La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · systemische Beratung


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Tag 18 – (Fast) ohne Worte

Foto © Hans Benn

Es gibt Momente, da steht die ganze Welt still. Da ist für nichts anderes Raum, als für das, was plötzlich das gesamte Sein erfaßt. Der totale Jetzt-Moment. Einen solchen erlebte ich gestern.

Wie schon tausendmal vorher überquerte ich am Abend den Fluss, sah die leicht verschleierte Sonne, die Färbung des Himmels und das träge fließende Wasser. Ein mir total vertrautes Bild.

Und doch war es wie das erste Mal als plötzlich meine Welt angehalten wurde.

 

Jeden Sonnenuntergang gibt es nur einmal.

 

Das mag ganz banal klingen und sicher hat man es schon unzählige Male vorher irgendwo gelesen. Der Unterschied beginnt genau da – solange etwas im Kopf bleibt, verändert sich nichts.

Einen solchen Moment wünsche ich dir heute.


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Tag 1 – Wenn es an Erfolgen mangelt

Los geht’s.  Ab heute gibt es den ganzen April über Inspiration, Wissenswertes und Tipps rund um die Themen Feng Shui, Einrichten, Wohlfühlen. Auch Pflanzensymbolik und Rituale für Haus und Hof werden nicht zu kurz kommen. Ganz im Zeichen meines Jahrestages steht heute die 9 im Mittelpunkt.

  • Im Feng Shui gehört die 9 zum Süden
  • Der Süden gilt als die Himmelsrichtung des Feuer Elementes
  • Folgende Attribute gehören zum Süden: Ermutigung, Akzeptanz, Anerkennung, Erfolg, Zustimmung, Komplimente, Einfluss nehmen, Geistesgegenwart, Prestige, Aufmerksamkeit erlangen, Herzenskraft stärken, Weisheit, Wärme, das laute Glück, Lebendigkeit, gesteigerte Wirksamkeit, Gratifikation, Respekt, Auszeichnung, Wertschätzung, positive Beurteilung, Anklang finden, Transformation.

Darum

  • wer für Geleistetetes mehr Lob bekommen will
  • wer Selbstbewußtsein und Außenwirkung polieren will
  • wer als Experte / Expertin größeres Ansehen und mehr Aufmerksamkeit wünscht
  • wer findet es sei Zeit für Auszeichnung, höheres Einkommen oder Gratifikation
  • wer sich oder andere motivieren oder Prozesse beschleunigen will

schaue sich Zuhause oder im Büro den Süden genauer an. Und ich beziehe mich hier nicht auf das sogenannte 3 Türen Bagua sondern auf die echte, am besten mittels Kompass ermittelte, Himmelsrichtung. Ideal, wenn dieser Bereich genau das repräsentiert, wofür Mensch steht und gesehen werden will.

Wer feststellt, dass es hier Potenzial nach oben gibt platziert im Süden die Symbole, die das Gewünschte – in der eigenen Assoziation – darstellen.

Das können

  • üppige Blumensträuße sein – Sinnbild für lebendige Frische, Aufmerksamkeit, Herzenswärme
  • Fotos die das Gewünschte zeigen – um das Unbewußte zu informieren, worauf sich die Aufmerksamkeit richtet
  • rote oder dreieckige oder feurige Accessoires – als Sinnbild des Elements Feuer (sparsam verwenden!)
  • Pokale oder Urkunden – als Auszeichung für anerkannte Leistung
  • Fotos von herrlichen Sonnenaufgängen – Strahlkraft der Sonne für Projekte, Außenwirkung, Leuchtkraft
  • Von der Ausstrahlung des Südens profitieren zusätzlich im Haus die 2. Tochter und im Garten der Mann des Hauses
  • Wer um seine Verbündeten im Pflanzenreich weiß kann einen Strauß aus kleinen Ästen der magischen 9 binden: Erle, Buche, Wachholder, Apfelbaum, Walnuss, Holunder, Birke, Eiche, Buche. Doch Vorsicht – nicht einfach abzupfen, sondern nur nehmen, was der Baum herschenkt, sonst kann’s nach hinten losgehen. Gerade mit der Göttin des Holunders ist in solchen Angelegenheiten nicht zu Spaßen!

Affirmation

 


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Leben mit Potenzial nach oben … Doch was tun mit den Blockaden?

