Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration


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Das Rezept für eine gelingende Ehe …

… wird gerade im Radio besprochen. Der Moderator interviewt eine Familienanwältin und fragt nach den häufigsten Gründen für eine Ehescheidung. Schließlich trennen sich 1/3 aller Paare irgendwann nach der Hochzeit. Und was rät die Fachanwältin? Ihre Aussage klingt nicht wirklich überraschend:

Für immer Liebe ❤

1. Wissen, wer ich bin
2. Wissen, was ich will
3. Das klar kommunizieren

Wer diese Mixtur beherzige, habe eine Chance auf Dauer.

Klingt nicht wirklich überraschend. Doch nicht erst seit der Titel Wer bin ich und wenn ja wieviele millionenfach über den Ladentisch ging, scheint klar, dass die Brücke zwischen Theorie und Praxis für Viele noch im Verborgenen schlummert. Letztlich begünstigen nur stetiger Wille, ein definitives Ja zur persönlichen Entwicklung und Commitment (Engagement für das gemeinsame Projekt) den Zusammenhalt.

Mag anfangs der Himmel voller Geigen hängen und sich alles sich schön und stimmig anfühlen, wird nur zusammen bleiben, wer bereit ist, auch in schwierigen Zeiten zu sich, zum anderen und zur gemeinsamen Vision zu stehen. Dass der umgebende Raum bei diesen Prozessen der Dritte im Bunde ist, weiß die Feng Shui Beraterin.

Und weil es schon jetzt so heiß ist, fasse ich mich kurz 😉

1. Wohnt das Paar schon vor der Ehe zusammen oder haben beide noch ein eigenes Domizil?
Wer neu zusammen zieht sollte die künftige gemeinsame Bleibe unter Feng Shui Aspekten anschauen (lassen), damit Haus oder Wohnung sowohl die eigene Entwicklung als auch die Freude am gemeinsamen Wohnen + Wachsen mittragen. Die Himmelsrichtung Südwesten wäre darum genauer anzuschauen: Ist der Grundriss in der Richtung komplett? Gibt es draußen störende Einflüsse? Welche Räume liegen da oder sind beim Neubau angedacht? Der Südwesten sollte das Gemeinsame betonen und besonders einladend gestaltet werden.

2. Wer schon zusammen lebt kann das ebenfalls tun und zusätzlich noch ein Ritual zelebrieren.
Die Braut über die Schwelle zu tragen mag altbacken klingen, und ist dennoch eine symbolische Handlung die bezeugt: Der Übergang ist vollzogen und der Mann macht den im Eingang „lauernden Geistern“ klar, dass diese Frau ab jetzt unter seinem Schutz steht. Damit werde sie unangreifbar für die Wesen der Anderswelt, heißt es in den Überlieferungen.

Auch wer emanzipiert und gleichberechtigt lebt – am Prinzip von Yin und Yang kommen wir auf dieser Erde nicht vorbei. Ich meine, heute entstehen viele Konflikte in der Partnerschaft, weil einfach vermischt ist, wer wofür steht. Identitätskrisen haben nicht selten da ihren Ursprung, wo Frauen wie Männer handeln (sollen) und Männer sich fragen, was die Qualität von „Mannsein“ eigentlich ist. – Beim Schreiben merke ich, das könnte dünnes Eis sein, auf das ich mich begebe. Macht nichts. Ich kann schwimmen und für faire Diskussionen bin ich offen. Im übrigen steht die Gleichwertigkeit für mich außer Frage, über das was und wie läßt sich nachdenken und austauschen.

3. Mann und Frau können sich individuell im Süden bzw. Norden kräftigen. Zum Beispiel durch  Symbole oder eine vergegenständlichte Vision, wohin die eigene Entwicklung gehen soll. Welches taugt als Leitbild für den neuen Weg? Gemeinsam können beide Partner schauen, ob sich Tiger- und Drachenseite des Hauses im passenden Verhältnis darstellen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen. Wer sein Know-how dazu vertiefen möchte kann hier weiterlesen.

