Susanne Berkenkopf


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Von allen guten Geistern verlassen?

Manchmal ist einfach der Wurm drin: Projekte verlaufen im Sande, Versprechen werden gebrochen, Erwartungen enttäuscht. Sogar die Lebensgeister gebärden sich klebrig und zäh. Wenn dann selbst aufräumen und gründliches putzen nicht helfen und der Sog Richtung „Dunkel“ übermächtig geworden ist, wird’s Zeit für ein kraftvolles Ritual.

Helfen kann dann die alte Kunst des Räucherns. Schon seit der Steinzeit wird in fast allen Gesellschaften zu zeremoniellen, heilenden und spirituellen Anlässen geräuchert, um mit den Göttern zu kommunizieren, um zu reinigen, zu heilen und sich zu besinnen. Der Rauch soll helfen, Störfelder aufzulösen und Körper, Geist und Seele heilend zu beeinflussen.

Rauch und Klang sind Wirkstoffe, die in feinste Atmosphären dringen. Sanft und gleichzeitig kraftvoll regen sie energetische Prozesse an, lösen, beruhigen, befrieden. Wo das Lebensfeindliche, das Freudlose, das klebrig-zähe herrscht und sich der Heilung in den Weg stellt, gelangen Rauch und Klang in alle unsichtbare Ritzen, stöbern festgefahrene Schwingungen auf und und erlösen sie.

Wer auf ungute Weise heimgesucht wird sollte

  • aufräumen und putzen
  • alle Fenster schließen – ggf. Rauchmelder abdecken
  • mit passender Räuchermischung (eine gute Basis sind Weißer Salbei und Weihrauch) singend, murmelnd, rasselnd durch die Räume ziehen und den Rauch vor allem in die Ecken, in und unter Schränke, in Schubladen, unter Betten, hinter Möbel schicken
  • ihn anschließend eine kleine Weile wirken lassen, dann erst die Fenster öffnen und ordentlich Durchzug machen – später den Rauchmelder wieder aktivieren.

Wer es gründlicher braucht, putzt anschließend noch einmal. Ratsam ist, dieses Ritual regelmäßig zu wiederholen. Zu den bekannten Zeiten wie Sonnenwende, Allerheiligen, Raunächte sowieso, doch auch zwischendurch: Wer im Bus fuhr und mit komischem Gefühl ausstieg, wer unschönen Besuch in seinen Räumen empfing, nachdem gestritten wurde, nach Krankheit, nachdem jemand gestorben ist, wenn das Gefühl drängt, sich auch spirituell zu reinigen.

Ich empfehle, nach einem Räucherritual ein offenes Gespräch mit dem guten Geist des Hauses zu führen. Einen solchen Hüter, in der Fachsprache genius loci genannt, hat jedes gesunde Haus. Als die alten Bauzeremonien noch konsequent eingehalten wurden, gehörte es zur Aufgabe der Baumeister, den passenden Geist aus dem OFF ins entstehende Haus einzuladen. Dieser Hüter sollte sich des Wohlergehens der Gemeinschaft (Haus und Menschen) verpflichten und das seinige beitragen, damit es sich schön, gesund und zufrieden dort lebt.

Doch mir sind inzwischen schon öfter „seelenlose“ Häuser begegnet. Das wirkt sich auf die dort lebenden Menschen nicht sehr förderlich aus, weil einfach zuviel schief geht (im Normalfall würde man sagen: „Das gibt’s doch gar nicht!“) oder es geht schwerer als es sollte oder es tauchen (wie aus dem OFF) immer wieder ungeahnte Hindernisse auf. Darum habe ich mir angewöhnt, in Zeremonien für Haus und Hof immer auch den guten Geist des Hauses anzusprechen. Und wenn ich für Neubauten zelebriere, lade ich immer einen guten Geist ein, mit einzuziehen und sich wohlwollend seiner Aufgabe zu widmen.

Wer nach dem Räuchern noch das Gefühl hat, etwas mehr tun zu wollen, kauft Blumen und Kuchen, zündet eine Kerze an und macht’s ein bisschen festlich. Trinksprüche sind auch willkommen 😉 . Das hebt die Schwingung fühlbar und alle guten Geister werden den Zuspruch genießen!