Mein nächster exklusiver Workshop steht vor der Tür. Diesmal widmen wir uns dem Thema Blockaden.

Im Grunde ist eine Blockade etwas Wunderbares, denn sie ist nichts anderes als gebundene Energie die uns auffordert, innezuhalten. Klingt platt, doch wer es schon mal ausprobiert hat und sie nicht gleich „weghaben“ wollte konnte merken, dass jedes Hindernis in sich selbst die Lösung parat hält. Dabei ist es immer von unschätzbarem Wert, ein Hindernis erst einmal als solches anzuerkennen. Es danach zu benennen ist ein weiterer Schritt. Anschließend ist es meist ein leichtes, es zu überspringen, drum herum zu gehen, drunter durch zu kriechen, die Richtung zu ändern oder es einfach wegzuzaubern. Wer es mit den „alten Weisen“ hält wird selbst zum Hindernis und nimmt es ganz in sich auf. Auch das ist ein möglicher Weg, eine Blockade zum Verschwinden zu bringen.

Weil wir aus dem Feng Shui wissen, dass jeder Grundriss alle Lebensthemen spiegelt, ziehen wir ihn im Workshop zu Rate, um die Blockade räumlich zu lokalisieren. Dann bereichern wir das Ganze mit Raumpsychologie und systemischer Beratung, um einen noch tieferen Zugang zu bekommen. Auf deutsch: In der Aufstellung gelangen wir an das tiefe Wissen des (Wohn)Raums. Darüber stellen wir echten Kontakt zum Wesen des Hauses her und erfahren mehr über uns selbst. Das ist der Weg zum Schatz, den die Blockade für uns bereit hält.

Wer den Grundriss als Schatzkarte nutzen möchte ist diesmal mit folgenden Themen gut beraten:

  • Ich möchte, doch ich weiß nicht wie!
  • Ich möchte nicht, doch wie geht das?
  • Soll ich oder soll ich nicht …?
  • Ich würde ja, wenn nicht … !
  • Wie soll ich mich entscheiden?
  • Was ist das Beste für mich und für die, die von meiner Entscheidung abhängen?
  • Warum finde ich kein neues Zuhause, ich suche doch schon so lange!?

Bestandteile des kreativ-rituellen Prozesses während unserer gemeinsamen Zeit sind

  • Intensive Einzelarbeit, um den Kern Ihres Anliegens zu erfassen
  • Körperübungen mit Visualisierungen, um die Blockade zu lokalisieren
  • Aufspüren destruktiver Anteile, die Blockaden ins Leben rufen
  • Impulse und Lösungsansätze für Sie und Ihre Räume, um Ihren Kompass neu auszurichten und Kurs
    auf den Zielhafen zu nehmen
  • Freisetzen gebundener Energien

Termin

Samstag, 17.03.2018 von 11 bis ca. 17 Uhr
Investition: 490 Euro
Ort: Eos-Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, 28211 Bremen

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung und wenn gewünscht Fotos Ihrer Räume mitbringen.

Anmeldung

berkenkopf@raum-innen-aussen.de

oder telefonisch unter 0421 161 69 608

Ein Lehrer, vor dem ich ein bisschen Angst hatte, schrieb mir damals ins Poesie Album: „Wer mit dem Kopf durch die Wand will, muss die Wand im Kopf haben.“ Erst heute weiß ich, wie gut er es für mich meinte.


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… bringt Leben dahin, wo es sich schon tot anfühlt!

Ging es früher hauptsächlich um materiellen Wohlstand, erreichen mich nun zunehmend Anfragen, weil „es“ fehlt. Und „es“ kann vieles sein: Sinn, Zufriedenheit, authentisches Sein, Anerkennung, Lebensfreude, Gesundheit, Unternehmergeist, innere Ruhe, eigener Standpunkt, Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber, Respekt vor der Lebensleistung.

Kann Feng Shui da was machen, werde ich gefragt.

„Ja“, lautet meine Antwort, „Feng Shui bringt frischen Wind ins Haus. Bringt Prozesse in Bewegung. Bringt Leben dahin, wo es sich schon tot anfühlt. Es ist der beste Beginn, den Sie sich gönnen können.“ Denn der Raum ist die Haut, innerhalb derer sich alles abspielt. Wer den Raum versteht, legt den Grundstein, sich selbst zu verstehen.

