La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


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Feng Shui Basics für den Garten

„Ich setze als wahr voraus, dass es im Himmel und auf Erden Götter gibt und dass die unergründliche Natur und mein Ich einander antworten.“ Yang Mu

Dieser Verbindung von Ich und Natur lässt sich jederzeit nachspüren. Besonders angenehm für alle Sinne ist es jetzt, da lang ersehnter Sonnenschein nach draußen lockt. Sich gücklich schätzen darf, wer im eigenen Garten an einem schattigen Plätzchen ausruhen oder kreativ werkeln darf, um Kraft für den Alltag zu schöpfen.

Der Ursprung der Harmonielehre

Mit ein paar Basics des Feng Shui, der fernöstlichen Harmonielehre von Wind und Wasser, können neue Impulse für die Gestaltung in den Garten einziehen. Anfänglich wollten chinesische Gelehrte eigentlich „nur“ herausfinden, wie Menschen, Tiere und Pflanzen sich unter bestimmten Bedingungen verhalten und wie sie sich verändern, werden die äußeren Bedingungen gewandelt. Das Ziel einer Gestaltung mit Feng Shui war immer, in harmonischem Einklang mit seiner Umgebung und der Natur zu leben und dadurch positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude zu wirken. Lebenskraft erhalten, das war und ist das Zauberwort.

Der Garten – eine universelle Form des Seins

Die Kunst der harmonischen Gartengestaltung entwickelte sich nicht nur im Fernen Osten, auch in Europa entstand eine eigene Form der Gartenkunst. Sie orientierte sich überwiegend am Zeitgeist und den dazu gehörenden philosophischen Überzeugungen. Auch in der westlichen Welt wurden Gärten nach „Energie-Kriterien“ angelegt und Eingeweihte nutzten ihr „Wissen der Erde“, genannt Geomantie, um von unsichtbaren, in der Erde verlaufenden Kraftlinien zu profitieren und sie zur Erbauung einzubeziehen.

Philosophisch können wir jeden Garten als einen Mikrokosmos betrachten, als ein Abbild des großen Ganzen. Und je nach Epoche und eigenem Geschmacksempfinden wechselt die Darstellung dieses lebendigen „Landschaftsgemäldes“ auch heute noch: Bevorzugt der eine die üppige Farbenpacht und das scheinbar wilde Durcheinander des Bauerngartens; findet die andere im sparsam und zurückhaltenden Zen-Garten ihr inneres Abbild. Gemeinsam tragen alle Mensch die Sehnsucht nach dem Paradies in sich und die Gärten soll(t)en ein irdisches Abbild dieser Sehnsucht darstellen. Im Garten begegnet der Mensch den Elementen und damit auch sich selbst.

Einen Feng Shui Garten per se, den gibt es gar nicht

Feng Shui ist die Kunst, in harmonischem Einklang mit der Umgebung zu leben. Deshalb orientiert sich ein solcherart gestalteter Garten an den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Erkennungszeichen sind die Anlage der Wege, die Platzierung von Wasser, gekonnte Steinsetzungen und die Bepflanzung mit dominanten Kennzeichen, seien es Bäume oder Hecken. Ein gelungener Garten hat keinen Anfang und kein Ende und die Meisterschaft (vor allem der japanischen Gärten) besteht darin, für das Auge einen endlosen Blick zu schaffen; Kenner sprechen in solchen Fällen von „geliehenen Gärten“.

Wer einige Basics der Feng Shui Lehre bei der Anlage eines Flecken Erde einbezieht, wird seinen Garten als besonders harmonisch, inspirierend und wohltuend für die Gesundheit empfinden. Wirkt ein Garten dagegen leblos oder ein bisschen eintönig, ist das in den meisten Fällen auf ein Ungleichgewicht der 5 Elemente oder auf ein nicht ausbalanciertes Verhältnis von Yin und Yang zurückzuführen. Die Lehre besagt, dass alles was um uns ist, also Lebenwesen, Pflanzen und auch Steine eines der 5 Elemente repräsentiert. Die 5 Elemente stehen miteinander in tiefer Verbindung, sie können sich fördern, zerstören oder kontrollieren.

