La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


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Drei Feng Shui Tipps für schöner Wohnen

Meist genügt ein Blick: Gefällt oder gefällt nicht. Fühl mich wohl oder unwohl. Dieses Signal wird  augenblicklich (!) beim Betreten von Räumen gesendet und besonders spannend ist der erste Eindruck. Wer sich wohl(er) fühlen oder seine Gäste beeindrucken will (ohne zu renovieren) findet hier drei einfache Tipps, die wahre Wunder bewirken:

1. Jedem Möbel seine Aura.

Achte beim Zusammenstellen auch auf die Zwischenräume.
Nicht nur das Offensichtliche strahlt, auch das „Dazwischen“ hat es in sich.
Ein Grund, warum Möbel nicht gern „in den Ecken“ stehen, da gibt’s nämlich keinen Platz zur Entfaltung (Ausnahme: Einbauschränke).

Jedem Möbel seine Aura

Im Zwischenraum kann sich das Feine entfalten

2. Flächen lieben Freiraum.

Das Zauberwort unserer Zeit lautet „Leere“. Wir alle haben soviel (materielles) Zeug angehäuft, dass es selten freie Flächen gibt. Kaum ein Sidebord, Schrank oder Regal auf dem nichts steht. Zuerst vielleicht Deko, doch irgendwann wird die Oberfläche zur Ablagefläche. Leere scheint schwer auszuhalten. Doch sie lohnt sich!
Und wer vorher weiß, er schafft’s nicht, der sollte gleich zum geschlossenen Schrank greifen. Unordnung die im Regal herrscht potenziert sich im ganzen Raum.

Flächen lieben Freiraum

Flächen lieben Freiraum

3. Farbe liebt Wirkung.

Farbe wirkt auf Gemüt und Seele. Welche Farbe im Raum geeignet ist hängt davon ab, wie er genutzt und welche Wirkung erzielt werden soll. Es gibt superschöne, warmfühlige Räume die ganz in Weiß gehalten sind. Es gibt farbige Räume in denen das Gemüt beginnt zu frieren. Spielen die gewählten Farben mit – oder gegeneinander? Mancher Kontrast wirkt belebend, ein anderer unruhig. Wieviele Farben kann ein Raum aushalten?

Farbe liebt Wirkung

Farben die sich gegenseitig zum Strahlen bringen

Mein Feng Shui Tipp: Deko sorgt für ansprechende Stimmung – doch wie immer gilt: Weniger ist mehr. Ein Hoch auf den Zwischenraum. Möge sich das Feine fein entfalten.


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Vor der Fülle kommt die Leere

Manchmal, wenn etwas so gar nicht klappen will könnte es daran liegen, dass das rechte Maß noch nicht gefunden wurde.

Was du verkleinern willst,
mußt du erst strecken;
was du schwächen willst,
mußt du erst stärken;
was du aufgeben willst,
mußt du erst aufbauen;
wo du nehmen willst,
mußt du erst geben;
das nennt man klares Erkennen:
das Weiche und Schwache
wird das Harte und Starke besiegen.

Ein Fisch darf das tiefe Wasser nicht verlassen,
und ein Land darf seine Waffen nicht zur Schau stellen.

Lao Tse. Tao-Te-King Vers 36

goldene Mitte


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Die Sieben Sachen

Das Geheimnis der Ruhe - die Leere

Das Geheimnis der Ruhe – die Leere

Vor kurzem las ich, dass jeder Mensch etwa 10.000 Dinge besitzt. Zuerst fiel mir das Tao-Te-King ein, da ist ja viel von den zehntausend Dingen die Rede. Dann dachte ich: Wow, ganz schön viel. Und sah mich erst mal um. Na ja, mit meiner Knopfsammlung könnte ich es tatsächlich auf geschätzte 10.000 bringen.

Dann begann ich zu rechnen: Ein Tag hat 24 Stunden und damit 86.400 Sekunden. Wenn ich meine 10.000 Dinge täglich nur 1 Sekunde in die Hand nähme –  weil ich sie besitze bin ich ja verantwortlich und sie wollen gesehen, benutzt, gereinigt, repariert werden – bräuchte ich dafür fast 3 Stunden. Eindeutig zuviel. Soviel Zeit mag ich ihnen nicht widmen. Was tun?

Na, da rate ich mir als Feng Shui Beraterin heute doch mal selbst: Was sind echte Lieblingssachen und was würde ich auf eine Reise mitnehmen? Sieben Sachen mehr behalte ich. Alles andere gebe ich weg und dann – Bahn frei für wundervolle neue Möglichkeiten.

 


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Gartenimpressionen und Gartenkunst

Mit Feng Shui im chinesischen Garten zur Ruhe kommen„Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem du einen Garten anlegst“, sagt man in China.

Nun steht der Frühling vor der Tür und es ist soweit – die Pläne des Winters können  in die Tat umgesetzt werden. Dazu heute ein paar Anregungen aus der chinesischen Gartenkunst.

Die uralte Idee über das nie endende Zusammenspiel der zueinander strebenden, gegensätzlichen Kräfte ist das Herzstück beim Anlegen eines chinesischen Gartens. Man kombiniert das Prinzip der Weiblichkeit mit dem Prinzip der Männlichkeit, verbindet die Dunkelheit mit dem Licht, das Harte mit dem Weichen, das Gerade mit dem Geschwungenen. Auf diese Weise wird Symmetrie vermieden und es kommt keine Langeweile auf, denn der Garten erhält einen Rhythmus, einen Puls. Ideal ist es, wenn das künstlich geschaffene Landschaftsbild das Große der umliegenden Landschaft enthält und Nuancen davon aufgreift.

Je kleiner der verfügbare Raum, desto ausgeprägter sollte die Kunst der Andeutung sein. Überhaupt kann man einen Garten komponieren wie ein Gedicht oder eine Geschichte. So gesehen wird ein Prolog inszeniert, ein Hauptthema wechselt mit nebensächlichen Episoden und findet schließlich einen sanften Ausklang. Ein gelungener chinesischer Garten enthält wie alle zauberhaften Gedichte nur Andeutungen und bietet immer wieder Raum für Überraschungen. Er formt sich zu einem großen Teil in der Phantasie und berherzigt die Kunst, durch Leere Fülle zu erfahren.

Die räumliche Aufteilung eines chinesischen Garten folgt dabei den Prinzipien einer horizontalen Bilderrolle, die abgewickelt wird und die Grenze der Zeit und des Ortes übewindet. Die alten Gärten der chinesischen Intelligenz, angelegt in Zeiten politischer Repressionen, sollten ihnen Erleichterung und seelisches Gleichgewicht verschaffen. Hier zeigten die Schöpfer nicht nur ihre Emotionen, sondern auch die Tiefe ihres Bildungsstandes. Die Rückkehr zur Natur wurde zum Teil des Lebensstils. In heutigen Zeiten des Rushes, der Burn-Outs und oft gefühlten Sinnlosigkeit sicher eine gute Idee, die sich aufzugreifen lohnt.

„Sie stehen auf einer hohen Terrasse und sehen sich in der Runde um, verneigen sich im leeren Raum, um den Mond zu begrüßen.“ Ji Cheng