Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Gartensaison beginnt: Zeit für Maiglöckchen, Mohn und Ringelblume

Als mich heute früh die Amsel weckte wußte ich gleich: Der Frühling ist nun wirklich da.

Das ein oder andere Gartenbuch hab‘ ich über den Winter studiert und schon angefangen, die Beete vorzubereiten. Spinat ist gesät, dicke Bohnen gesetzt, Samen und Pflanzen beim Lieblingslieferanten Blauetikett Bornträger  bestellt. Nun kann es weitergehen:  In diesem Jahr soll ein üppiges Blumen- und Kräuterbeet entstehen.

Dort sollen Küchenkräuter, Arznei- und Heilpflanzen und die ein oder andere Duft- und Zierpflanze wachsen. Hauptsache Bienen, Schmetterlinge und Hummeln fühlen sich willkommen! Gestern las ich: „Du kannst glauben woran du willst, allein deine Handlungen zeigen, woran du glaubst.“ Das ist ein weiser Spruch für einen Garten.

Die drei folgenden Pflanzen sind in diesem Jahr wegen ihrer magischen Wirkung ein absolutes Muss für mich:

Maiglöckchen

Maiglöckchen als Symbol für Glück und Liebe gehören in jeden Hexengarten. Wie der Name schon sagt blühen sie zu Beginn des Wonnemonats und gelten den Menschen als Wahrzeichen der Hoffnung. Wohl darum sind Maiglöckchen auch der Maria und den Frühlingsgöttinnen gewidmet. Wegen seiner herzstärkenden Wirkung heißt das Mailglöckchen auch salus mundi = Heil der Welt, mit der ihm innewohnenden Kraft, jedem Kummer ein Ende zu bereiten.

Mohn

Mohn gehört auch in diesem Jahr dazu. Wegen der großen Anzahl feiner Samenkörner gilt Mohn als Symbol der Fruchtbarkeit und wuchs in den Gärten aller Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttinnen. Darum werden die Kybele, Demeter, Hera, Aphrodite und natürlich Venus mit Mohnkapseln geschmückt dargestellt.

Weil Fruchtbarkeit und Reichtum ein passendes Paar bilden hatte auch Hermes, Gott der Kaufleute und Diebe, immer Mohn dabei. Mohn soll helfen, Liebesleid rasch zu überwinden, so lesen wir bei Gabriel García Marquéz, „ohne Tränen wischte sie die Erinnerung an Florentino Ariza aus, löschte sie vollständig und ließ dann in dem Raum, den dieser Mann in ihrer Erinnerung eingenommen hatte, eine Mohnwiese erblühen“ .

Ringelblume

Es heißt, dass zu Mittag gepflückte Ringelblumen das Herz stärken und Trost  schenken. Mythen berichten, dass um Türpfosten geschlungene Ringelblumengirlanden das Haus vor dem Eindringen unerwünschter Mächte schützen und wer Ringelblumen unter dem Bett ausstreue werde mit hellsichtigen Träumen beschenkt.

Außerdem sollen die Blüten der Ringelblume die Sehkraft stärken, Ringelblumenwasser soll helfen, Feen zu sehen, und Mädchen, die die Blütenblätter mit nackten Füßen berühren, sollen die Sprache der Vögel verstehen. Alles gute Gründe also, Ringelblumen ins Beet aufzunehmen.

Und welche Pflanzen gehören dieses Jahr unbedingt in Ihren Garten?

 


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Üppig trifft Zentriert – Gartenkunst ala Hildegard von Bingen

feng shui im bauerngarten„In allen Geschöpfen, den Tieren, den Vögeln, den Fischen, den Kräutern und den Fruchtbäumen liegen geheimnisvolle Heilkräfte verborgen.H.v.B.

Hildegard von Bingen war eine Mystikerin, Seherin und Visionärin. Wie im Mittelalter üblich war sie als zehntes Kind für ein geistliches Leben bestimmt. Im Alter von 8 Jahren begann ihr Klosterleben bei den Benediktinerinnen. In anderen Zeiten als heute war das Klosterleben für Frauen übrigens keine schlechte Wahl, denn es ermöglichte ihnen umfassende Bildung und Freiheit von häuslichen Verpflichtungen. Zeugnisse vieler Frauen, die damals das Klosterleben einer Ehe, in der sie nichts zu sagen hatten, vorzogen, belegen dies.

Jedenfalls konnte Hildegard sich theologisches, philosophisches und naturkundliches Wissen aneigen. Die Klöster sorgten damals selbst für ihre Nahrungs- und Heilmittel und Hildegard war zuständig für Krankenpflege und Gartenbau. Sie wurde zu einer anerkannten Autorität auf ihrem Gebiet, komponierte und hatte regen Austausch und Briefwechsel mit einflussreichen Männern ihrer Zeit, die zu ihren Fürsprechern wurden. Schließlich gründete sie ihr eigenes Kloster in der Nähe von Bingen (daher der Name von Bingen) und schrieb mehrere Bücher über die Naturheilkunde. Ihr Buch „Physica“ enthält Wissen über Pflanzen, Tiere und Heilsteine, in „Causae et Curare“ beschreibt sie Wesen und Heilung von Krankheiten. Filmtipp http://www.youtube.com/watch?v=BQ4ihPx0Jo4 – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen

Soviel zur Vorrede, nun zum Garten.

