Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


6 Kommentare

In sieben Tagen ankommen – Resümee

Puh, einen Tag durchschnaufen war gestern angebracht. Doch heute möchte ich noch ein kleines Resümee über den zurück liegenden Prozess anregen. Natürlich interessiert mich, was Sie auf unserer kleinen Reise durch Ihre Räume über sich und Ihr Umfeld erfahren haben! Vielleicht sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Ihrer räumlichen Situation und Ihrem aktuellen Leben?

In Stille wachsen … Danke für das tolle Foto © Annie Spratt

Wenn Sie, wie anfangs empfohlen mitgeschrieben haben, nehmen Sie doch Ihr Büchlein zur Hand und gehen noch einmal Ihre Notizen durch. Zusätzlich können folgende Fragen Sie auf die Spur bringen, offene Anliegen zu visualisieren:

  • Haben Sie das beste Zuhause, das Sie verdienen?
  • Ist alles so, wie Sie es sich wünschen?
  • Kommen Sie in den Räumen zu sich selbst? Wo besonders, wo gar nicht?
  • Gibt es Bedarf für Veränderung und Erfrischung?
    • Braucht es vielleicht eine grundlegende Renovierung?
    • Braucht es Mut zu mehr Farbe?
    • Braucht es einen besseren Platz, um Ihr Lieblingsmöbel besser zur Geltung zu bringen?
  • Vielleicht haben Sie in Ihrer Einrichtung auch ein Muster erkannt das sich – bislang unbewusst – wiederholt?
  • Vielleicht teilen Sie Ihr Leben mit geerbten Stücken, ungeliebten Geschenken oder blockierenden Glaubenssätzen die sich in der Raumgestaltung ausdrücken, und die gar nicht (mehr) zu Ihnen passen?

In jedem Raum spiegeln sich Facetten einer oder mehrerer Persönlichkeiten. Natürlich sind das immer nur Entwürfe, Bilder, die wir über uns selbst gemacht haben. Die Chance, die jetzt in der Krise der Isolation liegt ist ja auch, ein Stück tiefer zu gehen und sich als das Selbst zu erkennen, als das jede und jeder von uns gemeint ist.

Ich werde mir, inspiriert von der Mediatationsleherin Tara Brach, zu Hause ein Retreat einrichten. Ab morgen gehe ich zwei Tage in die Stille und richte mir einen festen Tagesablauf ein. Dazu gehören Yoga, Meditation, gut kochen und essen, Mittagsschlaf, spazieren gehen, wieder meditieren, etwas inspirierendes lesen oder hören, Tee trinken, Obst essen, wieder meditieren und schlafen. Über die Reihenfolge denke ich gleich bei einem Spaziergang nach. Doch ich mache es so wie es wäre, würde ich woanders hinfahren, und halte mich an die diesmal selbst vorgegebenen Regeln. Vielleicht machen Sie mit?

Oder Sie nutzen die nächsten Tage, noch einmal mit wachem Blick für das Ganze durch Ihre Räume zu gehen, und hier und da Verbesserungen vorzunehmen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, Ihr Zuhause in einen Ort zu verwandeln, der Ihnen entspricht. Holen Sie sich auch von Ihren Räumen Unterstützung, um das Beste in Ihnen zum Vorschein zu bringen und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.


6 Kommentare

In sieben Tagen ankommen – Tag 6 – Das Arbeitszimmer

Ein Virus plädiert für Isolation und wer kann, arbeitet dieser Tage von zu Hause. Das Home Office ist dabei längst keine Seltenheit mehr: Viele Selbständige können dank Laptop und der Chance, überall erreichbar zu sein, von zu Hause aus arbeiten. Einige Berufsstände haben schon seit jeher ein häusliches Arbeitszimmer und erledigen dort, was keine zwingende Präsenz am Arbeitsort erfordert. Weil es in einem schönen Umfeld eben viel leichter von der Hand geht. Und nicht wenige pendeln durch Zuwachs in der Familie regelmäßig zwischen Home und Office.

Wer kein separates Arbeitszimmer hat, nutze doch die Küche. Foto © Nirzar Pangarkar

Egal aus welchem Grund: Ideal ist eine möglichst klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben,  damit Sie sowohl produktiv schaffen als auch lässig chillen und entspannen können.

