Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration


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Interior Styling mit den 5 Elementen

Oft erwähne ich die 5 Elemente in meinen Artikeln. Wer sich fragt, wie das „übersetzt“ in der Raumsprache aussehen kann, findet hier Anregungen in beispielhaft gestalteten Räumen. Nicht immer geht es beim Feng Shui Styling nur um schöner wohnen – doch wenn das dabei raus kommt, ist ja auch viel gewonnen ❤

Das Element Holz

ist gekennzeichnet durch die Farbe grün und hochaufstrebende Möbel, Lampen oder Pflanzen. Holz repräsentiert Wachstum, Dynamik und Erfindungsreichtum im Elementekreis.

Zum Element Feuer

gehört die Farbe rot sowie alles prunk- und prachtvolle. Ein vom Element Feuer dominierter Raum kann pompös oder überladen wirken, ein besonderes Kennzeichen ist sein warmer Charme. Und mit der Zeit ändern sich kulturelle Vorlieben, die wir im Raum wieder finden.

Das Element Erde

mag es stabil und – erdig. Die Farbe Gelb und Brauntöne in jeder Coleur, rechteckige oder quadratische Möbel (auch in Holzoptik) kennzeichnen das, was uns heute oft fehlt: Den festen Boden unter den Füßen. Sich „einfach“ wohlfühlen, Ballast fallen lassen und sein dürfen – das erlauben erdig dominierte Räume.

Das Element Metall

ist materialisierter Ausdruck von Klarheit. Schlicht, dabei elegant. Klares Motto in weiß, silber, gold oder kupfer: Weniger ist mehr. Metall liebt die Essenz, deshalb wird in diesem Ambiente gern auf jede Art Schnick-Schnack verzichtet.

Das Element Wasser

symbolisiert per se die Bewegung. Fließende Formen, viel Glas, Spiegel, weiche Stoffe und alle Farben Blau kennzeichnen das Wasserelement.

Selten gibt es Räume, die ausschließlich einem Element zuzuordnen sind, meist herrscht ein Mix, in dem jedoch ein Element klar dominiert. Das kann zu einem Gefühl von Unausgeglichenheit, Lähmung oder Überforderung führen. Fehlt der Ausgleich, fühlt man sich unwohl.

Einseitig eingerichtete Räume resultieren meist aus dem Versuch, eine individuelle Veranlagung auszugleichen und über den Raum für Ausgewogenheit zu sorgen. Da das nicht unbedingt dem entspricht, was der Raum braucht, schleicht sich Unbehagen ein.

Nicht selten ist das dann Anlass für wiederkehrenden Streit, vor allem wenn mehrere Menschen zusammen leben: Dann findet’s der eine zu voll gestellt oder immer unordentlich, einem anderen ist’s zu nüchtern oder jemand friert immer, weil das Zimmer scheinbar trotz Heizung einfach nicht warm wird. Hier läge ein offensichtlicher Beratungsauftrag vor:

Herausfinden, was braucht der Mensch und was braucht der Raum. Dann beide nach Bedarf stärken. So entstehen Räume, in denen sich alle wohlfühlen, die hier zu Hause sind.  Auch wer täglich viele Stunden Lebenszeit an dem Ort verbringt, an dem er und sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellt, hat ein Recht darauf, es schön zu haben.

 


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Wenn Qi die Treppe runterfällt, ist das sehr ungünstig

  • „Gehen Sie unbedingt durch den Keller ins Haus. Andernfalls fällt das Qi die Treppe runter, und das ist sehr ungünstig.“
  • „Sie haben mit Erkern gebaut? Also das finde ich unverantwortlich!“
  • „In jedem Raum muss die Partnerschaftsecke aktiviert werden, sonst finden Sie Ihren Traummann nie.“
  • „Oh, das Badezimmer ist im Südosten – na, da können Sie sich schon jetzt auf enormen Geldverlust einstellen.“
  • „Der Eingang im Nordosten – au weia!“

Danke für das schöne Foto © Jason Briscoe

Oh ja, so und ähnlich klingen Äußerungen, die unter der Überschrift Feng Shui gemacht werden. Klingt gräßlich, oder? Während ich das schreibe sitze ich kopfschüttelnd am Tisch. Was für ein Mist, denke ich, was für eine Ver .. schung! Ich bin echt sauer.

