Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Podcast: Energetische Raumgestaltung und Feng Shui

Für alle, die keine Lust haben zu lesen – heute gibt’s was für die Ohren. Letzte Woche habe ich mit Simon Schubert einen tollen Podcast aufgenommen. Simon ist studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit. Er unterstützt Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise und sagt über sich: „Ich unterstütze Organisationen und Changemaker, eine Welt zu schaffen, in der Menschen gedeihen.“

Mach‘ mal Pause! Sitzen, lauschen, schauen – und sich dabei inspirieren lassen.

Genau das ist auch mein Anliegen, denn

»Ein Zuhause sollte Ankommen in der Gegenwart ermöglichen und eine erfüllte Zukunft verheißen.«

Über die folgenden Themen haben Simon und ich in dieser Folge gesprochen

  • Wie kann Raumgestaltung überhaupt Einfluss auf uns haben?
  • Esoterik und Wissenschaft: »Welchen Stempel gibst du Sachen?«
  • Die Grundidee von Feng Shui
  • Zuhause als Kraftort
  • Wie kann ich meine Umgebung für mehr Wohlbefinden gestalten?
  • Was ist bei einem Home Office wichtig?
  • Zusammenhang: Räume, Blockaden und chronische Krankheiten
  • Was bedeutet es, dass die Meisten von uns in Rechtecken leben

Podcast: Energetische Raumgestaltung und Feng Shui

Ich bin etwas aufgeregt – doch freu mich total darüber. Vielen Dank Simon für das anregende Gespräch und nun Viel Spaß beim Hören!


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Zuhause gemütlich? Die Küche.

Der Winter kommt, heißt es in Game of Thrones. Auch hierzulande bringt der Wind eisige Böen und die ersten Dächer sind morgens schon weiß überzogen. Ein guter Grund, sich dem Innenraum zuzuwenden und es sich Zuhause so richtig gemütlich* zu machen. Hier einige Tipps aus meiner warmen Feng Shui Küche 😉

Katzen wissen ein gemütliches Zuhause zu schätzen, auch die von © Paul Hanaoka.

Die Küche gilt als das Herz des Hauses: In diesem Raum bereiten wir Lebensmittel zu, die wiederum unsere Gesundheit beeinflussen. Aus ganzheitlicher Perspektive wirkt sich die Energie im Raum auf die Nahrung aus, darum sollte die Atmosphäre in der Küche ruhig und entspannt, dabei anregend genug sein, um bei guter Laune zu schnippeln und Lust aufs kochen zu machen.

  • Gute Beleuchtung gehört unbedingt dazu: Anrichte, Kochinsel, Spüle hell ausleuchten, vor allem da, wo mit scharfen Messern hantiert wird. Am Tisch dagegegen darf das Licht gedämpfter sein, um das Essen zu genießen und die Art Wohlbefinden zu erzeugen, die so empfänglich ist für sanftes Licht.
  • Licht beeinflusst Stimmungen und damit auch die Art, wie und worüber bei Tisch gesprochen wird. Wer hitziger Debatten oder lahmer Gespräche beim Zusammensein müde ist, experimentiert mit Farbe: Orange stimuliert Konsens, Grün bringt Lebendigkeit und Schwung. Beginnen Sie mit Servietten, farbigen Kerzen oder Platzsets. Wenn die Farbe auf gewünschte Weise wirkt, können Sie für das Frühjahr über den Anstrich einer Wand nachdenken.
  • Wer vorwiegend alleine isst und sich gewohnheitsmäßig mit Buch oder TV von der Stille ablenkt: Probieren Sie es doch mal mit stimmiger Musik, einem Konzertmitschnitt oder einer Lesung über Achtsamkeit. Und worauf schauen Sie, wenn Sie am Tisch sitzen – haben Sie eine düstere oder erheiternde Aussicht?
  • Frische Blumen sind in der Küche immer eine gute Idee. Sie bringen Schönheit von draußen nach drinnen, direkt ins Herz des Hauses.
  • Wer mag, schaut in welcher Himmelsrichtung und damit in welchem Bagua-Bereich sich die Küche befindet. Das gibt wertvolle Hinweise, welches raumenergetische Potenzial hier darauf wartet, geweckt zu werden.
  • Wer die Kraft der Formen integrieren möchte, hier zwei Anregungen dazu: Die Blume des Lebens gilt als Urbauplan des Lebens, sie ist Ausdruck der natürlichen Ordnung und enthält ALLES. Wer mag hängt sie über den Herd und/oder stellt die zu verarbeitenden Lebensmittel eine Weile darauf. In der Heilkunde gelten Pyramiden, die nach den Maßen der Cheops Pyramide gefertigt werden, als hamonisierend, energetisierend und aktivierend. Es gibt zahlreiche Versuche mit Lebensmitteln, die unter einer Pyramide aufbewahrt, länger frisch blieben. Probieren Sie’s aus und dann berichten sie mir gern über gemachte Erfahrungen.
  • Zugegeben, der Vermerk, dass eine aufgeräumte Küche die Herzen vor lauter Vorfreude höher schlagen läßt, klingt abgedroschen. Doch wer heute erst den Abwasch von gestern erledigen muss, um einen leckeren Salat zuzubereiten oder wer abends noch das Frühstücksgeschirr vorfindet – büßt sicher viel der besagten Vorfreude ein.