Auf einen Blick – Schnellratgeber für ein produktives Kraftwerk

 Nach Feng Shui gehört ein Arbeitszimmer in eine Yang angeregte Himmelsrichtung, und dazu zählen alle Bereiche zwischen Nordosten und Süden.

  • Idealerweise platzieren Sie Ihren Schreibtisch in der Kraftposition: Sitzen Sie mit Blick zur Tür, mit angenehmer Aussicht und einer festen Wand im Rücken.
  • Wenn Sie kein separates Arbeitszimmer haben ist es förderlicher, in der Küche oder im Wohnzimmer zu arbeiten, weil da eh anregende Yang Stimmung herrscht. Denn in diesen Räumen sind wir eher aktiv, führen Gespräche und sind mit der Außenwelt in Kontakt. Wenn es nicht der Küchentisch sein kann – im Wohnzimmer ist ein improvisierter Schreibtisch schnell hergerichtet, dazu braucht es nur zwei Arbeitsböcke und eine stabile Platte.
  • Wer sich stattdessen ins Schlafzimmer „verkrümelt“ mag sich wundern, warum eine eher zähe Stimmung den Tatendrang torpediert. Das kommt, weil Schlafzimmer viel Yin ausstrahlen (und das für erholsamen Schlaf auch sollen). Beim Blick aufs Bett kommen einfach andere Impulse, als kreativen Schwung zu holen.
  • Halten Sie Ihren Schreibtisch ordentlich. Idealerweise räumen Sie bei Feierabend alles weg und hinterlassen eine aufgeräumte, einladende Arbeitsfläche. Selbst wenn Sie das Gefühl haben, morgen unbedingt in das produktive Chaos einsteigen zu müssen – die Erfahrung zeigt, dass dies selten gelingt. Gönnen Sie sich das erhebende Gefühl eines frischen Starts.
  • Egal in welcher Branche Sie tätig sind, schenken Sie sich regelmäßig einen Strauß frischer Blumen. Auf Ihrem Schreibtisch platziert haben Sie ohne viel Aufwand bereits mehrere der 5 Elemente um sich: Die Vase (Erde), die Blumen (Holz) und das Wasser. Wählen Sie rote und weiße Blüten für den Strauß, sind Feuer und Metall ebenfalls präsent. Probieren Sie, welches der Elemente Sie besonders anspricht und welches Ihnen insbesondere Einfallsreichtum, Konzentration und Tatkraft schenkt.
  • Umgeben Sie sich am Schreibtisch nur mit Dingen, die Sie unterstützen und an denen Sie gerade arbeiten. Unerledigte „Haufen“ in Sichtweite blockieren, daher wäre es besser, sie unter dem Tisch zu verstauen und eins nach dem anderen zum abarbeiten nach oben zu holen. Das gibt schließlich das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben.
  • Sollten Sie über ein eigenes Arbeitszimmer verfügen gilt per se: Dies ist kein Abstellraum und es ist definintiv davon abzuraten, während der Arbeitszeit hier Wäsche zu trocknen. Unterschätzen Sie nicht, wie stark Ungeliebtes, Abgestelltes oder Kaputtes dazu beitragen kann, Ihnen zustehende Anerkennung und Erfolg in der Außenwelt zu verbauen.

Klein und fein – ein schnell geschaffener Platz zum Arbeiten. Foto © Rizky Subagja

Diese und ähnliche Tipps können Sie in jedem Feng Shui Ratgeber nachlesen. Doch worauf es mir besonders ankommt ist die Einstellung zur Arbeit: Bei jeder Arbeit schaffen wir etwas Bedeutendes, egal, wie banal die Aufgabe sein mag. Arbeitszeit ist Lebenszeit, und wir sind alle hier auf der Erde, um etwas zu tun, was niemand anderes für uns tun kann.

Vielleicht stimmt ja, was Zukunftsforscher nun prognostizieren: Im Angesicht unserer Verletzlichkeit entdecken wir, wie wertvoll unsere Lebenszeit ist. Das mag den Impuls zum Umdenken geben, denn wer will schon das Kostbarste das wir haben mit gefühlt sinnloser Tätigkeit verschwenden?!

Vielleicht werden Sie ja durch die Krise entdecken, dass Sie bei jetziger Tätigkeit am falschen Platz sind und dass Ihre wahren Talente verkümmern. Sie könnten die verordnete Pause nutzen und beschließen, während Ihrer verbleibenden Lebenszeit etwas in Ihren Augen sinnvolleres zu tun. Vielleicht kürzen Sie Stunden und starten etwas nebenbei, vielleicht satteln Sie komplett um.