Das geschieht in Etappen:

  1. Grundriss analysieren – Was sagt die Grundfläche?  Form regelmäßig? Lässt sich eine Dynamik erkennen? Fallen Hindernisse ins Auge? Wo sind Erweiterungen? Fehlt etwas? Welches Gefühl steigt auf? Wohlbefinden mit dem Wunsch, sich zu vertiefen oder Unbehagen, verbunden mit dem Impuls aufzustehen, und das Ganze aus der Hand zu legen?
  2. Die Himmelsrichtungen – Wird oft unterschätzt wenn es darum geht, das Ziel der (Lebens-) Reise zu eerkennen. Man denke an die eigene Routine: Wird eins nach dem anderen erledigt? Wird alles erstmal gründlich überdacht? Fehlt der rote Faden? Gibt es die Neigung zu überstürzen? Werden regelmäßig neue Trends aufgegriffen? Um irgendwann festzustellen, sich verzettelt zu haben? Oder, dass im Leben gar nichts Aufregendes mehr geschieht.
  3. Und wie sieht es drinnen so aus: Stapeln sich Papiere? Viele Möbel, Einzelstücke oder Einbauschränke? Lieber kahle Wände oder alles voll gehängt? Ein Hoch auf die Erinnerung? Oder rutschen hier die Fliegen aus?

Wer sich damit befasst weiß, wie wirkungsvoll das Instrument Feng Shui ist. Blockaden im Raum aufspüren und beseitigen. Prima. Wer will, begnügt sich mit dem Erleben, was nun alles möglich ist. Schon phantastisch, das muss ich zugeben.

Doch wer mehr will, geht einen Schritt weiter.

Und gelangt noch ganz woanders hin.

Mal etwas knackig überzeichnet gibt es

a) die, die etwas wollen doch im tiefsten Innern nicht überzeugt sind, es auch verdient zu haben. Da können dann die größten Chancen, verlockendsten Angebote, griffigsten Ideen vorbei spaziert kommen (Feng Shui sei Dank), doch im entscheidenden Augenblick kann Mensch sie nicht ergreifen.

b) die, die zugegriffen und „alles“ erreicht haben. Sind Präsident geworden, CEO, Eltern wohlgeratener Kinder, gefeierter Star oder einflussreiche Sprecherin. Doch ganz für sich allein macht sich innendrin ein komisches Gefühl breit – eine Magenverstimmung vielleicht? Oder ein Gefühl der Leere, das nicht zu füllen ist – weder mit Feuerwasser, noch mit heiligem Rauch und auch nicht mit noch mehr Titelseiten-Qi.

c) die in der Mitte. Scheinbar zufrieden. Läuft ja alles. Das Außen zeigt je nach Vorliebe anerkannten Status, gern auch in Form von Mittelklasse. Man handelt wertorientiert und mit der Gewissheit, „alles“ richtig zu machen. Und könnte doch manchmal zuschlagen. Die Faust in der Tasche zuckt …

d). Hier bitte selbst ergänzen, wer sich noch nicht zuordnen konnte …

Der allen gemeinsame Nenner? Die tiefe Sehnsucht, dem Drachen zu begegnen. Um ihn zu reiten. Wer sich fragt, welche Rolle hab ich übernommen als ich mein Engagement beim Welttheater begann? Wer meint, vielleicht ist es Zeit, das Genre zu wechseln. Wer vom ewigen Gutmenschen zum Bösewicht avancieren will. Wer keine Lust mehr hat auf Aufsteiger, Mutters Liebling, Hamsterradsieger und es zur Abwechslung als Taugenichts, Krimineller oder Globetrotter probieren will. Wer wie Alice nicht nur durchs Schlüsselloch gucken, sondern mitmachen will. Wer ahnt: In mir steckt noch was, das jetzt das Licht sehen will.

Lange Rede – kurzer Sinn. Es gibt Blockaden, die lassen sich mit Feng Shui erkennen, doch nicht übersteigen. Da steht die Leiter anderswo, weil noch andere Dimensionen wirksam sind. Doch nicht verzagen: Die lassen sich mit der systemischen Prozessbegleitung aufspüren und auflösen. Leicht. Ganz leicht. Weil … diese Barriere, ist sie erstmal erkannt, schon fast keine mehr ist. Weil … die Ursache dafür vielleicht gar nicht in einem selber, sondern im ( Familien-) System steckt. Weil … das Gefühl für den Selbstwert fehlt, bis die Frage : wer bin ich, was darf ich, darf ich das : beantwortet wird. Weil … im Raum zwar das Versteck für den Schlüssel ist, doch man selbst die Tür aufschließen muss.

