La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


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Weisheit im Tun – Das Element Metall

Buchstabiere Herbst und was kommt raus? METALL.

Fortsetzung der fünfteiligen Reihe
Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist.
Teil 4 – Das Element Metall

Die Natur zeigt uns grad, wie’s geht. Standen die Bäumen vor kurzem noch in prächtigem Grün verschiendenster Nuancen, wird nun regelrecht in Farben geschwelgt. Von üppigem Rot, zu leuchtendem Pink, hier warmes Gelb, dort sanftestes Braun – vor allem im Wald werden wir Zeuge einer Vielfalt an Farbe.

Doch das ist auch die Zeit des Abschiednehmens, denn der Rückzug hat schon begonnen. Wennn das Blätterkleid nicht länger die Äste der Bäume verhüllt stehen sie nackt, zeigen sich in wahrer Gestalt und neuer Schönheit. Prächtig stehen sie da, aufrecht vor himmlischer Kulisse. Nur die Blätter auf dem Boden erinnern dann noch an farbenfrohe Zeiten.

Das Sinnbild für diesen Prozess findet sich im Element Metall. Es reduziert sich selbst auf das Wesentliche und hat dabei alles geistig durchdrungen. Das ist das Besondere. Klar liegt auch Melancholie in der Luft, doch die Essenz der Zeit ist Klarheit, So-Sein und aufrechte Präsenz. Wenn alle Hüllen fallen zeig ich, wer ich wirklich bin. Spricht der Baum und tritt aus dem Nebel hervor.

Darum gilt ein Zen-Garten als Sinnbild für das Element Metall: Das menschliche Bewußtsein hat natürliche Prozesse durchdrungen, sie verinnerlicht und sich ganz mit ihnen vereinigt. Ist vorgedrungen zur Essenz und braucht darum keine Ablenkung mehr. Hat Reinheit und das Wesentliche in sich entdeckt. Schwelgt nun im Purismus, still und feierlich.
Der Zen Garten, in dem keine Anordnung zufällig ist, verleiht solcherart Harmonie ihren Ausdruck.

Weitere Assoziationen zum Element Metall

Richtungen: Westen und Nordwesten
Jahreszeit: Herbst
Tageszeit: Nachmittag
Temperatur: kühl, kalt, trocken
Geschmack: scharf
Form: rund
Bewegungsrichtung: nach innen
Farben: weiß, helles grau, metallic ( gold, silber, kupfer, titan )
Besondere Eigenschaft: leitfähig  (= empfangen + weitergeben )
Weitere Assoziationen: Verstand, Bewusstsein,  Ästhetik, Feingeist, Entschlossenheit, Zentrierung, Gerechtigkeitssinn, Schönheit, Reinheit, Organisationstalent, Führungskraft, Disziplin, Hang zur Perfektion, Stille, Melancholie (auch Trauer und Kummer), Kunst, Meditation, Rückzug. Essenz.

Für Raum und Körper heißt das: Jetzt nochmal ordentlich feiern, Freunde einladen, schmausen, in den Farben schwelgen, die Naturgeister beschenken und Dank sagen. Und dann putzen und aufräumen, Körper, Geist und Schreibtisch, zum Beispiel. Angefangenes abschließen, Papierstapel sortieren, Überflüssiges wegwerfen. Alles loslassen, was nicht mehr dazu gehört. Auch das ist Weisheit im Tun 😉  und eine gute Vorbereitung auf die stillen Tage und langen Nächte die nun Einzug halten.

Teil 1 – Frühling heißt vorwärts
Teil 2 – Erde, die Vermittlerin mit dem kühlen Kopf
Teil 3 – Sommer, Sonne, Feuerkraft

 

 

 

 

 

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Wer Gefühle nur noch denkt …

Es gibt Momente, da merkt man plötzlich, dass man nicht mehr fühlt. Dass man nur noch denkt, man fühlt. Und in diesem Augenblick der Klarheit und Ehrlichkeit mit sich selbst wird bewußt, wie lange das schon so geht. Wie sich Tage zu Monaten, vielleicht zu Jahren verdichteten. Gerade Menschen in heilenden Berufen schockt diese Erkenntnis ungemein.

So ging es vor einiger Zeit einer Klientin. Eigentlich sollte es nur eine „ganz einfache“ Beratung für den Kauf eines neuen Sofas sein und ich sollte das Rätsel um dessen Farbe lösen. Doch im Prozess meiner Analyse ihres chinesichen Horoskops und der Lebensräume merkte ich, das geht viel tiefer.

Im Laufe der Zeit habe ich erkannt, dass die alten Feng Shui Meister den Nagel auf den Kopf treffen wenn sie lehren: Zuerst das Horoskop studieren, weil das das ist, womit die Menschen auf die Welt kommen; dann erst die Räume analysieren, weil die entsprechend der Anlagen und Resonanzen gewählt werden. Doch neuerdings beziehe ich in meine Arbeit auch die systemische Beratung ein. Sie zeigt wie noch auf ganz anderer Ebene unsichtbare Fäden gezogen und Lebenspläne blockiert werden können und ermöglicht, diese Verstrickungen gleich zu entwirren.

