La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · systemische Beratung


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Tag 16 – Stilfragen

„Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken,“ sagte Marc Aurel. Doch jede Stimmung läßt sich durch Farben beeinflussen. Davon profitieren die Gedanken und schließlich die Seele. Und natürlich die Mitwelt.

Darum gibt’s heute ein paar farbige Wohnimpressionen. Auch wenn es nur Ausschnitte sind – wem es mit etwas Phantasie gelingt, sich den ganzen Raum vorzustellen, den / die lade ich zu einem kleinen Spiel ein. Schau dir die Fotos in Ruhe an und fühle in dich in den Raum hinein. Was sprechen die Räume zu dir? Welches Gefühl wird geweckt? Wenn du Lust hast, nimm meine Fragen als Anregung dazu:

  • Welches wäre dein Lieblingszimmer?
  • Nenne drei Details, was dir daran am besten gefällt.
  • Welches Ambiente gefällt dir überhaupt nicht?
  • Nenne drei Details warum nicht und woran es dich erinnert.
  • Wo könntest du gut entspannen?
  • Was wäre der Grund dafür?
  • Wenn du krank wärst, wo würdest du gesunden?
  • In welchen Raum führt dich deine Sehnsucht?
  • Worin besteht der größte Unterschied zu deinem Zuhause?

 

Impression 1

 

Impression 2

 

Impression 3

 

Impression 4

 

Impression 5

 

Impression 6

 

Impression 7

Impression 8

 

Impression 9

 

Impression 10

 

 

Impression 11

 

Innerhalb dieser Aprilreihe werde ich noch näher auf die einzelnen Impressionen eingehen und mein Wissen einstreuen. Doch nun schau dir die schönen Fotos ganz in Ruhe an und überlass dich deiner Stimmung dabei. Ich bin gespannt, welches dir am besten gefällt. Und wenn du meinst es fehlt etwas, dann schick es mir gern! Happy Monday!


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Tag 15 – Annahmen

Eines Tages wanderte der weise DschuangDsi mit einem Freund am Ufer eines Flusses.
„Welche Freude die Fische im Wasser an sich selbst haben!“, rief Dschuang Dsi.
Sein Freund antwortete: „Du bist kein Fisch – wie willst du wissen,
dass die Fische sich an sich selbst freuen!“
„Du bist nicht ich“, erwiderte Dschuang Dsi, „wie willst du wissen,
ob ich weiß, dass die Fische sich an sich selbst freuen?“


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Tag 14 – Starker Rücken, leuchtende Zukunft

Das Lehnstuhlprinzip ist eine wirkungsvolle Methode der Formenschule im Feng Shui. Früher wurde nach diesem Kriterium an neuen Orten gesiedelt, heute nutzen wir es zur Gestaltung von Grundstück und Räumen. Gemeint ist die ideale Position in Raum und Landschaft, was auch für ein gelingendes Leben im Neubau essentiell ist. Dazu braucht es hinten Schutz, vorn Bewegungsspielraum, zwei Freunde, die die Seiten im Blick behalten und eine starke, verankerte Mitte.

Kleines Bilderrätsel – stimmt hier das Lehnstuhlprinzip?

In der Landschaft ist hinten die „Schildkröte“ zuständig für Schutz und Rückhalt, rechter Hand repräsentiert der „Drache“ männliche Kraft. Seine Spezialität: Energie und Einflussnahme generieren. Links  der „Tiger“ stellvertretend für weibliche Qualitäten und im besten Fall weniger dominant als der „Drache“ gestaltet. Ihre Aufgabe besteht darin, die Aufmerksamkeit auf (hübsche Weise) auf sich zu ziehen. Seine Spezialität: Gelegenheiten blitzschnell erkennen und (die Bewohner-innen dabei unterstützen) sie zu ergreifen. Vorn residiert der „Phönix“. Dieser bevorzugt Freiraum um sein Gefieder zu schütteln und sich zu zeigen, seine Flügel auszubreiten ohne irgendwo anzustoßen. So behält er gleichzeitig einen vorteilhaften Ausblick und erkennt rechtzeitig Chancen, die in eine verheißungsvolle Zukunft führen. Die starke Mitte, repäsentiert durch die „Schlange“ macht, dass Menschen sich am Ort wohl fühlen, dass sie verwurzeln und aus festem Stand heraus leicht agieren können.