Weil … man es sich wert ist (würde L’Oreal jetzt rufen). In diesem Sinne – Es lebe die Lebendigkeit.

 


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Auf der Suche nach Lösung? Frag doch den Grundriss!

Für Kurzentschlossene und alle, die „es“ wissen wollen. Die mehr über sich und das Potenzial ihrer Räume erfahren möchten. Die an Weggabelungen stehen, die Lösung für aktuelle Anliegen suchen, die sich entscheiden müssen: Mein Workshop, der das Wissen des Feng Shui mit der systemischen Arbeit verbindet, hat noch freie Plätze! Nächsten Samstag, 13. Januar öffnen wir wieder den Raum.

Jedes Haus und jeder Grundriss spiegelt alle Lebensthemen, das wissen wir aus dem Feng Shui. Die systemische Arbeit bereichert diese Methode, indem sie tiefen Zugang zum Wesen des Hauses ermöglicht. In der Aufstellung kann echter Kontakt zum eigenen Raum aufgenommen werden, kann sich das tiefe Wissen der Sphären dieser Hülle auf den Menschen übertragen. Der Lebensraum bekommt Gestalt und kann beitragen, persönliche Fragen zu beantworten und echte Lebenshilfe geben.

Mögliche Fragen und Themen können sich drehen um

• Liebe, Partnerschaft und Familie
• Gesundheit
• Berufswahl, berufliche Neuausrichtung, geschäftlicher Erfolg, Betriebsklima, Beförderung
• Reichtum und Wohlstand
• (unerfüllter) Kinderwunsch
• Umzug ja oder nein, „Warum finde ich keine neue Bleibe?“, „Was kann ich tun, um Zuhause endlich anzukommen?“
• allgemeine Fragen zu Sinnfindung, Lebensfreude, Krisen, Streitthemen, „Bin ich am richtigen Platz?“ usw.
• Rollenklärung:  „Vater / Mutter / Freund/in / Chef/in“ sein
– und viele mehr –

Jeder Teilnehmer / jeder Teilnehmerin hat die Möglichkeit, eine Frage aufzustellen oder ein Anliegen zu klären und als Stellvertreter/in für die anderen zu stehen. Willkommen ist auch, wer nur als Stellvertreter/ Stellvertreterin teilnehmen möchte.

* In der Praxis hat sich übrigens gezeigt, dass individuelle Themen auch in einem Zweier-Setting aufgestellt werden können. Wer daran interessiert ist nimmt gern direkt Kontakt zu mir auf und wir besprechen die Einzelheiten.

Nächster Termin

Samstag, 13.01.2018 von 11 – 16 UHR
Kosten 180 EURO (incl. MwSt.)
Ort: eos-Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, 28211 Bremen
Teilnehmerzahl max. 6 – Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung mitbringen.

Anmeldung

 


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„Soll ich, oder soll ich nicht ?“ Workshop mit Grundriss

„Soll ich oder soll ich nicht?“ – „Was wäre, wenn … ?“ – „Mach ich dies oder mach ich das …?“ – Wen diese oder ähnliche Fragen umtreiben, bekommt bei meinem nächsten Workshop eine Antwort vom ständigen Begleiter – vom Haus, in dem Sie leben.

Wer achtsam durch’s Leben geht und um die Verbindung zwischen allen Erscheinungen weiß, ertappt sich vielleicht dennoch manchmal bei dem Gedanken, mit dem neuen Haus oder der Wohnung sollen alle Wünsche wahr werden: Wohlbefinden, gute Laune, günstige Geschicke, Gesundheit, gelingende Beziehung, Entspannung, Geld.

Doch ein Haus ist wie ein neuer Freund, der in unser Leben tritt. Nähern wir uns da nicht auch erstmal langsam, gucken, wie der so drauf ist, machen vielleicht kleine Geschenke und sind überhaupt sehr aufmerksam? Anteilnehmend? Neugierig? Weil wir heraus finden wollen: Wer bist du eigentlich?

