Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Mein Angebot umfasst Wohncoaching und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Räume, die Sehnsucht stillen

In der letzten Woche habe ich unter einigen meiner Klienten und Klientinnen eine kleine Umfrage gemacht: Wie muss für Sie / für Dich der Raum sein, der Sehnsucht stillt?

„Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht.“ Bettina von Arnim *

Die Antworten waren sehr persönlich und abgesehen von individuellen Geschmacksvorlieben kristallisierte sich etwas Gemeinsames heraus, das er „können“ soll :

  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll dabei unterstützen, zu sich und zu anderen einen echten Kontakt herzustellen und in Ver-bindung zu gehen.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll Zugehörigkeit ausstrahlen und das Vertrauen nähren : ich darf sein und leben wie ich bin.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll die Tür zur Eigenmacht öffnen : Ich darf den Raum kreieren und ganz einnehmen.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll an das größere Ganze erinnern. Egal ob Wohn- oder Arbeitsraum, dieser Raum soll ausstrahlen, dass es sich um einen Raum im viel größeren Raum handelt – das er Teil der Umwelt und sogar des Weltalls ist.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll daran erinnern, dass wir Menschen ein Teil der Erde sind und neben dem zuhause Zuhause auch ein Zuhause auf der Erde haben.

Mich haben diese Antworten sehr berührt.

Immer mehr wächst in meiner Beratung der Anteil, gemeinsam zu ergründen, was sich hinter einem offensichtlichen Anliegen verbirgt. Das tolle am Feng Shui ist, wer sich Gesundheit, Reichtum, Partnerschaft oder Selbstverwirklichung wünscht, kann über Raumgestaltung einen nachhaltigen, wirksamen Impuls dazu geben. Einfluss über den Raum kann manifestieren, dass die Vergangenheit nicht länger die Zukunkft vorher bestimmt.

Ein solcherart gestalteter Raum soll innere Prozesse tragen, damit aus dem Gefühl der Ohnmacht die Kraft wachsen kann, in die Eigenmacht des erwachsenen, reifen Menschen zu wechseln. Oder jemand hat genug davon, sich von der Illusion einlullen zu lassen : was ich nicht sehe, wirkt nicht. Oder es treibt die tiefe Sehnsucht, sich zu endlich zu verkörpern, sich zu verbinden, sich vom Gegenüber gefühlt zu fühlen. Endlich gesehen werden bedeutet : ich komme ein Stück nach Hause.

Ein Raum der Sehnsucht stillt ist es allemal wert, sich auf den Weg dorthin zu machen.

Ich möchte nun auch Dich / Sie einladen, sich in diesem Raum umzuschauen und fragen : Wie sieht der Raum aus, der Deine Sehnsucht stillt? Ich freue mich auf Anworten, gern persönlich über das Kontaktformular oder lesbar für alle als Kommentar.

* das Foto ist aus meinem Bildarchiv und ich finde kein © – wer es für sich erhebt gern melden!


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Warum, warum, warum? Drei Antworten auf Feng Shui Behauptungen

Gestern las ich einen interessanten Artikel über den Unterschied zwischen Behauptung und Begründung. Eines der Felder, die mir dabei sofort einfielen, ist das Feng Shui.

In vielen Abhandlungen über Haus und Hof reiht sich These an These, doch Begründungen für Aussagen und Empfehlungen werden selten geliefert. Dass das eher Furcht auslöst als in die Eigenmacht zu führen, ist nur verständlich. Die drei folgenden Beispiele mögen das verdeutlichen.

Nicht nur die Farbe, auch die erhöhte Schwelle hat in China Bedeutung. © Susanne Berkenkopf

Eine Eingangstür sollte niemals im Nordosten liegen.

Warum?

Der Nordosten gilt im Feng Shui als eines der sogenannten Ghost Gates, das heißt wir haben gelernt, dass hierüber „Geisterenergie“ ins Haus gelangt. Gehen wir davon aus, dass die Lehre mindestens 3.000 Jahre alt ist und die unsichtbare Welt damals nur mit Hilfe der Schamanen befriedet werden konnte, ein durchaus verständliches Tabu.

