Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Feng Shui Basics mit Yin und Yang Test

Im Feng Shui gibt es ausgeklügelte Systeme, die eines intensiven Studiums bedürfen. Das verführt Berater-innen gern dazu, sich ausschließlich in diesen geistigen Sphären zu bewegen – doch (m)eine goldene Regel lautet: Immer zuerst die Basics, also die Grundlagen, anschauen, denn viele „Probleme“ treten hier schon deutlich zutage und machen manch aufwändige Berechnung tatsächlich überflüssig.

Während ich für eine kommende Beratungsreise meine Unterlagen sortiere, fallen mir Mitschriften aus meinen ersten Feng Shui Studienjahren in die Hände. Da lasse ich mich doch gern ablenken … Bevor ich weiter ordne, hier ein kleiner Exkurs zu einer meiner liebsten Basics: Dem ausgewogenen Verhältnis von Yin und Yang – in der Umgebung, in den Vorlieben und der belebten Architektur.

Ein Yang Ort an dem die Götter mit Yin Kraft das Extrem besänftigen – Foto © Adli Wahid

Beginnen wir im Außen, mit der Umgebung

Eine Yin dominante Umgebung ist gekennzeichnet durch
– eher kühles Klima
– deutlich mehr Schattenflächen
– eher flaches Gelände oder Mulden und Senken
– geschwungene Straßenführung
– eine beruhigte, leise Umgebung
– viele Gewässer, lehmigen Boden
– verwinkelte Architektur
– windarmes Gelände

Eine Yang dominante Umgebung ist gekennzeichnet durch
– eher heißes Klima
– hohe Sonneneinstrahlung, wenig Schatten
– eher hügeliges, steiles oder bergiges Gelände
– gerade Straßen
– eine eher anregende, laute Umgebung
– wenig Wasserflächen, sandiger Boden
– exponierte, übersichtliche Architektur
– windiges Gelände

Yin + Yang in Harmonie. Weder zu viel Kaffee noch Lethargie erlauben solche Höchstleistungen. Foto © Leio McLaren

 

Auch Menschen lassen sich anhand ihrer Vorlieben als eher Yin oder Yang betonte „Typen“ erkennen. Die Zuordnung läßt sich nicht allein am Geschlecht festmachen, denn jeder Mann hat weibliche, also Yin-Anteile, und jede Frau hat Yang, also männliche Anteile.

Yin dominante Vorlieben und Tätigkeiten
– introviertiert bis schüchtern
– eher langsames, achtsames Tun
– detailorientiert mit Weitblick
– eher friedliebend bis harmoniesüchtig
– eher genießerisch und mit Hang zur Muße veranlagt
– bevorzugt Katze(n) im Haus
– bevorzugt Lesen oder Filme gucken
– braucht regelmäßig Rückzug und Alleinsein
– Motto: eher denken als handeln

Yang dominante Vorlieben und Tätigkeiten
– extrovertiert und offen, liebt Smalltalk
– eher schnelles bis hastiges Tun
– das Ganze im Blick haben ohne alles bis ins Kleinste zu bedenken
– bevorzugt Diskussionen bei denen es heiß hergeht
– eher tatkräftig und auf Bewegung aus
– bevorzugt einen Hund im Haus
– lieber ausgehen, „was machen“, in Gesellschaft sein
– Motto: lieber handeln als zu viel denken

Haben Sie sich selbst beobachtet und einen Überhang von Yin oder Yang festgestellt? Gehören Sie zu den Yin-Typen, die es sich am liebsten Zuhause gemütlich machen und leben Sie auch in einer Yin dominanten Umgebung? Oder sind Sie durch und durch ein Exemplar des Yangigen und spiegelt Ihre Umgebung das auch wider? Auch wenn es platt klingt – die Ausgewogenheit liegt in der Mitte.

Wer das yinnige Verhaltensrepertoire aus dem ff beherrscht und dazu in einer Yin dominanten Umgebung lebt tut gut daran, gelegentlich auch mal yangig „über die Strenge zu schlagen“, denn sonst drohen Lethargie und Übersäuerung. Fühlen Sie sich ermutigt auch mal etwas zu tun, das „eigentlich“ gar nicht Ihrem Typ entspricht.