Doch auch der Raum gibt Hinweis auf alles. Mal steht er am Ende, mal am Anfang einer Kette. So ganz und gar handfest, weil aus der Materie an die wir glauben, spricht er mit uns, macht auf etwas aufmerksam, be-wirkt. Also habe ich mich Schicht um Schicht genähert und meine Vermutungen geäußert. Erst schaute meine Klientin mich ungläubig an, dann brach der Damm.

Fließen erstmal Tränen geht’s leichter, dann ist die Bahn frei. Große Brocken der gestockten, verstockten, verdrängten, ungeliebten, nicht gewollten, verurteilten Gefühle werden frei gespült. Wie eine Katze ihr Gewölle wird ausgespien was da hoch kommt, zum Schmerz auch die Wut, zu den Verletzungen die Trauer und am Ende meist noch die Scham, sowas überhaupt zu fühlen. Das gilt doch nur für andere und nicht für mich – ist ein äußerst beliebter Glaubenssatz. Doch auch der hat in den Momenten keine Chance, wenn das heilende Wasser alles davon spült.

Menschen in Heilberufen sind beliebte Projektionsflächen für andere – doch oft auch für sich selbst: Das sind doch die, die ihr Leben im Griff haben, die nur schöne Gefühle fühlen und positive Gedanken denken, die singend durch die Welt gehen, die weder Ängste noch Vorurteile plagen, die immer gerecht sind und gleich wissen, was jede/r braucht. Und das dann auch heile machen können. Die glorreich Unfehlbaren eben.

Das es so nicht ist, kann ganz schön schmerzhaft sein. Dass auch an „Heiler-inne-n“ bisweilen die Einsamkeit nagt, dass auch Wut, Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Sinnlosigkeit, Hass oder Trauer gefühlt werden – wen wundert das eigentlich? Die Antroposophen beschreiben Gefühle und Emotionen als eigene Wesenheiten, und die „geistern“ genauso auf dieser Erde rum wie Liebe, Freude, Lachen und Vertrauen.

Ist es also ein Wunder, wenn besonders feinfühlige Menschen alles spüren, also auch die nicht so „schönen“ Gefühle? Ein Problem wird’s eh erst durch die Bewertung in gut oder schlecht, in dürfen oder nicht-dürfen. Ein größeres Problem wird’s dann, wenn man sich ihnen ganz und gar überläßt und ihnen dadurch das eigene Lebensruder in die Hand drückt.

Im Raum gibt der Norden wichtige Hinweise, zum Beispiel auf Gefühlsstau. Für alle sichtbar wird’s wenn die Ursache in Form von Stockflecken oder Schimmel schon zum Symptom geworden ist. Im Horoskop sind Menschen, geboren in der kalten Jahreszeit und mit viel Wasser oft ungebremst ihren Gefühlen „ausgeliefert“. Gibt es keinen Halt durch das Element Holz oder warmes Feuer ist die Verlockung groß, innere Kälte mittels Feuerwasser zu mildern. Doch das ist eine wahrlich gefährliche Selbsttherapie.

In diese Beratung floss – wie immer öfter in letzter Zeit übrigens – auch die systemische Arbeit mit ein. Oft kann im Raum erst wirksam umgesetzt und als wahre Unterstützung gespürt werden, wenn innere Blockaden und Verstrickungen (z. B. in Form von Glaubenssätzen oder Projektion) gelöst sind. Erst dann können wir die ganze Dimensionen des Raums spüren und das Geschenk der Steine – nach oben, nach unten und in die Weite, in Vergangenheit, Zukunft und ewige Unendlichkeit – wirklich annehmen.

p.s. Und schließlich gab’s ein schönes gelbes Sofa, so ähnlich wie dieses 🙂

P.P.S.: Ob die Qual der Wahl bei Sofa-, Wand- oder Fassadenfarbe, ob eingehende Analyse des IST mit möglichen Alternativen für zukünftige Schritte, ob Gedankenklärung oder Herzausschütten mit konstruktiver Lösungsfindung – ich bin während dieses Prozesses gern an Ihrer Seite!

 


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Give me Five – Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist

Wer um den richtigen Zeitpunkt weiß und seine Handlungen darauf abstimmt, hat es im Leben leichter. Dann bleibt unterwegs und am Ziel genügend Energie, Etappen und Erreichtes zu genießen. Lassen Sie uns dieses Jahr gemeinsam mit der Kraft der Elemente gehen. Denn nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist.

In dieser fünfteiligen Reihe gehe ich mit der Zeit und lade Sie ein, mich zu begleiten und von meinen Erfahrungen zu profitieren. Nutzen wir die „Zeichen der Zeit“, um unsere Vorhaben entschlossen anzugehen, sie mit der Kraft des herrschenden Elements auszustatten und so den Grundstein für gutes Gelingen zu legen.

In der asiatischen Philosophie sind die Fünf Elemente der Schlüssel für die Schublade, die das Wissen der Welt enthält.

  1. Die Holzkraft im Frühling kennt nur eine Richtung: Vorwärts
  2. Die Erdkraft – an jeweils 18 Tagen des Übergangs zwischen den Jahreszeiten
  3. Die Feuerkraft im Sommer
  4. Die Metallkraft im Herbst
  5. Die Wasserkraft im Winter

Wer die „Glorreichen Fünf“ bei seinen Vorhaben berücksichtigt hat den Segen der Zeit.
Und das fühlt sich an, als ginge man mit Rückenwind auf der Straße des Lebens.