Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung.


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Warum, warum, warum? Drei Antworten auf Feng Shui Behauptungen

Gestern las ich einen interessanten Artikel über den Unterschied zwischen Behauptung und Begründung. Eines der Felder, die mir dabei sofort einfielen, ist das Feng Shui.

In vielen Abhandlungen über Haus und Hof reiht sich These an These, doch Begründungen für Aussagen und Empfehlungen werden selten geliefert. Dass das eher Furcht auslöst als in die Eigenmacht zu führen, ist nur verständlich. Die drei folgenden Beispiele mögen das verdeutlichen.

Nicht nur die Farbe, auch die erhöhte Schwelle hat in China Bedeutung. © Susanne Berkenkopf

Eine Eingangstür sollte niemals im Nordosten liegen.

Warum?

Der Nordosten gilt im Feng Shui als eines der sogenannten Ghost Gates, das heißt wir haben gelernt, dass hierüber „Geisterenergie“ ins Haus gelangt. Gehen wir davon aus, dass die Lehre mindestens 3.000 Jahre alt ist und die unsichtbare Welt damals nur mit Hilfe der Schamanen befriedet werden konnte, ein durchaus verständliches Tabu.

Heute gibt es jedoch viele Menschen, die sich ihrer spirituellen Seite zuwenden, und hilfreiches Wissen für ihr tägliches Leben darüber beziehen. Immer mehr entwickeln wir uns in die Eigenverantwortung und Selbstermächtigung, sprechen direkt mit Gott, unseren Ahnen oder werfen Orakel, die wir uns alleine deuten.

Eine Eingangstür im Nordosten kann also darauf hinweisen, dass Menschen bereit sind

  • sich ihrer spirituellen Seite zuzuwenden
  • sich der Zwischenräume sichtbarer – unsichtbarer Sphären gewahr zu werden
  • sich ihren Schattenanteilen zuzuwenden, um sie zu integrieren.

Interpretationen, die eine Tür im Nordosten per se mit Angst belegen, festigen das Tabu alter Zeit, statt die Bewohner hilfreich über die Schwelle zu führen.

Wenn sich ein Haus nicht verkauft, tun Sie folgendes …

„… legen Sie ein Stück Metall, etwas Gartenerde und ein Stück Holzfussleiste in einen roten Umschlag und werfen Sie das in ein fließendes Gewässer …“ (gelesen in dem Buch: Feng Shui von Gil Hale)

Warum?

Da muss ich selber passen, keine Ahnung!

Für Immobilien, die sich nicht verkaufen lassen, muss man schon etwas tiefer in die „Trickkiste“ greifen. Auf energetischer Ebene gibt es entweder eine sehr enge Verbindung zu einem der Besitzenden, es gibt unerlöste Themen, die mit dem Eigentum in Resonanz stehen oder eine unbewusste Absicht, die den Verkauf – und damit das Neue – blockiert.

In meiner Ausbildung und in Beratungen haben wir dieses Vorkommnis intensiv erforscht und Lösungen sind dabei immer ganz individell. Einen Hinweis wie oben finde ich albern und unseriös. In tiefster Essenz ist auch Feng Shui ein Handwerk – doch Sie wissen ja, gute Handwerker sind Gold wert!

Singles, die sich einen Partner wünschen, sollten niemals in einem Einzelbett schlafen.

Warum?

Der dahinter steckende Gedanke geht davon aus, dass symbolisch gar kein Platz für einen neue Partnerschaft ist und sich somit auch niemand findet.

In Beratungen habe ich oft gesehen, dass Menschen allein in Doppelbetten der Größe 2 x 90 cm schlafen, um ja genügend Symbolkraft auszusenden. Was passiert ist, dass sie abends mit traurigem Blick und dem Gefühl der Leere ins Bett steigen und morgens mit genau dem Gefühl und dem Blick auf das kalte, unberührte Bett aufwachen. Sehnsucht, Trauer, Mangel breiten sich aus.