Heute gibt es jedoch viele Menschen, die sich ihrer spirituellen Seite zuwenden, und hilfreiches Wissen für ihr tägliches Leben darüber beziehen. Immer mehr entwickeln wir uns in die Eigenverantwortung und Selbstermächtigung, sprechen direkt mit Gott, unseren Ahnen oder werfen Orakel, die wir uns alleine deuten.

Eine Eingangstür im Nordosten kann also darauf hinweisen, dass Menschen bereit sind

  • sich ihrer spirituellen Seite zuzuwenden
  • sich der Zwischenräume sichtbarer – unsichtbarer Sphären gewahr zu werden
  • sich ihren Schattenanteilen zuzuwenden, um sie zu integrieren.

Interpretationen, die eine Tür im Nordosten per se mit Angst belegen, festigen das Tabu alter Zeit, statt die Bewohner hilfreich über die Schwelle zu führen.

Wenn sich ein Haus nicht verkauft, tun Sie folgendes …

„… legen Sie ein Stück Metall, etwas Gartenerde und ein Stück Holzfussleiste in einen roten Umschlag und werfen Sie das in ein fließendes Gewässer …“ (gelesen in dem Buch: Feng Shui von Gil Hale)

Warum?

Da muss ich selber passen, keine Ahnung!

Für Immobilien, die sich nicht verkaufen lassen, muss man schon etwas tiefer in die „Trickkiste“ greifen. Auf energetischer Ebene gibt es entweder eine sehr enge Verbindung zu einem der Besitzenden, es gibt unerlöste Themen, die mit dem Eigentum in Resonanz stehen oder eine unbewusste Absicht, die den Verkauf – und damit das Neue – blockiert.

In meiner Ausbildung und in Beratungen haben wir dieses Vorkommnis intensiv erforscht und Lösungen sind dabei immer ganz individell. Einen Hinweis wie oben finde ich albern und unseriös. In tiefster Essenz ist auch Feng Shui ein Handwerk – doch Sie wissen ja, gute Handwerker sind Gold wert!

Singles, die sich einen Partner wünschen, sollten niemals in einem Einzelbett schlafen.

Warum?

Der dahinter steckende Gedanke geht davon aus, dass symbolisch gar kein Platz für einen neue Partnerschaft ist und sich somit auch niemand findet.

In Beratungen habe ich oft gesehen, dass Menschen allein in Doppelbetten der Größe 2 x 90 cm schlafen, um ja genügend Symbolkraft auszusenden. Was passiert ist, dass sie abends mit traurigem Blick und dem Gefühl der Leere ins Bett steigen und morgens mit genau dem Gefühl und dem Blick auf das kalte, unberührte Bett aufwachen. Sehnsucht, Trauer, Mangel breiten sich aus.

Zudem ist heute längst nicht mehr üblich, dass Paare ein Schlafzimmer teilen. Manche Menschen finden es gesünder – für das Selbst und die Partnerschaft – in getrennten Zimmern zu schlafen. Und darum vielleicht genau das Mittel, das Lust macht, sich wieder zu nähern, intime Gespräche und Nähe zu suchen, die durch Gewohnheit und Gewöhnung längst erloschen sind.

Für eine neue Partnerschaft ist die innere Bereitschaft mindestens so wichtig, wie die Symbole nach außen. Wer aus sich selbst in das Gefühl der Fülle gelangt und sie lebt, ist ein attraktiver Mensch, dessen Nähe von anderen gesucht und genossen wird. Und dann gibt es plötzlich 90 cm mehr Platz im Raum, mehr Offenheit und die Möglichkeit, sich mit sich selbst zu versöhnen und sich genug zu sein. Abends eine Runde Dankbarkeit auf einem schönen Teppich vor dem Bett und morgens nach dem Aufwachen in den Tag tanzen – wer kann solcher Ausstrahlung schon widerstehen?!

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Ausführung Ihr begründetes Interesse fand und ein Funken Begeisterung beim Lesen mitschwang!

Das Buch kenne ich zwar nicht, doch der Titel passt so schön. Danke © Alisa Anton