„Kochen ist wie Liebe, man sollte sich mit Hingabe darauf einlassen, oder gar nicht.“ Ob Piet von Home sich selbst daran hielt, weiß ich nicht, dennoch soll seine Empfehlung nicht ungehört verhallen.

Und nun: Guten Appetit!

* gemütlich wie Gemütlichkeit. Wikipedia definiert es so: „Gemütlichkeit, abgeleitet von Gemüt, ist ein subjektiv empfundener Gemütszustand des Wohlbefindens, ausgelöst durch subjektiv determinierte materielle Verstärker und/oder Situationen. Das Wort Gemütlichkeit wird auch im Englischen und im Französischen verwendet. Der Gegenbegriff ist ‚Ungemütlichkeit‘.“


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Mit Zeichen heilen

Auf der Reise durch die Welt der Zeichen öffnen sich immer neue Türen. Letzte Woche habe ich das erste Mal heilende Zeichen in die Aufstellungsarbeit integriert. Eine Freundin hatte sich überraschend bei mir gemeldet: „Du machst doch Aufstellungen und ich habe da ein drängendes Thema, würdest Du mir helfen nach der Lösung zu schauen?“

Heilkräftiges Symbol, empfangen von Hildegard von Bingen. Radiästhetisch getestet: „Besonders hohe Schwingung mit geistigem Potenzial“

In der Aufstellung für meine Freundin haben wir das Thema „Neid“ angeschaut. Sie sagte: „Ich bin ja Expertin in dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. In letzter Zeit schlägt das um in Neid auf andere. Ich kann mich gar nicht mehr mitfreuen wenn jemand etwas Tolles erlebt hat und denke immer öfter, warum passiert mir das nicht?! Dann fühle ich mich als komplette Versagerin, bin insgeheim mißgünstig und am Ende fühle ich mich regelrecht lebens-müde. Was können wir da machen?“

Erst kürzlich habe ich ein Buch über Familienstellen mit Symbolen gelesen. Kurz zusammengefasst geht das so: Zuerst werden mittels Kinesiologie, Pendel oder Einhandrute die individuellen Begriffe gefunden, die für die Aufstellung bedeutsam sind und die wie ein „Schlüssel zur Seelenebene des gesamten Systems“ wirken. Sind sie gefunden, werden sie aufs Papier geschrieben und – wo nötig – mit Linien verbunden. Dann wird abgefragt, ob es eines Symbols, eines Wortes oder einer Farbe bedarf, um die Verbindung zu 100% zu heilen.

Roswitha Stark schreibt in ihrem Buch: „Mit den vorgestellten Symbolen, Balancierungs-Wörtern und Farben können Sie ein wunderbar wirksames Heilbild für jedes Anliegen erstellen, ganz gleich, ob für körperliche, seelisch-emotionale oder geistige Beschwerden. Sie müssen nur die passende Kombination herausfinden. Und das ist ganz einfach!“

Meine Freundin Felicitas* war einverstanden, diese Methode zu probieren. Zuerst haben wir also ihr Anliegen klar formuliert: „Was brauche ich als Basis für einen gesunden Selbstwert, um meinen Lebensweg zu würdigen und mich an dem zu freuen, was ich bisher geschafft habe?“ Neid ist ein sehr tiefes Gefühl das einlädt, sich mit den eigenen Potenzialen zu beschäftigen. Das, was auf andere projiziert wird (Erfolg, Geld, glückliche Partnerschaft, schönes Leben …) kann ein abgespaltener Anteil sein, den mensch sich selbst nicht gönnt, doch durchaus erreichen kann. Allerdings kann es ebenso sein, dass es sich dabei um Erwartungen anderer handelt und man selbst insgeheim/unbewusst andere Pläne verfolgt.

