Susanne Berkenkopf


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Tag 30 – Danke!

Nach 30 Tagen Expedition ins räumliche Erleben wäre sicher ein guter Zeitpunkt für ein Fazit.
Doch mir ist heute eher danach, einfach Danke zu sagen – Danke für’s mitmachen, lesen, kommentieren und liken. Und auch für die Bereitschaft, dich auf meine „Feng Shui Sicht“ einzulassen.

 

 

 

 

 

 


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Tag 20 – Wie sich Zuhause anfühlen kann

Reden wir über Heimat. Zuhause sein, ankommen, sich wohl fühlen, geborgen sein, unterstützt und wertgeschätzt. Mit allen Facetten lebendiger Gefühle. Da fallen mir spontan ein: inspiriert, lustig, verliebt, traurig, erfüllt, verstimmt, aufgeregt, wütend, erregt, sinnlich, schöpferisch, innovativ, zornig, leer,  verrückt, aggressiv, haßerfüllt, beleidigt, wohlig, lachend, verzeihend, genießerisch, unachtsam, rücksichtsvoll, liebend … und sicher gibt es tausende mehr.

Das alles passiert im „kleinen Zuhause“ – und wirkt auf das Große.

Warum machen wir Feng Shui – die Kunst, des richtigen Platzierens? Zum Beispiel damit Energie wieder fließen kann und Blockaden sich lösen. Damit Potenziale sich entfalten können und der Lebensweg wieder spannender, lustvoller oder erfüllender wird. Damit aus einem großen Durcheinander eine neue Ordnung entstehen kann. Damit aus einem Haus ein Zuhause wird.

Zuhause ist da, wo der Lebensraum ein starker, loyaler Verbündeter ist.
Zuhause ist da, wo man wurzeln kann, um Großes zu vollbringen.

Dabei erlebt sich „groß“ ganz individuell. Mal ist es ein „mehr von allem, bitte“: Liebe, Erfolg, Anerkennung, Verständnis, Gesundheit oder Geld. Mal geht es um schöner Wohnen. Mal um inneres stimmig sein mit sich und dem aktuellen Leben. Mal geht es darum, überraschende Beobachtungen zu machen. Mal darum, sich von zerstörerischen Gewohnheiten zu verabschieden. Dann wieder gibt es innere Not und die Frage, wie Brüche in der Biographie verarbeiten werden können, um Trennung, Scheidung, Verlust, Konflikte, Krankheit, Mißerfolge zu überleben. Oder darum, Last von den Schultern zu streifen und aus der Überforderung in die Lebensfreude zu gehen.

Das Haus ist immer da, schmiegt sich an wie eine schützende Haut, sinnlich und nährend.
Passt diese Haut, werden Lebendigkeit, Mut, Vertrauen und Zuversicht zum zweiten Vornamen.

Jede/r tut es in erster Linie für sich. Doch es bleibt nicht dabei: In Partnerschaft und Familie tun wir es für uns, und wer allein lebt ist trotzdem keine Insel. Feng Shui kann wie eine Initialzündung neue Kräfte frei setzen, ist Unterstützung und Begleitung auf dem Weg. Was steht ganz oben auf Ihrer Wunschliste? Glücklicher, erfolgreicher, verständnisvoller oder besser gelaunt sein? Geborgen? Angenommen? Angekommen?

Jedes Haus ist unser Basislager für Lebensträume, für Sicherheit, Vertrautheit, Verläßlichkeit.
Ein Haus, in dem Liebe und Vertrauen wohnen, ist das glücklichste.

Und von da wirkt es auf das Große – auf die Heimat, die wir alle teilen. Unsere Mutter Erde. Und jedes Bewußtsein, das ein bisschen größer denkt und sich reflektiert, zum Beispiel über die eigene Verantwortung beim Tun oder Lassen, über die Ausstrahlung von Gedanken, Emotionen, Wünschen und Begierden strickt mit am großen Bewußtseinsfeld.

Warum sollen wir nicht alle glücklich sein, respektvoll(er) miteinander umgehen,
mehr Verständnis und Toleranz füreinander entwickeln?

