Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Mein Angebot umfasst Wohncoaching und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


2 Kommentare

Wie ein Frischsaft-Smoothie …

Letzen Freitag hielt ich einen 30 minütigen Vortrag über Feng Shui. Das finde ich zeitlich echt anspruchsvoll,  denn es handelt sich schließlich um ein komplexes Thema, das in (fast) alle Lebensbereiche greift.

Was tun, um große Räume einladend zu gestalten? Stilmix, Rauminseln, Pflanzen und Licht bringen die Lösung fand auch © Ali Yahya

Während meine Beratungen sich anfänglich vorwiegend um Farbfragen drehten („Welche Farbe soll die Kaffemaschine haben, wenn das Sofakissen blau ist?“) darf ich mittlerweile fast nur noch auf der persönlichen Ebene beraten. Anliegen wie

  • Warum gelingt es mir nicht, eine neue Wohnung zu finden?
  • Was kann ich tun, um meine Arbeitsleistung in eine echte Win-Win Situation zu verwandeln?
  • Wir bekommen ein Baby. Wie richten wir das Zimmer ein, dass unser Kind sich von Anfang an wohl fühlt?
  • Wie groß muss mein Wohlfühlraum sein?
  • Kann es sein, dass ich schlecht schlafe, weil das Schlafzimmer zu groß, zu klein, zu voll, zu kalt ist?
  • Welch räumliche Lösung gibt es, um verfahrenen Situationen (Streit, Schulversagen, Mobbing, Burn-Out, Sinnkrise, Überdruß, Freudlosigkeit, …) zu entwirren?
  • Was kann ich tun, dass mein Zuhause mich bei meinen Vorhaben unterstützt?
  • Ich fühle mich nicht wohl, woran kann das liegen?
  • Ich möchte mein Leben in Ordnung bringen!

darf ich in Raumgestaltung übersetzen. Das mag durchaus in Farbempfehlungen münden, wenn ich erkenne, dass Raum oder Mensch ein vitales Elixier brauchen. Die Wirkung ist wie ein Frischsaft-Smoothie auf das Energieniveau: strahlend, belebend, erfrischend. Doch meist bleiben wir da nicht mehr stehen, sondern reflektieren auch über Gewohnheiten, übernommene Muster oder unbewusste Glaubenssätze. Worauf will ein „Problem“ mich eigentlich hinweisen? Der Raum gibt Zeugnis:

Gestaltung ist immer ein Ausdruck von Identität und erzählt über mich, meine Geschichte und meine Möglichkeiten.

Darum habe ich diesmal keinen klassischen Vortrag gehalten und über Himmelsrichtungen, Yin und Yang oder die Elemente gesprochen. Stattdessen habe ich aus meiner Schatzkiste gemachter Erfahrungen erzählt, und nur gelegentlich Fachwissen eingestreut. Zum Beispiel um zu erklären, dass „unbelebte Ecken oder Räume im Süden sich nachteilig auf Erfolg und Lebensfreude auswirken können.“ So blieb es anschaulich, spannend und viel leichter nachzuvollziehen.

Für mich ist Feng Shui eine energetische Stilberatung für Innen und Außen. Das gilt im Wortsinn für den buchstäblichen Außenraum – also Landschaft, Ortsteil, Straße, Haus, bis hin zu den Wohnräumen. Und läßt sich, wenn gewünscht, auch noch eine Ebene tiefer anschauen.

Dann wird der Wohnraum zum Außenraum und Seelenebene, astrologische Prägungen und familiäre Verstrickungen bilden den persönlichen Innenraum ab. Das ist der Ort, in den wir während der Beratung die Samen auslegen. Gleichzeitig gestalten wir den Wohnraum als Ort zwischen Himmel und Erde, der „seine Menschen“ mit Vitalität und Nährstoffen versorgt. Damit die Samen aufgehen und zu wunderschönen Blumen und starken Bäumen mit nährenden Früchten heranwachsen. So gedeihen Raum und Mensch und es ist für alle gesorgt.