Wir haben also zuerst alle Begriffe zum Thema gesammelt die Felicitas einfielen, und anschließend mit dem Pendel getestet, welche für die Heilung bedeutsam sind. Dann haben wir die Vorlagen des Buches genommen, um Balancierungs-Wörter und Ressourcen, Symbole zur Harmonisierung und die passenden Energien des Farbkreises zu finden. Es war eine spannende Aufstellung, die ein bisschen Zeit brauchte. Doch wir waren sehr konzentriert bei der Sache und hatten nach zwei Stunden ein stimmiges Bild, in dem Heilwörter, Farben und Symbole die Einzelteile miteinander verbanden und in dem auch was Felicitas „weghaben“ wollte, wieder dazu gehören durfte.

Mit Felicitas Erlaubnis darf ich aus unserem reflektierenden Gespräch „danach“ soviel sagen: Den Neid hat sie als Hinweis auf einen Groll verstanden, den sie gegen sich selbst hegte. Die Selbst-Ablehnung war Überbleibsel aus ihrer Kindheit und Grund, warum sie sich bislang nicht an sich selbst freuen konnte: Egal was sie tat – es war in ihren Augen nicht genug. Und die Umwelt reagierte entsprechend ihrer Ausstrahlung. An diesem Punkt angelangt gab es noch einmal ein tiefes Ausatmen, plötzlich fiel das ganze Bild wie in einem 1.000 Teile Puzzle zusammen. Und mit der aufs Papier gebrachten Aufstellung ergab alles einen Sinn.

Zum Schluss haben wir beide noch eine Karte aus dem Symbolkartenset der Hildegard von Bingen gezogen. Ihre war „Ein Herz für sich selber haben“. Und obwohl es den ganzen Tag eher diesig und verhangen war, in dem Moment fiel ein Lichtstrahl durch die Wolken, genau auf die Karte. Ein berührender Augenblick, in dem Lachen und Weinen ganz nah beieinander liegen.

Seitdem sind einige Tage vergangen und ich lese meinen Text noch einmal. Es klingt so simpel, moniert meine linke Gehirnhälfte. Kann es denn so einfach sein?! Ja, sagt meine fühlende Hälfte, während ich mein rechtes Auge bedecke, um den Verstand einen Moment zur Ruhe zu bringen. Und dann fühle ich wieder wie es sich anfühlt, „Mit der Quelle verbunden zu sein“ und mir wird leicht und froh ums Herz.

Aufstellungen werden nun ein größerer Bestandteil meiner Arbeit. Mittlerweile habe ich gute Erfahrungen gemacht und positives Feedback auch für telefonische Aufstellungen und Beratungen bekommen. Wenn Sie ein Thema haben, dass Sie gemeinsam mit mir anschauen oder aufstellen möchten, sprechen Sie mich gerne an. Auf Wunsch können wir Ihren Grundriss hinzu nehmen und schauen, was er zum Thema meint und welche Lösungen er anbietet.

*PS. Meine Freundin heißt nicht Felicitas, um ihre Sphäre zu schützen nenne ich sie in diesem Beitrag einfach so.

 

 

 

 

 

 

 

 


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Hausbau und die Psychologie der Hoffnung

Für dieses Foto gibt es bislang 17.000 likes auf Facebook. Szenen einer Stadt, die eher wie ein Phantasiegebilde und komplett surreal wirkt. Mit dem Auge gesehen mag ein Like gerechtfertigt sein, doch mein Herz zieht sich beim Anblick der Silhouette zusammen. Auch wenn mich der Gebäudekomplex ein wenig an Stonehenge 🙂 erinnert, mir kommt der Kinderpsychologe Bruno Bettelheim in den Sinn, der sich mit den Effekten von Stadtplanung auf geistige Gesundheit befasste. Eindrücklich fragte er sich, wie stark die „dingliche Umwelt die Psychologie der Hoffnung“ beeinflusst.

