Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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3. Türchen – Das persönliche Lebensrad

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu wissen, was man will. So gefragt mag die Aufzählung, was man nicht will, umso länger geraten. Genau dafür habe ich ein spielerisches Herangehen erdacht, dass auf dem Bagua basiert. Auf der Vorlage läßt sich eintragen, zu wieviel Prozent man mit etwas zufrieden ist und wo man mehr erreichen möchte. Ein schönes Spiel für lange Winterabende, das sich auch für gesellige Runden eignet. So lernt man sich gleich noch besser kennen und findet den Einstieg in substanzielle Gespräche. Der Clou: Im Anschluss läßt sich leicht ermitteln, wo Zuhause die Weichen gestellt werden können, um gewünschte Entwicklungen zu unterstützen.

Hier sind acht Themenblöcke, die sich später aufs Bagua übertragen lassen.

  • Mich besser verständlich machen und meine Fähigkeit zuzuhören stärken
  • Eine tiefere Anbindung an die Ur-Kraft und meine Ahnen, um mein Ich-sein anzunehmen
  • Mehr Vertrauen in das Leben und den natürlichen Fluss der Dinge gewinnen
  • Meinen Lebensweg im Einklang mit meinem Seelenplan gehen

 

  • Mehr Selbstvertrauen gewinnen
  • Öfter zur Ruhe kommen und innere Stabilität spüren
  • Mir Zeit für Weiterbildung, Interessen und Hobbys nehmen
  • Mir Zeit für Meditation, Kontemplation und Innenschau nehmen

 

  • Ein geklärtes Verhältnis zu meiner Herkunft(sfamilie) bekommen
  • Motivation und Dynamik schüren und meinen Willen stärken
  • Den Beginn von etwas Neuem freudig zulassen
  • Mein Verhalten noch besser darauf abstimmen, gesund zu bleiben

 

  • Wohlige Zufriedenheit empfinden
  • Meiner Intuition mehr vertrauen
  • Lebhafte Freude an Wachstum und Entwicklung spüren
  • Inneren und äußeren Reichtum annehmen und weiter geben

 

  • Meinen Selbstausdruck verbessern; das was ich kann, gerne mit der Welt teilen
  • Leidenschaft und Inspiration intensiver er-leben
  • Erfolg und Ansehen verbessern, mich auch selbst für meine Leistungen loben
  • Den Weg zu Weisheit und Transformation beschreiten

 

  • Mehr netzwerken und Gemeinschaft aktiv gestalten
  • Größere Erfüllung in der Partnerschaft spüren / jemand kennenlernen um eine erfüllende Liebesbeziehung zu gestalten
  • Mitmenschen in ihrem So-sein besser annehmen und fördern
  • Die Ernte dessen, was ich gesät habe, verantwortungsvoll annehmen

 

  • Ich möchte heiterer und voller Lebensfreude sein
  • Meine Kreativität zum Ausdruck bringen, angefangene Projekte beenden
  • Genießen und mich dabei freuen
  • Auch mal 5e gerade sein lassen und über „Fehler“ lächeln

 

  • Mir Unterstützung und Hilfe von außen holen / mich nach einem Mentor, einer Mentorin umschauen
  • Ab sofort (mehr) Verantwortung übernehmen (für die Gemeinschaft  / für meinen bisherigen Lebensweg)
  • Ich stehe zu meinen Visionen und traue mir zu, sie zum Wohle des Ganzen zu realisieren
  • Ordnung ist das halbe Leben. Von jetzt an bevorzuge ich Finden statt Suchen

 

Jedes Tortenstück geht von null (beginnend in der Mitte) zu 100% am äußeren Rand und kann nun, beginnend in der Mitte, schraffiert werden – eine Farbe dafür, wieviel Prozent gefühlt erreicht sind, eine andere Farbe dafür, wo Sie hin wollen. Dann gilt es Prioritäten zu setzen, zum Beispiel für das kommende Jahr. Mehr als drei führen aus meiner Sicht in die Überforderung, lieber Mitte 2020 noch einmal checken, ob die Prioritäten noch stimmen und was sich getan hat.

Die Himmelsrichtungen beginnen übrigens unten Mitte (= Norden = der erste Block der Aufzählung) und bewegen sich dann im Uhrzeigersinn. Das heißt der letzte der 8 Blöcke gehört zur Richtung Nordwesten. Viel Spaß dabei!


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2. Türchen – Das Zuhause der Dinge

Auch Dinge haben ein Zuhause.

Die Häuser der Dinge sind

Schubladen
Schränke
Nähkästchen
Nachtkästchen
Schachteln
Truhen
Koffer
Manche wohnen auch unter dem Bett, andere auf dem Schrank.

Was meinen Sie,
beeinflusst die Ästhetik des Versteckten die Atmosphäre im Raum?


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1. Türchen – Magischer Monat Dezember

Schönheit vor mir,
Schönheit hinter mir,
Schönheit neben mir,
Schönheit über mir,
Schönheit unter mir,
Schönheit sei um mir,
in Schönheit ist es vollendet!

Weisheit der NavajosMögen in diesem Monat, der das Licht zu uns zurück bringt, alle Wesen nah und fern gesegnet sein und einen Platz in der Gemeinschaft finden.

 


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Zuhause gemütlich? Das sinnliche Schlafzimmer.

Wo ist es im Winter am Schönsten? Manche meinen vielleicht „vor dem Kamin“ doch für viele gibt es nur eine Antwort: im Bett. Das Bett wohnt im Schlafzimmer, und das ist im besten Fall ein absolut yinniger Ort, der elementare Bedürfnisse miteinander vereinbaren soll. Denn im Schlafzimmer wollen wir ausruhen und entspannen, regenerieren und gut schlafen. Und natürlich sind hier auch Sinnlichkeit, Erotik und Intimität zu Hause.

Einen Einblick in ihr Schlafzimmer gewährt uns © Yasmine Boheas.

Auf die Basics und  Feng Shui im Schlafzimmer habe ich an anderer Stelle hingewiesen, heute möchte ich auf die sinnlichen Aspekte des Raums eingehen. Und die gelten auch, wenn jemand keinen Partner, keine Partnerin hat, denn jeder Mensch ist durch den Leib ein sinnliches Geschöpf. Unser Körper mag es sehr, wenn wir selbst ihn lieb haben und uns, durch ihn, verwöhnen. Im Schlafzimmer können wir uns darum Gutes tun, egal ob allein oder zu zweit.

Hier ein paar Feng Shui Tipps für ein sinnliches Schlafzimmer:

  • Das Bett ist, neben dem Kleiderschrank, meist das dominanteste Detail im Raum. Machen Sie sich die Freude, sich Abends ins gemachte Bett legen zu können.
  • Gönnen Sie sich schöne Bettwäsche – wobei „schön“ sicher relativ ist. Aus Feng Shui Sicht wird von unruhigen Mustern oder lebensfeindlichen Motiven abgeraten. Investieren Sie in hochwertige Wäsche, denn angenehmes Material auf der Haut macht uns die Kostbarkeit des Körpers bewusst.
  • Für Paare sind gleiche Bezüge vorteilhaft, wer’s dennoch unterschiedlich mag, entscheide sich für eine über das Bett reichende Überdecke. Dies symbolisiert Einheit in der Verschiedenheit.
  • Legen Sie Wert darauf, den Raum nicht bloss steril-funktional einzurichten, denn Sinnlichkeit wird – wie das Wort schon sagt – durch die Sinne erlebt.
  • Augen und Nase sind dafür zuerst empfänglich, achten Sie darum auf angenehm-weiches Licht und Oberflächen (Nachttisch, Sidebord, Schminktisch), wo auch das Auge sich ausruhen darf. Nur so kann es sich schließlich an optisch schmeichelnden, die Phantasie beflügelnden Einzelstücken erfreuen.
  • Duft verbreitet sich in leicht temperierten Zimmern besser, sollten Sie also vorhaben Ihren Liebsten / Ihre Liebste zu verführen, sorgen Sie für eine angenehme Raumtemperatur und wählen dazu den zarten Hauch eines Lieblingsduftes.
  • Viele Kleiderschränke wirken sehr wuchtig und bestimmen die Raumatmosphäre. Wer vom Bett aus nicht dauernd auf die Schranktüren schauen will, verwandelt das Bett mittels Baldachin in eine Insel im Raum. Oder Sie spannen unter die Decke und direkt vor dem Schrank eine Schnur und hängen einen leichten, farblich harmonierenden Stoff daran. Dann können Sie zu passenden Gelegenheiten den Schrank aus dem Blickfeld verschwinden lassen und das Bett wird zur Oase.
  • Wer ohne Partner/in lebt – achten Sie darauf, dass kein Mangelgefühl entsteht. Manchmal kann ein reguläres Doppelbett dazu führen, dass man beim einschlafen oder aufwachen traurig auf die leere Seite schaut. Dann ist Ihnen (entgegen mancher Feng Shui Ratgeber) mit einem 90er / 120er oder 140er breiten Bett mit nur einer Matratze besser gedient.
  • In der Regel ist das Schlafzimmer der Raum, den nur wenig andere Menschen betreten dürfen. Sind Sie König / Königin in Ihrem privaten Reich? Erlauben Sie sich ruhig Verrücktes, Außergewöhnliches, Spielerisches – solange der Raum insgesamt nicht zu unruhig wirkt und Sie weiterhin gut schlafen, ist alles erlaubt.
  • Was empfinden Sie als sinnlich? Nutzen Sie die dunkle Jahreszeit es sich im Schlafzimmer so richtig gemütlich zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Liebsten / Ihrer Liebsten darüber, wie Sie Ihr Schlafgemach in der Phantasie gestalten würden und was dort auf keinen Fall fehlen darf. Vielleicht kommen Sie dabei auf ganz neue Ideen und entfachen bislang unbeachtete Leidenschaften.

Auch wenn Sinnlichkeit oft mit Erotik gleichgesetzt wird, sie umfasst viel mehr. „Als Sinnlichkeit bezeichnet man umgangssprachlich die Hingabe an das angenehme Erleben durch die Sinne.  Durch die geöffneten Sinne kann man das Schöne und Anregende dieser Welt erfahren.“ Quelle: Wikipedia

Solange Sie hier auf Erden in Ihrem Körper wohnen, machen Sie es sich angenehm. Freuen Sie sich, abends in Ihr Bett schlüpfen und morgens in ihm aufwachen zu dürfen. Das Leben ist so kostbar und überhaupt nicht selbstverständlich. Zeigen Sie sich in diesem privaten Raum, dass Sie ebenso kostbar sind und ein Geschenk des Lebens an sich selbst.

 


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Ab Sonntag jeden Tag ein Türchen …

Ich habe aussortiert – tiefes Ausatmen! – und mich einem lange überfälligen Rumpeleck angenommen. Schöner Schrank von außen, doch innen … das will keiner wissen … ! Jedenfalls sind nun Unmengen Papier freigesetzt : Längst vergilbte Seminarunterlagen und Mitschriften, verlegte Passwörter, Kritzeleien auf Post-it’s, Sinnsprüche, Geistesblitze, to-do’s für die Zukunft, ausgerissene Artikel … . Nun, rechtzeitig zum Jahresausklang, ist die Essenz fein sortiert und ich mach was Schönes draus.

Wie in einem richtigen Adventskalender gibt es ab Sonntag, den 1.12. jeden Morgen eine Inspiration für den Tag von mir. Das kann ein Tagesmotto sein, eine philosophische Praline, ein Feng Shui Tipp und auf jeden Fall ist meine Prognose für das Jahr 2020, im Zeichen der Yang Metall Ratte dabei. Und wer am 6. Dezember nichts Süßes im Strumpf findet 🙂 , kann an meiner offenen Feng Shui Fragestunde teilnehmen. Dazu gebe ich rechtzeitig Bescheid, wie und wann ich am Nikolaustag zu erreichen bin.

Also bis ganz bald, ich freu mich auf die kommende Zeit. Noch ist tiefes Yin, doch die Wintersonnenwende bringt das Licht zurück. Und wir Frauen wissen, nur im Dunkeln kann gedeihen, was später kräftig und stark in der Sonne steht und seine Leuchtkraft aussendet.

 


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Darf’s ein bisschen mehr sein? Die drei Quellen des Qi.

Kürzlich sah ich ein Youtube Video meiner amerikanischen Kollegin, der Feng Shui Expertin Marie Diamond. Der Vortrag ist zwar schon etwas älter, doch was sie über die drei Qi’s sagt finde ich absolut teilenswert.

Wir kennen im Feng Shui drei Arten Qi. Gemeint sind Einflüsse auf irdisches Geschick aus unterschiedlichen Quellen: Heaven Qi, Human Qi und Earth Qi.

Wo Heaven-Human-Earth Qi sich vereinen und „der Erwachte“ wohlwollend auf menschliches Streben schaut. Hongkong © Meckl Antai

  • Kosmisches oder Himmels-Qi (Heaven Qi) beeinflusst durch die Zeitqualität. Im Feng Shui werden dafür zum Beispiel die Methoden der Flying Stars und der date selection genutzt. Die Flying Stars zeigen günstige Aspekte für Außengestaltug und Inneneinrichtung; mit Hilfe der date selection, also der Datumswahl, werden anhand von Tages- oder Monatsqualität günstige Termine berechnet, zum Beispiel für den Start wichtiger Vorhaben wie Hochzeit, Geschäftseröffnung oder Einzugsfest. Meditation, Kontemplation und Gebete werden dem Himmels-Qi gewidmet.
  • Menschliches Qi (Human Qi) bezieht sich auf die individuelle astrologische Konstellation jedes Menschen. Also das, was wir bei der Geburt mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Schicksal ist zwar nix fixes, dennoch hat sich jeder Mensch auf der Erde inkarniert, um etwas zu lernen oder zu erfahren. Ein astrologisches Chart ist wie eine Art Bauplan oder Gebrauchsanweisung und kann helfen, sich an den Seelenweg zu erinnern. Besonders wertvoll ist das, wenn das Gefühl nagt, man sei vom Weg abgekommen oder „habe sich unterwegs verloren“. Gedanken, Gefühle und Handlungen gehören zu Human Qi und beeinflussen natürlich ebenfalls das Schicksal.
  •  Erd-Qi (Earth Qi) ist das, was wir in der Umgebung finden. Dazu gehört die natürliche und die gebaute Landschaft, die Straße und das Haus (oder die Wohnung) wo man lebt. Da wir wissen, dass jeder Raum in dem ein Mensch sich regelmäßig aufhält, wie eine dritte Haut oder wie ein zweiter Körper, Einfluss auf Gedanken und Gefühle nimmt, widmet sich Feng Shui vor allem dem Erd-Qi. So werden durch das „dirigieren“ des räumlichen Qi’s günstige Umstände herbeigeführt.

Alle drei Qi’s wirken zu je einem Drittel auf das gute Gelingen. Marie Diamond verweist in ihrem Vortrag darauf, dass dies auch dann noch gilt, wenn Menschen sich verstärkt auf den spirituellen Pfad begeben. Einige meinen dann, auf dem geistig-spirituellen Weg seien die irdischen Gesetzmäßigkeiten des Erd-Qi nunmehr ohne Belang. Doch: Solange wir im irdischen Körper unter irdischen Bedingungen leben, solange wirken die drei Qi’s. Viele haben sicher schon erlebt, wie stark Orte und Räume auf  Gedanken und Gefühle einwirken – Denken Sie mal an: Krankenhaus, Behörde, Gefängnis und nehmen das aufsteigende Gefühl wahr. Es wird dabei sehr deutlich, wie Erd-Qi auf Human-Qi wirkt.

Feng Shui und Raumgestaltung sind darum nach wie vor großartige Methoden, den Raum in dem wir leben für unsere Ziele und Zwecke nutzbar zu machen. Und zwar zum Wohle des Ganzen. Wer „Erleuchtete“ beobachtet, kann sich konkret daran erfreuen, wie sie irdische Erscheinungen wertschätzen: Da wird ein Blatt betrachtet und wahrgenommen als wäre es ein guter Freund, da wird zart an einer Blume geschnuppert und sichtbar durchströmt der Wohlgeruch den sich Hingebenden, da wird der Altar mit soviel Liebe und Achtsamkeit geschmückt, dass einem ganz warm ums Herz wird.

Sehr schön und passend fand ich darum gestrige Bemerkung meiner Meditations-Lehrerin: „Nichts überdauert, das nicht relevant und hilfreich ist“. Da Feng Shui und Geomantie, also die Lehren umsichtiger Raumplanung, schon viele tausend Jahre überdauert haben, stimme ich vorbehaltlos zu und bin dankbar, dass dieser Pfad mich erwählt hat, auf ihm zu wirken.


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Podcast: Energetische Raumgestaltung und Feng Shui

Für alle, die keine Lust haben zu lesen – heute gibt’s was für die Ohren. Letzte Woche habe ich mit Simon Schubert einen tollen Podcast aufgenommen. Simon ist studierter Gesundheitsmanager und Gründer von Perspektive Gesundheit. Er unterstützt Menschen bei der Umsetzung einer gesunden Lebensweise und sagt über sich: „Ich unterstütze Organisationen und Changemaker, eine Welt zu schaffen, in der Menschen gedeihen.“

Mach‘ mal Pause! Sitzen, lauschen, schauen – und sich dabei inspirieren lassen.

Genau das ist auch mein Anliegen, denn

»Ein Zuhause sollte Ankommen in der Gegenwart ermöglichen und eine erfüllte Zukunft verheißen.«

Über die folgenden Themen haben Simon und ich in dieser Folge gesprochen

  • Wie kann Raumgestaltung überhaupt Einfluss auf uns haben?
  • Esoterik und Wissenschaft: »Welchen Stempel gibst du Sachen?«
  • Die Grundidee von Feng Shui
  • Zuhause als Kraftort
  • Wie kann ich meine Umgebung für mehr Wohlbefinden gestalten?
  • Was ist bei einem Home Office wichtig?
  • Zusammenhang: Räume, Blockaden und chronische Krankheiten
  • Was bedeutet es, dass die Meisten von uns in Rechtecken leben

Podcast: Energetische Raumgestaltung und Feng Shui

Ich bin etwas aufgeregt – doch freu mich total darüber. Vielen Dank Simon für das anregende Gespräch und nun Viel Spaß beim Hören!


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Zuhause gemütlich? Die Küche.

Der Winter kommt, heißt es in Game of Thrones. Auch hierzulande bringt der Wind eisige Böen und die ersten Dächer sind morgens schon weiß überzogen. Ein guter Grund, sich dem Innenraum zuzuwenden und es sich Zuhause so richtig gemütlich* zu machen. Hier einige Tipps aus meiner warmen Feng Shui Küche 😉

Katzen wissen ein gemütliches Zuhause zu schätzen, auch die von © Paul Hanaoka.

Die Küche gilt als das Herz des Hauses: In diesem Raum bereiten wir Lebensmittel zu, die wiederum unsere Gesundheit beeinflussen. Aus ganzheitlicher Perspektive wirkt sich die Energie im Raum auf die Nahrung aus, darum sollte die Atmosphäre in der Küche ruhig und entspannt, dabei anregend genug sein, um bei guter Laune zu schnippeln und Lust aufs kochen zu machen.

  • Gute Beleuchtung gehört unbedingt dazu: Anrichte, Kochinsel, Spüle hell ausleuchten, vor allem da, wo mit scharfen Messern hantiert wird. Am Tisch dagegegen darf das Licht gedämpfter sein, um das Essen zu genießen und die Art Wohlbefinden zu erzeugen, die so empfänglich ist für sanftes Licht.
  • Licht beeinflusst Stimmungen und damit auch die Art, wie und worüber bei Tisch gesprochen wird. Wer hitziger Debatten oder lahmer Gespräche beim Zusammensein müde ist, experimentiert mit Farbe: Orange stimuliert Konsens, Grün bringt Lebendigkeit und Schwung. Beginnen Sie mit Servietten, farbigen Kerzen oder Platzsets. Wenn die Farbe auf gewünschte Weise wirkt, können Sie für das Frühjahr über den Anstrich einer Wand nachdenken.
  • Wer vorwiegend alleine isst und sich gewohnheitsmäßig mit Buch oder TV von der Stille ablenkt: Probieren Sie es doch mal mit stimmiger Musik, einem Konzertmitschnitt oder einer Lesung über Achtsamkeit. Und worauf schauen Sie, wenn Sie am Tisch sitzen – haben Sie eine düstere oder erheiternde Aussicht?
  • Frische Blumen sind in der Küche immer eine gute Idee. Sie bringen Schönheit von draußen nach drinnen, direkt ins Herz des Hauses.
  • Wer mag, schaut in welcher Himmelsrichtung und damit in welchem Bagua-Bereich sich die Küche befindet. Das gibt wertvolle Hinweise, welches raumenergetische Potenzial hier darauf wartet, geweckt zu werden.
  • Wer die Kraft der Formen integrieren möchte, hier zwei Anregungen dazu: Die Blume des Lebens gilt als Urbauplan des Lebens, sie ist Ausdruck der natürlichen Ordnung und enthält ALLES. Wer mag hängt sie über den Herd und/oder stellt die zu verarbeitenden Lebensmittel eine Weile darauf. In der Heilkunde gelten Pyramiden, die nach den Maßen der Cheops Pyramide gefertigt werden, als hamonisierend, energetisierend und aktivierend. Es gibt zahlreiche Versuche mit Lebensmitteln, die unter einer Pyramide aufbewahrt, länger frisch blieben. Probieren Sie’s aus und dann berichten sie mir gern über gemachte Erfahrungen.
  • Zugegeben, der Vermerk, dass eine aufgeräumte Küche die Herzen vor lauter Vorfreude höher schlagen läßt, klingt abgedroschen. Doch wer heute erst den Abwasch von gestern erledigen muss, um einen leckeren Salat zuzubereiten oder wer abends noch das Frühstücksgeschirr vorfindet – büßt sicher viel der besagten Vorfreude ein.

„Kochen ist wie Liebe, man sollte sich mit Hingabe darauf einlassen, oder gar nicht.“ Ob Piet von Home sich selbst daran hielt, weiß ich nicht, dennoch soll seine Empfehlung nicht ungehört verhallen.

Und nun: Guten Appetit!

* gemütlich wie Gemütlichkeit. Wikipedia definiert es so: „Gemütlichkeit, abgeleitet von Gemüt, ist ein subjektiv empfundener Gemütszustand des Wohlbefindens, ausgelöst durch subjektiv determinierte materielle Verstärker und/oder Situationen. Das Wort Gemütlichkeit wird auch im Englischen und im Französischen verwendet. Der Gegenbegriff ist ‚Ungemütlichkeit‘.“


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Mit Zeichen heilen

Auf der Reise durch die Welt der Zeichen öffnen sich immer neue Türen. Letzte Woche habe ich das erste Mal heilende Zeichen in die Aufstellungsarbeit integriert. Eine Freundin hatte sich überraschend bei mir gemeldet: „Du machst doch Aufstellungen und ich habe da ein drängendes Thema, würdest Du mir helfen nach der Lösung zu schauen?“

Heilkräftiges Symbol, empfangen von Hildegard von Bingen. Radiästhetisch getestet: „Besonders hohe Schwingung mit geistigem Potenzial“

In der Aufstellung für meine Freundin haben wir das Thema „Neid“ angeschaut. Sie sagte: „Ich bin ja Expertin in dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. In letzter Zeit schlägt das um in Neid auf andere. Ich kann mich gar nicht mehr mitfreuen wenn jemand etwas Tolles erlebt hat und denke immer öfter, warum passiert mir das nicht?! Dann fühle ich mich als komplette Versagerin, bin insgeheim mißgünstig und am Ende fühle ich mich regelrecht lebens-müde. Was können wir da machen?“

Erst kürzlich habe ich ein Buch über Familienstellen mit Symbolen gelesen. Kurz zusammengefasst geht das so: Zuerst werden mittels Kinesiologie, Pendel oder Einhandrute die individuellen Begriffe gefunden, die für die Aufstellung bedeutsam sind und die wie ein „Schlüssel zur Seelenebene des gesamten Systems“ wirken. Sind sie gefunden, werden sie aufs Papier geschrieben und – wo nötig – mit Linien verbunden. Dann wird abgefragt, ob es eines Symbols, eines Wortes oder einer Farbe bedarf, um die Verbindung zu 100% zu heilen.