Accessoires aus dem Yang-Spektrum, um lethargische Gemüter in Bewegung zu bringen
– Alle Farben Rot. Wer nicht gleich als „Lady in Red“ auf die Bühne will probiert rote Unterwäsche, rotes Taschentuch, rote Handtasche, roten Lippenstift, roten Kugelschreiber, rotes Mousepad, rote Rosen oder denkt schon jetzt über ein feuriges oder frivoles Kostüm für den nächsten Faschingsball nach – und ja, eine Maske ist erlaubt 😉
– Was könnte in Gesellschaft Spaß machen?  Das kann ein Tanzkurs sein, Gesellschaftsspiele in der Nachbarschaft, Boule, Wikinger-Schach oder Impro Theater …
– Besuchen Sie gelegentlich eine Theateraufführung oder ein Open Air Konzert
– Vielleicht mögen Sie sogar Hundesitting in den Ferien übernehmen? Beim Gang mit Hund kommt man sogar zwanglos mit Fremden ins Gespräch.

Accessoires aus dem Yin-Spektrum, um erhitzte Gemüter in die Ruhe zu bringen
– Alle Farben Blau. Blau wirkt bekanntermaßen beruhigend und wer keine Kleidungsstück in der Farbe hat kauft sich blaues Geschenkpapier und nutzt das für kurze Zeit als Schreibtischunterlage.
– Gönnen Sie sich ein paar Minuten ohne jegliche Ablenkung (= ohne Handy, Musik hören, Unterhaltung) an einem schönen Ort. Vielleicht schauen Sie mal nach oben – welche Farbe hat der Himmel, haben die Häuser Stuckfassaden, entdecken Sie ein Vogelnest?
– Wählen Sie draußen einen Lieblingsbaum aus dem Yin Spektrum und gehen eine Woche regelmäßig dort vorbei, vielleicht setzen Sie sich sogar an den Stamm und schauen in die Baumkrone. Zu den Bäumen mit Yin Ausstrahlung gehören: Birke, Buche, Walnuss, Magnolie, Apfelbaum, Ahorn und Eberesche
– Genießen Sie ab und zu einen Kräutertee statt Kaffee.

In anregender Umgebung gelassen Tee trinken bringt in Balance. In Rotterdam erlebt hat das  © Davey Heuser

Auch Architektur kann in Yin oder Yang Kategorien unterteilt werden. Bestimmend ist zum einen  die Form des Gebäudes (allgemein gesprochen Hoch = Yang; Flach = Yin), als nächstes die Form des Grundriss (abhängig von der Eingangstür: ist die Form eher längsorientiert handelt es sich vermutlich um eine Yang Zuordnung, neigt sie zum liegenden Rechteck dominiert vermutlich die Yin Ausrichtung). Zuletzt wird jedes Zimmer betrachtet, und auch hier bestimmt wieder die Tür, welche Energie sich im Raum vorwiegend bemerkbar macht.

Es kommt vor, dass ein yinniges Gebäude (z.B. Flachdach) in einer yinnigen Umgebung (z.B. flaches Land oder mit vielen Seen umzu) einen Grundriss beherbergt, in dem Yin Energie dominiert (abhängig von der Eingangstür). Wenn nun auch das Schlafzimmer ein Yin Form hat (also eher zum Rechteck tendiert) und die dort lebenden Personen zu eher yinnigen Verhaltensweisen tendieren kann es sein, dass das Leben komplett stagniert. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit führen dann im Leben die Regie. Wer davon betroffen ist mag sich wundern, dass alle von Hektik und Stress reden man selbst jedoch vor lauter Achtsamkeit „nichts auf die Reihe kriegt“.

Wer dagegen im Hochhaus mit Glasfenstern umzu auf eine allzeit leuchtende Skyline blickt, dazu einen yangigen Grundriss bewohnt und auch im Schlafzimmer von Anregungen umgeben ist, wird vermutlich die berühmte Schwierigkeit „abzuschalten“ bemerkt haben, oder schon daran erkrankt sein. Burn-Out hat sicher viele Paten, doch die Wohn- und Arbeitsumgebung hat immer einen Trumpf im Ärmel.

