Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de


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Fundstück vom Sperrmüll – was hole ich mir da ins Haus?

Zugegeben wirkt manches Möbelstück vom Sperrmüll oder Flohmarkt ganz bezaubernd. Auf den ersten Blick vielleicht schäbig, doch vor dem inneren Auge der Entdeckerin leuchtet schon die fertige Kreation dessen, was mal draus werden kann: Aufgepeppt durch frischen Anstrich, edles Polster oder einen feinen Lampenschirm wird daraus ein Unikat, das perfekt ins eigene Zuhause passt.

Dieser Stuhl fände auch in meinem Garten ein neues Zuhause 🙂  – Impression von © Sheldon Nunes

Doch wer realisiert, dass aus jedem Teil auch feinstoffliche Informationen strahlen, hält kurz inne. Mein Feng Shui Tipp für Fundstücke:

  • Hand auflegen. Manchmal verzaubert der Blick, doch das Gefühl läßt sich nicht täuschen. Darum kann schon der kleinste Körperkontakt helfen, eine sichere Entscheidung zu treffen. Welche Ausstrahlung spüre ich durch die Hand? Fühlt es sich wonnig an, belebend und erfüllt mich mit Freude? Wenn ja, wird’s gut sein. Doch sollte sich Schwere im Körper ausbreiten oder wenn plötzlich traurige Gedanken aufkommen, Hand ausschütteln und besser gleich weitergehen.
  • Schnuppern. Wen’s hier schon ekelt, sollte definitiv weiter gehen. Und wer weiß schon, in welchem Haushalt das (Polster?)Möbel vorher wohnte. Wer raucht oder mit Tieren lebt, wird  kein Problem mit ungewohnten Gerüchen haben, doch empfindliche Näschen können leicht irritiert werden. Bei Büchern hilft zwischen die Seiten gelegtes Duftpapier, bei Kommoden braucht es in ätherisches Öl getränkte Stofflappen – doch einige Zeit wird es brauchen, bis der fremde Geruch verschwindet und die Nase keinen Alarm mehr schlägt.
  • Abwaschen – wenn möglich. Zuerst mit Lauge, Kernseife oder Feinwaschmittel gründlich säubern. Dann einen Sud mit Zugaben von Salbei, Rosmarin, Lavendel brauen, Möbelstücke damit ab- und aus(!)waschen, Kleidungsstücke darin schwenken.
  • Räuchern. Weißer Salbei wird genutzt, um anhaftende Energien zu lösen. Das gilt nicht nur für Räume sondern auch für Möbel, Bücher und Kleidung.
  • Tabu sind aus Feng Shui Sicht gebrauchte Matratzen. Sie gelten als Behälter für Ablagerungen aus dem persönlichen Energiefeld. Wer den Vorbesitzer / die Vorbesitzerin nicht kennt hat also keine Ahnung, welche „Geister“ hier beherbergt werden. Gerade weil im Schlaf (fast) alle Schutzschilde runtergefahren werden, sind Schlafende so verletztlich. Manche Expert(inn)en, denen ich mich übrigens anschließe, raten sogar, alle 8 – 10 Jahre, nach schwerer Krankheit und nach Trennung die Matratze zu wechseln. Und mit wem man das Bett teilt, dabei kann man schließlich nicht vorsichtig genug sein ;-).

Gleiches gilt übrigens auch für Erbstücke und Antiquitäten. Sie sind ebenso Träger feinstofflicher Informationen und wer spürt, dass das eigene Energieniveau sinkt, sollte sich schleunigst von solchen Möbeln verabschieden.

Wie ich auf das Thema komme? Ich habe selbst gerade einen Stuhl in Arbeit, der mir kürzlich „zuflog“ – vor meinem inneren Auge sehe ich ihn schon prächtig!

 


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Die besondere Immobilie – Das Architektenhaus

Auf der Suche nach einem Eigenheim findet man in einschlägigen Portalen oft eine, mit einem Eigenbegriff gekennzeichnete Immobilie: Das Architektenhaus. Was sich dahinter verbirgt? In der Regel handelt es sich um Häuser, die Architekten für sich selbst entworfen haben. Da sie meist hochpreisig angeboten werden, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen.

So kann es werden: Eine Atmospäre zum Wohlfühlen. Danke für das klasse Foto © grovemade

Kürzlich hatte ich nämlich die Ehre, einen Architekten bei der Planung seines Traumhauses zu beraten. Das Grundstück war erworben, die Ausrichtung festgelegt und die Baupläne bereit zur Eingabe. Ein letzter Blick von mir sollte bestätigen, das alles bedacht war. Und ich der Tat, ich war wirklich zufrieden 🙂

Da ich schon viele Neubauten gesehen und manches Mal kopfschüttelnd überlegt habe, wo der Planer / die Planerin während der Arbeit mit den Gedanken war, sah ich hier vor allem die Feinheiten gewürdigt:

  • Ein harmonischer Grundriss, der zwar etwas eigenwilliges ausstrahlt, dabei dennoch in seiner Balance bleibt.
  • Eine Fassadengestaltung, die ein „freundliches Gesicht“ zur Straße schauen läßt und sich  in die Gegebenheiten der Umgebung einfügt.
  • Ein angemessen großer Platz vor der Haustür – in der Fachsprache Ming Tang genannt – wo das Qi, also die Energie, sich sammeln kann und der mit optischer Hervorhebung gepflastert werden soll.
  • Ein einladend quadratischer Eingangsbereich innen, mit Platz für Begegnung, für Einbauschrank, Garderobe und Schuhregal.
  • Eine (Wohn)Küche mit „Vorratskammer“ und einem Dunstabzug nach außen.
  • Zwei Kinderzimmer die den Namen wirklich verdienen, und in denen die Kinder später nach Belieben auch mal die Möbel umstellen können.
  • Eine separate Ankleide mit Einbauschränken für die Eltern.
  • Ein Raum mit Außenbelüftung zum Wäschetrocknen im Keller.
  • Eine Garage, die nicht mit dem Haus verbunden ist und dadurch keine „Fehlbereiche“ erzeugt.

Dabei ist die Grundfläche mit 140 m2 nicht mal besonders üppig. Dennoch wird es einen Kreativraum geben, ein Gästezimmer und ein Wohnzimmer mit Galerie. Prima! Und was konnte ich noch tun?

Ein paar Kleinigkeiten gab es bei der Zufahrt zu beachten, ich empfahl, sie etwas zu versetzen um einen günstigeren Energiefluss aufs Grundstück zu lenken. Außerdem werden wir einige geomantische Zeremonien vollziehen, um den Bauplatz entsprechend vorzubereiten. Besondere Würdigung gebührt dabei dem ersten Spatenstich, und wenn es so weit ist, werden wir gemeinsam den gefüllten Grundstein an passende Position legen. Später gibt’s das Firstfest, die Reinigung, die Aufladung des Hauses und das Einzugfest. Alles in allem, damit es eine runde Sache wird, und ein Zuhause, in dem Menschen glücklich leben, wachsen und gedeihen. Was für eine wundervolle Arbeit!


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Raum der Stille

Advent, Advent. Statt noch xx Mal schlafen bis zum: „… aber wir wollten uns doch nichts schenken!“, hier ein ausgefallener Weihnachtswunsch, den eine fünfköpfige Familie sich erfüllt hat. Letzte Woche war ich bei Ihnen, um den fertig eingerichteten RAUM DER STILLE, den ich für ihr Wohnhaus konzipiert hatte, zu begutachten.

Es war ein Familienprojekt, initiiert von den beiden heranwachsenden Söhnen. Die hatten sich zu Weihnachten gewünscht, dass mehr Ruhe in die Familie kommt. Denn der Eine macht nächstes Jahr Abitur, der Andere beginnt eine Lehre und das Nesthäkchen hat gerade aufs Gymnasium gewechselt. Die beiden Großen wollen noch eine Weile mit den Eltern leben und dort etwas haben, was sie sich absehbar (beim Auszug in WG oder mit Freundin) nicht würden leisten können – einen Raum der Stille.

Gemeinsam hatten alle entschieden, trotz nicht gerade üppiger Platzverhältnisse, ein Zimmer dafür herzugeben. Der Wunsch an mich lautete, dass dieser Raum kaum möbliert werden und dennoch warm wirken soll und dass ein farblicher Akzent die Aufmerksamkeit immer wieder zurück holt, wenn sich die Gedanken verlieren. Denn auf ein gemeinsames Bild, das wußten alle sofort, würde man sich nie einigen. Außerdem sollte ich es hinkriegen, dass auch mal alle Fünfe im Raum sein können, ohne sich zu stören oder Platzangst zu kriegen.

Als ich vor einigen Wochen mein Konzept vorstellte, waren alle gleich begeistert. Ich hatte die Idee des Jüngsten aufgegriffen, zusätzlich zu einem Sitzkissen, für jeden ein passendes Schaffell zu besorgen. Laut Fliegender Sterne des Feng Shui begünstigt ein einheitlicher Wandton in Japanweiß das Raumklima, zusätzlich sollten drei Wände je ein abstraktes Motiv (Quadrat, Kreis, Dreieck) bekommen, das in einer anderen Farbe aufgetragen wird. Der fast quadratische Raum erlaubt, dass sich sowohl alle gemeinsam um eine Mitte versammeln können, als auch – selbst wenn alle anwesend sind – sich mit Blick auf eines der Wandmotive zu setzen.

Bei den Wandmotiven steht das Quadrat für die Erdung, der Kreis für die Zentrierung und das Dreieck für geistige Inspiration. Der installierte Mittelpunkt, ausgelegt mit Bergkristall und Rosenquarz, verleiht dem Raum eine angenehme Schwingungsfrequenz. Zusätzlich werden auch in den vier Ecken entsprechend große Kristalle dafür sorgen, dass die Energie im Raum pulsiert und klar bleibt. Für jedes Familienmitglied habe ich zusätzlich ein Hexagramm gefunden, dass ausgleichend auf das jeweilige Temperament wirkt.