Tipps und Tricks für harmonische Gestaltung mit den 5 Elementen 

Pflanzen und Accessoires für den harmonischen Garten bestehen aus dem

Element Holz – Sinnbild des Frühlings. Charakterisch für das Holzelement ist die kräftig nach oben strebende Energie. Seine Farbe ist Grün. (Accessoire Säule, Pflanzen z. B. Hyazinthe, Tulpe, Bambus oder Rittersporn). Holz fördert das

Element Feuer – welches für die Jahreszeit des Sommers steht, sein Sinnbild ist die Expansion. Dem Feuer sind die Farbe Rot sowie spitze oder dreieckige Formen zugeordnet (Accessoire Gartenlicht, Feuerpflanzen u. a. Krokus, Gladiole, Stechpalme). Feuer befruchtet das

Element Erde – sie hat eine vermittelnde, aufnehmende Energie und entspricht dem Spätsommer. Die Farben sind ocker, sand, terracotta, ihre Form ist rechteckig oder quadratisch (Accessoires sind Steine oder Terrakotta-Waren, Pflanzen im Erdelement u. a. türkischer Mohn, Schneeglöckchen, Clematis oder Felsenbirne). Aus der Erde gewinnt man das

Element Metall – das Element der maximalen Verdichtung. Diese Energie strebt dazu, sich im Mittelpunkt zu vereinen. Jahreszeitlich wird Metall dem Herbst, der Zeit der fallenden Blätter, zugeordnet. Seine Farben sind Weiß oder Silber, die zugehörige Form ist rund. (Accessoire Metallkugel, Pflanzen z. B. Vergissmeinicht, Pfingstrose, Pampasgras, Akelei oder Glyzinie). Metall wirkt anreichernd auf das

Element Wasser – welches die nach unten fließende Kraft symbolisiert. Seine Form ist wellig und unregelmäßig, seine Farben sind Blau oder Schwarz. (Accessoire Vogeltränke oder Teich, Pflanzen z. B. Lavendel, Stiefmütterchen, Osterglocke, Ringelblume oder Fingerhut).

Lass‘ Blumen sprechen …

Auch die innere Wirkung der Pflanzen, also ihre Symbolsprache, bereichert jeden Garten. Mit Schafgarbe kann zum Beispiel weibliche Intuition und Einfühlungsvermögen gestärkt oder mit Hilfe des Bambus eine Aufbruchstimmung erzeugt werden. Die Lupine stärkt Duchsetzungskraft und Selbstbewusstsein, die Forsythie bringt Einfachheit, Hortensien beruhigen den Geist und die Strauchpfingstrose wird wegen ihrer Schönheit und als Glücksbringer geschätzt. (Mehr zur Pflanzensymbolik findest Du hier)

Wer einen neuen Weg anlegt, sollte auf geschwungene Wegeführung achten, damit das lebensspendende Qi langsam durch den Garten und zum Haus fließen kann. Dabei haben natürliche, hochwertige Materialien eine deutlich höhere Grundenergie, sie unterstützen die  Lebenskraft nachhaltig und sind deshalb ihre Investition wert.

Unbelebt wirkende Gartenbereiche können mit Aufmerksamkeitspunkten wie Licht, Solitärpflanzen oder Accessoires verschönert werden. So wird auch hier das Qi angelockt. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt:

  • Vielleicht gestalten Sie jenseits des Hauptweges kleine Themengärten?
  • Ein Garten, der nicht auf den ersten Blick zu überschauen ist, macht neugierig und wirkt anregend.
  • Und in jedem Garten, sei er noch so winzig, sollte eine kleine Zone unbearbeitet bleiben um einen Rückzugsort für Tiere zu schaffen. Das muss ja nicht immer auf der Erde sein, auch wer in die Höhe denkt wird fündig: ein umgedrehter, mit trockenem Grasschnitt gefüllter Blumentopf wird ein Zuhause für Ohrenkneifer, Käfer lieben zusammengebundene, in den Baum gehängte Äste, am Haus könnte ein Kasten für Fledermäuse angebracht werden (dann an nachtblühende Pflanzen denken!) und natürlich der klassische Laub- und Gehölzhaufen für Igel. Unberührte Orte werden zu Plätzen der Wandlung und laden uns ein, über das Tao des Lebens zu sinnieren.

