Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Mein Angebot umfasst Wohncoaching und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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16. Türchen – Wieviel Uhr ist es? Jetzt.

Die uns täglich vormachen, der Moment zu sein … Skater by © Max Prokhorov

„Es gibt sicherlich nichts anderes als den einen Zweck dieses gegenwärtigen Augenblicks. Das Leben des Menschen ist die Folge von Augenblick auf Augenblick. Wenn der gegenwärtige Augenblick gänzlich erfaßt ist, wird es nichts mehr zu tun geben, nichts sonst ist zu erstreben.“

Aus dem Hagakure
dem Buch der Samurei

Karatetrainee by © Uriel Soberanes

Das verstehe ich unter Wu Wei – im Tun SEIN. Dann gibt es kein „ich mach mal eben …“ und auch kein „nächstes Mal mache ich es besser.“ Denn selbst wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist, wer mit kompletter Aufmerksamkeit und aus ganzem Herzen tat braucht nichts bedauern, sich nicht entschuldigen, hat sich nichts vorzuwerfen und kann „es“ sofort loslassen. Nachgrübeln ist immer ein Zeichen, nicht präsent im Augenblick des Tuns gewesen zu sein.

Für mich gibt es am Beginn des Dao Weges drei Schlüsselwörter: Disziplin, Konzentration und Meditation. Mag wenig romantisch klingen, doch wer ein Warum hat, geht jeden Weg mit festem Schritt. So wie Dan (im Film: Der friedvolle Krieger), der vor seinem großen Sportevent die Fragen seines Lehrers Sokrates folgendermaßen beantwortet:

„Wo bist Du?“ – „Hier.“
„Wie spät ist es?“ – „Jetzt.“
„Was bist Du?“ – „Dieser Moment.“

Schwerkraftüberwinderin by © Kristijan Arsov

 


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9. Türchen – Alle Jahre wieder …

… feiern wir Weihnachten. Und mit dem Fest kommt die Frage – schenken oder nicht schenken. Die Industrie hat’s uns gehörig verleidet und immer öfter höre ich: „Ich schenke nichts.“ Wie schade!

Wer darf sich wohl darüber freuen? Das bleibt Christkinds Geheimnis 🙂 Foto © S.B.

Andere beschenken macht so viel Freude, und wer sagt denn, dass Geschenke gekauft werden müssen?! Woher kommt der Anspruch dass ein Geschenk etwas „perfektes“ sein muss? Gerade wer als Kind ob seines kreativen Ausdrucks belächelt wurde – jetzt ist die Zeit da, die Spur zu Deiner Kreativität wiederzubeleben.

Und sei es eine schön gestaltete Karte mit Lieblingsworten, eine in die Brieftasche passende Collage mit guten Wünschen für den Empfänger, oder eine Kalendereinlage, was man am Gegenüber sehr schätzt. Mit dem Geschenk ein Zeichen setzen: Ich habe an dich gedacht – was kann wertvoller sein?! „Kosten“ tut es auch nichts, doch bringt es beiden ein warmes Herz.

Der Seele Freude ist es im Herzen wirksam zu sein.
Hildegard von Bingen

Wer macht mit? Ideen gern als Kommentar mit-teilen und alle inspirieren.


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5. Türchen – Wohnbiographie und Identität

Einen Lebenslauf haben wir alle schon geschrieben und damit wesentliche Stationen unseres Werdegangs (was für ein Begriff!) erfaßt. Weniger bekannt ist der starke Einfluss, den biografische Umwelten (sprich der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, sowohl drinnen wie draußen) auf unsere Entwicklung und unser späteres Erleben haben. Vor allem die Phase bis zur Einschulung wird als prägend angesehen, in welchen Umgebungen wir uns später wohlfühlen und in welchen eben nicht.

 

Lieber zurückgenommen oder laut, was sagt Ihr spontanes Empfinden? Foto links © Micah Carlson; rechts © Matt Flores

Wir alle durchlaufen „Prägungsprozesse, die uns als Kinder gar nicht bewusst geworden sind“, sagt der Archtitekturpsychologe Peter Richter. Und seine Kollegin, Claire Cooper Marcus, ergänzt: „Unsere psychologische Entwicklung wird nicht allein markiert von bedeutsamen emotionalen Beziehungen zu Menschen, sondern auch von engen Bindungen zu bemerkenswerten Umgebungen.“ Ob Kinderzimmer, Küche der Großeltern, Wohnzimmer bei den Eltern, die Höhle im Wald, alle hinterlassen Abdrücke in unserem Unbewussten, lenken unsere Wahrnehmung von Räumen und beeinflussen unser Gefühl für „Zuhause“.

