Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Mein Angebot umfasst Wohncoaching und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Was Häuser und Schuhe gemeinsam haben

Beim Rausgehen fällt mein Blick auf das pinkfarbene Cover. Ich beginne zu blättern und stolpere über den Begriff „Schuh-Architektur“. Dann begreife ich: Was für gutes Schuhwerk und allgemeines Wohlbefinden gilt, lässt sich hervorragend auf unsere Räume übertragen.

Schuhe

Nach ziemlich detaillierten Ausführungen über Schuhe, Vorlieben und Designer kommt die Autorin im letzten Kapitel auf den Punkt:

  • Das Schuh Institut in Offenbach hat festgestellt, dass 82% der Bevölkerung nicht passende, genau genommen zu große Schuhe trägt. Gefalle ein Schuh, passe aber nicht, so wird gern zu einer Nummer größer gegriffen. Doch ein zu langer Schuh verhindere das perfekte Abrollen und verändere so den Gang. Dies könne zu Krallenzehen führen oder im schlimmsten Fall den Vorfuß versteifen.

Dasselbe gilt für den Raum: In einem zu großen Zuhause fällt es vielen Menschen schwer, ein Gefühl für Geborgenheit und Schutz zu entwickeln. Man kann sich leicht darin verlieren und findet keinen Ankerpunkt.

  • Zu kleine Schuhe stauchen die Zehen, quetschen den Fuß, führen zu Durchblutungsstörungen in den Beinen oder zu Fußdeformationen. Der verkümmerte Fuß verliert seine Funktion als Stoßdämpfer, was wiederum Auswirkungen auf das gesamte Skelett und die Haltung nimmt. Trotzdem hat man festgestellt, dass etwa 10% der Frauen zu kleine Schuhe tragen.

Ein zu kleines Zuhause kann ebenfalls zu einer gestörten Entwicklung führen. Wer sich in spirituellen Wachstumsphasen befindet braucht besonders viel Platz. Dass heute viele Kinder ein eigenes Zimmer haben, während die Eltern sich ein Schlafzimmer teilen ist oft nicht mehr bedarfsgerecht.

  • Sind Schuhe nicht richtig geschnitten erzeugt das Druckstellen. Diese zu ignorieren in der Hoffnung, „man gewöhne sich daran oder der Schuh laufe sich noch ein“, sei ein großer Fehler, konstatiert der befragte Orthopäde.

So verschieden die Menschen, so unterschiedlich die Ansprüche ans Wohnen. Kulturelle wie individuelle Vorlieben bestimmen, ob jemand Altbau, Hochhaus oder Bungalow bevorzugt, lieber in Bauernhaus, Villa oder Kellerwohnung residiert, ob es ein Schloss, Loft, Mansardenzimmer oder Baumhaus sein darf, oder doch eher Wohnwagen, Waldhütte, Zelt oder Jurte in Frage kommen.
Meist spüren Menschen sehr schnell, ob das (neue) Zuhause gefällt oder nicht. Und im Grunde gibt es gar kein „falsches“ Wohnen, denn jede/r findet immer genau die Räume, die anstehende Lebensthemen transportieren. Doch für Räume gilt dasselbe wie für Schuhe: Von Beginn an sollen sie Halt geben und gleichzeitig für ausreichende Bewegungsfreiheit sorgen.

Jurte

Vater Himmel, Mutter Erde. Dazwischen der Mensch. Foto © Angztl

Willst du links etwas verändern, beginne rechts

raten chinesische Weise. Dies läßt sich hervorragend ergänzen durch: Willst du deine Gedanken oder Glaubenssätze ändern, achte auf deine Füße. Wie kann schließlich glaubhaft ein Standpunkt vertreten werden, während jemand auf wackeligen Füßen steht? Wie soll aus weitschweifigen Erläuterungen ein fokussiertes Argument folgen, wenn der Kontakt zum Boden fehlt, weil man irgendwie rumhampelt? Wer kann klar denken, wenn die Füße brennen?