Gesegnet sollst du sein
mit der Freiheit des Himmels
mit dem Licht der Sonne
mit dem Strahlen des Mondes
mit der Wärme des Feuers
mit der Schnelligkeit des Windes
mit der Tiefe des Meeres
mit der Beständigkeit der Erde
mit der Stärke des Felsens.

Irischer Segensspruch

p.S. Probieren geht über Studieren und Rückmeldungen zu Vorher / Nachher sind mir immer Willkommen!

 


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Tag 30 Überraschung – … zur Walpurgisnacht

„Heia Walpurgis“,   rufen die Hexen beim Tanz um das Feuer

Die kleine Hexe ließ sich vom Raben Abraxas nicht bange machen, sie ritt in der Nacht auf den Blocksberg. Dort waren die großen Hexen schon alle versammelt. Sie tanzten mit fliegenden Haaren und flatternden Röcken rund um das Hexenfeuer. Es mochten wohl, alles in allem, fünf- bis sechshundert Hexen sein: Berghexen, Waldhexen, Sumpfhexen, Nebelhexen und Wetterhexen, Windhexen, Knusperhexen und Kräuterhexen. Sie wirbelten wild durcheinander und schwangen die Besen. “Walpurgisnacht!” sangen die Hexen, “heia Walpurgisnacht!” Zwischendurch meckerten, krähten und kreischten sie, ließen es donnern und schleuderten Blitze.”
Aus: ‚Die kleine Hexe‘ von Otfried Preußler

Walpurgis, bei den Kelten gefeiert als Beltaine, ist das Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Vereinigung. Gefeiert wird zu Ehren der Großen Göttin, die dem Land eine gute Ernte schenken möge. Beltane kennzeichnet das Erwachen der Natur, die helle Zeit bricht nun an. Alle, die den Winter überstanden haben, freuen sich über die wärmende Sonne und feiern ein freizügiges, erotisch-ekstatisches Fest.

„Beltane war das Fest der großen Vermählung oder auch Heiligen Hochzeit, der Götterhochzeit …, der Vermählung von Himmel und Erde. Und im kleineren Maßstab die Vermählung von König und Königin, König und Land. Denn die Königin war immer schon die Repräsentantin des Landes, der Erde und des Volkes. In den germanischen Bereichen ist diese Götterhochzeit überliefert in der Brautwerbung Odins um die Himmelsherrin Freya,“ heißt es in einer sehr ausführlichen Abhandlung bei http://www.jahreskreis.info/files/beltane.html

Wolf Dieter Storl beschreibt die „Hexenfeiertage“ als „Fugen zwischen den Zeitblöcken, (in denen) die Übersinnnlichen, die Wesen der „Anderswelt“, Zugang zu unserer Welt fanden. Besonders an Orten des Übergangs, an Schwellen, auf Brücken, in den Hecken zwischen Ackerland und Ödland, an Wegkreuzungen … konnten sie erscheinen.“*

Wer mag trinkt sich einen Rausch aus Bockbier an, das früher noch mit Bilsenkraut und Sumpfporst angereichert war. Die anderen nutzen als Räucherzutaten (für die Liebe): Hanf, Mohn, Rose, Rosmarin. Wer mit den Pflanzenhelfern abheben und fliegen möchte kann Alraunenwurz, Bilsenkraut, Eibe und Thuja probieren, ist bei Marlies Bader** zu lesen .

Und nun Ihr Lieben, lasst uns ein wundervolles Fest feiern, nichts mehr fragen. Feiern wir uns, herrlich und wunderbar wie wir sind!

*aus: Wolf-Dieter Storl, Pflanzendevas
** in: Marlies Bader, Räuchern mit heimischen Kräutern.


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Tag 10 – Raum für Klarheit

„Die Klarheit ist immer in dir“, sagte er, „nur ist ihre Stimme so leise, dass dein Geist sehr ruhig sein muss, um sie zu hören.“ Ulli Olvedi; Das tibetische Zimmer.