Auch Paartherapeuten widmen sich mittlerweile der Wohnsituation ihrer Klienten. Vor allem, wenn mangels passendem (bezahlbarem) Wohnraum eine Situation entsteht, die gar nicht zu den Bedürfnissen der Bewohner-innen passt. Der Grundriss eines Hauses prägt das Leben darin. Er bestimmt, wie viel Platz für Gemeinsames ist und wie viel für das Alleinsein. „Der richtige Grundriss kann das Leben so viel angenehmer machen“, hat der Paartherapeut Ferdinand Krieg festgestellt.

Mitbestimmend dafür sind scheinbar banale Parameter. Zum Beispiel: Gibt es genug Platz für Stauraum, um es ordentlich zu halten oder ist Unordnung schon vorprogrammiert, weil Schränke fehlen? Gibt es Möglichkeit, sich in der gemeinsamen Wohnung auch mal zurückzuziehen? Denn für sich sein können ist ein wichtiges Merkmal, damit man sich Zuhause fühlt. „Jeder braucht seinen Rückzugsbereich, seinen Platz. Dominante Menschen nehmen dabei mehr Platz in Anspruch – manchmal sogar den Platz des anderen,“ ergänzt Ferdinand Krieg.

Geborgenheit ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis und „Bauen für Geborgenheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eher die Ausnahme,“ schreibt der Architekturpsychologe Herbert Reichl. „Moderne Gestaltungstrends sind: klare Linien, Transparenz, Offenheit und wenig Farben. Hier wird ein Widerspruch von ästhetischen Vorstellungen und dem Bedürfnis nach Geborgenheit deutlich.“ Die folgende Eigenschaften begünstigen aus Sicht der Raumpsychologie ein Gefühl von Geborgenheit:

  • Schutz vor Lärm
  • Warme Farben
  • Wenig Monotonie
  • Harmonische Raumformen
  • Schutz vor Einblicken
  • Grün vorm Fenster

Die Jahreszeit lädt nun förmlich dazu ein, einige Stichpunkte zur eigenen Wohnbiographie zu notieren und gedanklich nochmal zurück zu gehen. Vor allem wenn Sie planen zu bauen, umzuziehen oder mit jemand zusammenzuziehen. Wie steht es mit Ihrem Platzbedürfnis? Welche Toleranzschwelle in punkto Ordnung / Unordnung haben Sie? Wie sieht Ihr idealer Raum für Gemeinsamkeit aus und was darf auf keinen Fall fehlen? Jeder hat seine Vorgeschichte, seine Identität und einen Hausstand. Ziehen Sie zu Ihrem Partner / Ihrer Partnerin in eine Wohnung, in der er oder sie sich schon verwirklicht hat, ist das eine echte Herausforderung für beide – denn bin ich dazu ziehende/r Gast, bin ich als Mitbewohner-in geduldet oder tatsächlich Partner-in auf Augenhöhe?

Leben Sie schon mit jemand und gibt es regelmäßig Auseinandersetzung um bestimmte Themen wie aufräumen, sauber machen, Dekoration, Neuanschaffungen? Wenn es für die Erwachsenen kein eigenes Zimmer gibt, können Sie akzeptieren wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin etwas gestaltet, dass Sie nicht leiden können? Oder juckt es Ihnen in den Fingern, das zu ändern? Wie hoch ist Ihre Kompromissbereitschaft im Zusammenleben, oder hat eine/r von Ihnen bereits resigniert? Als mir einmal ein Partner, mit dem ich zusammen wohnte, sagte: „Ich wohne auch hier,“ hat das in mir einen Schalter umgelegt. Erst dadurch habe ich erkannt, welche Konsequenzen mein Autonomiebedürfnis für das Zusammenleben hat.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Sollte der Streit um Einrichtungsfragen allzu heftig ausarten, bedenken Sie: Oft geht es nicht um Stil oder Geschmack, um dieses Sofa oder jenes Bild, darunter liegen kann das Bedürfnis nach Anerkennung und Respekt. „Weil das Sofa jetzt dort steht, obwohl du es nicht magst, erlebe ich, dass ich Respekt erfahre und hier gleichberechtigt wohnen kann. Letzlich kann es sogar um die Frage gehen: Liebst du mich oder liebst du mich nicht!“ ist das Fazit des Paarberaters Ferdinand Krieg.