Darum muss ich das noch einmal sagen: Feng Shui ist eine Methode, um Menschen zu verstehen. Ihre Beweggründe, Absichten und inneren Wegweiser, die sich im Tun äußern, verstehen. Um dann mittels Gestaltung und Akupunktur im umgebenden Raum soweit möglich in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch erst kommt das Verstehen, und das braucht Empathie.

Ich bin ganz ehrlich: ich hatte schon Beratungen, da hat mir das Schicksal der Menschen mit denen ich es zu tun hatte, Angst gemacht. Doch das waren meine Ängste und meine Projektionen, meine nicht bearbeiteten Schatten, die durch die Arbeit ins Bewußtsein kamen. Meine ersten Reaktionen waren – ich geb’s zu – Ablehnung, dann Überheblichkeit. Das hinter diesen emotionalen Reflexen meine eigenen Ängste warteten und das Bedürfnis, mich zu schützen, das habe ich erst verstanden, als ich mit der systemischen Aufstellungsarbeit begann.

Auch wenn China das Land der Kollektive ist und das Individuelle lange keinen Platz in der Gesellschaftsform hatte, die alten Feng Shui Meister und Meisterinnen schauten zuerst in das Geburtshoroskop, um heraus zu finden, welches mögliche Schicksal einen Menschen auf der Erde erwartet und welche Anlagen da sind, es zu meistern.

Mit diesem Wissen wird die gewählte Umgebung entsprechend hergerichtet, um die Bedinungen zu schaffen, damit der Mensch in seine Kraft kommt, in seiner Kraft bleibt und seine wahre Größe erreicht. Und, dass er / dass sie das auch annehmen kann.

Beispiel: Wenn ein(e) Selbständige(r) ein Büro bezieht in dem die Himmelsrichtung Nordwesten fehlt, ist das ein starkes (unbewußtes) Statement: Denn der Nordwesten repräsentiert Führungskraft, Strategie, Durchsetzungsvermögen, hilfreiche Menschen und Mentoren. Alles, was ein gut laufendes Business braucht.

Ein Blick in das Geburtshoroskop wird helfen, den Grund dafür zu verstehen. Erst auf dieser Basis kann echte Beratung geschehen, weil ganz ohne Dogmen („das ist gut oder schlecht“) ein Weg sichtbar wird, um die Balance herzustellen und etwas ins Leben zu integrieren, was unbewußt nicht möglich war.

Natürlich lassen sich durch Feng Shui verallgemeinernde Aussagen treffen über

  • das, was (in der Regel) in Sackgassen geschieht und was nicht
  • Lebensthemen die drängend werden, je nachdem ob man links oder rechts in einer Doppelhaushälfte lebt
  • mögliche Konsequenzen, wenn ein Haus in einer ungünstigen Farbe gestrichen ist
  • Auswirkungen des Wohnorts auf gesundheitliches Befinden, finanziellen Erfolg, Partnerschaft, individuelles Lebensglück, Gedeihen der Kinder
  • Ursachen, warum jemand selten zu Hause ist oder dort keine Ruhe findet.

Doch zuerst kommt der Mensch. Immer. Dann kommt die Umgebung. Dann kommt die Handlung. Und daraus webt sich Schicksal. Niemand sollte beurteilen, welche Erfahrung ein Mensch in diesem Leben machen will. Alles, was ein guter Berater, eine gute Beraterin tun kann, ist bewußt machen. Begleiten. Aufrichtig und authentisch mitteilen: Das sehe ich … Das sagt meine Erfahrung … Das kann folgende Ursachen haben … Das könnte eine mögliche Lösung darstellen …

Und jeder Mensch ist frei, sich selbst zu erkennen. Blockaden, Verstrickungen, Stärken, Ängste, Durststrecken … darf man alles haben. Keine Platitüde kann erklären, dass jemand keinen Partner findet, weil die Partnerschaftsecke im Wohnzimmer nicht „aktiviert“ wurde.

Sollte Ihnen also das nächste Mal ein Berater, eine Beraterin – ohne Sie zu kennen und am Telefon – mit ähnlichen Aussagen, wie oben geschildert, antworten, wäre eine Gegenfrage sicher angebracht: „Haben Sie sich eigentlich schon Ihren eigenen Ängsten gestellt? Wie wollen Sie aus der Ferne beurteilen, was gut für mich ist?!“
Denn: Bange machen gilt nicht, anderfalls ist es ein Geschäft mit der Angst.

