Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Muße, der Schlüssel zum Glück

Zeit der Muße

Warum ist Urlaub eigentlich so schön, hab ich mich kürzlich gefragt und ich glaube, Muße ist der Schlüssel.

Muße ist die Zeit, in der man eigenen Interessen nach Lust und Laune folgt.

Es kann etwas dauern, bis man die ganz freie Zeit durch und durch genießen kann, doch wer sich erlaubt, innezuhalten und zu ergründen, wonach der  Sinn gerade steht, mag sich selbst schon überrascht haben. Manchmal weiß man nämlich selbst nicht – soll ich jetzt schwimmen gehen, mich ins Gras legen, ins Museum spazieren, eine Torte machen, die Wohnung renovieren oder doch nur zwei Schubladen aufräumen, Löcher in die Luft gucken und den Wolken Namen geben, soll ich tagträumen, Schuhe putzen … oder … nichts davon? Wer sich selbst neu kennen lernen will, sollte unbedingt regelmäßig ungeplante Zeit mit sich verbringen.

Ich glaube, Muße ist das Lebenselixier unserer Zeit. Wer im Alltag keine Zeit für Muße hat, der wird auch die arbeitsfreie Urlaubszeit nicht zu genießen wissen – oder sich ebenso schnell wieder verplanen, wie man es vom Berufsalltag so gut kennt. Ist ja auch irgendwie bequem, doch Insider wissen: Das Beste kommt danach – erst durch die Muße kommt der Flow, durch den Flow die Freude, durch die Freude wird der Sinn des eigenen Lebens ganz hautnah gespürt.

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Im Leben verwurzelt, die Krone gen Himmel gereckt

Durch Muße können einem (lebens-)wichtige Fragen wieder vor die Füße fallen – und wer sich dafür keine Zeit nimmt, mag von einer Krankheit zum Innehalten gezwungen werden. Manchmal ist es nämlich allerhöchste Eisenbahn, sich zu fragen: Bin ich in meinem Leben eigentlich Zuhause? Sind meine Träume und das Leben das ich lebe deckungsgleich? Und wenn nicht, wie groß ist die Kluft? Bin ich geworden, wer ich sein kann?

Es ist wichtig, Träume zu haben,
die groß genug sind,
dass man sie nicht aus den Augen verliert,
während man sie verfolgt
,
sagte Oscar Wilde.

Ich finde, er hat Recht. Je hektischer die Zeit, desto wichtiger die Muße, lautet mein Fazit. Und wann sonst soll man schließlich träumen wenn nicht am Tage zwischendurch – nachts schläft man ja schließlich ;-). Und wer sich zur Kunst des Müßiggangs inspirieren lassen will, mag in diesen Zeilen stöbern

Über „Die Kunst des Müßiggangs“ von Alles mit Links

oder einen Film anschauen, um die Erinnerung an eigene Kindheitsträume wieder zu finden.

 

 


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Vom Abschied nehmen und sich überraschen lassen

Letztens habe ich mein Armband verloren. Das aus Peru. Daran hing ein Topas Imperial ( klar, der Name ist Programm ). Zuerst war ich richtig traurig, doch wie immer hatte meine Freundin Isobel die passenden Worte gefunden: „Was biste denn traurig, freu dich doch, dass jetzt jemand anders ein schönes Armband hat. “

Das Leben ist schön !

Klar, stimmt ja. Ich konnte mich einfach nicht richtig verabschieden, das ist alles. Und weil ich doch noch ein bisschen Trost brauchte habe ich das Gedicht von Hermann Hesse gefunden (Hervorhebungen von La Imperial Feng)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht erschlaffen,
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Ja, irgendwie und überhaupt sehr schön.

Wer Altes hinter sich läßt kann dem Neuen begegnen, ein Geschenk muss man auspacken, um zu sehen, was drin ist. Wie soll man biegsam bleiben, ohne sich zu bewegen? Diese weisen Worte lassen sich manchmal erst mit ein paar Mühen ins echte Leben gebären. Doch mit „heiterem Gemüt Raum um Raum zu durchschreiten“, damit kann ich viel anfangen. Ich habe mir nämlich vorgenommen, von nun an wie eine Reisende mein Leben zu leben und stelle es mir so vor:

Welch eine Überraschung !

Oh, ein Geschenk! Welche Überraschung mag wohl drin sein?

Jeden Morgen begebe ich mich auf eine neue Reise und entdecke Unbekanntes im Vertrauten und im sogenannten „Alltag“. Ich begegne allen Menschen als kenne ich sie gar nicht und lasse mich von ihnen aufs Angenehmste verwundern. Bestaune Straßen und Wege mit offenen Augen, schaue nach oben und unten, entdecke neue Fassaden, Haustüren, Cafes. Kehre ein, wo ich noch nie war. Spreche fremde Menschen auf der Straßen an, frage nach dem Weg, nach dem Befinden, sage etwas Nettes. Lächle. Begebe mich ins Ungewisse, früh morgens, spät abends. Gehe in Stadteile, in denen ich noch nie war. Setze mich zu Fremden an den Tisch. Vielleicht beginnen wir ein Gespräch. Lasse mich immer wieder überraschen und überrasche mich selbst. Denn: Nichts ist wie gestern. Auch ich nicht.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gute Reise.

... und dann gehen wir einfach, auch wenn wir nicht wissen, wohin!

… und dann gehen wir einfach, auch wenn wir nicht wissen, wohin !