Mein Tipp: Schau dich heute Zuhause oder auf deinem Grundstück mal um. Gibt es hinten ausreichend Schutz? Eine Hecke? Ist dein Lieblingsplatz durch etwas geschützt oder sitzt du mit „offenem“ Rücken zum Geschehen? Wenn es bei dir gerade so regnet wie bei mir wäre das eine gute Gelegenheit, unterschiedliche Positionen einzunehmen und hinein zu spüren. Verweile ruhig auch mal an einem ungeschützten Platz und registriere den Unterschied.

Der beste Platz im Raum ist nicht nur Zuhause wichtig, auch in Meetings, bei Verhandlungen oder beim Rendezvous trägt er zum guten Gelingen bei. Beobachte deine Mitmenschen, welche Plätze bevorzugen sie? Im Restaurant, auf der Chefetage, im Großraumbüro. Wo sitzt der Regisseur, wo die Haupdarstellerin?
P.S Ein florierendes Business kann ohne dieses Prinzip nicht funktionieren. Und ein harmonischer Haushalt ist ebenso darauf angewiesen.

 


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Tag 13 – Freitag, der 13.

Wem ist heute ein bisschen flau? Mal ehrlich, Freitag, der 13. läßt keinen wirklich unberührt, oder? Eine gute Gelegenheit, den Schleier zu lüften und uns das Mysterium genauer anzuschauen.

Alles beginnt wohl damit, dass uns seit sehr langer Zeit der Rhythmus der 12 sehr vertraut ist. Seit wir mit dem  Sonnenkalender rechnen haben wir das Jahr in 12 Monate und die zugehörigen 12 Tierkreiszeichen aufgeteilt. Einen Tag teilen wir in 2 x 12 Stunden und kennen rein sprachlich das gute Dutzend.

Demgegenüber erinnert die 13  an die lunare Zeit, als noch der Mondkalender mit den 13 Mondmonaten galt. Manche sagen, dies sei eine matrifokale, mutterzentrierte Epoche gewesen, während mit dem Übergang zum Sonnenkalender die solare, patriarchale Kultur begann.

Märchen sind wahre Schätze wenn es darum geht, den tiefen seelischen Erfahrungen unserer Vorfahren nachzuspüren. Sie sind zwar immer ein bisschen verklausuliert, doch sie zu entschlüsseln ist eine wahre Freude und keinesfalls nur was für Kinder. Das Märchen Dornröschen thematisiert diesen Übergang von der 13 zur 12, vom weiblichen zum männlichen Einfluss und ist eine wahre Fundgrube. Das Drama beginnt ja, als die nicht geladene 13. Fee an die Wiege des neugeborenen Mädchens tritt und ihr den Tod wünscht, weil sie nicht zum Fest geladen ist. Im Originaltext heißt es

Er (der König) ladete nicht bloß seine Verwandten, Freunde und Bekannten ein, sondern auch die weisen Frauen, damit das Leben dem Kind hold gesonnen wäre. Es waren ihrer dreizehn. Weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von welchen sie essen sollten, so mußte eine von ihnen daheim bleiben.

