La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


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Feng Shui Basics für den Garten

„Ich setze als wahr voraus, dass es im Himmel und auf Erden Götter gibt und dass die unergründliche Natur und mein Ich einander antworten.“ Yang Mu

Dieser Verbindung von Ich und Natur lässt sich jederzeit nachspüren. Besonders angenehm für alle Sinne ist es jetzt, da lang ersehnter Sonnenschein nach draußen lockt. Sich gücklich schätzen darf, wer im eigenen Garten an einem schattigen Plätzchen ausruhen oder kreativ werkeln darf, um Kraft für den Alltag zu schöpfen.

Der Ursprung der Harmonielehre

Mit ein paar Basics des Feng Shui, der fernöstlichen Harmonielehre von Wind und Wasser, können neue Impulse für die Gestaltung in den Garten einziehen. Anfänglich wollten chinesische Gelehrte eigentlich „nur“ herausfinden, wie Menschen, Tiere und Pflanzen sich unter bestimmten Bedingungen verhalten und wie sie sich verändern, werden die äußeren Bedingungen gewandelt. Das Ziel einer Gestaltung mit Feng Shui war immer, in harmonischem Einklang mit seiner Umgebung und der Natur zu leben und dadurch positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude zu wirken. Lebenskraft erhalten, das war und ist das Zauberwort.

Der Garten – eine universelle Form des Seins

Die Kunst der harmonischen Gartengestaltung entwickelte sich nicht nur im Fernen Osten, auch in Europa entstand eine eigene Form der Gartenkunst. Sie orientierte sich überwiegend am Zeitgeist und den dazu gehörenden philosophischen Überzeugungen. Auch in der westlichen Welt wurden Gärten nach „Energie-Kriterien“ angelegt und Eingeweihte nutzten ihr „Wissen der Erde“, genannt Geomantie, um von unsichtbaren, in der Erde verlaufenden Kraftlinien zu profitieren und sie zur Erbauung einzubeziehen.

Philosophisch können wir jeden Garten als einen Mikrokosmos betrachten, als ein Abbild des großen Ganzen. Und je nach Epoche und eigenem Geschmacksempfinden wechselt die Darstellung dieses lebendigen „Landschaftsgemäldes“ auch heute noch: Bevorzugt der eine die üppige Farbenpacht und das scheinbar wilde Durcheinander des Bauerngartens; findet die andere im sparsam und zurückhaltenden Zen-Garten ihr inneres Abbild. Gemeinsam tragen alle Mensch die Sehnsucht nach dem Paradies in sich und die Gärten soll(t)en ein irdisches Abbild dieser Sehnsucht darstellen. Im Garten begegnet der Mensch den Elementen und damit auch sich selbst.

Einen Feng Shui Garten per se, den gibt es gar nicht

Feng Shui ist die Kunst, in harmonischem Einklang mit der Umgebung zu leben. Deshalb orientiert sich ein solcherart gestalteter Garten an den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Erkennungszeichen sind die Anlage der Wege, die Platzierung von Wasser, gekonnte Steinsetzungen und die Bepflanzung mit dominanten Kennzeichen, seien es Bäume oder Hecken. Ein gelungener Garten hat keinen Anfang und kein Ende und die Meisterschaft (vor allem der japanischen Gärten) besteht darin, für das Auge einen endlosen Blick zu schaffen; Kenner sprechen in solchen Fällen von „geliehenen Gärten“.

Wer einige Basics der Feng Shui Lehre bei der Anlage eines Flecken Erde einbezieht, wird seinen Garten als besonders harmonisch, inspirierend und wohltuend für die Gesundheit empfinden. Wirkt ein Garten dagegen leblos oder ein bisschen eintönig, ist das in den meisten Fällen auf ein Ungleichgewicht der 5 Elemente oder auf ein nicht ausbalanciertes Verhältnis von Yin und Yang zurückzuführen. Die Lehre besagt, dass alles was um uns ist, also Lebenwesen, Pflanzen und auch Steine eines der 5 Elemente repräsentiert. Die 5 Elemente stehen miteinander in tiefer Verbindung, sie können sich fördern, zerstören oder kontrollieren.