 

 

 

 

 


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Was Ameisen und fliehende Bäume erzählen

Wer mit offenen Augen spaziert kann in der Landschaft lesen, und mit Pflanzen, Bäumen und tierischen Bewohnern kommunizieren. Sie informieren nämlich über ihren Standort, und Feng Shui Berater-innen und Geomanten nutzen das, um treffende Aussagen über die (Lebens-)Qualität an einem Ort zu machen. Erdphänomene sind auch hilfreich wenn es darum geht, einen geeigneten Bauplatz zu finden.

Im wesentlichen wird bei einer Begehung Ausschau gehalten, ob Pflanzen auf Wasseradern, Verwerfungen oder Gitterstrukturen hinweisen. Ein zusätzliches „Bonbon“, dass geübte Rutengänger leicht finden, sind sogenannte auf- bzw. abladende Polpunkte. Die kann man trefflich nutzen, um sich von schwer machender Energie zu reinigen und anschließend neue Kraft zu tanken.

Wasseradern

Gelten im allgemeinen als äußerst ungünstig für die Gesundheit. Denn Wasser gilt als anregend und weil wir Menschen aus etwa 80% Wasser bestehen sind wir fähig, mit Wasser in Resonanz zu treten und mitzuschwingen. Das geschieht selbst dann, wenn wir es nicht sehen 😉 . Vor allem wer längere Zeit auf einer Wasserader zubringt, also beim Schlafen oder Arbeiten, dessen Körper kann nach einiger Zeit deutliche Zeichen geben, dass etwas nicht stimmt.

Hinweise wie Migräne, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Rheuma, unerfüllter Kinderwunsch und selbst Krebs werden bei Ärzten – die ihre geistige Unabhängigkeit bewahrt haben und über den Tellerrand der „Schul“medizin hinaus im unendlichen Feld des „alles hängt mit allem zusammen“ forschen – zuweilen als eine mögliche Ursache für einen belasteten (Schlaf)Platz in Betracht gezogen.

Doch gewußt wie und wo findet man in zahlreichen Sakralbauten zentrale Punkte wie Altar, Taufbecken und tragende Säulen, die vorsätzlich auf Wasseradern oder sogar deren Kreuzung gesetzt wurden. Die anregende Wirkung des Wassers wurde genutzt, um mit geistigen Kräften in Berühung zu kommen, die an diesen Orten gebündelt auftreten.

Pflanzen die Wasseradern lieben, also zu den Strahlensuchern gehören, heißen Eiche, Holunder, Brennessel, Flieder, Haselstrauch, Efeu, Schwarzpappel und Erle. Zwieselung, Schräg- oder Fliehwuchs, Geschwüre und auch Misteln gelten als Anzeiger für die unterirdische Ausstrahlung des Bodens. – Daher auch das Sprichwort: „Von Eichen weichen und Buchen suchen“, denn aufgrund des wasserangeregten Standorts schlägt der Blitz eher in die Eiche ein, als in die Buche.

Angeregter Wald und alles da: Zwiesel, Efeu, Fliehwuchs. Hier ein Stündchen verweilt und den nächsten genialen Vortrag vorbereitet … das wird.

Verwerfungen

Als Verwerfung gilt eine horizontale oder vertikale Verschiebung von Gesteinsschollen, die sich beim Erkalten der Erdoberfläche ineinandergeschoben oder aufgetürmt haben.

Auch Verwerfungen wirken an- oder aufregend auf den Menschen, und Kundige raten ab, darauf zu schlafen. Ein befreundeter Rutengeher erzählte mir kürzlich dass er beobachtet, dass langfristiger Aufenthalt auf Gesteinsverwerfungen zu übermäßig aggressivem Verhalten führe.

Doch auch hier gilt: gewußt wie und wo. Es gibt Sakralbauten, deren Ausrichtung bewußt mit geologischen Verwerfungen in Berührung kommt, um in den Wirkungsbereich eines bestimmten Farbspektrums zu gelangen und sich davon angeregen zu lassen.

Anzeiger für Verwerfungen sind Ameisenbauten und Maulwurfshügel. Auch Baumgeschwüre, Wasserreiser, Hexenbesen, Misteln und Zickzack-Wuchs sind anzeigende Anomalien. Also statt nächstes Mal den Maulwurfshügel gleich platt zu machen, da erstmal kurz hinsetzen und beobachten, ob neue Ideen aus dem OFF geschenkt werden. (Und natürlich vorher unterscheiden, ob wirklich Maulwurf oder bloss Wühlmaus im Erdreich Zeichen setzen 🙂 )

Architektur der Kleinsten, die Großes leisten. Verweile hier – auf einem Ast – und lass‘ Deinen Geist inspirieren!