Mit den Häusern in denen wir leben ist es ähnlich. Doch Hand aufs Herz: Wer hat sich schon wirklich mit dem „Wesen“ des Hauses bekannt gemacht? Den „guten Geist“ von Herzen begrüßt? Ihn eingeladen? Wer hat beim Einzug etwas für das Haus getan, kleine Geschenke gebracht, es geschmückt, besungen und die eigene Freude mit dem Haus geteilt? Doch seien Sie beruhigt: Es ist nie zu spät, mit dem Wohn- und Lebensraum Freundschaft zu schließen. Die wenigsten „guten Geister“ sind nachtragend und freuen sich, auch wenn es Jahre dauert, dass man sie bemerkt.

In diesem Workshop nähern wir uns unserer Behausung nochmal neu, widmen uns „der Seele des Hauses“ und nutzen eine Kombination aus Feng Shui und systemischer Aufstellung, um echte Freundschaft mit dem „Genius loci“ zu schließen. Der Grundriss ist dabei unser Hilfsmittel, denn er „spricht“ in verschlüsselter Form über Anziehung und Resonanz. Jeder Grundriss erzählt, welche Themen durch ihn im Leben der Menschen aktiviert werden.

Mit diesem Wissen ist es leicht zu erkennen, wie Prozesse im Fluss bleiben. Und dann ist die Lösung ganz nah. Wer einen Raum – vielleicht zum ersten Mal – als Wesen wahrnimmt, kann in sein tiefes Wissen eintauchen. Ihn als Freund, als Verbündeten und damit als echten Ratgeber gewinnen.

Egal ob Wohn- oder Arbeitsraum, Haus oder Wohnung, dieser Workshop bietet die Möglichkeit, innere Verbindung zum Raum aufzunehmen, zu vertiefen und in echten Kontakt zu treten.

Wann? Samstag, 30.9.2017 von 11 – 16 Uhr
Wo? Im eos-Institut in Bremen, Schwachhauser Heerstr. 55
Wieviel? 120 Euro, inkl. MwSt.

Jeder Teilnehmer / jeder Teilnehmerin hat die Möglichkeit, ein Anliegen zu klären. Erwünscht ist die Bereitschaft, als Stellvertreter/in für die anderen zu stehen. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung mitbringen.

Anmeldung

Susanne Berkenkopf – berkenkopf@raum-innen-aussen.de
oder telefonisch unter 0421 161 69 608

Das Äußere läßt aufs Innere schließen.

Walter von der Vogelweide

 


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Warum Provisorien so stabil sind

„Eigentlich“ sollte es ja nur vorübergehend sein, doch oft halten Provisorien länger als beabsichtigt. Wer hat nicht schon mal von jemand gehört, der sich „vorübergehend“ in eine Bürogemeinschaft einmietete und nach 12 Jahren feststellt, irgendwie unfreiwillig immer noch dort zu sein? Es gibt auch Paare, die viele Jahre „einfach so“ glücklich zusammenleben. Kurz nach der Hochzeit – niemand versteht’s wirklich – wurde die Ehe dann geschieden. Was könnte dahinter stecken?

Das Provisorium – als würde man vor der Weggabelung verharren

Der Duden beschreibt ein Provisorium als Notlösung; als etwas, womit man sich in Ermangelung eines Besseren behelfen muss. Demzufolge steckt im Kern des Provisoriums eine klare Aussage und Bewertung: Mangels Alternative gerade gut genug, doch Besseres soll kommen – Willkommen in der Warteposition.

Wer’s kennt weiß, Provisorien sind meist überaus nervig. Selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt – ein notdürftig geklebtes Kabel, um den Wackelkontakt zu beheben oder eine im unpassenden Moment verlorene Sicherheitsnadel am Kleid – schon das kann das Faß zum Überlaufen bringen.