Oder Sie entdecken, dass Sie genau richtig sind, wo Sie arbeiten. Dass Sie sich bloß vom allgemeinen Gefasel des „wann ist endlich Wochenende?“ haben ablenken lassen, ihre Arbeit wertzuschätzen. Sie können beschließen, dass damit nun Schluss ist. Arbeit darf Spaß machen!

Die Theorien von Karl Marx mögen out sein, doch einige seiner Gedanken zur Arbeit sollten wir nicht komplett verwerfen. „ … ist die Arbeit daher eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln. … Arbeit ist das Feuer der Gestaltung.“ Das heißt erst durch Arbeit verwirklichen wir unser Menschsein. Wir können als einzige Spezies durch unsere Arbeit, etwas schaffen, von dem die gesamte Gesellschaft profitiert. Ganz egal ob wir als Radiosprecher, Architektin, Reinigungskraft, Bürokauffrau oder Buchhalter arbeiten.

Schließlich ist es oft nicht die Arbeit an sich, sondern die Bedingungen mit denen wir arbeiten, die das Menschenunwürdige daran ausmachen. Vielleicht bringt uns die Krise die Chance, all die lebensfeindliche, schädliche und tatsächlich sinnlose Arbeit sein zu lassen. Die Chance, uns auf das zu besinnen, wer wir sind und was wir können: Wir sind Wesen mit Herz und Verstand, und können durch unser schöpferisches Potenzial eine Welt schaffen, in der wir alle zusammen gut leben können. Verbunden durch Arbeit die uns trägt, ernährt und erfüllt.

Ein kreativer Arbeitsplatz für alle die wissen, was zu tun ist. Foto © Todd Quackenbusch

… auch ohne PC ist man ein ganzer Mensch. Foto © Rachael Grjestani

Von Natur aus kreativ – wir Menschen können gar nicht anders, als erschaffen. Foto © Eddy Klaus

Dafür ist es gut, Raum zu haben und einen Ort, an dem wir diesem schöpferischen Wirken nachgehen können. Um uns im höchsten Sinn des Menschseins zu verwirklichen. Wie schön hat das Virginia Woolf in ihrem Essay „Ein Zimmer für sich allein“ ausgeführt. Und wem das alles zu pathetisch klingt möge mir verzeihen, doch mir ist gerade sehr danach.

Der Ausblick für morgen führt uns übrigens ins Kinderzimmer. Zu der Generation, die all unsere Unterstützung braucht, um sich toll und auf eigene Art entfalten zu können.


Hinterlasse einen Kommentar

In sieben Tagen ankommen – Tag 2 – Der Eingang

Heute setzen wir unsere Reise fort, doch bevor wir ins geheiligte Innere treten, wollen wir dem Außenraum gebührende Aufmerksamkeit schenken: Beginnen Sie darum heute mit der Schau schon dort, wo Sie in Ihre Straße einbiegen. Schauen Sie sich um, gefällt Ihnen was Sie sehen?

Eine klasse Fototapete bringt Licht und Weite in kleine Flure. Foto © Mathieu Perrier

Welche Details freuen Sie in Ihrer Nachbarschaft besonders? Gibt es blühende Bäume oder Hecken, in denen Vögel nisten? Gibt es sorgfältig gestaltete Fassaden in der Nähe oder ein originell dekoriertes Fenster? Fühlen Sie sich insgesamt wohl in Ihrer vertrauten Umgebung? Oder gibt es etwas, das Sie zum Besseren verändern können? Öffentlicher Raum ist nicht länger anonym und vielleicht können Sie etwas zur Verschönerung beitragen: Ein kleines Beet vorbereiten und Stauden pflanzen, die Insekten und Vögel lieben, ein Windspiel in einen Baum hängen oder Blumenschalen in den Hauseingang stellen.

Eine professionelle Feng Shui Beratung beginnt immer schon weit VOR dem eigentlichen Objekt, denn schließlich fällt die Lebensenenergie Qi nicht einfach nur vom Himmel. Im Idealfall wird sie achtsam zum Haus geführt und sammelt unterwegs all die Informationen, die schließlich in Ihre Räume gelangen. Qi folgt der Form, darum ist es selten egal, wenn die Wohnung zwar angenehm, das Umfeld jedoch vernachlässigt oder lieblos gestaltet ist.