Zudem ist heute längst nicht mehr üblich, dass Paare ein Schlafzimmer teilen. Manche Menschen finden es gesünder – für das Selbst und die Partnerschaft – in getrennten Zimmern zu schlafen. Und darum vielleicht genau das Mittel, das Lust macht, sich wieder zu nähern, intime Gespräche und Nähe zu suchen, die durch Gewohnheit und Gewöhnung längst erloschen sind.

Für eine neue Partnerschaft ist die innere Bereitschaft mindestens so wichtig, wie die Symbole nach außen. Wer aus sich selbst in das Gefühl der Fülle gelangt und sie lebt, ist ein attraktiver Mensch, dessen Nähe von anderen gesucht und genossen wird. Und dann gibt es plötzlich 90 cm mehr Platz im Raum, mehr Offenheit und die Möglichkeit, sich mit sich selbst zu versöhnen und sich genug zu sein. Abends eine Runde Dankbarkeit auf einem schönen Teppich vor dem Bett und morgens nach dem Aufwachen in den Tag tanzen – wer kann solcher Ausstrahlung schon widerstehen?!

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Ausführung Ihr begründetes Interesse fand und ein Funken Begeisterung beim Lesen mitschwang!

Das Buch kenne ich zwar nicht, doch der Titel passt so schön. Danke © Alisa Anton

 

 


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Feng Shui trifft Unternehmensberatung

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde …,“ das gilt auch für nicht alltägliche Kooperationen. Während ich im letzten Jahr ein neues Raum- und Farbkonzept für ein Alten- und Pflegeheim entwickelte, traf ich dort den Unternehmensberater Hendrik M. Rabbow. Er beriet zur gleichen Zeit das neue Management der Einrichtung zur künftigen strategischen Ausrichtung und zu Fragen der Führung und Zusammenarbeit, also zu Gestaltung der Unternehmenskultur.

Arbeitsplatz der Zukunft? Doch auch im Großraum arbeiten Individuen mit eigenen Bedürfnissen. Danke © Shridhar Gupta

Dabei hatten wir Gelegenheit, uns und die Schwerpunkte unserer Arbeit kennen zu lernen. Und weil wir die Ansätze des anderen als bereichernd für unser jeweiliges Angebot erkannten, beschlossen wir, künftig auf Wunsch weitere Business-Projekte gemeinsam zu beraten. Unser Konzept ist dabei ganz einfach: Die Weichen, die auf Management- und Führungsebene (neu) gestellt werden, bekommen durch energetisch optimierte Raumkonzepte ein Plus an Präsenz. So werden Neuerungen nicht nur gedanklich geboren, sondern durch Raumgestaltung nachhaltig untermauert. Das schafft sichtbare Verbindlichkeit und Kontinuität.

Denn auch wenn es im Wirtschaftsleben um Marktposition, Gewinne, Wettbewerb, Innovation und Engagement geht – für uns, Hendrik M. Rabbow (HMR) und Susanne Berkenkopf (SB), steht der Mensch im Mittelpunkt unserer Arbeit. Egal ob sich die Führungsqualität oder das Betriebsklima verbessern sollen, ob flache Hierarchie zu rascheren Entscheidungen und einem Weniger an Bürokratie führen soll oder ob Gesundheit am Arbeitsplatz auch psychische Entlastung einbezieht – allen, die zum Erfolg eines Unternehmens beitragen, gebührt echte Wertschätzung. Denn zuverlässige, engagierte Mitarbeiter-innen sind das wertvollste Kapital in einem Unternehmen.