Singapure. Foto © @kevouthere [IG] in Architecture & Design

  • „Hochhäuser mit ihrer überwältigenden Größe vermitteln das Gefühl der eigenen Bedeutungslosigkeit. Sie betrügen uns um das Gefühl des Herrseins, wie es das Heim schenken sollte, und wecken den Wunsch, unsere Herrschaft auf andere Weise zu bestätigen.
  • Dann beobachtete ich einige Kinder beim Spielen und erkannte das schon erwähnte Problem der Proportionen. Ein Kind mag auf eines der Betontiere oder auf den Kletterbaum steigen und dabei nach Art von Kindern erwarten, dass es von dort oben hinabschauen, die Welt überblicken und sich erhaben fühlen würde, weil es sich so groß und hoch oben vorkommt; wenn aber sein Blick auf das Hochhaus fällt und daran emporwandert, fühlt es sich auf seinem Hochsitz kleingedrückt wie ein Zwerg. Mit seiner schieren Höhe zerstört das Gebäude das, was das Kind in seinem Phantasiespiel zu erringen sucht. Wenn schon die hohen Bäume von diesem Haus – seinem Heim – unermeßlich überragt werden, wieviel mehr dann das Kind selbst, das ja noch klein ist. Dieser Raum betrügt es um das erstrebte gesteigerte Selbstgefühl, wie er auch – aus anderen Gründen – die Erwachsenen darum betrügt.“ *

Der Zusammenhang zwischen Stadtplanung und geistiger Gesundheit geht uns alle an. Jedes „Zuhause“ beginnt schon lange bevor man die Haustür aufschließt, es beginnt auf dem Weg dorthin. Was gehört für Sie dazu: das Rauschen der Blätter im Wind, Vogelstimmen bei Sonnenaufgang, der Duft von Heckenrosen am Straßenrand, Kinderlachen? Zur menschlichen Dimension gehört gelungene Proportion und die ist mir ein echtes Anliegen!

Gibt es in Ihrem Umfeld Planungen zur Umgestaltung von Einkaufsstraßen, öffentlichen Plätzen oder Ausschreibungen für Neubaugebiete? Laden Sie mich gerne zur (Bürger)Anhörung ein. Ich halte auch Vorträge über lebenswerte Stadtplanung in Verbindung mit holistischem Design. Gemeint ist eine ganzheitliche Gestaltung, bei der die Auftraggeber in den Prozess einbezogen werden und in dem die pragmatisch-funktionale Vorgehensweise zugunsten eines kreativ-fühlenden Parts entlastet wird. Rückverbindung zur Urkraft, wäre ein klingender Name für diesen Planungsprozess.

Oder planen Sie einen Neubau und möchten ein Zuhause entwerfen, dass zur Quelle von Erholung und Wohlbefinden wird? Noch immer leben die meisten von uns in rechtwinkligen Räumen und werden von 90° Winkeln dominiert. Dass Formen eine wichtige Wirkung auf das Verhalten und die Gefühle von Menschen haben, darauf hat nicht nur Rudolf Steiner verwiesen. Doch er war überzeugt, dass rechtwinklige würfelförmige Gebäude die Menschen rationaler, kühler, logischer, materialistischer und  „männlicher“ denken und handeln lassen. Was bedeutet das für unser Selbstverständnis als Frau (und als Mann)?

Wenn Sie erwägen, durch organische Strukturen und Formen ganz prächtig auf Ihr Wohlbefinden einzuwirken, sprechen Sie mich gerne an. Zusammen mit Ihnen und Ihrem Architekten / Ihrer Architektin entwerfen wir ein stimmiges, lebenswertes Zuhause, dass sich die Kraft vom Ort holt und ihm davon auch zurück gibt. „Die entscheidende Frage ist doch, ob Formen und Räume lebendig oder leblos, ob Umgebungen lebenserneuernd oder lebensschwächend sind.“ Christopher Day, Architekt

P.S. Natürlich berate ich Sie auch, wenn Sie in einem Hochhaus leben! Dazu können wir den „Raum im Raum“ entwerfen, mit Formen experimentieren und Wirkung erzielen, ohne dass Wände eingerissen werden oder der Mauer kommen muss. 🙂

* aus: Bruno Bettelheim, Erziehung zum Überleben – Zur Psychologie der Extremsituationen, dtv 1982


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Kurz und knackig: Das dominante Auge – ein Selbstexperiment

An der Wahrnehmung sind alle Sinne beteiligt, doch das Auge steht ganz vorn in der Reihe. Seit ich intensiv die Wirkung von Formen auf Bewusstsein und Wohlbefinden erforsche, ploppen ganz neue Fragen auf. Zuerst interessiert mich herauszufinden, welches eigentlich mein dominantes Auge ist!