Plädoyer für Wohlbefinden und Gesundheit

Ein lebendiges, nach Feng Shui Kriterien gestaltetes Stück Natur versorgt uns alle mit vitaler Lebensenergie und trägt dazu bei, das Empfinden zu bereichern. Eine Gartengestaltung für alle Sinne belebt die Vielfalt, bereichert schauen, riechen, schmecken, fühlen und hören und ist ein unerschöpflicher Quell für Gesundheit und intensives Wohlbefinden.

Brauchen Sie Inspiration für Ihren Garten, dann sprechen Sie mich gerne an. Ich bin eine leidenschaftliche Gärtnerin und schöpfe aus der nie versiegenden Quelle … 🙂 ❤


 


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Wer sich wohl fühlt in seiner Haut, hat einfach mehr vom Leben

Wie wohltuend, sich in angenehmen Räumen aufzuhalten. Mag auch der individuelle Geschmack verschieden sein, der Effekt ist ähnlich: Der Körper entspannt sich, hochgezogene Schultern sinken, Augen lächeln, die eigene Gesellschaft wird geschätzt und dieses Gefühl bewirkt im Außen entsprechende Resonanz.

Verweilen • Atmen • Auftanken

Mein Körper, mein Tempel

So wie der Körper im Raum, so wohnt die Seele im Körper. Ein schöner Mensch hat seine eigene Ästhetik und definiert sich wenig durch gesellschaftlich vorgegebene Ideale. Aus-Strahlung lautet hier das Zauberwort. Das sichtbare „sich in seiner Haut wohlfühlen“ beschreibt mir diesem Zustand am Treffendsten. Das, was niemand kaufen kann und sich keiner Mode unterwirft.

Das besondere an der Haut: Sie bildet die Grenze von innen nach außen, sie schützt den Innenraum. Alles was „unter die Haut“ geht berührt das Innerste, nimmt Einfluss und formt. Darum ist die Haut so besonders und ihre Sinnlichkeit verlangt nach Achtsamkeit. * Nicht jede Berührung ist angenehm, synthetische Kosmetik verstopft die Poren, Kunstfasern hemmen den natürlichen Reinigungsprozess der Haut, Waschmittelrückstände werden durch die Haut nach innen transportiert und selten ist ein Krimi es wert, das Innerste durch Emotionen aufzuwühlen. Ähnlich der Fassade eines Hauses kann die Haut spiegeln, wer innen wohnt – und die Zeichen der Zeit können sogar attraktiver machen.

Was hat Feng Shui damit zu tun?

Im allgemeinen wird Feng Shui mit „Wind und Wasser“ übersetzt. Dabei ist Feng Shui hauptsächlich eine Lehre des Energieflusses. Wind und Wasser sind ein Teil dieser Energie: Gewässer, Straßen und das im Körper fließende Blut repräsentieren „Wasser“, während „Wind“ zugige Straßenecken, einen erfrischenden Luftzug und den (geatmeten) Sauerstoff beschreibt. Wind und Wasser sind notwendig, um zu leben. Worauf es dann noch ankommt ist das Gleichgewicht. Zuviel oder zuwenig macht Dürre, Überschwemmung, Sturm oder Zerstörung. Auf der Erde wie im Körper.

So könnte man Feng Shui Kundige auch als „Energiebalancierer“ bezeichnen. Da wo gute Energie herrscht gibt es Wohlgefühl. Eine gute Atmosphäre gleicht der Oase in der Wüste: Wo Menschen gern verweilen, Verbindungen knüpfen und sich austauschen. So entstehen Gelegenheiten. Gelegenheiten, die wahr genommen werden wollen. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben,“ lautet eine Lebenserfahrung Gorbatschows. „Wer Gelegenheiten nicht wahr nimmt, verpasst sie“, füge ich hinzu 😉

Das Herz einer Feng Shui Beratung ist also dazu da, Wohn- oder Arbeitsraum durch Balance in die sprichwörtliche Oase zu verwandeln, um das Wesen (von Raum und Mensch) zum Strahlen zu bringen. Ein Haus lebt in der Landschaft, ein Körper lebt im Raum. Alles wirkt von außen nach innen und dann wieder von innen nach außen. Diese Wechselwirkung können wir nutzen: In einem harmonischen Raum kann der Körper aufleben, sich entspannen, sich entfalten, sich wohl fühlen. Wer den Empfehlungen einer Feng Shui Kundigen folgt hat gute Chancen, wacher durchs Leben „zu spazieren“, sich bietende Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen.

