La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


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Feng Shui Basics für den Garten

„Ich setze als wahr voraus, dass es im Himmel und auf Erden Götter gibt und dass die unergründliche Natur und mein Ich einander antworten.“ Yang Mu

Dieser Verbindung von Ich und Natur lässt sich jederzeit nachspüren. Besonders angenehm für alle Sinne ist es jetzt, da lang ersehnter Sonnenschein nach draußen lockt. Sich gücklich schätzen darf, wer im eigenen Garten an einem schattigen Plätzchen ausruhen oder kreativ werkeln darf, um Kraft für den Alltag zu schöpfen.

Der Ursprung der Harmonielehre

Mit ein paar Basics des Feng Shui, der fernöstlichen Harmonielehre von Wind und Wasser, können neue Impulse für die Gestaltung in den Garten einziehen. Anfänglich wollten chinesische Gelehrte eigentlich „nur“ herausfinden, wie Menschen, Tiere und Pflanzen sich unter bestimmten Bedingungen verhalten und wie sie sich verändern, werden die äußeren Bedingungen gewandelt. Das Ziel einer Gestaltung mit Feng Shui war immer, in harmonischem Einklang mit seiner Umgebung und der Natur zu leben und dadurch positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensfreude zu wirken. Lebenskraft erhalten, das war und ist das Zauberwort.

Der Garten – eine universelle Form des Seins

Die Kunst der harmonischen Gartengestaltung entwickelte sich nicht nur im Fernen Osten, auch in Europa entstand eine eigene Form der Gartenkunst. Sie orientierte sich überwiegend am Zeitgeist und den dazu gehörenden philosophischen Überzeugungen. Auch in der westlichen Welt wurden Gärten nach „Energie-Kriterien“ angelegt und Eingeweihte nutzten ihr „Wissen der Erde“, genannt Geomantie, um von unsichtbaren, in der Erde verlaufenden Kraftlinien zu profitieren und sie zur Erbauung einzubeziehen.

Philosophisch können wir jeden Garten als einen Mikrokosmos betrachten, als ein Abbild des großen Ganzen. Und je nach Epoche und eigenem Geschmacksempfinden wechselt die Darstellung dieses lebendigen „Landschaftsgemäldes“ auch heute noch: Bevorzugt der eine die üppige Farbenpacht und das scheinbar wilde Durcheinander des Bauerngartens; findet die andere im sparsam und zurückhaltenden Zen-Garten ihr inneres Abbild. Gemeinsam tragen alle Mensch die Sehnsucht nach dem Paradies in sich und die Gärten soll(t)en ein irdisches Abbild dieser Sehnsucht darstellen. Im Garten begegnet der Mensch den Elementen und damit auch sich selbst.

Einen Feng Shui Garten per se, den gibt es gar nicht

Feng Shui ist die Kunst, in harmonischem Einklang mit der Umgebung zu leben. Deshalb orientiert sich ein solcherart gestalteter Garten an den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Erkennungszeichen sind die Anlage der Wege, die Platzierung von Wasser, gekonnte Steinsetzungen und die Bepflanzung mit dominanten Kennzeichen, seien es Bäume oder Hecken. Ein gelungener Garten hat keinen Anfang und kein Ende und die Meisterschaft (vor allem der japanischen Gärten) besteht darin, für das Auge einen endlosen Blick zu schaffen; Kenner sprechen in solchen Fällen von „geliehenen Gärten“.

Wer einige Basics der Feng Shui Lehre bei der Anlage eines Flecken Erde einbezieht, wird seinen Garten als besonders harmonisch, inspirierend und wohltuend für die Gesundheit empfinden. Wirkt ein Garten dagegen leblos oder ein bisschen eintönig, ist das in den meisten Fällen auf ein Ungleichgewicht der 5 Elemente oder auf ein nicht ausbalanciertes Verhältnis von Yin und Yang zurückzuführen. Die Lehre besagt, dass alles was um uns ist, also Lebenwesen, Pflanzen und auch Steine eines der 5 Elemente repräsentiert. Die 5 Elemente stehen miteinander in tiefer Verbindung, sie können sich fördern, zerstören oder kontrollieren.