 Stefan Brönnle interpretiert das so: „In dieser Schlüsselszene des Märchens wird uns der Übergang der verschiedenen Gesellschafts- und Bewusstseinstrukturen sehr deutlich vor Augen geführt. Die geladenen „weisen Frauen“, die erst später zu Feen werden, sind 13. Die Zahl, die heute als „Unglückszahl“ gilt, war jedoch früher in erster Linie eines: Eine lunare (mondbezogene) Zahl: 13 Mondmonate hat das Jahr. Die „Weisen Frauen“ stammen also aus einer lunaren Kultur. Sie sollen das Kind segnen. Doch der König stammt bereits aus einer anderen Kultur: Er besitzt nur 12 goldene Teller. Die Zahl 12, ebenso wie das Gold verweisen auf die Sonne. 12 Sonnenmonate hat das Jahr, d.h. die Sonne durchwandert in einem Jahr 12 Zeichen des Zodiaks. Die 13 wird also verdrängt, die dreizehnte Frau kann nicht geladen werden. Jede Verdrängung lebt als „Schatten“ weiter in uns selbst wie auch in der Ausrichtung einer Kultur und wird nunmehr als „böse“ angesehen. Die 13. der Weisen Frauen prophezeit dem Kind seinen „Tod“, sobald es in die Pubertät kommt. Das Wissen der Frauen kann an sie nicht mehr weiter gegeben werden. Insofern „stirbt“ sie, sobald sie den Paradieszustand der Kindheit verlässt. Doch eine der anderen Frauen erbarmt sich und lässt den Tod zu einem Schlaf werden. In diesem kann das Kind – unbeeinflusst von der physischen Realität – in der Paradieswelt, in der Unio mystica verweilen. So gesehen wäre es also kein Fluch, sondern ein Rettungsversuch für die patriarchale, linear denkende, mentale Kultur.“ Quelle: Interpretation des Märchens Dornröschen auf Inana

Damit wird die weibliche 13  zum Schatten. Schatten sind meist unbequem und werden gemeinhin am liebsten verdrängt oder projiziert. Zum Beispiel auf das Unglück. Wenn also heute was „Schlimmes“ passiert kann es schon verlockend sein, dies auf die 13 zu schieben, anstatt den eigenen Anteil daran erkennen zu wollen. Doch genau genommen kommt, nachdem etwas Altes zuende gegangen ist, immer etwas Neues. So könnte die 13 auch einen Neuanfang darstellen. Abschied vom Alten, Wachstum und Weiterentwicklung in das Neue. Auch das kann beängstigen, vor allem, wer gern am „same procedure as ever“ festhalten will.

Noch kurz einen Blick auf den Tag. Nach Zuordnung der Wochentage zu den Planeten regiert am Freitag die Venus, Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit und der weiblichen Schönheit. Alles in allem klingt das nach doppelt weiblich und danach, das mit einem Schattenkomplex behaftete Weibliche endlich zu befreien.  Feste feiern wie sie fallen kann heute bedeuten: Das Leben zelebrieren, Neubeginn begrüßen, sich für die eigene Präsenz beim Welttheater zu bedanken – ganz egal ob männlich oder weiblich. Feiern wir das Andere, denn es ist ja ein Teil von uns selbst. Also los, und nun zaubern, was das Zeug hält, damit der Neubeginn gelingt. ❤ ⭐


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Tag 12 – Was lebendig hält

Die Menschen kommen weich
und geschmeidig zur Welt;
tot sind sie steif und starr.
Die Pflanzen kommen zart und biegsam zur Welt;
tot sind sie spröde und dürr.

Demgemäß gilt:
Wer steif und starr ist,
ist ein Schüler des Todes.
Wer weich und nachgiebig ist,
ist ein Schüler des Lebens.

Das Starre und Steife wird zerbrechen.
Das Weiche und Geschmeidige
wird sich durchsetzen.

Tao Te King, Vers 76

Das Prinzip einer Feng Shui Beratung ist ähnlich, denn die Lehre wurzelt im Tao und das Tao gründet auf Veränderung. Geht es bei einer Beratung darum, zu ergründen wo Blockaden ihre Ursachen haben, um sie aufzulösen und etwas in Bewegung zu bringen, wird im Raum entweder energetisch stabilisiert oder gelockert. Anschließend kann es im Leben freier fließen und neue Türen öffnen sich. Auch wenn ein Mensch dringend persönliche Unterstützung von der Art braucht, wie sie nur ein Raum zu geben vermag, ist eine gezielte Veränderung innerhalb des Areals notwendig.

Meine Erfahrung zeigt, dass Menschen von dieser Interaktion mit dem umgebenden Raum profitieren, denn nicht immer passen Mensch und Ort gleich zusammen. Dann braucht es das Wissen, welche Schräubchen bewegt werden müssen, um den Sand aus dem Getriebe zu holen. Oder wie bei einer Pendeluhr. Ist sie aus dem Takt geraten braucht es genau den richtigen Stubs, sie wieder in Bewegung zu bringen.

