La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt


2 Kommentare

2017 – Willkommen im Jahr des Hahns

2016, das Jahr des Affen hat viele Menschen herausgefordert und an die Grenzen ihrer Kräfte gebracht. Nun stellen nicht nur sie sich die Frage:

Was bringt uns 2017, das Jahr des Hahns?

2017 Jahr des Feuer Hahn

Wie 2016 gibt es 2017 eine Feuer – Metall Kombi, in der das Feuer des Himmels auf die Erde kracht und erneut das Potenzial für Spannung und Konflikte in sich birgt. Dennoch sollte es gemäßigter zugehen, denn es ist ein Yin regiertes Jahr und der Hahn ist charakterlich anders „gestrickt“ als der eher aufsässige Affe, der obendrein noch liebend gern für Turbulenzen sorgt.

In der chinesischen Mythologie vereint der Hahn fünf Tugenden: Tapferkeit, Mut, Großzügigkeit, Verlässlichkeit und Gefälligkeit. Zu seinen geschätzten Eigenschaften zählen darüberhinaus: Selbstvertrauen, Warmherzigkeit, Interesse an (direkter) Kommunikation und neuem Wissen, Entschlossenheit und die Neigung, selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten. Auch Kreativität, unerschöpfliche Phantasie und sexuelle Anziehungskraft gelten als positive Attribute.

Charakterlich gilt der Hahn als Einzelgänger, was ihn zusammen mit der Fähigkeit auch schnell „um die Ecke“ denken zu können per se zur Führungspersönlichkeit stilisiert. Dabei schwingen Menschen, die im Zeichen des Hahns geboren sind zwar im Einklang mit sich selbst, tun sich im Umgang mit anderen jedoch manchmal schwer. Ein Hahn verhält sich nicht unbedingt taktvoll wenn es darum geht, eigene Interessen durchzusetzen, und wer mit ihnen zu tun hat kann sie auch besitzergreifend, streitsüchtig und rechthaberisch erleben.

Dazu kommt ein stetiges Verlangen nach Lob und Belohnung, was sich bei weniger entwickelten Persönlichkeiten als ausgeprägter Egoismus verselbständigen kann. Die Neigung aufzubrausen und sich Übertreibungen und Eifersüchteleien hinzugeben kann zu verminderter Selbstkontrolle führen und unangemessene Gefühlsausbrüche hervorrufen, während derer sie ihrer Lust an Zerstörung ungehindert nachgeben.

Was tun in 2017?

Ratsam wird sein, sich Tugenden wie auch die weniger schmeichelhaften Tendenzen des Hahncharakters ins Gedächtnis zu rufen. Motto: Bewusst handeln statt bloß reagieren. Jetzt gilt es Mittel zu finden, Stimmungsschwankungen und Ruhelosigkeit auszugleichen. Die zunehmende Reizüberflutung, die als Nachricht getarnten Meldungen, ein gefühltes Muss dauernder Erreichbarkeit oder Angst, etwas zu verpassen werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Ausgleich schaffen kann die unverrückbare Gewissheit, auf ewig mit der ursprünglichen Quelle verbunden zu sein. Dazu bewusste Atemtechniken, ein mit Feng Shui ausbalanciertes Zuhause, eine stimmige Work-Life Balance und die Konzentration auf das, was im Leben wirklich zählt. Wieder ein neues, mit Lebenszeit bezahltes Smartphone oder Muße, Auszeit in der Natur und mehr selbstbestimmtes Tun?

„Wer innehält – erhält inneren Halt –
und bleibt sich selbst erhalten.“
Laotse

Geboren im Jahr des Hasen?

Die chinesische Astrologie basiert auf dem Verhältnis der Fünf Elemente zueinander und reine Yin bzw. Yang Zusammenstöße gelten als schmerzhaft. 2017 sind davon besonders die im Jahr des Hasen Geborenen betroffen (1951, 1963, 1975, 1987, 1999, 2001), die sich 2017 im sogenannten Tai Sui befinden. Auch wer sonstwo in den Vier Säulen einen Hasen beherbergt kann es nächstes Jahr mit unverhoffter Reibung oder unerwarteten Hindernissen zu tun bekommen.

Darum sollten sich 2017 vor allem im Jahr des Hasen Geborene bei riskanten Sportarten und gefährlichen Unternehmungen zurück halten. Bei Beerdigungen besser nicht dem Sarg hinterher schauen und schlecht beleuchtete Gassen oder Spelunken meiden. Kleiner Tipp: Nicht nur in China tragen Menschen die sich im Tai Sui befinden zu ihrem Schutz und während des ganzen Jahres ein rotes Band um die Hüfte.