Einige mögen dies für Träume eines Blumenkinds halten. Mag sein, doch längst formt sich ein neues, ganz altes Bewußtsein, geboren aus der tiefen Sehnsuch nach der „großen Heimat“, nach Zugehörigkeit und Frieden. Manche nennen es Geokultur. Geo, die Erde, gemeinsam mit dem von Menschen geschaffenen, schöpferischen Ausdruck, der Kultur. Die menschliche Höherentwicklung möchte sich in einer vielfältigeren, lebendigeren und ethischeren Form ausdrücken, die die Erde nicht länger einseitig als Rohstofflieferant betrachtet, sondern als unsere einzige Heimat.

Geokultur beschreibt die Haltung, in der die Erde als lebendiger Organismus begriffen wird.
Groß gedacht bezieht sich all unser Handeln auf sie. Um auf uns zurück zu wirken.

Genaugenommen ist der Umgang mit der Erde im Großen am Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen im Kleinen ablesbar. Geokultur stellt die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Das Verhaltnis von Mensch, Erde und letztlich allen Lebewesen zueinander, die auf der Erde beheimatet sind. Wer darf bestimmen, was mehr „Wert“ hat oder „lebenswerter“ ist?

Ich habe die Kunst des Feng Shui studiert. Das ist mein Beitrag um mit Charme, Intelligenz und dem richtigen timing dafür zu sorgen, dass Ästhetik keine Hülle bleibt, sondern das innere Wesen von Menschen und Dingen sich in ihrer schönsten Form zeigen können. Und wann arbeiten wir zusammen?

 


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Tag 6 – Was ist ein Ju Qi?

Im Feng Shui kennen wir als Methoden die Formenschule und die Kompassschule.

Ästhetische Räume lieben achtsame Details

Jede dieser Herangehensweisen hat eine eigene Fachsprache. Ju Qi gehört zur Formenschule und bezeichnet den Bereich im Raum, auf den sich beim Betreten der Blick zuerst richtet.

Das Ju Qi ist ein kraftvoller Ort, denn hier sammelt sich die vitale Lebensenergie Qi. Wer betonen will, was künftig geschehen möge, platziere hier die entsprechende Symbolik.

Das macht nun auch verständlich, warum Schimmel in den Ecken oder gequetschte Möbel wenig Vorteile bringen, von gesundheitlichen oder proportionalen Aspekten mal ganz abgesehen.

Lust auf mehr ? Dann bleib dran. Oder vereinbare einen Termin mit mir. Gemeinsam schauen wir uns in Deinem Zuhause um und finden heraus, wo optimiert werden kann oder muss, damit Deine Pläne festen Boden unter die Füße kriegen und nicht dauernd nur in die Zukunft projiziert werden.

 


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Feiern, wie die Feste fallen

Nächsten Sonntag feier ich: Neun Jahre selbständig. Am 1. April 2009 habe ich diesen mutigen Schritt ins Unbekannte mit lieben Menschen festlich gestaltet und alle Segenswünsche sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Natürlich war ich unsicher, ob es gelingen würde – und dieser Begriff begleitet mich seitdem in unzähligen Varianten: das gute Gelingen. Das nicht „gemacht“, sondern für welches allein die Bedingungen bereitet werden können, dass ES gelingt. Wie dem Hefekuchen, die Ruhe vor dem Gehen zu geben. Zusammen mit dem Vertrauen, dass das, was sein soll jede Art von Unterstützung bekommt, die es zum Gelingen benötigt.