Roswitha Stark schreibt in ihrem Buch: „Mit den vorgestellten Symbolen, Balancierungs-Wörtern und Farben können Sie ein wunderbar wirksames Heilbild für jedes Anliegen erstellen, ganz gleich, ob für körperliche, seelisch-emotionale oder geistige Beschwerden. Sie müssen nur die passende Kombination herausfinden. Und das ist ganz einfach!“

Meine Freundin Felicitas* war einverstanden, diese Methode zu probieren. Zuerst haben wir also ihr Anliegen klar formuliert: „Was brauche ich als Basis für einen gesunden Selbstwert, um meinen Lebensweg zu würdigen und mich an dem zu freuen, was ich bisher geschafft habe?“ Neid ist ein sehr tiefes Gefühl das einlädt, sich mit den eigenen Potenzialen zu beschäftigen. Das, was auf andere projiziert wird (Erfolg, Geld, glückliche Partnerschaft, schönes Leben …) kann ein abgespaltener Anteil sein, den mensch sich selbst nicht gönnt, doch durchaus erreichen kann. Allerdings kann es ebenso sein, dass es sich dabei um Erwartungen anderer handelt und man selbst insgeheim/unbewusst andere Pläne verfolgt.

Wir haben also zuerst alle Begriffe zum Thema gesammelt die Felicitas einfielen, und anschließend mit dem Pendel getestet, welche für die Heilung bedeutsam sind. Dann haben wir die Vorlagen des Buches genommen, um Balancierungs-Wörter und Ressourcen, Symbole zur Harmonisierung und die passenden Energien des Farbkreises zu finden. Es war eine spannende Aufstellung, die ein bisschen Zeit brauchte. Doch wir waren sehr konzentriert bei der Sache und hatten nach zwei Stunden ein stimmiges Bild, in dem Heilwörter, Farben und Symbole die Einzelteile miteinander verbanden und in dem auch was Felicitas „weghaben“ wollte, wieder dazu gehören durfte.

Mit Felicitas Erlaubnis darf ich aus unserem reflektierenden Gespräch „danach“ soviel sagen: Den Neid hat sie als Hinweis auf einen Groll verstanden, den sie gegen sich selbst hegte. Die Selbst-Ablehnung war Überbleibsel aus ihrer Kindheit und Grund, warum sie sich bislang nicht an sich selbst freuen konnte: Egal was sie tat – es war in ihren Augen nicht genug. Und die Umwelt reagierte entsprechend ihrer Ausstrahlung. An diesem Punkt angelangt gab es noch einmal ein tiefes Ausatmen, plötzlich fiel das ganze Bild wie in einem 1.000 Teile Puzzle zusammen. Und mit der aufs Papier gebrachten Aufstellung ergab alles einen Sinn.

Zum Schluss haben wir beide noch eine Karte aus dem Symbolkartenset der Hildegard von Bingen gezogen. Ihre war „Ein Herz für sich selber haben“. Und obwohl es den ganzen Tag eher diesig und verhangen war, in dem Moment fiel ein Lichtstrahl durch die Wolken, genau auf die Karte. Ein berührender Augenblick, in dem Lachen und Weinen ganz nah beieinander liegen.

Seitdem sind einige Tage vergangen und ich lese meinen Text noch einmal. Es klingt so simpel, moniert meine linke Gehirnhälfte. Kann es denn so einfach sein?! Ja, sagt meine fühlende Hälfte, während ich mein rechtes Auge bedecke, um den Verstand einen Moment zur Ruhe zu bringen. Und dann fühle ich wieder wie es sich anfühlt, „Mit der Quelle verbunden zu sein“ und mir wird leicht und froh ums Herz.

Aufstellungen werden nun ein größerer Bestandteil meiner Arbeit. Mittlerweile habe ich gute Erfahrungen gemacht und positives Feedback auch für telefonische Aufstellungen und Beratungen bekommen. Wenn Sie ein Thema haben, dass Sie gemeinsam mit mir anschauen oder aufstellen möchten, sprechen Sie mich gerne an. Auf Wunsch können wir Ihren Grundriss hinzu nehmen und schauen, was er zum Thema meint und welche Lösungen er anbietet.

*PS. Meine Freundin heißt nicht Felicitas, um ihre Sphäre zu schützen nenne ich sie in diesem Beitrag einfach so.

 

 

 

 

 

 

 

 


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Hausbau und die Psychologie der Hoffnung

Für dieses Foto gibt es bislang 17.000 likes auf Facebook. Szenen einer Stadt, die eher wie ein Phantasiegebilde und komplett surreal wirkt. Mit dem Auge gesehen mag ein Like gerechtfertigt sein, doch mein Herz zieht sich beim Anblick der Silhouette zusammen. Auch wenn mich der Gebäudekomplex ein wenig an Stonehenge 🙂 erinnert, mir kommt der Kinderpsychologe Bruno Bettelheim in den Sinn, der sich mit den Effekten von Stadtplanung auf geistige Gesundheit befasste. Eindrücklich fragte er sich, wie stark die „dingliche Umwelt die Psychologie der Hoffnung“ beeinflusst.

Singapure. Foto © @kevouthere [IG] in Architecture & Design

  • „Hochhäuser mit ihrer überwältigenden Größe vermitteln das Gefühl der eigenen Bedeutungslosigkeit. Sie betrügen uns um das Gefühl des Herrseins, wie es das Heim schenken sollte, und wecken den Wunsch, unsere Herrschaft auf andere Weise zu bestätigen.
  • Dann beobachtete ich einige Kinder beim Spielen und erkannte das schon erwähnte Problem der Proportionen. Ein Kind mag auf eines der Betontiere oder auf den Kletterbaum steigen und dabei nach Art von Kindern erwarten, dass es von dort oben hinabschauen, die Welt überblicken und sich erhaben fühlen würde, weil es sich so groß und hoch oben vorkommt; wenn aber sein Blick auf das Hochhaus fällt und daran emporwandert, fühlt es sich auf seinem Hochsitz kleingedrückt wie ein Zwerg. Mit seiner schieren Höhe zerstört das Gebäude das, was das Kind in seinem Phantasiespiel zu erringen sucht. Wenn schon die hohen Bäume von diesem Haus – seinem Heim – unermeßlich überragt werden, wieviel mehr dann das Kind selbst, das ja noch klein ist. Dieser Raum betrügt es um das erstrebte gesteigerte Selbstgefühl, wie er auch – aus anderen Gründen – die Erwachsenen darum betrügt.“ *

Der Zusammenhang zwischen Stadtplanung und geistiger Gesundheit geht uns alle an. Jedes „Zuhause“ beginnt schon lange bevor man die Haustür aufschließt, es beginnt auf dem Weg dorthin. Was gehört für Sie dazu: das Rauschen der Blätter im Wind, Vogelstimmen bei Sonnenaufgang, der Duft von Heckenrosen am Straßenrand, Kinderlachen? Zur menschlichen Dimension gehört gelungene Proportion und die ist mir ein echtes Anliegen!

Gibt es in Ihrem Umfeld Planungen zur Umgestaltung von Einkaufsstraßen, öffentlichen Plätzen oder Ausschreibungen für Neubaugebiete? Laden Sie mich gerne zur (Bürger)Anhörung ein. Ich halte auch Vorträge über lebenswerte Stadtplanung in Verbindung mit holistischem Design. Gemeint ist eine ganzheitliche Gestaltung, bei der die Auftraggeber in den Prozess einbezogen werden und in dem die pragmatisch-funktionale Vorgehensweise zugunsten eines kreativ-fühlenden Parts entlastet wird. Rückverbindung zur Urkraft, wäre ein klingender Name für diesen Planungsprozess.

Oder planen Sie einen Neubau und möchten ein Zuhause entwerfen, dass zur Quelle von Erholung und Wohlbefinden wird? Noch immer leben die meisten von uns in rechtwinkligen Räumen und werden von 90° Winkeln dominiert. Dass Formen eine wichtige Wirkung auf das Verhalten und die Gefühle von Menschen haben, darauf hat nicht nur Rudolf Steiner verwiesen. Doch er war überzeugt, dass rechtwinklige würfelförmige Gebäude die Menschen rationaler, kühler, logischer, materialistischer und  „männlicher“ denken und handeln lassen. Was bedeutet das für unser Selbstverständnis als Frau (und als Mann)?

Wenn Sie erwägen, durch organische Strukturen und Formen ganz prächtig auf Ihr Wohlbefinden einzuwirken, sprechen Sie mich gerne an. Zusammen mit Ihnen und Ihrem Architekten / Ihrer Architektin entwerfen wir ein stimmiges, lebenswertes Zuhause, dass sich die Kraft vom Ort holt und ihm davon auch zurück gibt. „Die entscheidende Frage ist doch, ob Formen und Räume lebendig oder leblos, ob Umgebungen lebenserneuernd oder lebensschwächend sind.“ Christopher Day, Architekt

P.S. Natürlich berate ich Sie auch, wenn Sie in einem Hochhaus leben! Dazu können wir den „Raum im Raum“ entwerfen, mit Formen experimentieren und Wirkung erzielen, ohne dass Wände eingerissen werden oder der Mauer kommen muss. 🙂

* aus: Bruno Bettelheim, Erziehung zum Überleben – Zur Psychologie der Extremsituationen, dtv 1982


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Die Kraft der Zeichen

Die Welt ist voller Symbole. Seit Urzeiten verwenden wir sie zur Vereinfachung oder um etwas ohne Worte zu erkennen – im Straßenverkehr regeln Zeichen das Miteinander, an fremden Orten weisen sie den Weg zur Toilette, zum Notausgang oder zur Autobahn. Auf Klamotten angebrachte Zeichen repräsentieren Marke und implizieren den zugehörigen Wert. Kurzum: Zeichen sind universell und werden eingesetzt, um etwas zu bewirken.

Form gibt Richtung, Farbe belebt und gut kombiniert aktivieren sie beide Gehirnhälften zugleich. In Venedig gesehen hat’s © Tom Podmore

In der Regel gilt: Je einfacher das Zeichen, desto wirkungsvoller ist es. Da brauchen wir bloss an Nike, Deutsche Bank oder Adidas denken – und wer hat beim Lesen (nicht) gleich das zugehörige Zeichen vor Augen gehabt? Tatsächlich ist die ganze Natur voller Symbole, auch da brauchen wir nur hinschauen oder hinspüren, um ihre Kraft zu entdecken und für uns zu nutzen.

Hier ein paar Tipps, um mit Zeichen und Symbol* im Alltag zu experimentieren und Intentionen kraftvoll(er) zu aktivieren.

Damit alles rund läuft: Der Kreis.
Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende und symbolisiert Schutz und Zentrierung.

Tipp für mehr Konzentration

  • Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier – wohin fällt Ihr Blick? Zeichen Sie dann einen Kreis in die Mitte und vergleichen, wohin fällt Ihr Blick nun?
  • Legen Sie das Papier vor sich auf den Schreibtisch und immer wenn Sie mit der Aufmerksamkeit abschweifen hilft der Kreis, sich an den Fokus und das was Sie eigentlich tun wollen, zu erinnern.

Tipp für Schutz

  • Wer sich in vollen Straßenbahnen, Zügen oder beim Einkaufsbummel vor der negativen Ausstrahlung anderer schützen möchte, stelle sich selbst in einem Kreis vor. Dieser Kreis kann aus der Lieblingsfarbe oder aus schillerndem Licht bestehen und das, was andere aussenden, zurück reflektieren. Von innen ist der Kreis durchlässig und so bleibt die Entscheidung offen, wen oder was man im visualisierten Kreis empfangen möchte. Wer mit der Vorstellung Schwierigkeiten hat besorgt sich eine Kugel aus Rosenquarz oder eine einfache Murmel, und spricht das Gewünschte in sie hinein. In der Jackentasche getragen ist sie jederzeit griffbereit und hilft, den Fokus auf das Gewünschte zu halten.

Vollendung durch Einklang: Die liegende Acht.
Die Lemniskate symbolisiert Unendlichkeit, den fließenden Rhythmus in der Natur und die Einheit in der Dualität. Mögen wir auch gelegentlich bestrebt sein, die Dualität aufzuheben, nur durch sie ist es möglich, etwas Neues zu schaffen. Im Feng Shui heißt das: Zweimal Yin / zweimal Yang kann nichts produzieren. Es braucht das polare Gegenüber, braucht Schwingung und Gleichgewicht um das gesamte Potenzial zu aktivieren.

Tipps für mehr Gelassenheit im Umgang mit schwierigen Mitmenschen

  • Ziehen Sie im Geist die Lemiskate um sich und den Menschen, mit dem Sie Schwierigkeiten haben. Beide Schleifen der liegenden Acht sind gleich groß. Folgen Sie in Gedanken der Bewegung der Linie in Verbindung mit Ihrer Atmung. Aus eigener Erfahrung löst sich die empfundene Spannung, jede/r darf in seinem Kreis wirken und es öffnet sich – jenseits der Wertung der Standpunkte – ein Feld tiefer Verbundenheit.
  • Sie können auch Namen, Themen, Konfliktpunkte auf zwei Zettel schreiben, diese im Raum auslegen und dann in Form der liegenden Acht drumherum wandern. Achten Sie dabei nur auf Ihre Atmung und wechseln auch mal die Richtung. Nach einiger Zeit löst sich die Spannung und statt des entweder-oder entsteht ein Tor für das sowohl-als auch.

Stabilität und Erdung: Das Quadrat.
Vier Ecken und gleiche Seitenlängen kennzeichnen das Quadrat als typisch irdisches Element. Das Erdelement ist ambivalent, denn in erlöster Form repräsentiert es Willenskraft, Zuverlässigkeit und Geduld, in unerlöster Form steht es für Sturheit, Verbissenheit und Geiz.

Tipps für Erdung nach zuviel Netflix, Facebook oder langen Arbeitsbesprechungen

  • Stellen Sie sich aufrecht hin – im besten Fall machen Sie diese Übung für eine kleine Weile  draußen. Schließen Sie die Augen und bemerken Sie den Untergrund auf dem Sie stehen. Richten Sie die Aufmerksamkeit abwechselnd in jeden Fuß und wandern Sie darin herum, vorne, mitte, hinten, Innenkante, Außenkante. Scannen Sie Ihre Zehen, und zwar jeden einzeln. Sollten das am Anfang nicht klappen, macht nichts. Ich verspreche, wenn Sie die Übung öfter machen und morgens oder abends regelmäßig ihre Zehen anfassen und die Füße massieren, kommt das Gefühl zurück. Machen Sie die Übung solange und so oft es sich gut anfühlt. Dann atmen Sie noch einmal tief und kommen langsam dahin zurück, wo Sie gerade stehen.
  • Wenn Sie in stressigen Situationen den Boden unter den Füßen verlieren, imaginieren Sie, wie Sie in einem Quadrat stehen. Sie können auch vier Steine im Quadrat auf dem Boden auslegen und sich hinein setzen oder stellen. Atmen Sie vier, sechs, acht oder zwölfmal bewußt ein und aus. Das Ausatmen sollte etwas länger dauern, als das einatmen. Wenn Sie mögen summen Sie: U. Der Vokal U räsoniert mit Becken und Unterleib und stabilisiert zusätzlich durch seine Schwingung.

Auch heute möchte ich den offenen Blick einladen, bestehende Formen wahrzunehmen und sich auf neue Formen einzulassen. So spirituell (im Sinne: Verbunden und Eins mit Allem) wir auch sein mögen, unser Leben auf der Erde spielt sich ab in Räumen – dem großen Raum der Natur, in Wäldern, Weiten und Gärten und dem Innenraum, in der Wohnlandschaft und dem Arbeitsraum.

Doch jeder Raum ist schwingende Materie, die kraftvoll die Schwingung der Zellen und der Bewusstheit beeinflusst. Wessen Raum nicht trägt, verliert sich im unmanifesten Wolkenkuckucksheim und Pläne, die keine Form annehmen, die sich nicht materialisieren, nützen wenig. Form gibt Sinn und Ausrichtung, Symbole sind Anker aus dem geistigen Raum.

Die Weisheit des Feng Shui verbindet beides und schafft Räume, in denen der Boden trägt. Denn wie ein Baum braucht der Mensch starke Wurzeln, um die üppige Krone bei Wind und Wetter zu tragen.

* „Unter einem Symbol versteht man ein wahrnehmbares Zeichen bzw. Sinnbild (Gegenstand, Handlung, Vorgang), das stellvertretend für etwas nicht Wahrnehmbares (auch Gedachtes bzw. Geglaubtes) steht.“ – Quelle: Wikipedia Symbol


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Kurz und knackig: Das dominante Auge – ein Selbstexperiment

An der Wahrnehmung sind alle Sinne beteiligt, doch das Auge steht ganz vorn in der Reihe. Seit ich intensiv die Wirkung von Formen auf Bewusstsein und Wohlbefinden erforsche, ploppen ganz neue Fragen auf. Zuerst interessiert mich herauszufinden, welches eigentlich mein dominantes Auge ist!

Was sehen Sie zuerst? Das große Ganze oder die vielen Details? In Montenegro war für uns © Bo Boer

Jedes Auge leitet an die gegenüberliegende Gehirnhälfte weiter und wir wissen, die linke Hälfte (die vom rechten Auge gefüttert wird) ist eher für Details, Sprache, Logik, Wissenschaft, Zeitempfinden, Linearität, Begriffe, Analyse und Schritt für Schritt Vorgehen zuständig. Die rechte Gehirnhälfte (gefüttert vom linken Auge) sieht dagegen zuerst das große Ganze und registriert vornehmlich Körper- und Bildersprache, ist zuständig für Intuition, Gefühl, ganzheitliche Zusammenhänge, Neugier, spielen, Metaphern, Symbole und Raumempfinden.

Haben Sie Lust, kurz mit mir zu experimentieren? Dann finden Sie doch mal heraus, welches Ihr dominantes Auge ist:

Formen Sie mit Zeigefinger und Daumen einer Hand einen Kreis, strecken Sie den Arm aus und zielen damit auf etwas in der näheren Umgebung. Das kann die Blume auf der Fensterbank oder der Stifteköcher am Rand des Schreibtischs sein. Wichtig ist, dass beide Augen geöffnet sind und Sie durch den mit den Fingern geformten Kreis fokussieren. Schließen Sie nun abwechselnd das eine, dann das andere Auge. Nun werden Sie sehen, dass das angepeilte Objekt einmal im Kreis der Finger und einmal daneben liegt. Befindet sich das angepeilte Objekt im Kreis, ist Ihr dominantes Auge geöffnet und Sie wissen nun, ob Sie eine rechtsseitige oder linksseitige Augendominanz haben.

Daraus läßt sich schließen, welche Gehirnhälfte die In-Form-ationen zuerst bekommt, um sie zu verarbeiten. Welche interessanten Erkenntnisse lassen sich daraus doch für die Raumgestaltung ableiten! Was, wenn ein rechts-dominantes und ein links-dominantes Hirn aufeinander treffen, sich verlieben und zusammen ziehen? Welche Formen finden beider Gefallen, wirken auf beide anregend und entspannend und was kann schließlich die Farbe tun, um einen Ausgleich zu schaffen?

Dazu wiederum gibt es einen interessanten Forschungsbericht: Mit der Fähigkeit zu sprechen verändert sich die für Farberkennung zuständige Gehirnregion 

Doch weil es heute „kurz und knackig“ bleiben soll gibt’s später mehr. Ich verspreche, es bleibt spannend und dran bleiben lohnt sich.

* Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Wissenschaft mittlerweile dazu übergeht, von oberer und unterer Gehirnhälfte zu sprechen doch das soll hier nicht Thema sein.

 


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Formensprache und ihre Wirkung auf das Bewusstsein

Die Welt der Form ist vielschichtig und geheimnisvoll. Wer in sie eintaucht erkennt in der Natur die komplexen Prinzipien der Mathematik, findet Symmetrie und Zahlenfolgen und gelangt schließlich auf die Pfade der heiligen Geometrie.

Warum nicht: Das Fenster von Notre-Dame als Vorlage für ein Wohn-Projekt. Eine gemeinsame Mitte, davon abgehend individueller Raum für die Mitglieder der Gemeinschaft. danke © Stephanie Leblanc

Wer heute die natürliche Vielfalt der Formen studiert kann zu dem Ergebnis kommen, dass postmoderne Architketur in einer quadratisch-praktischen Einseitigkeit stecken geblieben ist, die menschlichem Wohlbefinden entgegen wirkt und eine erhöhte Schwingungsfrequenz blockiert. Wie physikalische Experimente längst bestätigen: Jeder Raum erzeugt eine Schwingung und wer dem Schwingungs-Signal ausgesetzt ist, übernimmt die Form des Signals.

Doch es gibt Hoffnung. „Neue“ Architekten konstruieren für Augen und Seele ungewöhnlich kühne, dabei ansprechende und lebendige Bauwerke. Vorlage sind von der heiligen Geometrie inspirierte Formen, die stimmig schwingen und sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Eine neue Ära ist da und längst dürfen nicht mehr nur öffentliche oder „heilige“ Bauten von diesen lebensspendenden Prinzipien profitieren. Die Zeit ist reif, dass auch die Bebauungspläne in Neubaugebieten an die Bedürfnisse der Seele angepasst werden.

Mich hat’s gepackt und ich beginne, mich ganz neu auf Formensprache, Proportion und harmonikale Gesetze einzulassen. Ich stöbere in Büchern und im Netz und experimentiere selbst mit „Raum im Raum“, indem ich erstmal Formen auf dem Boden auslege und erkunde, welchen Einfluss sie auf meine Sinne und mein Ge-wahr-sein haben. Dabei entdecke ich Schnittmengen zur Numerologie und erlebe erneut am eigenen Leib und in anderer Dimension : Raum hat Bewusstsein.

Als illustre Stichworte, die mein neues Forschungsprojekt kennzeichnen, mögen dienen: Heilige Geometrie, Goldener Schnitt, Fraktal, harmonikale Proportion, Platonische Körper, Blume des Lebens, Äskulapstab, Fibunacci, Antakarana, Vortexfeld … Im nächsten Jahr werde ich einen Workshop dazu anbieten und freue mich schon jetzt auf anregende gemeinschaftliche Erfahrungen in der Gruppe.

Ein Fundament meiner geistigen Heimat ist das Feng Shui. Wahrnehmung und Wirkung von Form auf Wohlbefinden und Bewusstsein gelten als erste Priorität, um ein Umfeld zu analysieren und Ursachen für Unbehagen zu finden. In der Feng Shui Arbeit wissen wir Formen zu nützen, um Zentrierung, Lebensfreude, Aktivität, Loslassen, innere Balance, Flexibilität, Gesundheit, Veränderung und Transfomation zu initiieren. Dennoch ist die Formensprache des Feng Shui starr, noch immer gelten Rechteck und Quadrat als optimale Grundriss-Form.

