Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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… weil alles miteinander verbunden ist

Schon lange frage ich mich, wo bleibt der Klang, wenn er verklingt?
Mittlerweile gibt es viele Momente, in denen ich nur lausche, und dem, was ich höre in meinen Körper folge. Ist mein Körper dann „ganz Ohr“, scheint es, als ob sich Klangfäden zwischen mir und dem, was ich höre, verspinnen. Dann bleibt der Klang in mir und verklingt gar nicht mehr. Schon eigenartig. Und sehr schön. weil alles mit allem verbunden istNun habe ich eine Textstelle gefunden, die eine Verbindung herstellt vom Klang zu allem, was immer war und immer sein wird.

“ Lausche einer Flöte. Lausche dem einzelnen Ton. Wenn der Flötist aufhört zu spielen, was hörst du? Nicht Stille. Der Ton ist immer noch da. Er hat sich nur dem Wind angeschlossen. Er wurde ein Teil dessen, was mein Volk „vereintes Leben“ nennt. Es ist ein sehr altes Wort. … Es stammt aus einer fernen Erinnerung, ein Wort, das in unseren Adern fließt, bevor wir geboren wurden. … Es ist die ungebrochene Einheit. “

und weiter

„Die Einheit ist Harmonie und Ausgewogenheit, weil alles miteinander verbunden ist. Stell dir ein Spinnennetz vor. Wenn du die entfernteste Ecke berührst, vibrieren die Fäden, bis sie die Mitte erreichen, wo die Spinne schläft. Wenn etwas an einer Ecke der Welt passiert, betrifft das die ganze Welt. Wirf einen Kieselstein in einen Teich, und diese Handlung wird durch den ganzen Kosmos widerhallen.“ *

Und so wünsche ich Dir heute einen behutsamen Tag mit berührenden Klängen.

* beide Zitate aus: Barbara Wood. Der Gesang der Erde.
Hervorhebungen von La Imperial Feng


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Gartenimpressionen und Gartenkunst

Mit Feng Shui im chinesischen Garten zur Ruhe kommen„Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem du einen Garten anlegst“, sagt man in China.

Nun steht der Frühling vor der Tür und es ist soweit – die Pläne des Winters können  in die Tat umgesetzt werden. Dazu heute ein paar Anregungen aus der chinesischen Gartenkunst.

Die uralte Idee über das nie endende Zusammenspiel der zueinander strebenden, gegensätzlichen Kräfte ist das Herzstück beim Anlegen eines chinesischen Gartens. Man kombiniert das Prinzip der Weiblichkeit mit dem Prinzip der Männlichkeit, verbindet die Dunkelheit mit dem Licht, das Harte mit dem Weichen, das Gerade mit dem Geschwungenen. Auf diese Weise wird Symmetrie vermieden und es kommt keine Langeweile auf, denn der Garten erhält einen Rhythmus, einen Puls. Ideal ist es, wenn das künstlich geschaffene Landschaftsbild das Große der umliegenden Landschaft enthält und Nuancen davon aufgreift.

Je kleiner der verfügbare Raum, desto ausgeprägter sollte die Kunst der Andeutung sein. Überhaupt kann man einen Garten komponieren wie ein Gedicht oder eine Geschichte. So gesehen wird ein Prolog inszeniert, ein Hauptthema wechselt mit nebensächlichen Episoden und findet schließlich einen sanften Ausklang. Ein gelungener chinesischer Garten enthält wie alle zauberhaften Gedichte nur Andeutungen und bietet immer wieder Raum für Überraschungen. Er formt sich zu einem großen Teil in der Phantasie und berherzigt die Kunst, durch Leere Fülle zu erfahren.

Die räumliche Aufteilung eines chinesischen Garten folgt dabei den Prinzipien einer horizontalen Bilderrolle, die abgewickelt wird und die Grenze der Zeit und des Ortes übewindet. Die alten Gärten der chinesischen Intelligenz, angelegt in Zeiten politischer Repressionen, sollten ihnen Erleichterung und seelisches Gleichgewicht verschaffen. Hier zeigten die Schöpfer nicht nur ihre Emotionen, sondern auch die Tiefe ihres Bildungsstandes. Die Rückkehr zur Natur wurde zum Teil des Lebensstils. In heutigen Zeiten des Rushes, der Burn-Outs und oft gefühlten Sinnlosigkeit sicher eine gute Idee, die sich aufzugreifen lohnt.

„Sie stehen auf einer hohen Terrasse und sehen sich in der Runde um, verneigen sich im leeren Raum, um den Mond zu begrüßen.“ Ji Cheng