Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Heilkraft aus dem Garten

7 Kommentare

Auf dem Weg zum Garten hatte ich letzten Freitag einen kleinen Fahrradunfall. Nichts Schlimmes, doch unglücklich gebremst, dabei das Gleichgewicht verloren und mir arg das rechte Schienbein angestoßen. Das dass ein heftiger Bluterguß würde spürte ich, als ein schmerzhafte Pochen einsetzte und sich ein handtellergroßer grün-roter Fleck abzeichnete.

Im Garten angekommen hab ich mich umgeschaut und gefragt: „Was hilft?“ Als erstes eingefallen ist mir der Spitzwegerich. Weil er doch so schön bei Insektenstichen hilft, das Gift zieht und die Schwellung wegmacht. Und natürlich Beinwell, der mir schon so manches Mal bei Verletzungen an Füßen oder Beinen geholfen hat.

Also pflückte ich eine Handvoll Blätter vom Spitzwegerich und dann noch ordentlich Beinwell. Den Spitzwegerich kaute ich zu einem matschigen Brei, die stacheligen Blätter des Beinwell bearbeitete ich währenddessen auf der Arbeitsplatte mit dem Nudelholz (wer keins hat, eine Flasche tut’s auch).

Den Brei des Spitzwegerich strich ich schön dick auf die Prellung, darüber wickelte ich die nun ebenfalls etwas matschigen Blätter des Beinwell. Dann noch eine Serviette drüber und mit Klebeband befestigt, fertig. Und was soll ich sagen: Der Schmerz war augenblicklich verschwunden und heute – drei Tage später – ist fast nichts mehr zu sehen, die Schwellung hat sich gar nicht erst ausgebildet und geblieben ist nur eine leichte Verfärbung, wie bei einem blauen Fleck eben. Wow!!!

Darum heute ein Loblied auf den Segen dieser beiden Heilkräuter

Spitzwegerich *

Die Heilkraft der drei Wegericharten Breitwegerich, Spitzwegerich und Mittlerer Wegerich ist vielfältig: Schon Plinius erwähnt Wegerichsaft als Hilfe gegen die Folgen des Bisses wilder Tiere (dazu gehören wohl auch Insektenstiche 😉 ) und von Skorpionen. In die Schuhe gelegter Wegerich schützt beim Wandern vor Müdigkeit und heilt so manche Fußkrankheit.

Spitzwegerich wird äußerlich zur Wundbehandlung, innerlich bei Erkrankung der oberen Luftwege, bei Bronchitis und Asthma verwendet. Wohltuend ist auch ein aus Wegerich hergestelltes Augenwasser für ermüdete Augen. Die frischen Blätter können jeden Salat bereichern, gedünstet schmecken sie als Wildgemüse und die Früchte kann man auf ein Butterbrot streuen. Die drei Wegericharten gelten als blutstillend, blutreinigend, entzündungshemmend, wundheilend und harntreibend.

Hildegard von Bingen empfahl Wegerichsaft, um angezauberte Liebe wieder loszuwerden und sich innerlich zu reinigen.

 

 

Beinwell *

Beinwell gehört zu den sieben Pflanzen die, laut Rudolf Steiner, das Wachstum müder Kulturpflanzen im Garten anregen. Die sechs anderen sind Boretsch, Kamille, Brennessel, Schafgarbe, Ringelblume und Löwenzahn. Alles Heilpflanzen, die eh in einen Kräutergarten gehören.

Beinwell wurde schon im Altertum bei Knochenbrüchen verwendet. Der Wurzelstock enthält Gerbstoffe und hat durch seinen hohen Schleimstoffgehalt eine entzündungshemmende, reizlindernde Eigenschaft. Die Wurzel wird im Herbst, wenn sich alle Blätter zurückgezogen haben, ausgegraben und kann bei schlecht heilenden Wunden auch im Mund, z. B. bei entzündetem Zahnfleisch helfen.

Eine lindernde Kompresse die bei Muskelschmerzen hilft, besteht aus 2 Teilen Fett, 1 Teil Gänsefingerkraut und 4 Teilen Beinwellwurzel. Bei Bluterguss und Hautenzündungen empfiehlt der Naturführer für Kinder ** 2 Teile Beinwellwurzel, je 1 Teil Karfoffeln und Sellerie frisch gerieben und als Kompresse aufgelegt.

Ich bin begeistert und komme immer mehr dazu, wie Maria Treben den Garten als Apotheke Gottes ehrfürchtig zu bestaunen.

 

* Dies ist kein medizinischer Artikel, ich berichte hier allein über Erfahrungen, die ich selbst mit Kräutern und Heilpflanzen gemacht habe.

** Ivana Paukertovà. Kräuter und Heilpflanzen – Naturführer für Kinder

7 Kommentare zu “Heilkraft aus dem Garten

  1. Es sind ja meistens Kräuter, die unverdrossen wieder kommen…. Brennessel, Beinwell, Holunder, Giersch, Wegerich. Wolf Dieter Storl hat in einem seiner Bücher über den Beinwell gesagt, es sei nicht nur der inhaltlich messbare Wirkstoff, der so heilend wirkt sondern auch die unbändige Energie und Lebenskraft dieser Kräuter. Ich finde diesen Gedanken sehr schön und so manches Kräutl im Garten schaue ich aus diesem Blickwinkel ganz anders an.

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    • Danke Michaela, das sind ganz wunderbare Eigenschaften der Pflanzen, die Du / die Sie da erwähnen. Unverdrossene und unbändige Lebenskraft und Lebenslust, das gefällt mir sehr – und daran hapert es in unserer so (über)zivilisierten, kultivierten Welt doch sehr.
      Und mir geht es ähnlich, ich betrachte die Pflanzen mittlerweile mit anderem Blick und wenn etwas wuchert frage ich (mich), worauf es wohl hinweisen will.
      Erst letztens lernte ich über das Habichtskraut und seine Wirkkraft für die Augen – jetzt bin ich dankbar für diesen Hinweis, mehr auf meine Augen zu achten, sie nicht zu überlasten, und aucheinen Sud draus zu brauen. Und obwohl ich das Kraut weiterhin minimiere weil es allzu viel Raum einnimmt, geschieht das aus einer anderen, freundlicheren Haltung heraus und ich meine, die Pflanzen spüren das.

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  2. Bin ganz bei Euch. Beinwell ist eine meiner Lieblingsheiler!

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  3. Ja genau! Ich erwähne nochmals Wolf Dieter Storl. Heilpflanzen wachsen dann und dort wo man sie gerade braucht. Auf die Weise hat mich vor Jahren der Beifuß „gefunden“, der mittlerweile munter ums Haus wächst.

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