*Auch Menschen mit Hautproblemen können von einer Feng Shui Beratung profitieren: Ein individuell erstelltes Chart mit Stellung der Fünf Elemente gibt Auskunft über persönliche Anlagen und ein Blick in den Raum mit Augenmerk auf Westen und Nordwesten können erstaunliche Erfolge bringen. Sprechen Sie mich gerne an!


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Workshop – Frag doch den Grundriss!

Für Kurzentschlossene – es gibt noch freie Plätze!

Wann? Nächsten Samstag, 11.3.2017 von 11 – 16 Uhr
Wo? Im eos-Institut in Bremen, Schwachhauser Heerstr. 55
Wieviel? 120 Euro, inkl. MwSt.

Warum?

In einem Grundriss sind alle Lebensthemen abgebildet, er ist ein in sich geschlossenes System das zeigt, welche Faktoren dominanten Einfluss nehmen. Auch ist ein Grundriss keine isolierte Einheit, sondern immer Teil der umgebenden Landschaft, meist Teil eines größeren Verbundes (Wohnhaus, Doppelhaus, Straße, Dorfgemeinschaft) und wird von den Menschen die dort wirken, geprägt. Und weil niemand zufällig irgendwo lebt (und arbeitet), kann der meist unbewusst erfolgte „Zugriff“ auf Räume und Orte viel darüber aussagen warum etwas ist, wie es ist, was gerade dran ist und wie es weiter gehen kann.

Ein Grundriss kann Fragen beantworten, die sich im Leben stellen. Da ist das, was offen daliegt und nur darauf wartet, entschlüsselt zu werden. Anderes wiederum ist hinter Symbolen, Symptomen oder Blockaden verborgen. Die Kombination von Feng Shui und systemischer Aufstellung eignet sich hervorragend, die geflochtene Verbindung zwischen Mensch, Ort und gebautem Raum zu entschlüsseln, um den eigenen Lebensraum und Wirkungsbereich neu und lebensfreundlich(er) zu gestalten.

grundriss

In diesem Workshop gibt es die Gelegenheit dazu. Mögliche Themen können sich drehen um

• Liebe, Partnerschaft und Familie
• Gesundheit
• Berufswahl, berufliche Neuausrichtung, geschäftlichen Erfolg, Betriebsklima, Beförderung
• Reichtum und Wohlstand
• (unerfüllter) Kinderwunsch
• Umzug ja oder nein
• allgemeine Fragen zu Sinnfindung, Lebensfreude, Krisen, „bin ich am richtigen Platz?“ usw.
• Rollenklärung – „Vater / Mutter / Freund/in / Chef/in“ sein
– und viele mehr –

Jeder Teilnehmer / jeder Teilnehmerin hat die Möglichkeit, eine Frage aufzustellen oder ein Anliegen zu klären und als Stellvertreter/in für die anderen zu stehen. Willkommen ist auch, wer nur als Stellvertreter/ Stellvertreterin teilnehmen möchte. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung mitbringen.

Anmeldung

Susanne Berkenkopf – berkenkopf@raum-innen-aussen.de

oder telefonisch unter 0421 161 69 608

Ich freue mich darauf, gemeinsam unentdeckte Schätze zu heben und aus der Dunkelheit ans Licht zu bringen!


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Zurück auf Anfang – was ist nochmal Feng Shui?

Es gibt Menschen, die kriegen die Krise wenn sie nur Feng Shui hören. Die erklären, für vernünftige Menschen sei das nichts, Feng Shui komme schließlich aus der esoterischen Ecke, sei absolut unwissenschaftlich und ein aufgeklärter Geist falle auf so etwas nicht herein.

Ist das so? Was wird durch diese Aussage beurteilt? Die Schublade? Oder der Inhalt?

Es gibt mittlerweile sehr viel Literatur über Feng Shui und kein Autor, keine Autorin wird müde, die wunderbaren Dinge, die nach einer Beratung geschehen können, zu preisen. Doch wen erreichen sie damit? Alle Menschen? Oder nur die, zu deren Weltbild eh‘ schon gehört, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde als wir mit der Ratio zu fassen vermögen?