Im übrigen tut jedes Paar gut daran, sich beizeiten zu erinnern: Zuerst ist jeder Individuum, dann Paar, dann vielleicht Elternteil. Wenn sich auch mitunter die Gewichtung den Anforderungen unterordnen muß, alle Beteiligten gewinnen, wenn sich ein Paar gelegentlich erinnert, dass es auch Raum für das Allein – und das Zweisein geben muss, damit die Waage in Balance bleibt.

 

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was läßt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.

J. W. von Goethe


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Was Feng Shui für die Liebe tun kann.

Anfang des Jahres hatte ich einen spannenden Auftrag in Mecklenburg. Die Auftraggeberin* ist geschieden, lebt mit ihrer Tochter im Teenager Alter auf einem alten Hofgrundstück und sehnte sich nach einem Partner. Mit ihm wünschte sie eine innige Verbundenheit auf Augenhöhe. Allein, es wollte nicht klappen. Männer kamen zwar, doch schleppten sie an schwerem Gepäck aus ihrer Vergangenheit und vor allem: sie blieben nicht.

Gemeinsam auf dem Ozean des Lebens unterwegs, braucht es Vertrauen und Hingabe an das Gesetz der Gezeiten

Wer beim Lesen in meinem letzten Artikel erschrocken registrierte, dass Feng Shui nicht in erster Linie die glückliche Partnerschaft avisiert – kann aufatmen. Natürlich kann Feng Shui das auch 😉 doch es ist in vielen Leben nicht ganz so simpel, wie zwei Delphine oder Kerzen in die Paarecke zu stellen und schwupps kommen sie angerauscht, Traummann oder Traumfrau, auf edlem Ross mit Gold in den Taschen, bereit und offen für alles.

Der Auftrag

Ich möchte einen Partner finden, der mit mir durch dick und dünn geht, mich nimmt wie ich bin und mit dem ich (endlich) glücklich sein kann.

Die Beratung

zeigte, dass manche Hindernisse – innen wie außen – die Erfüllung dieses Wunsches blockierten. Die Tochter zum Beispiel fand, dass die Mutter sich lieber mit dem Vater versöhnen sollte, als sich den nächsten „Gockel zu angeln“ (O-Ton). Ich schaute mich also im Südwesten um – im Feng Shui der Bereich für Partnerschaft als auch für die erste Tochter. Ich fand: einen verwahrlosten Hühnerstall und allerlei abgestelltes Gerümpel.

Die erste Empfehlung lautete natürlich, hier für Ordnung zu sorgen. Das hatte Frau H. zwar schon lange erwogen, doch bisher fehlte der Impuls, das umzusetzen. Der alte Stall wurde daraufhin komplett abgerissen und stattdessen ein großes Beet für Blumen und Gemüse angelegt.

Im Einzelgespräch mit der Tochter kam der Grund für ihren Unmut ans Licht. Hinter allen Auseinandersetzungen und ihrer Ablehnung stand das vage Gefühl – etwas mit der Trennung der Eltern zu tun zu haben – nicht liebenswert zu sein – die Liebe der Mutter zu verlieren, wenn die einen neuen Partner findet – und ganz konkretes Unbehagen im Hinblick auf: Wie geht es für mich nach der Schule weiter, „was soll aus mir werden?“ Mit der Tochter habe ich eine kleine Aufstellung gemacht in der sie ihren Platz fand und sich, auf anderer Ebene, nicht nur der Liebe der Mutter vergewissern konnte. Tiefes Ausatmen löste die angestaute Spannung und danach war die Bereitschaft mitzumachen greifbar.

Im Haus empfahl ich Mutter und Tochter, die Zimmer zu tauschen, damit beide in dem Raum sind, der ihnen hilft, ihren Platz im Leben zu finden – und zu behaupten. – Frei nach dem Motto: „Nimm dir ruhig das größte Stück vom Kuchen, es ist genug für alle da!“ – Dadurch bekam das ganze Erdgeschoss einen anderen Zusammenhalt, die Räume werden nun von innerer Verbindung gespeist. Weil beide von der Idee gleich begeistert waren hat es auch nicht lange gedauert, bis diese Empfehlung umgesetzt wurde.