Im Grunde fehlt einem Provisorium die klare Entscheidung für etwas. Und genau daraus bezieht es seine Kraft. Sein Nährboden sind Zweifel („Was, wenn die Entscheidung falsch ist?“) und Unsicherheit („Soll ich mich wirklich schon festlegen? Sicher gibt es noch etwas Besseres!“). Doch wer sich im Provisorium einrichtet, verharrt buchstäblich vor der Weggabelung. Auf Dauer wird aus diesem Zustand die kraftlose Schwebe. Dabei ist völlig unwichtig, ob eine Entscheidung „falsch“ oder „richtig“ ist, wichtig ist nur das „Ich habe mich entschieden“. Erst dann ist Ankommen möglich. Erst dann kann die Arbeitsstelle, das Haus oder der Partner wirklich zeigen, was da noch alles drinsteckt – oder eben auch nicht.

Es ist vielleicht nicht schön, wo man sich gerade befindet: Die Wohnung mag zu dunkel sein, das Haus zu klein, die Arbeitsstelle unterhalb der Potenziale und nur der Sicherheit wegen angenommen, dieser Partner besser als keiner …  . Doch wer ehrlich mit sich eine Bilanz zieht merkt: Gar nichts ist gewonnen. Im Gegenteil, mit der Unzufriedenheit wächst die Unsicherheit und es schwindet die Kraft zu handeln. Sätze, die mit „Ich will ja eigentlich …“ beginnen, sind einerseits schwammig anderseits glasklar. Wer sich beim Aussprechen selbst zuhört vernimmt die Botschaft: Ich habe mich nicht entschieden, rede drumrum und bin sicher sehr phantasievoll im „Ausreden“ erfinden. – Vielleicht sollte ich diese Gabe nutzen, ein Buch zu schreiben ? 😉 –

Was hilft, eine Entscheidung zu treffen

  1. Schauen was ist. Am Besten zuerst nur anschauen, ohne gleich zu bewerten.
  2. Sortieren und auflisten. Welche Vorzüge bietet die jetzige Lage, was gefällt, was ist ein fauler Kompromiß, was fehlt?
  3. Ehrlich sein. Bei dem Fehlenden nochmal unterscheiden: Ist es ein als gedankenspielerischer Fluchtweg getarntes Wenn-Dann Spiel? (Kennen wir alle: Wenn ich groß bin, dann schaue ich mir im Fernsehen alle Sendungen an die ich jetzt nicht sehen darf; wenn ich diese Bluse habe, dann werde ich immer gut aussehen; wenn ich erst woanders wohne, dann werde ich endlich glücklich sein usw.) Oder verbirgt sich hier tatsächlich innere Not, ruft eine Sehnsucht? Meldet sich die Seele zu Wort?
  4. Klarheit schaffen. Was braucht es, um ein Entscheidung zu treffen? Braucht es Mut, zu bleiben oder zu gehen? Sind nun viele kleine Schritte dran oder ist es längst Zeit für den einen großen?
  5. Wer sich überfordert fühlt, Hilfe für Entscheidung holen. Freund/in um ein offenes Ohr bitten, Beraterin anrufen, eine Aufstellung zum Thema machen.
  6. Sich 100% auf die Wahl einlassen. Selbst die Entscheidung, es soll so bleiben wie es ist, macht Schluss mit dem Provisorium. Dadurch wird der Weg frei für das Neue.

Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit,
etwas Neues zu beginnen
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
– Meister Eckhart –

Dabei muss es nicht immer nur Entweder-Oder sein. In der systemischen Aufstellung kennen wir die Methode des Tetralemmers, das nicht nur Zwei sondern Vier mögliche Wege aufzeigt: Dies oder das oder beides oder keines von beiden. Es kann sehr befreiend sein, sich aus gedanklich festgefahrenen Varianten zu befreien und oft ist viel mehr möglich, als man denkt. Wer da mal reinschnuppern möchte merke sich gleich den Termin für meinen nächsten Workshop: Am 30. September fragen wir wieder den Grundriß 😉 .

Im Raum finden wir Hinweise auf Provisorien und mangelnde Entscheidungskraft übrigens im Nordwesten. Hier ist der Ankerpunkt für Klarheit, Durchsetzungskraft, Verantwortung und Strategie. Und wie immer führen alle Wege durch die Mitte! Denn nur eine starke Mitte kann die Entscheidungen tragen, um sie zum Wohle des Ganzen zu führen.

Wer sich aus seinem Provisorium befreien will oder wen das Gefühl drängt, eine Entscheidung nicht länger aufzuschieben: Schreiben Sie mir. Oder rufen Sie mich an unter  0421 161 69 608. Ich freu mich drauf!