Als ich mich gestern verabschiedete haben mich alle fröhlich-freundlich umarmt und der Jüngste gab mir einen dicken Schmatzer auf die Wange. Er war einfach glücklich, dass ich seinen Wunsch, das Schaffell „irgendwie unterzubringen“ tatsächlich aufgegriffen hatte 😉 Und ich bin noch immer ganz gerührt und sage noch einmal Danke für das in mich gesetzte Vertrauen!

 

 

 

 

 

 

 


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Auf dem Weg zu mehr Klarheit

In diesen Tagen ist Klarheit mein Zauberwort. Ich wünsche mir mehr davon und war kurz davor, mir einen teuren Kalender zu kaufen, der genau das verspricht. Doch weil ich mich mittlerweile ganz gut kenne wird mir klar, dass ich damit in die Zukunft delegiere, was jetzt nach Antwort verlangt. Was tut also eine Feng Shui Beraterin, die sich mehr Klarheit wünscht?

Klarheit wirkt von Außen nach Innen. Danke für das passende Foto Statement an © Oriento.

  • Ich frage mich: „Was ist für mich eigentlich Klarheit?“ Ein geputztes Fenster zum Durchschauen, eine leere, weiße Schreibtischplatte, ein unbeirrbarer Fokus auf mein Ziel (ich nehm‘ erstmal nur eins, das ist leichter), ein strukturierter Ablauf, ein fester Rhythmus bestimmt von Kronos statt Kairos? Und gibt es Variationen in der Klarheit? Große Klarheit und weniger große? Ist Klarheit eine Cousine von Disziplin?
  • Ich räume meinen Schreibtisch leer. Dabei sind viele Entscheidungen zu treffen, denn um mich herum liegen beschriebene Zettel, Füller und Buntstifte, Sinnsprüche, Kristalle, selbstgemachte Streichholzschachtel, Brieföffner mit Vogel, Bücher, mit denen ich arbeite, handgeschöpfte Bogen, Mitbringsel von draußen – und wohin jetzt damit? Ich liebe diesen Krimskrams, doch irgendwann = jetzt ist der Tisch voll und selbst die Tastatur schaukelt auf einem Stapel Papier. Vorsichtig schob ich vorhin alles an den Rand, darauf bedacht, dass nichts runterfällt. Daran merke ich: Ich bin unklar, weil abgelenkt. Ich kann hier jetzt keinen Brief schreiben, keine Skizze fertigen, keinen klaren Gedanken fassen – einfach weil kein Fleckchen mehr frei ist. Ich weiß: Neues entsteht nur, wo Raum dafür ist und erinnere mich an die Zeit mit Zahnspange. Weil zu viele Zähne zu wenig Platz hatten und drauf und dran waren, schief zu wachsen …
  • Ich sitze am leeren Schreibtisch. Mein Blick schweift im Zimmer herum. Was stört mein Bild von Klarheit? Dann: Papierkorb geleert, Bücher verstaut, Oberfläche vom Sidebord frei geräumt.
  • Ich sitze wieder am immer noch leeren Schreibtisch. Ich nehme ein weißes Blatt Papier und beginne zu schreiben. [Wer bisher nur in die Tasten klopft sollte das unbedingt mal wieder probieren, es hat einen bereichernde Effekt auf die grauen Zellen.] Worüber möchte ich mir klar werden? Wo braucht mein Leben mehr Klarheit? Was kann ich klarer formulieren, um es auf den Punkt zu bringen? Warum ist Klarheit so wichtig für mich? Was entgeht mir, wenn ich unklar bleibe?
  • Ich merke, wie ungewohnt es ist, an so einem leeren Schreibtisch zu sitzen. Während ich schreibe drängt etwas in mir plötzlich nach … und ich will aufstehen, es holen oder tun. Doch ich widerstehe dem Impuls, bleibe sitzen und beobachte, wie stark er wird. Kann er mich „zwingen“ ihm zu folgen? Schaffe ich, ihn auszusitzen? Plötzlich wird ein Spiel draus. Ich bleibe sitzen, atme und merke: Ich bin total klar. Weil ich bemerkt habe, an welchem Punkt / Gedankenstrich: bei welchem Gedanken mich der Bewegungsimpuls gepackt hat. Da wollte ich nicht ran, da wollte ich ausweichen, mich ablenken – unklar bleiben.
  • Ich atme aus und stelle fest: Mein Weg zur Klarheit geht über Außen (wahrnehmen, was mich umgibt und Bedingungen schaffen, in denen etwas möglich wird) nach Innen (beobachten, was den Fluss unterbricht, mich ablenkt).
  • Dauer des Experiments: 1 Stunde.
  • Fazit: Klarheit braucht Entscheidung, Disziplin und den Willen, dran zu bleiben. Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis und einem Moment absoluter Klarheit habe ich aufgeräumt, einen „unbehaglichen“ Gedanken erwischt, ihn mir bewusst gemacht und tief geatmet. Ich bin sehr zufrieden.


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Letzer Termin in 2018: Aufstellen mit Grundriss

Ein Raum ist etwas Wunderbares: Er bietet Schutz und Geborgenheit, er umfängt den Menschen wie eine dritte Haut und hat dennoch ein Eigenleben. Ein Raum verkörpert Potenziale und Kräfte, die er den Menschen zur Verfügung stellt. Und obwohl ein Grundriss nur aus ein paar Linien auf einem Stück Papier besteht, zeigt er beim draufschauen schon, welche Einflüsse im Leben der Menschen wirksam werden.

Jedes Haus hat Verbindung zur Außenwelt und ein (reiches) Innenleben. Foto © Brain Babb

Das resultiert in Themen, die sich in den Vordergrund schieben oder in Fragen, die sich aufdrängen. Unerlöste Konflikte, Entscheidungen die es zu treffen, alte Verletzungen, die es zu heilen gilt – all das spiegeln Raum und Grundriss.

Darum eignet sich die Kombination aus Feng Shui und systemischer Aufstellung sehr gut, die  Verbindung zwischen Mensch und gebautem Raum zu entschlüsseln. Anschließend kann der eigene Wirkungsbereich viel freier erlebt, neu strukturiert oder aufgeschlossener vergrößert werden.

Im Workshop „Aufstellen mit Grundriss“ nutzen wir Ihren Grundrisses als Werkzeug. Denn er ist stiller Zeuge, welche Themen in Ihrem Leben aktiv sind und trägt die Lösung in sich, was getan werden kann, um Prozesse wieder ins fließen zu bringen.

Egal ob Wohn- oder Arbeitsraum, jeder Raum ist ein möglicher Verbündeter im Leben.

Wann?
Samstag, 8.12.2018, von 14 bis ca. 18 Uhr (die Dauer variiert abhängig von der Teilnehmerzahl)
Wo?
Im EOS-Institut in Bremen, Schwachhauser Heerstr. 55
Wieviel?
140 Euro, inkl. MwSt.

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung mitbringen.

Anmeldung

Erst prägen wir die Räume,
dann prägen die Räume uns.

frei zitiert nach Winston Churchill


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Das Leuchten des Raumes

Haben Sie schon einmal beobachtet wie es ist, wenn Sie einen Menschen so anschauen, dass er sich wahrgenommen fühlt? Wie er unter Ihrem Blick regelrecht aufblüht, sich aufrichtet und zu leuchten beginnt?

Stellen Sie sich vor, mit diesem Blick betrachten Sie heute Ihr Zuhause. Was meinen Sie, passiert im Raum, wenn Sie ihn ebenso liebevoll anschauen? Und was, wenn Sie spüren, Sie wohnen da nicht nur, arbeiten da nicht nur – sondern Sie verbringen Ihr Leben in diesen Räumen?

Setzen Sie sich heute doch mal an einen Lieblingsplatz und schauen sich um. Ohne zu bewerten und ohne dem Impuls nachzugeben, jetzt noch irgendwas aufräumen zu müssen. Gönnen Sie sich einige Augenblicke in Stille.

Irgendwann gibt es den Moment, in dem Sie den Raum wirklich erkennen.  Dann öffnet er etwas und gibt Ihnen Gelegenheit, sich durch ihn zu erkennen. Und zwar mit allem, das er in sich birgt und das auch Sie in sich tragen – Möglichkeiten, Begrenzungen, Potenziale.

Zu diesen bewußten Momenten möchte ich Sie heute einladen: Spüren Sie das Leuchten Ihrer Räume und die Dankbarkeit, durch sie genährt zu werden.

 

 


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Gärten des Grauens

Gärten des Grauens schlagen gerade hohe Wellen und sind ein heiß diskutiertes Thema auf Facebook und im Radio. Leser-innen der Seite werden nicht müde, in Schotter und Kies erstickte „Gärten“ zu fotografieren.

Meine Freundin Stefanie hat mich auf diesen Trend aufmerksam gemacht – auf der FB-Seite gibt es immerhin schon fast 19.000 abgebildete Häuser mit solchen Schottergärten. Dann sagte sie ganz lieb: „Wir brauchen Dich! Solche Gärten sind eine Schande, so kann das nicht weitergehen.“

Die ursprünglichen Fotos der „Gärten des Grauens“ wurden ersetzt.

Alle, die sich nicht vorstellen können, wie das aussieht, können sich unter „Gärten des Grauens“ auf Facebook einen Überblick verschaffen. Zu finden sind im Internet auch beispielhafte „Gärten“, die mit farbigem Kies aufgeschüttetet wurden. Bitte, das kann doch nicht euer Ernst sein, lebendige Menschen in solche „Gärten“ locken zu wollen! – Und dennoch, die Sehnsucht, kreativ mit Farben und Formen zu gestalten, ist allzu offensichtlich. Auch unübersehbar der Wunsch nach Kontrolle über die Umwelt und das Bedürfnis nach klarer Abgrenzung.