Auch im Feng Shui gibt es übrigens wunderbare Methoden, echte Bedürfnisse zu erkennen und sie von Modetrends zu unterscheiden. Damit lassen sich Räume gestalten in den Singles, Paare, Familien und Wohngemeinschaften entspannt, friedlich und individuell zusammen leben und sich entfalten können.

Buchtipp zum Thema: Herbert Reichl, Humane Lebenswelten. Eine Psychologie des Wohnens und des Planens, 2014

 

 

 


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3. Türchen – Das persönliche Lebensrad

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu wissen, was man will. So gefragt mag die Aufzählung, was man nicht will, umso länger geraten. Genau dafür habe ich ein spielerisches Herangehen erdacht, dass auf dem Bagua basiert. Auf der Vorlage läßt sich eintragen, zu wieviel Prozent man mit etwas zufrieden ist und wo man mehr erreichen möchte. Ein schönes Spiel für lange Winterabende, das sich auch für gesellige Runden eignet. So lernt man sich gleich noch besser kennen und findet den Einstieg in substanzielle Gespräche. Der Clou: Im Anschluss läßt sich leicht ermitteln, wo Zuhause die Weichen gestellt werden können, um gewünschte Entwicklungen zu unterstützen.

Hier sind acht Themenblöcke, die sich später aufs Bagua übertragen lassen.

  • Mich besser verständlich machen und meine Fähigkeit zuzuhören stärken
  • Eine tiefere Anbindung an die Ur-Kraft und meine Ahnen, um mein Ich-sein anzunehmen
  • Mehr Vertrauen in das Leben und den natürlichen Fluss der Dinge gewinnen
  • Meinen Lebensweg im Einklang mit meinem Seelenplan gehen

 

  • Mehr Selbstvertrauen gewinnen
  • Öfter zur Ruhe kommen und innere Stabilität spüren
  • Mir Zeit für Weiterbildung, Interessen und Hobbys nehmen
  • Mir Zeit für Meditation, Kontemplation und Innenschau nehmen

 

  • Ein geklärtes Verhältnis zu meiner Herkunft(sfamilie) bekommen
  • Motivation und Dynamik schüren und meinen Willen stärken
  • Den Beginn von etwas Neuem freudig zulassen
  • Mein Verhalten noch besser darauf abstimmen, gesund zu bleiben

 

  • Wohlige Zufriedenheit empfinden
  • Meiner Intuition mehr vertrauen
  • Lebhafte Freude an Wachstum und Entwicklung spüren
  • Inneren und äußeren Reichtum annehmen und weiter geben

 

  • Meinen Selbstausdruck verbessern; das was ich kann, gerne mit der Welt teilen
  • Leidenschaft und Inspiration intensiver er-leben
  • Erfolg und Ansehen verbessern, mich auch selbst für meine Leistungen loben
  • Den Weg zu Weisheit und Transformation beschreiten

 

  • Mehr netzwerken und Gemeinschaft aktiv gestalten
  • Größere Erfüllung in der Partnerschaft spüren / jemand kennenlernen um eine erfüllende Liebesbeziehung zu gestalten
  • Mitmenschen in ihrem So-sein besser annehmen und fördern
  • Die Ernte dessen, was ich gesät habe, verantwortungsvoll annehmen

 

  • Ich möchte heiterer und voller Lebensfreude sein
  • Meine Kreativität zum Ausdruck bringen, angefangene Projekte beenden
  • Genießen und mich dabei freuen
  • Auch mal 5e gerade sein lassen und über „Fehler“ lächeln

 