Und wie steht es mit Ihrem Hauseingang? Haben Sie eine ansprechende Haustür und eine für Sie passende Fußmatte? Ist Ihr Klingelschild gut lesbar (und ästhetisch?) beschriftet, ist der Briefkasten von Aufkleberesten befreit? Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus, wie steht es dort mit dem Hausflur? Im Feng Shui gilt der Eingang als Mund, durch den Energie ins Innere fließt. Darum wird der Gestaltung viel Aufmerksamkeit geschenkt, denn es ist das Erste und Letzte, das Sie von Ihrem Zuhause wahrnehmen.

Sollten Ihre Nachbarn die unangenehme Gewohnheit haben, ausgelatschte Schuhe oder Müll vor ihrer Wohnungstür zu lagern, greifen Sie die nächste Gelegenheit beim Schopf und beginnen Sie ein Gespräch. Meckern schafft selten Abhilfe und meist verhärten sich die Fronten dadurch, doch ein paar wohlmeinende Worte zur „allgemeinen Lage“  können mit einem freundlicher Appell verbunden werden und wahre Wunder wirken.

Auf einen Blick – Schnellratgeber für einen einladenden Eingang

  • Achten Sie auf einen willkommen heißenden, hell beleuchteten und gut zugänglichen Flur. Es sollte immer möglich sein, die Eingangstür komplett zu öffnen. Dazu ein Tipp an alle Bauherren und Bauherrinnen: Wenn’s denn sein muss, sparen Sie lieber bei den Zimmern ein paar Quadratmeter und beschenken sich mit einem großzügig geschnittenen Eingangsbereich. Ein erster Eindruck von Enge setzt sich in alle Räume fort und kann, selbst mit einem großen Wohnzimmer, nicht rückgängig gemacht werden.
  • Ist ein Flur tatsächlich klein und eng, machen Sie aus der Not eine Tugend. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen, und gestalten Sie mit Charme und Esprit einen Empfang, den man nicht so schnell vergißt. Die Mutigen unter Ihnen können durch gezielt eingesetzte extravagante Farbe, eine kühne Fototapete oder ein „deplaziertes“ Accessoire einen ungewöhnlichen Blickfang kreieren, der von der räumlichen Enge ablenkt und stattdessen den Geist weitet.
  • Wer es lieber klassisch mag, platziert als passenden Hingucker ein übergroßes Erinnerungsfoto (ja, das weitet einen kleinen Flur!) oder eine besondere Lampenskulptur und beschenkt sich gelegentlich mit einem frischen Strauß Blumen im Eingangsbereich.
  • Überzählige Schuhe, Jacken und Taschen schaffen keinen gebührenden Empfang. Verabschieden Sie sich vom Flurchaos und sehen Sie zu, dass Sie sich Zuhause wie eine Königin und wie ein König empfangen. Auch die Lebensenergie Qi mag solcherart Zuwendung und Sie werden sehen, dass der Flur in die anderen Räume abstrahlt. Durch diesen lohnenden Input wird sich insgesamt ein lebendigeres, großzügigeres und intensiveres Wohn-Wohlfühl-Gefühl einstellen.
  • Anregungen für die Gestaltung können Sie auch aus dem Bagua  bekommen, allerdings braucht es etwas Hintergrundwissen, um genau herauszufinden welches Element passt.

Bereiten Sie sich selbst einen herzlichen Empfang und Sie werden erleben, die Lebensenergie Qi zieht nach. Eine Feng Shui Weisheit besagt, dass man genau das bekommt, was man als Erstes sieht. Und wo, wenn nicht Zuhause, haben Sie es schließlich in der Hand, das in Ihrem Sinne zu beeinflussen?!

Heute lade ich Sie ein zu phantasieren, wie es in Ihrem idealen Flur ausschaut. Wie wäre es also, erst ein bisschen kühn „zu spinnen“ bevor der Realismus zu Wort kommt? Darum gibt’s hier nun ein paar anregende Ideen, von denen es vielleicht nicht alle bis zu Ihnen nach Hause schaffen, doch vielleicht erfreut Sie künftig die ein oder andere Prise einer Zutat beim fröhlichen nach Hause kommen?!

