Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung.


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… bringt Leben dahin, wo es sich schon tot anfühlt!

Ging es früher hauptsächlich um materiellen Wohlstand, erreichen mich nun zunehmend Anfragen, weil „es“ fehlt. Und „es“ kann vieles sein: Sinn, Zufriedenheit, authentisches Sein, Anerkennung, Lebensfreude, Gesundheit, Unternehmergeist, innere Ruhe, eigener Standpunkt, Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber, Respekt vor der Lebensleistung.

Kann Feng Shui da was machen, werde ich gefragt.

„Ja“, lautet meine Antwort, „Feng Shui bringt frischen Wind ins Haus. Bringt Prozesse in Bewegung. Bringt Leben dahin, wo es sich schon tot anfühlt. Es ist der beste Beginn, den Sie sich gönnen können.“ Denn der Raum ist die Haut, innerhalb derer sich alles abspielt. Wer den Raum versteht, legt den Grundstein, sich selbst zu verstehen.

Das geschieht in Etappen:

  1. Grundriss analysieren – Was sagt die Grundfläche?  Form regelmäßig? Lässt sich eine Dynamik erkennen? Fallen Hindernisse ins Auge? Wo sind Erweiterungen? Fehlt etwas? Welches Gefühl steigt auf? Wohlbefinden mit dem Wunsch, sich zu vertiefen oder Unbehagen, verbunden mit dem Impuls aufzustehen, und das Ganze aus der Hand zu legen?
  2. Die Himmelsrichtungen – Wird oft unterschätzt wenn es darum geht, das Ziel der (Lebens-) Reise zu eerkennen. Man denke an die eigene Routine: Wird eins nach dem anderen erledigt? Wird alles erstmal gründlich überdacht? Fehlt der rote Faden? Gibt es die Neigung zu überstürzen? Werden regelmäßig neue Trends aufgegriffen? Um irgendwann festzustellen, sich verzettelt zu haben? Oder, dass im Leben gar nichts Aufregendes mehr geschieht.
  3. Und wie sieht es drinnen so aus: Stapeln sich Papiere? Viele Möbel, Einzelstücke oder Einbauschränke? Lieber kahle Wände oder alles voll gehängt? Ein Hoch auf die Erinnerung? Oder rutschen hier die Fliegen aus?

Wer sich damit befasst weiß, wie wirkungsvoll das Instrument Feng Shui ist. Blockaden im Raum aufspüren und beseitigen. Prima. Wer will, begnügt sich mit dem Erleben, was nun alles möglich ist. Schon phantastisch, das muss ich zugeben.

Doch wer mehr will, geht einen Schritt weiter.

Und gelangt noch ganz woanders hin.

Mal etwas knackig überzeichnet gibt es

a) die, die etwas wollen doch im tiefsten Innern nicht überzeugt sind, es auch verdient zu haben. Da können dann die größten Chancen, verlockendsten Angebote, griffigsten Ideen vorbei spaziert kommen (Feng Shui sei Dank), doch im entscheidenden Augenblick kann Mensch sie nicht ergreifen.

b) die, die zugegriffen und „alles“ erreicht haben. Sind Präsident geworden, CEO, Eltern wohlgeratener Kinder, gefeierter Star oder einflussreiche Sprecherin. Doch ganz für sich allein macht sich innendrin ein komisches Gefühl breit – eine Magenverstimmung vielleicht? Oder ein Gefühl der Leere, das nicht zu füllen ist – weder mit Feuerwasser, noch mit heiligem Rauch und auch nicht mit noch mehr Titelseiten-Qi.

c) die in der Mitte. Scheinbar zufrieden. Läuft ja alles. Das Außen zeigt je nach Vorliebe anerkannten Status, gern auch in Form von Mittelklasse. Man handelt wertorientiert und mit der Gewissheit, „alles“ richtig zu machen. Und könnte doch manchmal zuschlagen. Die Faust in der Tasche zuckt …

d). Hier bitte selbst ergänzen, wer sich noch nicht zuordnen konnte …

Der allen gemeinsame Nenner? Die tiefe Sehnsucht, dem Drachen zu begegnen. Um ihn zu reiten. Wer sich fragt, welche Rolle hab ich übernommen als ich mein Engagement beim Welttheater begann? Wer meint, vielleicht ist es Zeit, das Genre zu wechseln. Wer vom ewigen Gutmenschen zum Bösewicht avancieren will. Wer keine Lust mehr hat auf Aufsteiger, Mutters Liebling, Hamsterradsieger und es zur Abwechslung als Taugenichts, Krimineller oder Globetrotter probieren will. Wer wie Alice nicht nur durchs Schlüsselloch gucken, sondern mitmachen will. Wer ahnt: In mir steckt noch was, das jetzt das Licht sehen will.

