Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration


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Symbolisch gedeutet: Wespennest am Haus

Ab und zu kommt es vor, dass sich Zuhause neue Mitbewohner einquartieren, während man im Urlaub entspannte. Gestern erreicht mich die Frage: „Nach der Rückkehr aus dem Urlaub habe ich ein Wespennest im Rolladenkasten festgestellt. Ich tendiere eher dazu es dort zu lassen, denn ich habe gelesen es seien Kraftspender. Was meinen Sie?“

Ähnlich den Bienen bilden Wespen einen Königinnenstaat. Doch sie bauen ihre Nester nicht aus körpereigenem Material sondern raspeln mit ihren scharfen Beisswerkzeugen Fasern von morschem Holz, verspeicheln dies und kleben den entstehenden papierähnlichen Brei zu Waben. Wespen und Hornissen leben nur einen Sommer, sie sterben beim ersten Frost. Nur die Königin überwintert, legt Eier und kümmert sich um die schlüpfenden Maden. Wespen leben von Insekten und zuckerhaltigen, faulenden Früchten. Im Herbst schlüpfen dann neue Königinnen. Gelingt ihnen das winterliche Überleben gründen sie im Frühjahr einen neuen Staat, während die alte Königin in den ersten Frostnächten stirbt. – Klingt wie der Stoff für ein schaurig-schönes Märchen, oder?

Wer Tierbegegnungen als Botschaft der Seele deuten will findet in der Literatur mittlerweile gute Hinweise. Regula Meyer zum Beispiel, die sich mit der Symbolsprache der Tiere gut auskennt, schreibt über Wespen: „Wespen und Hornissen erinnern uns an die Nachlässigkeit. Hatten Sie eine Begegnung mit einer dieser Insekten, sollten Sie wieder vermehrt auf Ihr eigenes Ich achten. Wie schnell ist es doch geschehen, dass wir uns selbst immer wieder vernachlässigen. Seine eigene Persönlichkeit zu vernachlässigen ist nicht empfehlenswert.  … Lassen Sie nicht nach, Sie selbst zu sein, denn dies ist nicht nur Schicksal, sondern es ist Ihre Lebensaufgabe.“

Geomantisch untersucht gehört die Wespe zu den „Strahlensuchern“, das heißt, bestimmte Erdstrahlen sind für sie so lebensnotwendig, wie für uns Menschen das Sonnenlicht. Zu den Strahlensuchern* gehören die meisten Insekten, Katzen, Bienen, Hasen, Hornissen, Eulen, Schlangen, Mücken, Ameisen, Maulwürfe, Schildkröten und Biber. Früher war es gängige Praxis einen Ameisenbau auf den gewünschten Bauplatz zu setzen. Blieben die Ameisen, wurde das als ein Zeichen für erhöhte Strahlung gedeutet, und der Mensch suchte seinen Bauplatz woanders.

In obigem Haus haben sich die Wespen den Norden für ihr Nest gewählt. Der Norden gilt als Inbegriff der Bewegung, hier ist das Element Wasser zuhause. Im Feng Shui wird die Richtung Norden mit dem Lebensweg assoziiert, im Norden kann der Mensch mit den Urkräften in Verbindung treten, wahrhaftig in der Kommunikation sein, in tiefem Vertrauen geborgen und einfühlsam mit allem in Kontakt treten.

Alles zusammen genommen würde ich die übermittelte „Botschaft“ der Wespen so interpretieren: Ein von einer Königin regierter Staat hat sich an einem strahlungsintensiven Ort niedergelassen. Es sind giftproduzierende Insekten, die sich durchaus zu wehren wissen und anders als Bienen oder Hummeln sterben sie nicht an einem Stich, sondern ziehen ihren Stachel wieder heraus. Sie haben sich einen Ort gesucht, an dem die uralten Mächte des Vertrauens, der Kommunikation und der Verbindung mit den Ahnen- und Urkräften wohnen.