Wer individuell erfahren möchte, was das Jahr 2017 bringt darf mich gerne ansprechen. Die chinesische Astrologie ist meine „Königinnendisziplin“ und ich stehe gern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es wichtige Entscheidungen zu treffen gilt. Auch im Raum finden sich alle Elemente sowie die mythischen Tiere wieder und es gibt wirksame Mittel, um zu balancieren, zu harmonisieren und zu besänftigen.

*Im Zeichen des Hahns geboren sind die Jahrgänge 1945, 1957, 1969, 1981, 1993, 2005.

 

 


6 Kommentare

Gedanken für den Übergang – Wir, das Papier und die Eltern des Holzfällers

„Seht die Wolke, die in diesem Stück Papier schwebt. Wenn ihr genau hinschaut, werdet ihr sie sehen können. Ohne die Wolke wird kein Regen sein; ohne Regen können die Bäume nicht wachsen, und ohne Bäume können wir kein Papier herstellen.

Papier und Wolke

Für die Existenz des Papieres ist die Wolke wesentlich. Wenn die Wolke nicht ist, kann auch das Stück Papier nicht sein. Wir können also sagen, dass die Wolke und das Papier einander bedingen und durchdringen.

Betrachten wir dieses Stück Papier näher, so können wir auch den Sonnenschein darin sehen. Ist der Sonnenschein nicht da, kann der Wald nicht wachsen. Tatsächlich kann nichts wachsen. Und so wissen wir, dass auch der Sonnenschein in diesem Papier ist, und dass sie sich wechselseitig bedingen und durchdringen. Und wenn wir weiter hinschauen, so sehen wir den Holzfäller, der den Baum fällt und ihn zur Mühle bringt, damit aus dem Baum Papier werden kann. Und wir sehen den Weizen.

Wir wissen, dass der Holzfäller ohne sein tägliches Brot nicht leben kann, und daher ist der Weizen, der zu seinem Brot wurde, auch in diesem Stück Papier; ebenso wie die Mutter und der Vater des Holzfällers es sind.

Betrachten wir es in dieser Weise, so sehen wir, dass das Stück Papier ohne all diese Dinge nicht existieren kann. Schauen wir noch genauer hin, so sehen wir auch uns darin. Das ist nicht schwer zu verstehen, denn wenn wir ein Stück Papier betrachten, so ist es Teil unserer Wahrnehmung. Euer Geist ist ebenso darin wie der meine. Daher können wir sagen, dass alles in diesem Stück Papier enthalten ist. Ihr könnt nichts herausgreifen, was nicht darin ist – Zeit, Raum, die Erde, der Regen, die Mineralien der Erde, der Sonnenschein, die Wolke, der Fluss, die Hitze. Alles existiert gleichzeitig in diesem Stück Papier. Das Stück Papier ist, weil alles andere ist.

Angenommen, wir versuchen, eines der Elemente zu seinem Ursprung zurückzuführen, z.B. führen wir den Sonnenschein zurück zur Sonne. Glaubt ihr, dass das Stück Papier dann noch möglich wird? Nein, denn ohne Sonnenschein kann nichts sein. Und führen wir den Holzfäller zurück zu seiner Mutter, so haben wir ebenfalls kein Stück Papier mehr. Tatsächlich besteht dieses Stück Papier nur aus „Nicht-Papier Elementen”. Und wenn wir diese Nicht-Papier-Elemente zurück zu ihren Ursprüngen führen, gibt es überhaupt kein Papier mehr. Ohne Nicht-Papier-Elemente wie Geist, Holzfäller, Sonnenschein usw. wird kein Papier möglich sein. So dünn dieses Stück Papier auch ist, es enthält das ganze Universum in sich.“ Thich Nhat Hanh

Wie ist es nun, wenn Du ein Stück Papier zur Hand nimmst, Dein Brot isst, die Schuhe anziehst?

Wir sind alle mit allem und allen verbunden, und nichts kann geschehen, das uns trennt. Wer oder was ist dann noch fremd? Ein ganz und gar tröstlicher Gedanke, oder?


18 Kommentare

Der Beginn der Raunächte

Wir fügen Speichen in einem Rad zusammen
aber es ist das Loch in der Mitte,
das die Bewegung des Wagens bewirkt.
Wir formen Ton zu einem Topf,
aber es ist die Leere darin,
die das Gewünschte enthält.
Wir zimmern Holz für ein Haus
aber es ist der Innenraum,
der es bewohnbar macht.
Wir arbeiten mit dem Seienden
doch Nichtseiendes macht den Nutzen aus.
Laotse

Raunächte 2017

Foto © Apollontempel

Frühestens am Abend des 20. und spätestens am 24. Dezember treten wir ein in die zeitlose Zeit. Zwölf Tage und Nächte, in denen wir heraustreten können aus der mechanischen, linear verlaufenden Uhr-Zeit, um unsere Wahrnehmung auf den gefühlt-richtigen Zeitpunkt zu lenken, wieder hinein in die natürlichen Rhythmen.