Unsere Argumente für eine moderne, wertschätzende Unternehmenskultur lesen sich so:

Über Führung und Wertschätzung

HMR- „Professionell führen heißt heute, Mitarbeiter-innen sachkundig zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten. Das schafft zum einen Orientierung und fördert zum anderen die Identifikation mit dem Unternehmen. Wertschätzung im Miteinander lautet das Zauberwort, denn bloß angemessene Entlohnung reicht längst nicht mehr, um kompetente, engagierte und verlässliche Mitarbeiter-innen im Unternehmen zu halten.“

SB -„In der Raumpsychologie gilt ein Raum als dritte Haut und bekanntlich kann jede-r das eigene Potenzial am Besten entfalten, wenn die Umgebung dazu einlädt, sich wohl und sicher zu fühlen. Das gilt sowohl für das private als auch für das geschäftliche Miteinander. Ein Raum, der farblich oder gestalterisch optimiert wurde, fördert gegenseitige Wertschätzung, die Bereitschaft in Veränderungsprozessen mitzuwirken und verbessert insgesamt die Unternehmenskultur.“

Über Gesundheitsmanagement

HMR – „Betriebliches Gesundheitsmanagement hat einen hohen Stellenwert in der modernen Unternehmensplanung. Durch zunehmende psycho-soziale Belastungen am Arbeitsplatz sind Unternehmenslenker gefordert, ausreichend gesunderhaltende und prophylaktische Maßnahmen einzuleiten, damit die Mitarbeiter-innen aller Ebenen dem äußeren Druck der Anforderungen mit innerer Gelassenheit begegnen können.“

SB – „Farbe beeinflusst Wohlbefinden und Gesundheit. Allein die Vorstellung, im Grünen zu sitzen kann die Stimmung heben, während ein in blaues Licht getauchter Raum inneres Frösteln bewirkt. Die energetische Raumgestaltung bezieht dabei auch die Art der Tätigkeit in die Farbwahl ein, denn ein Maschinenführer z. B. braucht eine andere Präsenz als ein Arbeitsplatz in der Buchhaltung. Egal ob Routine oder Innovation, ob Kommunikation oder Tüfteln – eine Raumgestaltung, die die Bedürfnissen der Menschen berücksichtigt, trägt zur Rentabilität eines Unternehmens bei.“

Über Teamentwicklung und Kommunikation

HMR – „Die Qualität der Kommunikation in einer Organisation entscheidet über die Qualität der Unternehmenskultur. Wertschätzende Kommunikation trotz unterschiedlicher Meinung über Prioritäten und Vorgehensweise ist ein hohes Gut, und wem dies gelingt darf sich der Loyalität der Mitarbeiter-innen sicher sein. Während „reine Ansagen“ eher zu Blockaden und Verweigerungshaltung führen, kann ein Dialog Türen öffnen und zwischenmenschliches Miteinander und Vertrauen erzeugen. Darum legen wir Unternehmensberater unser Augenmerk auf wertschätzende Kommunikation und trainieren Ziel- und Lösungsfindung im Dialog.“

SB – „Was braucht ein Besprechungsraum, um Effizienz, Konzentration und Freude bei der Arbeit zu fördern? In welchem Umfeld können Konflikte auch mal ausgehalten und in konstruktive Lösungsfindung umgeleitet werden? Widerstände müssen nicht gebrochen sondern verstanden werden, um das Beste für Mensch und Unternehmen frei zu legen. Wer den Raum als Partner im Dialog erkennt, gewinnt Handlungsspielraum, Freiheit im Denken und mehr Respekt im Umgang, auch während herausfordernder Situationen.“

Wir finden, das ist eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit, bei der Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter-innen im Mittelpunkt stehen. Testen Sie uns!

Kontakt Hendrik M. Rabbow | Telefon 0171 6424664 | http://www.rabbow.com

Kontakt Susanne Berkenkopf | Telefon 0421 161 69 608 | http://www.feng-shui-und-beratung.de


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Raum der Stille

Advent, Advent. Statt noch xx Mal schlafen bis zum: „… aber wir wollten uns doch nichts schenken!“, hier ein ausgefallener Weihnachtswunsch, den eine fünfköpfige Familie sich erfüllt hat. Letzte Woche war ich bei Ihnen, um den fertig eingerichteten RAUM DER STILLE, den ich für ihr Wohnhaus konzipiert hatte, zu begutachten.