Tipps und Tricks für harmonische Gestaltung mit den 5 Elementen 

Pflanzen und Accessoires für den harmonischen Garten bestehen aus dem

Element Holz – Sinnbild des Frühlings. Charakterisch für das Holzelement ist die kräftig nach oben strebende Energie. Seine Farbe ist Grün. (Accessoire Säule, Pflanzen z. B. Hyazinthe, Tulpe, Bambus oder Rittersporn). Holz fördert das

Element Feuer – welches für die Jahreszeit des Sommers steht, sein Sinnbild ist die Expansion. Dem Feuer sind die Farbe Rot sowie spitze oder dreieckige Formen zugeordnet (Accessoire Gartenlicht, Feuerpflanzen u. a. Krokus, Gladiole, Stechpalme). Feuer befruchtet das

Element Erde – sie hat eine vermittelnde, aufnehmende Energie und entspricht dem Spätsommer. Die Farben sind ocker, sand, terracotta, ihre Form ist rechteckig oder quadratisch (Accessoires sind Steine oder Terrakotta-Waren, Pflanzen im Erdelement u. a. türkischer Mohn, Schneeglöckchen, Clematis oder Felsenbirne). Aus der Erde gewinnt man das

Element Metall – das Element der maximalen Verdichtung. Diese Energie strebt dazu, sich im Mittelpunkt zu vereinen. Jahreszeitlich wird Metall dem Herbst, der Zeit der fallenden Blätter, zugeordnet. Seine Farben sind Weiß oder Silber, die zugehörige Form ist rund. (Accessoire Metallkugel, Pflanzen z. B. Vergissmeinicht, Pfingstrose, Pampasgras, Akelei oder Glyzinie). Metall wirkt anreichernd auf das

Element Wasser – welches die nach unten fließende Kraft symbolisiert. Seine Form ist wellig und unregelmäßig, seine Farben sind Blau oder Schwarz. (Accessoire Vogeltränke oder Teich, Pflanzen z. B. Lavendel, Stiefmütterchen, Osterglocke, Ringelblume oder Fingerhut).

Lass‘ Blumen sprechen …

Auch die innere Wirkung der Pflanzen, also ihre Symbolsprache, bereichert jeden Garten. Mit Schafgarbe kann zum Beispiel weibliche Intuition und Einfühlungsvermögen gestärkt oder mit Hilfe des Bambus eine Aufbruchstimmung erzeugt werden. Die Lupine stärkt Duchsetzungskraft und Selbstbewusstsein, die Forsythie bringt Einfachheit, Hortensien beruhigen den Geist und die Strauchpfingstrose wird wegen ihrer Schönheit und als Glücksbringer geschätzt. (Mehr zur Pflanzensymbolik findest Du hier)

Wer einen neuen Weg anlegt, sollte auf geschwungene Wegeführung achten, damit das lebensspendende Qi langsam durch den Garten und zum Haus fließen kann. Dabei haben natürliche, hochwertige Materialien eine deutlich höhere Grundenergie, sie unterstützen die  Lebenskraft nachhaltig und sind deshalb ihre Investition wert.

Unbelebt wirkende Gartenbereiche können mit Aufmerksamkeitspunkten wie Licht, Solitärpflanzen oder Accessoires verschönert werden. So wird auch hier das Qi angelockt. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt:

  • Vielleicht gestalten Sie jenseits des Hauptweges kleine Themengärten?
  • Ein Garten, der nicht auf den ersten Blick zu überschauen ist, macht neugierig und wirkt anregend.
  • Und in jedem Garten, sei er noch so winzig, sollte eine kleine Zone unbearbeitet bleiben um einen Rückzugsort für Tiere zu schaffen. Das muss ja nicht immer auf der Erde sein, auch wer in die Höhe denkt wird fündig: ein umgedrehter, mit trockenem Grasschnitt gefüllter Blumentopf wird ein Zuhause für Ohrenkneifer, Käfer lieben zusammengebundene, in den Baum gehängte Äste, am Haus könnte ein Kasten für Fledermäuse angebracht werden (dann an nachtblühende Pflanzen denken!) und natürlich der klassische Laub- und Gehölzhaufen für Igel. Unberührte Orte werden zu Plätzen der Wandlung und laden uns ein, über das Tao des Lebens zu sinnieren.

Plädoyer für Wohlbefinden und Gesundheit

Ein lebendiges, nach Feng Shui Kriterien gestaltetes Stück Natur versorgt uns alle mit vitaler Lebensenergie und trägt dazu bei, das Empfinden zu bereichern. Eine Gartengestaltung für alle Sinne belebt die Vielfalt, bereichert schauen, riechen, schmecken, fühlen und hören und ist ein unerschöpflicher Quell für Gesundheit und intensives Wohlbefinden.