Wer mich über die Jahre begleitet hat, weiß, dass ich viele Leidenschaften pflege. Dazu gehört: alles rund um Raumkultur und Ästhetik, die östliche Weisheit des Feng Shui in Verbindung mit der westlichen Kunde der Geomantie, die Verbindung von Sinn und Lebensqualität, das Studium von Form und Funktion, von Qi-Lebensenergie und optimalen Wegen. Dazu gehören Wortmagie und innere Ordnung, die Wirkung von Farben und Grundrisspsychologie, achtsame Sinnlichkeit innen und außen, Zahlenmystik, Pflanzensymbolik, Rituale und Zeremonien rund um Haus, Hof und Jahresfeste. Dazu gehört systemisches in die Tiefe begleiten, um Zusammenhänge und Verbindung zwischen Raum und Mensch und unsichtbaren Kräften aufzuspüren. Dazu gehören Ausflüge in philosophische Nachbardisziplinen, chinesische Astrologie und westliche Planetenkunde, natürlich Gartengestaltung und die Liebe zum Wasser in jeder Form. Dazu gehört Empathie, vorurteilsfreies Zuhören, befreiendes Lachen, Mut, um die Ecke zu denken und Dinge beim Namen zu nennen und mich an unbekannten Orten einzulassen: auf Mensch und Tier, auf Wesenheiten, Hausgeister und Stimmungen, Sichtbares und Unsichtbares, Seelenkräfte und Ortsgeister, auf Nebel, Sehnsucht und den Hunger nach mehr.

Und weil ich die Hobbits und ihre Bräuche sehr mag, verschenke ich zu meinem Fest diesmal auch etwas. Jeden Tag im April gibt es einen kleinen Ausflug in oben genannte Sphären. 30x kurz und knackig, zum nachmachen, umsetzen, weiterdenken – sprich: Inspiration für Leib und Leben. Zum selber nehmen oder weiter verschenken. Glückwünsche, Anregungen, Fragen? Immer her damit – ich beantworte was auf dem Herzen liegt oder was schon lange nach Klärung ruft und baue das gern mit ein. Apropos bauen: Wann wird ein Haus zum Zuhause? Sobald auch die Seele eingezogen ist.

 


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Endlich berühmt. Und was kommt danach?

Wer berühmt ist, scheint es „geschafft“ zu haben. Doch wie kommt es, dass wir so häufig über das gescheiterte „Danach“ der Helden lesen?

Dank der modernen Märchenerzähler, dem Boulevard, dürfen wir nicht nur an den Sternstunden sondern auch an persönlichen Tragödien Prominenter hautnah teilhaben. Sei es Boris Becker, Tiger Woods, Amy Winehouse oder Marilyn Monroe, sei es die ruinierte Beziehung, die finanzielle Pleite, die Sucht nach Alkohol oder Drogen, sei es das Finale durch Selbstmord – dem Auge der Öffentlichkeit bleibt nichts verborgen. Oft scheint es, als könne der „Star“ am wenigsten mit seinem Ruhm umgehen.

Mögliche Ursache 1 – Innere Blockade

Wer hätte diesen Absturz vermutet als sie, strahlend umjubelt, auf dem Platz oder der Bühne die Arme nach oben rissen? Dabei gibt es im Volksmund unzählige Redensarten die uns, mehr oder weniger, in ihren Bann ziehen: „Das dicke Ende kommt nach …“, „Wer sich zu früh freut …“, „Soweit kommt’s noch, dass du …“, „Dann kommt das große Heulen …“, „Das ist dann das Ende vom Lied …“! Sind die „Helden“ auch nicht frei davon? Glauben sie vielleicht selbst, dass Ruhm einen (hohen) Preis fordert?

Wer sich in dieser Spirale findet kann durch systemische Aufstellung wirksam zu des Pudels Kern dringen. Auch wer gern erfolgreich sein will und sich wundert, warum das immer noch nicht klappt, kann diese inneren Blockaden haben. Dann wird mit dem Verstand gewünscht, doch im Bauch will das gar nicht erreicht werden. Tricky. Doch systemische Arbeit in Verbindung mit Feng Shui kann das

a) erkennen, innerlich heilen und
b) zusätzlich die (meist selbstgeschaffenen) Blockaden im Raum beseitigen.

Mögliche Ursache 2 – Abhängig von äußerem Qi

Was passiert, wenn jemand (plötzlich oder nach fleißiger Vorarbeit) im Rampenlicht steht? Wenn das lang ersehnte Ziel endlich erreicht und alle Aufmerksamkeit auf einen gerichtet ist? Natürlich bekommt wer im Licht steht ganz viel Qi – Lebensenergie. Frei nach dem Motto: Qi folgt der Aufmerksamkeit. Das kann wie ein Aphrodisiakum wirken und nach einiger Zeit auch zur Abhängigkeit führen.