Ob als wandfüllende Fototapete oder als Idee für eine kraftvolle Farbzusammenstellung – Farbe bekleidet Wände. Foto © Ricardo Frantz

Ein Prisma an Licht bringt Helligkeit und Bewegung in dunkle Flure. Ob als Bild oder Lampe bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Foto © Daniele Pelusi

Schlichtes Weiß mit farbigem Blickfang. Foto © Alesia Kazantceva

Nicht alle mögen Banksy – doch was draußen geht, geht innen schon lange! Foto © Annie Spratt

Läßt oben Raum und besticht, wenn über Eck tapeziert. Foto © Plush Design Studio

Man nehme drei Farben, die aus dem Rahmen fallen, und streiche damit Fußboden oder Decke und einen Teil der Wand. OH! Foto © Jason Leung

Hohe Decken machen’s möglich: Licht und Pflanzen als Begrüßungskomitee im Flur. Foto © Patrick Schneider

Nicht kleckern sondern klotzen – groß muss es sein, dann geht Waldbaden auch Zuhause! Foto © Studio Dokorasyn

Beruhigend und erfrischend zugleich und wo es Zuhause überhitzt zugeht, kann Wasser helfen. Foto © César Couto

Alltagsgegenstände verfremden. Ob klein oder vergrößert, an einer leeren Wand schafft das inneren und äußeren Raum. Foto © Amanda Jones

Vor vielen Jahren malte ich den schwarzen Schatten meiner Lieblingspflanze auf die Wand. Heute würde ich Farbe vorziehen. Foto © Sarah Dorweiler

Für den Lacher musste dieses noch mit 💕🦄 . Dass der Überraschungseffekt garantiert ist, zeigt das Foto von  © Charles Deluvio

Sie sehen, egal ob mit Farbe, Fototapete oder ausgefallenen Accessoires: Langweilige (Nutz-)Flure muss es nicht länger geben. Darum heute viel Spaß beim kühnen Phantasieren und dem gedanklichen Umgestalten Ihres Eingangsbereichs. Empfangen Sie sich so, wie Sie es verdienen, denn „in der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie“ *. Und morgen geht es weiter auf unserer Reise in das Herz jedes Grundrisses, die Küche.

* „Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“ Goethe – Und wann wenn nicht jetzt wollen wir damit beginnen?

 

 

 

 

 

 


9 Kommentare

In sieben Tagen ankommen – Eine Feng Shui Reise durch Ihre Räume

Anläßlich meines Jubiläums im April hatte ich vor, Sie auf eine siebentägige Reise einzuladen. Auf dieser Reise wollte ich Sie mit „Feng Shui Blick“ durch Ihre Räume führen und frische Impulse für mögliche Optimierungen geben. Doch weil wir nun – im Angesicht geschlossener Geschäfte, Theater, Kinos und Bars – die nächste Zeit vermulich viel Zeit zu Hause verbringen werden, habe ich beschlossen, mein Jubiläumsgeschenk schon jetzt zu veröffentlichen. Fangen wir also an!

Such‘ Dir ein stilles Plätzchen und werde still. Wie © Alisa Anton, der es auf der Fensterbank gefällt.

Feng Shui ist die Kunst, natürliche Energieströme unserer Umgebung auszubalancieren und zu harmonisieren. Soll es im Leben gut laufen, braucht es als unerläßliche Zutat die vitale Lebensenergie Qi. Feng Shui ist eine Möglichkeit, diese Lebensenergie zu erhöhen und zu lenken, um ganzheitlich davon zu profitieren.

Beginnen wollen wir heute mit der Klärung der Absicht, denn wie bei allen Projekten steht sie ganz am Anfang.

Tag 1 – Klären der Absicht

Etwas, das Feng Shui besonders gut kann, ist Verbindung schaffen. Zum Beispiel ermöglicht die Kunst der richtigen Platzierung, den Wunsch nach persönlicher Entwicklung mit einem stimmigen Einrichtungskonzept zu verbinden. Erfahrungsgemäß können konkrete Anliegen durch Raumgestaltung manifestiert werden.

Lassen Sie uns darum mit einer Bestandsaufnahme beginnen. Ich möchte Sie einladen, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, sich an einen schönen Platz zu setzen und in sich zu horchen. Gibt es etwas, dass Sie schon lange beginnen oder umsetzen wollen? Etwas, das Sie in Ihr Leben holen möchten?

Idealerweise schreiben Sie sich hierzu ein paar Stichworte in ein schönes Büchlein, das Sie auf unserer Reise begleitet.