„Sage mir wie du wohnst und wo du arbeitest und ich sage dir, wie es dir geht“ ist keine Platitüde. Denn die Umgebung trägt entscheidend dazu bei, ob im Leben Ausgewogenheit, Fortschritt, Stagnation, Wandlung, Wohlbefinden, Gram oder Lebensfreude die Oberhand gewinnen. Wer das genauer anschauen möchte und dafür Unterstützung braucht – gern auch in Form eines Grundriss-Coachings – darf mir gern schreiben.

P.S. Natürlich spricht auch die persönliche 5 Elemente Astrologie ein interessantes Wörtchen mit, doch wie ich eingangs schon sagte: Manchmal reichen Basics um das Übel an seiner Wurzel zu erkennen und genau da zu heilen.

 


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Verstopfung und das Verlangen nach Sicherheit und Freiheit

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust – die Sehnsucht nach Freiheit und das Verlangen nach Sicherheit. Lange dachte ich, die krieg ich nie unter einen Hut und es muss widersprüchlich in mir bleiben. Doch seltsam – seit ich Impro Theater spiele und mir das „Ja, und …“ ebenfalls zu Herzen nahm, ist der Widerspruch aufgelöst. Beide, Sehnsucht und Verlangen sind befriedet.

Seelenruhig schlafen – dank des guten Gefühls, Freiheit und Sicherheit zu vereinen. Danke © Phil & Iz

Raumcoaching und Persönlichkeitsentwicklung bilden sich immer mehr zum Kern meiner Arbeit aus. Ganz am Anfang war mein Tätigkeitsfeld mit Feng Shui klar umrissen und ich tat, wie die Meister tun, hielt mich an überliefertes Wissen, an Vorgaben und … Dogmen. Das gab mir lange Zeit Sicherheit im Feng Shui Beruf, einem anfangs als Selbständige äußerst fremden Terrain.

Bis meine eigene (Persönlichkeits)Entwicklung – sicher dank des Feng Shuis in meinen Räumen – mir half zu merken: die Sicherheit, die jedes Dogma bietet, war zum Gefängnis geworden. Mein „Frei-Geist“ fühlte sich eingeengt und begann zu rebellieren. Loslassen ist ein mächtiges Modewort – doch wenn ich mich umschaue ist es leichter gesagt, als getan. Und leicht dahin gesagte Worte denen das Tun fehlt werden zum Anspruch und damit ist der Freiraum ganz schnell futsch.

Das brachte mir heute morgen in der Meditation einen Gedanken zu Verstopfung – ich poste nämlich diese Woche auf Facebook zu Badezimmern und gute Verdauung gehört zum Wohlfühlen ja dazu. Wer sich auf der Toilette quält, dem/der nützt das schönste Badezimmer nichts. Als ich übrigens neulich im Freundeskreis erzählt, dass die Feng Shui Methode auch erlaubt, mögliche Darmverstopfung zu erkennen gab es ungläubiges Staunen. Doch ja – es stimmt.

Verstopfung ist ja das Gegenteil von Loslassen, davon, etwas freizugeben, davon, frei zu geben oder auch frei, zu geben. Bei Luise Hay* lese ich als mögliche Diagnose bei Verstopfung über die Weigerung, von alten Vorstellungen abzulassen, um in der Vergangenheit stecken zu bleiben. Ich hatte dazu noch die Idee: wer das, was da ist nicht annehmen kann, mag es natürlich auch nicht loslassen. Es konnte ja noch nicht ausgekostet werden.

Wer aus Sorge, es könne nichts mehr nachkommen, festhält, mag dem Glaubenssatz unterlegen sein, etwas nicht verdient zu haben. Wer etwas nicht verdient, kann es natürlich auch nicht von ganzem Herzen annehmen und sich drüber freuen. Die Entscheidung, es wieder loszulassen fällt natürlich schwer und ruckzuck ist der Schlammassel da, man steckt fest und verstopft. Alles Nachfließende erzeugt schließlich nichts als quälendes Unbehagen – und für Annehmen und Auskosten ist es längst zu spät.