Himmel, Erde, Mensch und das Tao. Foto Pok_Rie

Himmel, Erde, Mensch und das Tao.                                                               Foto © Pok_Rie

Was ist Feng Shui? Oder sollte es besser heißen, womit befasst sich Feng Shui?

Feng Shui ist eine spirituelle Weisheitslehre aus China.* Gegenstand der Betrachtung sind Himmel, Erde und Mensch vereint durch das Tao, den Ursprung aller Dinge. So heißt es:

Der Mensch richtet sich nach der Erde.
Die Erde richtet sich nach dem Himmel.
Der Himmel richtet sich nach dem Sinn (Tao).
Der Sinn richtet sich nach sich selber.

Zitiert nach Adeline Yen Mah**

Das eine kann nicht isoliert vom anderen gesehen werden. Kurz gesagt wird ein Zusammenhang zwischen allem hergestellt, weil alles aus dem einen, dem Tao, geboren wurde. Wir Menschen leben unter demselben Himmel auf dieser Erde – können wir den tiefsten Sinn ergründen? Früher dauerte die Ausbildung zum Feng Shui Meister mindestens 20 Jahre. Während dieser Zeit lief der Adept mit dem Meister durch die Berge um Formen zu studieren, Yin und Yang in den klitzekleinen und riesig großen Dingen zu erkennen, lernte Formeln über Formeln und Zeichen und Zeiten zu deuten.

Heute geht das alles ein bisschen schneller. Längst stapfen nicht mehr alle Feng Shui Berater bei Wind und Wetter und zu allen Tages- und Nachtzeiten durch die Gegend, um die Qualität der Landschaft und der Zeit zu studieren. Doch ganz ohne geht es nicht und ich meine inzwischen, die Lehre von Wind und Wasser (Feng Shui) zu studieren braucht ein ganzes Leben. Mindestens.

Doch damals, als es noch kein google gab, da wollten die Menschen selbst herausfinden, in welcher Umgebung der Mensch und das, was er zum Leben braucht, am Besten gedeiht. Wo wachsen welche Pflanzen? Was brauchen Tiere, um gesund und kräftig zu sein?  Um viele Nachkommen zu gebären? Was brauchen Krieger – außer einer starken Ideologie – um auch unter widrigen Bedingungen im Gelände kampfesmutig und vor allem gesund zu bleiben? Und was konnte man tun wenn die Bedingungen nicht optimal waren, Menschen und Tiere kränkelten, die Pflanzen verkümmerten und Streit in der Gemeinschaft den Wohlstand bedrohte?

Das alles zu einer Zeit, als Menschen sich noch nicht getrennt von ihrer Umgebung erlebten. Animismus, der Glaube an das Einssein und dass alles in der Natur eine Seele hat. Wer erzählt seinen Kindern noch Weihnachtsmärchen? Wer träumt von einer „heilen“ Welt, in der alle Menschen in Frieden zusammen leben? Bei wem waren in der Nacht die Wichtel, so dass die Arbeit am Tage leichter von der Hand geht? Wer führt am Flussufer Gespräche mit den Wassergeistern? Wer betet vor wichtigen Terminen, lebensgefährlichen Operationen und vor Reisen zu unbekannten Zielen um Schutz und darum, dass alles gut gehen möge? Wer ist selbst dafür zu „aufgeklärt“?

Leben im Einklang. Von innen her wissen, dass ein Mensch nicht losgelöst von seiner Umwelt leben kann. Mehr noch, dass wir mit ihr identisch sind. „Jeder lebende Organismus ist Teil des Universums, und das Universum setzt sich aus uns allen zusammen. Wenn wir die Umwelt verschmutzen, um unser Leben angenehm zu gestalten, zerstören wir einen Teil von uns selbst, weil wir und das Universum ein und dasselbe sind,“ schreibt Adeline Yen Mah.

Wer von „Lebenskampf“ spricht und davon, die „Natur zu bezwingen“ sieht das Universum als Feind. Wer jedoch verinnerlicht hat, wie ganz kleine Dinge oder Begebenheiten dazu beitragen können, das Wohlbefinden zu beeinflussen, verabschiedet sich von Begrifflichkeiten wie Aberglaube oder nicht-wissenschaftlich-genug. Wer als Subjekt glaubt, objektiv sein zu können, irrt. Was wahr ist oder als wahr empfunden wird kann individuell sehr verschieden sein. Und kann dennoch stimmen.