Setzen Sie sich anschließend die „Brille der Objektivität“ auf die Nase und gehen damit langsam durch Ihre Räume. Nehmen Sie sich Zeit und tun so, als wäre es das erste Mal. Bewerten Sie nichts, schauen Sie sich nur in Ruhe um. Fragen Sie sich dann:

  • Was fällt mir auf?
  • Was gefällt mir?
  • Wohin wird meine Aufmerksamkeit gelenkt?
  • Was bemerke ich bei dem Gedanken, dass etwas hier nicht stimmig ist / sich nicht behaglich anfühlt / vernachlässigt wirkt?

Notieren Sie stichwortartig, was Ihnen durch den Kopf geht und welche Gefühle dabei hoch kommen. Doch ändern Sie jetzt noch nichts, bemerken Sie nur. Die wichtigste Zutat auf dieser Reise ist Gelassenheit. Heute gilt das Motto: Nicht anfassen, nur schauen und bemerken. Und wirken lassen.

Wir treffen uns morgen wieder und machen gemeinsam den nächsten Schritt.

 


2 Kommentare

Wie ein Frischsaft-Smoothie …

Letzen Freitag hielt ich einen 30 minütigen Vortrag über Feng Shui. Das finde ich zeitlich echt anspruchsvoll,  denn es handelt sich schließlich um ein komplexes Thema, das in (fast) alle Lebensbereiche greift.

Was tun, um große Räume einladend zu gestalten? Stilmix, Rauminseln, Pflanzen und Licht bringen die Lösung fand auch © Ali Yahya

Während meine Beratungen sich anfänglich vorwiegend um Farbfragen drehten („Welche Farbe soll die Kaffemaschine haben, wenn das Sofakissen blau ist?“) darf ich mittlerweile fast nur noch auf der persönlichen Ebene beraten. Anliegen wie

  • Warum gelingt es mir nicht, eine neue Wohnung zu finden?
  • Was kann ich tun, um meine Arbeitsleistung in eine echte Win-Win Situation zu verwandeln?
  • Wir bekommen ein Baby. Wie richten wir das Zimmer ein, dass unser Kind sich von Anfang an wohl fühlt?
  • Wie groß muss mein Wohlfühlraum sein?
  • Kann es sein, dass ich schlecht schlafe, weil das Schlafzimmer zu groß, zu klein, zu voll, zu kalt ist?
  • Welch räumliche Lösung gibt es, um verfahrenen Situationen (Streit, Schulversagen, Mobbing, Burn-Out, Sinnkrise, Überdruß, Freudlosigkeit, …) zu entwirren?
  • Was kann ich tun, dass mein Zuhause mich bei meinen Vorhaben unterstützt?
  • Ich fühle mich nicht wohl, woran kann das liegen?
  • Ich möchte mein Leben in Ordnung bringen!

darf ich in Raumgestaltung übersetzen. Das mag durchaus in Farbempfehlungen münden, wenn ich erkenne, dass Raum oder Mensch ein vitales Elixier brauchen. Die Wirkung ist wie ein Frischsaft-Smoothie auf das Energieniveau: strahlend, belebend, erfrischend. Doch meist bleiben wir da nicht mehr stehen, sondern reflektieren auch über Gewohnheiten, übernommene Muster oder unbewusste Glaubenssätze. Worauf will ein „Problem“ mich eigentlich hinweisen? Der Raum gibt Zeugnis:

Gestaltung ist immer ein Ausdruck von Identität und erzählt über mich, meine Geschichte und meine Möglichkeiten.

Darum habe ich diesmal keinen klassischen Vortrag gehalten und über Himmelsrichtungen, Yin und Yang oder die Elemente gesprochen. Stattdessen habe ich aus meiner Schatzkiste gemachter Erfahrungen erzählt, und nur gelegentlich Fachwissen eingestreut. Zum Beispiel um zu erklären, dass „unbelebte Ecken oder Räume im Süden sich nachteilig auf Erfolg und Lebensfreude auswirken können.“ So blieb es anschaulich, spannend und viel leichter nachzuvollziehen.

Für mich ist Feng Shui eine energetische Stilberatung für Innen und Außen. Das gilt im Wortsinn für den buchstäblichen Außenraum – also Landschaft, Ortsteil, Straße, Haus, bis hin zu den Wohnräumen. Und läßt sich, wenn gewünscht, auch noch eine Ebene tiefer anschauen.