Was sehen Sie zuerst? Das große Ganze oder die vielen Details? In Montenegro war für uns © Bo Boer

Jedes Auge leitet an die gegenüberliegende Gehirnhälfte weiter und wir wissen, die linke Hälfte (die vom rechten Auge gefüttert wird) ist eher für Details, Sprache, Logik, Wissenschaft, Zeitempfinden, Linearität, Begriffe, Analyse und Schritt für Schritt Vorgehen zuständig. Die rechte Gehirnhälfte (gefüttert vom linken Auge) sieht dagegen zuerst das große Ganze und registriert vornehmlich Körper- und Bildersprache, ist zuständig für Intuition, Gefühl, ganzheitliche Zusammenhänge, Neugier, spielen, Metaphern, Symbole und Raumempfinden.

Haben Sie Lust, kurz mit mir zu experimentieren? Dann finden Sie doch mal heraus, welches Ihr dominantes Auge ist:

Formen Sie mit Zeigefinger und Daumen einer Hand einen Kreis, strecken Sie den Arm aus und zielen damit auf etwas in der näheren Umgebung. Das kann die Blume auf der Fensterbank oder der Stifteköcher am Rand des Schreibtischs sein. Wichtig ist, dass beide Augen geöffnet sind und Sie durch den mit den Fingern geformten Kreis fokussieren. Schließen Sie nun abwechselnd das eine, dann das andere Auge. Nun werden Sie sehen, dass das angepeilte Objekt einmal im Kreis der Finger und einmal daneben liegt. Befindet sich das angepeilte Objekt im Kreis, ist Ihr dominantes Auge geöffnet und Sie wissen nun, ob Sie eine rechtsseitige oder linksseitige Augendominanz haben.

Daraus läßt sich schließen, welche Gehirnhälfte die In-Form-ationen zuerst bekommt, um sie zu verarbeiten. Welche interessanten Erkenntnisse lassen sich daraus doch für die Raumgestaltung ableiten! Was, wenn ein rechts-dominantes und ein links-dominantes Hirn aufeinander treffen, sich verlieben und zusammen ziehen? Welche Formen finden beider Gefallen, wirken auf beide anregend und entspannend und was kann schließlich die Farbe tun, um einen Ausgleich zu schaffen?

Dazu wiederum gibt es einen interessanten Forschungsbericht: Mit der Fähigkeit zu sprechen verändert sich die für Farberkennung zuständige Gehirnregion 

Doch weil es heute „kurz und knackig“ bleiben soll gibt’s später mehr. Ich verspreche, es bleibt spannend und dran bleiben lohnt sich.

* Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Wissenschaft mittlerweile dazu übergeht, von oberer und unterer Gehirnhälfte zu sprechen doch das soll hier nicht Thema sein.

 


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Formensprache und ihre Wirkung auf das Bewusstsein

Die Welt der Form ist vielschichtig und geheimnisvoll. Wer in sie eintaucht erkennt in der Natur die komplexen Prinzipien der Mathematik, findet Symmetrie und Zahlenfolgen und gelangt schließlich auf die Pfade der heiligen Geometrie.

Warum nicht: Das Fenster von Notre-Dame als Vorlage für ein Wohn-Projekt. Eine gemeinsame Mitte, davon abgehend individueller Raum für die Mitglieder der Gemeinschaft. danke © Stephanie Leblanc

Wer heute die natürliche Vielfalt der Formen studiert kann zu dem Ergebnis kommen, dass postmoderne Architketur in einer quadratisch-praktischen Einseitigkeit stecken geblieben ist, die menschlichem Wohlbefinden entgegen wirkt und eine erhöhte Schwingungsfrequenz blockiert. Wie physikalische Experimente längst bestätigen: Jeder Raum erzeugt eine Schwingung und wer dem Schwingungs-Signal ausgesetzt ist, übernimmt die Form des Signals.