Wer selbst schon mal auf dem Podium stand (und danach nicht zu selbstkritisch mit sich ins Gericht ging ) weiß, wie erhebend es sich anfühlt: Nach dem Lampenfieber ist das Gehirn voll durchblutet, Glücksgefühle schwemmen durch den Körper, das Gesicht strahlt und je mehr man nach außen strahlt desto mehr strahlt das Außen zurück. Ein Gefühl, als könne man Bäume ausreißen. Pulsierende pure Lebenskraft, der Moment, in dem ALLES möglich ist. Zurück bleibt der Wunsch MEHR davon zu kriegen!!!

Das kann dazu führen, dass Mensch sich völlig verausgabt. Je länger jemand mit der Riesenportion Qi gefüttert wurde desto leerer, matter, schwächer kann man sich fühlen, wenn Rollenangebote ausbleiben oder andere vor einem das Treppchen erklimmen. Wenn’s „das Echte“ nicht mehr gibt, tut es vielleicht ein Ersatz?

Mögliche Ursache 3 – Wenn die wüßten, wer ich wirklich bin. Hoffentlich merkt’s keiner!

Egal ob jemand plötzlich ein „Held“ oder langsam zur Ikone stilisiert wird (Boris Becker, Lady Di, Britney Spears) – im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen macht was mit einem. Plötzlich gewinnt das Außen viel Macht, denn „alles“ wird kommentiert, nichts bleibt mehr unbeobachtet, nichts ist „privat“. Je nach persönlicher Konstitution wird dieser Blick verinnerlicht; kommentiert oder zensiert schließlich eine innere Stimme das Tun. Abhängig von der Herkunft mag solch ein Identitätskonflikt unterschiedlich krass empfunden werden, und individuell entwickeltes Resilienzvermögen kann helfen, die Kluft zwischen Sein und Beobachten zu überbrücken.

Im Grunde erstaunt es auch nicht, wenn Prominente über ihre Selbstzweifel erzählen, von dem schleichenden Gefühl nicht gut genug, oder gar ein Betrüger zu sein: „Wenn die wüßten … .“ – Wie mag sich wohl der Fußballer Thomas Hitzlsperger vor seinem Coming-Out gefühlt haben? Dominant wird an diesem Punkt die Frage nach der eigenen Identität: Wer bin ich, jenseits des Jubels? Wer darf ich sein? Bei Schauspielern mag noch die Frage dazu kommen, ob sich jemand in mich Mensch verliebt oder eher die Rolle gemeint ist (Angelina Jolie und Brad Pitt wurden während des Films „Mr.& Mrs. Smith“ ein Paar und Game of Thrones Heroes Kit Harrington und Rose Leslie verliebten sich während der Dreharbeiten).

Kein Held ist perfekt und selbst Siegfried hatte seine verletzliche Stelle. Was also tun?

Natürlich kennt Feng Shui auch hier eine Lösung. Klingt simpel, mag dennoch eine Herausforderung darstellen.

1. Schritt – Zuhause die Mitte stärken.

Unser Zuhause nehmen wir überall mit hin, selbst wenn wir viel unterwegs sind. Darum gilt es, Daheim einen kraftvollen „Ankerplatz“ zu kreieren. Hilfreiche Fragen zur Gestaltung:

  • Wie fühlt es sich an, wenn ich an einem Ort ganz in meiner Mitte ruhe?
  • Wie ist dieser Platz geschaffen?  Wie die Mitte eines Schneckenhauses, wo das Weiche, Verletzliche sich ganz und gar hinein zurück ziehen kann, geschützt von einem festen Panzer? Oder ist es eher wie der Apfel, der mit saftigem Fruchtfleisch sein Gehäuse umschließt? Wo in der dunklen Mitte die Samen geschützt heran reifen können, um später groß raus zu kommen?
  • Welche Farbe hat Mitte? Ist es Farbe die man sieht, oder Farbe, die man fühlt? Rot-orange vielleicht, so wie das erste Licht mit dem ich als Embryo in Kontakt kam? Oder lieber kühler, distanzierter, gleichwohl umhüllend und formlos wie Wasser?
  • Soll sie eine Form haben?
  • Würde ich sie dekorieren? Braucht es Bilder? Oder ist es ein Korb, gefüllt mit Moos, mit Sand oder Erde und vielleicht groß genug, dass ich mich hinein legen kann?
  • Was sehe ich vor meinem inneren Auge, wenn ich MITTE denke?
  • Was braucht ein Ort, damit ich mich ganz und gar fallen lassen kann und mich trotzdem gehalten fühle?