Zusätzlich haben Mutter und Tochter auch außen ihre Markierungen gesetzt: Die Mutter im Norden, die Tochter im Südwesten. Hierbei ging es darum, dass sie sich auf dem Grundstück verorten und ein Symbol finden, dass Heimat und Zugehörigkeit symbolisiert. Solche Symbole sind ganz individuell und manchmal braucht es einen längeren Prozess, bis ein solches sich formt und zeigt.

Außerdem habe ich mit Frau H. ein Ritual zelebriert, damit auch sie sich von diffusen Schuldgefühlen befreien konnte. Denn da kam einiges zusammen: Keine gute Tochter und keine gute Ehefrau gewesen zu sein und auch der Tochter nicht den notwendigen Halt und das Vertrauen geben zu können, damit sie frei und stark im Leben stehe. Wir haben während des Rituals so einige Wunden verarztet, so lange bis die Tränen alle Verkrustungen weggespült hatten und innere Versöhnung ein friedliches, strahlendes Lachen auf das Gesicht und in die Aura zauberten.

Symbol für Partnerschaft im Garten. © Foto mit freundlicher Genehmigung von teri makasih

So beschreibe ich Haltung und Handlungsweise einer der Zeit angemessenen Feng Shui Beratung, die über ein reines Einrichtungskonzept hinaus, das Wissen des eigenen Kulturkreises miteinbezieht. Nicht von ungefähr heißt es in den alten Schriften: Wie innen so außen. Nach meiner Auffassung bleibt, wer nur im außen schaut, an der Fassade hängen und begnügt sich mit dem Schein.

Übersehen wird dann, das öfter als gedacht innere Widerstände verhindern, dass sich das im Leben materialisieren darf, was doch so sehnlich gewünscht wird. Doch das Sehnen ist oft lang bekannt und gibt – in all seiner Unerfülltheit – auch Sicherheit. Die Fragen nach dem ersten Happy End werden dabei nicht gestellt: Wie sieht das eigentlich konkret aus mit meinem neuen Partner/ meiner neuen Partnerin, werde ich es schaffen, mich liebevoll zu behaupten, mich nicht gleich seinen/ihren Wünschen unterzuordenen, das Gefühl für mich nicht zu verlieren und das alles in angemessener Weise zu äußern, damit wir uns gegenseitig fördern und gemeinsam wachsen, dabei doch ein Individuum (mit Vergangenheit, die prägte) zu bleiben?

Heute beinhaltet der Wunsch nach einer „glücklichen Partnerschaft“ ganz andere Facetten als früher – längst geht es nicht mehr um die klassische Rollenaufteilung nach der der Mann das Geld verdient und die Frau sich um Haus und Kinder kümmert. Wir wissen inzwischen, dass jemanden wahrhaft zu lieben nur auf dem starken Fundament der Selbstliebe gelingen kann. > Ich stelle mich hin, und ich stehe zu mir.< Samen die auf diesem Boden ausgebracht werden wachsen der liebevollen Zweisamkeit entgegen, in der jede/r er/sie selbst sein und das Gemeinsame ganz im Vertrauen, in Zuneigung und mit gegenseitiger Hingabe gedeihen darf.

Braucht es abschließend nur noch den kleinen Nachsatz, dass Frau H. inzwischen Herrn P. kennen gelernt hat und … ja, ja. Weiterhin viel Glück und Segen wünsche ich ❤ ⭐

 

*beschrieben und veröffentlicht mit ausdrücklicher Zustimmung meiner Auftraggeberin/nen


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Tag 3 – Keine Angst vorm Kleiderschrank

Der wundervolle Beginn eines Tages: Übersichtlicher Kleiderschrank. Viel Luft in den Fächern und genug Platz auf der Kleiderstange. Beim Öffnen fällt der Blick auf all die Lieblingsstücke, die hier wohnen.