Fazit: Falsches Schuhwerk trifft den ganzen Körper und schmerzende Füße können eine „fatale physische Kettenreaktion“ bewirken. Unvorteilhaft belastete Gelenke und verspannte Muskeln bringen die gesamte Köperhaltung aus der Balance. „Verspannungen, Rücken- und Kopfschmerzen bis hin zu Arthrose“ können die Folge sein. Klingt wie Wahnsinn, oder?
Die Lösung – Aschenputtel sein und nur passende Schuhe kaufen, dazu sooft es geht, barfuß laufen.

Auch Wohnraum muss passen. Zu groß, zu klein, zu eng, zu nah beieinander – alle Einschränkungen können dazu führen, dass ein Mensch sich nicht auf die eigene, rechte Weise entwickeln und entfalten kann.
Die Lösung lautet auch hier: Sooft wie möglich raus gehen. Heute finden Individuationsprozesse vornehmlich in geschlossenen Räumen statt, vom Kindergarten bis ins hohe Alter. Doch egal, ob man sich den Traumraum nun leisten kann oder nicht, draußen spielt das echte Leben. Die Shanti sagen:

At the end of the day
your feed should be dirty
your hair should be messy
and your eyes sparkling.

Dieses Lebensgefühl gibt es nur draußen zu holen.
Der Frühling kommt, die Zeit ist also ganz auf unserer Seite!

hiker celebrating success on top of a mountain in a majestic sunrise

Unvergleichlich: Den Wolken so nah, dabei ganz und gar Mensch sein.

*Nadine Sieger, Shoes – Warum Frauen nicht ohne sie leben können

 

 

 

 

 

 

 

 


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Über das Zuhause

Haus im Schnee

Wohin gehen wir ? Immer nach Hause – Novalis

Architektur ist gefrorene Musik – Peter Zumthor

Unser Haus ist ein Nest in der Welt – Gaston Bachelard

Es ist, ihr möget wollen oder nicht, das Haus der Spiegel eurer selbst – J. Gotthelf

Zeige mir wie du baust und ich sage dir, wer du bist – Christian Morgenstern

Möge nach jedem Gewitter ein Regenbogen über deinem Haus stehen – Irischer Segensspruch

Euer Haus ist euer äußerer Körper – Khalil Gibran

Ein Raum ist die dritte Haut des Menschen – Susanne Berkenkopf

My home is my castle – Sprichwort

Das Haus als Spiegel der Seele – Stefan Brönnle

Es ist eine Kunst, daheim Zuhause zu sein – Alain de Botton

Ein neues Haus, ein neuer Mensch – J.W. v. Goethe

Der Weise erkennt die Welt, ohne das Haus zu verlassen – Chinesisches Sprichwort

Nature is not a place to visit. It is home – Gary Snyder

u. v. m.

Der erste Raum in dem wir leben ist die Gebärmutter. Hirnforscher Gerald Hüther ist der Ansicht, dass wir im Leben immer wieder nach diesem Raum suchen, in dem wir – vorbehaltlos – genährt wurden und wachsen durften. Dieser erste Raum passt sich uns vollkommen an, um uns beizeiten in die Welt zu entlassen. Auf der Erde unternehmen wir dann einiges, um uns Zuhause zu fühlen.

Vermutlich ist jeder Mensch nur bei sich Zuhause. Wer dieses Gefühl in sich nicht spürt wird Schwierigkeiten haben, es woanders zu finden. Doch es gibt Orte, da gelingt es leicht(er), sich zugehörig und als Teil des großen Ganzen zu fühlen. Zum Beispiel in der Natur. Auch der äußere, umgebende Wohn-Raum, die dritte Haut des Menschen, kann helfen, dieses Gefühl zu transportieren, um es zu erfahren, zu durchdringen und schließlich ganz und gar (bei sich) anzukommen.

Ich bin der Raum wo ich bin – Noel Arnaud