Dafür habe ich Verständnis, denn in einer Welt, die immer unüberschaubarer wird und in der Einzelne ihren Handlungsspielraum gefährdet erleben, ist das einleuchtend. Und dennoch – wir Menschen brauchen die Natur – denn wir sind Natur! Wir brauchen Bäume, Blumen und saubere Luft. Wir brauchen sauberes Wasser, Bienen und Schmetterlinge, Vögel und Frösche. Wir sind Vielfalt und wir brauchen natürliche Vielfalt – jedenfalls das, was jetzt noch übrig geblieben ist.

Darum heute mein Angebot: Allen, die einen neuen Garten planen und denen Ideen für pflegeleichte Natur-Gärten fehlen, biete ich heute ein Special. Wer bis Ende November eine Gartenberatung bei mir beauftragt bekommt 15% Rabatt. Und nun lasse ich Bilder sprechen, um Ihr Herz zu berühren und Sehnsucht zu wecken. Denn das Lebendige in uns braucht das Lebendige umzu.


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Wer ständig außer sich ist …

Neulich hörte ich diese Geschichte: In einem Mehrparteienhaus lebt ein Mann, der ständig ausrastet. Über jede Kleinigkeit rege er sich auf und gerät darüber in heftige Streitereien mit seinen Nachbarn. Selbst Sachen die ihn gar nichts angingen mache er zu seinem Thema. Damit geht er allen gehörig auf den Geist und eine ratlose Beteiligte fragt mich: „Wieso ist der bloß dauernd so außer sich?“

Ohne Mitte geht es nicht. Danke für das tolle Foto, Laurent Naville.

Auf Nachfragen erfahre ich, dass seine Wohnung im Obergeschoß vormals aus zwei Wohnungen bestand, die vor Jahren zu einer zusammengelegt wurden. Damit es in der neuen Situation nur noch eine Eingangstür gibt, wurde eine geschlossen. Und zwar die im Nordwesten. Das Treppenhaus liegt nun genau in der Mitte. Das heißt, die Wohnung läuft wie ein äußerer Ring um die Mitte, die nicht zur Wohnung gehört.

Da  äußere Umstände – und die Wohnsituation ist immer ein wirkungsvoller äußerer „Umstand“ – auf Wahrnehmung und Gemütslage wirken, findet sich aus Feng Shui Sicht eine relativ einfache Erklärung

  • Jede Mitte symbolisiert den Mittelpunkt der Welt. Sie steht in engem Kontakt zur inneren Mitte des Menschen und über diesen „Nabel der Welt“ verbinden sich Mensch, Erde und Kosmos. Dies ist der wahre Sitz der Kraft. Die Mitte des Raumes bzw. Grundrisses steht in direkter Verbindung zu diesem „Sitz der Kraft“. Fehlt sie in einem Zuhause, dann fehlt ein entscheidender „Kraftort“ und der Mensch kann sich nicht mit dem Größeren verbinden. Dies geschieht zwar meistens unbewußt, doch längst wissen wir ja um den Einfluss des Unbewussten auf jegliches Fühlen und Handeln.
  • Der Nordwesten steht in der Lehre des Feng Shui in Innenräumen mit dem Mann des Hauses in Verbindung. Wurde, wie oben geschildert, die Tür dahin geschlossen, könnte man sagen, dass dem Mann der Zugang zu sich selbst fehlt.
  • Mich hat dann noch die Frage beschäftigt: Wohin geht jemand, der „außer sich“ ist? Wo ist er dann? Nach meiner Ansicht bleibt diesem Mann quasi nichts anderes übrig, als „außer sich“ einen Punkt zu finden, an dem er „zu sich kommen“ und sich spüren kann. Dazu nutzt er die Menschen, mit denen er im Streit liegt. Denn Streit bedeutet Reibungsenergie und die erzeugt wallendes Blut, Feuer und Glut. Das ist sein Umweg, sich seiner selbst zu vergewissern.

Was könnten wir mit Feng Shui tun? Schwierig, ehrlich. Ohne echte Mitte im Raum kann nur etwas konstruiert werden. Wenn ein Umzug nicht in Frage kommt würde ich, außer ein paar Gestaltungstricks drinnen, zusammen mit dem Betroffenen außerhalb der Wohnung einen Ort finden, an dem er immer wieder zu sich kommen und seine Mitte spüren kann. Und, ohne die konkreten Gegebenheiten zu kennen, würde ich dennoch raten, die Tür im Nordwesten wieder zu öffnen und statt dessen die andere zu schließen. Dies könnte ihm einen direkteren Zugang zu sich selbst eröffnen.

Was fällt Ihnen „da draußen“ so auf? Immer her mit Anregungen oder Fragen, ich denk gern mit.

 


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Interior Styling mit den 5 Elementen

Oft erwähne ich die 5 Elemente in meinen Artikeln. Wer sich fragt, wie das „übersetzt“ in der Raumsprache aussehen kann, findet hier Anregungen in beispielhaft gestalteten Räumen. Nicht immer geht es beim Feng Shui Styling nur um schöner wohnen – doch wenn das dabei raus kommt, ist ja auch viel gewonnen ❤

Das Element Holz

ist gekennzeichnet durch die Farbe grün und hochaufstrebende Möbel, Lampen oder Pflanzen. Holz repräsentiert Wachstum, Dynamik und Erfindungsreichtum im Elementekreis.

Zum Element Feuer

gehört die Farbe rot sowie alles prunk- und prachtvolle. Ein vom Element Feuer dominierter Raum kann pompös oder überladen wirken, ein besonderes Kennzeichen ist sein warmer Charme. Und mit der Zeit ändern sich kulturelle Vorlieben, die wir im Raum wieder finden.

Das Element Erde

mag es stabil und – erdig. Die Farbe Gelb und Brauntöne in jeder Coleur, rechteckige oder quadratische Möbel (auch in Holzoptik) kennzeichnen das, was uns heute oft fehlt: Den festen Boden unter den Füßen. Sich „einfach“ wohlfühlen, Ballast fallen lassen und sein dürfen – das erlauben erdig dominierte Räume.

Das Element Metall

ist materialisierter Ausdruck von Klarheit. Schlicht, dabei elegant. Klares Motto in weiß, silber, gold oder kupfer: Weniger ist mehr. Metall liebt die Essenz, deshalb wird in diesem Ambiente gern auf jede Art Schnick-Schnack verzichtet.

Das Element Wasser

symbolisiert per se die Bewegung. Fließende Formen, viel Glas, Spiegel, weiche Stoffe und alle Farben Blau kennzeichnen das Wasserelement.

Selten gibt es Räume, die ausschließlich einem Element zuzuordnen sind, meist herrscht ein Mix, in dem jedoch ein Element klar dominiert. Das kann zu einem Gefühl von Unausgeglichenheit, Lähmung oder Überforderung führen. Fehlt der Ausgleich, fühlt man sich unwohl.

Einseitig eingerichtete Räume resultieren meist aus dem Versuch, eine individuelle Veranlagung auszugleichen und über den Raum für Ausgewogenheit zu sorgen. Da das nicht unbedingt dem entspricht, was der Raum braucht, schleicht sich Unbehagen ein.

Nicht selten ist das dann Anlass für wiederkehrenden Streit, vor allem wenn mehrere Menschen zusammen leben: Dann findet’s der eine zu voll gestellt oder immer unordentlich, einem anderen ist’s zu nüchtern oder jemand friert immer, weil das Zimmer scheinbar trotz Heizung einfach nicht warm wird. Hier läge ein offensichtlicher Beratungsauftrag vor:

Herausfinden, was braucht der Mensch und was braucht der Raum. Dann beide nach Bedarf stärken. So entstehen Räume, in denen sich alle wohlfühlen, die hier zu Hause sind.  Auch wer täglich viele Stunden Lebenszeit an dem Ort verbringt, an dem er und sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellt, hat ein Recht darauf, es schön zu haben.

 


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Wenn Qi die Treppe runterfällt, ist das sehr ungünstig

  • „Gehen Sie unbedingt durch den Keller ins Haus. Andernfalls fällt das Qi die Treppe runter, und das ist sehr ungünstig.“
  • „Sie haben mit Erkern gebaut? Also das finde ich unverantwortlich!“
  • „In jedem Raum muss die Partnerschaftsecke aktiviert werden, sonst finden Sie Ihren Traummann nie.“
  • „Oh, das Badezimmer ist im Südosten – na, da können Sie sich schon jetzt auf enormen Geldverlust einstellen.“
  • „Der Eingang im Nordosten – au weia!“

Danke für das schöne Foto © Jason Briscoe

Oh ja, so und ähnlich klingen Äußerungen, die unter der Überschrift Feng Shui gemacht werden. Klingt gräßlich, oder? Während ich das schreibe sitze ich kopfschüttelnd am Tisch. Was für ein Mist, denke ich, was für eine Ver .. schung! Ich bin echt sauer.

Darum muss ich das noch einmal sagen: Feng Shui ist eine Methode, um Menschen zu verstehen. Ihre Beweggründe, Absichten und inneren Wegweiser, die sich im Tun äußern, verstehen. Um dann mittels Gestaltung und Akupunktur im umgebenden Raum soweit möglich in die gewünschte Richtung zu lenken. Doch erst kommt das Verstehen, und das braucht Empathie.

Ich bin ganz ehrlich: ich hatte schon Beratungen, da hat mir das Schicksal der Menschen mit denen ich es zu tun hatte, Angst gemacht. Doch das waren meine Ängste und meine Projektionen, meine nicht bearbeiteten Schatten, die durch die Arbeit ins Bewußtsein kamen. Meine ersten Reaktionen waren – ich geb’s zu – Ablehnung, dann Überheblichkeit. Das hinter diesen emotionalen Reflexen meine eigenen Ängste warteten und das Bedürfnis, mich zu schützen, das habe ich erst verstanden, als ich mit der systemischen Aufstellungsarbeit begann.

