Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Bildergeschichten, die 14.

Gestern war ich im Garten und dachte so: Wer gärtnert, lernt viel über das Leben.

Man kann sich noch so viel vorstellen, planen und pflanzen – immer wieder bilden sich davon abweichende, eigene Versionen. Tatsächlich sind die manchmal gelungener, als die Idee.

Es entstehen Allianzen, die undenkbar schienen und gerade darum für wundervolle Überraschungen sorgen. Ein Garten ist nicht wie ein Bild irgendwann fertig, sondern er verändert sich ständig.

Sein Eigenleben bleibt faszinierend, auch wenn es manchmal Geduld und Nerven strapaziert. Dann fordert er heraus, locker zu lassen. Später dann große Freude beim Entdecken, wie „er“ das wieder hingegekriegt hat.

Manchmal ist es tatsächlich das Beste nichts zu machen, zu beobachten was geschieht, und staunend zu bewundern, welche Samen aufgehen.

Eben wie im „richtigen Leben“ – und vielleicht nötiger als je zuvor.


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Feng Shui – The Way of Change

Mitten in den Vorbereitungen – nächsten Samstag, am 1.10. findet unser Chue Style Feng Shui Event in Milano statt.

Zusammen mit Amanda Gallizio aus Italien halte ich einen spannenden Vortrag über Gartendesign mit Feng Shui.

Bambus im Feng Shui Garten

Themen werden sein:

  • Qi – Wie machen wir die Quelle des Qi ausfindig, um es gewinnbringend auf das Grundstück und zur Haustür lenken? Wie sorgen wir durch Gestaltung für eine gesunde, harmonische Balance der Energie?
  • Wir zeigen, wie wir Form von Grundstück und Haus ermitteln – und schauen, was getan werden kann, wenn es zu einem der berüchtigten „Clashes“ kommt
  • Wir zeigen, wie Harmonie aussehen und sich anfühlen kann
    • durch Ausgewogenheit von Yin & Yang
    • durch Balance der Himmlischen Tiere – Schildkröte, Phönix, Drachen, Tiger, Schlange
    • durch Stärken oder Schwächen der Fünf Elemente – Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall
  •  Wir adressieren  Sat Qi, also schädliche Einflüsse von Energie, und was wir tun können, um sie zu neutralisieren
  • Und wir widmen uns – natürlich – dem Wasser. Ob Brunnen, Teich oder Vogeltränke: Was kann Wasser und wo gehört es hin, damit es Gesundheit und Wohlstand fördert? Denn Wasser entfaltet eine so große Kraft, dass es auch für Schaden sorgen kann, wenn der Standort nicht stimmt. Als Berater-innen haben wir schon oft erlebt, wie kraftvoll die Auswirkungen falsch platzierten Wasser sein können: Beeinträchtigte Gesundheit, finanzielle Verluste, Streit und Disharmonie waren dann die Hauptthemen der Beratung.

Weitere Themen in Vorträgen und Kursen: Feng Shui Beratung für Wohnräume und Business – was Feng Shui alles kann; IChing – was steckt da alles drin; BAZI – Chinesisches Horoskop – was läßt sich aus einem persönlichen Horoskop lesen; Face- und PalmReading – was verraten Gesicht und Hand über Charakter und Schicksal; City Planning – mit Führungen durch die Umgebung; Qigong – welche Übungen stärken die Gesundheit … und vieles mehr. Auch persönliche Kurz-Beratungen sind in den entsprechenden Disziplinen möglich.

Treffen wir uns dort? Ich würde mich freuen!!!