2. Schritt –  Die im Raum geschaffene Mitte verinnerlichen.

Wie eine Matruschka Puppe gibt es in der äußeren Hülle unzählige kleinere, bis hin zur Kleinsten. In die passt nichts mehr hinein, die ist der Kern. Unzählige Häute oder Schalen in der sich schließlich die körperliche Mitte ganz und gar geborgen fühlt. Das ist ein Prozess und kann ein bisschen dauern. Vielleicht braucht es viele Stunden Aufenthalt in der räumlichen Mitte, um sie irgendwann ganz ins Innere geholt zu haben. Wo sie bereitwillig da ist, um jederzeit abrufbar zu sein.

Um schließlich den Durst nach äußerem Qi durch die eigene Quelle zu stillen. Sobald die Frage, wer ICH bin, geklärt oder nicht mehr relevant ist. Sobald der Erfolg sein darf, weil (unbewußte) Loyalitäten zur Herkunftsfamilie geheilt wurden.

In diesem Sinne – viel Erfolg und gutes Gelingen! Und wer Unterstützung braucht – ich bin da.

 

 


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Feng Shui und die Scheidungshäuser

Wer es genießt, in einer harmonischen Beziehung zu leben ist gut beraten, auf große und kleine Zeichen zu achten damit das auch so bleibt. Bei manchen Häusern erkennt das geschulte Auge schon von außen: Hier hängt der Haussegen schief. Und weil sich Beziehungsprobleme zu häufen scheinen will ich heute über drei Beispiele aus meiner Beratungspraxis (*) erzählen.

Vorneweg sei hier noch einmal das „Lehnstuhlprinzip“ aufgegriffen welches vor allem im Außen das Spiel dominiert.

Das Lehnstuhlprinzip oder Die 5 Himmlischen Tiere …

 … beschreiben das Prinzip idealer Positionierung. Dazu braucht es hinten Schutz, vorn Bewegungsspielraum und zwei Freunde, die die Seiten im Blick behalten. Das Foto ist zwar nicht ideal, doch kommt dem Prinzip sehr nahe: Nach hinten geschützt, seitlich spielt die Palme den „Drachenfreund“ und das Sofa fängt als „Tiger“ die Energie, nach vorn bleibt Freiraum für den „Phönix“.

Genauso funktioniert’s auch in der Landschaft: Hinten ist die „Schildkröte“ zuständig für Schutz und Rückhalt, rechts repräsentiert der „Drache“ männliche Kraft. Seine Spezialität: Energie und Einflussnahme generieren. Links  der „Tiger“ stellvertretend für weibliche Qualitäten und im besten Fall weniger dominant als der „Drache“ gestaltet. Dennoch ist seine vordringliche Aufgabe, die Aufmerksamkeit auf (hübsche Weise) auf sich zu ziehen. Seine Spezialität: Gelegenheiten blitzschnell erkennen und (die Bewohner unterstützen) sie zu ergreifen. Vorn residiert der „Phönix“. Dieser bevorzugt Freiraum um sein Gefieder zu schütteln und sich zu zeigen, seine Flügel auszubreiten ohne irgendwo anzustoßen. So behält er gleichzeitig einen vorteilhaften Ausblick und erkennt rechtzeitig Chancen, die in eine verheißungsvolle Zukunft führen.

Das Reihenhaus – welches sollen wir nehmen, Schatz?

