz 5:6 | große Sexte 3:5; kleine Sexte 5:8 | große Septime 8:15; kleine Septime 9:16

 


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Kurz und knackig – Feng Shui Tipp für’s Business

Wer neue Anschaffungen für’s Business plant ist mit der Feng Shui Formensprache gut beraten. Zum Beispiel Besprechungen am runden Tisch führen.

Danke © Nathan Dumlao: Am runden Tisch kommen alle Farben zur Wirkung.

Danke © Nathan Dumlao: Eindrucksvoller Farbklang am runden Tisch!

Insgesamt zeigt die Erfahrung, dass Konferenzen am runden Tisch meist glatt und ohne Widrigkeiten verlaufen. Runde Tische unterstützen gute Arbeitsbeziehungen und fördern Teamwork.

Hilfreich für die Würze der Kürze sind Besprechungen im Stehen. Durch die körperliche Aufrichtung kommen alle schneller auf den Punkt, das Denken bleibt zielgerichtet und konzentriert.

Happy Work-Day 🙂

P.S. Wer sitzt am runden Tisch eigentlich am „Kopfende“? Führungskraft zeigt sich vor allem, wenn man gar nicht damit rechnet.

P.P.S. Gleiches gilt übrigens nicht für das Oval. Ein ovaler Tisch hat zwei Mittelpunkte, darum gibt es oft unterschiedliche Meinungen, die sich nicht leicht zum Konsens zusammen führen lassen.

 


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Suche Raum für Rückzug – Hochsensible in turbulenten Zeiten

„ … dann mach ich mir die Welt, wie sie mir gefällt …“, klingt verlockend und ist dennoch nicht ganz so einfach zu realisieren – vor allem, wenn unterschiedliche Bedürfnisse die Gestaltung beeinflussen, eine Mehrheit sich wirksam durchsetzt und Minderheiten mit den Entscheidungen leben müssen.

Sind Rehe hochsensibel? Ich würde sagen: Ja. Danke © Melissa Chabot

Sind Rehe hochsensibel? Ich meine Ja. Danke © Melissa Chabot für den Blick auf das Sanfte

Vor allem hochsensible Menschen kennen andere Strophen des Liedes von der Reizüberflutung, denn während unsere Sinne mit Eindrücken regelrecht überflutet werden, haben Zartbesaitete es nicht leicht.* Hier geht mein Dank an die Wissenschaft, denn wo es früher schnell hieß „du hast ja eine Macke“ oder „stell dich nicht so an“, wissen wir heute, dass bei einigen Menschen die Sensoren tatsächlich feiner eingestellt sind. Die Grenzen ihrer Behaglichkeitszone sind weit enger gesteckt als bei der Mehrheit, die bislang noch definiert, was „normal“ sei.

Wer mit der Beschreibung Hochsensibel nichts anzufangen weiß, stelle es sich so vor: Wir Menschen brauchen ein gewisses Maß an Stimulation, um uns lebendig zu fühlen. Durch zuwenig fühlt sich unsere Spezies unterfordert, dann wird es erst langweilig und schließlich fühlt man sich unbehaglich. Zuviel Anregung führt dagegen zu Erregung und schließlich ebenso zu Unbehagen. Nun gibt es nachgewiesenermaßen Menschen und Tiere, die viel feiner getunt und empfänglicher sind als der Durchschnitt, denn sie nehmen viele Reize zeitgleich und intensiver wahr. Das kann das System überfordern und darum fühlen sie sich viel schneller unbehaglich als andere. Diese Menschen gelten als hochempfindlich oder hochsensibel.

Sie reagieren auf Reizüberflutung mit dem Bedürfnis nach Rückzug, werden aggressiv, beginnen zu schwitzen, zu zittern oder Verwirrung zu zeigen. Weil Überstimulation den Organismus überlastet sinken bei solcherart „Gestrickten“ die Leistungen, einige benehmen sich in überfordernden Situationen tollpatschig, unlogisch, werden emotional oder reagieren, wenn der Zustand zum Beispiel im Schul- oder Arbeitsalltag länger anhält mit Krankheit, Depression oder Neurosen.