Es war ein Familienprojekt, initiiert von den beiden heranwachsenden Söhnen. Die hatten sich zu Weihnachten gewünscht, dass mehr Ruhe in die Familie kommt. Denn der Eine macht nächstes Jahr Abitur, der Andere beginnt eine Lehre und das Nesthäkchen hat gerade aufs Gymnasium gewechselt. Die beiden Großen wollen noch eine Weile mit den Eltern leben und dort etwas haben, was sie sich absehbar (beim Auszug in WG oder mit Freundin) nicht würden leisten können – einen Raum der Stille.

Gemeinsam hatten alle entschieden, trotz nicht gerade üppiger Platzverhältnisse, ein Zimmer dafür herzugeben. Der Wunsch an mich lautete, dass dieser Raum kaum möbliert werden und dennoch warm wirken soll und dass ein farblicher Akzent die Aufmerksamkeit immer wieder zurück holt, wenn sich die Gedanken verlieren. Denn auf ein gemeinsames Bild, das wußten alle sofort, würde man sich nie einigen. Außerdem sollte ich es hinkriegen, dass auch mal alle Fünfe im Raum sein können, ohne sich zu stören oder Platzangst zu kriegen.

Als ich vor einigen Wochen mein Konzept vorstellte, waren alle gleich begeistert. Ich hatte die Idee des Jüngsten aufgegriffen, zusätzlich zu einem Sitzkissen, für jeden ein passendes Schaffell zu besorgen. Laut Fliegender Sterne des Feng Shui begünstigt ein einheitlicher Wandton in Japanweiß das Raumklima, zusätzlich sollten drei Wände je ein abstraktes Motiv (Quadrat, Kreis, Dreieck) bekommen, das in einer anderen Farbe aufgetragen wird. Der fast quadratische Raum erlaubt, dass sich sowohl alle gemeinsam um eine Mitte versammeln können, als auch – selbst wenn alle anwesend sind – sich mit Blick auf eines der Wandmotive zu setzen.

Bei den Wandmotiven steht das Quadrat für die Erdung, der Kreis für die Zentrierung und das Dreieck für geistige Inspiration. Der installierte Mittelpunkt, ausgelegt mit Bergkristall und Rosenquarz, verleiht dem Raum eine angenehme Schwingungsfrequenz. Zusätzlich werden auch in den vier Ecken entsprechend große Kristalle dafür sorgen, dass die Energie im Raum pulsiert und klar bleibt. Für jedes Familienmitglied habe ich zusätzlich ein Hexagramm gefunden, dass ausgleichend auf das jeweilige Temperament wirkt.

Als ich mich gestern verabschiedete haben mich alle fröhlich-freundlich umarmt und der Jüngste gab mir einen dicken Schmatzer auf die Wange. Er war einfach glücklich, dass ich seinen Wunsch, das Schaffell „irgendwie unterzubringen“ tatsächlich aufgegriffen hatte 😉 Und ich bin noch immer ganz gerührt und sage noch einmal Danke für das in mich gesetzte Vertrauen!

 

 

 

 

 

 

 


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Wer ständig außer sich ist …

Neulich hörte ich diese Geschichte: In einem Mehrparteienhaus lebt ein Mann, der ständig ausrastet. Über jede Kleinigkeit rege er sich auf und gerät darüber in heftige Streitereien mit seinen Nachbarn. Selbst Sachen die ihn gar nichts angingen mache er zu seinem Thema. Damit geht er allen gehörig auf den Geist und eine ratlose Beteiligte fragt mich: „Wieso ist der bloß dauernd so außer sich?“

Ohne Mitte geht es nicht. Danke für das tolle Foto, Laurent Naville.