Hier noch einmal zur Vereinfachung eine Liste aus dem Pflanzenreich der

Strahlensucher
Esche, Weide, Eiche, Fichte, Aprikose, Lärche, Pappel, Erle, Ahorn, Kastanie, Pflaumenbaum, Pfirsichbaum. Bei den Sträuchern sind es: Efeu, Haselnuss, Holunder, Mistel, Sanddorn, Stechpalme, Tollkirsche, Weihrauch, Wacholder, Zypresse. Bei den Heilpflanzen sind es: Eisenkraut, Dost (Origano), Gnadenkraut, Wolfstrapp, Bockshornklee, Meisterwurz, Kalmus, Fieberklee, Distel, Huflattich, Beifuss, Pestwurz, Brechnuß, Fingerhut, Schierling, Adlerfarn, Brennnessel. Gemüsesorten sind mit Ausnahme des Spargels allesamt Strahlenflüchter.

Strahlenflüchter
Apfelbaum, Birke, Birnbaum, Buche, Kiefer, Kirschbaum, Linde, Marille, Nußbaum, Platane, Tanne, Ulme, Zimmerlinde, Zwetschge, Berberitze, Brombeere, Heckenkirsche, Flieder, Johannisbeere, Kreuzdorn, Stachelbeere, Weißdorn, Aster, Azalee, Begonie, Geranie, Kakteen, Mimose, Nelke, Primel, Rose, Sonnenblume, Veilchen, Weinstock.

Gedeihen Pflanzen an ihrem Standort nicht, sollten sie umziehen dürfen. Unbedingt interessant ist, zu beobachten wo sich etwas selbst aussät, denn das gibt untrügliche Anzeichen über die Standortqualität. Und weil wir Menschen grundsätzlich Strahlenflüchter sind (bis auf oben genannte Ausnahmen, in denen angeregte Plätze gezielt aufgesucht werden) sollten Orte zum ausruhen, schlafen, arbeiten und beisammen sein mit Sorgfalt gewählt und Zeichen des Körpers oder der Stimmung rechtzeitig ernst genommen werden. Denn Tabletten kann jeder …


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Traumwohnung gesucht – und gefunden

Der Auftrag

  • Beratung bei der Wohnungssuche, um eine passende Wohnung zu finden. Anliegen der Klientin: Die Wohnung soll helfen, bislang brachliegende Fähigkeiten zu aktivieren, soll Potenzial für die Zukunft haben und meinen geschäftlichen Erfolg weiter fördern.
  • Feng Shui Beratung nach Einzug, um die Wohnung energetisch zu optimieren.

Glückliche Häuser – glückliche Menschen

Die Beratung

  • Persönlichkeitsanalyse nach dem chinesischen Horoskop erstellt. Dadurch erkenne ich unterstützende Elemente und die Klientin kann die Informationen nutzen, um das Gewünschte zu fokussieren und passende Objekte „herbeizurufen“. Die Auswertung dient bei der anschließenden Feng Shui Beratung als Basis, um Mensch und Raum zu harmonisieren.
  • Begutachten möglicher Mietobjekte: Standort/Lage, Grundriss. Empfehlung geben, ob die Wohnung taugt, vor allem im Hinblick auf die gewünschten Ziele und zukünftigen Entwicklungsschritte der Klientin.
  • Feng Shui Beratung nach Schlüsselübergabe. Hier die drei Hauptpunkte:
    • gestalterische Empfehlungen, um die Wohnung in ihr Potenzial zu bringen. Erst dann können Mensch und Raum sich ideal ergänzen
    • die räumliche Mitte stärken
    • Symbole finden, die die Herzenswünsche der Klientin repräsentieren und sie dort platzieren, wo der „Puls des Ortes“ unterstützend agiert.

Das Feedback

„Liebe Susanne Berkenkopf,

vor etwa einem Jahr hast du mich beraten als es darum ging, in Köln eine neue Wohnung zu finden. Wegen der Enge auf dem Wohnungsmarkt war ich sehr verzweifelt und nahe dran, „alles“ zu nehmen, was mir angeboten wurde.