Wo führt dieser Gedankengang nun hin – von Freiheit und Sicherheit zu Raumcoaching und Persönlichkeitsentwicklung, von Verstopfung zu Annehmen können, hin zu … na ja, alles führt eben durch das Innerste, die Mitte. Die Mitte ist der Wohnort der Essenz – schön, oder? Eine starke – das heißt in sich stabile, dabei flexible – Mitte gibt die Sicherheit des Gehalten seins, zum Beispiel durch Wissen und Erfahrung, durch Freundschaften, soziales Netzwerk, Glaube, Vertrauen und Bodenkontakt.

Gleichzeitig gibt sie die Freiheit, sich auf unbekanntes Gelände zu wagen – um zu experimentieren und etwas zu wagen, das man sich bislang nicht traute. Dazu gehören sicherlich Mut, Gelassenheit, Humor, Spiel und erneut das Vertrauen – denn auf dieser Erde können wir dank der Schwerkraft eh nur immer wieder auf die Füße fallen. Wer sich mit annehmen und loslassen schwer tut, wer meint, am Spagat zwischen Freiheit und Sicherheit zu scheitern werfe einen Blick auf auf die räumliche Mitte Zuhause oder im Unternehmen.

Welche Auswirkungen es haben kann, wenn die räumliche Mitte „nicht stimmt“ habe ich schon früher in einem Beitrag beschrieben. Hier also für alle Interessierten zwei Fälle aus der Praxis: in Beispiel eins ist die Mitte verbaut, in Beispiel zwei liegt sie im öffentlichen Treppenhaus. Beide Male gelang es, mit Hilfe der Beratung eine gute Lösung zu realisieren und Streitigkeiten und drohende Abhängigkeiten aufzulösen.

Feng Shui: Was eine instabile Mitte bewirken kann

Und was die Freiheit mit der inneren Mitte und Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat … wer hier einen Gedankenübersprung vermutet sei beruhigt, darüber folgt in Kürze ein weiterer Beitrag. Dranbleiben lohnt sich 😉

 

* Louise Hay, Gesundheit für Körper und Seele

 

 

 


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Räume, die Sehnsucht stillen

In der letzten Woche habe ich unter einigen meiner Klienten und Klientinnen eine kleine Umfrage gemacht: Wie muss für Sie / für Dich der Raum sein, der Sehnsucht stillt?

„Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht.“ Bettina von Arnim *

Die Antworten waren sehr persönlich und abgesehen von individuellen Geschmacksvorlieben kristallisierte sich etwas Gemeinsames heraus, das er „können“ soll :

  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll dabei unterstützen, zu sich und zu anderen einen echten Kontakt herzustellen und in Ver-bindung zu gehen.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll Zugehörigkeit ausstrahlen und das Vertrauen nähren : ich darf sein und leben wie ich bin.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll die Tür zur Eigenmacht öffnen : Ich darf den Raum kreieren und ganz einnehmen.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll an das größere Ganze erinnern. Egal ob Wohn- oder Arbeitsraum, dieser Raum soll ausstrahlen, dass es sich um einen Raum im viel größeren Raum handelt – das er Teil der Umwelt und sogar des Weltalls ist.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll daran erinnern, dass wir Menschen ein Teil der Erde sind und neben dem zuhause Zuhause auch ein Zuhause auf der Erde haben.

Mich haben diese Antworten sehr berührt.

Immer mehr wächst in meiner Beratung der Anteil, gemeinsam zu ergründen, was sich hinter einem offensichtlichen Anliegen verbirgt. Das tolle am Feng Shui ist, wer sich Gesundheit, Reichtum, Partnerschaft oder Selbstverwirklichung wünscht, kann über Raumgestaltung einen nachhaltigen, wirksamen Impuls dazu geben. Einfluss über den Raum kann manifestieren, dass die Vergangenheit nicht länger die Zukunkft vorher bestimmt.