Auf Nachfragen erfahre ich, dass seine Wohnung im Obergeschoß vormals aus zwei Wohnungen bestand, die vor Jahren zu einer zusammengelegt wurden. Damit es in der neuen Situation nur noch eine Eingangstür gibt, wurde eine geschlossen. Und zwar die im Nordwesten. Das Treppenhaus liegt nun genau in der Mitte. Das heißt, die Wohnung läuft wie ein äußerer Ring um die Mitte, die nicht zur Wohnung gehört.

Da  äußere Umstände – und die Wohnsituation ist immer ein wirkungsvoller äußerer „Umstand“ – auf Wahrnehmung und Gemütslage wirken, findet sich aus Feng Shui Sicht eine relativ einfache Erklärung

  • Jede Mitte symbolisiert den Mittelpunkt der Welt. Sie steht in engem Kontakt zur inneren Mitte des Menschen und über diesen „Nabel der Welt“ verbinden sich Mensch, Erde und Kosmos. Dies ist der wahre Sitz der Kraft. Die Mitte des Raumes bzw. Grundrisses steht in direkter Verbindung zu diesem „Sitz der Kraft“. Fehlt sie in einem Zuhause, dann fehlt ein entscheidender „Kraftort“ und der Mensch kann sich nicht mit dem Größeren verbinden. Dies geschieht zwar meistens unbewußt, doch längst wissen wir ja um den Einfluss des Unbewussten auf jegliches Fühlen und Handeln.
  • Der Nordwesten steht in der Lehre des Feng Shui in Innenräumen mit dem Mann des Hauses in Verbindung. Wurde, wie oben geschildert, die Tür dahin geschlossen, könnte man sagen, dass dem Mann der Zugang zu sich selbst fehlt.
  • Mich hat dann noch die Frage beschäftigt: Wohin geht jemand, der „außer sich“ ist? Wo ist er dann? Nach meiner Ansicht bleibt diesem Mann quasi nichts anderes übrig, als „außer sich“ einen Punkt zu finden, an dem er „zu sich kommen“ und sich spüren kann. Dazu nutzt er die Menschen, mit denen er im Streit liegt. Denn Streit bedeutet Reibungsenergie und die erzeugt wallendes Blut, Feuer und Glut. Das ist sein Umweg, sich seiner selbst zu vergewissern.

Was könnten wir mit Feng Shui tun? Schwierig, ehrlich. Ohne echte Mitte im Raum kann nur etwas konstruiert werden. Wenn ein Umzug nicht in Frage kommt würde ich, außer ein paar Gestaltungstricks drinnen, zusammen mit dem Betroffenen außerhalb der Wohnung einen Ort finden, an dem er immer wieder zu sich kommen und seine Mitte spüren kann. Und, ohne die konkreten Gegebenheiten zu kennen, würde ich dennoch raten, die Tür im Nordwesten wieder zu öffnen und statt dessen die andere zu schließen. Dies könnte ihm einen direkteren Zugang zu sich selbst eröffnen.

Was fällt Ihnen „da draußen“ so auf? Immer her mit Anregungen oder Fragen, ich denk gern mit.

 


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Hilft Feng Shui auch bei Stress?

Stress gilt mittlerweile als Volkskrankheit. Laut Duden handelt es sich bei Stress um erhöhte physische oder psychische Belastung. Die Ursachen dafür können vielfältig sein:

  • Zuviele Termine, Zeitdruck, Anforderungen, denen man sich nicht gewachsen fühlt
  • Druck, weil man es allen recht machen will
  • zuviel Verantwortung, unübersichtliche Situationen
  • fehlende Anerkennung, Kritik, Drang nach Perfektion
  • und mangelnde Gelegenheit, Körper und Geist zu entspannen.

Zeit, innezuhalten. Danke für das tolle Foto, Manja Benic!