Brauchen Sie Inspiration für Ihren Garten, dann sprechen Sie mich gerne an. Ich bin eine leidenschaftliche Gärtnerin und schöpfe aus der nie versiegenden Quelle … 🙂 ❤


 


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Alraune, Bilsenkraut, Tollkirsche – Nicht nur Hexen lieben Gift im Garten

In einem echten magischen Garten besitzt jede Pflanze eine eigene Persönlichkeit. Wer auf Ausgewogenheit achtet und den lieblichen Pflanzengeistern das ein oder andere Gegengewicht zur Seite pflanzen möchte, wagt einen Blick über den Zaun und lässt sich vom Pflanzplan der Urhexe Hagazussa inspirieren.
Doch Vorsicht, diese Pflanzen gehören nicht in den Mund und schon gar nicht in Reichweite von Kinderhänden!

Die Alraune – Pflanzengeist in Menschengestalt

Pflanzengeist Alraune. Foto © susannp4

Bis ins späte Mittelalter galt das geheimnisvolle Zauberkraut Alraune als begehrter und mächtiger Talisman für Glück in der Liebe und Reichtum in Hülle und Fülle. Wer sich glücklich schätzen durfte, eine der seltenen Wurzeln zu ergattern war gern bereit, ein kleines Vermögen dafür hinzublättern.

Als typisches Nachtschattengewächs enthält die Alraune giftige Alkaloide und Cumarine. Im Mittelalter wurden Blätter und Früchte als Narkotikum vor Operationen, als Schlaf-, Brech- und Abtreibungsmittel und gegen Schmerzen verwendet. Auch als Aphrodisiakum wird die Alraune in mittelalterlichen Schriften erwähnt.

Damit der Pflanzengeist in Menschengestalt magisch wirkt, gebührt ihm besondere Ehre. Sowohl beim Ausgraben im Herbst, nach dem sich alle Kraft in die Wurzel zurück gezogen hat, als auch bei der späteren Aufbewahrung sind wichtige Details zu beachten. Wer sie ohne passendes Ritual ausgrabe, dem drohe großes Unheil. In den alten Legenden heißt es, man könne durch den Schrei, den die unfreiwillig genommene Wurzel ausstoße, in den Wahnsinn getrieben werden.

Vor der Grabung also unbedingt mit dem Pflanzengeist Kontakt aufnehmen, um den Preis zu erfahren. Schließlich bezahlt die Pflanze mit ihrem Leben und soll später ihre Magie wirken lassen, das mag sie sich schon was kosten lassen. Wer nicht bereit ist den Preis zu zahlen, sollte lieber die Finger von ihr lassen.

Ist das geklärt wird die Wurzel mit großer Vorsicht ausgegraben, sie darf bei diesem Vorgang nicht verletzt werden. Danach sollte sie in Rotwein gebadet und sorgfältig getrocknet werden. Später gehört eine Alraunwurzel in Samt und Seide gekleidet und geschützt aufbewahrt.

Und dann kann’s losgehen mit der Zauberei: Legt man sie auf den Kaminsims soll dies dem Haus Wohlstand und Schutz bescheren, legt man sie neben sich ans Bett wirke sie schützend gegen alle Unbill, die einen im Schlaf ereilen kann. Als Amulett getragen soll die Alraune ihren Liebeszauber entfalten und wer sein Geld neben sie lege, dem soll sie’s gar verdoppeln.

Schwarzes Bilsenkraut – Nachtschattengewächs mit Schweißfußgestank

Der Volksmund kennt sie als Drachenpflanze oder Teufelshoden und wem Name und die gelblichen, mit violetten Adern durchzogenen Blüten nicht unheimlich anmuten, kann eine weitere Zauberpflanze im Garten beheimaten.

Auch das Bilsenkraut ist ein Nachtschattengewächs, enthält sehr stark giftige Alkaloide und man kann sich leicht an ihr vergiften. Doch wie es sich für ein echtes Hexenkraut gehört hat sie auch starke Heilwirkung. So wird Bilsenkraut heute in der Homöopathie bei Kitzelhusten, Blasenlähmung und gegen schizoide Zustände verordnet.

Die Kelten verehrten das Bilsenkraut als dem Sonnengott Belenos geweihte Pflanze und die Druiden brauten Bilsenbier, um mit den Göttern zu verkehren (das Kraut wurde übrigens bis 1516 dem Bier beigemischt und angeblich leitet sich der Begriff „Pils“ daraus ab). Orakelpriesterinnen nutzten Bilsenkraut als Bestandteil einer Räuchermischung, um sich in Trance zu versetzen und wie Tollkirsche gehört Bilsenkraut in die Flugsalbe der Hexen.