Zum Glück habe ich deine Beratung in Anspruch genommen. Zwei Mal hast du mir abgeraten und ehrlich, es ist mir überhaupt nicht leicht gefallen, die Offerten abzulehnen. Doch ich habe dir und deinem Wissen vertraut und kann gar nicht sagen, wie froh ich heute darüber bin.

Jetzt wohne ich nämlich in meiner Traumwohnung mit Blick auf den Botanischen Garten! Hätte mir das damals jemand gesagt, ich hätte es nicht geglaubt. Ich bin echt happy, denn ich fühle ich mich super wohl in meinem neuen Zuhause, bin viel entspannter und auch geschäftlich geht es mir seitdem immer besser. Darum mit unermesslicher Freude heute dieses Feedback für deine Arbeit. Danke! Klasse!“

Ingrid T. Köln

Vielen Dank, liebe Ingrid T., es war mir ein Vergnügen! ❤


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Was Feng Shui für die Liebe tun kann.

Anfang des Jahres hatte ich einen spannenden Auftrag in Mecklenburg. Die Auftraggeberin* ist geschieden, lebt mit ihrer Tochter im Teenager Alter auf einem alten Hofgrundstück und sehnte sich nach einem Partner. Mit ihm wünschte sie eine innige Verbundenheit auf Augenhöhe. Allein, es wollte nicht klappen. Männer kamen zwar, doch schleppten sie an schwerem Gepäck aus ihrer Vergangenheit und vor allem: sie blieben nicht.

Gemeinsam auf dem Ozean des Lebens unterwegs, braucht es Vertrauen und Hingabe an das Gesetz der Gezeiten

Wer beim Lesen in meinem letzten Artikel erschrocken registrierte, dass Feng Shui nicht in erster Linie die glückliche Partnerschaft avisiert – kann aufatmen. Natürlich kann Feng Shui das auch 😉 doch es ist in vielen Leben nicht ganz so simpel, wie zwei Delphine oder Kerzen in die Paarecke zu stellen und schwupps kommen sie angerauscht, Traummann oder Traumfrau, auf edlem Ross mit Gold in den Taschen, bereit und offen für alles.

Der Auftrag

Ich möchte einen Partner finden, der mit mir durch dick und dünn geht, mich nimmt wie ich bin und mit dem ich (endlich) glücklich sein kann.

Die Beratung

zeigte, dass manche Hindernisse – innen wie außen – die Erfüllung dieses Wunsches blockierten. Die Tochter zum Beispiel fand, dass die Mutter sich lieber mit dem Vater versöhnen sollte, als sich den nächsten „Gockel zu angeln“ (O-Ton). Ich schaute mich also im Südwesten um – im Feng Shui der Bereich für Partnerschaft als auch für die erste Tochter. Ich fand: einen verwahrlosten Hühnerstall und allerlei abgestelltes Gerümpel.

Die erste Empfehlung lautete natürlich, hier für Ordnung zu sorgen. Das hatte Frau H. zwar schon lange erwogen, doch bisher fehlte der Impuls, das umzusetzen. Der alte Stall wurde daraufhin komplett abgerissen und stattdessen ein großes Beet für Blumen und Gemüse angelegt.

Im Einzelgespräch mit der Tochter kam der Grund für ihren Unmut ans Licht. Hinter allen Auseinandersetzungen und ihrer Ablehnung stand das vage Gefühl – etwas mit der Trennung der Eltern zu tun zu haben – nicht liebenswert zu sein – die Liebe der Mutter zu verlieren, wenn die einen neuen Partner findet – und ganz konkretes Unbehagen im Hinblick auf: Wie geht es für mich nach der Schule weiter, „was soll aus mir werden?“ Mit der Tochter habe ich eine kleine Aufstellung gemacht in der sie ihren Platz fand und sich, auf anderer Ebene, nicht nur der Liebe der Mutter vergewissern konnte. Tiefes Ausatmen löste die angestaute Spannung und danach war die Bereitschaft mitzumachen greifbar.

Im Haus empfahl ich Mutter und Tochter, die Zimmer zu tauschen, damit beide in dem Raum sind, der ihnen hilft, ihren Platz im Leben zu finden – und zu behaupten. – Frei nach dem Motto: „Nimm dir ruhig das größte Stück vom Kuchen, es ist genug für alle da!“ – Dadurch bekam das ganze Erdgeschoss einen anderen Zusammenhalt, die Räume werden nun von innerer Verbindung gespeist. Weil beide von der Idee gleich begeistert waren hat es auch nicht lange gedauert, bis diese Empfehlung umgesetzt wurde.