In einer lauten Welt ist es nicht einfach den Geist zu beruhigen, um der inneren Stimme zu lauschen. Dabei öffnet Klarheit den Raum für Intuition, Ehrlichkeit und vorurteilsfreies Wahrnehmen. Auf der Kehrseite lauern Ablenkung, Zerstreuung, Zeitnot, Stress, Hetze, Unsicherheit, Zweifel, Wischi-Waschi, Verwirrung, Unordnung, Entfremdung, Mehrdeutigkeit, Verschmutzung – eben Unklarheit.

Die Kehrseite nährt sich aus unbewußten Gewohnheiten. Kleiner Rücklick – wie bist du heute in den Tag gestartet? Übermüdet nochmal die Bettdecke umarmt? Barfuß in die Küche oder erst in Pantoffeln geschlüpft? Als erstes Wasser aufgesetzt? Die Kaffeemaschine angestellt? Oder gleich auf die Terrasse, in den Garten? Zuerst Morgenübungen oder Zähne putzen? Noch Traumerinnerungen nachgehangen oder schon mal den Terminplan für den Tag durchgegangen? Nebenbei überlegt, was du sagen wirst beim Meeting? Und gestern? Wieviel davon war routiniert, also unbewusst? Wieviel bewusst wahrgenommen?

Jetzt die schlechte Nachricht: Alle Gewohnheiten bilden zusammen mit den unbewußten Gedanken ein richtig fettes, unsichtbares Gewebe im Raum. In deinem Büro, im Schlafzimmer, in der Küche, auf der Terrasse, im Wohnzimmer, im Kinderzimmer. Dies ist oft ein Grund, warum es immer wieder Streit gibt, warum der Schlaf unruhig ist oder schwer, warum es sich Zuhause „klebrig“ anfühlt, selbst wenn grad geputzt wurde, warum der innere Widerling so oft die Oberhand behält. Warum Freitag, Urlaub oder „Wenn – Dann“ Gedankenspiele“ wie Zauberworte klingen, und doch als ewig unerlöste Versprechen unter der Decke hängen bleiben.

Was tun?

  • Natürlich – immer wieder ausmisten. Doch wenn du mir auf der Spur bleibst hast du darin ja längst die Meisterschaft erreicht. 😉
  • Räuchern. Erst ordentlich lüften. Dann eine schöne Mischung aus getrockneten Kräutern (zum Beispiel Salbei, Lavendel und Beifuss) mischen, den Rauchmelder ausschalten und mal ordentlich alles vollqualmen. Danach wieder lüften. Das wirkt wahre Wunder.
  • Es kann auch gut tun, den Nordosten in Haus und Garten genauer anzuschauen. Ein Bereich in dem sich gern Unbewußtes, Angestaubtes oder Hinderliches einnistet. Eine Weile dort meditieren oder einfach still sitzen. Spüren was IST, welche Gedanken sich aufdrängen. Was passiert, wenn du deinen Impulsen folgst und hier etwas veränderst?

Wer Klarheit anstrebt, braucht Raum dafür. Innen und außen. Doch jeder Raum ist wie ein trockener Schwamm, der selbst das kleinst bisschen Feuchtigkeit (gemeint sind menschliche Schwingungen genährt aus Emotionen, Gedankenspiralen oder Glaubenssätzen) aufsaugt. Deshalb kann man in ganz alten Häusern soviel von seiner Geschichte spüren. Ob Menschen hier glücklich lebten, ob sie viel gestritten haben oder ob noch immer unerlöste Albträume in der Luft hängen.

Alles bleibt im Raum. Nichts geht verloren. Gerade heute ist Klarheit ein so hohes Gut, denn wer klar ist, bleibt fokussiert. Läßt sich nicht von Werbesprüchen blenden und sucht Sicherheit nicht in den geschürten Ängsten der Massenmedien. Wer klar ist, hat Raum für Mitgefühl. Mitgefühl als innerer Raum, in dem auch das Wohlergehen der „Anderen“ einen festen Platz hat. Mögen alle Wesen glücklich sein – oder warum sonst sind wir hier?!

 


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Tag 8 – Sei klug, halte dich an Wunder

Rezept

Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
wird alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
geht es um dich oder ihn.
Den eigenen Schatten nimm
zum Weggefährten.