Soweit die Einleitung.

Doch was kann man tun, wenn die Außenwelt von Hektik regiert wird, wenn Multitasking zum Credo erhoben und Mensch von permanenten Geräuschkulissen, Gestank und Dauerbeleuchtung belästigt wird? Es gibt aus Feng Shui Sicht räumliche Empfehlungen speziell für hochsensible Menschen und ihre Familien. Doch heute will ich von hilfreichen Strategien berichten, die aus der Erfahrung geboren wurden und sozusagen eine „Notapotheke“ sein können, egal wo man gerade ist. Es empfiehlt sich, nicht alle gleichzeitig anzuwenden, denn das würde das System erneut überfordern.

Raum für Rückzug – Stille

Nach hektischem Erleben ist Stille das Pflaster, um innere Turbulenzen zu beruhigen.

Finden Sie einen Ort, an dem natürliche Geräusche dominieren – lauschen Sie Ihrem Atem, dem Wind, dem Plätschern des Wassers. Draußen ist (für mich) immer schön, wo könnte Ihr Ort sein? Ob auf dem Balkon, im Garten, im nahen Park, gönnen Sie sich ein paar Minuten Zwischenraum und nehmen sich die Zeit, bewußt von einer Situation in die andere zu wechseln.

Selbst im Büroalltag oder auf der Autobahn ist das möglich: Klinken Sie sich aus – und seien es nur Momente – schalten Sie bewusst alle Sinne auf hören : ihre Schritte auf dem Boden, das Surren der Kaffeemaschine, das Motorengeräusch, der vorbeirauschende Wind … Ziehen Sie alle Sinne nach innen und erlauben nur Ihren Ohren Kontakt aufzunehmen. Fortgeschrittenen wird es mit einiger Übung gelingen, die Stille hinter dem Geräusch zu erlauschen.

Raum für Rückzug – Augenweide

Augen sind das Fenster zur Seele, darum tut es insgesamt wohl, Schönes zu betrachten.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Augenpause, schauen Sie ins Grüne oder auf ein Foto, das ihre lebendigsten, wohligsten, erfreulichsten, lachendsten Momente bereit hält. Während Sie schauen, spüren Sie. Ihren Körper, Ihren Atem, die Freude der Erinnerung.

Sie können auch einen Körperanker zur Hilfe nehmen. Beispielsweise indem Sie mit einer Hand den Zeigefinger der anderen Hand halten und währenddessen die Augenweide und das dazu gehörende Gefühl bewusst in sich aufnehmen. Wenn Sie das nächste Mal eine Aufladung benötigen (zum Beispiel in der U-Bahn, wo’s kein Grün gibt, oder im Sitzungssaal ohne Fenster) umgreifen Sie erneut den Zeigefinger und spüren, wie das belebende Empfinden Sie durchströmt und beruhigt.

Raum für Rückzug – Duft

Nirgendwo geht’s schneller, intensiver und barrierloser hinein als durch die Nase.

In Millisekunden kann ein Duft an längst vergessene Tage und Orte entführen, kann traurig oder froh machen, Ekel oder Liebe wachrufen. Haben Sie einen Lieblingsduft? Ich habe mir für traurig-kalte Wintertage den Duft des Sommers in ein Leinensäckchen genäht – das gemähte Gras aus meinem Garten. Wann immer es beliebt hole ich mir damit die Verheißung und eine Kombination von blau (Himmel), gelb (Sonne) und grün (Gras) ins Gemüt. So entsteht durch den Duft ein sinnliches Farbspiel in dem ich schwimmen und mich erfrischen kann. Welcher Duft belebt Ihre angenehmsten Erinnerungen?

Oder lieber duftlos? Vielleicht braucht Ihre Nase eine Pause, dann gönnen Sie sie ihr und wechseln das Terrain.

Raum für Rückzug – Haptik

Haut, Fingerspitzen, Füßen schmeicheln.