In meiner zweiten Heimat, der Geomantie, wird ebenfalls die Sprache der Form genutzt, jedoch gilt hier bereits der 90° Winkel nicht länger als zwingend für ein stimmiges Gebäude. Und es geht sogar noch einen Schritt weiter, indem wir ein Bauwerk in seiner Drei-Dimension betrachten und dem Klang, den es erzeugt, lauschen. Denn Klang ist immer an den Raum gebunden, in dem er entsteht. Musikalische Proportionen finden wir (noch) vorwiegend in öffentlichen Bauwerken, vor allem in Kirchen und an Fassaden.

Wer je in Mont Saint Michel beim Erklingen des Chors die Engel singen hörte kann nach Verklingen des Entzückens nachlesen, dass allein die Proportion des Raumes den „Gesang der Steine“ auslöst. Und wer demnächst nach Florenz reist sollte die Gelegenheit nutzen, und eine Fassade die nach musikalischen Proportionen gefertigt wurde, auf sich wirken lassen. Die Fassadengestaltung des Palazzo Rucellai hat der Renaissance Baumeister Leon Battista Alberti nach den proportionalen Verhältnissen von Terzen, Sexten und Septimen komponiert*.

Wenn Sie / Dich das Thema interessiert freue ich mich über weitererzählen, über Teilen auf FB oder rebloggen. Denn ich fühle, dass ich in diesem Feld einen Schritt über mich hinaus wachse und mich berufen, noch mehr Menschen auf die Essenz von Raum, Wohnen und Leben aufmerksam zu machen und Impulse zu geben. Die neue Zeit ist da.

  • Welche Bauherr-inn-en wollen die Kraft von Form und Proportionen in Ihr neues Zuhause integrieren? Das können auch zu fertigende Tiny- oder Holzhäuser, Bauwagenaufsätze oder kreative Gemeinschaftsprojekte für Innen und Außen sein.
  • Wer plant eine Umgestaltung des Gartens und möchte die Weisheit der harmonikalen Proportionen nutzen, um fruchtbarere Erträge zu erzielen?
  • Welche Architekt-inn-en berücksichtigen Proportionenkunde und heilige Geometrie in ihren Entwürfen und haben Interesse an Zusammenarbeit?
  • Wer forscht ebenfalls auf diesem Gebiet und ist an lebendigem Wissens- und Erfahrungsaustausch interessiert?
  • Wer ist generall an Austausch zum Thema Form und Bewusstsein interessiert: Musiker-innen, Numerolog-inn-en, Astrolog-innen, Handwerker-innen, Architekt-inn-en …?

Der spanische Architekt Gaudi ist bekannt für organische Formensprache, unregelmäßige Grundrisse und integrierte Motive aus der Natur. In Barcelona gesehen hat’s © David Rüsseler

„Du kannst aber nicht nur in den dämonischen und göttlichen Dingen die Natur der Zahl und ihre Kraft wirksam sehen, sondern auch überall in allen menschlichen Werken und Worten und auf dem Gebiet aller technischen Verrichtungen und auf dem der Musik.“ Pythagoräer Philolaos, 5. Jahrhundert v. Chr.

* Proportionenkunde: große Terz 4:5; kleine Terz 5:6 | große Sexte 3:5; kleine Sexte 5:8 | große Septime 8:15; kleine Septime 9:16

 


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Hilfe! Junggesellenwohnung ….

„Als ich seine Wohnung sah wußte ich, was mit ihm los ist. Gefallen hat er mir ja, doch bei ihm Zuhause hat sich mir plötzlich ein ganz anderes Bild von ihm gezeigt. Wie kann man nur so wohnen, fragte ich mich, so unfertig, so lieblos und ohne jeden Schick?! Ich wußte intuitiv, wie unsere Beziehung laufen würde und habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht wiedersehen will“, erzählt mir eine Freundin.

Wenig Schnickschnack, klare Linien – dennoch einladend. Danke © Nathan Van Egmont für den sensiblen Blick!

Gerade in Online Partnerbörsen wird – Hand aufs Herz – geflunkert was das Zeug hält, um per Klick die Traumfrau zu finden. Der erste Eindruck mag stimmen und das Date läuft wie gewünscht, doch häufig gibt es ein böses Erwachen, wenn die Angebetete seiner Einladung nach Hause folgt.

„Sage mir wie Du wohnst und ich sage Dir, ob aus uns was wird“, könnte eine abgewandelte Lebensweisheit lauten. Dabei geht es hier gar nicht um Geschmacksfragen, denn ob der Stil gefällt oder das Bild über dem Sofa gräßlich ausschaut, ist unwichtig. Mir geht es um die Aussage zwischen den Möbeln und um die Feinheiten: Was strahle ich durch meine Wohnung nach außen und wie kann ich es mir selbst in meinen vier Wänden annehmlich machen?

Sicher gab es noch nie so viele Männer, die allein wohnen. Wer das warme, turbulente Familienheim mit der Single Wohnung tauschen (muss), ist nicht selten überfordert mit der neuen (Wohn)Situation. Auch wenn’s früher nervte – plötzlich fehlt ganz sinnlich die Wärme des lebendigen Haushalts, da dröhnt beim Nachhausekommen die Stille in den Ohren, da siehts am Abend noch immer aus wie am Morgen, als mann das Haus verließ.

Und wer noch keine Partnerin hatte und entscheidet, das von Mama und Papa geschaffene Nest zu verlassen, um sich selbst eins zu bauen, steht oft ratlos da. Welchen Geschmack habe ich ohne aus der Anti-Haltung heraus oder nach Möbelhaus-Trend zu möblieren, und was macht ein Zuhause wohnlich, fragt sich mancher Mann.

Klassisch sozialisiert ist der Mann für den Nestbau zuständig – sprich für das handwerklich-praktische – und die Frau für die Wärme – sprich für Ambiente und Gemütlichkeit. Und manche Männer ahnen nicht, dass ihr laissez-faire Einrichtungs-Stil in Frauen, die nicht gleich in die Mutter-Rolle schlüpfen, einen Fluchtreflex auslöst. Oder sie wissen einfach nicht wie’s besser geht, denn es sich selbst gemütlich zu machen, haben sie nicht gelernt.

Egal, aus welchem Grund es Sie also in eine Junggesellenwohnung verschlagen hat, hier finden Sie Tipps für ein einladendes Zuhause, die in jeden Geldbeutel passen.

Es sich schön machen fängt meist mit Aufräumen an.

  • Alles was auf dem Boden „rum“liegt, in Schränke und Schubladen verstauen. Tische abräumen und sauber wischen. Zeitungen gehören in Zeitungsständer oder Kartons. Geschirr abends abwaschen, in einer sauberen Küche fängt der nächste Tag auch am frühen Morgen gleich besser an, versprochen! Was stört den Blick sonst noch: Verknuffelte Sofakissen aufschütteln, chaotisch zugestellte Ablagen frei räumen, auf Abstand zwischen „abgestellten“ Sachen oder Dekoartikeln achten. Abgeworfene Kleidungsstücke am besten gleich aufhängen oder ordentlich über die Stuhllehne hängen – und vor dem Schlafengehen wegräumen.

Als erstes merkt die (femde) Nase, wenn was nicht stimmt.

  • Nach dem Aufstehen die Wohnung lüften, täglich Müll raustragen, regelmäßig die Bettwäsche wechseln. Ruhig auch mal an den Handtüchern schnuppern, wenn sie müffeln – ab in die Wäsche. Lavendelsäckchen, Kaffepulver oder gut riechende Seife im Schrank lassen Wäsche duften und helfen zudem gegen Mottenbefall.

Wie außen, so innen.

  • Dazu zählt alles, was offensichtlich unfertig oder kaputt Energie abzieht und nervt. Was können Sie selbst reparieren oder zusammen bauen, wobei können Freunde oder Profi-Handwerker helfen? Wer nach zwei Jahren noch immer die Spüle nicht angeschlossen hat zeigt viel über seinen Selbst-Wert: Bin ich es mir wert, dass meine täglichen Verrichtungen leicht von der Hand gehen oder bin ich in der Trotz-Phase stecken geblieben? Gegen wen oder was rebelliere ich und wann bin ich bereit, „die Situation“ als mein Leben zu akzeptieren und das Beste draus zu machen?
  • Kinder, die mit Mama und Papa in verschiedenen Wohnungen leben, entspannen sich bei dem Gedanken, dass auch der Papa klar kommt, wenn sie nicht da sind. Eine aufgeräumte, gut riechende Wohnung wirkt unwillkürlich beruhigend auf unser Nervensystem.

Wohin der Blick fällt

  • Ein gemachtes Bett ist Einladung und Versprechen zugleich. Es sorgt optisch gleich für Ruhe und Ordnung im Schlafzimmer, da das Bett meist einen großen Teil des Raums einnimmt. Und auch allein ist es einfach cooler, abends in ein gemachtes Bett zu hüpfen.
  • Ein Strauß frischer Blumen hebt die Stimmung in jedem Raum. Ob Flur, Wohnzimmer, Küche, Badezimmer – alles ist erlaubt. Regelmäßig das Wasser zu wechseln hält Schittblumen länger frisch und sobald sie beginnen zu verwelken, ab in den Biomüll. Blumen kann man sich auch selbst kaufen, doch wer Besuch erwartet sorgt damit für die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
  • Wer in der Wohnung Wäsche trocknen muss ist vom Leben benachteiligt, ich geb’s zu. Wohin mit dem Wäscheständer ist eine wiederkehrende Herausforderung und eine „echte Lösung“ gibt’s da nicht. Sicher ist jedoch: Beim Chillen will man nicht auf trocknende Wäsche schauen und im Schlafzimmer ist das ein Erotikkiller erster Güte. Ideal ist hier, nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn zu verfahren“ (also tagsüber meinetwegen im Wohnzimmer trocknen und bis zum ins Bett gehen im Schlafzimmer). Doch: Sobald die Wäsche trocken ist, alles abnehmen und wegräumen.
  • „Schön“ wird es auch durch die Beleuchtung. Auf dem Tisch eine Kerze, indirektes oder gebündeltes Licht statt Deckenlampe oder eine Lichterkette sorgen für heimelige Stimmung. Das gilt auch für’s Badezimmer, denn da will eigentlich niemand mehr in grelles Deckenlicht getaucht werden.

Fehlt was, meine Damen, meine Herren? Eindrücke, Anregungen und Hinweise sind herzlich willkommen! 😉

Und wer sich persönliche Impulse für ein ästhetischeres, energetischeres Zuhause wünscht spricht mich gern direkt an 0421 161 69 608

Und überhaupt – welche Zutaten machen ein Zuhause „männlich“ oder „weiblich“, was meint Ihr?

Männliche oder weibliche Note – und warum? Foto © Victor Hughes

Sparsam möbliert – mit männlicher oder weiblicher Handschrift? Danke © Daniil Silantev

 

 


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Was gehört in einen Grundstein?

Die Grundsteinlegung ist Bestandteil der traditionellen Bauzeremonien. Nach Anrufung der Elementarwesen auf dem künftigen Bauplatz und dem ersten Spatenstich folgt mit der Geburt des Hauses die Grundsteinlegung. In den Köpfen hält sich noch immer die Annahme, eine aktuelle Tageszeitung müsse mit hinein. Stimmt das?

Wie ein Grundstein befüllt wird, ist ganz individuell. Und langweilig braucht es schon gar nicht ausschauen, schließlich enthält er wertvolle Geschenke. Dank an © Jeffrey-Comeau

Idealerweise wird der Grundstein an einem von Erdstrahlen angeregten Platz und in Verbindung zum Haus gesetzt. * Und früher, als die Baukunst noch was galt und Maurer noch richtig mauern konnten, da wurden auch die Ecksteine auf besondere Art angeklopft um einen energetisch wirksamen Ring um das Haus zu legen. Der Grundstein war sozusagen der Fünfte im Bunde und fütterte das Bauwesen, auch Baukörper genannt, mit Informationen.

Genauer gesagt handelt es sich dabei um Informationen, welcher Geist in dem Haus herrschen soll. Möge er freundlich sein und gütig, wohlwollend und vorausschauend. Möge er die Menschen in diesem Haus beschützen und Schaden fernhalten. Manche kennen auch noch den Genius Loci und rufen ihn mit der Grundsteinlegung herbei. Womit füttert man also einen wohlwollenden Genius? Mit den schlechten Nachrichten die in jeder Zeitung zu finden sind?

Tageszeitungen bestehen heute zum überwiegenden Teil aus folgenden Meldungen: Kriegsberichterstattung, Unlauterkeit und unberechtigte Vorteilsnahme, Todes- oder Werbeanzeigen, Regionalscharmützel, Werkschließungen und drohende Arbeitslosigkeit, Postengerangel, Betrügereien, Mord und Totschlag, Umweltkatastrophen – diese Liste kann endlos fortgeführt werden. Sicher ist das nichts, womit jemand das neue Heim füttern möchte, oder?

Stattdessen hier einiges aus meiner Liste, was ich Bauherrinnen und Bauherrn empfehle

  • Handgeschriebene (auch abgeschriebene) Verse oder Gedichte. Es macht übrigens nichts, wenn man glaubt, keine schöne Handschrift zu haben. Die Absicht zählt. Und selbst geschriebenes enthält viel eigenes Qi.
  • Heilkräuter wie Kamille, Ringelblume oder Schafgarbe.
  • Duftkräuter wie Lavendel, Rosmarin oder Salbei.
  • Gold und Silber oder funkelnde Euromünzen. Vielleicht ein schönes Schmuckstück, eine Brosche oder ein Armreif. Vielleicht etwas Geerbtes für den Segen der Ahnen.
  • Etwas für die Süße des Lebens. Wie wär’s mit Feigen, Rosinen oder einem kleinen Topf Honig?
  • Korn. Vielleicht Gerste, Hafer, Reis oder Buchweizen.
  • Ein Fläschchen geweihtes oder Quellwasser.
  • Heilsteine wie Bergkristall, Rosenquarz oder Turmalin.
  • Gute Wünsche für das Haus, den Hausgeist, für alle die im Haus leben und für die, die da aus und ein gehen. Vielleicht so: Mögen alle die hier leben gesegnet und wohlauf sein; mögen Glück und Segen den Lebensverlauf von Mensch und Tier begleiten, die sich diesem Haus anvertrauen; mögen wohlwollende Geister sich immer wohl fühlen in diesem Haus; mögen wir gesund und glücklich sein; mögen wir wohlwollend nach jedem Streit verzeihen und der Frieden wieder einkehren. Mögen wir …
  • Willkommen und Dank an den guten Geist des Hauses, der in Schlaf und Wachen über uns schaut und uns schützt, der Schaden von uns fernhält und uns mit Inspirationen und Eingebungen versorgt.
  •  …

Was würden Sie in den Grundstein legen, um das Haus und sich selbst zu nähren?

P.S. Nicht nur Eigenheimen gebührt ein Grundstein, auch für ein Mehrparteien- oder Mietshaus wirkt er wahre Wunder!

* Diesen Platz finden geschulte Geomantinnen und eingeweihte Feng Shui Beraterinnen.


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Kurz und knackig: Feng Shui und die Ästhetik

Ästhetik ist die Lehre vom Schönen, doch was macht das Schöne schön? Aus meiner Sicht ist es die Harmonie des Übergangs, die weit über individuellen Geschmack hinaus geht.

Der Übergang zwischen Rasen und Teich zum Beispiel. Ob Feldsteine oder Holzeinfassung besser gefallen ist Geschmacksfrage, doch Grenzen schaffen Harmonie.

Auch der Übergang zwischen Tisch und Stuhl spricht Bände. Jede Anordnung enthält Übergange und die unterstützen eine aufgeräumte Stimmung. Hier ist die Tischdekoration als Mittelpunkt der Hingucker. Sie kann zur Abwechslung variiert werden, zum Beispiel durch eine Schale mit Früchten oder ein Tablett mit unterschiedlich hohen Kerzen.

Gelungene Übergänge in denen wenig viel ist. Ein Auge für beruhigende Harmonie hat © Elyssa Fahndrich

Wie sieht’s aus zwischen zwei Schreibtischen im Büro? Gehen als „Randbepflanzung“ auch Pflanzen oder bleibt’s beim üblichen, Kabel und Monitor? Stoßen die Tische direkt aneinander oder ist Raum für ein bisschen Luft dazwischen? Geht auch nebeneinander?

Auch im Miteinander gibt es den harmonischen Übergang. Ist wirklich immer eine Umarmung die passende Geste der Begrüßung? Wie wär’s mal wieder mit einem Händedruck? Schon mit welchem Druck die gebotene Hand geschüttelt wird verrät viel über den Charakter des Gegenübers. Jeder Automatismus ist ein Feind der Freiheit und wer sich erlaubt, Nuancen zu spüren um sich dem Augenblick gemäß zu verhalten, genießt ein Privileg.

Gehen Sie heute doch mal mit offenen Augen für all die Übergänge durch den Tag und probieren Sie, wo es noch harmonischer werden kann.


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Die Geister, die man ruft

Die Welt sehnt sich nach guten Nachrichten. Ich auch. Darum lautet mein Motto beim Schreiben: Befiel nicht, Bretter und Planken herbeizuschaffen, um ein Boot zu bauen, sondern wecke die Sehnsucht nach dem Meer. Doch es gibt Geschichten, in denen etwas schrecklich schief geht, und die wollen auch erzählt werden. Und wie im Märchen schlummert in ihnen das Gute, denn im Kern warten echte Lebensweisheiten.

Neulich bat mich ein Kunde, für den ich vor Jahren einen Firmengarten geplant hatte, um einen Ortstermin. Er ist Inhaber einer großen Logistikfirma und hinter seiner riesigen Halle wünschte er sich einen lauschigen Garten. Er hatte vor, seine freie Zeit darin zu verbringen, wollte den Mitarbeitern ein angenehmes Ambiente ermöglichen und Feste mit Kunden und Freunden dort feiern.

Die Gartenanlage war in großen Ausmaßen geplant und mit Feuerstelle, Teich, Bäumen, Anhöhe, Rankpflanzen und Rosenbeeten ein Traum für Mensch und Getier. Nachdem meine Pläne seine Zustimmung fanden haben wir eine schöne Zeremonie vorbereitet.

Dazu trafen wir uns in einer lauschigen Nacht, zündeten ein kleines Feuer an und erzählten Naturwesen und Ortsgeistern über die geplante Veränderung. Während wir duftende Krauter verbrannten beschrieben wir den geplanten Garten in schönsten Farben, zeigten hierhin und dorthin und vor unserem inneren Auge nahm alles Gestalt an. Dann baten wir um das Wohlwollen der Kräfte während der Bauarbeiten und zwischendurch war uns, als umwehe uns ein sanfter Rosenduft. Alles fühlte sich wunderbar stimmig und getragen an und mit einem sehr guten Gefühl gingen wir auseinander.

Doch während der Ausschreibung für einen Gartenbaubetrieb kamen dem Inhaber plötzlich Ideen zur Erweiterung. Eine weitere Halle wurde geplant und es gab die Überlegung, den Garten später noch größer anzulegen und den rückwärtigen Teil der zweiten Halle einzubeziehen. Die Bauarbeiten für den Garten wurden auf Eis gelegt. Wir verloren uns aus den Augen und erst letzte Woche hatten wir wieder Kontakt.

Bei meinem Besuch erzählte der Kunde mir, was sich mittlerweile zugetragen und wie sein Leben sich verändert hat: Ein privater Schicksalsschlag war zu verabeiten gewesen, das ehemals blendende Verhältnis zum Bürgermeister hat sich ins Gegenteil verkehrt, inzwischen gibt es großen Ärger mit den Behörden und illoyale Mitarbeiter, die fahrlässig handeln und großen Schaden verursachen. Privat krönt dauernder Streit mit den Nachbarn die unerträgliche Situation.

Während seiner Schilderung erreichen wir den rückwärtigen Teil der Halle und mich trifft förmlich der Schlag. Ich traue meinen Augen nicht, denn was ich sehe ist surreal: Da wo ein blühender, üppiger Garten das Licht der Welt erblicken sollte, erstreckt sich eine gigantische Betonfläche. Eines Tages habe er „einfach“ beschlossen, die Fläche mit Beton zuzuschütten, fährt er fort.

Ich muss mich setzen. Als wir später die Entwicklung der Ereignisse rekapitulieren wird klar, dass er mit Gewalt etwas Zartes in sich zerstören wollte, und dass das Schicksal sich drehte, nachdem er den „Garten“ betoniert hatte.

Ich bin noch immer tief erschüttert und traurig. Wer glaubt, wir machen da so ein bisschen „Pille-Palle“ während einer Zeremonie, mag sich ganz doll täuschen. Naturwesen und Ortsgeister gibt es und ich bin überzeugt, dass jeder sie schon gespürt hat. Manchmal befürchte ich, westliche Sozialisation hat keine andere Aufgabe, als uns vom Gegenteil zu überzeugen.

Auf der Heimfahrt fällt mir ein Spruch aus meinem Poesiealbum ein

Wer mit dem Leben spielt,
kommt nie zurecht,
wer sich nicht selbst befiehlt,
bleibt immer Knecht.

Zwischen dem Gedanken und der Tat gibt es eine Lücke, in der Entscheidung möglich ist. Und manchmal braucht es alle Kräfte in einem, absolute Disziplin und starken Willen, dem Wunsch nach Zerstörung – der sicher in uns allen lauert – nicht nachzugeben. Das ist der Moment, sich selbst zu befehlen und etwas ganz bewusst zu unterlassen.

Das Ende dieser Geschichte ist noch offen. Wie im Märchen steht der Held nun am Wendepunkt und obwohl wir es vor Spannung kaum aushalten können, müssen wir uns gedulden. Die folgenden Seiten sind noch nicht geschrieben. Wird er den Beton wieder aufnehmen und den Garten doch noch wahr werden lassen? Wünschen wir ihm doch eine gute Fee an seine Seite …


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Kurz und knackig – Feng Shui Tipp für’s Business

Wer neue Anschaffungen für’s Business plant ist mit der Feng Shui Formensprache gut beraten. Zum Beispiel Besprechungen am runden Tisch führen.

Danke © Nathan Dumlao: Am runden Tisch kommen alle Farben zur Wirkung.

Danke © Nathan Dumlao: Eindrucksvoller Farbklang am runden Tisch!

Insgesamt zeigt die Erfahrung, dass Konferenzen am runden Tisch meist glatt und ohne Widrigkeiten verlaufen. Runde Tische unterstützen gute Arbeitsbeziehungen und fördern Teamwork.

Hilfreich für die Würze der Kürze sind Besprechungen im Stehen. Durch die körperliche Aufrichtung kommen alle schneller auf den Punkt, das Denken bleibt zielgerichtet und konzentriert.

Happy Work-Day 🙂

P.S. Wer sitzt am runden Tisch eigentlich am „Kopfende“? Führungskraft zeigt sich vor allem, wenn man gar nicht damit rechnet.

P.P.S. Gleiches gilt übrigens nicht für das Oval. Ein ovaler Tisch hat zwei Mittelpunkte, darum gibt es oft unterschiedliche Meinungen, die sich nicht leicht zum Konsens zusammen führen lassen.