Der Weg dahin kann lustvoll sein

und lohnt sich immer, denn Kleidung spiegelt unsere energetische Schwingung. Ungetragenes oder Ungeliebtes dient als Ballast, unseren Ballon am Boden zu halten. Wer nun aufsteigen und neue Höhen erreichen will, ist gut beraten ausschließlich (wenige, ausgesuchte) Wohlfühlstücke in Schrank oder Truhe zu haben. Nur dann stellt sich beim Griff hinein nichts als Vorfreude ein. Kleidung ist der beste Freund, die beste Freundin – vorausgetzt sie passt, erhöht das Wohlbefinden und unterstreicht die Persönlichkeit. Welch ein Strahlen!

Unsere Räume verschönern wir mit Stoffen, Tapeten, Farben und Designs und entwickeln mit der Zeit ein immer besseres Gespür, ob der Raum schwächelt oder uns aufbaut. Nur der Kleiderschrank ist oft zum „Unort“ mutiert, weil er nicht selten zu viele Sachen beherbergt

  • die zu allem Überfluß nicht mehr passen (und damit unterschwellig mahnen oder ein Versagen implizieren)
  • die ungute Erinnerungen berühren („als ich das trug, ist was Schlimmes passiert“)
  • die ein schlechtes Gewissen fördern („war teuer“)
  • in Farben oder Schnitten, die längst nicht mehr zum Stil passen.

Mein Tipp: Noch bis zum 14. April ist der Merkur rückläufig. Das kann in diesem Frühling die beste Zeit sein, all den Schattenthemen im Kleiderschrank furchtlos zu begegnen. Am nächsten freien Nachmittag also beschwingende Musik auflegen und mit dem lustvollen Ausmisten beginnen. Dazu ALLES ausräumen und dann jedes Teil in die Hand nehmen. Spüren. Fühlt sich gut an? Dann darf es bleiben.

Wer danach so richtig in Fahrt gekommen ist und dran bleiben will: Ich verschenke ein Exemplar „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston. Wer meinen Blog neu abonniert und mir schreibt, bekommt’s.

Schöner ausmisten mit Feng Shui


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Leben mit Potenzial nach oben … Doch was tun mit den Blockaden?

Mein nächster exklusiver Workshop steht vor der Tür. Diesmal widmen wir uns dem Thema Blockaden.

Im Grunde ist eine Blockade etwas Wunderbares, denn sie ist nichts anderes als gebundene Energie die uns auffordert, innezuhalten. Klingt platt, doch wer es schon mal ausprobiert hat und sie nicht gleich „weghaben“ wollte konnte merken, dass jedes Hindernis in sich selbst die Lösung parat hält. Dabei ist es immer von unschätzbarem Wert, ein Hindernis erst einmal als solches anzuerkennen. Es danach zu benennen ist ein weiterer Schritt. Anschließend ist es meist ein leichtes, es zu überspringen, drum herum zu gehen, drunter durch zu kriechen, die Richtung zu ändern oder es einfach wegzuzaubern. Wer es mit den „alten Weisen“ hält wird selbst zum Hindernis und nimmt es ganz in sich auf. Auch das ist ein möglicher Weg, eine Blockade zum Verschwinden zu bringen.

Weil wir aus dem Feng Shui wissen, dass jeder Grundriss alle Lebensthemen spiegelt, ziehen wir ihn im Workshop zu Rate, um die Blockade räumlich zu lokalisieren. Dann bereichern wir das Ganze mit Raumpsychologie und systemischer Beratung, um einen noch tieferen Zugang zu bekommen. Auf deutsch: In der Aufstellung gelangen wir an das tiefe Wissen des (Wohn)Raums. Darüber stellen wir echten Kontakt zum Wesen des Hauses her und erfahren mehr über uns selbst. Das ist der Weg zum Schatz, den die Blockade für uns bereit hält.