Ein solcherart gestalteter Raum soll innere Prozesse tragen, damit aus dem Gefühl der Ohnmacht die Kraft wachsen kann, in die Eigenmacht des erwachsenen, reifen Menschen zu wechseln. Oder jemand hat genug davon, sich von der Illusion einlullen zu lassen : was ich nicht sehe, wirkt nicht. Oder es treibt die tiefe Sehnsucht, sich zu endlich zu verkörpern, sich zu verbinden, sich vom Gegenüber gefühlt zu fühlen. Endlich gesehen werden bedeutet : ich komme ein Stück nach Hause.

Ein Raum der Sehnsucht stillt ist es allemal wert, sich auf den Weg dorthin zu machen.

Ich möchte nun auch Dich / Sie einladen, sich in diesem Raum umzuschauen und fragen : Wie sieht der Raum aus, der Deine Sehnsucht stillt? Ich freue mich auf Anworten, gern persönlich über das Kontaktformular oder lesbar für alle als Kommentar.

* das Foto ist aus meinem Bildarchiv und ich finde kein © – wer es für sich erhebt gern melden!


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Bildergeschichten, die 1.

Bei der Recherche zu meinen Artikeln stöbere ich ausgiebig in Bilddatenbanken und bin oft ganz entzückt von all den starken Fotos. Die meisten passen dann leider nicht zum Thema und weil ich das schade finde, mache ich es in lockerer Folge nun umgekehrt – zu faszinierenden Fotos finde ich einen Gedanken, eine Empfindung oder einen Feng Shui Tipp. Viel Spaß dabei!

© Tracey Hocking hat diesen Tisch gedeckt und fotografiert

Frühstücken mit © Tracey Hocking

Das Glück des Friedens
Innehalten
Atmen
Spüren:
Das Glück des Friedens.

 


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Feng Shui, Keller und das Wurzelchakra

Vorfreude in Grün, denn auch dieses Jahr habe ich Pflanzen für den Garten auf der Fensterbank vorgezogen. Diesmal folgte ich einem Blog-Tipp, füllte mangels kleiner Töpfe leere Eierschalen mit Erde und streute verschiedenste Samen hinein. Doch großes Staunen als genau diese Pflanzen nur kümmerliche Stengelchen ausbildeten. In meinem Kopf bildete sich eine Assoziation zum Keller und es entstand eine neue Facette:

Wie die Wurzeln, so die Flügel. Danke für die Teilhabe an diesem Moment © Jeremy Bishop!

Starke Wurzeln tragen. Danke für die Teilhabe an diesem Moment © Jeremy Bishop!

Feng Shui für den Keller

… ist zwar so neu nicht, denn Aufräumen macht bekannterweise weder vor der Höhe (Dachboden) noch vor der Tiefe (Keller) Halt. Doch als ich die kleinen Pflanzen betrachtete wurde mir nochmal klar, wie viel Platz die Wurzeln brauchen, um das Ganze zu tragen – egal, ob es sich um Tief- oder Flachwurzler handelt.

Umgelegt aufs Haus ist der Keller der Ort der Wurzeln. Im Feng Shui bekommt nämlich auch die Geschosshöhe des Lebensraums symbolische Bedeutung und ein Keller gilt als Motor der Lebenskraft. Dort wohnen pure Sexualkraft, der (Über-)Lebenstrieb, Ängste und ins Schattenreich verdrängte Themen aus der Vergangenheit.

Ergänzt man diese Aufzählung um die sieben Eigenschaften des Wurzelchakras, ergibt das eine überaus lebendige Liste, die den eher ungeliebten Keller in einem neuen Licht erscheinen lässt. Zum Wurzelchakra gehören die Themen

  • Vitalität
  • Lebenskraft
  • Urvertrauen
  • Sicherheit
  • Körperlichkeit
  • Standhaftigkeit
  • und Erdung.