 


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Feng Shui und die unerfüllten Wünsche

Erfrischt und ausgeruht bin ich aus meiner Sommerpause zurück am Schreibtisch. Heute möchte ich aus meiner Beratungspraxis berichten; der Auftrag liegt zwar schon eine Weile zurück, doch gestern bekam ich Post von meiner Klientin und ich habe noch immer Gänsehaut. *

Feenblume „Wünsch-Dir-Was“ (gemeinhin bekannt als Löwenzahn) … Danke © Yair Mejía

Doch erstmal zum Anfang. Vor etwa zwei Jahren fand ich folgende Nachricht in meiner Postbox: „Ich bin ganz verzweifelt und stehe am Abgrund, bitte helfen Sie mir rüber. Ich bin mit einem Mann zusammen, den ich sehr liebe, doch er hat bereits aus ersten Ehen mehrere Kinder und möchte keine mehr. Schon ewig sehne ich mich nach einer glücklichen Partnerschaft und bisher hatte ich wenig Glück, im Grunde war ich immer unglücklich in Beziehungen. Jetzt fühle ich mich so wohl, doch mein Herzenswunsch nach einem Kind muss ich wohl aufgeben, wenn ich mit meinem jetzigen Partner zusammen bleiben will. Kürzlich war ich bei einem Astrologen der sich auch mit chinesischer Deutung auskennt. Er sagte mir, dass es nicht gut stehe in meinem Horoskop von wegen Partner und Kinder. Eigentlich sieht er gar keine Aussicht, dass ich mit einem Mann glücklich werden kann. Es zerreißt mir das Herz.“

Chinesische Astrologie gehört zur klassischen Feng Shui Beratung dazu, denn wie sagen die alten Meister: Erst kommt das Schicksal (Astrologie), dann kommt das Glück, alles findet statt im Raum (Feng Shui), und Nächstenliebe und Kultur vervollkommnen menschliches Gedeihen. Ich habe mir also zuerst das Chart der vier Säulen Astrologie meiner Klientin angeschaut. Prognosen sind ja immer so eine Sache und ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten und deren Interpretation verlangen aus meiner Sicht charakterliche Reife.

Und sicher gibt es einen Punkt an dem sich die Geister scheiden: Gibt es vorgefertigtes Schicksal oder haben wir unser Geschick selbst in der Hand? Aus meiner Sicht gibt die (chinesische) Astrologie Hinweise, wie ein Mensch sich in der Welt bewegt, auf welche Weise Eindrücke verarbeitet und welche Formen des Ausdrucks gewählt werden. Konkret: Ob ich ein eher dynamischer Typ bin (Yang Holz), ob ich eher anpassungsfähig doch unbeirrt zielgerichtet (Yin Holz) agiere, ob ich im übertragenen Sinn Ähnlichkeit mit einem delikaten Schmuckstück (Yin Metall) habe oder geschmeidig und mit vielen Ressourcen ausgestattet (Yin Erde) in die Welt gehe – das ist individuell angelegt. Auch hier wird aus einem Eichhörnchen kein Pinguin, und ein Yin Holz nimmt die Welt anders wahr als eine Yang Erde.

Doch die Frage ob fixes Schicksal oder Handlungsfreiheit unser Leben beeinflussen, beantwortet mir noch immer der Talmud am besten:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Ob ein Mensch die Fähigkeit ausbildet, mit einem anderen Menschen glücklich zu sein steht in keinem Horoskop. Das ist aus meiner Sicht eine fahrlässige, grenzüberschreitende Aussage. Wie ein Diamant unter Druck geraten muss um seine schillerndsten Seiten herauszuschälen, können widrige Umstände der menschlichen Charakterbildung förderlich sein. Was sich daraus entwickelt – behalten die Sterne als ihr Geheimnis. Doch immerhin gibt es ja noch den Raum, der jegliche Umstände abfedern und zum stillen Verbündeten für ungeahnte Reserven werden kann.

Ich habe aus dem Horoskop meiner Klientin herausgelesen, wo es besonderer Unterstützung bedarf und habe das auf ihren Wohnraum übertragen. Ihre „Schwachstelle“ war das Element Erde, sowohl im Horoskop als auch im Raum. Vor allem den Südwesten haben wir ganz ordentlich unterstützt denn hier gibt es einen Fehlbereich: Im Feng Shui steht der Südwesten zum einen für die weibliche Kraft der Frau, als auch für Partnerschaft und Fruchtbarkeit. Und ein Fehlbereich deutet die Tendenz an, nicht alle Ressourcen ausschöpfen zu können.

Also empfahl ich zum vorhandenen grauen Sofa eine neue Wandfarbe in rehbraun, dazu passende dunkelbraune Kissen und einen erdfarbenen, indigen gemusterten Teppich. Zusätzlich habe ich zu einem ausdruckstarken Symbol auf die Wand geraten. Nachdem meine Empfehlungen umgesetzt waren habe ich noch eine Zeremonie zur Versöhnung angeregt: für die Herkunftsfamilie, für die bislang als unglücklich empfundenen Beziehungen, für die jetzige Partnerschaft und für meine Klientin selbst – einmal mit allem in Reinen und versöhnt sein.

erfüllter KinderwunschWie erwähnt bekomme ich gestern Post. Eine Karte voller Glück über die Geburt eines Kindes. Dazu folgende Notiz: „Liebe Frau Berkenkopf, es hat geklappt. Wir sind nun eine Familie, ich habe endlich mein Baby und bin überglücklich. Unseren Sohn haben wir Simon getauft: Gott hat gehört. In größter Verzweiflung hat er mich zu Ihnen geführt und ich bin unendlich dankbar für Ihre Hilfe und ob es jetzt das Feng Shui war oder nicht – es hat gewirkt.“

 

Ob es jetzt das Feng Shui war oder nicht 😉 es hat gewirkt und das ist alles was zählt.

* Mit Einverständnis meiner Klientin erzähle ich dankbar diese wahre Geschichte.

 


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Inspiration am Morgen und ein neues „Über mich“

Der frühe Vogel ist mein Freund und heute hat er mich inspiriert, die „Über mich“ Seite zu überarbeiten. Der Inhalt ist aktuell und passt auch besser zu meinem neuen Portraitfoto, finde ich …

Gelegentlich prüfen, wie’s unter dem eigenen Dach ausschaut 😉 – Danke © David Clode

Ich heiße Sie herzlich willkommen auf meiner Seite. Sie möchten etwas über mich erfahren? Gern!

Jede Form der Lebensart fasziniert mich. Und weil ich im Herzen neugierig geblieben bin habe mich im Laufe meines Lebens oft verändert. Dabei habe ich nicht aufgehört zu forschen, wie Menschen im Raum einen Ausdruck finden und wie wiederum der Raum als Antwort auf menschliche Empfindung und Entwicklung einwirkt.

Tatsächlich dreht sich bei mir alles um Räume, um äußere Räume und innere Räume. Räume in denen wir leben, arbeiten und lieben, in denen wir Schmerz verarbeiten, Ideen spinnen oder Geld verdienen. Ich frage mich immer wieder: Was braucht der äußere Raum um Geborgenheit zu vermitteln und den Weg nach innen zu fördern? Nach innen, an die Quelle, die Anbindung, den Ursprung.

Feng Shui, Geomantie, systemische Beratung lauten die Zauberworte meiner Heil-Kunst, obwohl sie so geschrieben eher nüchtern klingen. Vielleicht wäre „Einrichtungsberatung mit dem zündenden Funken Energie“ eine melodischere Überschrift. Auf jeden Fall bin ich eine Impulsgeberin und wer sich wünscht, bestehende Wohnräume oder Arbeitsplätze zu verbessern, ist bei mir gut aufgehoben. Räume haben genauso viel Potenzial wie Menschen, und das hervorzubringen ist mein Anliegen. Auch wer einen Umbau oder Neubau plant ist bei mir gut beraten, denn tiefes Wissen verbinde ich mit Erfahrung und bin frei genug, es individuell anzuwenden.

Denn alle Menschen sind anders und Dogmen sind zwar Bestandteil unserer kulturellen Herkunft, doch die neue Zeit fordert und fördert unsere Spontaneität, Integrität, Phantasie und unser ganzes Wohlwollen. Genau die richtigen Zutaten, um ein wirkliches Zuhause zu schaffen, finde ich. Was meinen Sie?

Der Kern meiner Beratungen ist ein Samen. Leben ist der Sinn des Ganzen, dazu gehören Wohnen wie es sich gut lebt und Arbeit, die im besten Fall ein schöpferischer Prozess der Selbst-Erfahrung ist. Eine belebte Atmosphäre und ein wohlgestaltetes Ambiente tragen dazu bei, sich vitaler, ausgeglichener und gesünder zu fühlen. Wo Energie fließt kommt Bewegung in stagnierende Prozesse und was bisher stockte findet zurück in den Fluß.

Darum berate ich Unternehmen und Menschen im „Privatleben“. Eine(r) für alle und alle für eine(n) mag veraltet klingen, doch im Prinzip funktionieren demokratische Gesellschaften so. Meine Arbeit ist ein Beitrag zum Frieden – denn wer mit sich im Reinen ist und sich wohlfühlt, hat keine Lust auf kriegerische Auseinandersetzung. Die Gestaltung von Landschaft, Ort und Raum wirkt auf das Befinden der Menschen und trägt darüber zu Krieg oder Frieden, zu Konsum und Verschwendung oder Achtsamkeit und Selbstgenügsamkeit bei.

Ja, draußen … Eins meiner liebsten Repertoires ist die Gartengestaltung. Sei es einen Garten ganz neu anzulegen oder eine bestehende Fläche in ein vitales Stück Grün zu verwandeln. Ideen für Permakultur, Gärten nach astrologischen Prinzipien anlegen, Bauerngärten, Gärten die ins Gleichgewicht zurückfinden sollen – alles was Sie sich wünschen bereicher‘ ich mit meinen Ideen, meinem Wissen und meiner Liebe zur Pflanzenwelt.

Nur nochmal zur Erinnerung:
Früher wurden Bauplätze sehr sorgfältig gewählt. Oft wurde erst nach langer Beobachtung entschieden, ob sich ein Standort für menschliches, pflanzliches und tierisches Gedeihen eignete. Wohlergehen war das zentrale Anliegen, denn die Menschen waren viel existentieller auf Gesundheit und das Gelingen ihrer Tätigkeit angewiesen – Krankheit bedeutete einfach einen schnelleren Tod als heute und Missernten konnte man sich schon gar nicht leisten.

Heute wird überall einfach gebaut, Standortbedingungen werden selten berücksichtigt. Zwar findet nach dem Gesetz der Resonanz jeder Mensch den Ort zum Leben ( und arbeiten ) der anstehende Lebensaufgaben transportiert, doch nirgendwo steht geschrieben, dass dieser Prozess kompliziert sein muss, nervtötend oder kräftezehrend. Der Weg zur Erkenntnis darf voller Freude sein. Energetische Raumplanung für innen und außen ist förderlich, um den Bauplan der Seele zu vervollständigen.

Eine raumenergetische Beratung mit Feng Shui und Geomantie bedeutet, in Räumen zu lesen, um Mensch und Raum miteinander zu harmonisieren. Wenn beide miteinander klingen ist das so, als würde ein Konzert beginnen, als kehre nun Ruhe ein im Saal und ein langes Ausatmen entspannt Körper und Geist. Der Mensch ist getragen vom Raum, der Raum ist ein stiller Verbündeter geworden.

Manchmal braucht es zugleich noch persönliche Arbeit. Vielleicht will etwas erkannt werden, bevor alles in die natürliche Ordnung zurück findet und heile wird. Eine systemische Beratung kann klärend wirken und Prozesse und Entwicklungen heilsam unterstützen. Neu in meinem Angebot ist das Life Coaching mit Grundriss. Mit Hilfe Ihrer aktuellen Räume können wir Lebensthemen anschauen oder aufstellen, Problem und Lösung erkennen und tiefe Erkenntnis über innere Prozesse erlangen.

Wenn Sie ein Stück Ihres Weges mit mir gehen möchten, schreiben Sie mir. Auch telefonisch können wir Ihre Fragen besprechen oder Details zum Vorgehen klären. Meine Telefonnummer lautet +49 (0) 421 161 69 608. Ich berate Sie überall, wo meine Leistung willkommen ist und ob telefonisch, per Skype oder vor Ort bin ich gern für Sie da.

Meine Schwerpunkte liegen in den Bereichen

  • Imperial Feng Shui, Raumenergetik und Raumpsychologie
  • Chinesische Astrologie (Bazi Suanming)
  • Geomantie und Geokultur
  • systemische Beratung und Aufstellungen für Menschen, Themen, Räume, Häuser und Landschaften
  • der „natürlichen Ordnung“ in Systemen

Und wer sich über den Namen meines Blogs La Imperial Feng wundert, das kam so:

Der Name leitet sich ab aus dem Imperial Feng Shui, dem wirkungsvollen Hexagramm Feng Shui, das Akupunktur im Raum möglich macht. In alten Zeiten durfte das nur am Kaiserhof praktiziert werden, doch ein Vorfahr meines Lehrmeisters glaubte daran, dass alle Menschen davon profitieren sollten. Er beauftragte schließlich seinen Nachfolger, es in Europa zu verbreiten.

Imperial heißt übersetzt kaiserlich und Feng steht für Wind. Sie dürfen mich also einladen, kaiserlichen, frischen Wind in Ihren Garten, Ihre Räume und Ihr Leben zu bringen.

Im Moment schreibe ich regelmäßig-unregelmäßig neue Blogartikel. Wer nichts verpassen möchte abonniert mich am Besten über den Folgen-Button.

Mehr über Susanne Berkenkopf und meine Beratungsangebote finden Sie auf meiner Webseite

www.feng-shui-und-beratung.de


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Unwiderstehlich …

… ist für mich die Kombination aus Garten und Poesie. Hier im Norden macht der heiße Sommer eine Pause, umso mehr Einladung, im frischen Grün zu verweilen, in Gedichtbändchen zu blättern oder selbst einige Verse zu ersinnen. Wie wär’s mit diesen zur Inspiration von Auge und Seele?

Ein Zimmer für sich allein, lautet ein wundervolles Essay von Virginia Wolf.
Wer einen Ort hat, um für sich zu sein, zur Ruhe zu kommen, schöpferisch zu sein –
darf ganz Mensch werden.
Foto © Arno Smit

Nicht die Stille in der Stille, sondern die Stille in Bewegung ist wahre Stille.
Foto © Jerry Wang

Den Charakter eines Menschen erfährt man nicht aus seinen Worten,
sondern aus seinen Taten.
Foto © unbekannt

Der Engel sagt zum Menschen:
„Durch uns erschafft der Schöpfer ewig seinen Plan,
doch ohne Euch wird nichts.“
Antwort der Engel; Foto © Kelly Neil

Fenster gelten als Augen eines Hauses, Augen als Spiegel der Seele.
Wie kostbar der Moment, in dem die Seele durch die Augen spricht.
Foto © Tim Gouw

 


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Feng Shui Basics mit Yin und Yang Test

Im Feng Shui gibt es ausgeklügelte Systeme, die eines intensiven Studiums bedürfen. Das verführt Berater-innen gern dazu, sich ausschließlich in diesen geistigen Sphären zu bewegen – doch (m)eine goldene Regel lautet: Immer zuerst die Basics, also die Grundlagen, anschauen, denn viele „Probleme“ treten hier schon deutlich zutage und machen manch aufwändige Berechnung tatsächlich überflüssig.

Während ich für eine kommende Beratungsreise meine Unterlagen sortiere, fallen mir Mitschriften aus meinen ersten Feng Shui Studienjahren in die Hände. Da lasse ich mich doch gern ablenken … Bevor ich weiter ordne, hier ein kleiner Exkurs zu einer meiner liebsten Basics: Dem ausgewogenen Verhältnis von Yin und Yang – in der Umgebung, in den Vorlieben und der belebten Architektur.

Ein Yang Ort an dem die Götter mit Yin Kraft das Extrem besänftigen – Foto © Adli Wahid

Beginnen wir im Außen, mit der Umgebung

Eine Yin dominante Umgebung ist gekennzeichnet durch
– eher kühles Klima
– deutlich mehr Schattenflächen
– eher flaches Gelände oder Mulden und Senken
– geschwungene Straßenführung
– eine beruhigte, leise Umgebung
– viele Gewässer, lehmigen Boden
– verwinkelte Architektur
– windarmes Gelände

Eine Yang dominante Umgebung ist gekennzeichnet durch
– eher heißes Klima
– hohe Sonneneinstrahlung, wenig Schatten
– eher hügeliges, steiles oder bergiges Gelände
– gerade Straßen
– eine eher anregende, laute Umgebung
– wenig Wasserflächen, sandiger Boden
– exponierte, übersichtliche Architektur
– windiges Gelände

Yin + Yang in Harmonie. Weder zu viel Kaffee noch Lethargie erlauben solche Höchstleistungen. Foto © Leio McLaren

 

Auch Menschen lassen sich anhand ihrer Vorlieben als eher Yin oder Yang betonte „Typen“ erkennen. Die Zuordnung läßt sich nicht allein am Geschlecht festmachen, denn jeder Mann hat weibliche, also Yin-Anteile, und jede Frau hat Yang, also männliche Anteile.

Yin dominante Vorlieben und Tätigkeiten
– introviertiert bis schüchtern
– eher langsames, achtsames Tun
– detailorientiert mit Weitblick
– eher friedliebend bis harmoniesüchtig
– eher genießerisch und mit Hang zur Muße veranlagt
– bevorzugt Katze(n) im Haus
– bevorzugt Lesen oder Filme gucken
– braucht regelmäßig Rückzug und Alleinsein
– Motto: eher denken als handeln

Yang dominante Vorlieben und Tätigkeiten
– extrovertiert und offen, liebt Smalltalk
– eher schnelles bis hastiges Tun
– das Ganze im Blick haben ohne alles bis ins Kleinste zu bedenken
– bevorzugt Diskussionen bei denen es heiß hergeht
– eher tatkräftig und auf Bewegung aus
– bevorzugt einen Hund im Haus
– lieber ausgehen, „was machen“, in Gesellschaft sein
– Motto: lieber handeln als zu viel denken

Haben Sie sich selbst beobachtet und einen Überhang von Yin oder Yang festgestellt? Gehören Sie zu den Yin-Typen, die es sich am liebsten Zuhause gemütlich machen und leben Sie auch in einer Yin dominanten Umgebung? Oder sind Sie durch und durch ein Exemplar des Yangigen und spiegelt Ihre Umgebung das auch wider? Auch wenn es platt klingt – die Ausgewogenheit liegt in der Mitte.

Wer das yinnige Verhaltensrepertoire aus dem ff beherrscht und dazu in einer Yin dominanten Umgebung lebt tut gut daran, gelegentlich auch mal yangig „über die Strenge zu schlagen“, denn sonst drohen Lethargie und Übersäuerung. Fühlen Sie sich ermutigt auch mal etwas zu tun, das „eigentlich“ gar nicht Ihrem Typ entspricht.

Accessoires aus dem Yang-Spektrum, um lethargische Gemüter in Bewegung zu bringen
– Alle Farben Rot. Wer nicht gleich als „Lady in Red“ auf die Bühne will probiert rote Unterwäsche, rotes Taschentuch, rote Handtasche, roten Lippenstift, roten Kugelschreiber, rotes Mousepad, rote Rosen oder denkt schon jetzt über ein feuriges oder frivoles Kostüm für den nächsten Faschingsball nach – und ja, eine Maske ist erlaubt 😉
– Was könnte in Gesellschaft Spaß machen?  Das kann ein Tanzkurs sein, Gesellschaftsspiele in der Nachbarschaft, Boule, Wikinger-Schach oder Impro Theater …
– Besuchen Sie gelegentlich eine Theateraufführung oder ein Open Air Konzert
– Vielleicht mögen Sie sogar Hundesitting in den Ferien übernehmen? Beim Gang mit Hund kommt man sogar zwanglos mit Fremden ins Gespräch.

Accessoires aus dem Yin-Spektrum, um erhitzte Gemüter in die Ruhe zu bringen
– Alle Farben Blau. Blau wirkt bekanntermaßen beruhigend und wer keine Kleidungsstück in der Farbe hat kauft sich blaues Geschenkpapier und nutzt das für kurze Zeit als Schreibtischunterlage.
– Gönnen Sie sich ein paar Minuten ohne jegliche Ablenkung (= ohne Handy, Musik hören, Unterhaltung) an einem schönen Ort. Vielleicht schauen Sie mal nach oben – welche Farbe hat der Himmel, haben die Häuser Stuckfassaden, entdecken Sie ein Vogelnest?
– Wählen Sie draußen einen Lieblingsbaum aus dem Yin Spektrum und gehen eine Woche regelmäßig dort vorbei, vielleicht setzen Sie sich sogar an den Stamm und schauen in die Baumkrone. Zu den Bäumen mit Yin Ausstrahlung gehören: Birke, Buche, Walnuss, Magnolie, Apfelbaum, Ahorn und Eberesche
– Genießen Sie ab und zu einen Kräutertee statt Kaffee.

In anregender Umgebung gelassen Tee trinken bringt in Balance. In Rotterdam erlebt hat das  © Davey Heuser

Auch Architektur kann in Yin oder Yang Kategorien unterteilt werden. Bestimmend ist zum einen  die Form des Gebäudes (allgemein gesprochen Hoch = Yang; Flach = Yin), als nächstes die Form des Grundriss (abhängig von der Eingangstür: ist die Form eher längsorientiert handelt es sich vermutlich um eine Yang Zuordnung, neigt sie zum liegenden Rechteck dominiert vermutlich die Yin Ausrichtung). Zuletzt wird jedes Zimmer betrachtet, und auch hier bestimmt wieder die Tür, welche Energie sich im Raum vorwiegend bemerkbar macht.

Es kommt vor, dass ein yinniges Gebäude (z.B. Flachdach) in einer yinnigen Umgebung (z.B. flaches Land oder mit vielen Seen umzu) einen Grundriss beherbergt, in dem Yin Energie dominiert (abhängig von der Eingangstür). Wenn nun auch das Schlafzimmer ein Yin Form hat (also eher zum Rechteck tendiert) und die dort lebenden Personen zu eher yinnigen Verhaltensweisen tendieren kann es sein, dass das Leben komplett stagniert. Müdigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit führen dann im Leben die Regie. Wer davon betroffen ist mag sich wundern, dass alle von Hektik und Stress reden man selbst jedoch vor lauter Achtsamkeit „nichts auf die Reihe kriegt“.

Wer dagegen im Hochhaus mit Glasfenstern umzu auf eine allzeit leuchtende Skyline blickt, dazu einen yangigen Grundriss bewohnt und auch im Schlafzimmer von Anregungen umgeben ist, wird vermutlich die berühmte Schwierigkeit „abzuschalten“ bemerkt haben, oder schon daran erkrankt sein. Burn-Out hat sicher viele Paten, doch die Wohn- und Arbeitsumgebung hat immer einen Trumpf im Ärmel.

„Sage mir wie du wohnst und wo du arbeitest und ich sage dir, wie es dir geht“ ist keine Platitüde. Denn die Umgebung trägt entscheidend dazu bei, ob im Leben Ausgewogenheit, Fortschritt, Stagnation, Wandlung, Wohlbefinden, Gram oder Lebensfreude die Oberhand gewinnen. Wer das genauer anschauen möchte und dafür Unterstützung braucht – gern auch in Form eines Grundriss-Coachings – darf mir gern schreiben.