Vielleicht ist es das, was Frau Holle uns lehren wollte: Zur richtigen Zeit das Richtige tun – das Brot aus dem Ofen holen wenn es fertig gebacken ist, den Baum schütteln, wenn die Früchte reif sind. Ohne auf die Uhr zu schauen, allein weil unser Gespür für den rechten Augenblick stark ist und stimmig.

„In der Ewigkeit ist fürwahr etwas Wahres und Erhabenes.
Aber all diese Zeiten, Orte und Gelegenheiten sind jetzt und hier.
Gott selbst kulminiert im gegenwärtigen Augenblick
und wird nicht göttlicher sein im Verlaufe aller Äonen.“
Henry D. Thoreau

„In den alten Zeiten – als das Wünschen noch geholfen hat, wie es im Märchen heißt – verwandten die Menschen viel Aufmerksamkeit darauf, ihre Beziehung zur Natur, zu den unsichtbaren Welten und den darin verborgenen Kräften zu pflegen.

Heute sind wir meist viel zu beschäftigt, um uns dem Unsichtbaren zu widmen. Die Verbindung mit dem, was wir nicht fassen können, ist schwächer geworden oder ganz abgerissen. Die Zeit zwischen den Jahren, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind und das Lebenstempo sich verlangsamt, ist eine wunderbare Gelegenheit, innezuhalten und wieder ein Gespür für die Verbindung mit den tieferen und höhreren Wirklichkeiten in uns und um uns herum zu entwickeln.

Wir können uns daran erinnern, dass eine tiefe Aufgabe unseres Lebens darin besteht, das Licht in uns zum Leuchten zu bringen und das innere Feuer zu nähren. Wir können unsere Liebes- und Begeisterungsfähigkeit, unsere Lebendigkeit und Lebensfreude stärken und uns bewusst machen, dass unser Leben sinnvoll ist, auch wenn uns dieses Gefühl zwischendurch abhanden gekommen sein mag.

Seit Urzeiten ist die Wiedergeburt des Lichts aus tiefer Dunkelheit zu Mittwinter immer wieder gelungen. Die Tage und Nächte zwischen den Jahren laden uns ein, uns dieser großen Bewegung anzuvertrauen und sie auch in uns zu vollziehen.“

Zur Lektüre für die Raunächte empfehle ich das Buch, aus dem dieses Zitat stammt
Das Mysterium der Raunächte von Nayoma de Haen

Wer innehält – erhält inneren Halt –
und bleibt sich selbst erhalten.
Laotse

Die Sonne liebt die Erde - jeden Morgen kehrt sie zurück

P.S. Mein dritter Newsletter ist heute erschienen – wer künftig keinen mehr verpassen will klickt hier Inspiration für Raum und Leben – Newsletter Anmeldung


2 Kommentare

Weihnachtsfreude im Wintergarten – Tanne, Mistel, Christstern

Weihnachtslicht

 Dezember – Der Christmonat

Wer kennt ihn nicht, den Wolfsmonat der Seele?
Finster der Wald, düster,
vom Leben verlassen,
ein eisiger Wind fegt durch graue Gassen.
Der grimmige Fenrich verschluckt das Licht,
der Frost beißt in die Finger, schlägt ins Gesicht,
Schnee verweht und bedeckt die starre Erd‘.
Aber innen! Wie behaglich ist’s am vertauten Herd,
wo Feuersalamander glühen, winken und blinken.
Wo es nach Tannengrün riecht und Lebkuchen,
herzhaft und gesund.
Und Lichter leuchten auf dem grünen Kranze rund,
geben uns Hoffnung und ahnende Kunde
von des Sonnenkindes Wiedergeburt
zur heiligen Stunde,
wenn der Weltenbaum erstrahlt mit neuem Licht.
Wenn die Macht der Liebe,
die Macht der Finsternis bricht.

gefunden bei Wolf Dieter Storl

Nun kündigt sich die symbolische Wiedergeburt des Lichts bereits an. Der Himmel ist in der Adventszeit ganz offen, Engel kommen zur Erde herab und alles fühlt sich fein und empfindsam an. Wer nicht zu beschäftigt ist mit Geschenke einkaufen, Glühwein trinken und Jahresabschluss, erlebt dies als eine besondere Zeit. Im Winter bekommen die seelischen Kräfte mehr Raum und die Sehnsucht nach Licht bewegt die Herzen der Menschen.