Lange Rede – kurzer Sinn. Es gibt Blockaden, die lassen sich mit Feng Shui erkennen, doch nicht übersteigen. Da steht die Leiter anderswo, weil noch andere Dimensionen wirksam sind. Doch nicht verzagen: Die lassen sich mit der systemischen Prozessbegleitung aufspüren und auflösen. Leicht. Ganz leicht. Weil … diese Barriere, ist sie erstmal erkannt, schon fast keine mehr ist. Weil … die Ursache dafür vielleicht gar nicht in einem selber, sondern im ( Familien-) System steckt. Weil … das Gefühl für den Selbstwert fehlt, bis die Frage : wer bin ich, was darf ich, darf ich das : beantwortet wird. Weil … im Raum zwar das Versteck für den Schlüssel ist, doch man selbst die Tür aufschließen muss.

Weil … man es sich wert ist (würde L’Oreal jetzt rufen). In diesem Sinne – Es lebe die Lebendigkeit.

 


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My Home is my Castle

Woher kommt die Kraft?

Kraft ist das, was Menschen brauchen wenn es gut gehen soll im Leben. Vor allem wenn jemand eine unliebsame Gewohnheit sprich: Abhängigkeit überwinden möchte, geht nichts ohne Kraft.

Close up Bare Hand of a Man Covering Small Flowers at the Garden with Sunlight Between Fingers.

Meine Erfahrung zeigt, dass Feng Shui tatsächlich auf den Systemen Analogie und Resonanz basiert. Wie innen so außen, wie außen so innen – das ist nicht nur Gerede. Inneres Chaos zieht in der Regel äußeres Chaos nach sich. Chaos auf äußerer Ebene kann nur durch innere Ruhe überwunden werden.

Innere Ruhe zu finden ist ein Traum für viele Menschen. Dabei ist das die Quelle der Kraft. Ein Trost mag darin liegen, dass sie auch über den äußeren Raum erschlossen werden kann. Im Westen spielt unser Leben hauptsächlich in geschlossenen Räumen, das ist unser Nest. Mal abgesehen von vielleicht drei Wochen Urlaub werden die restlichen 341 Tage und Nächte in diesem Zuhause, in diesem Bett, Sessel oder Garten verbracht.

Was soll der Raum also bringen? Kraft. Denn um in die Ruhe zu kommen und sie zu halten braucht es Kraft. Diese tiefe innere Ruhe, mal ehrlich, die sind wir doch gar nicht mehr gewohnt. An einem Ort der Stille klingeln oft zuerst die Ohren ( gern selbst ausprobieren! ). Und wer sich schon mal mühte, Ruhe durch Zen Meditation zu finden weiß wie lang 30 Minuten sein können und welche Purzelbäume die Gedanken währenddessen schlagen. Ruhe? Wo?

Ruhe und Berg

Kraft durch Muße

My Home is my Castle – das beschreibt schon einen Idealzustand. Hier drinnen ganz bei sich ist jede/r Burgherr oder Burgfrau. Für diese Burg gibt es nur einen Schlüssel. Den trägt jeder Mensch in sich. Wo? Das genau gilt es herauszufinden. Denn hier ist die Krafttankstelle. Natürlich spielt die äußere Burg auch eine Rolle, ganz egal ob es sich um Wohn- oder Arbeitsräume handelt. Alles kumuliert schließlich im inneren Lebensraum. In diesem inneren Raum verdichtet sich Erfahrenes und Erlebtes. Zu diesem inneren Raum bitten wir um Einlass.

Äußerlichkeiten spiegeln was im Menschen passiert – und vor allem umgekehrt. Ist nicht der „Zustand der Welt“ ein Abbild, wie es in den Menschen ausschaut? Wie jemand handelt habe, so sagen Psychologen, wenig damit zu tun, welche Erfahrungen ein Mensch macht. Einzig wie Erfahrungen verarbeitet werden sei bestimmend. Erfahrungen werden immer im Raum gemacht. Charakter formt sich durch Handeln. Ob innen oder außen, egal.

Woher kommt die Kraft? Die Kraft liegt in jedem Menschen selbst. Wie gelingt der Zugang zur Kraft? Durch Ruhe. Wo findet man diese Ruhe? In sich. Was kann helfen? Der umgebende Raum. Darum wird im Feng Shui sooft von Kraft, Kraftort, Lebenskraft gesprochen. Wer die Kraft der Ahnen dazu holen möchte kann den Zugang übrigens im räumlichen Norden finden. Hier ist ein Tor.

Rhododendron

Das Tor zur Anderswelt der Ahnen