Durch ihre Gabe, Tore in die Anderswelt zu öffnen gehört es zu den Kräutern, die außersinnliche Wahrnehmungen und Visionen ermöglichen. Geschätzt wurde sie außerdem als Beigabe zum Liebeszauber und als wirksames Mittel für einen Giftmord. Wer sich jedoch nicht auskennt sollte die Finger von ihr lassen und sie aus der Ferne bestaunen.

Belladonna Tollkirsche –Höllenkraut mit wohlklingendem Namen

Strengstens gewarnt wird vor dem Verzehr der schwarz glänzenden Beeren, denn schon die kleinste Menge kann zu Vergiftungen führen. Doch Verständige wissen: Was tötet kann auch heilen, es kommt allein auf die Dosis an. Heute darf Tollkirsche ihre Heilwirkung in Mitteln gegen Epilepsie und Keuchhusten entfalten und in der homöopathischen Heilkunde wird sie bei fiebrigen Erkrankungen verordnet.

Dem Mythos nach wuchs die Tollkirsche im Garten der Hexe Medea. Priesterinnen der römischen Kriegsgöttin Bellona tranken einen Cocktail aus Tollkirschen und anderen Kräutern, bevor sie ihre Göttin um Hilfe baten. Tollkirsche wurde früher für Abtreibung, gegen Tollwut und Gicht und als Aphrodisiakum verwendet.

Der Geist der Tollkirsche soll Depressionen, Psychosen und Geisteskrankheiten vertreiben. In der Asche der verbrannten Pflanze finden sich größere Mengen von Kieselsäure, Magnesium und Kupfer. Dies könne ein Hinweis auf die verborgene „Lichtsehnsucht“ dieser Pflanze sein, die helfen könne, toleranter und verständnisvoller zu werden und die eigenen Schattenseiten anzunehmen, schreibt Stefan Brönnle.

Doch wer in der Walpurgisnacht Ausschau hält nach Hexen, die auf einem Besen durch die Lüfte reiten hat sich hinters Licht führen lassen. In Wahrheit brauten kräuterkundige Frauen aus geheimen Zutaten, zu denen auch die Belladonna gehört, Flugsalben. Die erlauben körperlos und ohne Besen auf weite Reisen zu gehen.

Ihr botanischer Name „Atropa belladonna“ wird übrigens auf die griechische Göttin Atropos, „die Unerbittliche“, zurückgeführt, denn sie ist diejenige, die den Lebensfaden durchschneidet.

 

 


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Eine Frage des Stils: Feng Shui Tipps für inspirierende Gärten

Sommerzeit ist Gartenzeit. Und dabei soviele Angebote überall: Blühende Blumen und Sträucher locken zum Kauf, Accessoires und Gartenmöbel, in die man sich gleich niederlassen möchte, Brunnen und Wasserspiele mit  beruhigendem Klang … wie soll man sich nur für das Passende entscheiden?

Feng Shui Garten

Frühstück im Garten – willkommene Abwechslung!

Besonders, wer einen kleinen Garten hat tut gut daran, Prioritäten zu setzen und sich für eine Stilrichtung zu entscheiden. Die erste Frage sollte deshalb lauten: Was ist mir im Garten das Wichtigste?
In großen Gärten ist es relativ einfach, Rasenflächen, alte Bäume und üppige Blumen- oder Gemüsebeete zu kombinieren. In kleinen Gärten entsteht schnell ein beengendes, zusammenhangloses Durcheinander wenn man „keinen Plan hat“.

Darum sollten Sie sich am Anfang viel Zeit für die Planung nehmen, denn dies zahlt sich am Ende aus. Dazu gehört auch die entscheidende Frage: Wie viel Zeit wollen oder können Sie in die Pflege Ihres Gartens investieren?

Meine Empfehlung für kleine Gärten: Bevorzugen Sie Elemente, die zu Ihrem Stil und Ihrer Lebensweise passen und widerstehen Sie „Spontankäufen“. Im kleinen Garten profitieren Sie von Klarheit und Struktur. Natürlich darf auch mal das Unerwartete überraschen, doch im Großen und Ganzen sollten Sie einer Gestaltung „aus einem Guss“ den Vorrang geben. Wenn Sie neue Beete anlegen berücksichtigen Sie bei der Planung unbedingt das Wuchsverhalten der Pflanzen – hier hat es mit der Zeit schon manch „große“ Überraschung gegeben.