Reihenhäuser haben’s in sich, denn hier wird das Tiger – Drachenspiel par Excellence gespielt. Ähnliches gilt übrigens für Doppelhäuser. Ein starker Rücken ist in der Regel leicht zu generieren, entweder gibt es schon eine Häuserzeile die diesen Part übernimmt oder durch eine Hecke wird eine starke Schildkröte gepflanzt. Auch der Phönix ist meist gut beheimatet: ein ansprechender Vorgarten, ein geschwungener Weg, ein wenig Freifläche und schon fühlt er sich ganz Zuhause. Problematischer ist es mit der Tiger – Drachenqualität. Vor allem Reihenendhäusern fehlt oft Tiger oder Drache, während der andere durch die angrenzenden Häuser überaus dominant daher kommt. Dies kann sich in der Art der Beziehung spiegeln, in auffällig häufige Abwesenheit ausarten („Mein Mann ist nie zu Hause“ – „Meine Frau ist ständig unterwegs“) oder ein Geühl von Unter- bzw. Überforderung erzeugen.
Und wer ungewollt partnerlos im Reihenendhaus oder Doppelhaus lebt kann über dieses „Schema“ eine Erklärung für die tatsächliche Abwesenheit eines Partners finden. In jedem Fall braucht es hier viel Geschick um für Balance zu sorgen und eine Andockstelle zu schaffen, damit Mann oder Frau auch wirklich ankommen und sich Zuhause fühlen können.

Symbole im Eingang

Die Intention ist lobenswert, die Umsetzung leider nicht gelungen: Hier sollten die Löwen im Eingang für Schutz sorgen.

Stellvertretend stehen sie als Symbol für beide Partner und repräsentieren die weibliche Kraft auf der Tigerseite und die männliche Kraft auf der Drachenseite. Da jedoch beide in eine andere Richtung schauen lag es nahe, dass das Paar sich auseinander lebt. Was auch tatsächlich eintrat, die Löwen waren vielleicht ein Jahr auf ihrem Sockel und vom „Paar“ war nicht mehr viel übrig. Als ich gerufen wurde folgte bereits jeder eigenen Interessen und es gab nur noch wenig Gemeinsamkeiten.
Förderlicher wirkt es wenn die gewählten Symbole miteinander in die gleiche Richtung schauen – und zwar nach vorn. Auf diese Weise stehen die Partner Seite an Seite und auch, wenn jeder eigene Entwicklungsschritte geht, bleibt die Verbindung durch gemeinsame Ausrichtung bestehen.

Leben unter einem Dach

Moderne Architektur macht’s möglich – doch manch „schräge“ Konstruktion kann nach hinten losgehen. Hier lebt ein Paar buchstäblich nicht unter einem Dach. Zusätzlich werden durch die Farbwahl rot und weiß die optischen Hälften noch unterstrichen. Nach der Lehre der 5 Elemente erzeugen diese Farben einen Feuer-Metall Clash. Das heißt, hier wird das Zusammenleben spannungsreich (Feuer-Metall erzeugt Reibungsenergie) und dann fällt es vermutlich schwer, einen Konsens zu finden (kein gemeinsames Dach).
Modern hin oder her – förderlich für gelingende Partnerschaft ist noch immer, wenn schon in einem Haus dann auch „unter einem Dach“ zu leben. Und wenn die Fassade vielfarbig sein soll tut es gut, auf einen nährenden Elementezyklus zu achten, der am Besten die im Haus lebenden Menschen unterstützt.

Wer in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebt ist von diesen Prinzipien übrigens genauso betroffen, auch wenn die Nuancen etwas variieren.

(*) P.S.: Um die Privatsphäre meiner Klienten zu schützen gibt’s heute keine Originalfotos.


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Feng Shui Basics für den Garten

„Ich setze als wahr voraus, dass es im Himmel und auf Erden Götter gibt und dass die unergründliche Natur und mein Ich einander antworten.“ Yang Mu

Dieser Verbindung von Ich und Natur lässt sich jederzeit nachspüren. Besonders angenehm für alle Sinne ist es jetzt, da lang ersehnter Sonnenschein nach draußen lockt. Sich gücklich schätzen darf, wer im eigenen Garten an einem schattigen Plätzchen ausruhen oder kreativ werkeln darf, um Kraft für den Alltag zu schöpfen.