Auch wenn China das Land der Kollektive ist und das Individuelle lange keinen Platz in der Gesellschaftsform hatte, die alten Feng Shui Meister und Meisterinnen schauten zuerst in das Geburtshoroskop, um heraus zu finden, welches mögliche Schicksal einen Menschen auf der Erde erwartet und welche Anlagen da sind, es zu meistern.

Mit diesem Wissen wird die gewählte Umgebung entsprechend hergerichtet, um die Bedinungen zu schaffen, damit der Mensch in seine Kraft kommt, in seiner Kraft bleibt und seine wahre Größe erreicht. Und, dass er / dass sie das auch annehmen kann.

Beispiel: Wenn ein(e) Selbständige(r) ein Büro bezieht in dem die Himmelsrichtung Nordwesten fehlt, ist das ein starkes (unbewußtes) Statement: Denn der Nordwesten repräsentiert Führungskraft, Strategie, Durchsetzungsvermögen, hilfreiche Menschen und Mentoren. Alles, was ein gut laufendes Business braucht.

Ein Blick in das Geburtshoroskop wird helfen, den Grund dafür zu verstehen. Erst auf dieser Basis kann echte Beratung geschehen, weil ganz ohne Dogmen („das ist gut oder schlecht“) ein Weg sichtbar wird, um die Balance herzustellen und etwas ins Leben zu integrieren, was unbewußt nicht möglich war.

Natürlich lassen sich durch Feng Shui verallgemeinernde Aussagen treffen über

  • das, was (in der Regel) in Sackgassen geschieht und was nicht
  • Lebensthemen die drängend werden, je nachdem ob man links oder rechts in einer Doppelhaushälfte lebt
  • mögliche Konsequenzen, wenn ein Haus in einer ungünstigen Farbe gestrichen ist
  • Auswirkungen des Wohnorts auf gesundheitliches Befinden, finanziellen Erfolg, Partnerschaft, individuelles Lebensglück, Gedeihen der Kinder
  • Ursachen, warum jemand selten zu Hause ist oder dort keine Ruhe findet.

Doch zuerst kommt der Mensch. Immer. Dann kommt die Umgebung. Dann kommt die Handlung. Und daraus webt sich Schicksal. Niemand sollte beurteilen, welche Erfahrung ein Mensch in diesem Leben machen will. Alles, was ein guter Berater, eine gute Beraterin tun kann, ist bewußt machen. Begleiten. Aufrichtig und authentisch mitteilen: Das sehe ich … Das sagt meine Erfahrung … Das kann folgende Ursachen haben … Das könnte eine mögliche Lösung darstellen …

Und jeder Mensch ist frei, sich selbst zu erkennen. Blockaden, Verstrickungen, Stärken, Ängste, Durststrecken … darf man alles haben. Keine Platitüde kann erklären, dass jemand keinen Partner findet, weil die Partnerschaftsecke im Wohnzimmer nicht „aktiviert“ wurde.

Sollte Ihnen also das nächste Mal ein Berater, eine Beraterin – ohne Sie zu kennen und am Telefon – mit ähnlichen Aussagen, wie oben geschildert, antworten, wäre eine Gegenfrage sicher angebracht: „Haben Sie sich eigentlich schon Ihren eigenen Ängsten gestellt? Wie wollen Sie aus der Ferne beurteilen, was gut für mich ist?!“
Denn: Bange machen gilt nicht, anderfalls ist es ein Geschäft mit der Angst.

 

 

 

 

 


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Aha-Erlebnis garantiert: Der Blick aufs Bagua

Wie kommt es eigentlich, dass manche Räume sich besser zum Arbeiten, andere zum Ausruhen eignen?

Eine einleuchtende Antwort kann das Bagua geben: Weil jeder Raum in Verbindung zu einer Himmelsrichtung steht, kann dieses Raster helfen, die Qualität von Räumen mal ganz anders zu erfassen. Ein Bagua besteht aus 3 x 3 Feldern und verdeutlicht auf dem Grundriss, welche Lebensbereiche auf welche Energien treffen – wo also Arbeiten und wo Relaxen groß geschrieben werden.

Kreative Einrichtungsideen und Tipps zum Wohlfühlen dank Bagua. Foto © benchaccounting

Bagua und Lebensbereiche
Genau neun Lebensbereiche sind den einzelnen Feldern des Baguas zugeordnet. Neun, in denen sich der Lebensweg jedes Menschen abspielt. Mal steht das eine, mal das andere im Vordergrund, doch wer das Glück hat, älter zu werden kann sie alle durchlaufen:  Lebensweg und Karriere, inneres Wissen und Lernen, (Herkunfts)Familie und Gesundheit, Reichtum und Wohlstand, äußere Anerkennung und Erfolge, Partnerschaft und gesellschaftliches Wirken, Kreativität, Kinder und Alter, hilfreiche Menschen und Führungskraft. Das Ganze gruppiert sich um eine stabile, alles miteinander verbindende und ordnende Mitte. Je nachdem, wo im Haus sich was abspielt, erlaubt das Bagua klare Rückschlüsse auf Herausforderungen und Erfolge im Leben eines Menschen.

Bagua und Himmelsrichtungen
Unterschieden werden die Energien der Hauptrichtungen Norden, Osten, Süden, Westen und der Nebenrichtungen Nordosten, Südosten, Südwesten, Nordwesten. Jedes Bagua Feld ist einer Himmelsrichtung zugeordnet. In der Mitte, im Zentrum, fließen alle Richtungsqualitäten ineinander.

Bagua und die 5 Elemente
Jedes Feld des Baguas ist einem der Fünf Elemente Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall in seiner Yin oder Yang Ausprägung zugeordnet (Yin Holz – die Blume, Yang Holz – der Baum).

Bagua und Trigramme
Außer der Mitte ist jedes Feld einem der 8 Trigramme zugeordnet. Ein Trigramm besteht aus drei Linien, die durchgezogenen oder geteilt sein können.  Aus der Kombination von durchgezogenen oder geteilten Linien ergeben sich erstmal 8 Trigramme: Himmel und Erde, Feuer und Wasser, Donner und Wind, Berg und See. Das Trigramm Himmel besteht zum Beispiel aus drei durchgezogenen (Yang)Linien und steht für schöpferisch-kreative Kraft, das Trigramm der Erde dagegen besteht aus drei geteilten (Yin)Linien und steht für Hingabe und Empfängnis. Die 8 Trigramme wiederum sind die Grundlage der 64 Hexagramme, die im I Ging, dem Buch der Wandlungen beschrieben werden. Auch sie finden in jedem Raum ihren Platz.

Bagua und Mensch
In Summe gibt ein Bagua auch Auskunft über den menschlichen Körper. Organe oder Körperteile lassen sich, basierend auf der Traditionellen Chinesischen Medizin, einfach zuordnen. Zum Beispiel: Norden: Wasser – Blase, Niere oder Süden: Feuer – Herz, Augen. So könnte ein Mann mit Hautproblemen den Nordwesten genauer anschauen, diese Himmelsrichtung korresponiert  mit dem Metall (Haut) und dem männlichen Bewohner. Und eine Frau mit Hüftproblemen schaut, was sich im Südosten befindet, denn dieser Bereich korrespondiert sowohl mit der weiblichen Bewohnerin als auch mit dem Holz (Hüfte).

Bagua konkret am Beispiel Norden
Im Norden regiert das Element Wasser. Es repräsentiert die Lebensbereiche Karriere und Lebensweg und unter anderem die Themen Einfühlsamkeit und Kommunikation. Seine Schattenseiten hat der Norden in der Gefahr, sich in der Tiefe zu verlieren. Oder im potenziellen Suchtverhalten. Dem Trigramm von Kan, dem 2. Sohn, sind außerdem Blase, Nieren, Ohren und Blut zugeordnet.

Wo also ein zweiter Sohn nicht gedeiht, sollte im Haus der Norden auf störende Einflüsse untersucht werden. Wessen Karriere stagniert oder wer eine neue Richtung gehen möchte, sollte sich ebenfalls den Norden anschauen. Auch wo viel gestritten wird, wo Missverständnisse an der Tagesordnung sind, und selbst wenn die Blase körperliche Beschwerden verursacht – mit Hilfe des Baguas lassen sich wertvolle Hinweise auf Heilung erkennen.

Für erste Experimente
eignet sich das 3 Türen Bagua. Hierbei handelt es sich um eine schematische Methode bei der das Raster an der Eingangstür angelegt wird. Dabei bleiben die tatsächlichen Himmelsrichtungen unberücksichtigt, weshalb keine genauen Rückschlüsse, wie im obigen Beispiel gezeigt, gewonnen werden können.

Beim Drei Türen Bagua liegt die Eingangstür vereinfachend in einer dieser drei Richtungen

Mut tut gut – übrigens auch ein Thema des Nordens
Darum: Wer in einen verständnisvollen Dialog mit seinem Unbewussten treten und sich besser verstehen will, konsultiert eine Expertin oder einen Experten. Hilfsmittel im Feng Shui ist u.a. der Luopan, ein besonderer Kompass, mit dem die Himmelsrichtungen eingemessen werden, um ein genaues Bagua zu erstellen. Außerdem gibt er viele andere Informationen über die Energiequalität im Raum, und ist eine super Grundlage der Raumgestaltung. So gelingen detaillierte Einblicke auf denen Lösungen basieren, die nicht am Sympton sondern an der Ursache ansetzen. Natürlich kann ein „Blick von außen“ auch dahin fallen, wo man selbst blinde Stellen hat. Wer solche Aha-Erlebnisse schon hatte möchte sie nicht missen, oder?