Zur Erleichterung Ihrer Planung hier eine kleine Auswahl von Stilrichtungen. Welcher Garten-Fan sind Sie?

Gartenstil

Träumen am Wasser – gern im eigenen Garten.

Den minimalistischen Garten kennzeichnet eine ruhige Ausstrahlung. Motto dieser Gärten ist das „weniger ist mehr“, wodurch das Gefühl von Weite entsteht. Sein Erfolgsgeheimnis ist die Sorgfalt im Detail, seine gradlinige, akkurate Konstruktion kombiniert mit schlichter Eleganz. Die Wahl der Pflanzen, die Art der Pflasterung, das Design der Sitzgelegenheiten geben diesem Garten seinen Ausdruck. Zauberwort: Zurückhaltung.

Der terrassierte Garten in Hanglage. Für Gärten mit Gefälle eignen sich Stufen und Terrassen. Sie bringen den Vorteil, einzelne Bereiche unterschiedlichen Charakters anzulegen. Auf den Ebenen können Sie mit den Stilen spielen und einen Countrygarten, Dschungelgarten, Feengarten oder Rosengarten anlegen. Die Verbindung können Sie mittels Treppen und schöner Pflasterung schaffen. In der Regel ist in diesen Lagen die Zusammenarbeit mit einem Landschaftsbauer vorteilhaft, denn es muss viel Erdreich bewegt werden und er verfügt über Wissen und Gerätschaft, damit der Garten auch bei Dauerregen stabil bleibt. Zauberwort: viele grüne Zimmer.

Der astrologische Garten bildet die Urprinzipien der Natur und ihrer Archetypen ab. Ursprung eines solchen Gartens ist das „senkrechte“, sich in die Tiefe erstreckende Denken (siehe hierzu auch Literatur von Rüdiger Dahlke, der sich fast ausschließich mit dem senkrechten Denken befasst) . In diesem Garten sind alle verwendeten  Pflanzen, Materialien und natürlich die Formgebung symbolischer Art. Zuerst findet man heraus, welchen Archetyp man darstellen möchte (zum Beispiel das alles in Gang bringende Waage-Venus Prinzip für Harmonie, Partnerschaft und Ästhetik) und gestaltet auf diese Weise den eigenen Planetengarten. Bei diesem Gartentyp kann man sich vom eigenen Horoskop inspirieren lassen oder Teilbereiche für sich und den Partner anlegen, um sich selbst und den anderen mal auf ganz andere Weise zu entdecken. Zauberwort: Archetyp in Grün.

Balkon Garten

Genuss-Lust en miniature

Der Balkon Garten erlaubt Erholung selbst auf kleinstem Raum. Pflanzen und Kräuter in schönen Übertopfen bringen Genuss-Lust für Gaumen, Augen und Nase. Das scheinbar wild durcheinander gewürfelte folgt dennoch einer Ordnung: hier sorgen blaue Übertöpfe und gleichfarbige Blüten für harmonisches Miteinander und die abwechselnde Zusammenstellung von groß und klein, hoch und niedrig, spitz und rund sorgt für Lebendigkeit und macht Lust drauf, mehr zu entdecken. Zauberwort: Genuss-Lust en miniature.

Tipp: Ihr Garten ist klein und fein? Dann könnte Sie auch dieses inspirieren
https://laimperialfeng.wordpress.com/2015/03/31/was-tun-wenn-feng-shui-rat-fur-kleine-garten/


Ein Kommentar

Duft im Garten

DuftgartenEs geht doch nichts über das wundervolle Gefühl, barfuß durchs Gras zu schlendern und alle Sinne in die Fußsohlen zu verlagern. Meine Freundin Isobel jedenfalls liebt ihre morgendlichen Gartenstreifzüge und experimentiert damit, den Rasen teilweise durch niedrigwachsende Stauden zu ersetzen, die zu duften beginnen wenn man auf sie tritt.

Besonders im Schatten, wo der Rasen nicht so gedeihen will hat sie sich was einfallen lassen. In einer Ecke grünt der Haselwurz, mit seinen glänzenden, nierenförmigen Blättern, daneben hat sie Waldsteinie gepflanzt, die gerade jetzt mit gelben Blüten überzeugt. Sogar der Waldsauerklee ist angegangen und erfrischt zwischendurch mit seinem etwas sauren Geschmack. Ich liebe das Sternmoos ganz besonders, es ist so zart und gleichzeitig robust und die kleinen weißen Blüten sind fein wie Feengrüße. Sternmoos ist allerdings nur etwas für geduldige Menschen, denen es auch nichts ausmacht, die Flächen immer wieder nach Grashalmen zu durchforsten.

