Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


Hinterlasse einen Kommentar

13. Türchen – und das an einem Freitag!

Nicht erst seit Dornröschen in ihren 100 jährigen Schlaf fiel, ergreift uns Unbehagen wenn wir an Freitag den 13. denken. Dieses Datum gilt noch immer als ein unglückversprechendes Omen. Doch das sich dahinter ein „weibliches Thema“ verbirgt, wissen die wenigsten. Grund genug, diesen Aberglauben mal ordentlich unter die Lupe zu nehmen.

Zusammen können sie zaubern – Sonne und Mond am Himmel, wie im Leben. Danke © Viviana Rishe

Die 13 wurde erst dann zur Unglückszahl degradiert, als sich das Denken im Rhythmus der 12 durchgesetzt hatte. Bis dahin richteten sich die Kalender nämlich nach der lunaren, also auf den Mond abgestimmten Zeit, nach der ein Jahr 13 Mondmonate hat.

„Unter den archaischen Völkern war der Mondkalender weit verbreitet, er ist aber mit der Zeit abgelöst wurden durch die Sonnenkalender … . Durch die Letzteren können die Jahreszeiten vorausgesehen werden, was für die Landwirtschaft von grossem Nutzen ist. Wenn auch den primitiven Völker, die Jäger und Sammler waren, der Mondkalender ausreichte, so stellte der Sonnenkalender für die Völker, die Landwirtschaft betrieben, einen deutlichen Fortschritt dar,“ schreibt Carteland in seinem Internetbeitrag über die Zeitrechnung verschiedener Kalender.

Der heute gültige, gregorianische Kalender setzte sich Ende des 16. Jahrhunderts durch, und basiert in seiner Taktung auf den 12 Sonnenmonaten. – Hier ereilt mich beim Schreiben die Frage, ob es wohl einen Zusammenhang zwischen der Einführung des neuen Kalenders mit der Verfolgung heilkundiger Frauen und den gräulichen Hexenprozessen zwischen 1550 und 1650 gibt – denn die Sonne wird seit jeher mit dem männlichen und der Mond mit dem weiblichen Prinzip assoziiert. –

Doch zurück zur 13. Um die 12 zu etablieren wurde die 13 erstmal verunglimpft (wie das seit jeher in der Denkungsart des entweder-oder üblich ist). Das Märchen Dornröschen steht Patin dafür: Die Königstochter hat Geburtstag und es soll ein schönes Fest gefeiert werden. Doch weil man nur 12 goldene Teller besaß (Sonne) wurde die 13. Fee einfach nicht geladen. Und dass verleugnete und ausgestoßene Schatten meist Unheil bringen, zeigen Aufstellungen und systemische Therapie. Die nicht-eingeladene Fee kommt nämlich trotzdem vorbei und verflucht erstmal das Dornröschen.

Der Fluch wird durch die 12.(!) Fee jedoch verwandelt und so wird aus der Todesbotschaft ein 100-jähriger Schlaf. Mir scheint, wir Menschen wachen erst gerade daraus auf 😉 … Wer sich nun noch mit der Numerologie befasst weiß, dass die 13 keine „negative“ Zahl ist, denn nach dem Ende der 1. Periode (12) kommt es mit der 13 zum Neuanfang: Transformation, Loslassen, Abschiede, Neubeginn, Wachstum und Weiterentwicklung, alles Attribute der 13. Begriffe, die derzeit unser altes Weltbild transformieren. Und denen, die es beim Alten belassen wollen, kann das natürlich Angst machen.

Fehlt noch der Freitag: ein durch und durch der Weiblichkeit gewidmeter Tag. Wer sich erinnert, dass alle Wochentage den Planeten geweiht sind (Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus!, Saturn, Sonne) stellt fest, dass an Freitagen die Venus regiert. Ihre germanischen Namen lauten Freia, Freyja oder Frigg, auf griechisch heißt sie Aphrodite. Und ein Ausflug in die biblische Schöpfungsgeschichte zeigt, dass am 6. Tag die Schöpfung vollendet war und Gott am Sabbat ruhte. Also finden wir auch hier einen vollendeten Zyklus.

So gesehen kann uns eigentlich nichts besseres passieren, als Freitag, den 13. willkommen zu heißen.

Möge er uns gesegnete, fruchtbare Neuanfänge bescheren!