Zusätzlich haben Mutter und Tochter auch außen ihre Markierungen gesetzt: Die Mutter im Norden, die Tochter im Südwesten. Hierbei ging es darum, dass sie sich auf dem Grundstück verorten und ein Symbol finden, dass Heimat und Zugehörigkeit symbolisiert. Solche Symbole sind ganz individuell und manchmal braucht es einen längeren Prozess, bis ein solches sich formt und zeigt.

Außerdem habe ich mit Frau H. ein Ritual zelebriert, damit auch sie sich von diffusen Schuldgefühlen befreien konnte. Denn da kam einiges zusammen: Keine gute Tochter und keine gute Ehefrau gewesen zu sein und auch der Tochter nicht den notwendigen Halt und das Vertrauen geben zu können, damit sie frei und stark im Leben stehe. Wir haben während des Rituals so einige Wunden verarztet, so lange bis die Tränen alle Verkrustungen weggespült hatten und innere Versöhnung ein friedliches, strahlendes Lachen auf das Gesicht und in die Aura zauberten.

Symbol für Partnerschaft im Garten. © Foto mit freundlicher Genehmigung von teri makasih

So beschreibe ich Haltung und Handlungsweise einer der Zeit angemessenen Feng Shui Beratung, die über ein reines Einrichtungskonzept hinaus, das Wissen des eigenen Kulturkreises miteinbezieht. Nicht von ungefähr heißt es in den alten Schriften: Wie innen so außen. Nach meiner Auffassung bleibt, wer nur im außen schaut, an der Fassade hängen und begnügt sich mit dem Schein.

Übersehen wird dann, das öfter als gedacht innere Widerstände verhindern, dass sich das im Leben materialisieren darf, was doch so sehnlich gewünscht wird. Doch das Sehnen ist oft lang bekannt und gibt – in all seiner Unerfülltheit – auch Sicherheit. Die Fragen nach dem ersten Happy End werden dabei nicht gestellt: Wie sieht das eigentlich konkret aus mit meinem neuen Partner/ meiner neuen Partnerin, werde ich es schaffen, mich liebevoll zu behaupten, mich nicht gleich seinen/ihren Wünschen unterzuordenen, das Gefühl für mich nicht zu verlieren und das alles in angemessener Weise zu äußern, damit wir uns gegenseitig fördern und gemeinsam wachsen, dabei doch ein Individuum (mit Vergangenheit, die prägte) zu bleiben?

Heute beinhaltet der Wunsch nach einer „glücklichen Partnerschaft“ ganz andere Facetten als früher – längst geht es nicht mehr um die klassische Rollenaufteilung nach der der Mann das Geld verdient und die Frau sich um Haus und Kinder kümmert. Wir wissen inzwischen, dass jemanden wahrhaft zu lieben nur auf dem starken Fundament der Selbstliebe gelingen kann. > Ich stelle mich hin, und ich stehe zu mir.< Samen die auf diesem Boden ausgebracht werden wachsen der liebevollen Zweisamkeit entgegen, in der jede/r er/sie selbst sein und das Gemeinsame ganz im Vertrauen, in Zuneigung und mit gegenseitiger Hingabe gedeihen darf.

Braucht es abschließend nur noch den kleinen Nachsatz, dass Frau H. inzwischen Herrn P. kennen gelernt hat und … ja, ja. Weiterhin viel Glück und Segen wünsche ich ❤ ⭐

 

*beschrieben und veröffentlicht mit ausdrücklicher Zustimmung meiner Auftraggeberin/nen


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Feng Shui und das Geschäft mit der Angst

„Ist mein Haus gut für mich?“, ist eine durchaus berechtigte Frage. Wer neue Räumlichkeiten bezieht oder feststellt, dass es sich Zuhause nicht länger „gut anfühlt“ sollte sich mit der umgebenden Hülle auseinandersetzen. Auch wer mehr über das Prinzip von Resonanz und Analogie erfahren möchte – frei nach dem Motto: „Was hat mein Haus mit mir zu tun?“ –  kann sich auf heilsame Entdeckungen verlassen.

Doch manche Äußerung von Feng Shui Expert-inn-en treibt mir die Schamesröte ins Gesicht.