„Ein bischen Schärfe darf nicht fehlen“, witzelte Isobel, als sie den scharfen Mauerpfeffer setzte. Der blüht auch gelb, mag sonnige, nährstoffarme Plätze und Bienen und Schmetterling lieben den. Vorsicht also beim barfuss laufen! Im Notfall ist es dann gut, auch Spitzwegerich im Garten zu haben. Bei einem Insektenstich das grüne Blatt gut kauen und den Brei auf den Einstich streichen. Wirkt sofort Wunder !

Natürlich hat sie auch Thymian, Kamille und Lavendel gepflanzt, die dann in eine bunte Blumenwiese übergehen. Hier ist allerdings betreten verboten und nur das Auge darf sich an der Vielfalt aus roten, weißen und blauen Wildblumen erfreuen. Und egal wie das Wetter ist, wir finden immer einen schönen Platz, setzen uns zwischen all die Blumen auf die Erde und trinken Pfefferminztee mit dem Strohhalm.

 Die Hochzeit der Seele
mit der Natur
macht den Verstand fruchtbar
und erzeugt die Phantasie.

Henry David Thoreau

Feng Shui Garten Isobel

Sie wünschen sich einen lebendigen, farbenfrohen Duftgarten und brauchen einen Plan, der einfach umzusetzen ist und Feng Shui im Herzen hat? Dafür bin ich genau die Richtige und ich inspiriere Sie gern. Sprechen Sie mich einfach hier an


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Der Baum trägt ein Kleid aus Flechten

Flechte am BaumAuch für den Feng Shui Garten gut zu wissen:

„Flechten werden oft als Krankheit oder Pilzbefall gedeutet. Dabei schaden sie den Bäumen nicht – Flechten auf abgestorbenen Zweigen sind nie die Verursacher des Absterbens eines Baumes. Sie sind aber ein Zeichen für ein geringes Dickenwachstum des Stammes und ein Anlass, den Ursachen dafür auf den Grund zu gehen – Mangel an Nährstoffen oder Wasser oder Schädlingsbefall. Flechten an Obstbäumen treten meist bei langjährig ungeschnittenen und ungedüngten Bäumen auf.

Für den Menschen sind die bizarren Schönheiten völlig ungefährlich! Eine Bekämpfung ist daher nicht notwendig. Falls die Flechten optisch stören kann man sie an dickeren Ästen und den Stämmen abbürsten, auch ein Kalkanstrich schafft Abhilfe. Flechten sind übrigens eine Lebensgemeinschaft aus niederen Pilzen und Algen, die nur in sauberer Luft wachsen.“

Quelle: Gartenakademie Rheinland-Pfalz


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Der Feng Shui Garten für die Sinne

Foto: RonPorterEin Garten ist ein geschützter Raum und lädt ein, gärtnerische Ideen räumlich zu verwirklichen. Jemand sagte einmal, jeder Garten zeige die persönliche Vorstellung vom Paradies.

Ein Feng Shui Garten orientiert sich  an „Formalien“, wie zum Beispiel an der Formenschule. Da wird geschaut, dass ein starker Rücken schützt und stabilisiert; dass der Eingangsbereich ausreichend Freiraum gewährt, damit das Qi sich sammeln und idealerweise einspiralisieren kann; da wird nach rechts und links geschaut, um die Dualität von Yin und Yang optisch zu manifestieren.

Ein Feng Shui Garten liebt Ausgewogenheit und das Spiel der Kräfte, strahlt Harmonie und Balance aus. Er wirkt auf alle Lebewesen als Ort der lebendigen Kraft. Ein Feng Shui Garten ist ein schöperisches Areal und damit ein Raum, der alle Lebensgeister anregt und in dem man sich einfach wohlfühlt.

Doch wie jeder Gärtner, wie jede Gärtnerin weiß, ist ein Garten nie statisch und niemals „fertig“. Wie im Improvitationstheater sind alle Darsteller gefordert, spielerisch aufeinander einzugehen. Selten sind die Szenen wiederholbar, denn Ort, Zeit und Mitwirkende befruchten sich und wirken mit am Prozess. Auch ist selten vorhersagbar, wie sich das Theaterstück und eben auch ein (neu angelegter) Garten entwickeln wird. Das gilt natürlich auch für einen Feng Shui Garten.