Fege deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
im großen Plan.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.

Mascha Kaléko


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Tag 7 – Was tun, beim ruh’n?

Beschäftigt sein gilt heute als en vogue. Nichts-tun wird zwar allerortens propagiert, doch mittlerweile involviert auch Müßiggang das Tätig-sein. Woher sonst kommen Slogans wie „Verdienen Sie ihr Geld im Schlaf“?  Selbst da hat man keine Ruhe mehr. Manche beobachten auch dieses Phänomen: Kaum haben Hörbuch CD oder geführte Meditation begonnen, ist man auch schon eingeschlafen.

Dabei gilt ausruhen, Nichts-tun und den Geist schweifen lassen als Voraussetzung, überhaupt auf neue Ideen oder Erfindungen zu stoßen. Viele Nobelpreisträger haben beiläufig erwähnt, dass sie zwar eine Zeit lang über die aktuelle Fragestellung nachgedacht haben, doch der Geistesblitz kam beim duschen, nach dem Mittagsschlaf oder beim Spazieren gehen.

Am 7. Tag, das kennen wir aus der Bibel, ist Ruhetag. Mein Tipp: Heute tatsächlich ruhen, spazieren gehen, handarbeiten, im Garten puzzeln. Nichts „Großes“ angehen. Wessen Gedanken dabei abschweifen und zum gewohnten Denkmuster zurückkehren kann aus meiner kleinen Auswahl chinesesischer Weisheiten wählen. Nimm Deinen „Mind“ dann immer wieder wie ein eigenwilliges Pferd am Zügel und gewinn die Führung zurück.

Willst du links etwas verändern,
beginne rechts.

Wenn das, was wir vor unseren Augen sehen,
zweifelhaft ist, wie können wir alles glauben,
was hinter unserem Rücken gesprochen wird?

Der Mensch
ist Himmel und Erde
im Kleinen.

Diejenigen, die Freiplätze im Schauspiel haben,
pfeifen zuerst.

Wer in Eile ist,
kann nicht würdevoll einhergehen.

Menschen mit Grundsätzen haben Mut.

Behutsamkeit ist überall am Platze.

Wer in einem Brunnen sitzt,
um den Himmel anzuschauen,
wird nur wenig davon sehen.

Die mit Ruhe und Einkehr assoziierte Himmelsrichtung ist im Feng Shui übrigens der Nordosten. Schau Dich während Deiner Muße doch hier mal um. Nur schauen, nichts anfassen. Was siehst Du? Was spiegelt der Bereich über die Möglichkeit, innezuhalten?


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Tag 4 – Mehr Durchblick, bitte!

An manchen Tagen ist es nicht mal neblig und trotzdem ist der Blick verhangen. Heute 5 Tipps für klarere Sicht.

Durchblick macht stressfrei.

  1. Fenster putzen. Fenster sind die Augen des Hauses. Wo sie strahlen, ähnlich wie beim Menschen, ziehen sie Aufmerksamkeit auf sich. Aufmerksamkeit bringt Qi ins Haus. Wo Qi, da Leben. Wo Leben, da Vitalität. Wo Vitalität – Du ahnst es – fällt es leichter, den Überblick zurückzugewinnen. Und das ist ein Grundstein für echten Durchblick und stressfreier leben.
  2. Perspektive wechseln. Geübte gehen in den Kopfstand, Ungeübte erinnern sich an die Kerze. Beine in die Luft bringt mehr Blut und damit Sauerstoff ins Oberstübchen.
  3. Augen entspannen. Wer den ganzen Tag am Bildschirm nur die Nahsicht trainiert, kriegt schon mal Knoten ins Hirn. Meine Kollegin, Barbara Brugger von Ecovital, kennt sich mit den Augen aus. Sie hat anregende Tipps für Bildschirmpausen, in denen sich die Augen erholen können, und bietet total klasse Augenspaziergänge an. Sie kommt auch zu Euch und ist die ideale Besetzung für den nächsten Gesundheitstag im Büro.
  4. Palindrom erfinden. Das sind Wörter oder Sätze, die man von hinten und vorn lesen kann. Wie zum Beispiel: Anna. Aua. Uhu. Adam, ritt Irma da? Anita bat Ina. Dreh mal am Herd. – Unsinn erfinden ist übrigens eine beliebte Zutat bei magischen Ritualen. Um den „Mind“ zu verwirren, damit er den Heilkräften nicht dazwischen funkt. Hilft enorm, Klarheit zurückzugewinnen, wo man sich in einem Problem festgefressen hat.
  5. Ein Tag ans Meer. Oder ein Spaziergang im Wald. Ein Ausflug in die Heide. Mittagspause im Stadtpark. Vorm Schlafengehen einmal den Block umrunden. Egal, Hauptsache raus. Draußen gibt es Lebenselixier ganz umsonst, das Herz wird leicht, der Kopf wird frei. Nach einigen tiefen Atemzügen und ein paar Minuten ausschließlicher Konzentration auf die Füße beim Gehen kommt klare Sicht ganz wie von selbst. Wer’s nicht glaubt – probiere es selbst 🙂

