Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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In sieben Tagen ankommen – Tag 4 – Das Wohnzimmer

Ein Wohnzimmer gilt als Ausdruck der Persönlichkeit. Besonders dieser Raum sollte zum Wohlfühlen einladen und die Balance zwischen zur Ruhe kommen und kreativ sein halten. Wer in Gemeinschaft lebt weiß um Momente, in denen Kompromisse das Recht auf freie Persönlichkeitsentwicklung einzuschränken scheinen 🙂 . Dennoch lohnt es sich den Wohnraum so zu gestalten, dass alle sich wohlfühlen. Denn er kann das Zünglein an der Waage für ein harmonisches Miteinader sein.

Ob eher klassische Avantgarde … Foto © Sidekix Media

Per se muss ein Wohnzimmer vielen Ansprüchen genügen: Vor allem in Familien soll sich jedes Mitglied wiederfinden und wohlfühlen, hier werden Freunde empfangen und Partys gefeiert, es wird gespielt, entspannt, fern gesehen, gelesen und vielleicht sogar gegessen. Das heißt, für alles muss es Raum geben und entsprechende Beleuchtung. 

… oder mixed im Loftstil … (Foto © Howie Mapson)

Auf einen Blick – Schnellratgeber für einen Wohnraum zum Wohlfühlen

 Nehmen Sie sich heute wieder etwas Zeit für eine ruhige Betrachtung

  • Leben Sie mit mehreren Menschen zusammen dann schauen Sie, ob es aus Ihrer Sicht eine gute Mischung gibt, in der sich die Neigungen und Interessen aller wiederspiegeln.
  • Gibt es vollgestopfte Ecken, herrscht dauernd Unordnung oder beides?
  • Haben Sie das Gefühl, dass alle Möbel am richtigen Platz stehen oder wäre es an der Zeit, etwas Neues zu probieren?
  • Mit wem in Ihrer Gemeinschaft müssen Sie sprechen, um den Raum wohnlicher, behaglicher, einladender zu gestalten? Worüber gibt es Unstimmigkeiten, welche gemeinsamen Lösungen können Sie finden? Scheint es keine Übereinkunft zu geben, nutzen Sie jetzt die freie Zeit und fertigen Sie eine Collage mit der Überschrift: So sieht mein idealer Wohnraum aus. Vielleicht stellen Sie dann fest, dass Sie gar nicht soweit auseinanderliegen in Ihren Vorstellungen.
  • Achten Sie auf einen guten Chi-Fluss im Raum – ideal ist ein geschützter Sitzplatz an dem Sie nicht im „Durchzug“ zwischen Tür und Fenster sitzen.
  • Worauf fällt ihr Blick beim Betreten des Raums zuerst? Ist es das TV, verspüren Sie vermutlich den Drang ihn sofort einzuschalten, denn große schwarze Löcher ziehen Energie 🙂 . Besser wäre, ihn hinter geschlossene Türen zu befördern. Ideal wäre der erste Blick auf Ihr liebstes Möbel, denn auch hier gilt: „What you see, is what you get“.
  • Achten Sie bei der Deko auf das richtige Maß – erfreuen Sie sich lieber abwechselnd an schönen Gegenständen statt deren Wirkung durch ein Übermaß zu schmälern.
  • Beachten Sie das Gesetz vom Solitär: Es gibt Möbel – dazu gehören Schränke und Sideboards – die müssen allein und klar ausgerichtet stehen, um ihre ganze Wirkung zu entfalten. Gleiches gilt für bestimmte Deko: Es gibt Dinge – dazu gehören kleine Vasen, Teelichter, Figürchen – die können als Ensemble angeordnet werden und beleben durch eventuelle Verschiedenheit in Farbe oder Größe. Gleichzeitig gibt es auch hier Stücke die wollen und müssen allein stehen, um ihre ganze Wirkung zu entfalten.
  • Entwickeln Sie Mut zur Lücke und probieren aus, ob sich etwas als Solitär im Raum behaupten kann oder ob es Gesellschaft braucht, sich zu entfalten.
  • Vielleicht können Sie dieses Vorgehen übertragen, wenn der Wohnraum von vielen genutzt wird und Sie sich partout nicht einigen können: Schaffen Sie Inseln im Raum. Losen Sie, wer die  „Herrschaft“ über bestimmte Bereiche übernimmt und das Arrangement für den Esstisch, die Sofa- oder Leseecke, die Bilderauswahl bestimmt. Vielleicht gibt es zuerst ein kunterbuntes Durcheinander – vielleicht auch nicht. Wenn Sie das „aushalten“, bekommen Sie Gelegenheit, noch besser kennenzulernen wie Ihre Mitbewohner-innen sich im Raum ausdrücken. Es macht doch gar nichts, mal vier Wochen so probezuwohnen und später gemeinsam festzustellen: So geht es nicht. Wenn Sie in der Auseinandersetzung sachlich bleiben, wird sich daraus mit Sicherheit ein großer Gewinn für die Gemeinschaft entwickeln. Wenn nicht, fragen Sie mich gemeinsam um Rat.

Bei meinen Beratungen erlebe ich öfter, dass an einem gewissen Punkt des Gesprächs Männer sich mit der Aussage: „Ich wohne auch hier,“ zur Wort melden. Auch wenn wir täglich über Gleichberechtigung diskutieren – stillschweigend gilt die Frau noch immer als Bestimmerin bei der Einrichtung in den vier Wänden. Wie ist es bei Ihnen? Wer setzt sich durch, wer bestimmt?

Ob klassisch oder modern, der Wohnraum vermittelt auf den ersten Blick ein Gefühl für die Persönlichkeit(en). Schauen Sie selbst

… sage mir wie Du wohnst … (Foto © Paige Cody)

… und ich sage Dir … (Foto © Roberto Nickson)

… wer Du bist. (Foto © Fotolia)

Und morgen geht es weiter mit einem Blick ins Schlafzimmer. Wieder wird es Tipps geben – für guten Schlaf wie für anregende Begegnungen zu zweit.