Wird ein Feng Shui Garten geplant ist zuerst das Konzept wichtig und es werden alle Wünsche aufgelistet. Was soll der Garten enthalten ?

  • Wege, Wasser als Brunnen oder Teich, Rasen, Gemüsebeete, Blumenbeete, Steingarten, Hausbaum, Grillplatz, Feuerstelle, Platz für die Hängematte, die Hollywoodschaukel, Spielecke, Rosenbogen, Rückzugsecke, Sandkasten, Mediatitonsplatz, Feenplatz, Labyrinth, Kräuterspirale, eine bunte Nana, eine Skulptur aus Zweigen, Landart, ein Teehaus, eine romantische Ecke, Pavillion, Draußen-Küche, Buddhastatue …

Danach erst wird sortiert. Was ist wirklich wichtig und was ist machbar? Die Umsetzung in einen Feng Shui Garten besteht dann in der Kunst, das alte Wissen auf den Ort zu übertragen um alles richtig zu platzieren. Das heißt, den besten Platz finden für Wasser, für Gemüse, für Teehaus oder das Labyrinth.

Und zwar im besten Sinne für das Grundstück, das Haus und alle Bewohner. Wer geht womit in Resonanz? Wünscht sich der Bewohner ein Gemüsebeet, die Bewohnerin eine Rückzugsecke? Wünschen sich beide Anregung und gleichzeitig Stabilisierung für die Partnerschaft, ein offenes Haus für Gäste, beruflichen Erfolg und Gesundheit? In jedem Fall sind alle Items die der Garten enthalten soll so zu platzieren, dass die Bewohner in gewünschter Weise profitieren.

Aus der Literatur weiß man nun, dass die Drachenseite den männlichen Bewohner stärkt. Liegt die Drachenseite nun im Westen (nach der Kompassschule im Bereich des Yin) und der Mann wünscht sich ein Gemüsebeet so hilft es wenig, statisch auf der Lehrmeinung zu beharren. Denn im Westen wird das Gemüse vermutlich nicht allerbest gedeihen und den Mann somit nicht stärken. Feng Shui Meister kennen darum Lösungen, die manch einen verwirren mögen weil sie so in keinem Lehrbuch stehen.

Doch ähnlich der Akupunktur, die die Energieleitbahnen des menschlichen Körpers nutzt, um Stagnation zu lösen und das Qi wieder anzuregen, arbeitet das Hexagramm Feng Shui. Die Erde als Körper hat ebensolche Energieleitbahnen wie der menschliche Körper. Werden diese in präziser Weise stimuliert hat das Auswirkungen auf das Qi und damit auf die Bewohner. Darum kennt das Hexagramm Feng Shui für jede Herausforderung die passende Lösung.

In einem Feng Shui Garten heißt es darum, flexibel bleiben und jeglicher Starre vorbeugen. Das gilt auch für gedankliche Starre und überholte Lehrmeinungen. Alle Erkenntnisse im Feng Shui sind aus der Beobachtung der Natur gewonnen, und sie fußen in einer Gesellschaftsformation, die heute – zumindest in unserer westlichen Welt – teilweise überholt ist.

So heißt es im Lehrbuch, dass die  Tigerseite, die klassisch dem weiblichen Prinzip zugeordnet ist, sehr yinnig und zurückhaltend, mit bevorzugt niedrigem Bewuchs zu gestalten sei. Doch heute stehen viele Frauen in beruflicher Verantwortung, sie exponieren sich und sind auf Durchsetzungskraft angewiesen. Darum meine ich, dass das Pflanzprinzip guten Gewissens an manchen Stellen aufgebrochen werden darf und ein höheres Gewächs oder eine markante Solitärpflanze, wie zum Beispiel die Königskerze, ruhig neben Frauenmantel, Margeriten oder Bodendeckern ihren Platz behaupten darf.

Es geht ja um das Gesamtbild, in dem die Tigerseite nicht dominanter bewachsen sein soll als die Drachenseite. Doch das heißt nicht, dass nicht auch der Tiger manchmal aufstehen, sich schütteln und in seiner ganzen Pracht und weiblichen Schönheit präsentieren darf. In meiner Beratungspraxis habe ich außerdem beobachtet, dass Frauen auf diese Weise sanft unterstützt werden, den eigenen Wert zu schätzen.