Vielleicht mit geschlossenen Augen Stoffe und Texturen fühlen, Seidenpapier, Tannenzapfen, Blütenblätter oder ein Stück Samt sanft berühren. Solche „Talismänner“ passen selbst in kleine Jackentaschen.

Wenn möglich hüllen Sie sich in einen feinen Stoff, schmiegen sich kurz ins Gras, durchschreiten ein Blätterdach, gehen barfuß durch eine Pfütze. Wie kalt ist Regen an den Füßen?  Egal ob draußen oder drinnen, immer mal die Augen in die Fußsohle wandern lassen. Sich ganz und gar der Berührung hingeben, anschmiegsam sein und im Moment reinen Spürens aufgehen.

Raum für Rückzug – kost-bar

Hmmm, auch Mund und Zunge dürfen genießen.

Doch langsam, ganz langsam – vielleicht mit geschlossenen Augen zuerst riechen, dann anschauen und die Vorfreude spüren, es gleich zu kosten. Wer erinnert sich an Kim Basinger in 9 1/2 Wochen? Statt funktionieren („der Körper braucht Essen“) sich nähren lassen vom Genuss: schmecken, kauen, lutschen, schlürfen, schmatzen, nachschmecken, schlucken – noch einen Bissen, einen Schluck auf der Zunge zergehen lassen. Nur das …

In hektischen oder angespannten Situationen mögen die meisten hochsensiblen Körper jedoch keine Nahrung. Dann ist trinken angeraten, am besten Wasser, um den inneren Fluß in Bewegung zu halten und Belastendes schneller auszuschwemmen.

Raum für Rückzug – Wunder geschehen lassen

Das, was wir suchen, sucht auch nach uns.

„Hochempfindlichkeit ist ein Geschenk, für mich selbst und für alle, die ich berühre.“ Georg Parlow.
Auch wenn die Geschwindigkeit der äußeren Welt vermutlich weiter zulegt und Multitasking noch immer als Machbar und Erstrebenswert gilt – Hochsensibilität ist ein Geschenk der Natur an uns alle. Denn wer schneller spürt, kann andere aufmerksam machen, vor schädlichen Entwicklungen warnen und unserer Gesellschaft helfen mehr zu fühlen und weniger zu denken.

Manchmal braucht „etwas“ nur einen Namen, um dazuzugehören. Wird aus dem herablassenden „du bist immer so empfindlich“ ein anerkennendes „dein Gespür ist so fein – von dir möchte ich lernen, die Flöhe husten zu hören“, macht es das Zusammenleben für alle angenehmer. Wir erfahren uns durch andere und jede Persönlichkeit hat die Chance, von Umgang und Umfeld zu profitieren und neue Facetten in das eigene Weltbild zu bauen. Nicht im Sinne von „benutzen“ sondern als „in-Beziehung-sein“, ein Teil von … zu sein.

Ich bin überzeugt, im Miteinander – Füreinander liegt der Weg zu mehr Respekt, mehr Selbstverständnis und Selbstachtung – egal, ob hoch-sensibel oder weniger.

… auch Elefanten gelten als äußerst sensibel. Dank an © Ray Rui für dieses Familienfoto!

* Empfehlenswerte Lektüre zum Thema: zartBesaitet von Georg Parlow.


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Feng Shui und der Weg zu Reichtum und Fülle

Nichts bleibt für immer. Auch das „Nichts“ nicht, denn auf dem Weg der Wandlung wird es zu „Alles“, um schließlich zum Nichts zurückzukehren. Schön, gell? Fiel mir heute morgen unter der Dusche zu und so wußte ich, es ist Zeit für ein gefragtes Feng Shui Thema: Reichtum und Fülle.

Alles und Nichts, Fülle und Leere. Was wäre das Eine ohne das Andere?  Foto © Brooke Lark

Zunächst wollen wir die Begriffe kurz klären, denn die Bedeutung ist oft verschwommen:

Reichtum bezieht sich auf den Wohlstand im Außen. Gemeint ist hier das HABEN, also wie jemand Geld verdient und ob der Wert der Arbeit angemessen vergütet wird. Wer „wohl steht“ darf behaupten, „die materielle Basis stimmt“.