Letzte Woche meldete sich der Geschäftsführer einer großen Unternehmensberatung bei mir. Als wir nach einem freien Termin für die Beratung schauten, schleuste ihn sein Kalender Richtung Mitte Dezember. Da hätte also erst viel Wasser den Main hinunter fließen müssen, bevor ihm ein freies Zeitfenster ein Treffen gestattet hätte. Doch wer gewohnt ist, weitreichende Entscheidungen zu treffen, kann auch Prioritäten setzen. Unser Treffen war ihm wichtig, und in 10 Tagen ist es soweit.

Nicht immer ist es so krass mit der Zeit, doch Hand aufs Herz: Wer nimmt genug „Auszeiten“, um wieder ganz bei sich anzukommen? Wem gelingt es trotz freier Zeit nicht, zu entspannen? Wer trägt nachts Beißschienen, weil der Zahnschmelz sonst durch nächtliche Beissorgien beschädigt wird? Wer erwacht mit Kiefer-oder Kopfschmerzen, fühlt sich schon morgens überfordert? Ausgelaugt? Wer fühlt sich nur noch wohl, wenn es keine freien Zeiten im Kalender gibt?

Feng Shui ist für mich auch ein Synonym für Lebensart. Wer im eigenen Leben wieder selbst Regie führen will, ist bei mir genau richtig.

„Ich erforsche nach der Beratung mein Selbstgefühl,“ reflektiert Kai B., dessen Beratung schon ein Weilchen zurück liegt und der mir dieses Feedback schrieb. „Selbstbewußtsein blieb bei mir immer im Kopf haften. Jetzt taste ich mich ran, Beschreibungen wie „gut – schlecht“ tatsächlich zu fühlen und erweitere mein inneres Vokabular. Ich fühle jetzt, wie es ist, angeregt, aufgeregt, wütend, inspiriert, ermattet, entspannt, ärgerlich oder wertschätzend zu sein. Vorher hatte ich nur „gut“ oder „schlecht“ als Begriffspaar und durch das angenommene Dogma, positiv denken zu müssen, konnte ich nie äußern, was es war, wenn es mir schlecht ging. Da hat sich eine Menge geändert und meine Wahrnehmung auch von Nuancen wird immer feiner!“

Was haben wir in seinem Umfeld getan? Natürlich gilt zuerst der Blick dem Ganzen. Grundstück und Grundriss – sei es Wohnung, Haus oder Firmensitz – geben immer erste, wichtige Informationen. Unternehmer-innen und Geschäftsleute erhalten aus den Himmelsrichtungen Süden und Nordwesten wertvolle Unterstützung. Darum als erstes hier Bestandsaufnahme und herausfinden, von wo Blockaden wirken und wie sie beseitigt oder gewandelt werden können. Denn erfahrene Beraterinnen kennen sich auch mit dem sogenannten Sat-Qi, also der aggressiven Variante von Qi, aus und wissen, wie es in förderliche Energie gewandelt werden kann.

Das ist wie mit dem Feuer: Ein Funken wärmt nicht, bei zuviel gibt’s komplette Zerstörung. Nur wer es bändigen und das richtige Maß herstellt kann es nutzen sich zu wärmen, und eine köstliche Mahlzeit zu bereiten.


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Interior Styling mit den 5 Elementen

Oft erwähne ich die 5 Elemente in meinen Artikeln. Wer sich fragt, wie das „übersetzt“ in der Raumsprache aussehen kann, findet hier Anregungen in beispielhaft gestalteten Räumen. Nicht immer geht es beim Feng Shui Styling nur um schöner wohnen – doch wenn das dabei raus kommt, ist ja auch viel gewonnen ❤

Das Element Holz

ist gekennzeichnet durch die Farbe grün und hochaufstrebende Möbel, Lampen oder Pflanzen. Holz repräsentiert Wachstum, Dynamik und Erfindungsreichtum im Elementekreis.

Zum Element Feuer

gehört die Farbe rot sowie alles prunk- und prachtvolle. Ein vom Element Feuer dominierter Raum kann pompös oder überladen wirken, ein besonderes Kennzeichen ist sein warmer Charme. Und mit der Zeit ändern sich kulturelle Vorlieben, die wir im Raum wieder finden.