  • Mir Unterstützung und Hilfe von außen holen / mich nach einem Mentor, einer Mentorin umschauen
  • Ab sofort (mehr) Verantwortung übernehmen (für die Gemeinschaft  / für meinen bisherigen Lebensweg)
  • Ich stehe zu meinen Visionen und traue mir zu, sie zum Wohle des Ganzen zu realisieren
  • Ordnung ist das halbe Leben. Von jetzt an bevorzuge ich Finden statt Suchen

 

Jedes Tortenstück geht von null (beginnend in der Mitte) zu 100% am äußeren Rand und kann nun, beginnend in der Mitte, schraffiert werden – eine Farbe dafür, wieviel Prozent gefühlt erreicht sind, eine andere Farbe dafür, wo Sie hin wollen. Dann gilt es Prioritäten zu setzen, zum Beispiel für das kommende Jahr. Mehr als drei führen aus meiner Sicht in die Überforderung, lieber Mitte 2020 noch einmal checken, ob die Prioritäten noch stimmen und was sich getan hat.

Die Himmelsrichtungen beginnen übrigens unten Mitte (= Norden = der erste Block der Aufzählung) und bewegen sich dann im Uhrzeigersinn. Das heißt der letzte der 8 Blöcke gehört zur Richtung Nordwesten. Viel Spaß dabei!


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Zuhause gemütlich? Das sinnliche Schlafzimmer.

Wo ist es im Winter am Schönsten? Manche meinen vielleicht „vor dem Kamin“ doch für viele gibt es nur eine Antwort: im Bett. Das Bett wohnt im Schlafzimmer, und das ist im besten Fall ein absolut yinniger Ort, der elementare Bedürfnisse miteinander vereinbaren soll. Denn im Schlafzimmer wollen wir ausruhen und entspannen, regenerieren und gut schlafen. Und natürlich sind hier auch Sinnlichkeit, Erotik und Intimität zu Hause.

Einen Einblick in ihr Schlafzimmer gewährt uns © Yasmine Boheas.

Auf die Basics und  Feng Shui im Schlafzimmer habe ich an anderer Stelle hingewiesen, heute möchte ich auf die sinnlichen Aspekte des Raums eingehen. Und die gelten auch, wenn jemand keinen Partner, keine Partnerin hat, denn jeder Mensch ist durch den Leib ein sinnliches Geschöpf. Unser Körper mag es sehr, wenn wir selbst ihn lieb haben und uns, durch ihn, verwöhnen. Im Schlafzimmer können wir uns darum Gutes tun, egal ob allein oder zu zweit.

Hier ein paar Feng Shui Tipps für ein sinnliches Schlafzimmer:

  • Das Bett ist, neben dem Kleiderschrank, meist das dominanteste Detail im Raum. Machen Sie sich die Freude, sich Abends ins gemachte Bett legen zu können.
  • Gönnen Sie sich schöne Bettwäsche – wobei „schön“ sicher relativ ist. Aus Feng Shui Sicht wird von unruhigen Mustern oder lebensfeindlichen Motiven abgeraten. Investieren Sie in hochwertige Wäsche, denn angenehmes Material auf der Haut macht uns die Kostbarkeit des Körpers bewusst.
  • Für Paare sind gleiche Bezüge vorteilhaft, wer’s dennoch unterschiedlich mag, entscheide sich für eine über das Bett reichende Überdecke. Dies symbolisiert Einheit in der Verschiedenheit.
  • Legen Sie Wert darauf, den Raum nicht bloss steril-funktional einzurichten, denn Sinnlichkeit wird – wie das Wort schon sagt – durch die Sinne erlebt.
  • Augen und Nase sind dafür zuerst empfänglich, achten Sie darum auf angenehm-weiches Licht und Oberflächen (Nachttisch, Sidebord, Schminktisch), wo auch das Auge sich ausruhen darf. Nur so kann es sich schließlich an optisch schmeichelnden, die Phantasie beflügelnden Einzelstücken erfreuen.
  • Duft verbreitet sich in leicht temperierten Zimmern besser, sollten Sie also vorhaben Ihren Liebsten / Ihre Liebste zu verführen, sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur und wählen dazu den zarten Hauch eines Lieblingsduftes.
  • Viele Kleiderschränke wirken sehr wuchtig und bestimmen die Raumatmosphäre. Wer vom Bett aus nicht dauernd auf die Schranktüren schauen will, verwandelt das Bett mittels Baldachin in eine Insel im Raum. Oder Sie spannen unter die Decke und direkt vor dem Schrank eine Schnur und hängen einen leichten, farblich harmonierenden Stoff daran. Dann können Sie zu passenden Gelegenheiten den Schrank aus dem Blickfeld verschwinden lassen und das Bett wird zur Oase.
  • Wer ohne Partner/in lebt – achten Sie darauf, dass kein Mangelgefühl entsteht. Manchmal kann ein reguläres Doppelbett dazu führen, dass man beim einschlafen oder aufwachen traurig auf die leere Seite schaut. Dann ist Ihnen (entgegen mancher Feng Shui Ratgeber) mit einem 90er / 120er oder 140er breiten Bett mit nur einer Matratze besser gedient.
  • In der Regel ist das Schlafzimmer der Raum, den nur wenig andere Menschen betreten dürfen. Sind Sie König / Königin in Ihrem privaten Reich? Erlauben Sie sich ruhig Verrücktes, Außergewöhnliches, Spielerisches – solange der Raum insgesamt nicht zu unruhig wirkt und Sie weiterhin gut schlafen, ist alles erlaubt.
  • Was empfinden Sie als sinnlich? Nutzen Sie die dunkle Jahreszeit es sich im Schlafzimmer so richtig gemütlich zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Liebsten / Ihrer Liebsten darüber, wie Sie Ihr Schlafgemach in der Phantasie gestalten würden und was dort auf keinen Fall fehlen darf. Vielleicht kommen Sie dabei auf ganz neue Ideen und entfachen bislang unbeachtete Leidenschaften.

