Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Leben auf kleinem Raum – Tipps für den neuen Luxus

Auf die Frage „Was ist der größte Luxus unserer Zeit?“, bekomme ich immer öfter die Antwort „Zeit und Raum.“ Dabei leben wir nicht mal in Metropolen wie London, New York oder Tokio, in denen immer weniger Menschen bezahlbaren Raum finden. In allen dicht besiedelten Gebieten, das ist absehbar, wird Raum zum Luxus.

Kleine Räume lieben „Weniger ist mehr“!

Natürlich läßt sich die Qualität eines Zuhauses – sprich der Wohlfühlfaktor – nicht an der Größe fest machen. Entscheidend ist aus meiner Sicht der Grad an individuellem Freiraum, den ein Zuhause bietet. Bleibt die Frage, was man von seinem Zuhause erwartet und was man tun kann, selbst auf kleinstem Raum ein Gefühl von Geräumigkeit herzustellen.

Durch geschicktes Aufteilen und Anordnen können Sie den verfügbaren Platz effizient(er) nutzen und ein Flair von Großzügigkeit schaffen. In Zeitschriften abgebildete Wohn(t)räume machen es vor, dort scheinen selbst Mini-Appartments riesig. Was ist das Geheimnis?

Je weniger Ablenkung, desto ruhiger und großzügiger wirkt ein Raum. Dies gelingt durch

  • einheitliche Wandfarbe mit minimalen, farbigen Akzenten
  • Sichtachsen, um nicht mit einem Blick alles zu überschauen
  • einen einheitlichen Fußbodenbelag für alle Räume
  • freien Raum auf dem Fußboden
  • wenig optische Ablenkung (Flächen und Borde freihalten)
  • wenige, dafür ausgewählte Accessoires als „Hingucker“
  • geschlossene, vorzugsweise eingebaute Schränke (diese Investition lohnt sich für Eigentum)
  • geordnete Regale mit zum Teil (fast) leeren Fächern
  • wenig Wandschmuck, wobei ein überdimensional großes Bild mehr hermacht, als viel „klein-klein“
  • einfarbige, einheitliche Bettwäsche
  • gute (auch indirekte) Beleuchtung
  • optische Überraschungen und theatralische Inszenierungen
  • Kombination des Gewöhnlichen mit dem Ungewöhnlichen
  • Einbeziehen des Flurs als Wohnraum
  • …  und
  • Ordnung, Ordnung, Ordnung!

Der Architekt Le Corbusier betrachtete Wohnen radikal und stellte fest: „Die Aufteilung der Wohnhäuser berücksichtigt den Menschen nicht, sondern ist eigentlich nur als Lagerraum für Möbel konzipiert.“ – Das ist mal eine scharfkantige Aussage, oder?! – Sein Rat lautet: „Wählen Sie eine Wohnung, die eine Nummer kleiner ist als die, an die Ihre Eltern gewöhnt waren. Und behalten Sie in Ihrem Handeln, Ihrer Haushaltsführung und Ihrem Denken den Bezug zur Wirtschaftlichkeit.“

Und der Designer Terence Conran ergänzt: Kleine Räume bringen „uns dazu, Besitz kritisch zu betrachten und nur Dinge anzuschaffen oder zu behalten, die zweckmäßig sind oder das Leben wirklich emotional bereichern. Vor allem aber sind gelungen gestaltete Räume … die raffinierte Essenz dessen, was wirklich Funktion und Bedeutung hat.“

In einer Zeit, in der wir Minimalismus wieder groß schreiben, tatsächlich großartige Tipps oder was meinen Sie?