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Das Rezept für eine gelingende Ehe …

… wird gerade im Radio besprochen. Der Moderator interviewt eine Familienanwältin und fragt nach den häufigsten Gründen für eine Ehescheidung. Schließlich trennen sich 1/3 aller Paare irgendwann nach der Hochzeit. Und was rät die Fachanwältin? Ihre Aussage klingt nicht wirklich überraschend:

Für immer Liebe ❤

1. Wissen, wer ich bin
2. Wissen, was ich will
3. Das klar kommunizieren

Wer diese Mixtur beherzige, habe eine Chance auf Dauer.

Klingt nicht wirklich überraschend. Doch nicht erst seit der Titel Wer bin ich und wenn ja wieviele millionenfach über den Ladentisch ging, scheint klar, dass die Brücke zwischen Theorie und Praxis für Viele noch im Verborgenen schlummert. Letztlich begünstigen nur stetiger Wille, ein definitives Ja zur persönlichen Entwicklung und Commitment (Engagement für das gemeinsame Projekt) den Zusammenhalt.

Mag anfangs der Himmel voller Geigen hängen und sich alles sich schön und stimmig anfühlen, wird nur zusammen bleiben, wer bereit ist, auch in schwierigen Zeiten zu sich, zum anderen und zur gemeinsamen Vision zu stehen. Dass der umgebende Raum bei diesen Prozessen der Dritte im Bunde ist, weiß die Feng Shui Beraterin.

Und weil es schon jetzt so heiß ist, fasse ich mich kurz 😉

1. Wohnt das Paar schon vor der Ehe zusammen oder haben beide noch ein eigenes Domizil?
Wer neu zusammen zieht sollte die künftige gemeinsame Bleibe unter Feng Shui Aspekten anschauen (lassen), damit Haus oder Wohnung sowohl die eigene Entwicklung als auch die Freude am gemeinsamen Wohnen + Wachsen mittragen. Die Himmelsrichtung Südwesten wäre darum genauer anzuschauen: Ist der Grundriss in der Richtung komplett? Gibt es draußen störende Einflüsse? Welche Räume liegen da oder sind beim Neubau angedacht? Der Südwesten sollte das Gemeinsame betonen und besonders einladend gestaltet werden.

2. Wer schon zusammen lebt kann das ebenfalls tun und zusätzlich noch ein Ritual zelebrieren.
Die Braut über die Schwelle zu tragen mag altbacken klingen, und ist dennoch eine symbolische Handlung die bezeugt: Der Übergang ist vollzogen und der Mann macht den im Eingang „lauernden Geistern“ klar, dass diese Frau ab jetzt unter seinem Schutz steht. Damit werde sie unangreifbar für die Wesen der Anderswelt, heißt es in den Überlieferungen.

Auch wer emanzipiert und gleichberechtigt lebt – am Prinzip von Yin und Yang kommen wir auf dieser Erde nicht vorbei. Ich meine, heute entstehen viele Konflikte in der Partnerschaft, weil einfach vermischt ist, wer wofür steht. Identitätskrisen haben nicht selten da ihren Ursprung, wo Frauen wie Männer handeln (sollen) und Männer sich fragen, was die Qualität von „Mannsein“ eigentlich ist. – Beim Schreiben merke ich, das könnte dünnes Eis sein, auf das ich mich begebe. Macht nichts. Ich kann schwimmen und für faire Diskussionen bin ich offen. Im übrigen steht die Gleichwertigkeit für mich außer Frage, über das was und wie läßt sich nachdenken und austauschen.

3. Mann und Frau können sich individuell im Süden bzw. Norden kräftigen. Zum Beispiel durch  Symbole oder eine vergegenständlichte Vision, wohin die eigene Entwicklung gehen soll. Welches taugt als Leitbild für den neuen Weg? Gemeinsam können beide Partner schauen, ob sich Tiger- und Drachenseite des Hauses im passenden Verhältnis darstellen und gegebenenfalls Korrekturen vornehmen. Wer sein Know-how dazu vertiefen möchte kann hier weiterlesen.

Im übrigen tut jedes Paar gut daran, sich beizeiten zu erinnern: Zuerst ist jeder Individuum, dann Paar, dann vielleicht Elternteil. Wenn sich auch mitunter die Gewichtung den Anforderungen unterordnen muß, alle Beteiligten gewinnen, wenn sich ein Paar gelegentlich erinnert, dass es auch Raum für das Allein – und das Zweisein geben muss, damit die Waage in Balance bleibt.

 

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was läßt nicht lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.

J. W. von Goethe


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Symbolisch gedeutet: Wespennest am Haus

Ab und zu kommt es vor, dass sich Zuhause neue Mitbewohner einquartieren, während man im Urlaub entspannte. Gestern erreicht mich die Frage: „Nach der Rückkehr aus dem Urlaub habe ich ein Wespennest im Rolladenkasten festgestellt. Ich tendiere eher dazu es dort zu lassen, denn ich habe gelesen es seien Kraftspender. Was meinen Sie?“

Ähnlich den Bienen bilden Wespen einen Königinnenstaat. Doch sie bauen ihre Nester nicht aus körpereigenem Material sondern raspeln mit ihren scharfen Beisswerkzeugen Fasern von morschem Holz, verspeicheln dies und kleben den entstehenden papierähnlichen Brei zu Waben. Wespen und Hornissen leben nur einen Sommer, sie sterben beim ersten Frost. Nur die Königin überwintert, legt Eier und kümmert sich um die schlüpfenden Maden. Wespen leben von Insekten und zuckerhaltigen, faulenden Früchten. Im Herbst schlüpfen dann neue Königinnen. Gelingt ihnen das winterliche Überleben gründen sie im Frühjahr einen neuen Staat, während die alte Königin in den ersten Frostnächten stirbt. – Klingt wie der Stoff für ein schaurig-schönes Märchen, oder?

Wer Tierbegegnungen als Botschaft der Seele deuten will findet in der Literatur mittlerweile gute Hinweise. Regula Meyer zum Beispiel, die sich mit der Symbolsprache der Tiere gut auskennt, schreibt über Wespen: „Wespen und Hornissen erinnern uns an die Nachlässigkeit. Hatten Sie eine Begegnung mit einer dieser Insekten, sollten Sie wieder vermehrt auf Ihr eigenes Ich achten. Wie schnell ist es doch geschehen, dass wir uns selbst immer wieder vernachlässigen. Seine eigene Persönlichkeit zu vernachlässigen ist nicht empfehlenswert.  … Lassen Sie nicht nach, Sie selbst zu sein, denn dies ist nicht nur Schicksal, sondern es ist Ihre Lebensaufgabe.“

Geomantisch untersucht gehört die Wespe zu den „Strahlensuchern“, das heißt, bestimmte Erdstrahlen sind für sie so lebensnotwendig, wie für uns Menschen das Sonnenlicht. Zu den Strahlensuchern* gehören die meisten Insekten, Katzen, Bienen, Hasen, Hornissen, Eulen, Schlangen, Mücken, Ameisen, Maulwürfe, Schildkröten und Biber. Früher war es gängige Praxis einen Ameisenbau auf den gewünschten Bauplatz zu setzen. Blieben die Ameisen, wurde das als ein Zeichen für erhöhte Strahlung gedeutet, und der Mensch suchte seinen Bauplatz woanders.

In obigem Haus haben sich die Wespen den Norden für ihr Nest gewählt. Der Norden gilt als Inbegriff der Bewegung, hier ist das Element Wasser zuhause. Im Feng Shui wird die Richtung Norden mit dem Lebensweg assoziiert, im Norden kann der Mensch mit den Urkräften in Verbindung treten, wahrhaftig in der Kommunikation sein, in tiefem Vertrauen geborgen und einfühlsam mit allem in Kontakt treten.

Alles zusammen genommen würde ich die übermittelte „Botschaft“ der Wespen so interpretieren: Ein von einer Königin regierter Staat hat sich an einem strahlungsintensiven Ort niedergelassen. Es sind giftproduzierende Insekten, die sich durchaus zu wehren wissen und anders als Bienen oder Hummeln sterben sie nicht an einem Stich, sondern ziehen ihren Stachel wieder heraus. Sie haben sich einen Ort gesucht, an dem die uralten Mächte des Vertrauens, der Kommunikation und der Verbindung mit den Ahnen- und Urkräften wohnen.

Symbolisch übermitteln Wespen etwas zum Thema Nachlässigkeit, vielleicht kam es ja durch nachlässiges Verhalten zu schmerzhaften Erlebnissen? Vielleicht wurden wichtige Bedürfnisse oder die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit vernachlässigt und das hat das Vertrauen in den Lebensweg beeinträchtigt? Dazu kommt, dass sich dieses Nest auf der das männliche Prinzip repräsentierenden „Drachenseite“ befindet (Mehr über das Prinzip der Himmlischen Tiere erfahren). Möglicherweise findet sich hier ein zusätzlicher Hinweis für bisherigen Umgang oder zukünftiges Miteinander.

Die Entscheidung, ob Sie das Nest, das ja nur einen Sommer bewohnt wird, als ungefährlich für sich und Ihre Kinder betrachten oder ob eine Umsiedlung besser wäre, liegt letztlich bei Ihnen – da kann ich Ihnen nicht raten. Angehängt habe ich Auszüge eines Textes vom BUND, der vielleicht als Entscheidungshilfe dienen kann.

Und das sagt der Bund für Naturschutz über Wespen nahe beim Haus

Ohne triftigen Grund dürfen Wespen – wie alle wilden Tiere –  laut Pragraph 39 Absatz 14 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht in ihrer Entwicklung gestört werden (BUND). Bevor Sie ein Wespennest beseitigen lassen, sollten Sie im Sinne des Naturschutzes abwägen, ob es wirklich notwendig ist. Gleiches gilt für ein Bienen- oder Hornissennest.

