Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration


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Sommer – Sonne – Feuerkraft

Wer sein Leben trist und langweilig empfindet oder sich für nichts begeistern kann, wo wenig anregende Gedanken den Alltag erhellen und Lachen, Erotik oder Lebensfreude fehlen – da kann nur das Element Feuer neue Impulse und Inspiration bringen.

Fortsetzung der fünfteiligen Reihe – Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist.
Teil 3 – Das Element Feuer

Im Zeichen von Leidenschaft und Liebe

Feuer ist die wärmende dynamische Kraft, die Ausstrahlung und Leuchten ins Leben zaubert. Feuer wirkt anregend und lädt ein, aktiv zu werden. Es ist das Element, das die Dinge beleuchtet, damit wir klar sehen können, doch ähnlich der Sonne wird eher die Oberfläche erhellt und Prozesse werden nicht unbedingt in ganzer Tiefe durchdrungen.

Dabei braucht geistige Erkenntnis den Impuls des Feuers und weil es die Macht hat, Stoffe komplett zu wandeln (aus Holz wird Asche, aus Erz wird Schmuck) ist auch die Transformation eine wesentliche Eigenschaft dieses Elements.

Die Sonne kennzeichnet das Yang, Kerze und Glut repräsentieren das Yin dieses Elementes. Wer sich vorstellt, dass nichts der Sonne etwas anhaben kann und sie dabei nicht mal auf Nahrung (des fördernden Elementezyklus) angewiesen ist kann nachvollziehen, welche Urkraft Menschen, die im Zeichen des Yang Feuer geboren sind, in sich tragen.

Ganz anders dagegen können im Zeichen des Yin-Feuer Geborene die Welt erleben. Denn wie kein anderes Element kann dieses durch zuviel Erde oder Wasser komplett ausgelöscht werden – vielleicht ein Grund, warum Yin Feuer Menschen meist eine intensive Phase zum Thema Urvertrauen/Todesangst durchleben.

Kurz zusammengefaßt gilt für das Element Feuer

Jahreszeit –  Sommer
Tageszeit – Mittags
Richtung – Süden
Farbe – Rot
Form – Dreieckige und spitze Form
Organe – Herz, Zunge
Geschmack – bitter
Bewegung – Tanzen
Emotion – lachen, lieben
Ausdruck – sprechen
Assoziationen – Liebe, Anerkennung, Ruhm, intellektuelle Herausforderung,
Meditation, Vision, Transformation, Weisheit

Wer sein Feuer stärken, mehr Leidenschaft in eingeschlafene Beziehungen bringen oder intellektuelle Herausforderungen bestehen will sollte mit dem Feuerelement experimentieren. Im Schlafzimmer kann das ein oder andere rote Accessoire die Sinnlichkeit nähren und Leidenschaft neu entfachen, in Büro und Arbeitszimmer unterstützen rot blühende Pflanzen dabei, neue Ideen zu entwickeln und längst fällige Anerkennung zu bekommen, im Garten wird aus einem langweiligen Eckchen eine inspirierende Ideenschmiede.

Und wer sich ab und an allein fühlt mag ein Feuer anzünden, sich dran wärmen und dabei an die Worte Oswald Spenglers denken:

Mit dem Feuer fühlt der Mensch sich niemals allein.
Die Flamme kann Gesellschaft leisten –
darin steckt der Urzusammenhang zwischen Flamme und Seele.

 

 

 

 

 


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Von den Häusern

„Dann trat ein Mann vor und sagte: Sprich uns von den Häusern.

Und er antwortete und sagte: Baut eine Laube nach euren Vorstellungen in der Wildnis, ehe ihr ein Haus innerhalb der Stadtmauern baut. Denn so wie ihr Heimkehrer in der Dämmerung seid, so seid ihr auch Wanderer, ewig Ferne und Einsame. Euer Haus ist euer größerer Körper. Es wächst in der Sonne und schläft in der Stille der Nacht, und es ist nicht ohne Träume. Träumt euer Haus etwa nicht und verlässt es nicht, träumend, die Stadt und tauscht sie gegen Hain oder Hügel?

Könnte ich euere Häuser in meiner Hand sammeln und sie wie ein Sämann in Wald und Wiese ausstreuen! Wären die Täler eure Straßen und die grünen Pfade eure Gassen, damit ihr einander durch die Weinberge besuchen könntet und mit dem Duft der Erde im Gewand kämet. Aber das soll noch nicht sein.