Bis heute basiert die Tradition eines Kloster- und Bauerngartens* auf umfassender Kenntnis der Pflanzen. Durch genaues Beobachten wußten Nonnen und Mönche, welche Pflanzen zueinander passen, welche sich gegenseitig fördern und schützen und welche sich gar nicht miteinander vertragen. Dazu kommt, dass Kräuter, Gemüse und Blumen unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort haben. Außerdem fördert es das Wachstum, wenn Fruchtfolge, Gründüngung und Ruhejahre für die Beetabschnitte eingehalten werden, man braucht dann viel weniger Dünger oder Pflanzenschutzmittel. So könnte man sagen, dass in den Kloster- und Bauerngärten* die Anfänge des biologischen Gartenbaus kultiviert wurden.Dazu hier noch eine Literaturtipp – Karotte liebt Tomate. Erfolgreiches Gärtnern durch Mischkultur. http://www.amazon.de/Karotte-liebt-Tomate-richtige-Pflanzengemeinschaft/dp/3778738682

Pflanzen für einen Hildegard – Garten

Typische Bewohner in einem Hildegard – Garten sind:  Salbei, Alant, Borretsch, Mutterkraut, Estragon, Petersilie, Dill, Oregano, Majoran. Fenchel, Heilziest, Knoblauch, Kresse, Lavendel, Minze, Kerbel, Petersilie, Pfingstrosen. Rosmarin, Salbei, Thymian und Ysop, Pimpinelle, Schafgarbe, Liebstöckl, Basilikum, Zitronenmelisse. Schnittlauch, Ringelblumen, Weinraute und Beinwell. Akelei, Wacholder, Lorbeer, und Madonnenlilie. Auch Maulbeerbaum und Quitte, Beifuß und natürlich die Rose gehören dazu!

Sie merken schon, wir kennen und nutzen sie alle als Würzkräuter oder Duftpflanzen. Zunehmend erinnern wir uns heute an die „Apotheke im Garten“ und brühen lieber einen Tee aus Kräutern anstatt zur Tablette zu greifen. Das ist das Wundervolle an diesen Gärten: Es sind keine exotischen oder schwer zu beschaffenden Pflanzen und jeder kann einen Pflanzplan nach eigenen Vorlieben erstellen. Auch Brennessel und Löwenzahn, oft als Unraut beschimpft und verkannt, gehören dazu und haben heilende Wirkung. Zur Frühlingzeit eine Kur mit Brennesseltee reinigt das Blut und die wohltuende Wirkung des Löwenzahn auf die Leber ist nachgewiesen. Literaturtipp: Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste

Typische Gestaltungsmerkmale eines Hildegard – Gartens

Die Charakteristik eines Klostergartens entsteht durch klare Linienführung. Ein Längs- und Querweg bildet die typische Kreuzform dessen Blickfang in der Mitte durch einen Brunnen, einen Baum oder besondere Pflasterung gebildet wird. Seitlich sind die Beete angelegt, die entweder mit Mäuerchen oder Buchs eingefasst werden. Entscheided man sich für in Stein gefaßte Beete lockern die üppig wachsenden Kräuter und Blumen die Strenge des Mauerwerfeng shui im formalen gartenks auf und bilden einen wunderschönen Kontrast miteinander. Auch die Kräuterspirale ermöglicht auf kleinstem Raum den Pflanzen mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen an Sonne und Licht gerecht zu werden. Die Idee dahinter ist, dass die Steine die Sonnenwärme speichern und abends an die Pflanzen abgeben. Auch wer keinen Garten hat, braucht nicht verzichten: Käuter auf dem Balkon oder der Fensterbank, in Kübeln vor der Haustür, im Innenhof, in ausrangierten Einkaufswagen, auf Paletten oder in Form von urban street gardening  … Ideen gibt es viele – und heute ist ein guter Tag, um zu beginnen!

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*Die in den Klöstern gepflegte Gartenkunst hatte auf großen Einfluss auf die Gärten der Bauern. Damals handelte es sich überwiegend um Pachtland und die Bauern zahlten ihre Pacht in Naturalien an die Gutsherren, auf deren Höfen sie arbeiteten und die ihnen Land für die eigene Bewirtschaftung zur Verfügung stellten. Mönche und Bauern tauschten Wissen, Saat und Pflanzen aus und oft orientierten sich die Bauern bei der Anlage ihres Gartens an den Klostergärten, um eine gute Ernte zu haben.

Auf Wunsch plane ich Ihren Garten gern als Heilpflanzen- Kräuter- oder Bauerngarten im Sinne der Hildegard von Bingen. In meiner freien Zeit bin ich passionierte Gärtnerin und kenne mich gut mit Pflanzen, Kräutern und dem guten Gedeihen aus. Sprechen Sie mich gern an!