Natürlich kann sich jeder Mensch – ob mit oder ohne Keller – diese Qualitäten erschließen. Doch wer mit einem Keller lebt sollte aus Feng Shui Sicht darauf achten, dass die eigenen Wurzeln dort guten Raum haben. Irgendwo las ich einmal: ohne Herkunft, keine Zukunft. In der systemischen Aufstellung erlebe ich oft, wie „brennende“ Themen im Leben eines Menschen in der Herkunft wurzeln, und wie selten das auf den ersten Blick ersichtlich ist. Das mag Prüfungsangst sein, Krankheiten zugrunde liegen, Eheprobleme betreffen und überhaupt die Entwicklung in ein reifes, selbstbestimmtes Leben. Wer also einen Keller hat, probiere einfach mal in der Ordnung der darin gelagerten Sachen zu „lesen“, was dieser Keller über den Menschen aussagt, was ihn oder sie bewegt, blockiert oder ermächtigt.

Fakt ist auch, dass viele Neubauten mittlerweile hauptsächlich aus Kostengründen auf den Aushub des Erdreichs verzichten. Darf man aus der Tatsache, dass die Bodenplatte direkt auf ebenen Grund gesetzt wird, darauf schließen, dass wir heute viel schneller und viel oberflächlicher leben? Dass kaum Zeit und Musse bleibt, um „in die Tiefe zu gehen“? Natürlich verschieben sich während eines Lebensverlauf immer mal wieder die Prioritäten und was gestern banal erschien kann morgen das Wichtigste von der Welt sein. Zusätzlich werden mittlerweile viel mehr Episoden in ein Leben gepackt, als das etlichen Generationen vor uns möglich war. Die Kraft, das Leben zu bewältigen, kommt aus der Wurzel – nenne man es Anbindung, Ahnenkraft oder Wurzelchakra.

Für mich ist das Spannendste zu beobachten, wie das Leben immer Wege findet, Menschen an Aufgaben zu führen, die gerade dran sind. Wer sich weigert wird gedrängt und auch an den „Kellerthemen“ führt dann kein Weg vorbei. Denn aus meiner Erfahrung wohnt niemand an einem Ort, der den zu bearbeitenden Lebensthemen nicht entspricht. Und wenn es Zeit für eine neue Lebensaufgabe ist, findet der Mensch seinen Weg dahin, das ist das wirklich Faszinierende und das Geheimnisvollste an der ganzen Geschichte. Ganz egal, ob mit oder ohne Keller.

-.-.-.-.-.-.- *

Übrigens stieß ich bei meiner Recherche zu „Kellerthemen“ auf die 7 Kellerkinder. Es bezeichnet in der Psychologie ein dynamisches Typenmodell und handelt von nicht integrierten Persönlichkeitsanteilen. Diese äußern sich als Grundtypen menschlichen Verhaltens und wirken bestimmend auf die Lebensweise. Besonders interessant fand ich dabei die Umwandlung eines „Kellerkindes“ in die erlöste Form: so kann zum Beispiel die Tranfunzel, die es sich am liebsten vor dem Fernseher gemütlich macht, in erlöster Form von ihrer Intuition profitieren. Wer sich interessiert, der Artikel ist übersichtlich kurz, gut zu lesen und die genannten Grundtypen sind wirklich aufschlussreich.

 

 


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Was macht das Nashorn im Wohnzimmer?

Fototapeten sind „in“ und die Auswahl unterschiedlichster Designs läßt keine Wünsche offen. Dennoch gibt es einige Fallstricke, die schon beim Aussuchen vermieden werden können – einfach, damit es nach dem Bekleben kein blödes Erwachen gibt. Darum heute ein kurzer Einschub zur Erinnerung: Noch schwimmt 80% des Eisbergs unter Wasser und ähnlich krass ist das Verhältnis zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Bei der Raumgestaltung ist das ein erheblicher Faktor für’s Wohlfühlen.

© Glen Carrie hat sich ganz nah rangewagt – Danke für das wundervolle Wesen!