Um nun auf den Feng Shui Garten für die Sinne zurückzukommen. Da hatte ich vor, Tipps für die Gestaltung aufzulisten, um alle Sinne einzubinden. Doch ich glaube da braucht es einen neuen Beitrag denn dieser hat sich während des Schreibens verselbständigt. Ich komme also drauf zurück …

 

 

 

 

 


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Symbolik der Pflanzen: Pfingstrose, Akelei, Holunder

Pfingstrose im Feng Shui Garten

Die Pfingstrose im Feng Shui Garten

Schon immer sind Menschen daran interessiert, Zeichen zu deuten um Antwort auf innere Fragen zu erhalten.

Schauen Sie sich im eigenen Garten doch mal um. Welche Pflanzen haben Sie ausgewählt und was sagen sie Ihnen „durch die Blume“?  Mit dem Wissen um die tiefer liegenden Botschaften der Pflanzen können Sie sie von nun ab gezielt für Ihren Feng Shui Garten auswählen, um Lieblingsthemen auf schöne Weise zu aktivieren. Darum stelle ich hier ab jetzt in lockerer Reihenfolge die Symbolsprache der Pflanzen vor.

Die Pfingstrose gilt als Glücksbringer unter den Pflanzen. Sie steht symbolisch für Heilung, Geborgenheit und Liebe. In der chinesischen Kultur versinnbildlicht die Pfingstrose Reichtum und Glück. In Japan verehrt man sie außerdem wegen ihres Verweises auf weibliche Schönheit und ein langes Leben. Die Wurzel der Pfingstrose enthält heilende Wirkstoffe und wird darum in der chinesischen Kräuterheilkunde verwendet.
Die Pfingstrose mag Halbschatten und Windschutz. Sie können sie in die Baguazone pflanzen, deren Thema Sie gerade besonders beschäftigt. Mehr zum Bagua finden Sie hier http://www.raum-innen-aussen.de/8-aktuelles/34-bagua
Als Symbol für Reichtum passt die Pfingstrose hervorragend in den Südosten.

Akelei im Feng Shui Garten

Akelei im Feng Shui Garten

Die Akelei wird wegen ihrer äußerst extravaganten Blütenform auch Elfenhandschuh genannt. Die Akelei ist ein Symbol für die Dreieinigkeit, sie repräsentiert sexuelle Kraft (in der Renaissance galt sie als Aphrodisiakum), Demut und die Hilfe Gottes. Sie gilt als Attribut der Göttin Freya (nordische Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit und des Frühlings) sowie der Venus, der Liebes- und Schönheitsgöttin.
Die Akelei gedeiht im Schatten und braucht einen feuchten, sandigen, humusreichen Boden. In der Lehre der 5 Elemente gilt sie als Metallpflanze, was sie für den Westen (Bagua: Leichtigkeit, Projekte, Kinder) und Nordwesten (Bagua: Strategie, hilfreiche Menschen, Durchsetzungskraft) auszeichnet.

Um den Holunder ranken sich internationale Sagen und Mythen. Er gilt als der Schutzstrauch für Haus und Bewohner. Mythologisch ist der Holunder die Lieblingspflanze der Frau Holle, der germanischen Mutter- und Baumgöttin, die über Leben und Tod entscheidet. Die Holda,  germanische Schutzgöttin für Haus und Hof, für Mensch und Vieh wählte den Holunder als ihren Lieblingsbaum weshalb es heißt, es bringe großes Unglück, einen Holunder zu fällen. Holunder ist eine stark erdende, zentrierende Pflanze. Er regt die Tätigkeit der Mikroorganismen an, weshalb er gut in die Nähe des Komposts passt. Auch ist er bekannt für seine gesundheitsfördernde Wirkung: die Inhaltsstoffe der schwarzen Beeren regen, als Saft genossen, die Bildung roter Blutkörperchen an und Holunderblütentee gilt als fiebersenkend.

Holunder im Feng Shui Garten

Holunder im Feng Shui Garten

Der Holunder blüht in diesen Tagen, wer nun ein paar Blüten erntet und sie trocknet kann bei Bedarf diesen gesunden und überdies leckeren Tee selbst zubereiten. Holunder mag Sonne und Halbschatten (Sonne für die reifen Beeren!). Beim Pflanzen bedenken, dass er bis zu 7 Meter hoch und sehr ausladend werden kann. Er mag lehmige, humusreiche Böden, gilt aber als anspruchslos und soll selbst auf Trümmerhaufen gedeihen. Beim Beschneiden dran denken, vorher der Göttin Bescheid zu sagen, dann erst achtsam und respektvoll die Schere ansetzen.

„Das äußere einer Pflanze ist nur die Hälfte der Wirklichkeit,“ wußte wieder mal Goethe.