Dann wird der Wohnraum zum Außenraum und Seelenebene, astrologische Prägungen und familiäre Verstrickungen bilden den persönlichen Innenraum ab. Das ist der Ort, in den wir während der Beratung die Samen auslegen. Gleichzeitig gestalten wir den Wohnraum als Ort zwischen Himmel und Erde, der „seine Menschen“ mit Vitalität und Nährstoffen versorgt. Damit die Samen aufgehen und zu wunderschönen Blumen und starken Bäumen mit nährenden Früchten heranwachsen. So gedeihen Raum und Mensch und es ist für alle gesorgt.

Es war insgesamt ein runder Abend und durch das gebannte Interesse der Lauschenden wurde ich immer inspirierter. Mir war ganz wohl ums Herz, denn ich halte super gerne lebendige Vorträge. Ein Kommentar: „Während Du erzähltest liefen vor meinem inneren Auge ganz viele Bilder ab. So habe ich irgendwie nicht zugehört sondern es war, als würde ich einen Film schauen. Das war ganz toll!“

Big Smile! – Also immer her mit den Einladungen, ich bin auch offen für

  • innovativen Input auf einer privaten Feier
  • einen Impulsvortrag für Bauherrschaften und Architekten vor Beginn der Planung
  • eine konstruktive Einlage auf Betriebsfesten
  • gärtnerische Impulse in der Laubenpiperkolonie.

 

 

 

 


13 Kommentare

Feng Shui und Divination

Es war einmal … eine Architektin. Die hatte sich in einem wunderschönen alten Haus unter dem Dach ihr Architekturbüro eingerichtet. Alles lief gut. Alles? Nein, denn etwas störte den Hausfrieden gewaltig, weshalb sie sich entschloss, eine Feng Shui Beraterin zu konsultieren und ihren Rat einzuholen.

Aus Liebe zu Blumen … dachte sich wohl auch © Matt Briney

Es hatte sich nämlich begeben, dass im Erdgeschoss des Hauses ein Blumenhändler sein Lädchen eröffnet hatte. Der bot zwar wunderbare Gewächse in ausladenenden Gefäßen feil und verstand sich auf eine anmutig-üppige Art der Präsentation, dennoch nahm der mitmenschliche  Ärger gewaltige Ausmaße an. Die Architektin war sehr verzweifelt und erwog sogar, ihr Domizil aufzugeben.

Das lag zum einen an der wenig umgänglichen Personalie des eigenwilligen Blumenfreundes, an dem die Architektin, als auch ihre Bauherrschaften, nun tagaus tagein vorbei mussten. Zusätzlich erschwerend wogen jedoch die unterschiedlichen Auffassungen darüber, in welch reinlichem Zustand Vorhof und Eingang des Hauses während des Tages als auch nach Geschäftsschluss auszusehen habe.

Die Feng Shui Beraterin reiste an und nahm alles gründlich in Augenschein. Dann nahm sie ihren Kompass und maß und berechnete, schaute sich noch einmal die Geburtsdaten der Architektin und den Tag ihres Einzugs an. Schließlich fragte sie nach dem Tag des Einzugs des Blumenhändlers. Sie analysierte alles und dachte nach. Dann empfahl sie der Architketin, einiges in ihrem Büro zu optimieren: Ihr Schreibtisch gehörte ebenso umgestellt wie zwei Ablagen im Archiv, dazu den Besprechungstisch bitte etwas verrücken und ein günstiges Hexagramm an eine bestimmte Position an der Wand hängen. Dann die Prognose: Der Blumenhändler wird nicht lange bleiben. Beruhigen Sie Ihren Geist und üben Sie sich in Geduld.

Und es ergab sich nach einiger Zeit, dass der Blumenhändler eine äußerst attraktive Offerte aus dem benachbarten Block erhielt. Dort war ein kleines Ladengeschäft zu äußerst günstigen Bedingungen frei geworden: ein Bungalow mit einem  – für städtische Verhältnisse – sehr großzügig geschnittenen Vorplatz. Geradezu ideal, um den zahlreich Vorbeiflanierenden all die aufwändigen Kreationen in pompösen Gefäßen zu präsentieren.

Ende gut, alles gut. Schließlich schenkte die Architektin der Feng Shui Beraterin eine sowas von extravagant zu nennende Kreation von einem Blumenstrauß. Seitdem – Sie haben es erraten – kauft sie nämlich nur noch bei diesem Blumenhändler.