Es war insgesamt ein runder Abend und durch das gebannte Interesse der Lauschenden wurde ich immer inspirierter. Mir war ganz wohl ums Herz, denn ich halte super gerne lebendige Vorträge. Ein Kommentar: „Während Du erzähltest liefen vor meinem inneren Auge ganz viele Bilder ab. So habe ich irgendwie nicht zugehört sondern es war, als würde ich einen Film schauen. Das war ganz toll!“

Big Smile! – Also immer her mit den Einladungen, ich bin auch offen für

  • innovativen Input auf einer privaten Feier
  • einen Impulsvortrag für Bauherrschaften und Architekten vor Beginn der Planung
  • eine konstruktive Einlage auf Betriebsfesten
  • gärtnerische Impulse in der Laubenpiperkolonie.

 

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

7. Türchen – So machen andere es sich schön

Heute gibt’s etwas zum Anschauen.
Ungewöhnliche Arrangements – jenseits des mainstreams –
sind auch Einladung, anderen in ihre Welt zu folgen
und mit ihnen zu träumen.

Eine Küche für besondere Stimmungen -aufgenommen von © Jens Johnsson

 

Nicht allen Menschen ist ein großer Schlafraum zuträglich – manchmal ist die Nische genau das Richtige weiß © Erick Palacio

 

Manche Räume werden durch Licht verzaubert – und das war der Grund, sich gleich in sie zu verlieben. So ging’s auch © Daria Nepriakhina

 

Dinge in Szene setzen, um die Kreativität einzuladen. © Brooke Lark ist das gelungen!

 

Offenes Wohnen in Farbe und dabei gar nicht laut. Denn gewusst wie und wo, harmoniert die Abstimmung perfekt, zeigt © Jens Behrmann

 

Erster Eindruck dieses Büros? Trotz Großraum stimulieren angenehme Farben den Wunsch, hier kreativ und in Gemeinschaft zu arbeiten, oder? Auch © Annie Spratt gefällt’s.

 

Hätte ich nicht schon einen schönen Beruf – ich würde Floristin. Mit Blumen Freude machen, was sonst?! So dachte wohl auch © Krisztina Papp

 

Den Nachmittag in einem schönen Cafe verbringen, lesen, lauschen, riechen, genießen – immer eine gute Idee meint © Andy Falconer

 

Ein Wintergarten ist zu allen Jahreszeiten ein echtes Juwel! Vor allem da, wo es viel regnet findet © Kris Atomic

Hat Ihnen der kleine Ausflug gefallen? Feng Shui gilt vielen als „strenge Einrichtungslehre“ mit wenig Spielraum. Doch aus meiner Sicht gibt es wenig „Starres“ und viel Flexibilität, um einen Raum energetisch zu optimieren und harmonisch zu gestalten. Beim Menschen gilt geistige Beweglichkeit als Zeichen der Jugend, egal wieviel Kalenderjahre man zählt. Und weil der Raum die Geisteshaltung des Menschen spiegelt ist auch ihm nicht daran gelegen, dass es „jetzt immer so bleiben muss.“


Hinterlasse einen Kommentar

5. Türchen – Wohnbiographie und Identität

Einen Lebenslauf haben wir alle schon geschrieben und damit wesentliche Stationen unseres Werdegangs (was für ein Begriff!) erfaßt. Weniger bekannt ist der starke Einfluss, den biografische Umwelten (sprich der Ort, an dem wir aufgewachsen sind, sowohl drinnen wie draußen) auf unsere Entwicklung und unser späteres Erleben haben. Vor allem die Phase bis zur Einschulung wird als prägend angesehen, in welchen Umgebungen wir uns später wohlfühlen und in welchen eben nicht.

 

Lieber zurückgenommen oder laut, was sagt Ihr spontanes Empfinden? Foto links © Micah Carlson; rechts © Matt Flores

Wir alle durchlaufen „Prägungsprozesse, die uns als Kinder gar nicht bewusst geworden sind“, sagt der Archtitekturpsychologe Peter Richter. Und seine Kollegin, Claire Cooper Marcus, ergänzt: „Unsere psychologische Entwicklung wird nicht allein markiert von bedeutsamen emotionalen Beziehungen zu Menschen, sondern auch von engen Bindungen zu bemerkenswerten Umgebungen.“ Ob Kinderzimmer, Küche der Großeltern, Wohnzimmer bei den Eltern, die Höhle im Wald, alle hinterlassen Abdrücke in unserem Unbewussten, lenken unsere Wahrnehmung von Räumen und beeinflussen unser Gefühl für „Zuhause“.

