Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Bildergeschichten, die 9.

Fast genauso … doch niemand da, der hätte ablichten können. Darum Dank an © Luis Del Río Camacho

Nach einer Woche Waldleben bin ich frisch und erholt wieder online. Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, habe ich auf kleinstem Raum ein Lager aufgeschlagen, und nur mit den notwendigsten Sachen im Gepäck eine unbeschreiblich erholsame Zeit erlebt. Während meine Seele jubelt ist mein Geist frisch und mein Körper fühlt sich bis in alle Zellen lebendig.

Anders als sonst habe ich diesmal beim Nachhausekommen nicht gleich umgeräumt, sondern mich ganz still an meinen sieben Sachen erfreut. An den feinen Teeschalen, der duftigen Bettwäsche und am heißen Bad. Die Stille wirkt in mir nach, und ganz intensiv begleiten mich meine Eindrücke der zurückliegenden Zeit. Noch ist mir, als sähe und hörte ich in Doppelbildern: Das, was hier vor mir ist, wird schattengleich von dahinter liegenden Bildern und Klängen überlagert, die sich tief in mich eingegraben haben. All die Nuancen frischen Grüns mit den braunen Schattierungen des Waldbodens, das Bellen der Rehe, das Klopfen des Spechts und die absolute Stille in der Nacht.

Wieder einmal habe ich Raum auf vierlerlei Art erlebt und neu entdeckt. Den Raum in mir, den mich umgebenden Raum, den leeren Raum und den mittels Tarp künstlich geschaffenen Raum. Irgendwann fiel mir eine Passage aus einem Lieblingsbuch von Terence Conran ein: „Traumhäuser sind fast immer geräumig – wirkliche Häuser und Wohnungen dagegen sind oft klein. Ob in der Stadt oder auf dem Land, die meisten Menschen müssen früher oder später ihre Träume auf das Maß der Realität zurechtstutzen und mit weniger zurechtkommen, als sie sich eigentlich gewünscht hätten. Nun müssen Wohnungen mit begrenztem Platz keineswegs ein Negativum sein.“ Terence Conran: Kleine Räume

Ja, das kann ich bestätigen. Wohnqualität hängt nicht von der Größe des Raums ab, sondern von der Lebensqualität, die ein Raum maßgeblich mitbestimmt. Meist sind es einfache, in Form gebrachte Ideen, das bestimmte Quantum Energie und der Grad, wie weit individuelle Vorlieben berücksichtigt wurden. Eine Standardfrage aus meinem Repertore lautet darum: Wie möchten Sie sich in Ihren Räumen fühlen? Gibt der Raum es her, sich zu wandeln? Denn verändern sich die Lebensumstände (Geburt eines Kindes, Einrichten eines HomeOffice, altersgerechte Anpassungen, psychische Befindlichkeiten), verändern sich automatisch die Bedürfnisse, die ein Zuhause befriedigen soll.

So wie in dieser Zeit, in der wir (oft unfreiwillig) in den umbauten Raum verwiesen werden. Einige Menschen mussten leidvoll erfahren, dass die Adresse unter sie wohnen gar kein wirkliches Zuhause ist. Bloss wurde das von gefüllten Terminkalendern, den Anforderungen des Alltags und vom allgemeinen Rauschen überdeckt. Doch auch gut, das überhaupt zu merken – denn nur wer merkt, kann etwas ändern!

Und was soll Ihr Raum Ihnen bringen? Welche Bedürfnisse soll Ihr Zuhause erfüllen? Und wie erleb(t)en Sie Ihre Räume in diesen Tagen? Bietet er das Wohn- und Lebensgefühl, das Sie sich wünschen? Mit gutem Gefühl kann ich sagen, dass ich meine Räume als echtes Zuhause wahrnehme – auch wenn ich demnächst das weiche Bett erneut mit dem Waldboden tausche 💕🌳🌲🍀🥾🌱🌿🍂

 


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Das Leuchten des Raumes

Haben Sie schon einmal beobachtet wie es ist, wenn Sie einen Menschen so anschauen, dass er sich wahrgenommen fühlt? Wie er unter Ihrem Blick regelrecht aufblüht, sich aufrichtet und zu leuchten beginnt?

Stellen Sie sich vor, mit diesem Blick betrachten Sie heute Ihr Zuhause. Was meinen Sie, passiert im Raum, wenn Sie ihn ebenso liebevoll anschauen? Und was, wenn Sie spüren, Sie wohnen da nicht nur, arbeiten da nicht nur – sondern Sie verbringen Ihr Leben in diesen Räumen?

Setzen Sie sich heute doch mal an einen Lieblingsplatz und schauen sich um. Ohne zu bewerten und ohne dem Impuls nachzugeben, jetzt noch irgendwas aufräumen zu müssen. Gönnen Sie sich einige Augenblicke in Stille.

Irgendwann gibt es den Moment, in dem Sie den Raum wirklich erkennen.  Dann öffnet er etwas und gibt Ihnen Gelegenheit, sich durch ihn zu erkennen. Und zwar mit allem, das er in sich birgt und das auch Sie in sich tragen – Möglichkeiten, Begrenzungen, Potenziale.

Zu diesen bewußten Momenten möchte ich Sie heute einladen: Spüren Sie das Leuchten Ihrer Räume und die Dankbarkeit, durch sie genährt zu werden.