Die Tanne – Ein Band zwischen Mensch und Natur

TanneIn meinem Weihnachtsgarten steht in jedem Fall die Tanne. Der Baum mit seinen immergrünen Zweigen symbolisiert das dauerhafte Band zwischen Mensch und Natur und gilt als Hoffnungsträger, auch härteste Zeiten wie eiskalte Winter zu überstehen. Die Tanne strahlt Ruhe, Kraft und Sicherheit aus und gilt dadurch als Botin des ewigen Lebens.

Jetzt ist auch die Zeit der Adventskränze, die durch ihre Form die Sonne versinnbildlichen und für Anfang und Ende in einem stehen. Christopher McIntosh schreibt, dass Tanne und Fichte früher mit der Sonne zu Jahresende verbunden waren. Beim Wintersonnenwendfest wurden deren Zweige zeremoniell umhergetragen und dann im Herd als Zeichen der wiederkehrenden Sonne und als Opfergabe für die Schutzgeister des Waldes verbrannt. Zu dieser Zeit hing man einfach die grünen Zweige an die Decke und schmückte sie mit Äpfeln, Nüssen und Rauschgoldengeln. Damit sollte dem Tod getrotzt und stattdessen die Lebensgeister ins Haus eingeladen werden. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts wurde diese Tradition abgelöst indem der ganze Baum, mit Licht geschmückt, im Haus aufgestellt wurde.

Die Mistel – unverzichtbarer Bestandteil von „Zaubertränken“

MistelMancher kennt die Mistel als Glücksbringer, vor allem, wenn sie über der Eingangstür hängt und man sich darunter küsst. In der Blumensprache verspricht sie, alle Hindernisse zu überwinden und ihr Beiname lautet „die alles Heilende“. Die Legenden um sie sind zahlreich, denn auch die Mistel widersteht den todbringenden Kräften des Winters, sie bleibt unabhängig von ihrer Wirtspflanze immergrün und bildet im Winter ihre weißen Beeren.

Selten gedeihen Misteln auf Eichen und sollte in diese mal der Blitz gefahren sein, dann gilt vor allem diese Pflanze als ganz besonders heilkräftig und schutzbringend. Wer erinnert sich nun an Miraculix, den gallischen Druiden, der in seinem weißen Gewand und mit goldener Sichel hoch oben in der Eiche steht? Ja, es scheint Uderzo hat’s gewußt. Druiden schneiden Misteln angeblich am sechsten Tag nach Neumond, dann künden sie von Schöpferkraft und fortdauernder Erneuerung aus sich selbst heraus. Als Amulett getragen sollen Mistelzweige das ganze Jahr vor Krankheit und Dämonen schützen.

Auch heute noch ist die Mistel wesentlicher Bestandteil vieler „Zaubertränke“, verwendet wird sie in der Krebstherapie, bei Epilepsie und um Herz und Immunsystem zu stärken. Ihre Heilkraft schätzten in alten Zeiten längst Hippokrates, Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp.

Geomanten halten übrigens gern Ausschau nach oben: Wo die Mistel wächst gibt sie Hinweis auf Kräfte in der Erde, seien es Wasseradern oder Verwerfungen.

Christstern – rot auf weiß Schneewittchengleich

WeihnachtssternIch mag den Weihnachtsstern sehr gern. Und weil ich in meinen schlauen Büchern nichts über ihn zu lesen fand soll er mit seiner tiefroten Strahlkraft einen lebendigen Impuls setzen. Rot wie Blut, vielleicht ist das sein Lebenszeichen im Winter, wenn der Schnee die Landschaft weiß färbt und alle Farben wie gedämpft scheinen.

In Mythen und Sagen finden wir im schwarz-weiß-roten Farbenspiel Hinweise auf die Große Göttin, die Urmutter, die Hüterin des Lebens, Sinnbild der Fruchtbarkeit und des Todes. Rot wie Blut, Weiß wie Schnee und Schwarz wie Ebenholz – wer erinnert sich an dieses schöne Märchen? Die sich ewig erneuernden Kräfte der Natur verweisen auf die drei Lebensabschnitte der Weiblichkeit, die unsere Urahnen jahrtausendelang verehrten. Erst die Neuzeit macht aus dem Alter eine Krankheit, dabei geht doch nichts über eine reife Frucht und das Blitzen in Augen, die das Farbspiel wohl zu schätzen wissen.

Und noch ein paar Feng Shui Tipps: Jetzt Zeichen setzen!