Manche Feng Shui Ratgeber: Zum Haare raufen!       Foto © geralt

Wem ist geholfen zu erfahren, dass „Krankheit auf der Tür“ lauert, dass im Schlafzimmer Missgeschicke zu erwarten sind oder dass die Kinder vermutlich kriminelle Neigungen entwickeln werden? Wer mag nach solchen Feststellungen überzeugt sein, dass ein rotes Sofakissen, eine unter der Decke aufgehängte Flöte oder ein Kristall im Fenster tatsächlich das Übel bei der Wurzel packt?

Nicht selten wenden sich Menschen an mich, die nach Auskunft einer solchen Feng Shui Expertise ganz verstört sind und nach einem Strohhalm suchen. Da wurde ihnen – am Telefon – orakelt, dass die Treppe in der Mitte des Grundrisses großes Unglück bedeute oder dass mit einem Badezimmer im Südosten schon mal gleich der Gerichtsvollzieher bestellt werden kann.

Auch der mittlerweile in meinen Ohren so weichgespült klingende Begriff des „Wohlfühlens“ und das Versprechen auf „eine glückliche Partnerschaft“ haben ursprünglich rein gar nichts mit Feng Shui zu tun! Mal klar gesagt: Chinesen sind kulturell und mental ganz anders drauf als wir Westler und die Wurzeln der Naturwissenschaft Feng Shui liegen mit den Ahnen begraben. Feng Shui und Macht – das wäre ein seit alters her vorzüglich passendes Begriffspaar.

China: Auf dem Weg zum Grab einer Hochwohlgeborenen

Aus dem Jenseits sollten die Ahnen zum guten Geschick ihrer Nachkommen beitragen, deshalb ortete man mittels geomantischer Methoden den besten Platz für ihre Ruhestätte. Erwünscht waren ein sicherer Posten bei der Regierung, gesunde Söhne als Stammhalter und gute Beziehungen, um in der obersten Gesellschaftsschicht mitspielen zu können.

Feng Shui war ein Werkzeug für die Einflussreichen und Mächtigen. Tatsächlich ist der chinesische Kaiserhof nach den Prinzipien des Feng Shui und für den Machterhalt der längst  überholten Herrschaftsform Autokratie ausgerichtet. Der Feng Shui Meister bei dem ich lernte steht als direkter Nachkomme noch in dieser Tradition.

Über individuelle Talente und zu erwartende Schicksalsdominanten informierte das Horoskop und die passenden Partner für eine förderliche Eheschließung wurden – wie im Feudalsystem üblich – von einer Ehevermittlerin präsentiert. Entscheidend waren weder Zuneigung noch Sympathie, wichtigste Kriterien bei der Wahl waren Erhalt und Mehrung von Vermögen und Einfluss. Die Wünsche der zukünftigen Brautleute wurden im allgemeinen nicht berücksichtigt, allein die Eltern entschieden über die Auswahl des Partners / der Partnerin.

Also nix mit Romantik und lieblichem Wohlfühl-Gesäusel. Dann schon eher Macht ausüben. Die Angst eignet sich dabei als hervorragender Partner. Unsere Versicherungsindustrie liefert ein anschauliches Beispiel, sind Angstmacher doch meist gut im Geschäft, üben Kontrolle aus und scheinen unverzichtbar. Doch eine Versicherung gegen das Leben gibt es nicht.

Und meine Pointe?

Ich nutze Feng Shui als eine 1a Methode, um durch das Wohnumfeld klare Ansagen zu geben, welche Lebensthemen anstehen. Vom Äußeren auf das Innere schließen ist dabei zulässig und äußerst zuverlässig. Doch um die Frage „Ist mein Haus gut für mich?“ adäquat beantworten zu können braucht es mehr, als die Info über eine verbaute Mitte oder das Bad im Südosten. Wer ein solches Haus kauft oder mietet mag gute Gründe dafür haben und es gilt, denen auf die Spur zu kommen. Auch die Frage „Was verstehen Sie unter gut?“, verdient eine individuelle, ausführliche  Antwort.