Samstag 1.10.2016 – 10 – 19 Uhr
UNICREDIT PAVILLON
P.zza Gae Aulenti, 10 Milano

18 Uhr Vortrag Susanne Berkenkopf & Amanda Gallizio
Garden designing with Feng Shui – Between natural environment and anthropic spaces

Feng Shui – The Way of Change

 

 


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Wasser im japanischen Feng Shui Garten

„Hören Sie, Sie müssen uns unbedingt helfen!“ Die Anruferin klang verzweifelt. „Mein Mann will den Garten im japanischen Stil anlegen und ich will Wasser und Feng Shui im Garten. Kriegen wir das irgendwie zusammen? Mittlerweile ist das Thema ein echter Streitpunkt zwischen uns!“

„Klar, das kriegen wir hin,“ antwortete ich und machte mich an die Arbeit.

wasser im japanischen feng shui garten

Feng Shui im Garten ist wunderbar. Wasser im Garten ist wunderbar. Die japanische Idee eines Gartens ist wunderbar. Warum sollte das also nicht zusammen passen?! Denn:

Feng Shui im Garten bedeutet

  • den Ort erkennen: Was will dort entstehen?
  • das Prinzip von Ying und Yang einbeziehen: hoch und niedrig, geschwungen und gerade, hart und weich, sich abwechselnde aktive Bereiche und Ruhezonen anlegen – um nur einige Beispiele zu nennen. Das schafft Harmonie und verhindert, dass der Garten auf einen Blick zu erfassen ist
  • mit den fünf Elementen arbeiten: bei der Auswahl von Pflanzen, Steinen, Möbeln, Accessoires die Elemente in ein ausgewogenes Verhältnis bringen. Und natürlich zuerst die Gegebenheiten beobachten, um das was da ist in harmonischer Weise auszugleichen, zu ergänzen oder zu entschärfen
  • und: den besten Platz für Wasser finden. Es gibt Stellen, da führt Wasser in Form eines Brunnens oder eines Teiches zur Mehrung: mehr Wohlbefinden, mehr Einkommen, mehr Lebensfreude, mehr Abenteuerlust oder was immer. Es gibt andere Stellen, da kehrt es sich ins Gegenteil. Plötzlich scheint wie bei einem Schweizer Käse zuviel Loch im Gebilde: Geld, Gesundheit, Lebensfreude schwinden. Um es salopp zu sagen: Zuviele Löcher, zwenig Käse.
  • später ein Feintuning, um alle Bewohner in ihre Kraft zu bringen – schließlich fließt die Energie, das Qi von außen nach innen. Gewußt wie und wo profitieren alle gleichermaßen.

Der Stil eines japanischen Gartens lässt sich leicht in einen Feng Shui Garten integrieren:

„Aus der Leere tritt die Fülle zutage
so wie der Ton der Stille Form gibt
und Tusche dem weißen Papier“*

Ein japanischer Garten ist Landschaftsgestaltung par excellence. Nichts, aber auch gar nichts wird dem Zufall überlassen. Alles ist gewollt, sieht aber niemals so aus:

  • die Unvollkommenheiten eines Ortes erspüren, um ihn zu vervollkommnen; klimatische Besonderheiten erkennen und das sich verändernde Licht mit einbeziehen
  • den Garten nach dem Prinzip der „geliehenen Landschaft“ planen. Das heißt durch dezente Öffnungen einen Teil  der umliegenden Landschaft einfangen, platziert wie in einem Bilderrahmen. Es soll scheinen, als erstrecke sich der eigene Garten weit über seine Grenzen hinaus.
  • mit allen Elementen ein harmonisches Gleichgewicht schaffen: Nichts darf sich in den Vordergrund drängen, nichts darf untergehen. Die „umwerfende“ Wirkung liegt darin, genau zu spüren, wo der rechte Platz ist für einen Weg, eine Pflanze, eine Laterne. Der Meister des japanischen Gartens beherrscht die Kunst des Weglassens und ist mit dem Ort sehr, sehr (!) vertraut.
  • Wasser! Wasser ist im japanischen Garten immer präsent, entweder als Metapher in Form einer Kiesfläche oder als echter Wasserlauf, Wasserfall oder Teich. „Wasser ist der Spiegel des Himmels, es empfängt das Licht der Gestirne und verleiht dem Garten Konturen und Tiefe.“* Erst durch Wasser wird der japanische Garten vollkommen.