 


5 Kommentare

3. Türchen – Das persönliche Lebensrad

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu wissen, was man will. So gefragt mag die Aufzählung, was man nicht will, umso länger geraten. Genau dafür habe ich ein spielerisches Herangehen erdacht, dass auf dem Bagua basiert. Auf der Vorlage läßt sich eintragen, zu wieviel Prozent man mit etwas zufrieden ist und wo man mehr erreichen möchte. Ein schönes Spiel für lange Winterabende, das sich auch für gesellige Runden eignet. So lernt man sich gleich noch besser kennen und findet den Einstieg in substanzielle Gespräche. Der Clou: Im Anschluss läßt sich leicht ermitteln, wo Zuhause die Weichen gestellt werden können, um gewünschte Entwicklungen zu unterstützen.

Hier sind acht Themenblöcke, die sich später aufs Bagua übertragen lassen.

  • Mich besser verständlich machen und meine Fähigkeit zuzuhören stärken
  • Eine tiefere Anbindung an die Ur-Kraft und meine Ahnen, um mein Ich-sein anzunehmen
  • Mehr Vertrauen in das Leben und den natürlichen Fluss der Dinge gewinnen
  • Meinen Lebensweg im Einklang mit meinem Seelenplan gehen

 

  • Mehr Selbstvertrauen gewinnen
  • Öfter zur Ruhe kommen und innere Stabilität spüren
  • Mir Zeit für Weiterbildung, Interessen und Hobbys nehmen
  • Mir Zeit für Meditation, Kontemplation und Innenschau nehmen

 

  • Ein geklärtes Verhältnis zu meiner Herkunft(sfamilie) bekommen
  • Motivation und Dynamik schüren und meinen Willen stärken
  • Den Beginn von etwas Neuem freudig zulassen
  • Mein Verhalten noch besser darauf abstimmen, gesund zu bleiben

 

  • Wohlige Zufriedenheit empfinden
  • Meiner Intuition mehr vertrauen
  • Lebhafte Freude an Wachstum und Entwicklung spüren
  • Inneren und äußeren Reichtum annehmen und weiter geben

 

  • Meinen Selbstausdruck verbessern; das was ich kann, gerne mit der Welt teilen
  • Leidenschaft und Inspiration intensiver er-leben
  • Erfolg und Ansehen verbessern, mich auch selbst für meine Leistungen loben
  • Den Weg zu Weisheit und Transformation beschreiten

 

  • Mehr netzwerken und Gemeinschaft aktiv gestalten
  • Größere Erfüllung in der Partnerschaft spüren / jemand kennenlernen um eine erfüllende Liebesbeziehung zu gestalten
  • Mitmenschen in ihrem So-sein besser annehmen und fördern
  • Die Ernte dessen, was ich gesät habe, verantwortungsvoll annehmen

 

  • Ich möchte heiterer und voller Lebensfreude sein
  • Meine Kreativität zum Ausdruck bringen, angefangene Projekte beenden
  • Genießen und mich dabei freuen
  • Auch mal 5e gerade sein lassen und über „Fehler“ lächeln

 

  • Mir Unterstützung und Hilfe von außen holen / mich nach einem Mentor, einer Mentorin umschauen
  • Ab sofort (mehr) Verantwortung übernehmen (für die Gemeinschaft  / für meinen bisherigen Lebensweg)
  • Ich stehe zu meinen Visionen und traue mir zu, sie zum Wohle des Ganzen zu realisieren
  • Ordnung ist das halbe Leben. Von jetzt an bevorzuge ich Finden statt Suchen

 

Jedes Tortenstück geht von null (beginnend in der Mitte) zu 100% am äußeren Rand und kann nun, beginnend in der Mitte, schraffiert werden – eine Farbe dafür, wieviel Prozent gefühlt erreicht sind, eine andere Farbe dafür, wo Sie hin wollen. Dann gilt es Prioritäten zu setzen, zum Beispiel für das kommende Jahr. Mehr als drei führen aus meiner Sicht in die Überforderung, lieber Mitte 2020 noch einmal checken, ob die Prioritäten noch stimmen und was sich getan hat.

Die Himmelsrichtungen beginnen übrigens unten Mitte (= Norden = der erste Block der Aufzählung) und bewegen sich dann im Uhrzeigersinn. Das heißt der letzte der 8 Blöcke gehört zur Richtung Nordwesten. Viel Spaß dabei!