P.S. Natürlich spricht auch die persönliche 5 Elemente Astrologie ein interessantes Wörtchen mit, doch wie ich eingangs schon sagte: Manchmal reichen Basics um das Übel an seiner Wurzel zu erkennen und genau da zu heilen.

 


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Verstopfung und das Verlangen nach Sicherheit und Freiheit

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust – die Sehnsucht nach Freiheit und das Verlangen nach Sicherheit. Lange dachte ich, die krieg ich nie unter einen Hut und es muss widersprüchlich in mir bleiben. Doch seltsam – seit ich Impro Theater spiele und mir das „Ja, und …“ ebenfalls zu Herzen nahm, ist der Widerspruch aufgelöst. Beide, Sehnsucht und Verlangen sind befriedet.

Seelenruhig schlafen – dank des guten Gefühls, Freiheit und Sicherheit zu vereinen. Danke © Phil & Iz

Raumcoaching und Persönlichkeitsentwicklung bilden sich immer mehr zum Kern meiner Arbeit aus. Ganz am Anfang war mein Tätigkeitsfeld mit Feng Shui klar umrissen und ich tat, wie die Meister tun, hielt mich an überliefertes Wissen, an Vorgaben und … Dogmen. Das gab mir lange Zeit Sicherheit im Feng Shui Beruf, einem anfangs als Selbständige äußerst fremden Terrain.

Bis meine eigene (Persönlichkeits)Entwicklung – sicher dank des Feng Shuis in meinen Räumen – mir half zu merken: die Sicherheit, die jedes Dogma bietet, war zum Gefängnis geworden. Mein „Frei-Geist“ fühlte sich eingeengt und begann zu rebellieren. Loslassen ist ein mächtiges Modewort – doch wenn ich mich umschaue ist es leichter gesagt, als getan. Und leicht dahin gesagte Worte denen das Tun fehlt werden zum Anspruch und damit ist der Freiraum ganz schnell futsch.

Das brachte mir heute morgen in der Meditation einen Gedanken zu Verstopfung – ich poste nämlich diese Woche auf Facebook zu Badezimmern und gute Verdauung gehört zum Wohlfühlen ja dazu. Wer sich auf der Toilette quält, dem/der nützt das schönste Badezimmer nichts. Als ich übrigens neulich im Freundeskreis erzählt, dass die Feng Shui Methode auch erlaubt, mögliche Darmverstopfung zu erkennen gab es ungläubiges Staunen. Doch ja – es stimmt.

Verstopfung ist ja das Gegenteil von Loslassen, davon, etwas freizugeben, davon, frei zu geben oder auch frei, zu geben. Bei Luise Hay* lese ich als mögliche Diagnose bei Verstopfung über die Weigerung, von alten Vorstellungen abzulassen, um in der Vergangenheit stecken zu bleiben. Ich hatte dazu noch die Idee: wer das, was da ist nicht annehmen kann, mag es natürlich auch nicht loslassen. Es konnte ja noch nicht ausgekostet werden.

Wer aus Sorge, es könne nichts mehr nachkommen, festhält, mag dem Glaubenssatz unterlegen sein, etwas nicht verdient zu haben. Wer etwas nicht verdient, kann es natürlich auch nicht von ganzem Herzen annehmen und sich drüber freuen. Die Entscheidung, es wieder loszulassen fällt natürlich schwer und ruckzuck ist der Schlammassel da, man steckt fest und verstopft. Alles Nachfließende erzeugt schließlich nichts als quälendes Unbehagen – und für Annehmen und Auskosten ist es längst zu spät.

Wo führt dieser Gedankengang nun hin – von Freiheit und Sicherheit zu Raumcoaching und Persönlichkeitsentwicklung, von Verstopfung zu Annehmen können, hin zu … na ja, alles führt eben durch das Innerste, die Mitte. Die Mitte ist der Wohnort der Essenz – schön, oder? Eine starke – das heißt in sich stabile, dabei flexible – Mitte gibt die Sicherheit des Gehalten seins, zum Beispiel durch Wissen und Erfahrung, durch Freundschaften, soziales Netzwerk, Glaube, Vertrauen und Bodenkontakt.

Gleichzeitig gibt sie die Freiheit, sich auf unbekanntes Gelände zu wagen – um zu experimentieren und etwas zu wagen, das man sich bislang nicht traute. Dazu gehören sicherlich Mut, Gelassenheit, Humor, Spiel und erneut das Vertrauen – denn auf dieser Erde können wir dank der Schwerkraft eh nur immer wieder auf die Füße fallen. Wer sich mit annehmen und loslassen schwer tut, wer meint, am Spagat zwischen Freiheit und Sicherheit zu scheitern werfe einen Blick auf auf die räumliche Mitte Zuhause oder im Unternehmen.

Welche Auswirkungen es haben kann, wenn die räumliche Mitte „nicht stimmt“ habe ich schon früher in einem Beitrag beschrieben. Hier also für alle Interessierten zwei Fälle aus der Praxis: in Beispiel eins ist die Mitte verbaut, in Beispiel zwei liegt sie im öffentlichen Treppenhaus. Beide Male gelang es, mit Hilfe der Beratung eine gute Lösung zu realisieren und Streitigkeiten und drohende Abhängigkeiten aufzulösen.

Feng Shui: Was eine instabile Mitte bewirken kann

Und was die Freiheit mit der inneren Mitte und Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat … wer hier einen Gedankenübersprung vermutet sei beruhigt, darüber folgt in Kürze ein weiterer Beitrag. Dranbleiben lohnt sich 😉

 

* Louise Hay, Gesundheit für Körper und Seele

 

 

 


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Einladung: Die selbsterfüllende Prophezeiung

„What you see is what you get,“ lautet ein viel zitierter Feng Shui Lehrsatz *. Heute möchte ich noch einen Schritt zurück machen und mit dem beginnen, was davor steht: Den Erwartungen. Wissenschaftlich fundierte Experimente belegen mittlerweile, dass wir das bekommen, was wir erwarten.

Geschenke des Lebens annehmen

„Eine Gruppe von Menschen wird nach dem Zufall in zwei gleich große Untergruppen aufgeteilt. Beiden Untergruppen wird gesagt, dass gleich ein Versuchsleiter hereinkomme, der jedem entweder 1 Dollar oder nur 10 Cent geben wird. Den Menschen der einen Gruppe wird gesagt, sie würden zu den Bevorzugten gehören, die 1 Dollar bekommen. Den Menschen der anderen Gruppe wird gesagt, sie würden leider zu den Benachteiligten gehören, die nur 10 Cent bekämen.

Der Versuchsleiter wurde angewiesen, nach Gutdünken die 1-Dollar- und 10 Cent-Münzen so zu verteilen, dass er gleich viel 1-Dollar- und 10-Cent- Münzen austeilt. Außerdem wurde der Versuchsleiter nicht darüber informiert, wer 1 Dollar und wer eine 10-Cent-Münze erwartete. Das Ergebnis war, dass er überdurchschnitltlcih häufig denjenigen 1 Dollar gab, die auch 1 Dollar erwarteten, und umgekehrt natürlich überdurchschnittlich häufig denjenigen nur 10 Cent gab, die nur 10 Cent erwarteten. **

Erwartungen wurzeln in einer gelernten Haltung zum Leben.

  • Bin ich es wert, dass …?
  • Steht mir … (das Honorar, die glückliche Partnerschaft, ein erfolgreiches Leben) zu?
  • Belohnt mich das Leben mit glücklichen Fügungen?
  • Wird „es“ grundsätzlich gut ausgehen?
  • Ist das Glas halb leer oder halb voll?

Wer sich das schon öfter fragte und während der Reflektion feststellt, dass wohl eine „gläserne Decke“ das Fortkommen behindert, dem empfehle ich eine systemischen Beratung. Manchmal reichen schon die Impulse einer einzigen Sitzung, um verschleppte Glaubenssätze oder hindernde Loyalitäten aufzulösen. Ich jedenfalls war in meinen Aufstellungen immer wieder erstaunt zu erkennen, wieviel alten „Mist“ ich unbewusst übernommen hatte und wie die Glaubenssätze anderer mich hinderten, meine Ziele zu erreichen.

Zum Glück haben wir ein großartiges Gehirn, dass immer wieder neu programmiert werden kann. Darum möchte ich heute zu einem Selbstexperiment einladen: Nur einen Tag lang zu erwarten, dass Sie heute zu den Glücklichen zu gehören, die die 1 Dollar Note (mit dem, was für Sie dahinter steht) überreicht bekommen.

Als Vorbild für unerschütterliche Erwartung mag meine Klientin dienen: Sie rief mich Anfang Juni an um zu fragen, ob ich in diesem Monat freie Termine hätte. „Ich werde am 1. Juli umziehen,“ sagte sie. „Ich habe zwar noch keine Wohnung, doch ich weiß, dass ich bis dahin genau die Richtige finde.“ – Und siehe da, die Beratung in ihren neuen Räumen war vorgestern.

 

* „what you see is what you get“ bedeutet soviel wie „was du siehst wird eintreffen“

**zitiert aus Manfred Prior : Beratung und Therapie optimal vorbereiten, S. 94


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Heilkraft aus dem Garten

Auf dem Weg zum Garten hatte ich letzten Freitag einen kleinen Fahrradunfall. Nichts Schlimmes, doch unglücklich gebremst, dabei das Gleichgewicht verloren und mir arg das rechte Schienbein angestoßen. Das dass ein heftiger Bluterguß würde spürte ich, als ein schmerzhafte Pochen einsetzte und sich ein handtellergroßer grün-roter Fleck abzeichnete.

Im Garten angekommen hab ich mich umgeschaut und gefragt: „Was hilft?“ Als erstes eingefallen ist mir der Spitzwegerich. Weil er doch so schön bei Insektenstichen hilft, das Gift zieht und die Schwellung wegmacht. Und natürlich Beinwell, der mir schon so manches Mal bei Verletzungen an Füßen oder Beinen geholfen hat.

Also pflückte ich eine Handvoll Blätter vom Spitzwegerich und dann noch ordentlich Beinwell. Den Spitzwegerich kaute ich zu einem matschigen Brei, die stacheligen Blätter des Beinwell bearbeitete ich währenddessen auf der Arbeitsplatte mit dem Nudelholz (wer keins hat, eine Flasche tut’s auch).

Den Brei des Spitzwegerich strich ich schön dick auf die Prellung, darüber wickelte ich die nun ebenfalls etwas matschigen Blätter des Beinwell. Dann noch eine Serviette drüber und mit Klebeband befestigt, fertig. Und was soll ich sagen: Der Schmerz war augenblicklich verschwunden und heute – drei Tage später – ist fast nichts mehr zu sehen, die Schwellung hat sich gar nicht erst ausgebildet und geblieben ist nur eine leichte Verfärbung, wie bei einem blauen Fleck eben. Wow!!!

Darum heute ein Loblied auf den Segen dieser beiden Heilkräuter

Spitzwegerich *

Die Heilkraft der drei Wegericharten Breitwegerich, Spitzwegerich und Mittlerer Wegerich ist vielfältig: Schon Plinius erwähnt Wegerichsaft als Hilfe gegen die Folgen des Bisses wilder Tiere (dazu gehören wohl auch Insektenstiche 😉 ) und von Skorpionen. In die Schuhe gelegter Wegerich schützt beim Wandern vor Müdigkeit und heilt so manche Fußkrankheit.

Spitzwegerich wird äußerlich zur Wundbehandlung, innerlich bei Erkrankung der oberen Luftwege, bei Bronchitis und Asthma verwendet. Wohltuend ist auch ein aus Wegerich hergestelltes Augenwasser für ermüdete Augen. Die frischen Blätter können jeden Salat bereichern, gedünstet schmecken sie als Wildgemüse und die Früchte kann man auf ein Butterbrot streuen. Die drei Wegericharten gelten als blutstillend, blutreinigend, entzündungshemmend, wundheilend und harntreibend.

Hildegard von Bingen empfahl Wegerichsaft, um angezauberte Liebe wieder loszuwerden und sich innerlich zu reinigen.

 

 

Beinwell *

Beinwell gehört zu den sieben Pflanzen die, laut Rudolf Steiner, das Wachstum müder Kulturpflanzen im Garten anregen. Die sechs anderen sind Boretsch, Kamille, Brennessel, Schafgarbe, Ringelblume und Löwenzahn. Alles Heilpflanzen, die eh in einen Kräutergarten gehören.

Beinwell wurde schon im Altertum bei Knochenbrüchen verwendet. Der Wurzelstock enthält Gerbstoffe und hat durch seinen hohen Schleimstoffgehalt eine entzündungshemmende, reizlindernde Eigenschaft. Die Wurzel wird im Herbst, wenn sich alle Blätter zurückgezogen haben, ausgegraben und kann bei schlecht heilenden Wunden auch im Mund, z. B. bei entzündetem Zahnfleisch helfen.

Eine lindernde Kompresse die bei Muskelschmerzen hilft, besteht aus 2 Teilen Fett, 1 Teil Gänsefingerkraut und 4 Teilen Beinwellwurzel. Bei Bluterguss und Hautenzündungen empfiehlt der Naturführer für Kinder ** 2 Teile Beinwellwurzel, je 1 Teil Karfoffeln und Sellerie frisch gerieben und als Kompresse aufgelegt.

Ich bin begeistert und komme immer mehr dazu, wie Maria Treben den Garten als Apotheke Gottes ehrfürchtig zu bestaunen.

 

* Dies ist kein medizinischer Artikel, ich berichte hier allein über Erfahrungen, die ich selbst mit Kräutern und Heilpflanzen gemacht habe.

** Ivana Paukertovà. Kräuter und Heilpflanzen – Naturführer für Kinder


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Bildergeschichten, die 3.

Ja, ich bin ein Träumer …
denn nur Träumer finden ihren Weg durchs Mondlicht
und erleben die Morgendämmerung,
bevor die Welt erwacht.

Oscar Wilde

 

Mit Dank für die Morgenstimmung © Joshua Earle


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Zen im Garten

Zen im Garten muss nicht nur geharkte Kiesfläche sein, aus Steinarrangements bestehen oder illustre Wasserbecken und Laternen herzeigen. Im Wesen beschreibt Zen eine Haltung die ermöglicht, die Einheit allen Seins zu erfahren. Ohne jegliches Wollen (das ist die Kunst) soll diese Erfahrung zu mehr Lebenskraft und Selbstbeherrschung führen.

Es gibt wunderbare Literatur zur Haltung, in der Zen ausgeübt werden kann, und das geht nicht nur sitzend. Genannt seien zwei meiner Liebelingsbücher dazu: Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten von Robert M. Pirsig und Zen in der Kunst des Bogenschießens von Eugen Herrigel.

Ich praktiziere Zen im Garten, darum würde mein Buchtitel wohl Zen in der Kunst, schöne Blüten zu betrachten, lauten. Drei Prachtexemplare habe ich ausgewählt – doch nichts geht über live und in Farbe 🙂

Wer interssiert ist an der Symbolik des Mohns findet mehr Infos hier

Glücksbringer Pfingstrose. Zur Symbolik gibt’s hier mehr zu lesen

Die Iris gehöre nicht in einen Feng Shui Garten, hörte ich letztens, sie habe dazu wohl zu spitze Blätter. Ach herrje – Feng Shui und die Vorurteile, die sich darum ranken, das wäre allemal ein eigenes Kapitel wert.

Doch heute geht’s um die wundervolle Iris, Symbol für Sieg und Eroberung, für Tapferkeit und die Himmelskönigin. Es heißt nämlich, dass die Pflanze wegen ihrer überiridischen Schönheit nach der Göttin des Regenbogens, Iris, benannt sei. Sie ist im Götterhimmel die weibliche Variante des Hermes, trägt geflügelte Schuhe und ihre Aufgabe ist es, Nachrichten zu überbringen. Marianne Beuchert beschreibt wie Iris „in ihrem blumengleichen Kleid aus Tautropfen, in dem sich die Gestirne des Himmels spielgeln, über den Regenbogen (schreitet). Vom Götterhimmel zum Reich der Menschen bis hinunter an die Ufer des Styx. Sie ist die Führerin der weiblichen Seelen in die Unterwelt.“*

Allemal ein guter Grund, der Göttin des Regenbogens einen Platz im Garten zu gewähren. Und auch wenn die klassische Iris in blauen Farben strahlt, mag ich die gelbe auch sehr gern. Und hier noch ein Haiku, das ganz trefflich in einen Zen Garten passt

Umgeben von Schönheit und Schweigen
erfüllte mich heitere Stille.
Basho

 

*zitiert nach Marianne Beuchert, Symbolik der Pflanzen
Fotos © Susanne Berkenkopf


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Suche Raum für Rückzug – Hochsensible in turbulenten Zeiten

„ … dann mach ich mir die Welt, wie sie mir gefällt …“, klingt verlockend und ist dennoch nicht ganz so einfach zu realisieren – vor allem, wenn unterschiedliche Bedürfnisse die Gestaltung beeinflussen, eine Mehrheit sich wirksam durchsetzt und Minderheiten mit den Entscheidungen leben müssen.

Sind Rehe hochsensibel? Ich würde sagen: Ja. Danke © Melissa Chabot

Sind Rehe hochsensibel? Ich meine Ja. Danke © Melissa Chabot für den Blick auf das Sanfte

Vor allem hochsensible Menschen kennen andere Strophen des Liedes von der Reizüberflutung, denn während unsere Sinne mit Eindrücken regelrecht überflutet werden, haben Zartbesaitete es nicht leicht.* Hier geht mein Dank an die Wissenschaft, denn wo es früher schnell hieß „du hast ja eine Macke“ oder „stell dich nicht so an“, wissen wir heute, dass bei einigen Menschen die Sensoren tatsächlich feiner eingestellt sind. Die Grenzen ihrer Behaglichkeitszone sind weit enger gesteckt als bei der Mehrheit, die bislang noch definiert, was „normal“ sei.

Wer mit der Beschreibung Hochsensibel nichts anzufangen weiß, stelle es sich so vor: Wir Menschen brauchen ein gewisses Maß an Stimulation, um uns lebendig zu fühlen. Durch zuwenig fühlt sich unsere Spezies unterfordert, dann wird es erst langweilig und schließlich fühlt man sich unbehaglich. Zuviel Anregung führt dagegen zu Erregung und schließlich ebenso zu Unbehagen. Nun gibt es nachgewiesenermaßen Menschen und Tiere, die viel feiner getunt und empfänglicher sind als der Durchschnitt, denn sie nehmen viele Reize zeitgleich und intensiver wahr. Das kann das System überfordern und darum fühlen sie sich viel schneller unbehaglich als andere. Diese Menschen gelten als hochempfindlich oder hochsensibel.

Sie reagieren auf Reizüberflutung mit dem Bedürfnis nach Rückzug, werden aggressiv, beginnen zu schwitzen, zu zittern oder Verwirrung zu zeigen. Weil Überstimulation den Organismus überlastet sinken bei solcherart „Gestrickten“ die Leistungen, einige benehmen sich in überfordernden Situationen tollpatschig, unlogisch, werden emotional oder reagieren, wenn der Zustand zum Beispiel im Schul- oder Arbeitsalltag länger anhält mit Krankheit, Depression oder Neurosen.

Soweit die Einleitung.

Doch was kann man tun, wenn die Außenwelt von Hektik regiert wird, wenn Multitasking zum Credo erhoben und Mensch von permanenten Geräuschkulissen, Gestank und Dauerbeleuchtung belästigt wird? Es gibt aus Feng Shui Sicht räumliche Empfehlungen speziell für hochsensible Menschen und ihre Familien. Doch heute will ich von hilfreichen Strategien berichten, die aus der Erfahrung geboren wurden und sozusagen eine „Notapotheke“ sein können, egal wo man gerade ist. Es empfiehlt sich, nicht alle gleichzeitig anzuwenden, denn das würde das System erneut überfordern.

Raum für Rückzug – Stille

Nach hektischem Erleben ist Stille das Pflaster, um innere Turbulenzen zu beruhigen.

Finden Sie einen Ort, an dem natürliche Geräusche dominieren – lauschen Sie Ihrem Atem, dem Wind, dem Plätschern des Wassers. Draußen ist (für mich) immer schön, wo könnte Ihr Ort sein? Ob auf dem Balkon, im Garten, im nahen Park, gönnen Sie sich ein paar Minuten Zwischenraum und nehmen sich die Zeit, bewußt von einer Situation in die andere zu wechseln.

Selbst im Büroalltag oder auf der Autobahn ist das möglich: Klinken Sie sich aus – und seien es nur Momente – schalten Sie bewusst alle Sinne auf hören : ihre Schritte auf dem Boden, das Surren der Kaffeemaschine, das Motorengeräusch, der vorbeirauschende Wind … Ziehen Sie alle Sinne nach innen und erlauben nur Ihren Ohren Kontakt aufzunehmen. Fortgeschrittenen wird es mit einiger Übung gelingen, die Stille hinter dem Geräusch zu erlauschen.

Raum für Rückzug – Augenweide

Augen sind das Fenster zur Seele, darum tut es insgesamt wohl, Schönes zu betrachten.

Gönnen Sie Ihren Augen eine Augenpause, schauen Sie ins Grüne oder auf ein Foto, das ihre lebendigsten, wohligsten, erfreulichsten, lachendsten Momente bereit hält. Während Sie schauen, spüren Sie. Ihren Körper, Ihren Atem, die Freude der Erinnerung.

Sie können auch einen Körperanker zur Hilfe nehmen. Beispielsweise indem Sie mit einer Hand den Zeigefinger der anderen Hand halten und währenddessen die Augenweide und das dazu gehörende Gefühl bewusst in sich aufnehmen. Wenn Sie das nächste Mal eine Aufladung benötigen (zum Beispiel in der U-Bahn, wo’s kein Grün gibt, oder im Sitzungssaal ohne Fenster) umgreifen Sie erneut den Zeigefinger und spüren, wie das belebende Empfinden Sie durchströmt und beruhigt.

Raum für Rückzug – Duft

Nirgendwo geht’s schneller, intensiver und barrierloser hinein als durch die Nase.

In Millisekunden kann ein Duft an längst vergessene Tage und Orte entführen, kann traurig oder froh machen, Ekel oder Liebe wachrufen. Haben Sie einen Lieblingsduft? Ich habe mir für traurig-kalte Wintertage den Duft des Sommers in ein Leinensäckchen genäht – das gemähte Gras aus meinem Garten. Wann immer es beliebt hole ich mir damit die Verheißung und eine Kombination von blau (Himmel), gelb (Sonne) und grün (Gras) ins Gemüt. So entsteht durch den Duft ein sinnliches Farbspiel in dem ich schwimmen und mich erfrischen kann. Welcher Duft belebt Ihre angenehmsten Erinnerungen?

Oder lieber duftlos? Vielleicht braucht Ihre Nase eine Pause, dann gönnen Sie sie ihr und wechseln das Terrain.

Raum für Rückzug – Haptik

Haut, Fingerspitzen, Füßen schmeicheln.

Vielleicht mit geschlossenen Augen Stoffe und Texturen fühlen, Seidenpapier, Tannenzapfen, Blütenblätter oder ein Stück Samt sanft berühren. Solche „Talismänner“ passen selbst in kleine Jackentaschen.