Wir denken in Begriffen anstatt zu fühlen und erklären uns so die Welt. Daran hat sich im Grunde nichts geändert, noch immer suchen wir nach Erklärungen (dem Sinn). Doch fühlen kommt immer zuerst***. Allerdings hat „fühlen“ mit Vertrauen zu tun und das kommt immer öfter abhanden in einer Welt, in der „Dinge“ ihren Zauber verlieren.

Geht es Feng Shui darum?

Ja auch. Fühlen und beobachten. Dann erst denken, analysieren, berechnen. Immer jedoch gilt: Feng Shui sieht einen Zusammenhang zwischen Umwelt und Mensch, zwischen individuellen Anlagen, Raum und Wohlbefinden, zwischen Eindruck und Charakter. Jeder Mensch wird in Bedingungen geboren auf die er – oberflächlich betrachtet – keinen Einfluss hat. Doch wie verarbeitet ein Individuum was ihm geschieht? Warum wachsen manche Menschen an widrigen Umständen während andere daran zerbrechen würden? Das wollen wir heraus finden und vor allem, was JETZT zu tun ist – an diesem Ort, für diesen Mensch, zu dieser Zeit.

Von Anfang bis Ende dreht sich ein Leben um individuelles Potenzial, um Innenraum und Außenraum. Das Potenzial will gelebt und in die Welt gebracht werden, der Innenraum soll Schutz bieten, der Außenraum Möglichkeit geben, zu zeigen wer man ist und was man kann. Das alles geht nur, wenn genügend Lebenskraft da ist. Und nur darum geht es. Lebenskraft erhalten und wo möglich vermehren. Dadurch beitragen zu Wohlergehen und gutem Gelingen, zu Heilung und innerem Frieden.

Schon ganz früh prophezeite mir mein alter Lehrer: „Du erreichst nur die Menschen, die bereit sind und die etwas von dem verstehen wollen, was Du sagst. Argumente sind für den Kopf, doch die wahren Entscheidungen trifft das Herz. Wie beschreibst Du jemanden einen Sonnenaufgang, der die Farben nicht kennt? Nur von Herz zu Herz kannst Du Dich verständlich machen.“

Ich habe seine Worte heute mehr denn je im Ohr und glaube, daran übe ich mich ein ganzes Leben.


Wer noch nicht genug hat und mehr wissen will, wie wir unsere Welt konstruieren möge hier weiterlesen Deepak Chopra; Quantenbewusstsein

*Als Wissenschaftlerin würde ich natürlich nur zu gern schreiben Feng Shui sei eine Wissenschaft. Ich bin auch von Grund auf davon überzeugt, dass es so ist. Doch will ich mich hier nicht auf eine Diskussion darüber einlassen.  Mittlerweile bin ich eh‘ der Meinung: Wissenschaftler haben wir genug, Menschen die weise handeln noch längst nicht.

**Adeline Yen Mah, Der Ursprung der zehntausend Dinge

***Wer das nicht glaubt lese wissenschaftliche Abhandlungen über das „Bauchgehirn“


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The Entrance, a warm welcome? A written gift for my English speaking followers

Over time I’ve gotten quite some English speaking followers. Thank you all a lot and as a little gift: This one is especially for you. Find some easy tips on how to have good Feng Shui already at the entrance.

(Als kleines Dankeschön für die wachsende Zahl meiner nicht deutsch sprechenden Follower gibt es heute einen englischen Text. Das deutsche Equivalent gibt es hier Der Eingang. Herzlich willkommen?)

Hauseingang

Good Feng Shui shows already in the Entrance

The entrance area can be as different as the people who actually live in a house. In Feng Shui, the importance of the entrance area attributes a special importance as it is the link between the outside world and the private one. The entrance shows exactly how you greet the world and in addition to that, it affects both mood and thoughts, whether you are coming or going.

The front door itself creates a vivid energy when entering the house and provides all rooms with a vital life force. An open and friendly landscaped entrance invites great opportunity, a beneficial experience and helpful people.

