Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Weisheit im Tun – Das Element Metall

Buchstabiere Herbst und was kommt raus? METALL.

Fortsetzung der fünfteiligen Reihe
Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist.
Teil 4 – Das Element Metall

Die Natur zeigt uns grad, wie’s geht. Standen die Bäumen vor kurzem noch in prächtigem Grün verschiendenster Nuancen, wird nun regelrecht in Farben geschwelgt. Von üppigem Rot, zu leuchtendem Pink, hier warmes Gelb, dort sanftestes Braun – vor allem im Wald werden wir Zeuge einer Vielfalt an Farbe.

Doch das ist auch die Zeit des Abschiednehmens, denn der Rückzug hat schon begonnen. Wennn das Blätterkleid nicht länger die Äste der Bäume verhüllt stehen sie nackt, zeigen sich in wahrer Gestalt und neuer Schönheit. Prächtig stehen sie da, aufrecht vor himmlischer Kulisse. Nur die Blätter auf dem Boden erinnern dann noch an farbenfrohe Zeiten.

Das Sinnbild für diesen Prozess findet sich im Element Metall. Es reduziert sich selbst auf das Wesentliche und hat dabei alles geistig durchdrungen. Das ist das Besondere. Klar liegt auch Melancholie in der Luft, doch die Essenz der Zeit ist Klarheit, So-Sein und aufrechte Präsenz. Wenn alle Hüllen fallen zeig ich, wer ich wirklich bin. Spricht der Baum und tritt aus dem Nebel hervor.

Darum gilt ein Zen-Garten als Sinnbild für das Element Metall: Das menschliche Bewußtsein hat natürliche Prozesse durchdrungen, sie verinnerlicht und sich ganz mit ihnen vereinigt. Ist vorgedrungen zur Essenz und braucht darum keine Ablenkung mehr. Hat Reinheit und das Wesentliche in sich entdeckt. Schwelgt nun im Purismus, still und feierlich.
Der Zen Garten, in dem keine Anordnung zufällig ist, verleiht solcherart Harmonie ihren Ausdruck.

Weitere Assoziationen zum Element Metall

Richtungen: Westen und Nordwesten
Jahreszeit: Herbst
Tageszeit: Nachmittag
Temperatur: kühl, kalt, trocken
Geschmack: scharf
Form: rund
Bewegungsrichtung: nach innen
Farben: weiß, helles grau, metallic ( gold, silber, kupfer, titan )
Besondere Eigenschaft: leitfähig  (= empfangen + weitergeben )
Weitere Assoziationen: Verstand, Bewusstsein,  Ästhetik, Feingeist, Entschlossenheit, Zentrierung, Gerechtigkeitssinn, Schönheit, Reinheit, Organisationstalent, Führungskraft, Disziplin, Hang zur Perfektion, Stille, Melancholie (auch Trauer und Kummer), Kunst, Meditation, Rückzug. Essenz.

Für Raum und Körper heißt das: Jetzt nochmal ordentlich feiern, Freunde einladen, schmausen, in den Farben schwelgen, die Naturgeister beschenken und Dank sagen. Und dann putzen und aufräumen, Körper, Geist und Schreibtisch, zum Beispiel. Angefangenes abschließen, Papierstapel sortieren, Überflüssiges wegwerfen. Alles loslassen, was nicht mehr dazu gehört. Auch das ist Weisheit im Tun 😉  und eine gute Vorbereitung auf die stillen Tage und langen Nächte die nun Einzug halten.

Teil 1 – Frühling heißt vorwärts
Teil 2 – Erde, die Vermittlerin mit dem kühlen Kopf
Teil 3 – Sommer, Sonne, Feuerkraft

 

 

 

 

 


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Drei Feng Shui Tipps für schöner Wohnen

Meist genügt ein Blick: Gefällt oder gefällt nicht. Fühl mich wohl oder unwohl. Dieses Signal wird  augenblicklich (!) beim Betreten von Räumen gesendet und besonders spannend ist der erste Eindruck. Wer sich wohl(er) fühlen oder seine Gäste beeindrucken will (ohne zu renovieren) findet hier drei einfache Tipps, die wahre Wunder bewirken:

1. Jedem Möbel seine Aura.

Achte beim Zusammenstellen auch auf die Zwischenräume.
Nicht nur das Offensichtliche strahlt, auch das „Dazwischen“ hat es in sich.
Ein Grund, warum Möbel nicht gern „in den Ecken“ stehen, da gibt’s nämlich keinen Platz zur Entfaltung (Ausnahme: Einbauschränke).

Jedem Möbel seine Aura

Im Zwischenraum kann sich das Feine entfalten

2. Flächen lieben Freiraum.

Das Zauberwort unserer Zeit lautet „Leere“. Wir alle haben soviel (materielles) Zeug angehäuft, dass es selten freie Flächen gibt. Kaum ein Sidebord, Schrank oder Regal auf dem nichts steht. Zuerst vielleicht Deko, doch irgendwann wird die Oberfläche zur Ablagefläche. Leere scheint schwer auszuhalten. Doch sie lohnt sich!
Und wer vorher weiß, er schafft’s nicht, der sollte gleich zum geschlossenen Schrank greifen. Unordnung die im Regal herrscht potenziert sich im ganzen Raum.

Flächen lieben Freiraum

Flächen lieben Freiraum

3. Farbe liebt Wirkung.

Farbe wirkt auf Gemüt und Seele. Welche Farbe im Raum geeignet ist hängt davon ab, wie er genutzt und welche Wirkung erzielt werden soll. Es gibt superschöne, warmfühlige Räume die ganz in Weiß gehalten sind. Es gibt farbige Räume in denen das Gemüt beginnt zu frieren. Spielen die gewählten Farben mit – oder gegeneinander? Mancher Kontrast wirkt belebend, ein anderer unruhig. Wieviele Farben kann ein Raum aushalten?