Wenn möglich hüllen Sie sich in einen feinen Stoff, schmiegen sich kurz ins Gras, durchschreiten ein Blätterdach, gehen barfuß durch eine Pfütze. Wie kalt ist Regen an den Füßen?  Egal ob draußen oder drinnen, immer mal die Augen in die Fußsohle wandern lassen. Sich ganz und gar der Berührung hingeben, anschmiegsam sein und im Moment reinen Spürens aufgehen.

Raum für Rückzug – kost-bar

Hmmm, auch Mund und Zunge dürfen genießen.

Doch langsam, ganz langsam – vielleicht mit geschlossenen Augen zuerst riechen, dann anschauen und die Vorfreude spüren, es gleich zu kosten. Wer erinnert sich an Kim Basinger in 9 1/2 Wochen? Statt funktionieren („der Körper braucht Essen“) sich nähren lassen vom Genuss: schmecken, kauen, lutschen, schlürfen, schmatzen, nachschmecken, schlucken – noch einen Bissen, einen Schluck auf der Zunge zergehen lassen. Nur das …

In hektischen oder angespannten Situationen mögen die meisten hochsensiblen Körper jedoch keine Nahrung. Dann ist trinken angeraten, am besten Wasser, um den inneren Fluß in Bewegung zu halten und Belastendes schneller auszuschwemmen.

Raum für Rückzug – Wunder geschehen lassen

Das, was wir suchen, sucht auch nach uns.

„Hochempfindlichkeit ist ein Geschenk, für mich selbst und für alle, die ich berühre.“ Georg Parlow.
Auch wenn die Geschwindigkeit der äußeren Welt vermutlich weiter zulegt und Multitasking noch immer als Machbar und Erstrebenswert gilt – Hochsensibilität ist ein Geschenk der Natur an uns alle. Denn wer schneller spürt, kann andere aufmerksam machen, vor schädlichen Entwicklungen warnen und unserer Gesellschaft helfen mehr zu fühlen und weniger zu denken.

Manchmal braucht „etwas“ nur einen Namen, um dazuzugehören. Wird aus dem herablassenden „du bist immer so empfindlich“ ein anerkennendes „dein Gespür ist so fein – von dir möchte ich lernen, die Flöhe husten zu hören“, macht es das Zusammenleben für alle angenehmer. Wir erfahren uns durch andere und jede Persönlichkeit hat die Chance, von Umgang und Umfeld zu profitieren und neue Facetten in das eigene Weltbild zu bauen. Nicht im Sinne von „benutzen“ sondern als „in-Beziehung-sein“, ein Teil von … zu sein.

Ich bin überzeugt, im Miteinander – Füreinander liegt der Weg zu mehr Respekt, mehr Selbstverständnis und Selbstachtung – egal, ob hoch-sensibel oder weniger.

… auch Elefanten gelten als äußerst sensibel. Dank an © Ray Rui für dieses Familienfoto!

* Empfehlenswerte Lektüre zum Thema: zartBesaitet von Georg Parlow.


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Räume, die Sehnsucht stillen

In der letzten Woche habe ich unter einigen meiner Klienten und Klientinnen eine kleine Umfrage gemacht: Wie muss für Sie / für Dich der Raum sein, der Sehnsucht stillt?

„Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht.“ Bettina von Arnim *

Die Antworten waren sehr persönlich und abgesehen von individuellen Geschmacksvorlieben kristallisierte sich etwas Gemeinsames heraus, das er „können“ soll :

  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll dabei unterstützen, zu sich und zu anderen einen echten Kontakt herzustellen und in Ver-bindung zu gehen.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll Zugehörigkeit ausstrahlen und das Vertrauen nähren : ich darf sein und leben wie ich bin.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll die Tür zur Eigenmacht öffnen : Ich darf den Raum kreieren und ganz einnehmen.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll an das größere Ganze erinnern. Egal ob Wohn- oder Arbeitsraum, dieser Raum soll ausstrahlen, dass es sich um einen Raum im viel größeren Raum handelt – das er Teil der Umwelt und sogar des Weltalls ist.
  • Ein Raum der Sehnsucht stillt soll daran erinnern, dass wir Menschen ein Teil der Erde sind und neben dem zuhause Zuhause auch ein Zuhause auf der Erde haben.

Mich haben diese Antworten sehr berührt.

Immer mehr wächst in meiner Beratung der Anteil, gemeinsam zu ergründen, was sich hinter einem offensichtlichen Anliegen verbirgt. Das tolle am Feng Shui ist, wer sich Gesundheit, Reichtum, Partnerschaft oder Selbstverwirklichung wünscht, kann über Raumgestaltung einen nachhaltigen, wirksamen Impuls dazu geben. Einfluss über den Raum kann manifestieren, dass die Vergangenheit nicht länger die Zukunkft vorher bestimmt.

Ein solcherart gestalteter Raum soll innere Prozesse tragen, damit aus dem Gefühl der Ohnmacht die Kraft wachsen kann, in die Eigenmacht des erwachsenen, reifen Menschen zu wechseln. Oder jemand hat genug davon, sich von der Illusion einlullen zu lassen : was ich nicht sehe, wirkt nicht. Oder es treibt die tiefe Sehnsucht, sich zu endlich zu verkörpern, sich zu verbinden, sich vom Gegenüber gefühlt zu fühlen. Endlich gesehen werden bedeutet : ich komme ein Stück nach Hause.

Ein Raum der Sehnsucht stillt ist es allemal wert, sich auf den Weg dorthin zu machen.

Ich möchte nun auch Dich / Sie einladen, sich in diesem Raum umzuschauen und fragen : Wie sieht der Raum aus, der Deine Sehnsucht stillt? Ich freue mich auf Anworten, gern persönlich über das Kontaktformular oder lesbar für alle als Kommentar.

* das Foto ist aus meinem Bildarchiv und ich finde kein © – wer es für sich erhebt gern melden!


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Feng Shui und der Weg zu Reichtum und Fülle

Nichts bleibt für immer. Auch das „Nichts“ nicht, denn auf dem Weg der Wandlung wird es zu „Alles“, um schließlich zum Nichts zurückzukehren. Schön, gell? Fiel mir heute morgen unter der Dusche zu und so wußte ich, es ist Zeit für ein gefragtes Feng Shui Thema: Reichtum und Fülle.

Alles und Nichts, Fülle und Leere. Was wäre das Eine ohne das Andere?  Foto © Brooke Lark

Zunächst wollen wir die Begriffe kurz klären, denn die Bedeutung ist oft verschwommen:

Reichtum bezieht sich auf den Wohlstand im Außen. Gemeint ist hier das HABEN, also wie jemand Geld verdient und ob der Wert der Arbeit angemessen vergütet wird. Wer „wohl steht“ darf behaupten, „die materielle Basis stimmt“.

Fülle bezieht sich dagegen auf den inneren Wert. Hier geht es darum, die mit ins Leben gebrachten Besonderheiten zu würdigen und ist meist ein Prozess von Ich und Selbst. Erich Fromm hat das treffend als „seinen Wesenskern zum Gedeihen bringen“ beschrieben. Übertragen kann man das so sehen: Wer es versteht, seine Talente zu entfalten kann mit dem, was einem entspricht, für materiellen Wohlstand sorgen. Dazu fällt mir stromlinienförmig ein, denn damit schwimmt es sich einfach und kraftsparend.

Oft fangen wir bei der Feng Shui Beratung genau da an, wenn es um die Themen Fülle und Reichtum geht. Es sind ja immer weniger Menschen damit zufrieden, mit sinnentleerter Arbeit oder im Widerspruch zu geschenkten Begabungen das Auskommen zu verdienen. Ein Zahnarzt ohne Geduld und Fingerspitzengefühl wird in seinem Beruf ebenso verkümmern wie eine Gärtnerin, die aus öden Flächen zwar blühende Gärten macht, deren wahre Leidenschaft jedoch der Welt der Zahlen gehört und die sich erst beim Verfassen der Steuererklärung ganz in ihrem Element befindet.

Wie immer gibt es auch im Feng Shui mehrere „Wege nach Rom“. Die Himmelsrichtung des Südostens ist assoziiert mit Wohlstand und Erfolg, für materielle Themen kann hier also Zunder für mehr „Feuer“ und Leuchtkraft gelegt werden. Denn mit dem Holz des Südostens wird das Feuer des Südens, also dem Bereich für Ansehen und Erfolg, genährt. Also am besten gleich mal drinnen oder draußen im Südosten und Süden schauen, ob das, was jetzt dort steht, liegt oder wächst den Eindruck unterstützt, den man nach außen auf potentielle Geldgeber, Auftraggeber-innen oder Chefs und Chefinnen machen möchte.

Wenn das nicht klappt sollte der Weg zur Fülle intensiver angeschaut werden. Gibt es Begabungen, die zum Talent erweitert werden können, um schließlich damit Geld zu verdienen? * Aus dem Nichts wird Alles und das Nichts beginnt im Norden mit dem Wasser, aus dem wir ins Leben gekommen sind. Da, wo etwas wächst, ohne das es schon gesehen wird. Aus Feng Shui Sicht beginnt hier der Kreislauf von Werden und Vergehen. Mit den Himmelsrichtungen gesprochen führt dieser Weg weiter über den Nordosten, den Osten und den Südosten, darum sollten auch diese Himmelsrichtungen genauer unter die Lupe genommen werden.

Jeder Raum gibt Hinweise auf das was ist – und das, was eben nicht ist. Drinnen oder draußen die Zeichen deuten, die das geniale Unbewußte dort hinterlassen hat. Dauerbaustelle? Vertrocknetes Gestrüpp? Kaputtes Tor, defekte Klingel, blinde Fensterscheiben, zugestopfte Kellerräume? Dachboden mit Altlasten der Eltern oder zugestellt mit den Hinterlassenschaften der Kinder? Abstellplatz für das Altpapier der letzten Jahre? Auch Pflanzen die einzugehen drohen  geben Tipps, wo etwas im Argen liegt und wo der Weg beginnt, um endlich die verdiente Gehaltserhöhung, Beförderung oder potenzielle Aufträge zu bekommen.

„Die wichtigste Lebensaufgabe des Menschen besteht darin, seinem eigenen Wesen zum Durchbruch zu verhelfen,“ schrieb Erich Fromm. Für manche führt der Weg über Berge, doch nirgendwo anders ist die Aussicht so grandios! Foto © Khamkhor

 

*  Interessant mag in diesem Zusammenhang sein, dass talentum auf altgriechisch eine bestimmte Geldsumme bezeichnet


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Bildergeschichten, die 1.

Bei der Recherche zu meinen Artikeln stöbere ich ausgiebig in Bilddatenbanken und bin oft ganz entzückt von all den starken Fotos. Die meisten passen dann leider nicht zum Thema und weil ich das schade finde, mache ich es in lockerer Folge nun umgekehrt – zu faszinierenden Fotos finde ich einen Gedanken, eine Empfindung oder einen Feng Shui Tipp. Viel Spaß dabei!

© Tracey Hocking hat diesen Tisch gedeckt und fotografiert

Frühstücken mit © Tracey Hocking

Das Glück des Friedens
Innehalten
Atmen
Spüren:
Das Glück des Friedens.

 


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Fragen können wie Küsse schmecken *

Das Leben ist eine einzige Folge von Gelegenheiten,
bei denen man etwas lernen kann.

Marc Jacobs, Designer

Danke © Toa Heftiba! In diesem ansprechenden Ambiente fallen einem garantiert inspirierende Fragen ein!

Einladende Fragen …

Hören Sie mal hinein in ein: „Warum hast Du das gemacht?“ und in ein: „Welchen Impuls hattest Du, Dich dafür zu entscheiden?“ – Beides klingt wie eine Einladung: Ersteres zur Rechtfertigung einer Handlung, zweites nach Interesse, die Beweggründe einer Person zu erfahren. Fragen können Türen schließen oder öffnen und sind ein wunderbares Werkzeug zu echten Begegnungen.

Seit ich in die systemische Arbeit eingestiegen bin habe ich mir auch in meinen Feng Shui Beratungen das charmante Fragen angewöhnt. Statt des platten: „… das ist so und so und kommt durch das und das … “ favorisiere ich mittlerweile, mit meinen Fragen zu verdeutlichen, dass ich die Welt der Gedanken und Gefühle meiner Klienten gern kennenlernen möchte.

Fragen können Anregungen sein, und Bewegung ins Denken bringen. Ich frage und darf im besten Sinne neugierig sein. Echtes Interesse vorausgesetzt, fungieren Fragen dann nicht als Brücke, um loszuwerden, was ich alles weiß oder um zu eigenen Erlebnissen überzuleiten.

Intelligente Fragen laden ein, auf ungewohnte Weise zu refelektieren. Vor allem wenn es um Probleme geht mag man sich noch so gut erklären, warum etwas wie gekommen ist – nur allzu leicht geraten „Erklärungen … als Schnuller“ ** an dem man sich festsaugt und sie ähneln eher dem Sprung auf der Schallplatte statt zu einer beherzten Vision in die Zukunft einzuladen.

Überraschen Sie Ihr Gegenüber demnächst doch einfach mal mit einer unerwarteten Frage. Hier ein paar Anregungen, statt des üblichen „Wie geht’s?“:

  • Worüber hast du das letzte Mal Tränen gelacht?
  • Was hast du für unter 10 Euro gekauft und dir damit eine bleibende Freude gemacht?
  • Wie riecht es an dem Ort, an dem du dich geborgen fühlst?
  • Wann hast du dir zuletzt ein solides Scheitern gegönnt?
  • Wie heißen deine Mutmacher?
  • Welche Eigenschaften wohnen auf jedem Fall in deinem Lebenshaus?
  • Mit wem unterhälst du dich am liebsten flüsternd?
  • Welche Blume hat deine Lieblingsfarbe?

… lieben unterstützende Atmosphäre

Doch anregende Fragen allein können wenig bewirken, wenn der Raum, in dem sie gestellt werden, unpassend ist.

Stellen Sie sich vor, Ihrer Freundin geht es nicht gut. Sie ist müde, wünscht sich mehr Leichtigkeit, will mit Freude in die Zukunft schauen oder sich trauen, eine knifflige Angelegenheit anzusprechen. Sie wünschen sich, sie möge ihren Humor wiederentdecken und zu mehr Gelassenheit finden. Sie wollen alles tun, um sie zu unterstützen, und haben sich anregende Fragen ausgedacht.

Fügen Sie diesem Gespräch eine Umgebung zu: Angenommen, sie beide sitzen in einem zugestellten Raum, in dem offensichtlich lange nicht mehr Staub gewischt wurde. Ihr Blick fällt auf einen Strauß vertrockneter Blumen auf dem Fensterbrett.

Glauben Sie, in diesem Ambiente wird das Gespräch die erwünschte Wendung nehmen?

Sicher, es muss nicht gar so krass sein. Doch egal in welchem Setting – das kann eine therapeutische Sitzung, ein Mitarbeitergespräch, eine Teamentwicklung, ein Paargespräch oder eine Krisensitzung sein – werfen Sie vorher einen Blick auf die Umgebung: Tritt der umgebende Raum ebenfalls als Gastgeber auf und unterstützt still doch eindrucksvoll Ihr Anliegen?

Der schönste Raum ist der einladende, ist meine Devise 😉 und ich bin, ebenso wie Carmen Kindl-Beilfuß überzeugt, „dass man in einer guten Atmosphäre – ruhig, einladend, vertrauensvoll, zugewandt alle Fragen stellen kann, die interessiert und respektvoll vorgetragen, neu, spannend und anregend sind … und Raum für stabilisierende Gefühle schaffen.“ ***

 

* Carmen Kindl-Beilfuß, Fragen können wie Küsse schmecken; 2011
** Paul Watzlawick in einem Interview, gehört im Radio
*** C. Kindl-Beilfuß, Einladung ins Wunderland, 2012 S. 34


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Feng Shui, Keller und das Wurzelchakra

Vorfreude in Grün, denn auch dieses Jahr habe ich Pflanzen für den Garten auf der Fensterbank vorgezogen. Diesmal folgte ich einem Blog-Tipp, füllte mangels kleiner Töpfe leere Eierschalen mit Erde und streute verschiedenste Samen hinein. Doch großes Staunen als genau diese Pflanzen nur kümmerliche Stengelchen ausbildeten. In meinem Kopf bildete sich eine Assoziation zum Keller und es entstand eine neue Facette:

Wie die Wurzeln, so die Flügel. Danke für die Teilhabe an diesem Moment © Jeremy Bishop!

Starke Wurzeln tragen. Danke für die Teilhabe an diesem Moment © Jeremy Bishop!

Feng Shui für den Keller

… ist zwar so neu nicht, denn Aufräumen macht bekannterweise weder vor der Höhe (Dachboden) noch vor der Tiefe (Keller) Halt. Doch als ich die kleinen Pflanzen betrachtete wurde mir nochmal klar, wie viel Platz die Wurzeln brauchen, um das Ganze zu tragen – egal, ob es sich um Tief- oder Flachwurzler handelt.

Umgelegt aufs Haus ist der Keller der Ort der Wurzeln. Im Feng Shui bekommt nämlich auch die Geschosshöhe des Lebensraums symbolische Bedeutung und ein Keller gilt als Motor der Lebenskraft. Dort wohnen pure Sexualkraft, der (Über-)Lebenstrieb, Ängste und ins Schattenreich verdrängte Themen aus der Vergangenheit.

Ergänzt man diese Aufzählung um die sieben Eigenschaften des Wurzelchakras, ergibt das eine überaus lebendige Liste, die den eher ungeliebten Keller in einem neuen Licht erscheinen lässt. Zum Wurzelchakra gehören die Themen

  • Vitalität
  • Lebenskraft
  • Urvertrauen
  • Sicherheit
  • Körperlichkeit
  • Standhaftigkeit
  • und Erdung.

Natürlich kann sich jeder Mensch – ob mit oder ohne Keller – diese Qualitäten erschließen. Doch wer mit einem Keller lebt sollte aus Feng Shui Sicht darauf achten, dass die eigenen Wurzeln dort guten Raum haben. Irgendwo las ich einmal: ohne Herkunft, keine Zukunft. In der systemischen Aufstellung erlebe ich oft, wie „brennende“ Themen im Leben eines Menschen in der Herkunft wurzeln, und wie selten das auf den ersten Blick ersichtlich ist. Das mag Prüfungsangst sein, Krankheiten zugrunde liegen, Eheprobleme betreffen und überhaupt die Entwicklung in ein reifes, selbstbestimmtes Leben. Wer also einen Keller hat, probiere einfach mal in der Ordnung der darin gelagerten Sachen zu „lesen“, was dieser Keller über den Menschen aussagt, was ihn oder sie bewegt, blockiert oder ermächtigt.

Fakt ist auch, dass viele Neubauten mittlerweile hauptsächlich aus Kostengründen auf den Aushub des Erdreichs verzichten. Darf man aus der Tatsache, dass die Bodenplatte direkt auf ebenen Grund gesetzt wird, darauf schließen, dass wir heute viel schneller und viel oberflächlicher leben? Dass kaum Zeit und Musse bleibt, um „in die Tiefe zu gehen“? Natürlich verschieben sich während eines Lebensverlauf immer mal wieder die Prioritäten und was gestern banal erschien kann morgen das Wichtigste von der Welt sein. Zusätzlich werden mittlerweile viel mehr Episoden in ein Leben gepackt, als das etlichen Generationen vor uns möglich war. Die Kraft, das Leben zu bewältigen, kommt aus der Wurzel – nenne man es Anbindung, Ahnenkraft oder Wurzelchakra.

Für mich ist das Spannendste zu beobachten, wie das Leben immer Wege findet, Menschen an Aufgaben zu führen, die gerade dran sind. Wer sich weigert wird gedrängt und auch an den „Kellerthemen“ führt dann kein Weg vorbei. Denn aus meiner Erfahrung wohnt niemand an einem Ort, der den zu bearbeitenden Lebensthemen nicht entspricht. Und wenn es Zeit für eine neue Lebensaufgabe ist, findet der Mensch seinen Weg dahin, das ist das wirklich Faszinierende und das Geheimnisvollste an der ganzen Geschichte. Ganz egal, ob mit oder ohne Keller.

-.-.-.-.-.-.- *

Übrigens stieß ich bei meiner Recherche zu „Kellerthemen“ auf die 7 Kellerkinder. Es bezeichnet in der Psychologie ein dynamisches Typenmodell und handelt von nicht integrierten Persönlichkeitsanteilen. Diese äußern sich als Grundtypen menschlichen Verhaltens und wirken bestimmend auf die Lebensweise. Besonders interessant fand ich dabei die Umwandlung eines „Kellerkindes“ in die erlöste Form: so kann zum Beispiel die Tranfunzel, die es sich am liebsten vor dem Fernseher gemütlich macht, in erlöster Form von ihrer Intuition profitieren. Wer sich interessiert, der Artikel ist übersichtlich kurz, gut zu lesen und die genannten Grundtypen sind wirklich aufschlussreich.

 

 


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Wegweiser

Am Anfang war das Dao.
Alle Dinge entspringen ihm;
alle Dinge kehren zu ihm zurück.

Willst du den Ursprung finden,
dann verfolge die Spur der Erscheinungen.
Wenn du die Kinder erkennst,
und die Mutter findest,
wirst du frei sein von Leid.

Verstopfst du deinen Geist mit Beurteilungen
und treibst du Handel mit Begierden,
wird dein Herz voll quälender Unruhe sein.
Hälst du deinen Geist vom Beurteilen ab
und lässt du dich nicht von den Sinnen leiten,
wird dein Herz Frieden erlangen.

Dem Dunkel auf den Grund zu gehen
bedeutet Klarheit.
Nachgeben können bedeutet Stärke.
Benutze dein eigenes Licht
und kehre zur Klarheit zurück.
Das nennt man: die Ewigkeit einüben.

Tao Te King, Vers 52
nach einer Version von Isolde Schwarz


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Was haben „ein Jahr, ein Kleid“, Angst vor Versagen und Kalligraphie gemeinsam?

Ehrlich gesagt, an diesem Artikel „mopse“ ich schon länger.  Bis jetzt schien er mir nie rund genug zum Veröffentlichen. Doch heute lasse ich 5e gerade sein – schließlich haben Ovale einen eigenen Reiz, manchmal braucht es, auch im Feng Shui, Ecken und Kanten 😉 und vielleicht muss sich gar nicht alles beim ersten Lesen erschließen …. .

„Sei Wasser", sagte Bruce Lee. Sicher, weil Wasser immer einen Weg finden. Georgien © S.B.

„Sei Wasser“, sagte Bruce Lee. Sicher, weil Wasser immer einen Weg findet. Georgien 2017 © S.B.

„Vor einiger Zeit beschäftigte mich die Frage, wie es wohl wäre, ein Jahr lang dasselbe Kleidungsstück zu tragen. Das geschah zeitgleich mit der Beratung einer Geschäftsführerin, die vor lauter Streß kurz vor dem Zusammenbruch stand, und meinen abendlichen Experimenten mit Kalligraphie. Ich fragte mich: Wenn alles miteinander verbunden ist, in welchem Zusammenhang stehen dann diese scheinbar voneinander unabhängigen Themen?

Worum ging’s?

A – Da war zum einen die Journalistin, die ein Jahr lang dasselbe Kleid trug. Genau genommen hatte sie drei Exemplare zum Wechseln, doch äußerlich unterschieden sie sich durch nichts. Nach eigenen Angaben trug sie dieses Modell im Sommer wie im Winter, beruflich wie privat: Offizielle Empfänge, Wohnung renovieren und Safariurlaub inbegriffen.