Auch wenn Sinnlichkeit oft mit Erotik gleichgesetzt wird, sie umfasst viel mehr. „Als Sinnlichkeit bezeichnet man umgangssprachlich die Hingabe an das angenehme Erleben durch die Sinne.  Durch die geöffneten Sinne kann man das Schöne und Anregende dieser Welt erfahren.“ Quelle: Wikipedia

Solange Sie hier auf Erden in Ihrem Körper wohnen, machen Sie es sich angenehm. Freuen Sie sich, abends in Ihr Bett schlüpfen und morgens in ihm aufwachen zu dürfen. Das Leben ist so kostbar und überhaupt nicht selbstverständlich. Zeigen Sie sich in diesem privaten Raum, dass Sie ebenso kostbar sind und ein Geschenk des Lebens an sich selbst.

 


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Mit Zeichen heilen

Auf der Reise durch die Welt der Zeichen öffnen sich immer neue Türen. Letzte Woche habe ich das erste Mal heilende Zeichen in die Aufstellungsarbeit integriert. Eine Freundin hatte sich überraschend bei mir gemeldet: „Du machst doch Aufstellungen und ich habe da ein drängendes Thema, würdest Du mir helfen nach der Lösung zu schauen?“

Heilkräftiges Symbol, empfangen von Hildegard von Bingen. Radiästhetisch getestet: „Besonders hohe Schwingung mit geistigem Potenzial“

In der Aufstellung für meine Freundin haben wir das Thema „Neid“ angeschaut. Sie sagte: „Ich bin ja Expertin in dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. In letzter Zeit schlägt das um in Neid auf andere. Ich kann mich gar nicht mehr mitfreuen wenn jemand etwas Tolles erlebt hat und denke immer öfter, warum passiert mir das nicht?! Dann fühle ich mich als komplette Versagerin, bin insgeheim mißgünstig und am Ende fühle ich mich regelrecht lebens-müde. Was können wir da machen?“

Erst kürzlich habe ich ein Buch über Familienstellen mit Symbolen gelesen. Kurz zusammengefasst geht das so: Zuerst werden mittels Kinesiologie, Pendel oder Einhandrute die individuellen Begriffe gefunden, die für die Aufstellung bedeutsam sind und die wie ein „Schlüssel zur Seelenebene des gesamten Systems“ wirken. Sind sie gefunden, werden sie aufs Papier geschrieben und – wo nötig – mit Linien verbunden. Dann wird abgefragt, ob es eines Symbols, eines Wortes oder einer Farbe bedarf, um die Verbindung zu 100% zu heilen.