Die Feinarbeit bei der Planung lag nun darin,

  • zu reduzieren – zum Beispiel keine Blühpflanzen im Teil des Gartens, der der japanischen Gestaltung vorbehalten war (außer vereinzelter kleiner Azaleenbüsche)
  • einen harmonischen Übergang zwischen den Bereichen herzustellen, so dass eins fließend ins andere überging, ohne das es gewollt oder künstlich wirkte
  • mit Sichtachsen zu gestalten, um die Bereiche voneinander zu trennen und den Garten trotzdem groß und spannend wirken zu lassen.

Heute kann ich vermelden: Projekt gelungen, Garten toll, Mann und Frau super zufrieden! Danke für die kooperative Zusammenarbeit nach Bad Ilmenau!

Wie hat Ihnen der Beitrag gefallen? Möchten Sie etwas über ein Thema erfahren, dass Sie besonders interessiert? Dann schreiben Sie mir einfach.

*aus: Japanische Gärten von Erik Borja

Lesen Sie auch https://laimperialfeng.wordpress.com/2014/11/10/der-klang-der-stille-im-japanischen-garten-steine/

 

 

 


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Der japanische Garten

“ …  der einzige Weg zur Erlangung der Freiheit (ist) die Rückkehr zur Natur  …“ – so lautet das Motto der Gärten, die im Geist der asiatischen Philosophie angelegt werden.

Wesen der japanischen Gartengestaltung ist die zeitlose Harmonie, dargestellt als vollkommene Natur. Japanische Gärten beschränken sich auf das Wesentliche, arbeiten mit Andeutungen und sind insgesamt minimalistisch ausgerichtet. In einem japanischen Garten wird nichts dem Zufall überlassen. Jede Steinsetzung, alle ausgewählten Pflanzen und Bäume, verwendete Accessoires und die Entscheidung, ob mit Wasser oder Kies gestaltet wird – alles unterliegt strengen Formalien. Nicht mal die Farben sind zufällig.

Im japanischen Garten dient jegliche Anordnung nur dem Ziel, zur Ruhe zu kommen. Der Mensch soll sich als das erkennen, was er ist: Ein kleiner Teil der Natur, inmitten eines unendlich großen Universums. Eine Idee, die dem Zen-Buddhismus entliehen ist.

Während der chinesische Garten als ideales Universum konzipiert wird, spiegelt sich der Shintoimus in japanischen Gärten. Diese animistische Religion basiert auf der Annahme, dass sich die Gottheiten in jeglicher Form und vor allem in den Erscheinungen der Natur materialisieren.

Daraus entstand die Naturverehrung und wir dürfen vermuten, dass ursprünglich alles als göttlich angesehen wurde: Pflanzen, Tiere, Berge, Flüsse, Blitz und Donner, Sonne, Wasser, Menschen. Heute noch werden die Götter an rituellen Orten, den Shinto Schreinen, verehrt.

Ein weiteres Leitthema japanischer Gärten ist der Wunsch, einen von der Alltagswelt abgeschlossenen Raum zu schaffen. Gestaltet wird mit der „geliehenen Landschaft“ nach dem Prinzip, dass die Umgebung in Miniaturform im Garten wiedergefunden wird. Das gelingt durch typische Steine oder Pflanzen, die in der Region heimisch sind.

als Hilfsmittel wird dann die äußere Landschaft mittels Sichtachse einbezogen, damit von bestimmten Punkten nicht auszumachen ist, wo der Garten endet. Gschickte Gärtner verstehen es, den Garten durch geschickte Bepflanzung optisch zu vergrößern.

Weitere Bestandteile und Merkmale sind geschwungene Wege, weit auseinanderliegende glatte Trittsteine, steinerne Wasserbecken, die typischen Steinlaternen oder mit Mustern verzierte Kieswege.

Doch die innere Haltung der Achtsamkeit mit der jedes Detail betrachtet und gestaltet wird ist das, was den japanischen Garten ausmacht: Ausgewogenheit und Balance um den Menschen in die Präsenz und damit in die Ruhe zu bringen.

„Willst du das Glück kennen lernen, werde so still, dass du das sich öffnen der Blüte hörst.“ Japanisches Sprichwort