Doch es gibt Hoffnung. „Neue“ Architekten konstruieren für Augen und Seele ungewöhnlich kühne, dabei ansprechende und lebendige Bauwerke. Vorlage sind von der heiligen Geometrie inspirierte Formen, die stimmig schwingen und sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eine neue Ära ist da und längst dürfen nicht mehr nur öffentliche oder „heilige“ Bauten von diesen lebensspendenden Prinzipien profitieren. Die Zeit ist reif, dass auch die Bebauungspläne in Neubaugebieten an die Bedürfnisse der Seele angepasst werden.

Mich hat’s gepackt und ich beginne, mich ganz neu auf Formensprache, Proportion und harmonikale Gesetze einzulassen. Ich stöbere in Büchern und im Netz und experimentiere selbst mit „Raum im Raum“, indem ich erstmal Formen auf dem Boden auslege und erkunde, welchen Einfluss sie auf meine Sinne und mein Ge-wahr-sein haben. Dabei entdecke ich Schnittmengen zur Numerologie und erlebe erneut am eigenen Leib und in anderer Dimension : Raum hat Bewusstsein.

Als illustre Stichworte, die mein neues Forschungsprojekt kennzeichnen, mögen dienen: Heilige Geometrie, Goldener Schnitt, Fraktal, harmonikale Proportion, Platonische Körper, Blume des Lebens, Äskulapstab, Fibunacci, Antakarana, Vortexfeld … Im nächsten Jahr werde ich einen Workshop dazu anbieten und freue mich schon jetzt auf anregende gemeinschaftliche Erfahrungen in der Gruppe.

Ein Fundament meiner geistigen Heimat ist das Feng Shui. Wahrnehmung und Wirkung von Form auf Wohlbefinden und Bewusstsein gelten als erste Priorität, um ein Umfeld zu analysieren und Ursachen für Unbehagen zu finden. In der Feng Shui Arbeit wissen wir Formen zu nützen, um Zentrierung, Lebensfreude, Aktivität, Loslassen, innere Balance, Flexibilität, Gesundheit, Veränderung und Transfomation zu initiieren. Dennoch ist die Formensprache des Feng Shui starr, noch immer gelten Rechteck und Quadrat als optimale Grundriss-Form.

In meiner zweiten Heimat, der Geomantie, wird ebenfalls die Sprache der Form genutzt, jedoch gilt hier bereits der 90° Winkel nicht länger als zwingend für ein stimmiges Gebäude. Und es geht sogar noch einen Schritt weiter, indem wir ein Bauwerk in seiner Drei-Dimension betrachten und dem Klang, den es erzeugt, lauschen. Denn Klang ist immer an den Raum gebunden, in dem er entsteht. Musikalische Proportionen finden wir (noch) vorwiegend in öffentlichen Bauwerken, vor allem in Kirchen und an Fassaden.

Wer je in Mont Saint Michel beim Erklingen des Chors die Engel singen hörte kann nach Verklingen des Entzückens nachlesen, dass allein die Proportion des Raumes den „Gesang der Steine“ auslöst. Und wer demnächst nach Florenz reist sollte die Gelegenheit nutzen, und eine Fassade die nach musikalischen Proportionen gefertigt wurde, auf sich wirken lassen. Die Fassadengestaltung des Palazzo Rucellai hat der Renaissance Baumeister Leon Battista Alberti nach den proportionalen Verhältnissen von Terzen, Sexten und Septimen komponiert*.

Wenn Sie / Dich das Thema interessiert freue ich mich über weitererzählen, über Teilen auf FB oder rebloggen. Denn ich fühle, dass ich in diesem Feld einen Schritt über mich hinaus wachse und mich berufen, noch mehr Menschen auf die Essenz von Raum, Wohnen und Leben aufmerksam zu machen und Impulse zu geben. Die neue Zeit ist da.

  • Welche Bauherr-inn-en wollen die Kraft von Form und Proportionen in Ihr neues Zuhause integrieren? Das können auch zu fertigende Tiny- oder Holzhäuser, Bauwagenaufsätze oder kreative Gemeinschaftsprojekte für Innen und Außen sein.
  • Wer plant eine Umgestaltung des Gartens und möchte die Weisheit der harmonikalen Proportionen nutzen, um fruchtbarere Erträge zu erzielen?
  • Welche Architekt-inn-en berücksichtigen Proportionenkunde und heilige Geometrie in ihren Entwürfen und haben Interesse an Zusammenarbeit?
  • Wer forscht ebenfalls auf diesem Gebiet und ist an lebendigem Wissens- und Erfahrungsaustausch interessiert?
  • Wer ist generall an Austausch zum Thema Form und Bewusstsein interessiert: Musiker-innen, Numerolog-inn-en, Astrolog-innen, Handwerker-innen, Architekt-inn-en …?