Wer den Grundriss als Schatzkarte nutzen möchte ist diesmal mit folgenden Themen gut beraten:

  • Ich möchte, doch ich weiß nicht wie!
  • Ich möchte nicht, doch wie geht das?
  • Soll ich oder soll ich nicht …?
  • Ich würde ja, wenn nicht … !
  • Wie soll ich mich entscheiden?
  • Was ist das Beste für mich und für die, die von meiner Entscheidung abhängen?
  • Warum finde ich kein neues Zuhause, ich suche doch schon so lange!?

Bestandteile des kreativ-rituellen Prozesses während unserer gemeinsamen Zeit sind

  • Intensive Einzelarbeit, um den Kern Ihres Anliegens zu erfassen
  • Körperübungen mit Visualisierungen, um die Blockade zu lokalisieren
  • Aufspüren destruktiver Anteile, die Blockaden ins Leben rufen
  • Impulse und Lösungsansätze für Sie und Ihre Räume, um Ihren Kompass neu auszurichten und Kurs
    auf den Zielhafen zu nehmen
  • Freisetzen gebundener Energien

Termin

Samstag, 17.03.2018 von 11 bis ca. 17 Uhr
Investition: 490 Euro
Ort: Eos-Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, 28211 Bremen

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung und wenn gewünscht Fotos Ihrer Räume mitbringen.

Anmeldung

berkenkopf@raum-innen-aussen.de

oder telefonisch unter 0421 161 69 608

Ein Lehrer, vor dem ich ein bisschen Angst hatte, schrieb mir damals ins Poesie Album: „Wer mit dem Kopf durch die Wand will, muss die Wand im Kopf haben.“ Erst heute weiß ich, wie gut er es für mich meinte.


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Feng Shui und die Scheidungshäuser

Wer es genießt, in einer harmonischen Beziehung zu leben ist gut beraten, auf große und kleine Zeichen zu achten damit das auch so bleibt. Bei manchen Häusern erkennt das geschulte Auge schon von außen: Hier hängt der Haussegen schief. Und weil sich Beziehungsprobleme zu häufen scheinen will ich heute über drei Beispiele aus meiner Beratungspraxis (*) erzählen.

Vorneweg sei hier noch einmal das „Lehnstuhlprinzip“ aufgegriffen welches vor allem im Außen das Spiel dominiert.

Das Lehnstuhlprinzip oder Die 5 Himmlischen Tiere …

 … beschreiben das Prinzip idealer Positionierung. Dazu braucht es hinten Schutz, vorn Bewegungsspielraum und zwei Freunde, die die Seiten im Blick behalten. Das Foto ist zwar nicht ideal, doch kommt dem Prinzip sehr nahe: Nach hinten geschützt, seitlich spielt die Palme den „Drachenfreund“ und das Sofa fängt als „Tiger“ die Energie, nach vorn bleibt Freiraum für den „Phönix“.

Genauso funktioniert’s auch in der Landschaft: Hinten ist die „Schildkröte“ zuständig für Schutz und Rückhalt, rechts repräsentiert der „Drache“ männliche Kraft. Seine Spezialität: Energie und Einflussnahme generieren. Links  der „Tiger“ stellvertretend für weibliche Qualitäten und im besten Fall weniger dominant als der „Drache“ gestaltet. Dennoch ist seine vordringliche Aufgabe, die Aufmerksamkeit auf (hübsche Weise) auf sich zu ziehen. Seine Spezialität: Gelegenheiten blitzschnell erkennen und (die Bewohner unterstützen) sie zu ergreifen. Vorn residiert der „Phönix“. Dieser bevorzugt Freiraum um sein Gefieder zu schütteln und sich zu zeigen, seine Flügel auszubreiten ohne irgendwo anzustoßen. So behält er gleichzeitig einen vorteilhaften Ausblick und erkennt rechtzeitig Chancen, die in eine verheißungsvolle Zukunft führen.

Das Reihenhaus – welches sollen wir nehmen, Schatz?