Der Ursprung der Harmonielehre

Mit ein paar Basics des Feng Shui, der fernöstlichen Harmonielehre von Wind und Wasser, können neue Impulse für die Gestaltung in den Garten einziehen. Anfänglich wollten chinesische Gelehrte eigentlich „nur“ herausfinden, wie Menschen, Tiere und Pflanzen sich unter bestimmten Bedingungen verhalten und wie sie sich verändern, werden die äußeren Bedingungen gewandelt. Das Ziel einer Gestaltung mit Feng Shui war immer, in harmonischem Einklang mit seiner Umgebung und der Natur zu leben und dadurch positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude zu wirken. Lebenskraft erhalten, das war und ist das Zauberwort.

Der Garten – eine universelle Form des Seins

Die Kunst der harmonischen Gartengestaltung entwickelte sich nicht nur im Fernen Osten, auch in Europa entstand eine eigene Form der Gartenkunst. Sie orientierte sich überwiegend am Zeitgeist und den dazu gehörenden philosophischen Überzeugungen. Auch in der westlichen Welt wurden Gärten nach „Energie-Kriterien“ angelegt und Eingeweihte nutzten ihr „Wissen der Erde“, genannt Geomantie, um von unsichtbaren, in der Erde verlaufenden Kraftlinien zu profitieren und sie zur Erbauung einzubeziehen.

Philosophisch können wir jeden Garten als einen Mikrokosmos betrachten, als ein Abbild des großen Ganzen. Und je nach Epoche und eigenem Geschmacksempfinden wechselt die Darstellung dieses lebendigen „Landschaftsgemäldes“ auch heute noch: Bevorzugt der eine die üppige Farbenpacht und das scheinbar wilde Durcheinander des Bauerngartens; findet die andere im sparsam und zurückhaltenden Zen-Garten ihr inneres Abbild. Gemeinsam tragen alle Mensch die Sehnsucht nach dem Paradies in sich und die Gärten soll(t)en ein irdisches Abbild dieser Sehnsucht darstellen. Im Garten begegnet der Mensch den Elementen und damit auch sich selbst.

Einen Feng Shui Garten per se, den gibt es gar nicht

Feng Shui ist die Kunst, in harmonischem Einklang mit der Umgebung zu leben. Deshalb orientiert sich ein solcherart gestalteter Garten an den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Erkennungszeichen sind die Anlage der Wege, die Platzierung von Wasser, gekonnte Steinsetzungen und die Bepflanzung mit dominanten Kennzeichen, seien es Bäume oder Hecken. Ein gelungener Garten hat keinen Anfang und kein Ende und die Meisterschaft (vor allem der japanischen Gärten) besteht darin, für das Auge einen endlosen Blick zu schaffen; Kenner sprechen in solchen Fällen von „geliehenen Gärten“.

Wer einige Basics der Feng Shui Lehre bei der Anlage eines Flecken Erde einbezieht, wird seinen Garten als besonders harmonisch, inspirierend und wohltuend für die Gesundheit empfinden. Wirkt ein Garten dagegen leblos oder ein bisschen eintönig, ist das in den meisten Fällen auf ein Ungleichgewicht der 5 Elemente oder auf ein nicht ausbalanciertes Verhältnis von Yin und Yang zurückzuführen. Die Lehre besagt, dass alles was um uns ist, also Lebenwesen, Pflanzen und auch Steine eines der 5 Elemente repräsentiert. Die 5 Elemente stehen miteinander in tiefer Verbindung, sie können sich fördern, zerstören oder kontrollieren.

Tipps und Tricks für harmonische Gestaltung mit den 5 Elementen 

Pflanzen und Accessoires für den harmonischen Garten bestehen aus dem

Element Holz – Sinnbild des Frühlings. Charakterisch für das Holzelement ist die kräftig nach oben strebende Energie. Seine Farbe ist Grün. (Accessoire Säule, Pflanzen z. B. Hyazinthe, Tulpe, Bambus oder Rittersporn). Holz fördert das

Element Feuer – welches für die Jahreszeit des Sommers steht, sein Sinnbild ist die Expansion. Dem Feuer sind die Farbe Rot sowie spitze oder dreieckige Formen zugeordnet (Accessoire Gartenlicht, Feuerpflanzen u. a. Krokus, Gladiole, Stechpalme). Feuer befruchtet das