Missverstanden wäre zu glauben, nach einer Beratung müsse alles immer so bleiben, denn das wäre der größte Widerspruch zum Prinzip der Veränderung. Ich spreche jetzt nicht von größeren Maßnahmen, wie Steinsetzungen, die als Akupunktur im Raum und dauerhafte Installation wirken. Doch natürlich darf ein Blumenstrauß auch mal einen anderen Platz bekommen, kann nach einer Weile mit farbigen Accessoires, Möbeln oder Pflanzen experimentiert werden.

Feng Shui ist wie eine Initialzündung, von der Mensch und Raum immer profitieren. Und sobald sich die sprichwörtlichen Türen geöffnet haben und gewünschte Lichtblicke das Leben bereichern – sei es mehr Stabilität im Chaos der Herausforderungen oder den Überblick über alles „Zuviel“ zurückgewinnen, sei es die berufliche Aufgabe zu finden die innerlich erfüllt, sei es finanzieller Erfolg oder eine Expansion des Business, sei es der neue Lebenspartner / die neue Lebenspartnerin die plötzlich ins Leben tritt, sei es ein Gesundungs- oder Versöhnungsritual – immer gibt es damit verbundene, ganz neue Handlungsfelder. Dann sind wir Menschen eingeladen, angemessenen Umgang mit dem Neuen zu finden, uns einzulassen und flexibel zu bleiben.

Veränderung hält lebendig und lebendig sein heißt weich und geschmeidig bleiben – wer das akzeptieren kann, macht sich selbst die größte Freude.

 

 


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Tag 11 – Zum Geburtstag

Herzliche Glückwünsche für all die einzigartigen Menschen, die heute Geburtstag haben. Vor allem für meine liebevolle Freundin Jutta! Wie schön, dass du geboren bist!

Foto © Kimdaejeung

„Jede Geburt ist ein grosses Geschenk. Sie ist ein Wunder, das uns daran erinnert, immer ein Geheimnis zu bleiben. Niemand von uns darf zu haben sein. Wir sind immer im Werden. Unser Geburtstag bestärkt uns zu dieser lebenslangen Aufgabe: ein Original zu bleiben und keine Kopie zu werden! Damit verbinde ich die unglaubliche Hoffnung, dass Gott sich in uns gebiert, wie es der Mystiker aus Erfurt, Meister Eckhart umschreibt. In unserem Lachen und Weinen, im Auf und Ab unseres Lebens, in unserer Liebeskraft und unserer Dünnhäutigkeit, in unserer Konfliktfähigkeit, unserer Versöhnungsbereitschaft ereignet sich die Liebe Gottes als tiefster Grund unseres Lebens.

Diese Verheissung ist mir Lebenshilfe, jeden Tag neu. Ich versuche, alltäglich zu vertrauen, dass sich das Göttliche in unserem Leben gebiert und auch in unserem Sterben. Ich sehe unser Hoffen und Zweifeln als Geburtsprozess, damit wir in etwas Grösserem aufgehen können, als wir selbst sind. Die Geburtstagsfeier möchte uns hereinnehmen in diesen grösseren Zusammenhang, weil wir nie nur Einzelne sind, sondern immer Teil eines Ganzen. Wenn wir miteinander das einzigartige Leben eins Menschen feiern, dann setzen wir ein Zeichen für die einmalige Würde unseres Daseins. Wenn wir einander etwas schenken zum Geburtstag, dann erinnern wir uns daran, dass jeder Atemzug ein Geschenk ist. Ich wünsche uns, dass es keinen Tag in unserm Leben geben soll, an dem wir nicht für das Wunder unserer Geburt danken können.“

Pierre Strutz; Du bist ein Geschenk


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Tag 10 – Raum für Klarheit

„Die Klarheit ist immer in dir“, sagte er, „nur ist ihre Stimme so leise, dass dein Geist sehr ruhig sein muss, um sie zu hören.“ Ulli Olvedi; Das tibetische Zimmer.