Auch Paartherapeuten widmen sich mittlerweile der Wohnsituation ihrer Klienten. Vor allem, wenn mangels passendem (bezahlbarem) Wohnraum eine Situation entsteht, die gar nicht zu den Bedürfnissen der Bewohner-innen passt. Der Grundriss eines Hauses prägt das Leben darin. Er bestimmt, wie viel Platz für Gemeinsames ist und wie viel für das Alleinsein. „Der richtige Grundriss kann das Leben so viel angenehmer machen“, hat der Paartherapeut Ferdinand Krieg festgestellt.

Mitbestimmend dafür sind scheinbar banale Parameter. Zum Beispiel: Gibt es genug Platz für Stauraum, um es ordentlich zu halten oder ist Unordnung schon vorprogrammiert, weil Schränke fehlen? Gibt es Möglichkeit, sich in der gemeinsamen Wohnung auch mal zurückzuziehen? Denn für sich sein können ist ein wichtiges Merkmal, damit man sich Zuhause fühlt. „Jeder braucht seinen Rückzugsbereich, seinen Platz. Dominante Menschen nehmen dabei mehr Platz in Anspruch – manchmal sogar den Platz des anderen,“ ergänzt Ferdinand Krieg.

Geborgenheit ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis und „Bauen für Geborgenheit ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eher die Ausnahme,“ schreibt der Architekturpsychologe Herbert Reichl. „Moderne Gestaltungstrends sind: klare Linien, Transparenz, Offenheit und wenig Farben. Hier wird ein Widerspruch von ästhetischen Vorstellungen und dem Bedürfnis nach Geborgenheit deutlich.“ Die folgende Eigenschaften begünstigen aus Sicht der Raumpsychologie ein Gefühl von Geborgenheit:

  • Schutz vor Lärm
  • Warme Farben
  • Wenig Monotonie
  • Harmonische Raumformen
  • Schutz vor Einblicken
  • Grün vorm Fenster

Die Jahreszeit lädt nun förmlich dazu ein, einige Stichpunkte zur eigenen Wohnbiographie zu notieren und gedanklich nochmal zurück zu gehen. Vor allem wenn Sie planen zu bauen, umzuziehen oder mit jemand zusammenzuziehen. Wie steht es mit Ihrem Platzbedürfnis? Welche Toleranzschwelle in punkto Ordnung / Unordnung haben Sie? Wie sieht Ihr idealer Raum für Gemeinsamkeit aus und was darf auf keinen Fall fehlen? Jeder hat seine Vorgeschichte, seine Identität und einen Hausstand. Ziehen Sie zu Ihrem Partner / Ihrer Partnerin in eine Wohnung, in der er oder sie sich schon verwirklicht hat, ist das eine echte Herausforderung für beide – denn bin ich dazu ziehende/r Gast, bin ich als Mitbewohner-in geduldet oder tatsächlich Partner-in auf Augenhöhe?

Leben Sie schon mit jemand und gibt es regelmäßig Auseinandersetzung um bestimmte Themen wie aufräumen, sauber machen, Dekoration, Neuanschaffungen? Wenn es für die Erwachsenen kein eigenes Zimmer gibt, können Sie akzeptieren wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin etwas gestaltet, dass Sie nicht leiden können? Oder juckt es Ihnen in den Fingern, das zu ändern? Wie hoch ist Ihre Kompromissbereitschaft im Zusammenleben, oder hat eine/r von Ihnen bereits resigniert? Als mir einmal ein Partner, mit dem ich zusammen wohnte, sagte: „Ich wohne auch hier,“ hat das in mir einen Schalter umgelegt. Erst dadurch habe ich erkannt, welche Konsequenzen mein Autonomiebedürfnis für das Zusammenleben hat.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Sollte der Streit um Einrichtungsfragen allzu heftig ausarten, bedenken Sie: Oft geht es nicht um Stil oder Geschmack, um dieses Sofa oder jenes Bild, darunter liegen kann das Bedürfnis nach Anerkennung und Respekt. „Weil das Sofa jetzt dort steht, obwohl du es nicht magst, erlebe ich, dass ich Respekt erfahre und hier gleichberechtigt wohnen kann. Letzlich kann es sogar um die Frage gehen: Liebst du mich oder liebst du mich nicht!“ ist das Fazit des Paarberaters Ferdinand Krieg.