Hornissen sind laut Bundesartenschutzverordnung sogar noch stärker geschützt als die meisten Wespenarten. Laut Paragraph 10 Absatz 2 der Bundesartenschutzverordnung kann die Zerstörung eines Hornissennestes bis zu 50.000 € Geldstrafe kosten.

Bevor Sie entsprechende Maßnahmen ergreifen, bedenken Sie: Alle hier heimischen Wespenarten stechen nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Richtiges Verhalten in der Nähe eines Nestes verhindert in der Regel Schwierigkeiten mit den Tieren. Der Naturschutzbund NABU empfiehlt eine Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest. Solange Sie die Flugbahn der Wespen nicht versperren, fühlen sich diese auch nicht bedroht.

In einigen Fällen ist es jedoch notwendig, dass Sie ein hausnahes Hornissennest oder Wespennest beseitigen lassen müssen. Grundsätzlich gilt: Nur ein Experte darf entscheiden, ob ein Wespen- oder Hornissennest beseitigt werden darf. Am besten melden Sie sich bei der zuständigen Stadtverwaltung, die Ihnen in der Regel weiterhelfen kann.

Versuchen Sie niemals selbst ein Wespennest zu entfernen! Ohne geeignete Schutzkleidung und ausreichendes Expertenwissen, kann das gefährlich werden und die Strafe dafür teuer sein. Lassen Sie auch die Finger von Wespenschaum. Dieser macht die Tiere aggressiv und lässt sie qualvoll verenden. Von der Nutzung wird daher dringend abgeraten.

Eine sachkundige Vernichtung des Insektenvolkes ist nur in den seltensten Fällen nötig – Umsiedlung sollte stets vor Vernichtung stehen. Umweltschutzorganisationen und Imker bieten die tierfreundliche und oft auch kostengünstigere Alternative an. Dabei werden die Arbeiterinnen mit einem speziellen Sauger eingefangen und das Nest möglichst vorsichtig geborgen. Der neue Standort des Nests muss dann mindestens vier Kilometer entfernt sein.

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P.S. Apropos Erdstrahlen : Auch in der Pflanzenwelt gibt es Strahlensucher und Strahlenflüchter. Vielleicht gedeihen Apfel- oder Pflaumenbaum in Ihrem Garten nicht richtig, weil sie ungünstig stehen? Ein weit gefächertes Thema, das ich in einem der nächsten Blogposts vertiefen werde.

 

 

 


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Von allen guten Geistern verlassen?

Manchmal ist einfach der Wurm drin: Projekte verlaufen im Sande, Versprechen werden gebrochen, Erwartungen enttäuscht. Sogar die Lebensgeister gebärden sich klebrig und zäh. Wenn dann selbst aufräumen und gründliches putzen nicht helfen und der Sog Richtung „Dunkel“ übermächtig geworden ist, wird’s Zeit für ein kraftvolles Ritual.

Helfen kann dann die alte Kunst des Räucherns. Schon seit der Steinzeit wird in fast allen Gesellschaften zu zeremoniellen, heilenden und spirituellen Anlässen geräuchert, um mit den Göttern zu kommunizieren, um zu reinigen, zu heilen und sich zu besinnen. Der Rauch soll helfen, Störfelder aufzulösen und Körper, Geist und Seele heilend zu beeinflussen.

Rauch und Klang sind Wirkstoffe, die in feinste Atmosphären dringen. Sanft und gleichzeitig kraftvoll regen sie energetische Prozesse an, lösen, beruhigen, befrieden. Wo das Lebensfeindliche, das Freudlose, das klebrig-zähe herrscht und sich der Heilung in den Weg stellt, gelangen Rauch und Klang in alle unsichtbare Ritzen, stöbern festgefahrene Schwingungen auf und und erlösen sie.

Wer auf ungute Weise heimgesucht wird sollte

  • aufräumen und putzen
  • alle Fenster schließen – ggf. Rauchmelder abdecken
  • mit passender Räuchermischung (eine gute Basis sind Weißer Salbei und Weihrauch) singend, murmelnd, rasselnd durch die Räume ziehen und den Rauch vor allem in die Ecken, in und unter Schränke, in Schubladen, unter Betten, hinter Möbel schicken
  • ihn anschließend eine kleine Weile wirken lassen, dann erst die Fenster öffnen und ordentlich Durchzug machen – später den Rauchmelder wieder aktivieren.

Wer es gründlicher braucht, putzt anschließend noch einmal. Ratsam ist, dieses Ritual regelmäßig zu wiederholen. Zu den bekannten Zeiten wie Sonnenwende, Allerheiligen, Raunächte sowieso, doch auch zwischendurch: Wer im Bus fuhr und mit komischem Gefühl ausstieg, wer unschönen Besuch in seinen Räumen empfing, nachdem gestritten wurde, nach Krankheit, nachdem jemand gestorben ist, wenn das Gefühl drängt, sich auch spirituell zu reinigen.

Ich empfehle, nach einem Räucherritual ein offenes Gespräch mit dem guten Geist des Hauses zu führen. Einen solchen Hüter, in der Fachsprache genius loci genannt, hat jedes gesunde Haus. Als die alten Bauzeremonien noch konsequent eingehalten wurden, gehörte es zur Aufgabe der Baumeister, den passenden Geist aus dem OFF ins entstehende Haus einzuladen. Dieser Hüter sollte sich des Wohlergehens der Gemeinschaft (Haus und Menschen) verpflichten und das seinige beitragen, damit es sich schön, gesund und zufrieden dort lebt.

Doch mir sind inzwischen schon öfter „seelenlose“ Häuser begegnet. Das wirkt sich auf die dort lebenden Menschen nicht sehr förderlich aus, weil einfach zuviel schief geht (im Normalfall würde man sagen: „Das gibt’s doch gar nicht!“) oder es geht schwerer als es sollte oder es tauchen (wie aus dem OFF) immer wieder ungeahnte Hindernisse auf. Darum habe ich mir angewöhnt, in Zeremonien für Haus und Hof immer auch den guten Geist des Hauses anzusprechen. Und wenn ich für Neubauten zelebriere, lade ich immer einen guten Geist ein, mit einzuziehen und sich wohlwollend seiner Aufgabe zu widmen.

Wer nach dem Räuchern noch das Gefühl hat, etwas mehr tun zu wollen, kauft Blumen und Kuchen, zündet eine Kerze an und macht’s ein bisschen festlich. Trinksprüche sind auch willkommen 😉 . Das hebt die Schwingung fühlbar und alle guten Geister werden den Zuspruch genießen!

Gesegnet sollst du sein
mit der Freiheit des Himmels
mit dem Licht der Sonne
mit dem Strahlen des Mondes
mit der Wärme des Feuers
mit der Schnelligkeit des Windes
mit der Tiefe des Meeres
mit der Beständigkeit der Erde
mit der Stärke des Felsens.

Irischer Segensspruch

p.S. Probieren geht über Studieren und Rückmeldungen zu Vorher / Nachher sind mir immer Willkommen!

 


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Traumwohnung gesucht – und gefunden

Der Auftrag

  • Beratung bei der Wohnungssuche, um eine passende Wohnung zu finden. Anliegen der Klientin: Die Wohnung soll helfen, bislang brachliegende Fähigkeiten zu aktivieren, soll Potenzial für die Zukunft haben und meinen geschäftlichen Erfolg weiter fördern.
  • Feng Shui Beratung nach Einzug, um die Wohnung energetisch zu optimieren.

Glückliche Häuser – glückliche Menschen

Die Beratung

  • Persönlichkeitsanalyse nach dem chinesischen Horoskop erstellt. Dadurch erkenne ich unterstützende Elemente und die Klientin kann die Informationen nutzen, um das Gewünschte zu fokussieren und passende Objekte „herbeizurufen“. Die Auswertung dient bei der anschließenden Feng Shui Beratung als Basis, um Mensch und Raum zu harmonisieren.
  • Begutachten möglicher Mietobjekte: Standort/Lage, Grundriss. Empfehlung geben, ob die Wohnung taugt, vor allem im Hinblick auf die gewünschten Ziele und zukünftigen Entwicklungsschritte der Klientin.
  • Feng Shui Beratung nach Schlüsselübergabe. Hier die drei Hauptpunkte:
    • gestalterische Empfehlungen, um die Wohnung in ihr Potenzial zu bringen. Erst dann können Mensch und Raum sich ideal ergänzen
    • die räumliche Mitte stärken
    • Symbole finden, die die Herzenswünsche der Klientin repräsentieren und sie dort platzieren, wo der „Puls des Ortes“ unterstützend agiert.

Das Feedback

„Liebe Susanne Berkenkopf,

vor etwa einem Jahr hast du mich beraten als es darum ging, in Köln eine neue Wohnung zu finden. Wegen der Enge auf dem Wohnungsmarkt war ich sehr verzweifelt und nahe dran, „alles“ zu nehmen, was mir angeboten wurde.

Zum Glück habe ich deine Beratung in Anspruch genommen. Zwei Mal hast du mir abgeraten und ehrlich, es ist mir überhaupt nicht leicht gefallen, die Offerten abzulehnen. Doch ich habe dir und deinem Wissen vertraut und kann gar nicht sagen, wie froh ich heute darüber bin.

Jetzt wohne ich nämlich in meiner Traumwohnung mit Blick auf den Botanischen Garten! Hätte mir das damals jemand gesagt, ich hätte es nicht geglaubt. Ich bin echt happy, denn ich fühle ich mich super wohl in meinem neuen Zuhause, bin viel entspannter und auch geschäftlich geht es mir seitdem immer besser. Darum mit unermesslicher Freude heute dieses Feedback für deine Arbeit. Danke! Klasse!“

Ingrid T. Köln

Vielen Dank, liebe Ingrid T., es war mir ein Vergnügen! ❤


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Tag 25 – Aus der Schatzkiste

Heute gibt’s Inspirationen aus meiner Schatzkiste. Entscheide selbst, welches Thema dich interessiert.