Der spanische Architekt Gaudi ist bekannt für organische Formensprache, unregelmäßige Grundrisse und integrierte Motive aus der Natur. In Barcelona gesehen hat’s © David Rüsseler

„Du kannst aber nicht nur in den dämonischen und göttlichen Dingen die Natur der Zahl und ihre Kraft wirksam sehen, sondern auch überall in allen menschlichen Werken und Worten und auf dem Gebiet aller technischen Verrichtungen und auf dem der Musik.“ Pythagoräer Philolaos, 5. Jahrhundert v. Chr.

* Proportionenkunde: große Terz 4:5; kleine Terz 5:6 | große Sexte 3:5; kleine Sexte 5:8 | große Septime 8:15; kleine Septime 9:16

 


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Hilfe! Junggesellenwohnung ….

„Als ich seine Wohnung sah wußte ich, was mit ihm los ist. Gefallen hat er mir ja, doch bei ihm Zuhause hat sich mir plötzlich ein ganz anderes Bild von ihm gezeigt. Wie kann man nur so wohnen, fragte ich mich, so unfertig, so lieblos und ohne jeden Schick?! Ich wußte intuitiv, wie unsere Beziehung laufen würde und habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht wiedersehen will“, erzählt mir eine Freundin.

Wenig Schnickschnack, klare Linien – dennoch einladend. Danke © Nathan Van Egmont für den sensiblen Blick!

Gerade in Online Partnerbörsen wird – Hand aufs Herz – geflunkert was das Zeug hält, um per Klick die Traumfrau zu finden. Der erste Eindruck mag stimmen und das Date läuft wie gewünscht, doch häufig gibt es ein böses Erwachen, wenn die Angebetete seiner Einladung nach Hause folgt.

„Sage mir wie Du wohnst und ich sage Dir, ob aus uns was wird“, könnte eine abgewandelte Lebensweisheit lauten. Dabei geht es hier gar nicht um Geschmacksfragen, denn ob der Stil gefällt oder das Bild über dem Sofa gräßlich ausschaut, ist unwichtig. Mir geht es um die Aussage zwischen den Möbeln und um die Feinheiten: Was strahle ich durch meine Wohnung nach außen und wie kann ich es mir selbst in meinen vier Wänden annehmlich machen?

Sicher gab es noch nie so viele Männer, die allein wohnen. Wer das warme, turbulente Familienheim mit der Single Wohnung tauschen (muss), ist nicht selten überfordert mit der neuen (Wohn)Situation. Auch wenn’s früher nervte – plötzlich fehlt ganz sinnlich die Wärme des lebendigen Haushalts, da dröhnt beim Nachhausekommen die Stille in den Ohren, da siehts am Abend noch immer aus wie am Morgen, als mann das Haus verließ.

Und wer noch keine Partnerin hatte und entscheidet, das von Mama und Papa geschaffene Nest zu verlassen, um sich selbst eins zu bauen, steht oft ratlos da. Welchen Geschmack habe ich ohne aus der Anti-Haltung heraus oder nach Möbelhaus-Trend zu möblieren, und was macht ein Zuhause wohnlich, fragt sich mancher Mann.

Klassisch sozialisiert ist der Mann für den Nestbau zuständig – sprich für das handwerklich-praktische – und die Frau für die Wärme – sprich für Ambiente und Gemütlichkeit. Und manche Männer ahnen nicht, dass ihr laissez-faire Einrichtungs-Stil in Frauen, die nicht gleich in die Mutter-Rolle schlüpfen, einen Fluchtreflex auslöst. Oder sie wissen einfach nicht wie’s besser geht, denn es sich selbst gemütlich zu machen, haben sie nicht gelernt.

Egal, aus welchem Grund es Sie also in eine Junggesellenwohnung verschlagen hat, hier finden Sie Tipps für ein einladendes Zuhause, die in jeden Geldbeutel passen.

Es sich schön machen fängt meist mit Aufräumen an.