Das Element Erde

mag es stabil und – erdig. Die Farbe Gelb und Brauntöne in jeder Coleur, rechteckige oder quadratische Möbel (auch in Holzoptik) kennzeichnen das, was uns heute oft fehlt: Den festen Boden unter den Füßen. Sich „einfach“ wohlfühlen, Ballast fallen lassen und sein dürfen – das erlauben erdig dominierte Räume.

Das Element Metall

ist materialisierter Ausdruck von Klarheit. Schlicht, dabei elegant. Klares Motto in weiß, silber, gold oder kupfer: Weniger ist mehr. Metall liebt die Essenz, deshalb wird in diesem Ambiente gern auf jede Art Schnick-Schnack verzichtet.

Das Element Wasser

symbolisiert per se die Bewegung. Fließende Formen, viel Glas, Spiegel, weiche Stoffe und alle Farben Blau kennzeichnen das Wasserelement.

Selten gibt es Räume, die ausschließlich einem Element zuzuordnen sind, meist herrscht ein Mix, in dem jedoch ein Element klar dominiert. Das kann zu einem Gefühl von Unausgeglichenheit, Lähmung oder Überforderung führen. Fehlt der Ausgleich, fühlt man sich unwohl.

Einseitig eingerichtete Räume resultieren meist aus dem Versuch, eine individuelle Veranlagung auszugleichen und über den Raum für Ausgewogenheit zu sorgen. Da das nicht unbedingt dem entspricht, was der Raum braucht, schleicht sich Unbehagen ein.

Nicht selten ist das dann Anlass für wiederkehrenden Streit, vor allem wenn mehrere Menschen zusammen leben: Dann findet’s der eine zu voll gestellt oder immer unordentlich, einem anderen ist’s zu nüchtern oder jemand friert immer, weil das Zimmer scheinbar trotz Heizung einfach nicht warm wird. Hier läge ein offensichtlicher Beratungsauftrag vor:

Herausfinden, was braucht der Mensch und was braucht der Raum. Dann beide nach Bedarf stärken. So entstehen Räume, in denen sich alle wohlfühlen, die hier zu Hause sind.  Auch wer täglich viele Stunden Lebenszeit an dem Ort verbringt, an dem er und sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellt, hat ein Recht darauf, es schön zu haben.

 


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Wenn Qi die Treppe runterfällt, ist das sehr ungünstig

  • „Gehen Sie unbedingt durch den Keller ins Haus. Andernfalls fällt das Qi die Treppe runter, und das ist sehr ungünstig.“
  • „Sie haben mit Erkern gebaut? Also das finde ich unverantwortlich!“
  • „In jedem Raum muss die Partnerschaftsecke aktiviert werden, sonst finden Sie Ihren Traummann nie.“
  • „Oh, das Badezimmer ist im Südosten – na, da können Sie sich schon jetzt auf enormen Geldverlust einstellen.“
  • „Der Eingang im Nordosten – au weia!“

Danke für das schöne Foto © Jason Briscoe

Oh ja, so und ähnlich klingen Äußerungen, die unter der Überschrift Feng Shui gemacht werden. Klingt gräßlich, oder? Während ich das schreibe sitze ich kopfschüttelnd am Tisch. Was für ein Mist, denke ich, was für eine Ver .. schung! Ich bin echt sauer.

Darum muss ich das noch einmal sagen: Feng Shui ist eine Methode, um Menschen zu verstehen. Ihre Beweggründe, Absichten und inneren Wegweiser, die sich im Tun äußern, verstehen. Um dann mittels Gestaltung und Akupunktur im umgebenden Raum soweit möglich in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch erst kommt das Verstehen, und das braucht Empathie.

