Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Mein Angebot umfasst Wohncoaching und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


Hinterlasse einen Kommentar

Feng Shui und die Kraft, Nein zu sagen

Feng Shui und die Grenzen

Grenzen zeugen von Entscheidungen – im Garten wie im Leben.

„Ich konnte mal wieder nicht Nein sagen. Jetzt sitze ich hier mit brummendem Schädel und Selbstvorwürfen, weil ich mir soviel aufgehalst habe und nicht weiß, wie ich das alles schaffen soll. Letztes Wochenende haben sich Gäste spontan selbst eingeladen und meinen Zeitplan komplett über den Haufen geworfen. Dabei raubt mir die deadline für mein Manuskript schon seit Wochen den letzten Nerv. Ich bin verzweifelt und ich kann nicht mehr! Am liebsten würde ich alles hinschmeissen.“

Kennen Sie das? Wie schwer es fallen kann, Nein zu sagen? Jemand fragt nach einem Gefallen oder einem Date, der Partner schlägt ein Urlaubsziel vor, die Gemeinde ein Ehrenamt, es kann um die Entscheidung beim Kauf von Möbeln gehen oder um spontane Einladungen.

Nein sagen bedeutet, eine Entscheidung zu treffen.
Eine Entscheidung zu treffen, kann Kraft kosten.

Ein „Nein“ nicht über die Lippen zu bringen kann viele Gründe haben. Ein paar davon begegnen mir bei meinen Beratungen häufiger

  • man möchte jemand anderem einen Gefallen tun
  • man möchte nicht egoistisch wirken
  • man scheut einen eventuellen Konflikt
  • man möchte sein Selbstbild von Hilfsbereitschaft, unendlicher Belastbarkeit und Nützlichkeit nicht gefährden.

Und irgendwann hapert es daran, sich selbst einen Gefallen zu tun. Doch was kann denn (schlimmsten- oder bestenfalls) passieren nach einem geäußerten Nein? Die andere Person kann

  • nachfragen
  • wütend werden
  • darauf beharren
  • emotional strafen
  • jemand anderen fragen
  • es selbst tun
  • Verständnis haben … und:
  • Respekt entwickeln. Oh, da ist jemand, der tut, was ich mich nicht traue. Da ist jemand, die für sich und ihre Bedürfnisse einsteht. Da ist jemand, der nimmt das wörtlich: Sich selbst so zu lieben, wie andere.

Wenn das Selbst sagt: Ich möchte nicht, Ich kann nicht, Ich will nicht – ist das wie ein Stopp-Schild. Zumindest anhalten ist eine gute Idee, um Kollisionen zu vermeiden. Einen Moment lang hinterfragen: Warum will ich das nicht? Oder, wovor habe ich Angst und möchte deshalb zustimmen?

Wer aufmerksam beobachtet erkennt, wie oft die geduldige Seele Zeichen gibt – doch irgendwann geht auch ihr die Puste aus, und dann macht sie sich über den Körper bemerkbar. Ohrgeräusche sind dann nicht selten, oder kleine Verstauchungen, die ans Sofa fesseln. Das soll wohl heißen: „Hörst du mir jetzt endlich mal zu!“ Oder: „Du gehst jetzt nirgendwo hin, Du bleibst und merkst.“ Was sonst hat es mit den obligatorischen Neujahrswünschen auf sich, als den eigenen, längst bekannten Wünschen und Bedürfnissen, Raum zu geben. Einen Ort. Eine Zeit. Der Vorsatz, das gesproche Wort, ist ein Selbstversprechen. Gut beraten ist, wer es hält.

Und was kann Feng Shui da tun?

Im geschilderten Fall schauten wir bei meiner Klientin mal genau hin: Im Keller und auf dem Dachboden. Vor einigen Jahren war die Mutter gestorben und nach der Haushaltsauflösung waren alle Geschwister sich einig: „Wir stellen das mal bei dir unter, Du hast im Keller ja viel Platz.“

Im letzten Jahr waren ihre Kinder nach und nach ausgezogen und was sie nicht mitnehmen wollten, wurde auf den Dachboden geschafft: „Da ist ja noch viel Platz.“

Nun war also alles zugestellt. Keller und Dachboden voll mit den Sachen von anderen. Doch alle „Sachen“ haben eine Geschichte und Geschichte wirkt und strahlt, auch wenn sie ausgeblendet wird oder vergessen scheint. Irgendwann beginnt ein Gemengelage von Energie und nach einiger Zeit fühlt es sich an, wie in einem lange ungelüfteten Raum: es riecht komisch, die Luft ist dick und stockend gestaut, man fühlt sich klebrig und kriegt keine Luft. Diese Energie klebt dann an den Menschen, die damit leben.  All die Geschichten, das Unerledigte, Unerlöste und auch Traurige, begann auf meine Klientin zu wirken, die sich ständig im Haus aufhält, weil sie dort wohnt und arbeitet. Doch kurz vor dem Zusammenbruch kriegte sie die Kurve und rief mich an.

Woher kommt die Kraft?
Aus der getroffenen Entscheidung!