Reihenhäuser haben’s in sich, denn hier wird das Tiger – Drachenspiel par Excellence gespielt. Ähnliches gilt übrigens für Doppelhäuser. Ein starker Rücken ist in der Regel leicht zu generieren, entweder gibt es schon eine Häuserzeile die diesen Part übernimmt oder durch eine Hecke wird eine starke Schildkröte gepflanzt. Auch der Phönix ist meist gut beheimatet: ein ansprechender Vorgarten, ein geschwungener Weg, ein wenig Freifläche und schon fühlt er sich ganz Zuhause. Problematischer ist es mit der Tiger – Drachenqualität. Vor allem Reihenendhäusern fehlt oft Tiger oder Drache, während der andere durch die angrenzenden Häuser überaus dominant daher kommt. Dies kann sich in der Art der Beziehung spiegeln, in auffällig häufige Abwesenheit ausarten („Mein Mann ist nie zu Hause“ – „Meine Frau ist ständig unterwegs“) oder ein Geühl von Unter- bzw. Überforderung erzeugen.
Und wer ungewollt partnerlos im Reihenendhaus oder Doppelhaus lebt kann über dieses „Schema“ eine Erklärung für die tatsächliche Abwesenheit eines Partners finden. In jedem Fall braucht es hier viel Geschick um für Balance zu sorgen und eine Andockstelle zu schaffen, damit Mann oder Frau auch wirklich ankommen und sich Zuhause fühlen können.

Symbole im Eingang

Die Intention ist lobenswert, die Umsetzung leider nicht gelungen: Hier sollten die Löwen im Eingang für Schutz sorgen.

Stellvertretend stehen sie als Symbol für beide Partner und repräsentieren die weibliche Kraft auf der Tigerseite und die männliche Kraft auf der Drachenseite. Da jedoch beide in eine andere Richtung schauen lag es nahe, dass das Paar sich auseinander lebt. Was auch tatsächlich eintrat, die Löwen waren vielleicht ein Jahr auf ihrem Sockel und vom „Paar“ war nicht mehr viel übrig. Als ich gerufen wurde folgte bereits jeder eigenen Interessen und es gab nur noch wenig Gemeinsamkeiten.
Förderlicher wirkt es wenn die gewählten Symbole miteinander in die gleiche Richtung schauen – und zwar nach vorn. Auf diese Weise stehen die Partner Seite an Seite und auch, wenn jeder eigene Entwicklungsschritte geht, bleibt die Verbindung durch gemeinsame Ausrichtung bestehen.

Leben unter einem Dach

Moderne Architektur macht’s möglich – doch manch „schräge“ Konstruktion kann nach hinten losgehen. Hier lebt ein Paar buchstäblich nicht unter einem Dach. Zusätzlich werden durch die Farbwahl rot und weiß die optischen Hälften noch unterstrichen. Nach der Lehre der 5 Elemente erzeugen diese Farben einen Feuer-Metall Clash. Das heißt, hier wird das Zusammenleben spannungsreich (Feuer-Metall erzeugt Reibungsenergie) und dann fällt es vermutlich schwer, einen Konsens zu finden (kein gemeinsames Dach).
Modern hin oder her – förderlich für gelingende Partnerschaft ist noch immer, wenn schon in einem Haus dann auch „unter einem Dach“ zu leben. Und wenn die Fassade vielfarbig sein soll tut es gut, auf einen nährenden Elementezyklus zu achten, der am Besten die im Haus lebenden Menschen unterstützt.

Wer in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebt ist von diesen Prinzipien übrigens genauso betroffen, auch wenn die Nuancen etwas variieren.

(*) P.S.: Um die Privatsphäre meiner Klienten zu schützen gibt’s heute keine Originalfotos.


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Mehr Erfolg in allen Bereichen – Das Element Feuer

Wer sein Leben trist und langweilig empfindet oder sich für nichts begeistern kann, wo wenig anregende Gedanken den Alltag erhellen und Lachen, Erotik oder Lebensfreude fehlen – da kann nur das Element Feuer neue Impulse und Inspiration bringen.