Müssen wir umziehen?, fragt sich, wer das Gefühl hat, dass ein Zuhause gar keins ist. Ob ein Umzug wirklich nötig ist oder ob es nur kleine Anpassungen braucht, klärt sich meist ziemlich schnell. Manchmal bedarf es nur einer „inneren“ Korrektur, um aus einem Haus ein Zuhause zu machen.
Feng Shui statt Umzug

 

Vielleicht braucht der Eingang eine „Aufhübschung„?
Schöner Ankommen. Fünf Feng Shui Tipps für gelungene Vorgärten und den Eingang.

 

Was pflanzen wir nur? Wer beim Gärtner steht und auch die Symbolsprache der Pflanzen in die Gestaltung einbeziehen will, hier geht’s in die Tiefe. Dies ist nur eine kleine Auswahl, wer stöbert, findet mehr auf meiner Seite
Rose, Veilchen, Rosmarin – Botschafter der Liebe
Beifuß, Birne, Bambus – Schutz, Kraft und langes Leben
Pfingstrose, Akelei, Holunder – Glücksbringer, Liebeskraft und Schutzgöttin

 

Ein kleines Zuhause? Kein Problem! Feng Shui kennt auch dafür Lösungen!
Feng Shui Tipps für das kleine Zuhause

 

Was fehlt? Worüber möchtest du gern mehr wissen oder dir bei mir Anregungen holen?
Sag’s mir, noch fünf Tage gibt’s die tägliche Portion Inspiration für Raum und Leben.

 

 


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Tag 20 – Wie sich Zuhause anfühlen kann

Reden wir über Heimat. Zuhause sein, ankommen, sich wohl fühlen, geborgen sein, unterstützt und wertgeschätzt. Mit allen Facetten lebendiger Gefühle. Da fallen mir spontan ein: inspiriert, lustig, verliebt, traurig, erfüllt, verstimmt, aufgeregt, wütend, erregt, sinnlich, schöpferisch, innovativ, zornig, leer,  verrückt, aggressiv, haßerfüllt, beleidigt, wohlig, lachend, verzeihend, genießerisch, unachtsam, rücksichtsvoll, liebend … und sicher gibt es tausende mehr.

Das alles passiert im „kleinen Zuhause“ – und wirkt auf das Große.

Warum machen wir Feng Shui – die Kunst, des richtigen Platzierens? Zum Beispiel damit Energie wieder fließen kann und Blockaden sich lösen. Damit Potenziale sich entfalten können und der Lebensweg wieder spannender, lustvoller oder erfüllender wird. Damit aus einem großen Durcheinander eine neue Ordnung entstehen kann. Damit aus einem Haus ein Zuhause wird.

Zuhause ist da, wo der Lebensraum ein starker, loyaler Verbündeter ist.
Zuhause ist da, wo man wurzeln kann, um Großes zu vollbringen.

Dabei erlebt sich „groß“ ganz individuell. Mal ist es ein „mehr von allem, bitte“: Liebe, Erfolg, Anerkennung, Verständnis, Gesundheit oder Geld. Mal geht es um schöner Wohnen. Mal um inneres stimmig sein mit sich und dem aktuellen Leben. Mal geht es darum, überraschende Beobachtungen zu machen. Mal darum, sich von zerstörerischen Gewohnheiten zu verabschieden. Dann wieder gibt es innere Not und die Frage, wie Brüche in der Biographie verarbeiten werden können, um Trennung, Scheidung, Verlust, Konflikte, Krankheit, Mißerfolge zu überleben. Oder darum, Last von den Schultern zu streifen und aus der Überforderung in die Lebensfreude zu gehen.

Das Haus ist immer da, schmiegt sich an wie eine schützende Haut, sinnlich und nährend.
Passt diese Haut, werden Lebendigkeit, Mut, Vertrauen und Zuversicht zum zweiten Vornamen.

Jede/r tut es in erster Linie für sich. Doch es bleibt nicht dabei: In Partnerschaft und Familie tun wir es für uns, und wer allein lebt ist trotzdem keine Insel. Feng Shui kann wie eine Initialzündung neue Kräfte frei setzen, ist Unterstützung und Begleitung auf dem Weg. Was steht ganz oben auf Ihrer Wunschliste? Glücklicher, erfolgreicher, verständnisvoller oder besser gelaunt sein? Geborgen? Angenommen? Angekommen?

Jedes Haus ist unser Basislager für Lebensträume, für Sicherheit, Vertrautheit, Verläßlichkeit.
Ein Haus, in dem Liebe und Vertrauen wohnen, ist das glücklichste.

Und von da wirkt es auf das Große – auf die Heimat, die wir alle teilen. Unsere Mutter Erde. Und jedes Bewußtsein, das ein bisschen größer denkt und sich reflektiert, zum Beispiel über die eigene Verantwortung beim Tun oder Lassen, über die Ausstrahlung von Gedanken, Emotionen, Wünschen und Begierden strickt mit am großen Bewußtseinsfeld.

Warum sollen wir nicht alle glücklich sein, respektvoll(er) miteinander umgehen,
mehr Verständnis und Toleranz füreinander entwickeln?

Einige mögen dies für Träume eines Blumenkinds halten. Mag sein, doch längst formt sich ein neues, ganz altes Bewußtsein, geboren aus der tiefen Sehnsuch nach der „großen Heimat“, nach Zugehörigkeit und Frieden. Manche nennen es Geokultur. Geo, die Erde, gemeinsam mit dem von Menschen geschaffenen, schöpferischen Ausdruck, der Kultur. Die menschliche Höherentwicklung möchte sich in einer vielfältigeren, lebendigeren und ethischeren Form ausdrücken, die die Erde nicht länger einseitig als Rohstofflieferant betrachtet, sondern als unsere einzige Heimat.

Geokultur beschreibt die Haltung, in der die Erde als lebendiger Organismus begriffen wird.
Groß gedacht bezieht sich all unser Handeln auf sie. Um auf uns zurück zu wirken.

Genaugenommen ist der Umgang mit der Erde im Großen am Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen im Kleinen ablesbar. Geokultur stellt die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Das Verhaltnis von Mensch, Erde und letztlich allen Lebewesen zueinander, die auf der Erde beheimatet sind. Wer darf bestimmen, was mehr „Wert“ hat oder „lebenswerter“ ist?

Ich habe die Kunst des Feng Shui studiert. Das ist mein Beitrag um mit Charme, Intelligenz und dem richtigen timing dafür zu sorgen, dass Ästhetik keine Hülle bleibt, sondern das innere Wesen von Menschen und Dingen sich in ihrer schönsten Form zeigen können. Und wann arbeiten wir zusammen?

 


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Tag 17 – Das ABC der Farben

Ergänzend zu gestrigen Stilfragen reden wir heute über Farben. Denn Farbe ist allgegenwärtig und beeinflusst jede Art der Wahrnehmung. Sie bestimmt mit, ob man sich in einem Raum oder Kleidungsstück wohl fühlt oder nicht, ob etwas einengend oder befreiend wirkt, luftig oder belastend.

„Farben sind das Alphabet des Lichts,“ sagte William Berton, und Wassily Kandinsky wußte: „Farbe wirkt auf den Geist. Farbe ist eine Macht, die direkt auf die Seele wirkt.“ In der asiatischen Lehre des Feng Shui werden auch Farben den 5 Elementen zugeordnet und zur Stärkung oder Harmonisierung für Mensch und Raum verwendet.

Jedem Raum die richtige Farbe mit dem Effekt, bewusst Stimmungen herbeizuführen. Durch Farbe wird ein Raum anregend (bis hin zum Streit !), beruhigend (bis hin zur Couchpotato !) oder heilend (für Körper und Seele !). Farbe kreiert die passende Atmosphäre für jedes Anliegen.

GELB – Farbe der Kommunikation, der Offenheit und des Austauschs. Gelb repräsentiert Licht und Erkenntnis, Selbstwertgefühl und Intellekt, harmonisiert das Nervensystem, schafft eine positive Grundstimmung, wirkt antidepressiv und fördert die Konzentration. Es ist eine belebende, anregende Farbe obwohl sie zum Element Erde gehört.

BLAU – Farbe der Seele, der Sehnsucht, der Intuition. Blau beruhigt, zieht nach innen und steht gleichzeitig für Ferne und Tiefe. Es heißt bei Blau schwinde der Verstand und der Mensch werde ins Gefühl gezogen. Wer gedanklich also mal abschalten möchte sollte sich ab und an vor ein blaues Bild setzen. Vorsicht vor zuviel blau im Raum, denn hier kommt es sehr auf die Nuancen an. Ein unerwünschter Effekt wäre eine unterkühlte, distanzierte Atmosphäre mit einem zusätzlich beengten Raumgefühl. Blau repräsentiert das Element Wasser.

ROT – die Farbe der Liebe und des Lebens. Rot stimuliert und energetisiert. Rote Akzente können helfen, frischen Schwung in ermüdete Beziehungen zu bringen. Im Schlafzimmer gehört sie allerdings sparsam eingesetzt, sonst drohen Schlafstörungen! Rot symbolisiert das Element Feuer.

ORANGE – eine auffallende, wärmende und anregende Farbe. Drückt Mitgefühl und Liebe zu allen Wesen aus, schafft optimistische Stimmung, fördert Spontaneität, Lebensfreude und Unbeschwertheit. Antriebsstörungen und Kältegefühl lassen sich durch Orange behandeln. Auch Orange gehört zum Erdelement.