Nachdem ich ihr die Ursache für ihren Kraftverlust plausibel erklären konnte fehlte nur noch meine Ermunterung, das zu tun was sie schon länger spürte, sich aber nicht traute. Aus Angst davor, die anderen könnten „sauer“ sein. Doch als ihr klar wurde, welche Wirkungen die „Sachen“ auf ihr Nervenkostüm und ihr Lebensziel hatten, kam zuerst Wut (auf sich selbst und die anderen) und mit der Wut die Kraft, eine Entscheidung zu treffen: Schluss damit. Dann blieb nicht viel zu tun: Meine Klientin informierte alle, ihre Sachen abzuholen, setzte sogar eine Frist und beauftragte anschließend einen Aufräumdienst. Innerhalb vier Wochen war alles erledigt.

Keller und Dachboden atmen wieder und das Buch gibt’s nun im Handel. 🙂

Möchten Sie auch mit einer Feng Shui Analyse verstehen, warum sich Entscheidungsunlust bei Ihnen eingenistet hat? Brauchen Sie Ermunterung, anstehende Schritte zu gehen? Dann schreiben Sie mir und ich verspreche Ihnen: Gemeinsam geht’s leicht.

 

 

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Architektur zum Wohlfühlen

Haus im Schnee

Wohnkonzept im Zeitgeist: Viel Stein. Wände geben Schutz und erlauben, sich von der Welt zurückzuziehen.

Zeitgeist: Wohnen mit Glas. "Schau"fenster. Wer schaut hinaus, wer schaut hinein. Wie privat ist das Private?

Wohnkonzept im Zeitgeist: Das „Schau“fenster. Wie privat ist das Private?

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann macht ein Haus uns glücklich? Was braucht es, um sich daheim zu Hause zu fühlen?

Wer neu baut ist besonders gefordert: Das eigene Wohn- und Wohlgefühl zu erforschen ist nicht immer leicht. Denn Architektur ist stark vom Zeitgeist geprägt und was „in“ ist beeinflusst die Wahrnehmung.

Schließlich ist unsere „Werbe-Kultur“ auf dem Prinzip „Sehen und haben wollen“ aufgebaut. Doch manch eine/r hat am eigenen Leib schon erlebt, dass ein Einrichtungskatalog zwar schön anzusehen ist, doch wenn man selbst drin wohnt die rechte Stimmung so gar nicht aufkommen mag. Was bei Möbeln eine teuere Fehlinvestition sein kann nimmt beim Hausbau schon andere Dimensionen an. Darum macht es Sinn, die eigenen Wohnbedürfnisse losgelöst von der Mode zu betrachten, denn Wohnen und Lebensgefühl sind eng miteinander verzahnt.

Als Feng Shui Beraterin und Geomantin arbeite ich gern mit Architekten wie Stephan Maria Lang, der seine Rolle so definiert: “Der Architekt als intuitiver Partner ist gefordert, das Gefühl für das Wohnen, das jeder in sich trägt, herauszuarbeiten. Er ist gefordert, sich auf die Besonderheit eines jeden Ortes einzulassen und mit der Persönlichkeit des Bauherren zu verbinden.” Denn, „es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, und eine andere, die sie zerstört“, stellte der Autor Reinhard Dellbrügge ganz treffend fest.

Wichtig bei der Planung ist außerdem, dass das Bauwerk von einer inneren Harmonie getragen ist, die positiv auf das Wohlgefühl – und damit auf die Gesundheit – der Bewohnerinnen und Bewohner wirkt. Eine gute Atmosphäre wird emotional als positive Raumqualität wahrgenommen und in solchen Räumen hält man sich gern auf, ist inspiriert und kann sich gleichzeitig erholen. Stellen Sie sich einen Raum wie eine dritte Haut vor – dann wissen Sie: Nur wer sich in seiner Haut wohl fühlt kann sich im besten Sinne entfalten.

Stephan Maria Lang setzt einen kurzen Fragenkatalog an den Anfang des Planungsprozesses:

  • Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen?
  •  Welche Bedürfnisse beschäftigen mich?
  • Welche Sehnsüchte / Erinnerungen schlummern in mir, die ich in meinem Traumhaus umsetzen möchte?
  • Welche Vorstellungen vom Wohnen habe ich?

Ergänzend noch ein paar praktische Tipps, worauf Sie bei der Planung achten sollten:

  • Rückenschutz. Fassaden aus Glas sind nur dann wirklich angenehm, wenn man nicht gezwungen ist, dauernd mit dem Rücken im Fenster zu sitzen.
  • Stauraum. Offenes Wohnen birgt oft das Dilemma, Schränke, Sidebords oder Kommoden zu stellen, um Dinge zu verstauen. Hier lohnt  sich eine (kritische) „Inventur“, um ein ausgewogenes Verhältnis von Offenheit und Stell-Wänden zu finden.
  • Möblierbarkeit der Räume im OG. In meinen Beratungen habe ich viele (Kinder)Zimmer gesehen, die keinerlei kreative Varianten erlauben, um mal Bett oder Schrank oder Schreibtisch zu tauschen. Ein guter Raum ist eher quadratisch und hat zwei „feste“ Wände (d. h. Wand ohne Tür oder Fenster).

Nicht zu vergessen die Weisheit, die Winston Churchill einst bekundete: „Zuerst formen wir die Häuser, dann formen die Häuser uns.“