Fortsetzung der fünfteiligen Reihe – Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist.
Teil 3 – Das Element Feuer

Im Zeichen von Leidenschaft und Liebe

Feuer ist die wärmende dynamische Kraft, die Ausstrahlung und Leuchten ins Leben zaubert. Feuer wirkt anregend und lädt ein, aktiv zu werden. Es ist das Element, das die Dinge beleuchtet, damit wir klar sehen können, doch ähnlich der Sonne wird eher die Oberfläche erhellt und Prozesse werden nicht unbedingt in ganzer Tiefe durchdrungen.

Dabei braucht geistige Erkenntnis den Impuls des Feuers und weil es die Macht hat, Stoffe komplett zu wandeln (aus Holz wird Asche, aus Erz wird Schmuck) ist auch die Transformation eine wesentliche Eigenschaft dieses Elements.

Die Sonne kennzeichnet das Yang, Kerze und Glut repräsentieren das Yin dieses Elementes. Wer sich vorstellt, dass nichts der Sonne etwas anhaben kann und sie dabei nicht mal auf Nahrung (des fördernden Elementezyklus) angewiesen ist kann nachvollziehen, welche Urkraft Menschen, die im Zeichen des Yang Feuer geboren sind, in sich tragen.

Ganz anders dagegen können im Zeichen des Yin-Feuer Geborene die Welt erleben. Denn wie kein anderes Element kann dieses durch zuviel Erde oder Wasser komplett ausgelöscht werden – vielleicht ein Grund, warum Yin Feuer Menschen meist eine intensive Phase zum Thema Urvertrauen/Todesangst durchleben.

Kurz zusammengefaßt gilt für das Element Feuer

Jahreszeit –  Sommer
Tageszeit – Mittags
Richtung – Süden
Farbe – Rot
Form – Dreieckige und spitze Form
Organe – Herz, Zunge
Geschmack – bitter
Bewegung – Tanzen
Emotion – lachen, lieben
Ausdruck – sprechen
Assoziationen – Liebe, Anerkennung, Ruhm, intellektuelle Herausforderung,
Meditation, Vision, Transformation, Weisheit

Wer sein Feuer stärken, mehr Leidenschaft in eingeschlafene Beziehungen bringen oder intellektuelle Herausforderungen bestehen will sollte mit dem Feuerelement experimentieren. Im Schlafzimmer kann das ein oder andere rote Accessoire die Sinnlichkeit nähren und Leidenschaft neu entfachen, in Büro und Arbeitszimmer unterstützen rot blühende Pflanzen dabei, neue Ideen zu entwickeln und längst fällige Anerkennung zu bekommen, im Garten wird aus einem langweiligen Eckchen eine inspirierende Ideenschmiede.

Und wer sich gern an einem offenen Feuer wärmt mag nächstes Mal an die Worte Oswald Spenglers denken:

Mit dem Feuer fühlt der Mensch sich niemals allein.
Die Flamme kann Gesellschaft leisten –
darin steckt der Urzusammenhang zwischen Flamme und Seele.

 

 

 

 

 


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Was der Raum mit einem macht

Allgegenwärtig umgibt uns der Raum. Sprachlich unterscheiden wir, ob wir uns im

Zwischenraum, Stauraum, Innenraum, Kühlraum, Wohnraum, Kofferraum, Arbeitsraum,  Großraum, Außenraum, Hubraum, Werkraum, Mittelmeerraum, Heizraum, Seelenraum, Lebensraum, Ballungsraum, Abstellraum, Alpt-raum oder Hohlraum befinden.

Schöner Gehen, entspannter Verweilen – Der Weg ist das Ziel

Während des Lebens entkommen wir dem Raum nie. Selbst wer unter freiem Himmel lebt und arbeitet ist Teil von ihm, ist ihm ausgesetzt, ist umgeben vom Weltraum. Die Erde lebt im Raum des Alls, der Mensch im Wohn- oder Arbeitsraum. Selbst die Zeit bleibt vom Raum nicht verschont, wir denken in Zeiträumen und erforschen die RaumZeit.