Ich bin ganz ehrlich: ich hatte schon Beratungen, da hat mir das Schicksal der Menschen mit denen ich es zu tun hatte, Angst gemacht. Doch das waren meine Ängste und meine Projektionen, meine nicht bearbeiteten Schatten, die durch die Arbeit ins Bewußtsein kamen. Meine ersten Reaktionen waren – ich geb’s zu – Ablehnung, dann Überheblichkeit. Das hinter diesen emotionalen Reflexen meine eigenen Ängste warteten und das Bedürfnis, mich zu schützen, das habe ich erst verstanden, als ich mit der systemischen Aufstellungsarbeit begann.

Auch wenn China das Land der Kollektive ist und das Individuelle lange keinen Platz in der Gesellschaftsform hatte, die alten Feng Shui Meister und Meisterinnen schauten zuerst in das Geburtshoroskop, um heraus zu finden, welches mögliche Schicksal einen Menschen auf der Erde erwartet und welche Anlagen da sind, es zu meistern.

Mit diesem Wissen wird die gewählte Umgebung entsprechend hergerichtet, um die Bedinungen zu schaffen, damit der Mensch in seine Kraft kommt, in seiner Kraft bleibt und seine wahre Größe erreicht. Und, dass er / dass sie das auch annehmen kann.

Beispiel: Wenn ein(e) Selbständige(r) ein Büro bezieht in dem die Himmelsrichtung Nordwesten fehlt, ist das ein starkes (unbewußtes) Statement: Denn der Nordwesten repräsentiert Führungskraft, Strategie, Durchsetzungsvermögen, hilfreiche Menschen und Mentoren. Alles, was ein gut laufendes Business braucht.

Ein Blick in das Geburtshoroskop wird helfen, den Grund dafür zu verstehen. Erst auf dieser Basis kann echte Beratung geschehen, weil ganz ohne Dogmen („das ist gut oder schlecht“) ein Weg sichtbar wird, um die Balance herzustellen und etwas ins Leben zu integrieren, was unbewußt nicht möglich war.

Natürlich lassen sich durch Feng Shui verallgemeinernde Aussagen treffen über

  • das, was (in der Regel) in Sackgassen geschieht und was nicht
  • Lebensthemen die drängend werden, je nachdem ob man links oder rechts in einer Doppelhaushälfte lebt
  • mögliche Konsequenzen, wenn ein Haus in einer ungünstigen Farbe gestrichen ist
  • Auswirkungen des Wohnorts auf gesundheitliches Befinden, finanziellen Erfolg, Partnerschaft, individuelles Lebensglück, Gedeihen der Kinder
  • Ursachen, warum jemand selten zu Hause ist oder dort keine Ruhe findet.

Doch zuerst kommt der Mensch. Immer. Dann kommt die Umgebung. Dann kommt die Handlung. Und daraus webt sich Schicksal. Niemand sollte beurteilen, welche Erfahrung ein Mensch in diesem Leben machen will. Alles, was ein guter Berater, eine gute Beraterin tun kann, ist bewußt machen. Begleiten. Aufrichtig und authentisch mitteilen: Das sehe ich … Das sagt meine Erfahrung … Das kann folgende Ursachen haben … Das könnte eine mögliche Lösung darstellen …

Und jeder Mensch ist frei, sich selbst zu erkennen. Blockaden, Verstrickungen, Stärken, Ängste, Durststrecken … darf man alles haben. Keine Platitüde kann erklären, dass jemand keinen Partner findet, weil die Partnerschaftsecke im Wohnzimmer nicht „aktiviert“ wurde.

Sollte Ihnen also das nächste Mal ein Berater, eine Beraterin – ohne Sie zu kennen und am Telefon – mit ähnlichen Aussagen, wie oben geschildert, antworten, wäre eine Gegenfrage sicher angebracht: „Haben Sie sich eigentlich schon Ihren eigenen Ängsten gestellt? Wie wollen Sie aus der Ferne beurteilen, was gut für mich ist?!“
Denn: Bange machen gilt nicht, anderfalls ist es ein Geschäft mit der Angst.