Denn Wohlfühlen und Potenziale leben sind zuweilen Teil eines äußerst subtilen Kontextes. Darum liegt mein Wirkungsfeld weit jenseits des Klischees „Wir machen ein bisschen Feng Shui und alles wird gut.“

Wer sein Haus auf die Füße stellen will, damit das Leben darin ein stabiles Fundament bekommt, ist bei mir genau richtig. Gemeinsam gestalten wir ihr Zuhause zu einem Basislager. Dazu braucht es weder Flöten und ehrlich gesagt ist auch die Wandfarbe selten allein entscheidend. Was wirklich zählt ist der Fokus der Aufmerksamkeit. Ihn um ein paar Grad zu verschieben, um sich auch in der Not an einem Ort geborgen und getragen zu wissen, darin wohnt das Wunder.

Und dann öffne ich meinen Methodenkoffer noch ein Stück weiter und ganz im Vertrauen wenden wir uns nach innen oder außen, räuchern, fügen Einzelteile zu einem Ganzen, finden heilende Wörter und Symbole, rufen den guten Geist des Hauses, vergraben den zeremoniell gefüllten Grundstein, huldigen der gute Seele. Wir zaubern und lassen uns verzaubern. Bleiben im Vertrauen und halten den Fokus um das zu tun, was genau jetzt getan werden will – fern ab von Regeln und Routine, von Allgemeinplätzen und Angstmacherei.

Dann kann es geschehen, dass der Knoten platzt und sich die unbewußte Angst vor dem, was sehnlichst gewünscht wird, auflöst. Doch das setzt innere Bereitschaft und ein klares Bekenntnis voraus. Und manchmal ist das Anschauen familiärer Verstrickungen nötig, weil daraus hindernde Glaubenssätze und ein fehlendes, liebevolles Gefühl für sich selbst resultieren können. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung kann ich sagen, dass einer manchmal erst das Herz brechen muss, bevor es sich für all die Fülle und Liebe öffnen kann, die längst vor der Tür warten. Doch ohne Vertrauen, das dazu inspiriert, neue, bereichernde Erfahrungen zuzulassen können noch soviele Windspiele erklingen – und bleiben doch wirkungslos.

Schließlich ist Angst bisweilen ein guter Ratgeber. Als ständiger Begleiter dagegen völlig ungeeignet. Also, lassen Sie sich nicht bange machen oder verunsichern. Statt in Angst zu verharren ist ein konstruktiver Dialog mit Ihrer zweiten Haut immer ein gangbarer Weg. Mein Motto: Jedes Problem enthält im Kern die Lösung. Und auf diesen Wegen bin ich eine erfahrene, kompetente Begleiterin. Versprochen!

Ein Ziel, zwei Wege. Allein die Aussicht ist nicht dieselbe.

 

 

 

 


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Feng Shui Beratung nach Hauskauf in Portugal

Gerade zurück von einem spannenden Auftrag. Diesmal war ich in Portugal. Die Auftraggeberin ist eine echte Persönlichkeit. Eine, die sich nicht scheut, ihr Leben immer wieder neu auszurichten und ihren vielseitigen Berufungen zu folgen. Vor allem ist sie Meisterin der klaren Worte.

Mein Auftrag lautete:

Eine Charakterstudie des neuen Hauses erstellen und die Potenziale zur Sprache bringen, die durch das Leben dort geweckt werden.

O-Ton nach der Beratung:

„Ich gebe dir nach dieser Beratung den Auftrag, dich zu zeigen. Das, was du in dieser Beratung für mich und das Haus getan hast, kommt in deinen Veröffentlichungen auch nicht ansatzweise zum Vorschein.

Du hattest mir schon einmal bewiesen, dass du eine Meisterin deines Faches bist – als ich nämlich an meinem letzten Wohnort regelrecht festklebte und trotz aller Bemügungen von dort nicht wegkam. Nach einem einzigen Beratungsgespräch mit dir saß ich sozusagen im Schleudersitz und wurde endlich von dort wegkatapultiert. Für diese Hilfe bin ich dir noch heute dankbar. Die Leute müssen wissen, was genau in einer Beratung mit dir abläuft. Werd‘ endlich konkret und zeig, was du tust!“ Christine Li (O-Ton veröffentlicht mit ausdrücklicher Erlaubnis!)

Ehrlich, ich knabber noch daran, denn ich bin scheu. In meinen Beratungen mag ich brillieren, doch das Gefühl, ich preise mich oder das, was ich „kann“ an, ist mir zutiefst unangenehm.

Doch dem, was ich tue, eine Stimme geben, und zeigen, was eine Beratung meiner Dimension möglich machen kann, ist tatsächlich etwas anderes. Diese Herausforderung nehme ich an.

Danke Christine!