Symbolisch übermitteln Wespen etwas zum Thema Nachlässigkeit, vielleicht kam es ja durch nachlässiges Verhalten zu schmerzhaften Erlebnissen? Vielleicht wurden wichtige Bedürfnisse oder die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit vernachlässigt und das hat das Vertrauen in den Lebensweg beeinträchtigt? Dazu kommt, dass sich dieses Nest auf der das männliche Prinzip repräsentierenden „Drachenseite“ befindet (Mehr über das Prinzip der Himmlischen Tiere erfahren). Möglicherweise findet sich hier ein zusätzlicher Hinweis für bisherigen Umgang oder zukünftiges Miteinander.

Die Entscheidung, ob Sie das Nest, das ja nur einen Sommer bewohnt wird, als ungefährlich für sich und Ihre Kinder betrachten oder ob eine Umsiedlung besser wäre, liegt letztlich bei Ihnen – da kann ich Ihnen nicht raten. Angehängt habe ich Auszüge eines Textes vom BUND, der vielleicht als Entscheidungshilfe dienen kann.

Und das sagt der Bund für Naturschutz über Wespen nahe beim Haus

Ohne triftigen Grund dürfen Wespen – wie alle wilden Tiere –  laut Pragraph 39 Absatz 14 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht in ihrer Entwicklung gestört werden (BUND). Bevor Sie ein Wespennest beseitigen lassen, sollten Sie im Sinne des Naturschutzes abwägen, ob es wirklich notwendig ist. Gleiches gilt für ein Bienen- oder Hornissennest.

Hornissen sind laut Bundesartenschutzverordnung sogar noch stärker geschützt als die meisten Wespenarten. Laut Paragraph 10 Absatz 2 der Bundesartenschutzverordnung kann die Zerstörung eines Hornissennestes bis zu 50.000 € Geldstrafe kosten.

Bevor Sie entsprechende Maßnahmen ergreifen, bedenken Sie: Alle hier heimischen Wespenarten stechen nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Richtiges Verhalten in der Nähe eines Nestes verhindert in der Regel Schwierigkeiten mit den Tieren. Der Naturschutzbund NABU empfiehlt eine Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest. Solange Sie die Flugbahn der Wespen nicht versperren, fühlen sich diese auch nicht bedroht.

In einigen Fällen ist es jedoch notwendig, dass Sie ein hausnahes Hornissennest oder Wespennest beseitigen lassen müssen. Grundsätzlich gilt: Nur ein Experte darf entscheiden, ob ein Wespen- oder Hornissennest beseitigt werden darf. Am besten melden Sie sich bei der zuständigen Stadtverwaltung, die Ihnen in der Regel weiterhelfen kann.

Versuchen Sie niemals selbst ein Wespennest zu entfernen! Ohne geeignete Schutzkleidung und ausreichendes Expertenwissen, kann das gefährlich werden und die Strafe dafür teuer sein. Lassen Sie auch die Finger von Wespenschaum. Dieser macht die Tiere aggressiv und lässt sie qualvoll verenden. Von der Nutzung wird daher dringend abgeraten.

Eine sachkundige Vernichtung des Insektenvolkes ist nur in den seltensten Fällen nötig – Umsiedlung sollte stets vor Vernichtung stehen. Umweltschutzorganisationen und Imker bieten die tierfreundliche und oft auch kostengünstigere Alternative an. Dabei werden die Arbeiterinnen mit einem speziellen Sauger eingefangen und das Nest möglichst vorsichtig geborgen. Der neue Standort des Nests muss dann mindestens vier Kilometer entfernt sein.

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P.S. Apropos Erdstrahlen : Auch in der Pflanzenwelt gibt es Strahlensucher und Strahlenflüchter. Vielleicht gedeihen Apfel- oder Pflaumenbaum in Ihrem Garten nicht richtig, weil sie ungünstig stehen? Ein weit gefächertes Thema, das ich in einem der nächsten Blogposts vertiefen werde.