Auch im Feng Shui gibt es übrigens wunderbare Methoden, echte Bedürfnisse zu erkennen und sie von Modetrends zu unterscheiden. Damit lassen sich Räume gestalten in den Singles, Paare, Familien und Wohngemeinschaften entspannt, friedlich und individuell zusammen leben und sich entfalten können.

Buchtipp zum Thema: Herbert Reichl, Humane Lebenswelten. Eine Psychologie des Wohnens und des Planens, 2014

 

 

 


5 Kommentare

3. Türchen – Das persönliche Lebensrad

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu wissen, was man will. So gefragt mag die Aufzählung, was man nicht will, umso länger geraten. Genau dafür habe ich ein spielerisches Herangehen erdacht, dass auf dem Bagua basiert. Auf der Vorlage läßt sich eintragen, zu wieviel Prozent man mit etwas zufrieden ist und wo man mehr erreichen möchte. Ein schönes Spiel für lange Winterabende, das sich auch für gesellige Runden eignet. So lernt man sich gleich noch besser kennen und findet den Einstieg in substanzielle Gespräche. Der Clou: Im Anschluss läßt sich leicht ermitteln, wo Zuhause die Weichen gestellt werden können, um gewünschte Entwicklungen zu unterstützen.

Hier sind acht Themenblöcke, die sich später aufs Bagua übertragen lassen.

  • Mich besser verständlich machen und meine Fähigkeit zuzuhören stärken
  • Eine tiefere Anbindung an die Ur-Kraft und meine Ahnen, um mein Ich-sein anzunehmen
  • Mehr Vertrauen in das Leben und den natürlichen Fluss der Dinge gewinnen
  • Meinen Lebensweg im Einklang mit meinem Seelenplan gehen

 

  • Mehr Selbstvertrauen gewinnen
  • Öfter zur Ruhe kommen und innere Stabilität spüren
  • Mir Zeit für Weiterbildung, Interessen und Hobbys nehmen
  • Mir Zeit für Meditation, Kontemplation und Innenschau nehmen

 

  • Ein geklärtes Verhältnis zu meiner Herkunft(sfamilie) bekommen
  • Motivation und Dynamik schüren und meinen Willen stärken
  • Den Beginn von etwas Neuem freudig zulassen
  • Mein Verhalten noch besser darauf abstimmen, gesund zu bleiben

 

  • Wohlige Zufriedenheit empfinden
  • Meiner Intuition mehr vertrauen
  • Lebhafte Freude an Wachstum und Entwicklung spüren
  • Inneren und äußeren Reichtum annehmen und weiter geben

 

  • Meinen Selbstausdruck verbessern; das was ich kann, gerne mit der Welt teilen
  • Leidenschaft und Inspiration intensiver er-leben
  • Erfolg und Ansehen verbessern, mich auch selbst für meine Leistungen loben
  • Den Weg zu Weisheit und Transformation beschreiten

 

  • Mehr netzwerken und Gemeinschaft aktiv gestalten
  • Größere Erfüllung in der Partnerschaft spüren / jemand kennenlernen um eine erfüllende Liebesbeziehung zu gestalten
  • Mitmenschen in ihrem So-sein besser annehmen und fördern
  • Die Ernte dessen, was ich gesät habe, verantwortungsvoll annehmen

 