  • Zum Beispiel Kerzen in Einmachgläser oder Laternen stellen und vor die Tür oder entlang des Weges platzieren.
  • Bäume mit roten oder weißen Schleifen oder mit Strohsternen schmücken und auch sie an der Freude teilhaben lassen.
  • Einen runden Kranz außen an die Tür hängen und damit das Licht der Sonne symbolisieren.
  • Tannen-, Kiefern- oder Stechpalmenzweige in Blumenkästen oder Pflanzkübel stecken. Dazu Nüsse und Beerenzweige z. B. von Feuerdorn, Berberitze, Eberesche, Rose oder Weißdorn – ergibt Augenschmaus für uns und Festtagsschmaus für Vögel (und ja, gelegentlich auch für Mäuse und Eichhörnchen 🙂 )
  • In die Mitte des Vorplatzes oder auf die Terrasse ein Mandala aus Tannenzweigen, Blättern, Blüten, Kieselsteinen und Glasmurmeln legen. Bringt tiefe Ruhe beim auslegen und betrachten.
  • Schließlich sich selbst und liebem Besuch einen inspirierenden Weg ins einladende Zuhause weisen.


6 Kommentare

Symbolik der Bäume – Die Vorfahren unserer Möbel

Ob als Fußboden, Wandbekleidung oder Möbelstück – echtes Holz im Haus erfährt einen regelrechten Boom. Doch worauf laufen wir da eigentlich?

Buche - Baum der Runen

Die Buche – Mutter des Waldes

Mittlerweile berichtet die neue Förstergeneration über ihr Erleben mit den Bäumen. Je mehr sich ihr Blick vom reinen Verwertungsgrad des Holzes abwendet, desto sensibler werden ihre Beobachtungen. Die gewonnenen Erkenntnisse finden sich in zahlreichen, ganz wundervollen Publikationen darüber, wie intelligent Bäume miteinander und ihrem Umfeld kommunizieren, wie sie ihren genetischen Code ändern können, wenn er in einer veränderten Lebenssituation nicht mehr passt, und wie sie sogar aktive Strategien entwickeln, um vorausschauend zu agieren. Und die Bionik, in der Beobachtungen in der Natur für menschliche Anwendungen gewonnen werden, ist der aktuelle Geheimtipp in der Hightechindustrie.

Früher lasen wir in Mythen und Sagen über das Wesen der Bäume. Manch indigene Völker glauben, der Mensch stamme gar von ihnen ab. Und wer sich im Wald die Zeit nimmt, um Bäume zu beobachten erkennt schnell, dass sie wirkliche Wesen sind und einen ganz eigenen Charakter haben. Eingeweihte fragen den Förster längst nach Holz, das nach dem Mondkalender geschlagen wurde und gute Instrumentenbauer gehen mit dem Förster in den Wald und suchen dort ihr „klingendes Holz“ für Geige, Viola oder Cello.

Auch im Holz des Möbel bleibt der Charakter des Baumes erhalten, er zieht ins Haus mit ein. Welche Mitbewohner haben wir da eigentlich?

kieferDie Kiefer – Baum des Selbstvertrauens und der Energie.
Allgemein versinnbildlicht eine Kiefer Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und Lebenskraft. Sie steht für ein langes Leben in dem Treue und Mut einen hohen Stellenwert einnehmen.
Alle Kiefernarten haben eine keimtötende, schmerzstillende und durchblutungsfördernde Wirkung. Ihr ätherisches Öl verhilft zu innerer Ruhe und stärkt das Durchhaltevermögen. Im Haus finden wir die Kiefer als Tisch, Regal oder Truhe.

lindenblatt Die Linde – Baum des Glücks und der Gerechtigkeit.
Sinnbild für Liebe, Zärtlichkeit, Gastfreundschaft, Heimat, Schutz, Gemeinschaftssinn, Milde und Güte. Die Germanen widmeten Sie der Göttin Freya, der Göttin der Fruchtbarkeit.
Früher gab es keinen Dorf- also Gemeinschaftsplatz ohne Linde. Ihre herzförmigen Blätter stimmen das Gemüt milde, auch ein Grund, warum früher Linden den Gerichtsplatz zierten: Man erhoffte sich milde Richter und geständige, einsichtige Delinquenten.
Knospen, Blätter, Blüten, Rinde und Bast werden in der Pflanzenheilkunde verwendet. Bekannt sind ihre schweißtreibenden, entkrampfenden, kühlenden, schlaffördernden, lindernden und entzündungshemmenden Wirkungen. Das leichte Holz der Linde wird gern zum Bau von Resonanzböden für Orgel und Klavier verwendet.