  • Alles was auf dem Boden „rum“liegt, in Schränke und Schubladen verstauen. Tische abräumen und sauber wischen. Zeitungen gehören in Zeitungsständer oder Kartons. Geschirr abends abwaschen, in einer sauberen Küche fängt der nächste Tag auch am frühen Morgen gleich besser an, versprochen! Was stört den Blick sonst noch: Verknuffelte Sofakissen aufschütteln, chaotisch zugestellte Ablagen frei räumen, auf Abstand zwischen „abgestellten“ Sachen oder Dekoartikeln achten. Abgeworfene Kleidungsstücke am besten gleich aufhängen oder ordentlich über die Stuhllehne hängen – und vor dem Schlafengehen wegräumen.

Als erstes merkt die (femde) Nase, wenn was nicht stimmt.

  • Nach dem Aufstehen die Wohnung lüften, täglich Müll raustragen, regelmäßig die Bettwäsche wechseln. Ruhig auch mal an den Handtüchern schnuppern, wenn sie müffeln – ab in die Wäsche. Lavendelsäckchen, Kaffepulver oder gut riechende Seife im Schrank lassen Wäsche duften und helfen zudem gegen Mottenbefall.

Wie außen, so innen.

  • Dazu zählt alles, was offensichtlich unfertig oder kaputt Energie abzieht und nervt. Was können Sie selbst reparieren oder zusammen bauen, wobei können Freunde oder Profi-Handwerker helfen? Wer nach zwei Jahren noch immer die Spüle nicht angeschlossen hat zeigt viel über seinen Selbst-Wert: Bin ich es mir wert, dass meine täglichen Verrichtungen leicht von der Hand gehen oder bin ich in der Trotz-Phase stecken geblieben? Gegen wen oder was rebelliere ich und wann bin ich bereit, „die Situation“ als mein Leben zu akzeptieren und das Beste draus zu machen?
  • Kinder, die mit Mama und Papa in verschiedenen Wohnungen leben, entspannen sich bei dem Gedanken, dass auch der Papa klar kommt, wenn sie nicht da sind. Eine aufgeräumte, gut riechende Wohnung wirkt unwillkürlich beruhigend auf unser Nervensystem.

Wohin der Blick fällt

  • Ein gemachtes Bett ist Einladung und Versprechen zugleich. Es sorgt optisch gleich für Ruhe und Ordnung im Schlafzimmer, da das Bett meist einen großen Teil des Raums einnimmt. Und auch allein ist es einfach cooler, abends in ein gemachtes Bett zu hüpfen.
  • Ein Strauß frischer Blumen hebt die Stimmung in jedem Raum. Ob Flur, Wohnzimmer, Küche, Badezimmer – alles ist erlaubt. Regelmäßig das Wasser zu wechseln hält Schittblumen länger frisch und sobald sie beginnen zu verwelken, ab in den Biomüll. Blumen kann man sich auch selbst kaufen, doch wer Besuch erwartet sorgt damit für die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
  • Wer in der Wohnung Wäsche trocknen muss ist vom Leben benachteiligt, ich geb’s zu. Wohin mit dem Wäscheständer ist eine wiederkehrende Herausforderung und eine „echte Lösung“ gibt’s da nicht. Sicher ist jedoch: Beim Chillen will man nicht auf trocknende Wäsche schauen und im Schlafzimmer ist das ein Erotikkiller erster Güte. Ideal ist hier, nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn zu verfahren“ (also tagsüber meinetwegen im Wohnzimmer trocknen und bis zum ins Bett gehen im Schlafzimmer). Doch: Sobald die Wäsche trocken ist, alles abnehmen und wegräumen.
  • „Schön“ wird es auch durch die Beleuchtung. Auf dem Tisch eine Kerze, indirektes oder gebündeltes Licht statt Deckenlampe oder eine Lichterkette sorgen für heimelige Stimmung. Das gilt auch für’s Badezimmer, denn da will eigentlich niemand mehr in grelles Deckenlicht getaucht werden.

Fehlt was, meine Damen, meine Herren? Eindrücke, Anregungen und Hinweise sind herzlich willkommen! 😉

Und wer sich persönliche Impulse für ein ästhetischeres, energetischeres Zuhause wünscht spricht mich gern direkt an 0421 161 69 608

Und überhaupt – welche Zutaten machen ein Zuhause „männlich“ oder „weiblich“, was meint Ihr?

Männliche oder weibliche Note – und warum? Foto © Victor Hughes

Sparsam möbliert – mit männlicher oder weiblicher Handschrift? Danke © Daniil Silantev