Roswitha Stark schreibt in ihrem Buch: „Mit den vorgestellten Symbolen, Balancierungs-Wörtern und Farben können Sie ein wunderbar wirksames Heilbild für jedes Anliegen erstellen, ganz gleich, ob für körperliche, seelisch-emotionale oder geistige Beschwerden. Sie müssen nur die passende Kombination herausfinden. Und das ist ganz einfach!“

Meine Freundin Felicitas* war einverstanden, diese Methode zu probieren. Zuerst haben wir also ihr Anliegen klar formuliert: „Was brauche ich als Basis für einen gesunden Selbstwert, um meinen Lebensweg zu würdigen und mich an dem zu freuen, was ich bisher geschafft habe?“ Neid ist ein sehr tiefes Gefühl das einlädt, sich mit den eigenen Potenzialen zu beschäftigen. Das, was auf andere projiziert wird (Erfolg, Geld, glückliche Partnerschaft, schönes Leben …) kann ein abgespaltener Anteil sein, den mensch sich selbst nicht gönnt, doch durchaus erreichen kann. Allerdings kann es ebenso sein, dass es sich dabei um Erwartungen anderer handelt und man selbst insgeheim/unbewusst andere Pläne verfolgt.

Wir haben also zuerst alle Begriffe zum Thema gesammelt die Felicitas einfielen, und anschließend mit dem Pendel getestet, welche für die Heilung bedeutsam sind. Dann haben wir die Vorlagen des Buches genommen, um Balancierungs-Wörter und Ressourcen, Symbole zur Harmonisierung und die passenden Energien des Farbkreises zu finden. Es war eine spannende Aufstellung, die ein bisschen Zeit brauchte. Doch wir waren sehr konzentriert bei der Sache und hatten nach zwei Stunden ein stimmiges Bild, in dem Heilwörter, Farben und Symbole die Einzelteile miteinander verbanden und in dem auch was Felicitas „weghaben“ wollte, wieder dazu gehören durfte.

Mit Felicitas Erlaubnis darf ich aus unserem reflektierenden Gespräch „danach“ soviel sagen: Den Neid hat sie als Hinweis auf einen Groll verstanden, den sie gegen sich selbst hegte. Die Selbst-Ablehnung war Überbleibsel aus ihrer Kindheit und Grund, warum sie sich bislang nicht an sich selbst freuen konnte: Egal was sie tat – es war in ihren Augen nicht genug. Und die Umwelt reagierte entsprechend ihrer Ausstrahlung. An diesem Punkt angelangt gab es noch einmal ein tiefes Ausatmen, plötzlich fiel das ganze Bild wie in einem 1.000 Teile Puzzle zusammen. Und mit der aufs Papier gebrachten Aufstellung ergab alles einen Sinn.

Zum Schluss haben wir beide noch eine Karte aus dem Symbolkartenset der Hildegard von Bingen gezogen. Ihre war „Ein Herz für sich selber haben“. Und obwohl es den ganzen Tag eher diesig und verhangen war, in dem Moment fiel ein Lichtstrahl durch die Wolken, genau auf die Karte. Ein berührender Augenblick, in dem Lachen und Weinen ganz nah beieinander liegen.

Seitdem sind einige Tage vergangen und ich lese meinen Text noch einmal. Es klingt so simpel, moniert meine linke Gehirnhälfte. Kann es denn so einfach sein?! Ja, sagt meine fühlende Hälfte, während ich mein rechtes Auge bedecke, um den Verstand einen Moment zur Ruhe zu bringen. Und dann fühle ich wieder wie es sich anfühlt, „Mit der Quelle verbunden zu sein“ und mir wird leicht und froh ums Herz.

Aufstellungen werden nun ein größerer Bestandteil meiner Arbeit. Mittlerweile habe ich gute Erfahrungen gemacht und positives Feedback auch für telefonische Aufstellungen und Beratungen bekommen. Wenn Sie ein Thema haben, dass Sie gemeinsam mit mir anschauen oder aufstellen möchten, sprechen Sie mich gerne an. Auf Wunsch können wir Ihren Grundriss hinzu nehmen und schauen, was er zum Thema meint und welche Lösungen er anbietet.

*PS. Meine Freundin heißt nicht Felicitas, um ihre Sphäre zu schützen nenne ich sie in diesem Beitrag einfach so.