eicheDie Eiche – Baum der Unsterblichkeit.
In ihrer Erhabenheit versinnbildlicht sie Sieg, Ruhm, Kraft und (männliches) Heldentum. Geweiht ist sie den Donnergöttern Donar / Thor / Jupiter. Die Kelten verehrten die Eiche als heiligen Baum und ihre Druiden ernteten die Misteln der Eiche mit ihrer goldenen Sichel.
Der Sinnspruch aus Kindheitstagen bei Gewitter lautete: „Von Eichen sollst Du weichen, stattdessen Buchen suchen.“ Dies rührt daher, dass die Eiche zu den sogenannten „Strahlensuchern“ gehört, also einen Standort nahe Wasseradern vorzieht, wo der Blitz sich naturgemäß stark hingezogen fühlt, während die Buche sich fernab von geologisch brisanten Zonen wohl fühlt.
Der hohe Anteil an Gerbsäure im Eichenblatt wirkt zusammenziehend, entzündungshemmend und blutstillend.

pappelDie Pappel – Baum der Unterwelt.
Schmerzen, Verschlossenheit, Arroganz, Tod und Auferstehung, in-sich-gekehrt-sein werden ihr als Attribute zugesprochen – nanu, was hat sie dann hier zu suchen? Im Allgemeinen wollen wir  der „dunklen Seite“ doch eher nicht zu nahe kommen. Bei den Geomanten heißt es, ein Bett aus Pappelholz sei zu vermeiden weil sie keinen erholsamen Schlaf ermögliche und man schon mit einem Bein in der Anderswelt stehe. Dennoch hat gerade die Pappel viel zu sagen: Das Zittern ihrer Blätter, so wird gemunkelt, deute auf ihre Unterhaltung mit der Geisterwelt. Und wer weiß schon, ob nicht manchmal ob ihres „Zitterns wie Espenlaub“ die als Furchtsam geltenden insgeheim an dieser Unterhaltung teilhaben … . In Griechenland war die Schwarzpappel der Erdmutter geweiht und wurde zum Wahrsagen verwendet. Dass laut Überlieferungen am Eingang zur Unterwelt eine Schwarzpappel steht und am Ausgang eine Weißpappel mag mit ein Grund sein, warum auf Friedhöfen gern Pappeln gepflanzt werden. Ein Zeichen der Lebenden, um den Verstorbenen einen reibungslosen Übergang zwischen den Welten zu ermöglichen – schließlich gehen wir alle mal diesen Weg. Pappelsalbe wurde in der frühen Heilkunde mit schmerzstillenden und halluzinogenen Kräutern verkocht und sorgte für tranceähnliche Zustande. Dazu wirkt Pappel schleimlösend, entzündungshemmend, wassertreibend; sie spült Schlacken aus und fördert die Verdauung. Auch für die Hautpflege hat die Pappel einiges zu bieten, ihre Wirkkraft für bessere Narbenheilung und ihr mildernder Einfluss  bei Verbrennungen, Sonnenbrand, Hämorrhoiden, Akne, Neurodermitis und Schrunden ist noch heute bekannt. Pappeln lieben wässriges Gelände und eignen sich zur Bodenentgiftung. Aus ihr werden Holzschuhe gefertigt, außerdem dient sie für Sperrholz, Streichhölzer und Zellulose.

pflaumenblu%cc%88teDie Pflaume – Baum für Alter, Weisheit und weibliche Erotik.
Die als heilkräftig geltende Pflaume steht im Symbol für Treue, Verläßlichkeit, Ausdauer, Langlebigkeit, Demut und Geduld, für Glück im eigenen Haus und die Erleuchtung. Botanisch gehört sie zu den Rosengewächsen – wer hat’s gewußt? Früher wurden der Pflaume in einer Zeremonie eigene Krankheiten übergeben: „Baum nimm Du’s, auf dass mich lässt die Krankheit in Ruh“, sollte man sagen um danach geheilt nach Hause zu spazieren. Aus ihrem Holz werden heute noch Löffel hergestellt und wegen ihres leicht rötlichen Farbtons wird sie gerne für Intarsienarbeiten verwendet. Hildegard von Bingen verwendete die Blätter der Zwetschge bei Zorn und die Rinde bei denen, die von Würmern befallen waren. Allgemein gelten die Wirkungen der Pflaume als aufbauend, regulierend, mild abführend, kühlend und krampflösend.

