Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Wie ein Frischsaft-Smoothie …

Letzen Freitag hielt ich einen 30 minütigen Vortrag über Feng Shui. Das finde ich zeitlich echt anspruchsvoll,  denn es handelt sich schließlich um ein komplexes Thema, das in (fast) alle Lebensbereiche greift.

Was tun, um große Räume einladend zu gestalten? Stilmix, Rauminseln, Pflanzen und Licht bringen die Lösung fand auch © Ali Yahya

Während meine Beratungen sich anfänglich vorwiegend um Farbfragen drehten („Welche Farbe soll die Kaffemaschine haben, wenn das Sofakissen blau ist?“) darf ich mittlerweile fast nur noch auf der persönlichen Ebene beraten. Anliegen wie

  • Warum gelingt es mir nicht, eine neue Wohnung zu finden?
  • Was kann ich tun, um meine Arbeitsleistung in eine echte Win-Win Situation zu verwandeln?
  • Wir bekommen ein Baby. Wie richten wir das Zimmer ein, dass unser Kind sich von Anfang an wohl fühlt?
  • Wie groß muss mein Wohlfühlraum sein?
  • Kann es sein, dass ich schlecht schlafe, weil das Schlafzimmer zu groß, zu klein, zu voll, zu kalt ist?
  • Welch räumliche Lösung gibt es, um verfahrenen Situationen (Streit, Schulversagen, Mobbing, Burn-Out, Sinnkrise, Überdruß, Freudlosigkeit, …) zu entwirren?
  • Was kann ich tun, dass mein Zuhause mich bei meinen Vorhaben unterstützt?
  • Ich fühle mich nicht wohl, woran kann das liegen?
  • Ich möchte mein Leben in Ordnung bringen!

darf ich in Raumgestaltung übersetzen. Das mag durchaus in Farbempfehlungen münden, wenn ich erkenne, dass Raum oder Mensch ein vitales Elixier brauchen. Die Wirkung ist wie ein Frischsaft-Smoothie auf das Energieniveau: strahlend, belebend, erfrischend. Doch meist bleiben wir da nicht mehr stehen, sondern reflektieren auch über Gewohnheiten, übernommene Muster oder unbewusste Glaubenssätze. Worauf will ein „Problem“ mich eigentlich hinweisen? Der Raum gibt Zeugnis:

Gestaltung ist immer ein Ausdruck von Identität und erzählt über mich, meine Geschichte und meine Möglichkeiten.

Darum habe ich diesmal keinen klassischen Vortrag gehalten und über Himmelsrichtungen, Yin und Yang oder die Elemente gesprochen. Stattdessen habe ich aus meiner Schatzkiste gemachter Erfahrungen erzählt, und nur gelegentlich Fachwissen eingestreut. Zum Beispiel um zu erklären, dass „unbelebte Ecken oder Räume im Süden sich nachteilig auf Erfolg und Lebensfreude auswirken können.“ So blieb es anschaulich, spannend und viel leichter nachzuvollziehen.

Für mich ist Feng Shui eine energetische Stilberatung für Innen und Außen. Das gilt im Wortsinn für den buchstäblichen Außenraum – also Landschaft, Ortsteil, Straße, Haus, bis hin zu den Wohnräumen. Und läßt sich, wenn gewünscht, auch noch eine Ebene tiefer anschauen.

Dann wird der Wohnraum zum Außenraum und Seelenebene, astrologische Prägungen und familiäre Verstrickungen bilden den persönlichen Innenraum ab. Das ist der Ort, in den wir während der Beratung die Samen auslegen. Gleichzeitig gestalten wir den Wohnraum als Ort zwischen Himmel und Erde, der „seine Menschen“ mit Vitalität und Nährstoffen versorgt. Damit die Samen aufgehen und zu wunderschönen Blumen und starken Bäumen mit nährenden Früchten heranwachsen. So gedeihen Raum und Mensch und es ist für alle gesorgt.

Es war insgesamt ein runder Abend und durch das gebannte Interesse der Lauschenden wurde ich immer inspirierter. Mir war ganz wohl ums Herz, denn ich halte super gerne lebendige Vorträge. Ein Kommentar: „Während Du erzähltest liefen vor meinem inneren Auge ganz viele Bilder ab. So habe ich irgendwie nicht zugehört sondern es war, als würde ich einen Film schauen. Das war ganz toll!“

Big Smile! – Also immer her mit den Einladungen, ich bin auch offen für

  • innovativen Input auf einer privaten Feier
  • einen Impulsvortrag für Bauherrschaften und Architekten vor Beginn der Planung
  • eine konstruktive Einlage auf Betriebsfesten
  • gärtnerische Impulse in der Laubenpiperkolonie.

 

 

 

 


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Wenn das Glück kommt …

… muß man ihm einen Stuhl hinstellen. *

Lesen geht bei jedem Wetter !

Bin in letzter Zeit nicht zum Schreiben gekommen weil ich viel zu beschäftigt war, ein paar ganz tolle (Kinder) Bücher zu lesen.