Farbe liebt Wirkung

Farben die sich gegenseitig zum Strahlen bringen

Mein Feng Shui Tipp: Deko sorgt für ansprechende Stimmung – doch wie immer gilt: Weniger ist mehr. Ein Hoch auf den Zwischenraum. Möge sich das Feine fein entfalten.


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Was tun, wenn … Feng Shui Rat für kleine Gärten

Was tun wenn … der Garten sehr klein ist?

Kleiner Feng Shui Garten zum Wohlfühlen

Mein Tipp: Legen Sie zuerst eine Checkliste an, um herauszufinden, wofür Sie den Garten nutzen möchten. Soll Ihr Garten

  • eine Oase der Entspannung sein
  • ein Treffpunkt für Freunde und zum Feiern werden
  • eigenes Obst und Gemüse liefern
  • ein Abenteuerspielplatz für Groß und Klein sein
  • eine Augenweide darstellen, um müde Augen von der Bildschirmarbeit zu erfrischen
  • oder … ?

Welche Gestaltungselemente wollen Sie unbedingt einsetzen? Was sehen Sie bereits vor Ihrem inneren Auge

  • üppgie, farbenfrohe Blumenbeete
  • Bohnen, Tomaten, Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln – bereit zur Ernte
  • eine Kräuterspirale, die sinnlichen Duft verströmt
  • einen Naturrasen, der Schmetterlinge und Bienen anlockt
  • einen (gepflasterten / überdachten) Sitzplatz für jedes Wetter
  • unter Bäumen ein lauschiges Plätzchen für die Hängematte
  •  Sie und ihre Liebsten in der Hollywoodschaukel
  • oder eine Schaukel auf der Sie sich nachts emporschwingen, um dem Mond näher zu sein
  • verwunschene Plätze, die schattig und kühl gelegen, erst entdeckt werden möchten
  • plätscherndes Wasser eines Gartenteichs mit Wasserspiel oder einen Quellstein, an dem Sie im Hochsommer Ihre heißen Füße kühlen können
  • oder … ?

Und was brauchen Sie, mal ganz pragmatisch gedacht?

  • Geräteschuppen
  • Kompost
  • Wäschespinne
  • Spielgeräte
  • Platz für Mülleimer
  • und … ?

Nun kommt der schwerste, dennoch wichtigste Part: Setzen Sie Prioritäten, denn ein kleiner Garten kann nicht alle Wünsche erfüllen. Doch durch ein paar Feng Shui Tricks, kombiniert mit geschickter Planung und sorgfältiger Material- und Pflanzenwahl lassen sich auch kleine Gärten optimal nutzen.

Gartenelfe

  1.  Schaffen Sie Sichtachsen und Duchblicke. Lassen Sie Ihr Auge entlang einer Linie ungehindert schweifen und platzieren Sie am Ende dieser Linie einen Blickfang. Das kann eine Solitärpflanze, eine Statue oder eine Rosenkugel sein. Gestalten Sie dann die Randbereiche entlang dieser Linie abwechslungsreich und spannend zum Beispiel durch Pflanzen, die über den Wegrand lugen oder durch einen inszenierten Durchblick. So hangelt sich das Auge von Aufmerksamkeitspunkt zu Aufmerksamkeitspunkt bis es am Blickfang anlangt. Durch dieses intensive, weil überraschende Erleben scheint der Garten weiträumiger, auch, weil es (scheinbar) mehr zu sehen gibt.
  2. Vermeiden sie schnurgerade Wege und rechteckige Beete, denn je gerader der Weg, desto schneller das Tempo. Das kann jede/r auf der Autobahn nachfühlen. Auf Landstraßen verringert sich das Tempo automatisch und so sollte es auch in ihrem Garten geschehen. Verlegen Sie den Weg organisch geschwungen und Sie werden spüren: Wenn Sie einen kleinen Raum in mehr Zeiteinheiten durchqueren fühlt er sich größer an.
  3. Nutzen Sie Farbeffekte. Beobachten Sie doch mal, dass Gegenstände weiter weg verblassen, während alles in der Nähe sehr farbintensiv wirkt. Diesen Effekt können Sie in der Gartengestaltung nutzen, indem Sie zum Beispiel an der vom Sitzplatz am weitest entfernten Stelle Pflanzen mit hellen Blütenfarben setzen. Auch mit Pflanzen, deren Blätter hell, silbrig oder weiß-grün gemustert sind, erzielen diesen Eindruck. Zu den Stauden mit hellen Blüten gehören : Schneeglöckchen, Krokus, Christrose, Gänsekresse, Tulpen, Akelei, Pfingstrose, Astilbe, Herbstanemone, Silberkerze oder Herbstaster.
  4. Weniger ist mehr. Beschränken Sie sich auf auf wenige Grundfarben bei der Pflanzenwahl. Zwei bis drei Farben sollten reichen, das beruhigt und sorgt für Weite.
  5. Behalten Sie die minimalische Gestaltung bei der Wahl der Bodenbeläge bei und vermeiden Sie ein zu großes Durcheinander an Material- und Farbmixen. Ein kleiner Garten kann das nicht auffangen und wirkt schnell zerstückelt und kleinteilig. Großformatige Natursteinplatten und einfarbiger Kies sind Katzenkopfpflaster, bunten Flusskieseln oder im Fischgrätverband verlegten Wegen in jedem Fall vorzuziehen.

P.S. Ihr Garten birgt mehrere Herausforderungen? Dann lesen Sie hier weiter und lassen sich inspirieren
https://laimperialfeng.wordpress.com/2014/05/19/projekt-kleiner-garten/