Element Erde – sie hat eine vermittelnde, aufnehmende Energie und entspricht dem Spätsommer. Die Farben sind ocker, sand, terracotta, ihre Form ist rechteckig oder quadratisch (Accessoires sind Steine oder Terrakotta-Waren, Pflanzen im Erdelement u. a. türkischer Mohn, Schneeglöckchen, Clematis oder Felsenbirne). Aus der Erde gewinnt man das

Element Metall – das Element der maximalen Verdichtung. Diese Energie strebt dazu, sich im Mittelpunkt zu vereinen. Jahreszeitlich wird Metall dem Herbst, der Zeit der fallenden Blätter, zugeordnet. Seine Farben sind Weiß oder Silber, die zugehörige Form ist rund. (Accessoire Metallkugel, Pflanzen z. B. Vergissmeinicht, Pfingstrose, Pampasgras, Akelei oder Glyzinie). Metall wirkt anreichernd auf das

Element Wasser – welches die nach unten fließende Kraft symbolisiert. Seine Form ist wellig und unregelmäßig, seine Farben sind Blau oder Schwarz. (Accessoire Vogeltränke oder Teich, Pflanzen z. B. Lavendel, Stiefmütterchen, Osterglocke, Ringelblume oder Fingerhut).

Lass‘ Blumen sprechen …

Auch die innere Wirkung der Pflanzen, also ihre Symbolsprache, bereichert jeden Garten. Mit Schafgarbe kann zum Beispiel weibliche Intuition und Einfühlungsvermögen gestärkt oder mit Hilfe des Bambus eine Aufbruchstimmung erzeugt werden. Die Lupine stärkt Duchsetzungskraft und Selbstbewusstsein, die Forsythie bringt Einfachheit, Hortensien beruhigen den Geist und die Strauchpfingstrose wird wegen ihrer Schönheit und als Glücksbringer geschätzt. (Mehr zur Pflanzensymbolik findest Du hier)

Wer einen neuen Weg anlegt, sollte auf geschwungene Wegeführung achten, damit das lebensspendende Qi langsam durch den Garten und zum Haus fließen kann. Dabei haben natürliche, hochwertige Materialien eine deutlich höhere Grundenergie, sie unterstützen die  Lebenskraft nachhaltig und sind deshalb ihre Investition wert.

Unbelebt wirkende Gartenbereiche können mit Aufmerksamkeitspunkten wie Licht, Solitärpflanzen oder Accessoires verschönert werden. So wird auch hier das Qi angelockt. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt:

  • Vielleicht gestalten Sie jenseits des Hauptweges kleine Themengärten?
  • Ein Garten, der nicht auf den ersten Blick zu überschauen ist, macht neugierig und wirkt anregend.
  • Und in jedem Garten, sei er noch so winzig, sollte eine kleine Zone unbearbeitet bleiben um einen Rückzugsort für Tiere zu schaffen. Das muss ja nicht immer auf der Erde sein, auch wer in die Höhe denkt wird fündig: ein umgedrehter, mit trockenem Grasschnitt gefüllter Blumentopf wird ein Zuhause für Ohrenkneifer, Käfer lieben zusammengebundene, in den Baum gehängte Äste, am Haus könnte ein Kasten für Fledermäuse angebracht werden (dann an nachtblühende Pflanzen denken!) und natürlich der klassische Laub- und Gehölzhaufen für Igel. Unberührte Orte werden zu Plätzen der Wandlung und laden uns ein, über das Tao des Lebens zu sinnieren.

Plädoyer für Wohlbefinden und Gesundheit

Ein lebendiges, nach Feng Shui Kriterien gestaltetes Stück Natur versorgt uns alle mit vitaler Lebensenergie und trägt dazu bei, das Empfinden zu bereichern. Eine Gartengestaltung für alle Sinne belebt die Vielfalt, bereichert schauen, riechen, schmecken, fühlen und hören und ist ein unerschöpflicher Quell für Gesundheit und intensives Wohlbefinden.

Brauchen Sie Inspiration für Ihren Garten, dann sprechen Sie mich gerne an. Ich bin eine leidenschaftliche Gärtnerin und schöpfe aus der nie versiegenden Quelle … 🙂 ❤