Als letztes habe ich heute Nacht „Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf“ ** ausgelesen. Eine wahre Freude. Unter anderem und wie nebenbei wird sehr schön darauf aufmerksam gemacht, wie ein antiseptisch gehaltenes Haus jeden freundlichen Lebensgeist gleich mitkillt und Bosheit sich ungehemmt entfalten kann. Außerdem ist es einfach Klasse geschrieben und zeigt, wie Menschen, die sich was trauen, ihren Weg finden. Hier: Wie aus der Gouvernante schließlich eine Naturfoscherin wird.

Feng Shui Tipp No. 1
Bakterien sind auch Lebewesen. Solange sich alles im gesunden Gleichgewicht hält, gibt es keinen Grund übermäßig oder überhaupt zu desinfizieren.

Freunde, die man noch nicht kennt, trifft man auch in Büchern.

Freunde, die man noch nicht kennt, trifft man auch in Büchern

Davor hatte „Der rubinrote Mantel“ *** den Weg zu mir gefunden. Hier ist wundervoll erzählt, welches Eigenleben Second-Hand-Ware hat und wie auch der Mantel sehr genau weiß, bei wem er zu bleiben wünscht. Allen anderen bescherte er kräftigen Ausschlag am Hals. Heldin Livia klärt das Geheimnis des Mantels, das heißt eigentlich, die tragische Geschichte seiner Vorbesitzerin und setzt sich eben auch über manches Verbot hinweg, um ihrem Gefühl nachzugehen.

Feng Shui Tipp No. 2
Achtsam sein mit Second Hand Sachen. Alle Dinge haben eine Seele, die sich mal mehr, mal weniger bemerkbar macht. Vor allem auf eingenähte Zettelchen, Schlüssel zu Tagebüchern und ähnliches achten, kann der Beginn eines großen Abenteuers sein.

Allein vom Titel musste ich unbedingt zugreifen und obendrein ist es ein super gezeichnetes Bilderbuch. „Der Duft der Dinge“, **** da hat meine Nase gleich gewußt, das ist was für mich. Erzählt wird die Geschichte eines Diebes, der diesmal ins Haus einer Tänzerin einsteigt und schnuppernd durch die Räume schleicht. Seine Nase ist seine treueste Komplizin und sie ist es, die ihn an die spannendsten Orte führt. Der zweite Satz geht so: „Ich betrete Häuser sanft wie ein Streicheln, gleite hinein wie eine Welle über den Sand.“ ( Das könnte glatt im Handbuch für Feng Shui Berater stehen. ) Und so folgt Velluto, der es liebt, die Nuancen auszumachen, die in einem Haushalt rasch verschwinden – und genau genommen gar kein Dieb ist – den unverwechselbaren Duftspuren glücklicher Häuser.  ( Da, wo also gutes Feng Shui ist )

Feng Shui Tipp No. 3
Glückliche Häuser kann man erriechen. Beim Nachhausekommen gleich mal schnuppern: Ist das Glück schon da?

Welt im Buch

Jedes Buch öffnet ein Tor zu einer anderen Welt

Und dann war da noch die Titelgeberin, Halinka, die immer gern ihre Tante Lou zitiert. Selbige kennt ganz außergewöhnliche Weisheiten, die sie für alle Lebenslagen bereit hält. Zum Beispiel: „Wenn man nicht beißen kann, soll man die Zähne nicht zeigen.“ Leider wohnt Halinka im Internat weil ihre Eltern tot sind und Tante Lou kann sie nicht aufnehmen, weil sie keinen Mann hat (ja, ganz recht, die Handlung geschieht nach dem zweiten Weltkrieg und Halinka ist eine sogenannte Zigeunerin). Jedenfalls hat Halinkas Mut mich ganz bezaubert weil sie nämlich der zänkischen, neidischen Elisabeth so richtig auf die Nase haut, um sich deren Sticheleien nicht länger gefallen zu lassen. Sie tut es übrigens auch für ihre Freundin Rena, die sich nicht so gut wehren kann.

Feng Shui Tipp No. 4
Manchmal ist es enorm wichtig, für sich und andere einzustehen und auch mal auszuteilen. Dann kann es Sinn machen, Grenzen „handfest“ zu klären (gilt für Schulhöfe und bis man 10 ist).

Buch und Tee

Zum guten Buch noch einen Tee

Jaja der Herbst ist da. Schön, wenn das Zuhause einlädt, es sich mit Tee, Kerzen und Keksen gemütlich zu machen. Toppen kann den Genuss, wie gesagt, ein gutes Buch, als Tor zu einer anderen Welt.

* Mirjam Pressler, Wenn das Glück kommt, muß man ihm einen Stuhl hinstellen

** Eva Ibbotson, Maia oder als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf

*** Silvana D’Angelo/Antonio Marinoni, Der Duft der Dinge. Geschichte eines Diebes

**** Katarina Genar, Der rubinrote Mantel

Und wessen Heim noch nicht so gemütlich ist, um darin vergnügliche Lesestunden zu verbringen darf Kontakt zu mir aufnehmen und auf meine Unterstützung bauen.