Those living in a house are the ones who ultimately decide how the entrance creates an effect. It is always beneficial if the house is easy to find from the road and even a side entrance can be marked with lights or plants leading to the house. The door is important, so choose an appealing color and ensure that the door is easy to open. A door that is jammed and difficult to open are indications that something is stuck in your life, or that there are obstacles that need to be overcome.

A meandering path to the entrance can ensure that the energy is in abundance when entering the house. If you like, frame the entrance with flowers or door guards and exhibit good opportunities in a friendly way.

In an apartment building, it is very much worthwhile to have an influence on the state of the communal entrance and staircase, as after all they will both affect your well-being and interaction within the building. Of course, your own front door you can easily add a personal touch such as adding a wreath to activate protection, an appealing doormat to assign a vitality Qi into your rooms and also a clear name badge to show the ownership you have at the residential premises. Shoe’s shouldn’t be put in front of the door as nobody, including yourself wants to see the sight of worn shoes before even entering the apartment. Shut off furniture in the hallway is a prime sign that the apartment is too small and it is time to move or an urgent tidying process should be undertaken in order to clear space.

The entrance of the business has a major impact on how the business is actually running. The entrance especially, should have a warm and welcoming feel in order to ensure both customers and employees feel comfortable when entering. A comfortable entrance area shows that you can be trusted and makes customers feel safe.

My tip: Create your entrance to a high standard to give yourself the feeling of a WARM WELCOME. Your guests and customers will be appreciative and certainly long wished for opportunities will find the way in to bless its inhabitants.

 


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Was tun, wenn die Angst kommt

Die dunkle Jahreszeit kündigt sich an. Mehr Schatten, weniger Licht. In der chinesischen Elementelehre gehören Wasser und Winter zusammen; das kalte, dunkle Wasser dominiert das Befinden. Keine leichte Zeit für Menschen, die astrologisch gesehen eh‘ schon viel Wasser in ihrem Horoskop haben.

Urkraft Wasser

Urkraft Wasser

Als Element steht Wasser für Kommunikation, für leichten Zugang zu den Ur- und Ahnenkräften und es versinnbildlicht ganz generell den Weg des Lebens. Doch wenn es zu kalt oder übermächtig viel ist, wenn zu wenig (innere) Wärme vorhanden ist, dann kann es gefrieren, kann (unbestimmte) Ängste auslösen, Suchtverhalten oder Depressionen begünstigen.

Wer sich in dieser Zeit von irrationalen Ängsten überschwemmt fühlt oder gerade keine Richtung findet und sich verzettelt, kann natürlich einen Blick ins eigene chinesische Horoskop werfen (lassen), um mehr über die Verteilung der Elemente zu erfahren. Ist etwas zuviel oder zuwenig braucht es Ausgleich. Was das sein kann und wodurch alles ins Gleichgewicht findet, das kann eine erfahrene Astrologin erkennen.

Was noch?

Im Raum hat das Wasser im Norden seinen Platz. Als Expertin für Räume und Wohlbefinden rate ich darum, den Norden in den eigenen Räumen zu verorten und zu schauen, was ist da los? Was ist zuviel, was ist zuwenig? Und wie sieht es gegenüber, im Süden aus? Räume sind unsere dritte Haut und nehmen als solche enormen Einfluss auf Leben und Geschick. Gutes Gelingen, Vorankommen, innere Entwicklung, Karriere, inspirierende Begegnungen mit Menschen, Reisen – das alles ist raumenergetisch im Norden verortet. Wer sich intensiver mit seiner Lebensreise befassen und Einfluss nehmen will, tut gut daran, den Norden sorgfältig zu inspizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um ein Gleichgewicht der Polaritäten herzustellen.

Jeder Mensch ist Kapitän im eigenen Leben. In frühen Zeiten waren Kapitäne vor allem Sternenkundige, sie kannten sich aus am Himmel und mit Gewässern, Gezeiten und unterirdisch lauernden Gefahren. Gar nicht verkehrt, sich daran zu erinnern.

Dann kann natürlich die Ernährung helfen. Im Winter möglichst thermisch warme Lebensmittel bevorzugen, dazu gehören Ingwer, Petersilie und Essig, Fenchel, Hokkaido, Süßkartoffel, gebratene Zwiebeln, Vanille, Bockshornklee und Zimt, Maronen und Kokosmilch, Hafer und Qinoa. Thermisch kalte Nahrungsmittel wie Joghurt, Kiwi, Ananas, Mango, Salatgurke nun eher aus dem Bauch lassen. Auch scharf gewürzte Speisen gilt es eher zu meiden, denn die greifen in dieser Jahreszeit die Lunge und damit das Immunsystem an.