Das jeder Raum etwas mit uns macht kann leicht nachvollziehen, wer an den letzten Urlaub denkt. Manche können dort endlich super schlafen, andere gar nicht. Ein Vergleich mit dem eigenen Bett fällt besser oder schlechter aus, bisweilen wird bewußt, dass sich schlafen Zuhause nie so erholsam anfühlt wie woanders. Oder das eigene Bett wird herbei gesehnt und der Aufenthalt kann nicht genossen werden. Und wer kennt nicht die Preisung der „Ortsveränderung“ um auf andere Gedanken zu kommen, sich zu erfrischen und neue Kraft zu tanken?

Der Wechselwirkung zwischen Umgebung und Psyche spürt der Psychologe Colin Ellard in seinem Buch „Psychogeografie“ nach (Danke Heide 🙂 !!!). Auch der Psychologie bleibt nicht verborgen, dass eine Gegend, ein Raum etwas mit uns „macht“, dass ein Aufenthaltsort maßgeblich über das Wohlbefinden entscheidet.

Die Lehre des Feng Shui erforscht den Raum in allen Facetten. Wo und in welcher Himmelsrichtung befindet sich das Grundstück, wie ist das Haus drauf ausgerichtet, wie fließt die Energie außen, innen und ins Haus hinein, welche Einflüsse wirken von oben und von unten und was kann getan werden, um Gleichgewicht und natürliche Ordnung (wieder) herzustellen. Auch wenn diese Beobachtungswissenschaft manchen (noch) suspekt ist, die Wirkung ist nachhaltig und spürbar. Selbst die, die nicht „dran glauben“ sind schließlich fasziniert, wie anders und um wieviel besser es sich Zuhause oder im Büro anfühlen kann und welche positiven Veränderungen sich dadurch im Leben „ergeben“.

Die systemische Beratung arbeitet auch mit der Bedeutung des Raums – einem Raum, in dem das Wesentliche sichtbar werden kann und dabei gänzlich zeitlos bleibt. Hier lösen sich die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf und Heilung wird durch Veränderung im Raum herbei geführt. Das Lösen von Verstrickungen macht den Weg frei in bislang im Innern verschlossene Räume (und damit Potenziale), die nun für einen selbst gelebt werden dürfen.

Und weil nach dem Prinzip der Resonanz jeder den Lebens-Raum wählt, der zu einem passt ist kein Wohnort, keine Arbeitsstätte „zufällig“ ausgesucht. So erlaubt ein Blick in den umbauten Raum zu erkennen, welche Potenziale ein Mensch lebt und welche Räume noch verschlossen sind – sehr schön zu sehen an der Analogie sogenannter „Fehlbereiche“, die manche Häuslebauer sogar selbst planen. Dann stellt sich die Frage: Ist es gar nicht dran, dies oder das ins Leben zu rufen oder handelt es sich hier um die „gläserne Decke“, weil nicht darf was andere auch nicht durften …

Welches Mittel zur Heilung von Mensch und Raum schließlich gewählt wird ist eine Frage der Vorliebe, des Könnens und der zur Verfügung stehenden Methoden. Und im Grunde ist es unerheblich ob geomantische, schamanische oder magische Rituale, ob systemische Aufstellungen oder eine Mischung aus allem bestimmt wird – was allein zählt ist, einen gekippten, vernachlässigten, kraftlosen Ort zurück in sein Potenzial zu bringen, damit die Menschen profitieren können.

Ja, und sollte sich dies aufgrund von „Sachzwängen“ als unmöglich erweisen, kann ein Ortswechsel angeraten sein. Manchmal ist ein Umzug tatsächlich die beste Lösung. Wer sich über die nächsten Schritte im Unklaren ist findet hier einen Weg zur Klarheit: Mein Workshop „Frag doch den Grundriss“.

Der nächste Termin ist der 20. Mai 2017, doch auch Einzelarbeit ist möglich.
Eigentlich ist alles möglich – ob man’s nun glaubt oder auch nicht 😉 Telefon 0421 161 69 608

Willkommen Glück – hier geht’s hinein ❤