B – Bekam ich einen Beratungsauftrag von einer Geschäftsführerin, die Impulse von außen brauchte. Vor einem Jahr hatte sie äußerst ambitioniert und mit dem Ziel, frischen Wind in das Unternehmen zu bringen, ihre neue Position angetreten. Alles fing auch gut an: Gleich zum Einstieg veranlasste sie die komplette Renoverung des Hauptsitzes und einiger Fililialen, verfaßte Memos über wertschätzendes Betriebsklima und organisierte Teamentwicklungen, um eine interne Struktur mit flachen Hierarchien und vereinfachten Abläufen zu schaffen. Doch statt des erhofften Erfolgs kündigten nach und nach wichtige Funktionsträger und sie stand ratlos vor einem Scherbenhaufen.

C- Nach einem intensiven Wochenend-Workshop im Handlettering kam ich so richtig auf den Geschmack. In meiner freien Zeit fertigte ich Postkarten und Geburtstagsgrüße in stylischer Schönschrift und fand darüber den Weg zur Kalligraphie.

In einer traumhaften Nacht vermischt sich das alles und am Morgen versuche ich, den Zusammenhang zu finden. Doch schon der Versuch, Ordnung zu schaffen, gelingt nicht gleich. Wie lassen sich die Erfahrungen zusammenfassen?

Die Vorbereitung

A – Besagte Journalistin hatte sich lange vorher viele Gedanken über die Anforderungen gemacht, die ihr Kleid erfüllen soll. Sie beauftragte eine Schneiderin und die gab, zusätzlich zum Entwurf, wertvolle Hinweise zum Material: pflegeleicht, wärmend/kühlend etc. Außerdem entwarf sie eine pfiffige Variante um den Kragen rum, so dass trotzdem immer Abwechslung möglich war. Dennoch setzt so ein Experiment Selbstkenntnis, Offenheit und Humor voraus.

B – Die Geschäftsführerin hat sich im Vorfeld ebenfalls viele Gedanken über die moderne Arbeitswelt gemacht. Betriebsklima, Wertschätzung, freundliches Ambiente sind ihr ebenso wichtig wie gute Bilanzen und eine klare Positionierung am Markt.

Doch während der Beratung wird offensichtlich, das ein enorm wichtiger Schritt ausgelassen wurde. Vor lauter Eifer hatte sie übersehen, dass das Unternehmen wie ein lebendiger Organismus funktioniert und das auch, was man nicht sieht, ganz entscheidend zum Erfolg beiträgt. Konkret erläutert sei dies am Beispiel des menschlichen Körpers: Auch wenn niemand die Leber sieht, für das Wohlbefinden hat sie eine entscheidende Aufgabe.

C – Auch bei Handlettering und Kalligraphie ist Vorbereitung alles. Die Hand muss sich einschreiben, schön warm und locker werden. Papier, Stifte, Pinsel, Tusche sollten griffbereit liegen. Die Atmosphäre der Konzentration wird langsam aufgebaut – im Zen würde man wohl sagen: erst wenn ich Papier und Pinsel ZUGLEICH BIN, kann’s wirklich losgehen.

Selbsterkenntnis

A – Die Journalistin wollte sich besser kennen lernen und sich mittels Selbstversuch beantworten, was sie im Leben wirklich braucht. Wird sie es eher erlösend oder belastend empfinden, über ganz Alltägliches nicht dauernd nachdenken zu müssen? Wie kreativ wird sie sein? Wie wird es ihr gelingen, mit Spott oder Unverständnis der Anderen und mit eigenen Launen umzugehen? Wird sie durchhalten?

B – Herauszufinden, wo im Unternehmen Herz und Leber sitzen, bevor richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden, ist keine Zeitverschwendung. Die Ursachenforschung während der Beratung brachte immense Selbstzweifel und Unsicherheit ans Licht: „Was, wenn ich scheitere?“, lag unbewusst vielen getroffenen Entscheidungen zu Grunde. Statt bei Antritt neue Direktiven zu erlassen, bestehende Teams neu zusammen zu setzen und Entlassungen zu veranlassen wäre es hilfreicher gewesen, den üblichen „100 Tage Kredit“ zu nutzen und „den Organismus“ Unternehmen kennenzulernen.

C – Relativ früh an „Leistung bringen“ gewöhnt, war für mich die Herangehensweise dieser Schreibart eine neue Erfahrung: spielerisch das Papier nur mit den Fingersspitzen fühlen, Stifte ausprobieren, einfach aufwärts oder abwärts Striche zu ziehen oder Lieblingsbuchstaben variieren – alles, um die Eigenarten des Materials kennenzulernen und dabei meine Hand aufzuwärmen. Statt – wie üblich – gleich effizient mit Ergebnissen aufwarten zu wollen, habe ich erstmal  nur gespielt. Das brachte die erforderliche Lockerheit für den entscheidenden Schritt:

Finale: Konzentriertes Handeln

A – Das Kleid wurde nach Entwürfen geschneidert und die Journalistin hat es durchgehalten. Trug ein Jahr lang dasselbe Kleid. Hat den „Lappen“ zwischendurch verflucht und währenddessen die Reaktion der Umwelt erforscht: „Hast Du nichts anderes anzuziehen?!“ Ihre Erkenntnis: die scheinbare Freiheit, tragen zu können was man / frau will, basiert dennoch auf der gesellschaftlichen Forderung nach ständiger Veränderung (= mit der Mode gehen). Doch hatte sie nach diesem Jahr einen Grad an Autonomie erreicht, der ihr nur durch persönliche Beschränkung und Kreativität möglich war.

B – Flache Hierarchie bleiben leere Wörter, wenn keine Konsequenzen folgen. In diesem Fall lautete das Zauberwort: Vertrauensvorschuss. Denn wo zwischenmenschliche Kontakte beschädigt sind braucht es oft lange, sie wieder zu flicken. Bei der Geschäftsführerin führte die unbewußte Sorge, ob sie die Position ausfüllen kann, zu übermäßger Kontrolle – ganz das Gegenteil einer flachen Hierarchie.

Hier half ein Schritt zurück und erstmal so tun „als ob … “ alles auch ohne sie gut läuft. In einem offenen Gespräch mit den Mitarbeiter-innen gestand die neue Geschäftsführerin den Grund für ihren Übereifer und zeigte sich bereit, nun einen Vertrauensvorschuss zu geben. Das kam gut an und die Belegschaft war wiederum bereit, ihr eine zweite Chance zu gewähren. Währenddessen arbeiteten wir mit Hilfe von Aufstellungen an ihren Ängsten, nutzten Methoden des Feng Shui um nachträgliche Raumoptimierungen zu machen und mit Ruhe und Bedacht erstellte sie neue Ist-Soll Analysen, die auf Beobachtung von „Leber, Herz und Lunge“ der Firma basierten.

C – Beim Handlettering ist es wichtig, nicht nachzulassen: Der letzte Buchstabe gehört ebenso sorgfältig geschrieben, wie der erste. Eine Kalligraphie wird oft in Sekunden erstellt, doch diese Sekunden sind gebündelte Konzentration: Was zählt ist dieser Moment. Und den kann ich nur ausfüllen, wenn ich darauf vorbereitet bin. Was so lässig ausschaut, ist in Wahrheit die Essenz des Ganzen. Vieles bleibt dabei unsichtbar: die verhauenen Entwürfe, die Lockerungsübungen und das umgeworfene Tuschefass. Doch jetzt sehe ich: Das Perfekte ist nur deshalb gelungen, weil es alles enthält – auch die fruchtlosen Versuche sind Trittsteine auf dem Weg zum Ganzen.“

 

 

 

 

 


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Gewinnspiel Auflösung

Das hat Spaß gemacht! Ich freue mich über die rege Teilnahme und sage Danke für’s Mitmachen. Die Resonanz ist jedoch so überschaubar geblieben, dass ich spontan beschlossen habe, allen die mitgemacht haben, meine Zeit und mein Wissen zur Verfügung zu stellen.

Wer das Kontaktformular benutzt hat, bekommt eine Antwort per Mail, und Euch zwei, die ihr die Kommentarfunktion genutzt habt schalte ich erst jetzt frei, damit es nicht zu einfach wurde :-).

Und hier die Auflösung – einfach zur Freude am Schauen und träumen. Wohin ich reise steht allerdings noch in den Sternen …

Mit der Auflösung gleich noch einige Bemerkungen zu den Türen aus Feng Shui Sicht:

Portugal © diego-garcia

Eingang am Abhang: Aus Feng Shui Sicht wäre es ratsam, einen „Qi-Fänger“ links vor die Tür zu stellen. Zum Beispiel einen größeren Pflanztopf, um die herab sausende Energie zu bremsen und in den Eingang zu lenken.

 

Mongolei © patrick-schneider

Eingang im „Nirgendwo“: Hier wird peinlichst auf die Windrichtung geachtet, sowohl, dass der kalte Wind nicht in Tür bläst, als auch, das keine Hebelwirkung entsteht, die das Zelt entwurzelt. Nomaden kennen sich hervorragend damit aus, ihre Jurten sicher auszurichten.

 

USA © cara-fuller

Eingang zum Wald: Günstig, wenn vor der Tür ein Fleckchen bleibt, an dem Energie sich sammeln kann. Im Feng Shui wird das als Ming Tang bezeichnet und kennzeichnet den Platz des Phönix. Symbolisch ist damit die „freie Landebahn“ gemeint und genügend Aussicht, um künftige Entwicklungen im Auge zu haben.

 

Norwegen © cem-sagisman

Eingang nah am Wasser: Hier ist das Wasser seitlich und das Haus neigt sich dem entgegen. Im Feng Shui liegt dort die Tigerseite, die das weibliche Prinzip verkörpert. Wer hier wohnt sollte achtsam sein, dass weibliche Anteile nicht „ins Schwimmen“ kommen oder wegfließen. Konkret: Partnerschaft läuft Gefahr, dass die Frau nicht bleibt oder in Gedanken immer woanders ist.

 

Osterinseln © julian-gentilezza

Zelteingang: Siehe Mongolei. In jedem Fall darauf achten, worauf beim Öffnen der erste Blick fällt. Denn: what you see is what you get!

 

Nepal © fancycrave

Eingang in Asien: Früher wurden Eingänge bewusst niedrig gehalten, so dass Eintretende sich bücken mussten. Das symbolisierte zum einen angemessene Demut, zum anderen wurde die äußere, feinstoffliche Hülle abgestreift, so dass keine unguten Energien mit ins Innere gelangen konnten.

 

Tibet © yuriy-rzhemovskiy

Eingang mit Augen: Im Feng Shui kennzeichnen Fenster die Augen, Türen den Mund. Dieses Haus hat ein lebendiges, offenes, ja staunendes Gesicht. Sehr interessant für vitale Lebensenergie, das Innere zu erkunden und Segen ins Haus zu bringen.

 

Afrika © orlova-maria

Türen als Durchgang: Interessante Perspektive, die jedoch durch geschickte Bauart keinen Energiedurchzug erlaubt. Selbst der Teppichläufer, etwas versetzt zum weiterführenden Rundbogen, führt nicht in gerader Linie und gestattet, innezuhalten.

 

Mexiko © yohann-mourre

Türen, die irreführen: Sagen erzählen, dass eingeweihte Baumeister aus Atlantis kommen und vom Ort angeregte Bauwerke und Tempelanlagen schufen, mit denen menschliche Zellen in Resonanz gehen: um sich als Teil des Ganzen zu erfahren, Lebens-Aufgaben zu erkennen, Visionen zu empfangen oder sich in andere Dimensionen und Welten zu begeben. Irrwege helfen dabei, den Verstand zu verwirren, damit der Geist klar wird. Paradoxe Intervention des Altertums.

 

Griechenland © tamara-budai

Farbige Türen: Einzigartig ist das Spiel des Lichts in Griechenland. Die Kombination aus reinem Weiß und Blau in allen Varianten öffnet besondere Dimensionen: Innere Räume werden weit und der Geist glasklar. Das ist einzigartig und nicht kopierbar, wer es erleben will, muss dorthin reisen.


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Schutz, Durchgang und ein Gewinnspiel – Heute geht’s um Türen

Wer mich schon länger liest erinnert vielleicht, dass ich letzten April täglich einen inspirierenden Beitrag veröffentlichte. Nun ist wieder April und ich feiere als Selbständige die 10! Als Dank für tolle, erfahrungsreiche, intensive Jahre und für das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird, möchte ich heute jemand eine Freude machen. Dafür habe ich mir ein Gewinnspiel ausgedacht.

Nachdem ich in der Früh von Reisen in die Fremde träumte, forsche ich im Netz nach Türen, die in Länder führen, die ich noch besuchen möchte. Türen faszinieren mich schon ewig und im Feng Shui wird generell auf die Haustür geschaut. Sie gilt als Visitenkarte und läßt erkennen, welcher Art die Lebensenergie Qi ist, die durch sie ins Haus gelangt. Der erste Blick gilt immer und so wirkt ein Eingang einladend, phantasievoll, pragmatisch, vernachlässigt oder abweisend.

Heute gibt’s – meinem Fernweh sei gedankt – 10 Türen aus 10 Ländern. Wer mir sieben Länder nennen kann, in die diese Türen führen, bekommt eine 30 minütige telefonische Beratung, natürlich kostenlos. Das kann eine Grundrissberatung mit Feng Shui Tipps sein, eine systemische Beratung zu einem aktuellen Lebensthema oder eine Mini Beratung chinesische Astrologie mit Tipps für Do’s and Dont’s. Lust mitzumachen?

Derweil geh ich spazieren, schaue mir Türen in der Umgebung an und träume mich in die nächste Reise. Durch eine der 10 Türen möchte ich dieses Jahr gern gehen …

Tür Nummer 1

Tür Nummer 2

Tür Nummer 3

Tür Nummer 4

Tür Nummer 5

Tür Nummer 6

Tür Nummer 7

Tür Nummer 8

Tür Nummer 9

Tür Nummer 10

Wer es gern privat möchte, nutzt das Kontaktformular mir zu schreiben. Es braucht dabei keine 1:1 Zuordnung zu den Fotos, die Aufzählung der sieben Länder genügt. Sobald ein Gewinner oder eine Gewinnerin feststeht wird die Auflösung veröffentlicht.

Und sie waren schon da, wo ich noch hin will 🙂 : Dank für die Fotos © [1] diego-garcia [2] patrick-schneider [3] cara-fuller [4] cem-sagisman [5] ulian-gentilezza [6] fancycrave [7] yuriy-rzhemovskiy [8] orlova-maria [9] yohann-mourre [10] tamara-budai!


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Das Geheimnis des Zwischenraums

Was bestimmt eigentlich die Atmosphäre in einem Raum? Ist es der Einrichtungsstil, sind es die Möbel, die Farben oder besondere Accessoires?

Ich schaue mir Einrichtungszeitschriften an, Werbung, die Räume meiner Klienten und frage mich,  wodurch die Dinge im Raum zur Geltung kommen.

Das Geheimnis ist der Zwischenraum. Er gibt allem Gelegenheit, sich zu entfalten. Dinge, Töne, Kleidung, Erlebnisse, Ambiente: Erst im Zwischenraum zeigt sich das Wesen des Ganzen.

Auch die Dämmerung ist ein Zwischenraum, ist Vermittlerin zwischen Nacht und Tag. Sie ist es, die die Polarität aufhebt und zwischen den Gegensätzen vermittelt.

„Das Sichtbare … gibt dem Werk die Form. Das Unsichtbare … gibt ihm Wesen und Sinn“, sagt Lao Tse.

Alles braucht Raum, sich zu entfalten. Das Sichtbare braucht das Unsichtbare, das Unsichtbare das Sichtbare. Und wo liegt nun das Geheimnis – im Sichtbaren oder im Unsichtbaren? Antwort gibt auch hier der Zwischenraum.


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Warum, warum, warum? Drei Antworten auf Feng Shui Behauptungen

Gestern las ich einen interessanten Artikel über den Unterschied zwischen Behauptung und Begründung. Eines der Felder, die mir dabei sofort einfielen, ist das Feng Shui.

In vielen Abhandlungen über Haus und Hof reiht sich These an These, doch Begründungen für Aussagen und Empfehlungen werden selten geliefert. Dass das eher Furcht auslöst als in die Eigenmacht zu führen, ist nur verständlich. Die drei folgenden Beispiele mögen das verdeutlichen.

Nicht nur die Farbe, auch die erhöhte Schwelle hat in China Bedeutung. © Susanne Berkenkopf

Eine Eingangstür sollte niemals im Nordosten liegen.

Warum?

Der Nordosten gilt im Feng Shui als eines der sogenannten Ghost Gates, das heißt wir haben gelernt, dass hierüber „Geisterenergie“ ins Haus gelangt. Gehen wir davon aus, dass die Lehre mindestens 3.000 Jahre alt ist und die unsichtbare Welt damals nur mit Hilfe der Schamanen befriedet werden konnte, ein durchaus verständliches Tabu.

Heute gibt es jedoch viele Menschen, die sich ihrer spirituellen Seite zuwenden, und hilfreiches Wissen für ihr tägliches Leben darüber beziehen. Immer mehr entwickeln wir uns in die Eigenverantwortung und Selbstermächtigung, sprechen direkt mit Gott, unseren Ahnen oder werfen Orakel, die wir uns alleine deuten.

Eine Eingangstür im Nordosten kann also darauf hinweisen, dass Menschen bereit sind

  • sich ihrer spirituellen Seite zuzuwenden
  • sich der Zwischenräume sichtbarer – unsichtbarer Sphären gewahr zu werden
  • sich ihren Schattenanteilen zuzuwenden, um sie zu integrieren.

Interpretationen, die eine Tür im Nordosten per se mit Angst belegen, festigen das Tabu alter Zeit, statt die Bewohner hilfreich über die Schwelle zu führen.

Wenn sich ein Haus nicht verkauft, tun Sie folgendes …

„… legen Sie ein Stück Metall, etwas Gartenerde und ein Stück Holzfussleiste in einen roten Umschlag und werfen Sie das in ein fließendes Gewässer …“ (gelesen in dem Buch: Feng Shui von Gil Hale)

Warum?

Da muss ich selber passen, keine Ahnung!

Für Immobilien, die sich nicht verkaufen lassen, muss man schon etwas tiefer in die „Trickkiste“ greifen. Auf energetischer Ebene gibt es entweder eine sehr enge Verbindung zu einem der Besitzenden, es gibt unerlöste Themen, die mit dem Eigentum in Resonanz stehen oder eine unbewusste Absicht, die den Verkauf – und damit das Neue – blockiert.

In meiner Ausbildung und in Beratungen haben wir dieses Vorkommnis intensiv erforscht und Lösungen sind dabei immer ganz individell. Einen Hinweis wie oben finde ich albern und unseriös. In tiefster Essenz ist auch Feng Shui ein Handwerk – doch Sie wissen ja, gute Handwerker sind Gold wert!

Singles, die sich einen Partner wünschen, sollten niemals in einem Einzelbett schlafen.

Warum?

Der dahinter steckende Gedanke geht davon aus, dass symbolisch gar kein Platz für einen neue Partnerschaft ist und sich somit auch niemand findet.

In Beratungen habe ich oft gesehen, dass Menschen allein in Doppelbetten der Größe 2 x 90 cm schlafen, um ja genügend Symbolkraft auszusenden. Was passiert ist, dass sie abends mit traurigem Blick und dem Gefühl der Leere ins Bett steigen und morgens mit genau dem Gefühl und dem Blick auf das kalte, unberührte Bett aufwachen. Sehnsucht, Trauer, Mangel breiten sich aus.

Zudem ist heute längst nicht mehr üblich, dass Paare ein Schlafzimmer teilen. Manche Menschen finden es gesünder – für das Selbst und die Partnerschaft – in getrennten Zimmern zu schlafen. Und darum vielleicht genau das Mittel, das Lust macht, sich wieder zu nähern, intime Gespräche und Nähe zu suchen, die durch Gewohnheit und Gewöhnung längst erloschen sind.

Für eine neue Partnerschaft ist die innere Bereitschaft mindestens so wichtig, wie die Symbole nach außen. Wer aus sich selbst in das Gefühl der Fülle gelangt und sie lebt, ist ein attraktiver Mensch, dessen Nähe von anderen gesucht und genossen wird. Und dann gibt es plötzlich 90 cm mehr Platz im Raum, mehr Offenheit und die Möglichkeit, sich mit sich selbst zu versöhnen und sich genug zu sein. Abends eine Runde Dankbarkeit auf einem schönen Teppich vor dem Bett und morgens nach dem Aufwachen in den Tag tanzen – wer kann solcher Ausstrahlung schon widerstehen?!

Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Ausführung Ihr begründetes Interesse fand und ein Funken Begeisterung beim Lesen mitschwang!

Das Buch kenne ich zwar nicht, doch der Titel passt so schön. Danke © Alisa Anton

 

 


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oje, Chaos …

Woran auch immer es liegen mag …  mein Administrator sagt, das automatische Update lief schief und Kosmologen kennen die Tücken des rückläufigen Merkur, der gern Chaos in technische Programme der Kommunikation bringt … jedenfalls ist meine Webseite total verstümmelt. Keine Fotos mehr, kein zusammenhängender Text, sichtbare Programmierkürzel … eben alles, wie es nicht sein soll. Nichts funktioniert, auch nicht die Anmeldung zum Newsletter oder das Kontaktformular.

Oje. Ich kann nichts tun. Nur Ruhe bewahren, atmen und vertrauen, dass es bald wieder in Ordnung kommt. Ich weiß: Nur mit diesem Gefühl tiefer Ruhe kann eine solche Steinskulptur entstehen. Danke © Bekir Dönmez für das Sichtbarmachen der inneren Haltung, die das Leben gerade von mir verlangt …


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Was macht das Nashorn im Wohnzimmer?

Fototapeten sind „in“ und die Auswahl unterschiedlichster Designs läßt keine Wünsche offen. Dennoch gibt es einige Fallstricke, die schon beim Aussuchen vermieden werden können – einfach, damit es nach dem Bekleben kein blödes Erwachen gibt. Darum heute ein kurzer Einschub zur Erinnerung: Noch schwimmt 80% des Eisbergs unter Wasser und ähnlich krass ist das Verhältnis zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Bei der Raumgestaltung ist das ein erheblicher Faktor für’s Wohlfühlen.

© Glen Carrie hat sich ganz nah rangewagt – Danke für das wundervolle Wesen!

Sehr beliebt sind „Durchbrüche“, auf denen zum Beispiel ein Bus durch die Mauer rast. Doch wer an einer Hauptverkehrsstrasse wohnt, verzichtet besser auf ein solches Motiv. Auch ins Kinderzimmer gehören eher Abbildungen, die sowohl das Bedürfnis nach Rückzug und Schutz, als auch wachsen und aktiv-sein ausgewogen vereinbaren. Alle Eindrücke, die Gefahr symbolisieren, können ein notwendiges Geborgenheitsgefühl untergraben.

Auch Urlaubserinnerungen sind sehr beliebt. Wer in Venedig am Markusplatz genussvoll Cappuccino schlürfte, möchte auf das italienische Flair vielleicht nicht verzichten. Doch ob man Küche oder Wohnzimmer dauernd mit all den fremden Menschen teilen oder von visueller Feuchtigkeit umgeben sein möchte, gilt es besser im Vorfeld zu bedenken. Schnell können großformatige Motive die Atmosphäre von beschaulich-gemütlich in unruhig-turbulent oder feucht-kalt verwandeln.