Fülle bezieht sich dagegen auf den inneren Wert. Hier geht es darum, die mit ins Leben gebrachten Besonderheiten zu würdigen und ist meist ein Prozess von Ich und Selbst. Erich Fromm hat das treffend als „seinen Wesenskern zum Gedeihen bringen“ beschrieben. Übertragen kann man das so sehen: Wer es versteht, seine Talente zu entfalten kann mit dem, was einem entspricht, für materiellen Wohlstand sorgen. Dazu fällt mir stromlinienförmig ein, denn damit schwimmt es sich einfach und kraftsparend.

Oft fangen wir bei der Feng Shui Beratung genau da an, wenn es um die Themen Fülle und Reichtum geht. Es sind ja immer weniger Menschen damit zufrieden, mit sinnentleerter Arbeit oder im Widerspruch zu geschenkten Begabungen das Auskommen zu verdienen. Ein Zahnarzt ohne Geduld und Fingerspitzengefühl wird in seinem Beruf ebenso verkümmern wie eine Gärtnerin, die aus öden Flächen zwar blühende Gärten macht, deren wahre Leidenschaft jedoch der Welt der Zahlen gehört und die sich erst beim Verfassen der Steuererklärung ganz in ihrem Element befindet.

Wie immer gibt es auch im Feng Shui mehrere „Wege nach Rom“. Die Himmelsrichtung des Südostens ist assoziiert mit Wohlstand und Erfolg, für materielle Themen kann hier also Zunder für mehr „Feuer“ und Leuchtkraft gelegt werden. Denn mit dem Holz des Südostens wird das Feuer des Südens, also dem Bereich für Ansehen und Erfolg, genährt. Also am besten gleich mal drinnen oder draußen im Südosten und Süden schauen, ob das, was jetzt dort steht, liegt oder wächst den Eindruck unterstützt, den man nach außen auf potentielle Geldgeber, Auftraggeber-innen oder Chefs und Chefinnen machen möchte.

Wenn das nicht klappt sollte der Weg zur Fülle intensiver angeschaut werden. Gibt es Begabungen, die zum Talent erweitert werden können, um schließlich damit Geld zu verdienen? * Aus dem Nichts wird Alles und das Nichts beginnt im Norden mit dem Wasser, aus dem wir ins Leben gekommen sind. Da, wo etwas wächst, ohne das es schon gesehen wird. Aus Feng Shui Sicht beginnt hier der Kreislauf von Werden und Vergehen. Mit den Himmelsrichtungen gesprochen führt dieser Weg weiter über den Nordosten, den Osten und den Südosten, darum sollten auch diese Himmelsrichtungen genauer unter die Lupe genommen werden.

Jeder Raum gibt Hinweise auf das was ist – und das, was eben nicht ist. Drinnen oder draußen die Zeichen deuten, die das geniale Unbewußte dort hinterlassen hat. Dauerbaustelle? Vertrocknetes Gestrüpp? Kaputtes Tor, defekte Klingel, blinde Fensterscheiben, zugestopfte Kellerräume? Dachboden mit Altlasten der Eltern oder zugestellt mit den Hinterlassenschaften der Kinder? Abstellplatz für das Altpapier der letzten Jahre? Auch Pflanzen die einzugehen drohen  geben Tipps, wo etwas im Argen liegt und wo der Weg beginnt, um endlich die verdiente Gehaltserhöhung, Beförderung oder potenzielle Aufträge zu bekommen.

„Die wichtigste Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, seinem eigenen Wesen zum Durchbruch zu verhelfen,“ schrieb Erich Fromm. Für manche führt der Weg über Berge, doch nirgendwo anders ist die Aussicht so grandios! Foto © Khamkhor

 

*  Interessant mag in diesem Zusammenhang sein, dass talentum auf altgriechisch eine bestimmte Geldsumme bezeichnet