  • Ich möchte heiterer und voller Lebensfreude sein
  • Meine Kreativität zum Ausdruck bringen, angefangene Projekte beenden
  • Genießen und mich dabei freuen
  • Auch mal 5e gerade sein lassen und über „Fehler“ lächeln

 

  • Mir Unterstützung und Hilfe von außen holen / mich nach einem Mentor, einer Mentorin umschauen
  • Ab sofort (mehr) Verantwortung übernehmen (für die Gemeinschaft  / für meinen bisherigen Lebensweg)
  • Ich stehe zu meinen Visionen und traue mir zu, sie zum Wohle des Ganzen zu realisieren
  • Ordnung ist das halbe Leben. Von jetzt an bevorzuge ich Finden statt Suchen

 

Jedes Tortenstück geht von null (beginnend in der Mitte) zu 100% am äußeren Rand und kann nun, beginnend in der Mitte, schraffiert werden – eine Farbe dafür, wieviel Prozent gefühlt erreicht sind, eine andere Farbe dafür, wo Sie hin wollen. Dann gilt es Prioritäten zu setzen, zum Beispiel für das kommende Jahr. Mehr als drei führen aus meiner Sicht in die Überforderung, lieber Mitte 2020 noch einmal checken, ob die Prioritäten noch stimmen und was sich getan hat.

Die Himmelsrichtungen beginnen übrigens unten Mitte (= Norden = der erste Block der Aufzählung) und bewegen sich dann im Uhrzeigersinn. Das heißt der letzte der 8 Blöcke gehört zur Richtung Nordwesten. Viel Spaß dabei!


10 Kommentare

2. Türchen – Das Zuhause der Dinge

Auch Dinge haben ein Zuhause.

Die Häuser der Dinge sind

Schubladen
Schränke
Nähkästchen
Nachtkästchen
Schachteln
Truhen
Koffer
Manche wohnen auch unter dem Bett, andere auf dem Schrank.

Was meinen Sie,
beeinflusst die Ästhetik des Versteckten die Atmosphäre im Raum?


2 Kommentare

Zuhause gemütlich? Das sinnliche Schlafzimmer.

Wo ist es im Winter am Schönsten? Manche meinen vielleicht „vor dem Kamin“ doch für viele gibt es nur eine Antwort: im Bett. Das Bett wohnt im Schlafzimmer, und das ist im besten Fall ein absolut yinniger Ort, der elementare Bedürfnisse miteinander vereinbaren soll. Denn im Schlafzimmer wollen wir ausruhen und entspannen, regenerieren und gut schlafen. Und natürlich sind hier auch Sinnlichkeit, Erotik und Intimität zu Hause.

Einen Einblick in ihr Schlafzimmer gewährt uns © Yasmine Boheas.

Auf die Basics und  Feng Shui im Schlafzimmer habe ich an anderer Stelle hingewiesen, heute möchte ich auf die sinnlichen Aspekte des Raums eingehen. Und die gelten auch, wenn jemand keinen Partner, keine Partnerin hat, denn jeder Mensch ist durch den Leib ein sinnliches Geschöpf. Unser Körper mag es sehr, wenn wir selbst ihn lieb haben und uns, durch ihn, verwöhnen. Im Schlafzimmer können wir uns darum Gutes tun, egal ob allein oder zu zweit.

Hier ein paar Feng Shui Tipps für ein sinnliches Schlafzimmer:

  • Das Bett ist, neben dem Kleiderschrank, meist das dominanteste Detail im Raum. Machen Sie sich die Freude, sich Abends ins gemachte Bett legen zu können.
  • Gönnen Sie sich schöne Bettwäsche – wobei „schön“ sicher relativ ist. Aus Feng Shui Sicht wird von unruhigen Mustern oder lebensfeindlichen Motiven abgeraten. Investieren Sie in hochwertige Wäsche, denn angenehmes Material auf der Haut macht uns die Kostbarkeit des Körpers bewusst.
  • Für Paare sind gleiche Bezüge vorteilhaft, wer’s dennoch unterschiedlich mag, entscheide sich für eine über das Bett reichende Überdecke. Dies symbolisiert Einheit in der Verschiedenheit.
  • Legen Sie Wert darauf, den Raum nicht bloss steril-funktional einzurichten, denn Sinnlichkeit wird – wie das Wort schon sagt – durch die Sinne erlebt.
  • Augen und Nase sind dafür zuerst empfänglich, achten Sie darum auf angenehm-weiches Licht und Oberflächen (Nachttisch, Sidebord, Schminktisch), wo auch das Auge sich ausruhen darf. Nur so kann es sich schließlich an optisch schmeichelnden, die Phantasie beflügelnden Einzelstücken erfreuen.
  • Duft verbreitet sich in leicht temperierten Zimmern besser, sollten Sie also vorhaben Ihren Liebsten / Ihre Liebste zu verführen, sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur und wählen dazu den zarten Hauch eines Lieblingsduftes.
  • Viele Kleiderschränke wirken sehr wuchtig und bestimmen die Raumatmosphäre. Wer vom Bett aus nicht dauernd auf die Schranktüren schauen will, verwandelt das Bett mittels Baldachin in eine Insel im Raum. Oder Sie spannen unter die Decke und direkt vor dem Schrank eine Schnur und hängen einen leichten, farblich harmonierenden Stoff daran. Dann können Sie zu passenden Gelegenheiten den Schrank aus dem Blickfeld verschwinden lassen und das Bett wird zur Oase.
  • Wer ohne Partner/in lebt – achten Sie darauf, dass kein Mangelgefühl entsteht. Manchmal kann ein reguläres Doppelbett dazu führen, dass man beim einschlafen oder aufwachen traurig auf die leere Seite schaut. Dann ist Ihnen (entgegen mancher Feng Shui Ratgeber) mit einem 90er / 120er oder 140er breiten Bett mit nur einer Matratze besser gedient.
  • In der Regel ist das Schlafzimmer der Raum, den nur wenig andere Menschen betreten dürfen. Sind Sie König / Königin in Ihrem privaten Reich? Erlauben Sie sich ruhig Verrücktes, Außergewöhnliches, Spielerisches – solange der Raum insgesamt nicht zu unruhig wirkt und Sie weiterhin gut schlafen, ist alles erlaubt.
  • Was empfinden Sie als sinnlich? Nutzen Sie die dunkle Jahreszeit es sich im Schlafzimmer so richtig gemütlich zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Liebsten / Ihrer Liebsten darüber, wie Sie Ihr Schlafgemach in der Phantasie gestalten würden und was dort auf keinen Fall fehlen darf. Vielleicht kommen Sie dabei auf ganz neue Ideen und entfachen bislang unbeachtete Leidenschaften.

Auch wenn Sinnlichkeit oft mit Erotik gleichgesetzt wird, sie umfasst viel mehr. „Als Sinnlichkeit bezeichnet man umgangssprachlich die Hingabe an das angenehme Erleben durch die Sinne.  Durch die geöffneten Sinne kann man das Schöne und Anregende dieser Welt erfahren.“ Quelle: Wikipedia

Solange Sie hier auf Erden in Ihrem Körper wohnen, machen Sie es sich angenehm. Freuen Sie sich, abends in Ihr Bett schlüpfen und morgens in ihm aufwachen zu dürfen. Das Leben ist so kostbar und überhaupt nicht selbstverständlich. Zeigen Sie sich in diesem privaten Raum, dass Sie ebenso kostbar sind und ein Geschenk des Lebens an sich selbst.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Darf’s ein bisschen mehr sein? Die drei Quellen des Qi.

Kürzlich sah ich ein Youtube Video meiner amerikanischen Kollegin, der Feng Shui Expertin Marie Diamond. Der Vortrag ist zwar schon etwas älter, doch was sie über die drei Qi’s sagt finde ich absolut teilenswert.

Wir kennen im Feng Shui drei Arten Qi. Gemeint sind Einflüsse auf irdisches Geschick aus unterschiedlichen Quellen: Heaven Qi, Human Qi und Earth Qi.

