Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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18. Türchen – Ich bin …

 

Ich bin der Wind, der alle grünen Dinge nährt,
und Blüten ermutigt, unreifende Früchte zu gebären.
Aus mir speisen sich die klarsten Ströme.
Ich bin der Regen, von dem Tau,
der das Gras lachen macht vor Freude am Dasein.
Ich bringe heilige Werke hervor
ich bin die Sehnsucht nach dem Guten.

Hildegard von Bingen


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Üppig trifft Zentriert – Gartenkunst ala Hildegard von Bingen

feng shui im bauerngarten„In allen Geschöpfen, den Tieren, den Vögeln, den Fischen, den Kräutern und den Fruchtbäumen liegen geheimnisvolle Heilkräfte verborgen.H.v.B.

Hildegard von Bingen war eine Mystikerin, Seherin und Visionärin. Wie im Mittelalter üblich war sie als zehntes Kind für ein geistliches Leben bestimmt. Im Alter von 8 Jahren begann ihr Klosterleben bei den Benediktinerinnen. In anderen Zeiten als heute war das Klosterleben für Frauen übrigens keine schlechte Wahl, denn es ermöglichte ihnen umfassende Bildung und Freiheit von häuslichen Verpflichtungen. Zeugnisse vieler Frauen, die damals das Klosterleben einer Ehe, in der sie nichts zu sagen hatten, vorzogen, belegen dies.

Jedenfalls konnte Hildegard sich theologisches, philosophisches und naturkundliches Wissen aneigen. Die Klöster sorgten damals selbst für ihre Nahrungs- und Heilmittel und Hildegard war zuständig für Krankenpflege und Gartenbau. Sie wurde zu einer anerkannten Autorität auf ihrem Gebiet, komponierte und hatte regen Austausch und Briefwechsel mit einflussreichen Männern ihrer Zeit, die zu ihren Fürsprechern wurden. Schließlich gründete sie ihr eigenes Kloster in der Nähe von Bingen (daher der Name von Bingen) und schrieb mehrere Bücher über die Naturheilkunde. Ihr Buch „Physica“ enthält Wissen über Pflanzen, Tiere und Heilsteine, in „Causae et Curare“ beschreibt sie Wesen und Heilung von Krankheiten. Filmtipp Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

Soviel zur Vorrede, nun zum Garten.

Bis heute basiert die Tradition eines Kloster- und Bauerngartens* auf umfassender Kenntnis der Pflanzen. Durch genaues Beobachten wußten Nonnen und Mönche, welche Pflanzen zueinander passen, welche sich gegenseitig fördern und schützen und welche sich gar nicht miteinander vertragen. Dazu kommt, dass Kräuter, Gemüse und Blumen unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort haben. Außerdem fördert es das Wachstum, wenn Fruchtfolge, Gründüngung und Ruhejahre für die Beetabschnitte eingehalten werden, man braucht dann viel weniger Dünger oder Pflanzenschutzmittel. So könnte man sagen, dass in den Kloster- und Bauerngärten* die Anfänge des biologischen Gartenbaus kultiviert wurden.Dazu hier noch eine LiteraturtippKarotte liebt Tomate. Erfolgreiches Gärtnern durch Mischkultur.

Pflanzen für einen Hildegard – Garten

Typische Bewohner in einem Hildegard – Garten sind:  Salbei, Alant, Borretsch, Mutterkraut, Estragon, Petersilie, Dill, Oregano, Majoran. Fenchel, Heilziest, Knoblauch, Kresse, Lavendel, Minze, Kerbel, Petersilie, Pfingstrosen. Rosmarin, Salbei, Thymian und Ysop, Pimpinelle, Schafgarbe, Liebstöckl, Basilikum, Zitronenmelisse. Schnittlauch, Ringelblumen, Weinraute und Beinwell. Akelei, Wacholder, Lorbeer, und Madonnenlilie. Auch Maulbeerbaum und Quitte, Beifuß und natürlich die Rose gehören dazu!

Sie merken schon, wir kennen und nutzen sie alle als Würzkräuter oder Duftpflanzen. Zunehmend erinnern wir uns heute an die „Apotheke im Garten“ und brühen lieber einen Tee aus Kräutern anstatt zur Tablette zu greifen. Das ist das Wundervolle an diesen Gärten: Es sind keine exotischen oder schwer zu beschaffenden Pflanzen und jeder kann einen Pflanzplan nach eigenen Vorlieben erstellen. Auch Brennessel und Löwenzahn, oft als Unraut beschimpft und verkannt, gehören dazu und haben heilende Wirkung. Zur Frühlingzeit eine Kur mit Brennesseltee reinigt das Blut und die wohltuende Wirkung des Löwenzahn auf die Leber ist nachgewiesen. Literaturtipp: Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste

Typische Gestaltungsmerkmale eines Hildegard – Gartens

Die Charakteristik eines Klostergartens entsteht durch klare Linienführung. Ein Längs- und Querweg bildet die typische Kreuzform dessen Blickfang in der Mitte durch einen Brunnen, einen Baum oder besondere Pflasterung gebildet wird. Seitlich sind die Beete angelegt, die entweder mit Mäuerchen oder Buchs eingefasst werden. Entscheided man sich für in Stein gefaßte Beete lockern die üppig wachsenden Kräuter und Blumen die Strenge des Mauerwerfeng shui im formalen gartenks auf und bilden einen wunderschönen Kontrast miteinander. Auch die Kräuterspirale ermöglicht auf kleinstem Raum den Pflanzen mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen an Sonne und Licht gerecht zu werden. Die Idee dahinter ist, dass die Steine die Sonnenwärme speichern und abends an die Pflanzen abgeben. Auch wer keinen Garten hat, braucht nicht verzichten: Käuter auf dem Balkon oder der Fensterbank, in Kübeln vor der Haustür, im Innenhof, in ausrangierten Einkaufswagen, auf Paletten oder in Form von urban street gardening  … Ideen gibt es viele – und heute ist ein guter Tag, um zu beginnen!

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*Die in den Klöstern gepflegte Gartenkunst hatte auf großen Einfluss auf die Gärten der Bauern. Damals handelte es sich überwiegend um Pachtland und die Bauern zahlten ihre Pacht in Naturalien an die Gutsherren, auf deren Höfen sie arbeiteten und die ihnen Land für die eigene Bewirtschaftung zur Verfügung stellten. Mönche und Bauern tauschten Wissen, Saat und Pflanzen aus und oft orientierten sich die Bauern bei der Anlage ihres Gartens an den Klostergärten, um eine gute Ernte zu haben.

Auf Wunsch plane ich Ihren Garten gern als Heilpflanzen- Kräuter- oder Bauerngarten im Sinne der Hildegard von Bingen. In meiner freien Zeit bin ich passionierte Gärtnerin und kenne mich gut mit Pflanzen, Kräutern und dem guten Gedeihen aus. Sprechen Sie mich gern an!