Tipps und Tricks für harmonische Gestaltung mit den 5 Elementen 

Pflanzen und Accessoires für den harmonischen Garten bestehen aus dem

Element Holz – Sinnbild des Frühlings. Charakterisch für das Holzelement ist die kräftig nach oben strebende Energie. Seine Farbe ist Grün. (Accessoire Säule, Pflanzen z. B. Hyazinthe, Tulpe, Bambus oder Rittersporn). Holz fördert das

Element Feuer – welches für die Jahreszeit des Sommers steht, sein Sinnbild ist die Expansion. Dem Feuer sind die Farbe Rot sowie spitze oder dreieckige Formen zugeordnet (Accessoire Gartenlicht, Feuerpflanzen u. a. Krokus, Gladiole, Stechpalme). Feuer befruchtet das

Element Erde – sie hat eine vermittelnde, aufnehmende Energie und entspricht dem Spätsommer. Die Farben sind ocker, sand, terracotta, ihre Form ist rechteckig oder quadratisch (Accessoires sind Steine oder Terrakotta-Waren, Pflanzen im Erdelement u. a. türkischer Mohn, Schneeglöckchen, Clematis oder Felsenbirne). Aus der Erde gewinnt man das

Element Metall – das Element der maximalen Verdichtung. Diese Energie strebt dazu, sich im Mittelpunkt zu vereinen. Jahreszeitlich wird Metall dem Herbst, der Zeit der fallenden Blätter, zugeordnet. Seine Farben sind Weiß oder Silber, die zugehörige Form ist rund. (Accessoire Metallkugel, Pflanzen z. B. Vergissmeinicht, Pfingstrose, Pampasgras, Akelei oder Glyzinie). Metall wirkt anreichernd auf das

Element Wasser – welches die nach unten fließende Kraft symbolisiert. Seine Form ist wellig und unregelmäßig, seine Farben sind Blau oder Schwarz. (Accessoire Vogeltränke oder Teich, Pflanzen z. B. Lavendel, Stiefmütterchen, Osterglocke, Ringelblume oder Fingerhut).

Lass‘ Blumen sprechen …

Auch die innere Wirkung der Pflanzen, also ihre Symbolsprache, bereichert jeden Garten. Mit Schafgarbe kann zum Beispiel weibliche Intuition und Einfühlungsvermögen gestärkt oder mit Hilfe des Bambus eine Aufbruchstimmung erzeugt werden. Die Lupine stärkt Duchsetzungskraft und Selbstbewusstsein, die Forsythie bringt Einfachheit, Hortensien beruhigen den Geist und die Strauchpfingstrose wird wegen ihrer Schönheit und als Glücksbringer geschätzt. (Mehr zur Pflanzensymbolik findest Du hier)

Wer einen neuen Weg anlegt, sollte auf geschwungene Wegeführung achten, damit das lebensspendende Qi langsam durch den Garten und zum Haus fließen kann. Dabei haben natürliche, hochwertige Materialien eine deutlich höhere Grundenergie, sie unterstützen die  Lebenskraft nachhaltig und sind deshalb ihre Investition wert.

Unbelebt wirkende Gartenbereiche können mit Aufmerksamkeitspunkten wie Licht, Solitärpflanzen oder Accessoires verschönert werden. So wird auch hier das Qi angelockt. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt:

  • Vielleicht gestalten Sie jenseits des Hauptweges kleine Themengärten?
  • Ein Garten, der nicht auf den ersten Blick zu überschauen ist, macht neugierig und wirkt anregend.
  • Und in jedem Garten, sei er noch so winzig, sollte eine kleine Zone unbearbeitet bleiben um einen Rückzugsort für Tiere zu schaffen. Das muss ja nicht immer auf der Erde sein, auch wer in die Höhe denkt wird fündig: ein umgedrehter, mit trockenem Grasschnitt gefüllter Blumentopf wird ein Zuhause für Ohrenkneifer, Käfer lieben zusammengebundene, in den Baum gehängte Äste, am Haus könnte ein Kasten für Fledermäuse angebracht werden (dann an nachtblühende Pflanzen denken!) und natürlich der klassische Laub- und Gehölzhaufen für Igel. Unberührte Orte werden zu Plätzen der Wandlung und laden uns ein, über das Tao des Lebens zu sinnieren.

Plädoyer für Wohlbefinden und Gesundheit

Ein lebendiges, nach Feng Shui Kriterien gestaltetes Stück Natur versorgt uns alle mit vitaler Lebensenergie und trägt dazu bei, das Empfinden zu bereichern. Eine Gartengestaltung für alle Sinne belebt die Vielfalt, bereichert schauen, riechen, schmecken, fühlen und hören und ist ein unerschöpflicher Quell für Gesundheit und intensives Wohlbefinden.

Brauchen Sie Inspiration für Ihren Garten, dann sprechen Sie mich gerne an. Ich bin eine leidenschaftliche Gärtnerin und schöpfe aus der nie versiegenden Quelle … 🙂 ❤


 

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Was Häuser über ihre Bewohner verraten

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Mit den 5 Elementen die Welt erklären

Im Feng Shui arbeiten wir, wie alle chinesischen Wissenschaften, mit den Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Im  chinesischen Weltverständnis wird ALLES den 5 Elementen zugeordnet, sie sind der Stoff der zehntausend Dinge, von denen Lao Tse im Tao-Te-King spricht.