Wo Heaven-Human-Earth Qi sich vereinen und „der Erwachte“ wohlwollend auf menschliches Streben schaut. Hongkong © Meckl Antai

  • Kosmisches oder Himmels-Qi (Heaven Qi) beeinflusst durch die Zeitqualität. Im Feng Shui werden dafür zum Beispiel die Methoden der Flying Stars und der date selection genutzt. Die Flying Stars zeigen günstige Aspekte für Außengestaltug und Inneneinrichtung; mit Hilfe der date selection, also der Datumswahl, werden anhand von Tages- oder Monatsqualität günstige Termine berechnet, zum Beispiel für den Start wichtiger Vorhaben wie Hochzeit, Geschäftseröffnung oder Einzugsfest. Meditation, Kontemplation und Gebete werden dem Himmels-Qi gewidmet.
  • Menschliches Qi (Human Qi) bezieht sich auf die individuelle astrologische Konstellation jedes Menschen. Also das, was wir bei der Geburt mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Schicksal ist zwar nix fixes, dennoch hat sich jeder Mensch auf der Erde inkarniert, um etwas zu lernen oder zu erfahren. Ein astrologisches Chart ist wie eine Art Bauplan oder Gebrauchsanweisung und kann helfen, sich an den Seelenweg zu erinnern. Besonders wertvoll ist das, wenn das Gefühl nagt, man sei vom Weg abgekommen oder „habe sich unterwegs verloren“. Gedanken, Gefühle und Handlungen gehören zu Human Qi und beeinflussen natürlich ebenfalls das Schicksal.
  •  Erd-Qi (Earth Qi) ist das, was wir in der Umgebung finden. Dazu gehört die natürliche und die gebaute Landschaft, die Straße und das Haus (oder die Wohnung) wo man lebt. Da wir wissen, dass jeder Raum in dem ein Mensch sich regelmäßig aufhält, wie eine dritte Haut oder wie ein zweiter Körper, Einfluss auf Gedanken und Gefühle nimmt, widmet sich Feng Shui vor allem dem Erd-Qi. So werden durch das „dirigieren“ des räumlichen Qi’s günstige Umstände herbeigeführt.

Alle drei Qi’s wirken zu je einem Drittel auf das gute Gelingen. Marie Diamond verweist in ihrem Vortrag darauf, dass dies auch dann noch gilt, wenn Menschen sich verstärkt auf den spirituellen Pfad begeben. Einige meinen dann, auf dem geistig-spirituellen Weg seien die irdischen Gesetzmäßigkeiten des Erd-Qi nunmehr ohne Belang. Doch: Solange wir im irdischen Körper unter irdischen Bedingungen leben, solange wirken die drei Qi’s. Viele haben sicher schon erlebt, wie stark Orte und Räume auf  Gedanken und Gefühle einwirken – Denken Sie mal an: Krankenhaus, Behörde, Gefängnis und nehmen das aufsteigende Gefühl wahr. Es wird dabei sehr deutlich, wie Erd-Qi auf Human-Qi wirkt.

Feng Shui und Raumgestaltung sind darum nach wie vor großartige Methoden, den Raum in dem wir leben für unsere Ziele und Zwecke nutzbar zu machen. Und zwar zum Wohle des Ganzen. Wer „Erleuchtete“ beobachtet, kann sich konkret daran erfreuen, wie sie irdische Erscheinungen wertschätzen: Da wird ein Blatt betrachtet und wahrgenommen als wäre es ein guter Freund, da wird zart an einer Blume geschnuppert und sichtbar durchströmt der Wohlgeruch den sich Hingebenden, da wird der Altar mit soviel Liebe und Achtsamkeit geschmückt, dass einem ganz warm ums Herz wird.

Sehr schön und passend fand ich darum gestrige Bemerkung meiner Meditations-Lehrerin: „Nichts überdauert, das nicht relevant und hilfreich ist“. Da Feng Shui und Geomantie, also die Lehren umsichtiger Raumplanung, schon viele tausend Jahre überdauert haben, stimme ich vorbehaltlos zu und bin dankbar, dass dieser Pfad mich erwählt hat, auf ihm zu wirken.