Jetzt bin ich neugierig: Was machst Du so, um den Kopf wieder frei und mehr Durchblick zu bekommen?


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Feiern, wie die Feste fallen

Nächsten Sonntag feier ich: Neun Jahre selbständig. Am 1. April 2009 habe ich diesen mutigen Schritt ins Unbekannte mit lieben Menschen festlich gestaltet und alle Segenswünsche sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Natürlich war ich unsicher, ob es gelingen würde – und dieser Begriff begleitet mich seitdem in unzähligen Varianten: das gute Gelingen. Das nicht „gemacht“, sondern für welches allein die Bedingungen bereitet werden können, dass ES gelingt. Wie dem Hefekuchen, die Ruhe vor dem Gehen zu geben. Zusammen mit dem Vertrauen, dass das, was sein soll jede Art von Unterstützung bekommt, die es zum Gelingen benötigt.

Wer mich über die Jahre begleitet hat, weiß, dass ich viele Leidenschaften pflege. Dazu gehört: alles rund um Raumkultur und Ästhetik, die östliche Weisheit des Feng Shui in Verbindung mit der westlichen Kunde der Geomantie, die Verbindung von Sinn und Lebensqualität, das Studium von Form und Funktion, von Qi-Lebensenergie und optimalen Wegen. Dazu gehören Wortmagie und innere Ordnung, die Wirkung von Farben und Grundrisspsychologie, achtsame Sinnlichkeit innen und außen, Zahlenmystik, Pflanzensymbolik, Rituale und Zeremonien rund um Haus, Hof und Jahresfeste. Dazu gehört systemisches in die Tiefe begleiten, um Zusammenhänge und Verbindung zwischen Raum und Mensch und unsichtbaren Kräften aufzuspüren. Dazu gehören Ausflüge in philosophische Nachbardisziplinen, chinesische Astrologie und westliche Planetenkunde, natürlich Gartengestaltung und die Liebe zum Wasser in jeder Form. Dazu gehört Empathie, vorurteilsfreies Zuhören, befreiendes Lachen, Mut, um die Ecke zu denken und Dinge beim Namen zu nennen und mich an unbekannten Orten einzulassen: auf Mensch und Tier, auf Wesenheiten, Hausgeister und Stimmungen, Sichtbares und Unsichtbares, Seelenkräfte und Ortsgeister, auf Nebel, Sehnsucht und den Hunger nach mehr.

Und weil ich die Hobbits und ihre Bräuche sehr mag, verschenke ich zu meinem Fest diesmal auch etwas. Jeden Tag im April gibt es einen kleinen Ausflug in oben genannte Sphären. 30x kurz und knackig, zum nachmachen, umsetzen, weiterdenken – sprich: Inspiration für Leib und Leben. Zum selber nehmen oder weiter verschenken. Glückwünsche, Anregungen, Fragen? Immer her damit – ich beantworte was auf dem Herzen liegt oder was schon lange nach Klärung ruft und baue das gern mit ein. Apropos bauen: Wann wird ein Haus zum Zuhause? Sobald auch die Seele eingezogen ist.