Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


13 Kommentare

Feiern, wie die Feste fallen

Nächsten Sonntag feier ich: Neun Jahre selbständig. Am 1. April 2009 habe ich diesen mutigen Schritt ins Unbekannte mit lieben Menschen festlich gestaltet und alle Segenswünsche sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Natürlich war ich unsicher, ob es gelingen würde – und dieser Begriff begleitet mich seitdem in unzähligen Varianten: das gute Gelingen. Das nicht „gemacht“, sondern für welches allein die Bedingungen bereitet werden können, dass ES gelingt. Wie dem Hefekuchen, die Ruhe vor dem Gehen zu geben. Zusammen mit dem Vertrauen, dass das, was sein soll jede Art von Unterstützung bekommt, die es zum Gelingen benötigt.

Wer mich über die Jahre begleitet hat, weiß, dass ich viele Leidenschaften pflege. Dazu gehört: alles rund um Raumkultur und Ästhetik, die östliche Weisheit des Feng Shui in Verbindung mit der westlichen Kunde der Geomantie, die Verbindung von Sinn und Lebensqualität, das Studium von Form und Funktion, von Qi-Lebensenergie und optimalen Wegen. Dazu gehören Wortmagie und innere Ordnung, die Wirkung von Farben und Grundrisspsychologie, achtsame Sinnlichkeit innen und außen, Zahlenmystik, Pflanzensymbolik, Rituale und Zeremonien rund um Haus, Hof und Jahresfeste. Dazu gehört systemisches in die Tiefe begleiten, um Zusammenhänge und Verbindung zwischen Raum und Mensch und unsichtbaren Kräften aufzuspüren. Dazu gehören Ausflüge in philosophische Nachbardisziplinen, chinesische Astrologie und westliche Planetenkunde, natürlich Gartengestaltung und die Liebe zum Wasser in jeder Form. Dazu gehört Empathie, vorurteilsfreies Zuhören, befreiendes Lachen, Mut, um die Ecke zu denken und Dinge beim Namen zu nennen und mich an unbekannten Orten einzulassen: auf Mensch und Tier, auf Wesenheiten, Hausgeister und Stimmungen, Sichtbares und Unsichtbares, Seelenkräfte und Ortsgeister, auf Nebel, Sehnsucht und den Hunger nach mehr.

Und weil ich die Hobbits und ihre Bräuche sehr mag, verschenke ich zu meinem Fest diesmal auch etwas. Jeden Tag im April gibt es einen kleinen Ausflug in oben genannte Sphären. 30x kurz und knackig, zum nachmachen, umsetzen, weiterdenken – sprich: Inspiration für Leib und Leben. Zum selber nehmen oder weiter verschenken. Glückwünsche, Anregungen, Fragen? Immer her damit – ich beantworte was auf dem Herzen liegt oder was schon lange nach Klärung ruft und baue das gern mit ein. Apropos bauen: Wann wird ein Haus zum Zuhause? Sobald auch die Seele eingezogen ist.

 


2 Kommentare

Kurze Anekdote über die Anfänge des Feng Shui

Aktueller Feng Shui Tipp: „ Zeige offen, was Du verstecken willst.“

Unten angefügte Geschichte habe ich ausgewählt, diesen etwas verschlüsselten Rat zu verdeutlichen. Denn wir (zivilisierten) Menschen neigen dazu, dass allzu offensichtliche zu übersehen. Dabei soll nun gar nicht auf die um sich greifende Mode des: Ich schau auf mein Handy Display und weiß wo ich bin, wieviel Uhr es ist und finde vielleicht noch einen Pokemon währenddessen, verwiesen werden, doch sie verdeutlicht den aktuellen Trend. Der klare Blick, das Erfassen dessen, was (um mich herum) geschieht wird seltener.

Schildkröte

Die Schildkröte versinnbildlicht in schamanischen Traditionen Mutter Erde, im Feng Shui verkörpert sie den starken Rücken eines Gebäudes

Wer kennt das: Ich gehe zum Supermarkt, weil ich etwas einkaufen will. Auf dem Weg denke ich über verschiedene Dinge nach – was hat XY heute zu mir gesagt, wann werde ich dies oder das erledigen, wohin geht die nächste Reise u.s.w. – vielleicht höre ich währenddessen Musik und schaue auf mein Display. Wer merkt, was auf der gegenüberliegenden Straßenseite passiert, welche Wolken grad am Himmel ziehen, ob Vögel fliegen und wenn ja in welcher Höhe (denn sie könnten mir zeigen, ob Regen naht oder Sonne bleibt, selbst in der Stadt) ?

Für manch eine/n mag es eine neue Lebensweise begründen: Ich habe ein Ziel und gehe den Weg dorthin. Und während ich gehe denke ich weder an das Ziel, noch an das, was dort geschehen mag, noch an irgendwas anderes. Ich gehe nur und bin ganz da, wo ich gehe. Spüre den Luftzug. Augen geradeaus, so bekommt man die meiste Energie ( „Bodengucker“ neigen gern zur Depression ). Am Anfang mag man abschweifen, doch mit der Zeit, sich selbst zur Ordnung rufend, klappt es immer besser.

„Im 29. Jahrhundert v. Chr. lebte ein Mann mit Namen Fu Xi. Er war ein begabter Architekt. Aber keine Paläste. Er plante gern Gärten und Flüsse.
Es kam eine große Flut. Der Lo-Fluss trat über die Ufer. Fu Xi wanderte viele Tage lang in den Hügeln um den Palast umher. Er zeichnete Karten und markierte, wo Deiche gebaut werden sollten. Als die Flut wieder kam, war der Palast in Sicherheit. Fu Xi wurde sehr berühmt.
Eines Tages, da saß er am Ufer des Lo-Flusses. Er sah den Schildkröten zu, die dort schwammen. Sein Blick fiel auf die Muster der Schildkrötenpanzer. Einer der Panzer hatte ein Feld im oberen Mittelteil mit acht Feldern darum herum. Fu Xi bemerkte etwas. Die Flecken im östlichen, im mittleren und im westlichen Feld ergaben zusammen fünfzehn. Als er die Punkte im Norden, in der Mitte und im Süden zusammenzählte, waren es ebenfalls fünfzehn. Südwest – Mitte – Nordost ergaben auch fünfzehn. Nordwest – Mitte – Südost addierten sich wieder zu fünfzehn.
Dies wurde später bekannt als das neunteilige Magische Quadrat. (heute auch Bagua genannt, S.B.)

Das magische Quadrat

Zahl und Richtung – Das magische Quadrat des Feng Shui

Grashalm, Hauptsache war, dass Fu Xi begriffen hatte: In den Dingen kann eine Ordnung sein. Eine Ordnung, die man nicht sieht, aber die sehr magisch ist. Er wusste um Architektur und er wusste um verborene Magie. Fu Xi wurde zum Begründer von Feng Shui.“ **

Manchmal steht der wichtigste Satz am Ende eines Textes, darum kann es lohnen, auch dort noch einmal nachzuschauen 😉
** aus: Der Feng Shui Detektiv von Nury Vittachi / Hervorhebungen von La Imperial Feng

Das Haus - zwischen Himmel und Erde

Haus mit prächtiger Schildkröte ( Rückenschutz ) und vorne Wasser – DIE perfekte Lage aus Feng Shui Sicht