Lust auf mehr? Dann habe ich hier eine lesenswerte Literaturliste

  • Erwin Thoma – Die geheime Sprache der Bäume und wie die Wissenschaft sie entschlüsselt
  • Peter Wohlleben – Das geheime Leben der Bäume
  • Hermann Hesse – Bäume
  • Gerd und Marie Haerkötter – Das Geheimnis der Bäume
  • Andrea Huber – Die Heilkraft der Bäume; Rezepte und Rituale für Geist & Körper
  • Zora del Buono – Das Leben der Mächtigen, Reisen zu alten Bäumen
  • Rita Lüder – Baume bestimmen
  • Michael Vescoli – Der keltische Baumkalender: Über den Menschen, die Zeit und die Bäume
  • Frau Birkenbaum – Über den  Zauber der Erle
  • Martin Schleske – Der Klang; vom unerhörten Sinn des Lebens

Und wer überlegt, welcher Baum sich für den eigenen Garten eignet spreche mich gern an. Ich stimme nämlich mit Erwin Thoma aus ganzem Herzen überein: „Es ist hoch an der Zeit, mit den Bäumen zu sprechen, mit ihnen viel mehr zu kooperieren. Wer hört, was sie zu sagen haben, der wird belohnt. Für die gute Bewältigung unserer Zukunft ist die Baumsprache die wichtigste Fremdsprache, die wir lernen können.“ (aus o.a. Seite 95)


13 Kommentare

Feng Shui in der Handtasche

Zeit, über einen Wunschzettel für Weihnachten nachzudenken. HANDTASCHE steht bei vielen Frauen ganz oben und vor kurzem wurde ich gefragt, ob es nicht auch Feng Shui Regeln für diesen, von keiner Frauenschulter wegzudenkenden, treuen Begleiter gibt.

Zu jedem Outfit die passende Tasche?

Zu jedem Outfit die passende Tasche?

Na klar – schließlich gibt es kaum ein Thema, dass nicht „irgendwie“ mit „Energie“ zu tun hat. Und da uns Frauen die Handtasche in der Regel sehr am Herzen liegt …

„Die Handtasche einer Frau ist der natürliche Lebensraum für viele tolle Sachen.“ Bruce Darnell kennt sich aus! Tatsächlich stieß ich bei meiner Recherche auf nicht ganz und gar abwegige Gedanken, und ich gebe zu, einiges habe ich längst für mich kultiviert.

Eine nach Feng Shui „Regeln“ organisierte Handtasche symbolisiere Reichtum und Glück las ich bei meiner Recherche … na dann … – bitte raussuchen was passt, anonsten schmunzeln …

  • Eine Handtasche gehöre nicht auf den Fußboden. Schon gar nicht im Zug, Waschraum oder Restaurant. Von der Hygiene mal ganz abgesehen (bei einigen lande die Tasche später schließlich ganz bedenkenlos auf Bett oder Küchentisch) könne eine Handtasche als Ritualgegenstand gelten, und als solche gehöre sie nicht in den Straßenschmutz. Wer Zuhause die Straßenschuhe ausziehe, wisse was gemeint sei.
  • Kein „Abfall“ in der Handtasche herumschleppen. Seien es Kaugummipapiere, Schnipsel, erledigte Einkaufszettel … Abfall und Geld ergäben eine nicht harmonische Gemeinschaft und gehören deshalb nicht in denselben Behälter.
  • Auch loses Kleingeld nicht auf dem Boden der Tasche sammeln, deute dies schließlich auf einen wenig wertschätzenden Umgang mit Geld. Ins Portemonnaie oder Seitenfach und schon fühle sich das Kleingeld gewürdigt. Geld komme schließlich nur zu den Menschen, die es würdigen und mögen.
  • Die kluge Taschenbesitzerin packe vorausschauend: Sicherheitsnadel, Pflaster, Notfalltropfen, Haarband, Taschenmesser, Streichhölzer, Schnur – je nachdem, wohin frau sich begebe sei ein extra Täschchen mit den nötigen Utensilien unabdingbar.
  • Jede Handtasche gehöre ab und an ausgeräuchert und energetisch aufgeladen. Auch Glücksbringer und Amulette gehörten zum natürlichen Bestand einer Handtasche.
  • Und last but not least sei eine Handtasche in der persönlichen Farbe des Wohlstands absolut zu empfehlen (welche das ist findet frau durch einen Blick in das chinesische Geburtshoroskop heraus).

Nun ja, einiges legt schon der „gesunde Menschenverstand“ nahe. Wie ging es Dir, hast Du beim lesen geschmunzelt oder Dich aufgeregt? Wie ist das Verhältnis zu Deiner Handtasche? Ich freue mich über Kommentare!

 


Hinterlasse einen Kommentar

Was tun, wenn die Angst kommt

Die dunkle Jahreszeit kündigt sich an. Mehr Schatten, weniger Licht. In der chinesischen Elementelehre gehören Wasser und Winter zusammen; das kalte, dunkle Wasser dominiert das Befinden. Keine leichte Zeit für Menschen, die astrologisch gesehen eh‘ schon viel Wasser in ihrem Horoskop haben.