Ich geb’s zu, auch Safari Motive haben ihren Reiz. Doch ob das an der Wassertränke beobachtete Großwild wirklich ins Schlafzimmer gehört, bleibt zu prüfen. Was am Bildschirm des PC als cooler Gag erscheint, mag sich ins Gegenteil verkehren, wenn der gesunde Schlaf ausbleibt, weil Nashorn oder Löwe jegliche Entspannung im Bett verhindern.

In diesem Sinne, fröhliches stöbern und angemessene Umsicht bei der Motivwahl 🙂

Joshua Stannard © war in Venedig und teilt diese Erinnerung.

 

 


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Kein Problem ohne Lösung – Aufstellen für alle Fälle

Aufstellen ist eine Methode, mit hinderlichen Situationen umzugehen und den Weg frei zu räumen. Die Ursachen solcher Ereignisse werden meist nicht von der Person wahrgenommen und dennoch von ihr ausagiert. Eine verzwickte Situation entsteht, denn auch wenn es zum Beispiel um Geheimnisse der Ahnen geht, können sie die Lebensqualität und Entscheidungen der eigenen Seele weitreichend beeinflussen. In einer Aufstellung werden solche Hintergründe ans Licht gebracht und der Weg wird frei für selbstbestimmteres Tun.

Aufstellung als Weg aus dem Labyrinth – Danke © Robert Lukeman für diesen Moment

Entgegen der verbreiteten Annahme, dass in Aufstellungen nur Familienthemen geklärt werden, lassen sich auch körperliche, berufliche, räumliche und beziehungsrelevante Fragestellungen lösen. Zwar beginnt jede Biographie mit den (Verstrickungen der) Ahnen und das hat Auswirkungen auf den eigenen Lebensverlauf, doch in der Aufstellung bietet sich ein Blick aus der Vogelperspektive auf Hintergründe, die mit der aktuellen Situation oder Fragestellung zusammenhängen, und bisher unbekannte oder unbewusste Zusammenhänge werden deutlich.

Das funktioniert, weil in einer Aufstellung mit der Bedeutung des Raums gearbeitet wird, nicht mit der Zeit. Darum ist es möglich, auch lange zurück liegende Ereignisse bewusst zu machen. Der Raum ermöglicht, das Wesentliche sichtbar zu machen, in ihm bleibt es zeitlos. So lösen sich in einer Aufstellung die Grenzen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft auf und es werden auf der Beziehungsebene bislang verborgene Ursachen transparent, die völlig unabhängig von der Person geschehen, die unter einer aktuellen Situation leidet. So können Veränderungen im Raum einen Prozess zur Heilung initiieren.

Dabei ist jede Aufstellung ein einmaliges Ereignis. Sie kann nicht nachgestellt werden, denn jedes Mal zeigt sich genau das, was „dran“ ist.  Die Erfahrung zeigt das es am besten ist, über das in der Aufstellung Erlebte eine Weile zu schweigen. Reden kann dazu führen, etwas zu zerreden, statt den Heilprozess in Stille wirken zu lassen.

In jeder Aufstellung wird eine Lösung gesucht, die nicht nur der Person sondern auch der Familie, der Gemeinschaft, dem Freundes- oder Kollegenkreis eine Lösung und damit Heilung bringt. Wer sich nach Lösungen oder Impulsen für die nächsten Schritte sehnt ist herzlich eingeladen, den ersten Schritt zu tun und sich anzumelden.

Da dieses Jahr für mich im Zeichen der Kooperation steht, biete ich an vier Terminen gemeinsam mit zwei Kolleginnen Aufstellungen an. Freuen Sie sich auf Ihre Gastgeberinnen

Susanne Berkenkopf
Dagmar Fitschen
Birgit Wolters

Die Termine für 2019 auf einen Blick
Sonntag, 17.3.2019 von 11 – 15 Uhr Eos Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, Bremen
Sonntag 7.7.2019 von 11 – 15 Uhr
Samstag 19.10.2019 von 14 – 17 Uhr
Samstag 7.12.2019 von 14 – 17 Uhr : Visionsaufstellung 2020 :

Investition pro Termin / Person: 60,00 Euro zzgl. 19% MwSt = 71,40 Euro


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Das kann nur der Frühling: Zeitgeist mit Tatkraft!

Endlich Frühling! Mehr Licht, in der Luft ein Hauch von Wärme und Duft, dazu ungebändigte Lust, „etwas“ zu tun. Sei es, den Garten umzugestalten oder es drinnen zu verschönern – für jedes Gemüt ist was dabei.

Farben des Frühlings – Danke für das lichtvolle Foto © Gemma Evans!

Veränderung geplant? Dann los!

Im Frühling regiert das Element Holz. Es ist das dynamischste der großen Fünf und genau diese Lebendigkeit ist typisch für den Holzcharakter: kein Zögern, Zaudern, Zagen sondern nur eine Richtung: Vorwärts. Holz IST. Und das mit Leib und Seele, selbst wenn es mit dem Feuer in Berührung kommt, kennt Holz kein Zurück. Es schenkt sich rückhaltlos.

Freude an der Expansion, Ausprobieren und etwas Neues ins Leben bringen – diese Qualitäten haben im Frühling ihren Höhepunkt. Alle Impulse drängen jetzt darauf, Entschlüsse in die Tat umzusetzen. Darum ist es günstig, über den Winter geschmiedete Pläne nun aus Kopf und Schublade zu holen. Wie die Pflanzen brauchen auch Ideen „Licht“, um zu gedeihen:

  • Ein Projekt ist noch nicht reif, etwas fehlt? Rufen Sie jetzt Ihre Unterstützer-innen an und planen ein kreatives Brainstorming.
  •  Sie brauchen mehr Fachinformationen? Finden Sie heraus, welche Netzwerke es zum Thema gibt und gehen Sie zu deren Treffen.
  • Sie wollen den Garten umgestalten oder drinnen renovieren? Kontakten Sie Ihre Feng Shui Beraterin ;-), den Maler oder Gärtnerin und machen einen Termin.
  • Sie planen eine Reise? Legen Sie jetzt die Termine fest und verschaffen sich einen Überblick, was vorbereitend getan werden muss.

Finden Sie ähnlich einer Rankpflanze den günstigsten Weg und nutzen Sie alles, was Ihnen geeignet scheint, als „Gerüst“. Sie brauchen es nicht allein tragen und können später stolz ihre Blüten zeigen.

Gewinnen Sie Ihren Raum als Verbündeten! Blick auf den Grundriss

Jedes der Fünf Elemente ist in einer Himmelsrichtung zu Hause. Das Holz des Frühlings wohnt im Osten, da gedeiht es üppig. Doch Holz weiß: Ohne starke Wurzeln keine Langlebigkeit, da nützt die schönste Krone nichts. Was also ein starker Baum werden will – im übertragenen Sinn, wer ein erfolgversprechendes Projekt ins Leben bringen will – braucht zuerst ein stabiles Fundament.

1. Ein starker Baum braucht ein stabiles Fundament

  • Die Erde des Nordostens bildet das Fundament. Wenn Sie sich hier umschauen, gibt es Platz für Ausdehnung? Oder ist alles mit Möbeln und Sachen vollgestopft? Ist es ein geliebter Bereich oder wird er eher gemieden?
  • Machen Sie hier unbedingt „klar Schiff“, jäten oder putzen Sie, räumen Sie auf und werfen Sie weg, was der „Wurzelbildung“ im Weg steht.

2. Die Wiege der Holzkraft steht im Osten

  • Würden Sie – rein bildlich gesprochen – hier die Wiege Ihres Babys hinstellen? Ist alles schön luftig, hell und einladend frisch?
  • Der Osten ist auch die Heimstatt des Donners und der liebt es laut: Machen Sie hier doch mal ordentlich Getöse! Drehen Sie die Anlage auf, tanzen Sie wild und denken dabei an ihr Projekt. Nehmen Sie sich den Löwenzahn als Vorbild – der kennt nur eine Richtung und wenn’s sein muss wächst er durch Asphalt. Dabei bleibt er völlig geschmeidig und verliert nicht ein Blättchen auf dem Weg ans Licht.
  • Im Osten sind „dynamische“ Accessoires angebracht. Zum Beispiel: Klangspiel, Mobile,  „Winkekatze“, Federgras, Windmühle, Rankgewächse, Bambus (mit Wurzelsperre!), Birke.

3. Südosten – Die große Schwester packt mit an

  • Sobald das Holz erste Schritte gemacht hat und zu laufen beginnt, wartet bereits die „große Schwester“ im Südosten. Sie ist wesensverwandt, doch ihr Holz ist „weiblicher“, sie kennt das Feine, Zarte, ist bewandert in der Ausdauer, hat Geduld und ist eine gute Beobachterin. Sie muss nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand, sie steht schon stabil und kann sich über erste Erfolge freuen.
  • Bietet der Südosten ausreichend Raum, für Kreativität? Bereit, den Reichtum zu empfangen? Ist es so einladend, dass Gäste sich hier gleich wohl fühlen? Möchte der Reichtum den Sie verdienen, bleiben? Fühlt Geld sich geschätzt und willkommen? Oder gibt’s drunter liegende Glaubenssätze, dass reiche Menschen korrupt oder rücksichtslos sind und andere nur ausbeuten?
  • Inspizieren Sie den Südosten mit strengem Blick und wenn nötig, bringen Sie ihn auf Hochglanz: Gleich und Gleich gesellt sich gern und jede Form von Reichtum möchte sich willkommen fühlen. Sie können hier ihrem Sparschwein einen Platz geben und alles, was Ihnen das Gefühl gibt, ein reicher Mensch zu sein.
  • Musizieren Sie? Dann geben Sie hier ab und zu ein kleines Konzert, und sei es auch nur für die Räume. Seien Sie sicher, der gute Geist des Hauses wird es zu schätzen wissen!

Selbst wenn es räumlich nicht hinkommt und bei Ihnen, statt Arbeitsplatz, Bad oder Küche in diesen Himmelsrichtungen liegen: das macht gar nichts. Schauen Sie größer: In der Küche nähren Sie sich, im Bad reinigen Sie sich – alles Prozesse, die Sie unterstützen und dafür sorgen, dass Ihre Lebenskraft erhalten bleibt.

Und genau diese Lebenskraft führt Sie zu Ihrer Bestimmung, unterstützt Ihre Projekte und Vorhaben. Die Zauberworte im Frühling lauten: Aufbruch, Wachstum, Schöpfung, Kreativität, Entschlusskraft, Heilung, Hoffnung, Neuanfang, Freiheit und Weite.


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Fundstück vom Sperrmüll – was hole ich mir da ins Haus?

Zugegeben wirkt manches Möbelstück vom Sperrmüll oder Flohmarkt ganz bezaubernd. Auf den ersten Blick vielleicht schäbig, doch vor dem inneren Auge der Entdeckerin leuchtet schon die fertige Kreation dessen, was mal draus werden kann: Aufgepeppt durch frischen Anstrich, edles Polster oder einen feinen Lampenschirm wird daraus ein Unikat, das perfekt ins eigene Zuhause passt.

Dieser Stuhl fände auch in meinem Garten ein neues Zuhause 🙂  – Impression von © Sheldon Nunes

Doch wer realisiert, dass aus jedem Teil auch feinstoffliche Informationen strahlen, hält kurz inne. Mein Feng Shui Tipp für Fundstücke:

  • Hand auflegen. Manchmal verzaubert der Blick, doch das Gefühl läßt sich nicht täuschen. Darum kann schon der kleinste Körperkontakt helfen, eine sichere Entscheidung zu treffen. Welche Ausstrahlung spüre ich durch die Hand? Fühlt es sich wonnig an, belebend und erfüllt mich mit Freude? Wenn ja, wird’s gut sein. Doch sollte sich Schwere im Körper ausbreiten oder wenn plötzlich traurige Gedanken aufkommen, Hand ausschütteln und besser gleich weitergehen.
  • Schnuppern. Wen’s hier schon ekelt, sollte definitiv weiter gehen. Und wer weiß schon, in welchem Haushalt das (Polster?)Möbel vorher wohnte. Wer raucht oder mit Tieren lebt, wird  kein Problem mit ungewohnten Gerüchen haben, doch empfindliche Näschen können leicht irritiert werden. Bei Büchern hilft zwischen die Seiten gelegtes Duftpapier, bei Kommoden braucht es in ätherisches Öl getränkte Stofflappen – doch einige Zeit wird es brauchen, bis der fremde Geruch verschwindet und die Nase keinen Alarm mehr schlägt.
  • Abwaschen – wenn möglich. Zuerst mit Lauge, Kernseife oder Feinwaschmittel gründlich säubern. Dann einen Sud mit Zugaben von Salbei, Rosmarin, Lavendel brauen, Möbelstücke damit ab- und aus(!)waschen, Kleidungsstücke darin schwenken.
  • Räuchern. Weißer Salbei wird genutzt, um anhaftende Energien zu lösen. Das gilt nicht nur für Räume sondern auch für Möbel, Bücher und Kleidung.
  • Tabu sind aus Feng Shui Sicht gebrauchte Matratzen. Sie gelten als Behälter für Ablagerungen aus dem persönlichen Energiefeld. Wer den Vorbesitzer / die Vorbesitzerin nicht kennt hat also keine Ahnung, welche „Geister“ hier beherbergt werden. Gerade weil im Schlaf (fast) alle Schutzschilde runtergefahren werden, sind Schlafende so verletztlich. Manche Expert(inn)en, denen ich mich übrigens anschließe, raten sogar, alle 8 – 10 Jahre, nach schwerer Krankheit und nach Trennung die Matratze zu wechseln. Und mit wem man das Bett teilt, dabei kann man schließlich nicht vorsichtig genug sein ;-).

Gleiches gilt übrigens auch für Erbstücke und Antiquitäten. Sie sind ebenso Träger feinstofflicher Informationen und wer spürt, dass das eigene Energieniveau sinkt, sollte sich schleunigst von solchen Möbeln verabschieden.

Wie ich auf das Thema komme? Ich habe selbst gerade einen Stuhl in Arbeit, der mir kürzlich „zuflog“ – vor meinem inneren Auge sehe ich ihn schon prächtig!

 


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Ein glückverheißendes Leben auf Bestellung?

Heute wird das chinesische Frühlingsfest gefeiert, und nun beginnt auch „offiziell“ das Jahr des Erd-Schweins. Ein glückliches Jahr wird prognostiziert, denn das Schwein steht für Fülle, Reichtum und Gelassenheit. Meinen Beitrag zum Jahr des Erd-Schweins lesen Sie hier.

Wiese, Bäume und ganz präsent im gemeinsamen Spiel – so wächst es sich prima. Danke für den Moment © Robert Collins

Gute Jahre im Tierkreis sind Anlass für viele werdende Eltern, beim Geburtstermin nachzuhelfen. Nach Rücksprache mit einem chinesischen Astrologen wird ein passendes Datum für den Kaiserschnitt errechnet, und das Kind zu entsprechender Uhrzeit auf die Welt geholt. Das ist längst nicht mehr nur in Asien ein Trend.

Bei mir gab es noch keine Anfrage, das passende Datum für eine Geburt zu berechnen. Doch obwohl ich die „date selection“ für bestimmte Vorhaben durchaus anwende (Geschäftseröffnung, Umzug, neue Projekte starten), halte ich es für den Geburtstermin als unpassend.

Lebensglück ist nichts, das berechnet werden kann. Schwere Schicksale sind zwar oft unverständlich, dennoch kann ein Mensch daran wachsen und sich in der Entwicklung veredeln. Sind nicht alle spirituellen Leitfiguren an Erfahrungen gewachsen, die auch leidvoll waren, um sie schließlich zu überwinden? Braucht ein glückliches Leben nicht auch Anstrengung, Niederlage und das Erleben, wieder aufzustehen? Wer wären Sie ohne Herausforderungen? Wer wären Sie ohne die Wahl zu haben, sich in einer Situation zu verhalten?

Mein Einwand ist kein Appell für Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Hunger, Krieg und andere vermeidbare Not. Doch wer als Kind einmal einem schlüpfenden Küken helfen wollte und die Eierschale zerbrach, wurde bitter enttäuscht: Die meisten Küken schaffen es dann nicht ins Leben, sie waren zu schwach. Wer einer Osterglocke mal das Häutchen mit dem Willen, zu helfen, zerriss, wurde ebenso enttäuscht – die Knospe hat sich nie entfaltet.

Aus meiner Sicht sind Hindernisse auch Chancen, damit psychische Widerstandskraft, sogenannte Resilienz, sich ausbilden kann. Wodurch sonst wird die Fähigkeit entwickelt, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen? Wem können wir sein / ihr Leben nicht zumuten, wen wollen wir aus welchen Gründen vor seinem / ihrem Schicksal bewahren?

Welches Signal wird den neuen Menschenkindern gegeben: Denen, die den Zeitpunkt aus ihrer schützenden Hülle ins Leben selbst wählen dürfen, und denen, die durch einen Eingriff von außen jäh geholt werden, allein weil das Datum stimmt?

Es gibt zahlreiche Abhandlungen darüber, was Kinder brauchen, um lebenstüchtige Menschen zu werden. Aufmerksamkeit, Liebe, Anteilnahme, Zuhören, Mut, Zuspruch, Vertrauen, Mitgefühl und  Freiraum für die eigene Entwicklung … all dies erübrigt sich durch ein glückverheißendes Datum für die Geburt sicher nicht.

In diesem Sinne: Kung Hei Fat Choi – Happy New Year 2019

 


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Feng Shui trifft Unternehmensberatung

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde …,“ das gilt auch für nicht alltägliche Kooperationen. Während ich im letzten Jahr ein neues Raum- und Farbkonzept für ein Alten- und Pflegeheim entwickelte, traf ich dort den Unternehmensberater Hendrik M. Rabbow. Er beriet zur gleichen Zeit das neue Management der Einrichtung zur künftigen strategischen Ausrichtung und zu Fragen der Führung und Zusammenarbeit, also zu Gestaltung der Unternehmenskultur.

Arbeitsplatz der Zukunft? Doch auch im Großraum arbeiten Individuen mit eigenen Bedürfnissen. Danke © Shridhar Gupta

Dabei hatten wir Gelegenheit, uns und die Schwerpunkte unserer Arbeit kennen zu lernen. Und weil wir die Ansätze des anderen als bereichernd für unser jeweiliges Angebot erkannten, beschlossen wir, künftig auf Wunsch weitere Business-Projekte gemeinsam zu beraten. Unser Konzept ist dabei ganz einfach: Die Weichen, die auf Management- und Führungsebene (neu) gestellt werden, bekommen durch energetisch optimierte Raumkonzepte ein Plus an Präsenz. So werden Neuerungen nicht nur gedanklich geboren, sondern durch Raumgestaltung nachhaltig untermauert. Das schafft sichtbare Verbindlichkeit und Kontinuität.

Denn auch wenn es im Wirtschaftsleben um Marktposition, Gewinne, Wettbewerb, Innovation und Engagement geht – für uns, Hendrik M. Rabbow (HMR) und Susanne Berkenkopf (SB), steht der Mensch im Mittelpunkt unserer Arbeit. Egal ob sich die Führungsqualität oder das Betriebsklima verbessern sollen, ob flache Hierarchie zu rascheren Entscheidungen und einem Weniger an Bürokratie führen soll oder ob Gesundheit am Arbeitsplatz auch psychische Entlastung einbezieht – allen, die zum Erfolg eines Unternehmens beitragen, gebührt echte Wertschätzung. Denn zuverlässige, engagierte Mitarbeiter-innen sind das wertvollste Kapital in einem Unternehmen.

Unsere Argumente für eine moderne, wertschätzende Unternehmenskultur lesen sich so:

Über Führung und Wertschätzung

HMR- „Professionell führen heißt heute, Mitarbeiter-innen sachkundig zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten. Das schafft zum einen Orientierung und fördert zum anderen die Identifikation mit dem Unternehmen. Wertschätzung im Miteinander lautet das Zauberwort, denn bloß angemessene Entlohnung reicht längst nicht mehr, um kompetente, engagierte und verlässliche Mitarbeiter-innen im Unternehmen zu halten.“

SB -„In der Raumpsychologie gilt ein Raum als dritte Haut und bekanntlich kann jede-r das eigene Potenzial am Besten entfalten, wenn die Umgebung dazu einlädt, sich wohl und sicher zu fühlen. Das gilt sowohl für das private als auch für das geschäftliche Miteinander. Ein Raum, der farblich oder gestalterisch optimiert wurde, fördert gegenseitige Wertschätzung, die Bereitschaft in Veränderungsprozessen mitzuwirken und verbessert insgesamt die Unternehmenskultur.“

Über Gesundheitsmanagement

HMR – „Betriebliches Gesundheitsmanagement hat einen hohen Stellenwert in der modernen Unternehmensplanung. Durch zunehmende psycho-soziale Belastungen am Arbeitsplatz sind Unternehmenslenker gefordert, ausreichend gesunderhaltende und prophylaktische Maßnahmen einzuleiten, damit die Mitarbeiter-innen aller Ebenen dem äußeren Druck der Anforderungen mit innerer Gelassenheit begegnen können.“

SB – „Farbe beeinflusst Wohlbefinden und Gesundheit. Allein die Vorstellung, im Grünen zu sitzen kann die Stimmung heben, während ein in blaues Licht getauchter Raum inneres Frösteln bewirkt. Die energetische Raumgestaltung bezieht dabei auch die Art der Tätigkeit in die Farbwahl ein, denn ein Maschinenführer z. B. braucht eine andere Präsenz als ein Arbeitsplatz in der Buchhaltung. Egal ob Routine oder Innovation, ob Kommunikation oder Tüfteln – eine Raumgestaltung, die die Bedürfnissen der Menschen berücksichtigt, trägt zur Rentabilität eines Unternehmens bei.“

Über Teamentwicklung und Kommunikation

HMR – „Die Qualität der Kommunikation in einer Organisation entscheidet über die Qualität der Unternehmenskultur. Wertschätzende Kommunikation trotz unterschiedlicher Meinung über Prioritäten und Vorgehensweise ist ein hohes Gut, und wem dies gelingt darf sich der Loyalität der Mitarbeiter-innen sicher sein. Während „reine Ansagen“ eher zu Blockaden und Verweigerungshaltung führen, kann ein Dialog Türen öffnen und zwischenmenschliches Miteinander und Vertrauen erzeugen. Darum legen wir Unternehmensberater unser Augenmerk auf wertschätzende Kommunikation und trainieren Ziel- und Lösungsfindung im Dialog.“

SB – „Was braucht ein Besprechungsraum, um Effizienz, Konzentration und Freude bei der Arbeit zu fördern? In welchem Umfeld können Konflikte auch mal ausgehalten und in konstruktive Lösungsfindung umgeleitet werden? Widerstände müssen nicht gebrochen sondern verstanden werden, um das Beste für Mensch und Unternehmen frei zu legen. Wer den Raum als Partner im Dialog erkennt, gewinnt Handlungsspielraum, Freiheit im Denken und mehr Respekt im Umgang, auch während herausfordernder Situationen.“

Wir finden, das ist eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit, bei der Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter-innen im Mittelpunkt stehen. Testen Sie uns!

Kontakt Hendrik M. Rabbow | Telefon 0171 6424664 | http://www.rabbow.com

Kontakt Susanne Berkenkopf | Telefon 0421 161 69 608 | http://www.feng-shui-und-beratung.de