In einer lauten Welt ist es nicht einfach den Geist zu beruhigen, um der inneren Stimme zu lauschen. Dabei öffnet Klarheit den Raum für Intuition, Ehrlichkeit und vorurteilsfreies Wahrnehmen. Auf der Kehrseite lauern Ablenkung, Zerstreuung, Zeitnot, Stress, Hetze, Unsicherheit, Zweifel, Wischi-Waschi, Verwirrung, Unordnung, Entfremdung, Mehrdeutigkeit, Verschmutzung – eben Unklarheit.

Die Kehrseite nährt sich aus unbewußten Gewohnheiten. Kleiner Rücklick – wie bist du heute in den Tag gestartet? Übermüdet nochmal die Bettdecke umarmt? Barfuß in die Küche oder erst in Pantoffeln geschlüpft? Als erstes Wasser aufgesetzt? Die Kaffeemaschine angestellt? Oder gleich auf die Terrasse, in den Garten? Zuerst Morgenübungen oder Zähne putzen? Noch Traumerinnerungen nachgehangen oder schon mal den Terminplan für den Tag durchgegangen? Nebenbei überlegt, was du sagen wirst beim Meeting? Und gestern? Wieviel davon war routiniert, also unbewusst? Wieviel bewusst wahrgenommen?

Jetzt die schlechte Nachricht: Alle Gewohnheiten bilden zusammen mit den unbewußten Gedanken ein richtig fettes, unsichtbares Gewebe im Raum. In deinem Büro, im Schlafzimmer, in der Küche, auf der Terrasse, im Wohnzimmer, im Kinderzimmer. Dies ist oft ein Grund, warum es immer wieder Streit gibt, warum der Schlaf unruhig ist oder schwer, warum es sich Zuhause „klebrig“ anfühlt, selbst wenn grad geputzt wurde, warum der innere Widerling so oft die Oberhand behält. Warum Freitag, Urlaub oder „Wenn – Dann“ Gedankenspiele“ wie Zauberworte klingen, und doch als ewig unerlöste Versprechen unter der Decke hängen bleiben.

Was tun?

  • Natürlich – immer wieder ausmisten. Doch wenn du mir auf der Spur bleibst hast du darin ja längst die Meisterschaft erreicht. 😉
  • Räuchern. Erst ordentlich lüften. Dann eine schöne Mischung aus getrockneten Kräutern (zum Beispiel Salbei, Lavendel und Beifuss) mischen, den Rauchmelder ausschalten und mal ordentlich alles vollqualmen. Danach wieder lüften. Das wirkt wahre Wunder.
  • Es kann auch gut tun, den Nordosten in Haus und Garten genauer anzuschauen. Ein Bereich in dem sich gern Unbewußtes, Angestaubtes oder Hinderliches einnistet. Eine Weile dort meditieren oder einfach still sitzen. Spüren was IST, welche Gedanken sich aufdrängen. Was passiert, wenn du deinen Impulsen folgst und hier etwas veränderst?

Wer Klarheit anstrebt, braucht Raum dafür. Innen und außen. Doch jeder Raum ist wie ein trockener Schwamm, der selbst das kleinst bisschen Feuchtigkeit (gemeint sind menschliche Schwingungen genährt aus Emotionen, Gedankenspiralen oder Glaubenssätzen) aufsaugt. Deshalb kann man in ganz alten Häusern soviel von seiner Geschichte spüren. Ob Menschen hier glücklich lebten, ob sie viel gestritten haben oder ob noch immer unerlöste Albträume in der Luft hängen.

Alles bleibt im Raum. Nichts geht verloren. Gerade heute ist Klarheit ein so hohes Gut, denn wer klar ist, bleibt fokussiert. Läßt sich nicht von Werbesprüchen blenden und sucht Sicherheit nicht in den geschürten Ängsten der Massenmedien. Wer klar ist, hat Raum für Mitgefühl. Mitgefühl als innerer Raum, in dem auch das Wohlergehen der „Anderen“ einen festen Platz hat. Mögen alle Wesen glücklich sein – oder warum sonst sind wir hier?!