Dann immer empfehlenswert ein Blick in den Blog meiner Freundin Christine Li. Die beschäftigt sich mit den Heilkünsten und hat immer gute Tipps, gerade auch wenn es darum geht, der eigenen Angst zu begegnen. Auch ihr Buch über Chinesische Medizin für den Alltag kann ich nur empfehlen. Da Gesundheit im Körper wie im Raum auf dem Gleichgewicht der Polaritäten Yin und Yang basiert gibt es hier viele wertvolle – und vor allem leicht selbst zu fertigende – Rezepte, die gut schmecken, wohl tun und sehr hilfreich sind, sollte alles durcheinander geraten sein.

Vor einigen Jahren habe ich existentiellen Ängsten tief ins Auge geblickt und einfach alles aufgeschrieben. Nach meiner akademischen Verpflichtung akkurat, quellengerecht und inhaltlich strukturiert zu schreiben war dies mein „Ausbruch“ in die Welt der Phantasie. Es ist wohl kein literarisches Meisterwerk und manches klänge präziser und kürzer formuliert sicher besser – dennoch, es ist einfach so gut, wie es mir damals möglich war.

Die Angst so nah kommen lassen, dass ihr Gesicht aus dem Schatten steigt. Dazu gehörte auch, es aus dem Geheimfach der Schublade zu holen und öffentlich zu machen. Das Ronda Buch handelt von einem Mädchen, die von unerklärlichen Ängsten geplagt wird. Erst der Besuch bei ihrer weisen Großmutter und die Erkenntnis, dass das Gestern nicht bestimmen muss, was heute möglich ist helfen ihr dabei, danz ungeahnte Schritte zu gehen und ihre Angst schließlich zu überwinden. Mir hat sie auch geholfen.

 


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Von der Kunst, zur rechten Zeit zu handeln

Wie das Dao - die Brücke die nicht gerade läuft ...

Eine Brücke in Italien. Läuft nicht gerade – genau wie das Dao ….

Tief Verwurzeltes ist leicht zu nähren.
Gerade Begonnenes ist leicht zu verbessern.
Sprödes ist leicht zu brechen.
Feines ist leicht zu zerstreuen.
Verhüte Ärger, bevor er sich zeigt.
Bringe Dinge in Ordnung, bevor sie ein Fakt sind.
Die risige Kiefer erwächst aus einem winzigen Spross.
Die Reise von tausend Meilen beginnt zu deinen Füßen.

Du stürzt dich ins Handeln – und scheiterst so.
Du versuchst, die Dinge an dich zu reißen – und verlierst sie so.
Du erzwingst den Abschluss eines Projekts – und machst so zunichte, was fast vollendet war.

Daher handeln die Meister,
indem sie den Dingen freien Lauflassen.
Sie bleiben am Ende so ruhig wie am Anfang.
Sie haben eben nichts, somit haben sie nicht zu verlieren.
Was sie begehren, ist das Nichtbegehren;
was sie lernen, ist das Verlernen.
Sie erinnern die Menschen einfach daran, wer sie schon immer sind.
Sie sorgen sich um nichts als um das Dao.
So können sie für alles sorgen.

Tao Te King, Vers 64. Nach einer Auslegung von Isolde Schwarz

Eine Methode im Feng Shui ist übrigens, den besten Zeitpunkt zu bestimmen – sei es für Umzug, um eine Annonce aufzugeben, zu heiraten oder den Job zu wechseln. Eine Date Selection eignet sich für alles, was wichtig ist und Unterstützung durch die Zeit braucht. Stimmt der Zeitpunkt, ist gutes Gelingen mit von der Partie. Das wissen nicht nur die Baumeister, die ihr Holz nach dem Mondkalender schlagen lassen, das wissen auch Frisöre, Ärzte, Küchenfeen. Die Qualität der Zeit ist nicht immer gleich, darum sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie mehr darüber erfahren oder ein wichtiges Vorhaben in die Tat umsetzen wollen.