Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Die besondere Immobilie – Das Architektenhaus

Auf der Suche nach einem Eigenheim findet man in einschlägigen Portalen oft eine, mit einem Eigenbegriff gekennzeichnete Immobilie: Das Architektenhaus. Was sich dahinter verbirgt? In der Regel handelt es sich um Häuser, die Architekten für sich selbst entworfen haben. Da sie meist hochpreisig angeboten werden, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.

So kann es werden: Eine Atmospäre zum Wohlfühlen. Danke für das klasse Foto © grovemade

Kürzlich hatte ich nämlich die Ehre, einen Architekten bei der Planung seines Traumhauses zu beraten. Das Grundstück war erworben, die Ausrichtung festgelegt und die Baupläne bereit zur Eingabe. Ein letzter Blick von mir sollte bestätigen, das alles bedacht war. Und ich der Tat, ich war wirklich zufrieden 🙂

Da ich schon viele Neubauten gesehen und manches Mal kopfschüttelnd überlegt habe, wo der Planer / die Planerin während der Arbeit mit den Gedanken war, sah ich hier vor allem die Feinheiten gewürdigt:

  • Ein harmonischer Grundriss, der zwar etwas eigenwilliges ausstrahlt, dabei dennoch in seiner Balance bleibt.
  • Eine Fassadengestaltung, die ein „freundliches Gesicht“ zur Straße schauen läßt und sich  in die Gegebenheiten der Umgebung einfügt.
  • Ein angemessen großer Platz vor der Haustür – in der Fachsprache Ming Tang genannt – wo das Qi, also die Energie, sich sammeln kann und der mit optischer Hervorhebung gepflastert werden soll.
  • Ein einladend quadratischer Eingangsbereich innen, mit Platz für Begegnung, für Einbauschrank, Garderobe und Schuhregal.
  • Eine (Wohn)Küche mit „Vorratskammer“ und einem Dunstabzug nach außen.
  • Zwei Kinderzimmer die den Namen wirklich verdienen, und in denen die Kinder später nach Belieben auch mal die Möbel umstellen können.
  • Eine separate Ankleide mit Einbauschränken für die Eltern.
  • Ein Raum mit Außenbelüftung zum Wäschetrocknen im Keller.
  • Eine Garage, die nicht mit dem Haus verbunden ist und dadurch keine „Fehlbereiche“ erzeugt.

Dabei ist die Grundfläche mit 140 m2 nicht mal besonders üppig. Dennoch wird es einen Kreativraum geben, ein Gästezimmer und ein Wohnzimmer mit Galerie. Prima! Und was konnte ich noch tun?

Ein paar Kleinigkeiten gab es bei der Zufahrt zu beachten, ich empfahl, sie etwas zu versetzen um einen günstigeren Energiefluss aufs Grundstück zu lenken. Außerdem werden wir einige geomantische Zeremonien vollziehen, um den Bauplatz entsprechend vorzubereiten. Besondere Würdigung gebührt dabei dem ersten Spatenstich, und wenn es so weit ist, werden wir gemeinsam den gefüllten Grundstein an passende Position legen. Später gibt’s das Firstfest, die Reinigung, die Aufladung des Hauses und das Einzugfest. Alles in allem, damit es eine runde Sache wird, und ein Zuhause, in dem Menschen glücklich leben, wachsen und gedeihen. Was für eine wundervolle Arbeit!


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Architektur zum Wohlfühlen

Haus im Schnee

Wohnkonzept im Zeitgeist: Viel Stein. Wände geben Schutz und erlauben, sich von der Welt zurückzuziehen.

Zeitgeist: Wohnen mit Glas. "Schau"fenster. Wer schaut hinaus, wer schaut hinein. Wie privat ist das Private?

Wohnkonzept im Zeitgeist: Das „Schau“fenster. Wie privat ist das Private?

 

 

 

 

 

 

 

 

Wann macht ein Haus uns glücklich? Was braucht es, um sich daheim zu Hause zu fühlen?

Wer neu baut ist besonders gefordert: Das eigene Wohn- und Wohlgefühl zu erforschen ist nicht immer leicht. Denn Architektur ist stark vom Zeitgeist geprägt und was „in“ ist beeinflusst die Wahrnehmung.

Schließlich ist unsere „Werbe-Kultur“ auf dem Prinzip „Sehen und haben wollen“ aufgebaut. Doch manch eine/r hat am eigenen Leib schon erlebt, dass ein Einrichtungskatalog zwar schön anzusehen ist, doch wenn man selbst drin wohnt die rechte Stimmung so gar nicht aufkommen mag. Was bei Möbeln eine teuere Fehlinvestition sein kann nimmt beim Hausbau schon andere Dimensionen an. Darum macht es Sinn, die eigenen Wohnbedürfnisse losgelöst von der Mode zu betrachten, denn Wohnen und Lebensgefühl sind eng miteinander verzahnt.

Als Feng Shui Beraterin und Geomantin arbeite ich gern mit Architekten wie Stephan Maria Lang, der seine Rolle so definiert: “Der Architekt als intuitiver Partner ist gefordert, das Gefühl für das Wohnen, das jeder in sich trägt, herauszuarbeiten. Er ist gefordert, sich auf die Besonderheit eines jeden Ortes einzulassen und mit der Persönlichkeit des Bauherren zu verbinden.” Denn, „es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, und eine andere, die sie zerstört“, stellte der Autor Reinhard Dellbrügge ganz treffend fest.

Wichtig bei der Planung ist außerdem, dass das Bauwerk von einer inneren Harmonie getragen ist, die positiv auf das Wohlgefühl – und damit auf die Gesundheit – der Bewohnerinnen und Bewohner wirkt. Eine gute Atmosphäre wird emotional als positive Raumqualität wahrgenommen und in solchen Räumen hält man sich gern auf, ist inspiriert und kann sich gleichzeitig erholen. Stellen Sie sich einen Raum wie eine dritte Haut vor – dann wissen Sie: Nur wer sich in seiner Haut wohl fühlt kann sich im besten Sinne entfalten.

Stephan Maria Lang setzt einen kurzen Fragenkatalog an den Anfang des Planungsprozesses:

  • Was brauche ich, um mich wohl zu fühlen?
  •  Welche Bedürfnisse beschäftigen mich?
  • Welche Sehnsüchte / Erinnerungen schlummern in mir, die ich in meinem Traumhaus umsetzen möchte?
  • Welche Vorstellungen vom Wohnen habe ich?

Ergänzend noch ein paar praktische Tipps, worauf Sie bei der Planung achten sollten:

  • Rückenschutz. Fassaden aus Glas sind nur dann wirklich angenehm, wenn man nicht gezwungen ist, dauernd mit dem Rücken im Fenster zu sitzen.
  • Stauraum. Offenes Wohnen birgt oft das Dilemma, Schränke, Sidebords oder Kommoden zu stellen, um Dinge zu verstauen. Hier lohnt  sich eine (kritische) „Inventur“, um ein ausgewogenes Verhältnis von Offenheit und Stell-Wänden zu finden.
  • Möblierbarkeit der Räume im OG. In meinen Beratungen habe ich viele (Kinder)Zimmer gesehen, die keinerlei kreative Varianten erlauben, um mal Bett oder Schrank oder Schreibtisch zu tauschen. Ein guter Raum ist eher quadratisch und hat zwei „feste“ Wände (d. h. Wand ohne Tür oder Fenster).

Nicht zu vergessen die Weisheit, die Winston Churchill einst bekundete: „Zuerst formen wir die Häuser, dann formen die Häuser uns.“