Urkraft Wasser

Urkraft Wasser

Als Element steht Wasser für Kommunikation, für leichten Zugang zu den Ur- und Ahnenkräften und es versinnbildlicht ganz generell den Weg des Lebens. Doch wenn es zu kalt oder übermächtig viel ist, wenn zu wenig (innere) Wärme vorhanden ist, dann kann es gefrieren, kann (unbestimmte) Ängste auslösen, Suchtverhalten oder Depressionen begünstigen.

Wer sich in dieser Zeit von irrationalen Ängsten überschwemmt fühlt oder gerade keine Richtung findet und sich verzettelt, kann natürlich einen Blick ins eigene chinesische Horoskop werfen (lassen), um mehr über die Verteilung der Elemente zu erfahren. Ist etwas zuviel oder zuwenig braucht es Ausgleich. Was das sein kann und wodurch alles ins Gleichgewicht findet, das kann eine erfahrene Astrologin erkennen.

Was noch?

Im Raum hat das Wasser im Norden seinen Platz. Als Expertin für Räume und Wohlbefinden rate ich darum, den Norden in den eigenen Räumen zu verorten und zu schauen, was ist da los? Was ist zuviel, was ist zuwenig? Und wie sieht es gegenüber, im Süden aus? Räume sind unsere dritte Haut und nehmen als solche enormen Einfluss auf Leben und Geschick. Gutes Gelingen, Vorankommen, innere Entwicklung, Karriere, inspirierende Begegnungen mit Menschen, Reisen – das alles ist raumenergetisch im Norden verortet. Wer sich intensiver mit seiner Lebensreise befassen und Einfluss nehmen will, tut gut daran, den Norden sorgfältig zu inspizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um ein Gleichgewicht der Polaritäten herzustellen.

Jeder Mensch ist Kapitän im eigenen Leben. In frühen Zeiten waren Kapitäne vor allem Sternenkundige, sie kannten sich aus am Himmel und mit Gewässern, Gezeiten und unterirdisch lauernden Gefahren. Gar nicht verkehrt, sich daran zu erinnern.

Dann kann natürlich die Ernährung helfen. Im Winter möglichst thermisch warme Lebensmittel bevorzugen, dazu gehören Ingwer, Petersilie und Essig, Fenchel, Hokkaido, Süßkartoffel, gebratene Zwiebeln, Vanille, Bockshornklee und Zimt, Maronen und Kokosmilch, Hafer und Qinoa. Thermisch kalte Nahrungsmittel wie Joghurt, Kiwi, Ananas, Mango, Salatgurke nun eher aus dem Bauch lassen. Auch scharf gewürzte Speisen gilt es eher zu meiden, denn die greifen in dieser Jahreszeit die Lunge und damit das Immunsystem an.

Dann immer empfehlenswert ein Blick in den Blog meiner Freundin Christine Li. Die beschäftigt sich mit den Heilkünsten und hat immer gute Tipps, gerade auch wenn es darum geht, der eigenen Angst zu begegnen. Auch ihr Buch über Chinesische Medizin für den Alltag kann ich nur empfehlen. Da Gesundheit im Körper wie im Raum auf dem Gleichgewicht der Polaritäten Yin und Yang basiert gibt es hier viele wertvolle – und vor allem leicht selbst zu fertigende – Rezepte, die gut schmecken, wohl tun und sehr hilfreich sind, sollte alles durcheinander geraten sein.

Vor einigen Jahren habe ich existentiellen Ängsten tief ins Auge geblickt und einfach alles aufgeschrieben. Nach meiner akademischen Verpflichtung akkurat, quellengerecht und inhaltlich strukturiert zu schreiben war dies mein „Ausbruch“ in die Welt der Phantasie. Es ist wohl kein literarisches Meisterwerk und manches klänge präziser und kürzer formuliert sicher besser – dennoch, es ist einfach so gut, wie es mir damals möglich war.

Die Angst so nah kommen lassen, dass ihr Gesicht aus dem Schatten steigt. Dazu gehörte auch, es aus dem Geheimfach der Schublade zu holen und öffentlich zu machen. Das Ronda Buch handelt von einem Mädchen, die von unerklärlichen Ängsten geplagt wird. Erst der Besuch bei ihrer weisen Großmutter und die Erkenntnis, dass das Gestern nicht bestimmen muss, was heute möglich ist helfen ihr dabei, danz ungeahnte Schritte zu gehen und ihre Angst schließlich zu überwinden. Mir hat sie auch geholfen.