Haus in den Weinbergen

In ihrer Angst trieben eure Vorväter euch zu nah zusammen. Und diese Angst wird noch eine kleine Weile dauern. Und sagt mir, Leute … , was habt ihr in diesen Häusern? Und was bewacht ihr hinter verriegelten Türen? Habt ihr Frieden, den ruhigen Trieb, der eure Kraft offenbart? Habt ihr Erinnerungen, schimmernde Bogen, die die Gipfel des Geistes umspannen? Habt ihr Schönheit, die das Herz von Dingen, aus Holz und Stein geschaffen, zum heiligen Berg hinführt? Sagt mir, habt ihr derlei in euren Häusern?

Oder habt ihr nur Bequemlichkeit und das Verlangen nach Bequemlichkeit, dem verstohlenen Ding, das euer Haus als Gast betritt, dann zum Wirt und schließlich zum Herrn wird? Ja, und sie wird zum Bezähmer, und mit Haken und Geißel macht sie Marionetten aus euren höheren Wünschen. Obwohl ihre Hände aus Seide sind, ist ihr Herz aus Eisen. Sie wiegt euch in den Schlaf, nur um neben eurem Bett zu stehen und sich über die Würde des Fleisches lustig zu machen. Sie verspottet euren gesunden Verstand und legt ihn in Distelwolle wie ein gebrechliches Gefäß.

Willkommen!Wahrhaftig, das Verlangen nach Bequemlichkeit tötet die Leidenschaft der Seele und folgt dann grinsend ihrem Leichenzug. Aber ihr, Kinder der Erde, ihr Ruhelosen in der Ruhe, ihr werdet weder in die Falle gehen noch gezämt werden. Eurer Haus soll kein Anker, sondern ein Mast sein. Es soll kein schimmerndes Häutchen sein, das eine Wunde bedeckt, sondern ein Augenlid, das das Auge behütet. Ihr sollt nicht eure Flügel falten, damit ihr durch Türen kommt, noch eure Köpfe beugen, damit sie nicht gegen eine Decke stroßen, noch Angst haben zu atmen, damit die Mauern nicht bersten und einstürzen. Ihr sollt nicht in Gräben wohnen, die von den Toten für die Lebenden gemacht sind.

Und obwohl von Pracht und Glanz, sollte euer Haus weder euer Geheimnis hüten, noch eure Sehnsucht beherbergen. Denn was grenzenlos in euch ist, wohnt im Palast des Himmels, dessen Tor der Morgennebel ist und dessen Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.“
                                                                                     Khalil Gibran. Der Prophet – Hervorhebungen von La Imperial Feng

Morgennebel

Nimm Dir doch noch einen Augenblick und lass uns über Dein Wohnen träumen –

  • Was siehst Du, wenn Du morgens die Haustür aufmachst?
  • Wo geht die Sonne auf? Möchtest Du das aus dem Küchenfenster beobachten oder vom Bett aus?
  • Was riechst Du? Riecht es nach Erde oder Meer? Nach Getreide? Nach Wald? Welchen feinen Duft weht der Wind zu Dir herüber ?
  • Was hörst Du? Den Wind in den Blättern der Bäume, die Vögel zwitschern, Möwen kreischen, den Ruf des Bussards der hoch oben kreist, Wasser, dessen Wellen sanft ans Ufer schlagen? Oder alles zusammen?
  • Wo steht Dein Haus? Ist die Landschaft bergig oder flach? Lebst Du nah am Wasser? Am Fluss oder am Meer?
  • Ist Dein Haus aus Holz oder Stein gebaut? Welche Farbe hat es? Gibt es vorne eine Veranda und Stufen auf denen du morgens sitzt, um den Tag zu begrüßen?
  • Hast Du draußen eine Feuerstelle? Einen Gemüsegarten? Eine Hängematte?

Wir können gern gemeinsam weiter träumen und Dein Haus entwerfen. Auch wenn Du es bauen möchtest, begleite ich Dich (und Deine Familie) gern auf dem Weg. In meiner Methodenkiste habe ich Werkzeuge wie Feng Shui, Geomantie, Phantasie, Einfühlungsvermögen, Inspiration, chinesische Astrologie und ein bisschen Magie … . Du darfst wählen !