Sehr beliebt sind „Durchbrüche“, auf denen zum Beispiel ein Bus durch die Mauer rast. Doch wer an einer Hauptverkehrsstrasse wohnt, verzichtet besser auf ein solches Motiv. Auch ins Kinderzimmer gehören eher Abbildungen, die sowohl das Bedürfnis nach Rückzug und Schutz, als auch wachsen und aktiv-sein ausgewogen vereinbaren. Alle Eindrücke, die Gefahr symbolisieren, können ein notwendiges Geborgenheitsgefühl untergraben.

Auch Urlaubserinnerungen sind sehr beliebt. Wer in Venedig am Markusplatz genussvoll Cappuccino schlürfte, möchte auf das italienische Flair vielleicht nicht verzichten. Doch ob man Küche oder Wohnzimmer dauernd mit all den fremden Menschen teilen oder von visueller Feuchtigkeit umgeben sein möchte, gilt es besser im Vorfeld zu bedenken. Schnell können großformatige Motive die Atmosphäre von beschaulich-gemütlich in unruhig-turbulent oder feucht-kalt verwandeln.

Ich geb’s zu, auch Safari Motive haben ihren Reiz. Doch ob das an der Wassertränke beobachtete Großwild wirklich ins Schlafzimmer gehört, bleibt zu prüfen. Was am Bildschirm des PC als cooler Gag erscheint, mag sich ins Gegenteil verkehren, wenn der gesunde Schlaf ausbleibt, weil Nashorn oder Löwe jegliche Entspannung im Bett verhindern.

In diesem Sinne, fröhliches stöbern und angemessene Umsicht bei der Motivwahl 🙂

Joshua Stannard © war in Venedig und teilt diese Erinnerung.

 

 


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Das kann nur der Frühling: Zeitgeist mit Tatkraft!

Endlich Frühling! Mehr Licht, in der Luft ein Hauch von Wärme und Duft, dazu ungebändigte Lust, „etwas“ zu tun. Sei es, den Garten umzugestalten oder es drinnen zu verschönern – für jedes Gemüt ist was dabei.

Farben des Frühlings – Danke für das lichtvolle Foto © Gemma Evans!

Veränderung geplant? Dann los!

Im Frühling regiert das Element Holz. Es ist das dynamischste der großen Fünf und genau diese Lebendigkeit ist typisch für den Holzcharakter: kein Zögern, Zaudern, Zagen sondern nur eine Richtung: Vorwärts. Holz IST. Und das mit Leib und Seele, selbst wenn es mit dem Feuer in Berührung kommt, kennt Holz kein Zurück. Es schenkt sich rückhaltlos.

Freude an der Expansion, Ausprobieren und etwas Neues ins Leben bringen – diese Qualitäten haben im Frühling ihren Höhepunkt. Alle Impulse drängen jetzt darauf, Entschlüsse in die Tat umzusetzen. Darum ist es günstig, über den Winter geschmiedete Pläne nun aus Kopf und Schublade zu holen. Wie die Pflanzen brauchen auch Ideen „Licht“, um zu gedeihen:

  • Ein Projekt ist noch nicht reif, etwas fehlt? Rufen Sie jetzt Ihre Unterstützer-innen an und planen ein kreatives Brainstorming.
  •  Sie brauchen mehr Fachinformationen? Finden Sie heraus, welche Netzwerke es zum Thema gibt und gehen Sie zu deren Treffen.
  • Sie wollen den Garten umgestalten oder drinnen renovieren? Kontakten Sie Ihre Feng Shui Beraterin ;-), den Maler oder Gärtnerin und machen einen Termin.
  • Sie planen eine Reise? Legen Sie jetzt die Termine fest und verschaffen sich einen Überblick, was vorbereitend getan werden muss.

Finden Sie ähnlich einer Rankpflanze den günstigsten Weg und nutzen Sie alles, was Ihnen geeignet scheint, als „Gerüst“. Sie brauchen es nicht allein tragen und können später stolz ihre Blüten zeigen.