Eine Tradition im Feng Shui ist die Formenschule. Jedes Ding, jede Erscheinung, läßt sich zum Beispiel über die Form einem der Elemente zuordnen: So repräsentiert das Hochaufstrebende das Element Holz, das Spitze das Element Feuer, das Quadratisch-Rechteckige das Element Erde, das Runde das Element Metall und das Amorphe das Element Wasser.

Hier – just for fun – ein kleines, anschauliches Beispiel dazu. Wir sehen zwei dreigeschossige Häuser. Beide erzählen viel über Zeitgeist, Architektur und Bauherren und verraten uns auch etwas über den „Typ Mensch“, der heute dort wohnt.

Rechts, das Eckhaus wurde 1906 fertiggestellt. Wir sehen, wie großzügig zu der Zeit mit dem Raum umgegangen wird (Geschosshöhe!) und wieviel Wert auf das Detail gelegt wurde: Stuckeinfassungen rahmen alle Fenster, es gibt viele Abbildungen der Hausgenien und ein filigraner Turm ermöglicht einen weiten Blick in mehrere Richtungen. Dieses Haus gehört zum Element Holz. In der Elementelehre steht Holz für Wachstum und Dynamik, für Ausdehnung, Ideenreichtum und Kreativität, Toleranz, Optimismus, aber auch für Ungeduld, Launenhaftigkeit und Wutanfälle.
Durch die Spitze auf dem Türmchen und den rötlich-rosa Anstrich ist auch das Feuerelement repräsentiert. Holz nährt das Feuer und so kann das Spiel der Elemente sich entfalten; Feuer ist lebhaft, zeigt sich und schließt niemanden von seiner Wärme aus.

Zu vermuten ist deshalb, dass sich in diesem Haus eher kreativ tätige, verspielte Menschen wohl fühlen, die mit hohen Räumen (Deckenhöhe geschätzt +/- 4 Meter) klarkommen. Menschen die vermutlich geistig arbeiten und mit ihrer Kreativität nach außen gehen, die sich und ihre Arbeit gern zeigen. Menschen, die sich gedanklich weit vorwagen und dabei das Detail im Auge behalten. Ich denke, Zukunfts- und Trendforscher*, Grafiker, Architekten oder Designer könnten sich von diesem Haus gerufen fühlen.
Und – welch ein Zufall???
In diesem Haus ist unten ein Friseur. Holz repräsentiert auch das menschliche Haar und Friseur ist ein kreativer Beruf. Also: Treffer!

Das linke Haus stammt vermutlich aus den 70er Jahren und zeigt seinen Geist ebenso unverblümt: Hier dominiert das Praktische. Die Fassade zeigt sich kompakt, kleinteilig und pragmatisch. Der Nutzen steht im Vordergrund und vermutlich stand auch der Heizungs-Spargedanke Pate beim Entwurf. Diesem Baustil geht es vorrangig um Effizienz und weniger um Experimente. So drückt sich in Varianten das Erdelement aus. Erde, die Versorgerin, die Praktische, Nährende, Stabile, die für Ausgewogenheit und Sicherheit sorgt. Auch die Anstrichfarbe, terracotta, gehört zum Erdelement.
Hier ist also viel Erde im Spiel was darauf hindeuten kann, dass alles etwas schwerfällig vorangeht, das neue Ideen es eher schwer haben sich zu etablieren und Prozesse stagnieren.

Zu vermuten ist, dass sich in diesem Haus Menschen wohlfühlen, die eher bodenständig und familienbezogen leben, und sich zu den versorgenden, konservativen und nährenden Tugenden hingezogen fühlen. Sammler sind typische Vertreter des Erdelements, sicher finden wir hier Menschen die mit viel Liebe und Sorgfalt ihre Setzkästen füllen und pflegen. Die Bewohner könnten als Buchhalter, Steuerberater, Statiker oder Immobilienmakler arbeiten.
Und – welch ein Zufall???
In diesem Haus ist eine Bank ansässig. Die klassische Hausbank mit Tugenden wie Bodenständigkeit, Tradition und Konservatismus repräsentiert klar das Erdelement.
Also: Treffer!!!

Und nun die Einladung an Euch, selbst Beispiele zu finden. Schaut das Alltägliche mit „neuen“ Augen an, experimentiert und lasst Euch überraschen. Was erzählt Dein Haus über Dich?

* P.S. Wegen der flüssigeren Lesbarkeit habe ich auf anhängen des /in verzichtet. Doch natürlich schließe ich in meine Aufzählungen Trendforscherinnen, Architektinnen, Buchhalterinnen, Köchinnen, Grafikerinnen, Bankerinnen etc. ein.

P.P.S: Alle Elemente beziehen sich aufeinander. Jedes Element ist gleich wichtig. Deshalb gibt es kein besser oder schlechter. Wir sind aufgefordert wahrzunehmen ohne zu werten. Immer gilt: Sowohl als auch.