Gewinnen Sie Ihren Raum als Verbündeten! Blick auf den Grundriss

Jedes der Fünf Elemente ist in einer Himmelsrichtung zu Hause. Das Holz des Frühlings wohnt im Osten, da gedeiht es üppig. Doch Holz weiß: Ohne starke Wurzeln keine Langlebigkeit, da nützt die schönste Krone nichts. Was also ein starker Baum werden will – im übertragenen Sinn, wer ein erfolgversprechendes Projekt ins Leben bringen will – braucht zuerst ein stabiles Fundament.

1. Ein starker Baum braucht ein stabiles Fundament

  • Die Erde des Nordostens bildet das Fundament. Wenn Sie sich hier umschauen, gibt es Platz für Ausdehnung? Oder ist alles mit Möbeln und Sachen vollgestopft? Ist es ein geliebter Bereich oder wird er eher gemieden?
  • Machen Sie hier unbedingt „klar Schiff“, jäten oder putzen Sie, räumen Sie auf und werfen Sie weg, was der „Wurzelbildung“ im Weg steht.

2. Die Wiege der Holzkraft steht im Osten

  • Würden Sie – rein bildlich gesprochen – hier die Wiege Ihres Babys hinstellen? Ist alles schön luftig, hell und einladend frisch?
  • Der Osten ist auch die Heimstatt des Donners und der liebt es laut: Machen Sie hier doch mal ordentlich Getöse! Drehen Sie die Anlage auf, tanzen Sie wild und denken dabei an ihr Projekt. Nehmen Sie sich den Löwenzahn als Vorbild – der kennt nur eine Richtung und wenn’s sein muss wächst er durch Asphalt. Dabei bleibt er völlig geschmeidig und verliert nicht ein Blättchen auf dem Weg ans Licht.
  • Im Osten sind „dynamische“ Accessoires angebracht. Zum Beispiel: Klangspiel, Mobile,  „Winkekatze“, Federgras, Windmühle, Rankgewächse, Bambus (mit Wurzelsperre!), Birke.

3. Südosten – Die große Schwester packt mit an

  • Sobald das Holz erste Schritte gemacht hat und zu laufen beginnt, wartet bereits die „große Schwester“ im Südosten. Sie ist wesensverwandt, doch ihr Holz ist „weiblicher“, sie kennt das Feine, Zarte, ist bewandert in der Ausdauer, hat Geduld und ist eine gute Beobachterin. Sie muss nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand, sie steht schon stabil und kann sich über erste Erfolge freuen.
  • Bietet der Südosten ausreichend Raum, für Kreativität? Bereit, den Reichtum zu empfangen? Ist es so einladend, dass Gäste sich hier gleich wohl fühlen? Möchte der Reichtum den Sie verdienen, bleiben? Fühlt Geld sich geschätzt und willkommen? Oder gibt’s drunter liegende Glaubenssätze, dass reiche Menschen korrupt oder rücksichtslos sind und andere nur ausbeuten?
  • Inspizieren Sie den Südosten mit strengem Blick und wenn nötig, bringen Sie ihn auf Hochglanz: Gleich und Gleich gesellt sich gern und jede Form von Reichtum möchte sich willkommen fühlen. Sie können hier ihrem Sparschwein einen Platz geben und alles, was Ihnen das Gefühl gibt, ein reicher Mensch zu sein.
  • Musizieren Sie? Dann geben Sie hier ab und zu ein kleines Konzert, und sei es auch nur für die Räume. Seien Sie sicher, der gute Geist des Hauses wird es zu schätzen wissen!

Selbst wenn es räumlich nicht hinkommt und bei Ihnen, statt Arbeitsplatz, Bad oder Küche in diesen Himmelsrichtungen liegen: das macht gar nichts. Schauen Sie größer: In der Küche nähren Sie sich, im Bad reinigen Sie sich – alles Prozesse, die Sie unterstützen und dafür sorgen, dass Ihre Lebenskraft erhalten bleibt.

Und genau diese Lebenskraft führt Sie zu Ihrer Bestimmung, unterstützt Ihre Projekte und Vorhaben. Die Zauberworte im Frühling lauten: Aufbruch, Wachstum, Schöpfung, Kreativität, Entschlusskraft, Heilung, Hoffnung, Neuanfang, Freiheit und Weite.