GRÜN – wird spontan mit lebendiger Natur assoziiert und besonders im Frühling kann sich das Auge an einer schier unerschöpflichen Farbvielfalt erfreuen. Grün ist eine dynamische und lebendige Farbe, und gilt gleichzeitig als Ruhepol im Farbkreis. Für angestrengte Augen ist es eine reine Wohltat, ins Grüne zu schauen. Grüntöne wecken die Selbstheilungskraft und unterstützen einen ausgeglichenen Zustand. Auch Einfühlungsvermögen, Beziehungsfähigkeit und Selbstbestimmung werden durch grüne Farbtöne unterstützt. Im Elementekreislauf repräsentiert Grün das Holz.

WEISS – verkörpert reines Licht. Es bietet sich als optischer Verstärker an, um Räume heller und größer wirken zu lassen. Zuviel reines Weiss im Raum führt in eine kühle, sterile Stimmung. Im Farbkreis gilt Weiss als Farbe des Neubeginns, symbolisiert Unschuld und gleichzeitig Distanz. In der Elementetheorie repräsentiert Weiß mit allen Edelmetallen das Metall, das Element das auf Klarheit, Fokus und eine nach innen gerichtete Bewegung verweist.

VIOLETT – gilt in manchen Kreisen als „spirituell“, denn es ist die letzte Farbe, die das menschliche Auge noch wahrnehmen kann. Mit seiner höchsten Schwingungsfrequenz unter den sichtbaren Farben impliziert es Bewußtwerdung und Anklänge an Heiliges. In buddhistischer Tradition werden die höchsten menschlichen Bewußtseinszentren mit der Farbe Violett verbunden. Helles Violett soll die Intuition stärken, und je dunkler der Farbton desto eher wird eine extravagante Stimmung inszeniert. Violett ist eine Mischung aus Blau und Rot und daher bestimmt der dominierende Anteil, zu welchem Element es tendiert.

Nicht jede Farbe eignet sich für jeden Zweck, auch Lichtverhältnisse und die Größe des Raums beeinflussen die Wirkung maßgeblich. Wofür ein Raum genutzt wird sollte bei der Farbwahl unbedingt bedacht werden. Manchmal reichen schon gezielt platzierte, farbige Akzente, um für mehr Wohlbefinden zu sorgen. In Beratungen habe ich auch erlebt, dass meine Farbvorschläge zuerst Befremden auslösten, um später umso mehr geliebt zu werden – die Wirkung war einfach spürbar überzeugend. Wie jemand im neu gestrichenen Wohnzimmer aus voller Inbrunst sagte: „Wände die lebendig und bekleidet wirken.“

Wem das Vorstellungsvermögen fehlt, kann sich anfangs mit einem farbigen Seidenpapier oder Stoff behelfen und spielerisch probieren, bevor zum Pinsel gegriffen wird. Und ruhig auch mal kühne Zusammenstellungen erwägen. Mein derzeitiger Favorit: Grün kombiniert mit Türkis!

 

 


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Tag 16 – Stilfragen

„Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken,“ sagte Marc Aurel. Doch jede Stimmung läßt sich durch Farben beeinflussen. Davon profitieren die Gedanken und schließlich die Seele. Und natürlich die Mitwelt.

Darum gibt’s heute ein paar farbige Wohnimpressionen. Auch wenn es nur Ausschnitte sind – wem es mit etwas Phantasie gelingt, sich den ganzen Raum vorzustellen, den / die lade ich zu einem kleinen Spiel ein. Schau dir die Fotos in Ruhe an und fühle in dich in den Raum hinein. Was sprechen die Räume zu dir? Welches Gefühl wird geweckt? Wenn du Lust hast, nimm meine Fragen als Anregung dazu:

  • Welches wäre dein Lieblingszimmer?
  • Nenne drei Details, was dir daran am besten gefällt.
  • Welches Ambiente gefällt dir überhaupt nicht?
  • Nenne drei Details warum nicht und woran es dich erinnert.
  • Wo könntest du gut entspannen?
  • Was wäre der Grund dafür?
  • Wenn du krank wärst, wo würdest du gesunden?
  • In welchen Raum führt dich deine Sehnsucht?
  • Worin besteht der größte Unterschied zu deinem Zuhause?

 

Impression 1

 

Impression 2

 

Impression 3

 

Impression 4

 

Impression 5

 

Impression 6

 

Impression 7

Impression 8

 

Impression 9

 

Impression 10

 

 

Impression 11

 

Innerhalb dieser Aprilreihe werde ich noch näher auf die einzelnen Impressionen eingehen und mein Wissen einstreuen. Doch nun schau dir die schönen Fotos ganz in Ruhe an und überlass dich deiner Stimmung dabei. Ich bin gespannt, welches dir am besten gefällt. Und wenn du meinst es fehlt etwas, dann schick es mir gern! Happy Monday!


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Tag 14 – Basics für eine leuchtende Zukunft

Das Lehnstuhlprinzip ist eine wirkungsvolle Methode der Formenschule im Feng Shui. Früher wurde nach diesem Kriterium an neuen Orten gesiedelt, heute nutzen wir es zur Gestaltung von Grundstück und Räumen. Gemeint ist die ideale Position in Raum und Landschaft, was auch für ein gelingendes Leben im Neubau essentiell ist. Dazu braucht es hinten Schutz, vorn Bewegungsspielraum, zwei Freunde, die die Seiten im Blick behalten und eine starke, verankerte Mitte.

Kleines Bilderrätsel – stimmt hier das Lehnstuhlprinzip?

In der Landschaft ist hinten die „Schildkröte“ zuständig für Schutz und Rückhalt, rechter Hand repräsentiert der „Drache“ männliche Kraft. Seine Spezialität: Energie und Einflussnahme generieren. Links  der „Tiger“ stellvertretend für weibliche Qualitäten und im besten Fall weniger dominant als der „Drache“ gestaltet. Ihre Aufgabe besteht darin, die Aufmerksamkeit auf (hübsche Weise) auf sich zu ziehen. Seine Spezialität: Gelegenheiten blitzschnell erkennen und (die Bewohner-innen dabei unterstützen) sie zu ergreifen.

Vorn residiert der „Phönix“. Dieser bevorzugt Freiraum um sein Gefieder zu schütteln und sich zu zeigen, seine Flügel auszubreiten ohne irgendwo anzustoßen. So behält er gleichzeitig einen vorteilhaften Ausblick und erkennt rechtzeitig Chancen, die in eine verheißungsvolle Zukunft führen. Die starke Mitte, repäsentiert durch die „Schlange“ macht, dass Menschen sich am Ort wohl fühlen, dass sie verwurzeln und aus festem Stand heraus leicht agieren können.

Mein Tipp: Schauen Sie sich heute Zuhause oder auf Ihrem Grundstück um. Gibt es hinten ausreichend Schutz? Eine Hecke? Ist Ihr Lieblingsplatz durch etwas geschützt oder sitzen Sie mit „offenem“ Rücken zum Geschehen? Verweilen sie ruhig auch mal an einem ungeschützten Platz und registrieren den Unterschied.

Der beste Platz im Raum ist nicht nur Zuhause wichtig, auch in Meetings, bei Verhandlungen oder beim Rendezvous trägt er zum guten Gelingen bei. Beobachten Sie Ihre Mitmenschen, welche Plätze bevorzugen sie? Im Restaurant, auf der Chefetage, im Großraumbüro. Wo sitzt der Regisseur, wo die Haupdarstellerin?

P.S Ein florierendes Business kann ohne dieses Prinzip nicht funktionieren. Und ein harmonischer Haushalt ist ebenso darauf angewiesen.

 


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Tag 10 – Raum für Klarheit

„Die Klarheit ist immer in dir“, sagte er, „nur ist ihre Stimme so leise, dass dein Geist sehr ruhig sein muss, um sie zu hören.“ Ulli Olvedi; Das tibetische Zimmer.

In einer lauten Welt ist es nicht einfach den Geist zu beruhigen, um der inneren Stimme zu lauschen. Dabei öffnet Klarheit den Raum für Intuition, Ehrlichkeit und vorurteilsfreies Wahrnehmen. Auf der Kehrseite lauern Ablenkung, Zerstreuung, Zeitnot, Stress, Hetze, Unsicherheit, Zweifel, Wischi-Waschi, Verwirrung, Unordnung, Entfremdung, Mehrdeutigkeit, Verschmutzung – eben Unklarheit.

Die Kehrseite nährt sich aus unbewußten Gewohnheiten. Kleiner Rücklick – wie bist du heute in den Tag gestartet? Übermüdet nochmal die Bettdecke umarmt? Barfuß in die Küche oder erst in Pantoffeln geschlüpft? Als erstes Wasser aufgesetzt? Die Kaffeemaschine angestellt? Oder gleich auf die Terrasse, in den Garten? Zuerst Morgenübungen oder Zähne putzen? Noch Traumerinnerungen nachgehangen oder schon mal den Terminplan für den Tag durchgegangen? Nebenbei überlegt, was du sagen wirst beim Meeting? Und gestern? Wieviel davon war routiniert, also unbewusst? Wieviel bewusst wahrgenommen?

Jetzt die schlechte Nachricht: Alle Gewohnheiten bilden zusammen mit den unbewußten Gedanken ein richtig fettes, unsichtbares Gewebe im Raum. In deinem Büro, im Schlafzimmer, in der Küche, auf der Terrasse, im Wohnzimmer, im Kinderzimmer. Dies ist oft ein Grund, warum es immer wieder Streit gibt, warum der Schlaf unruhig ist oder schwer, warum es sich Zuhause „klebrig“ anfühlt, selbst wenn grad geputzt wurde, warum der innere Widerling so oft die Oberhand behält. Warum Freitag, Urlaub oder „Wenn – Dann“ Gedankenspiele“ wie Zauberworte klingen, und doch als ewig unerlöste Versprechen unter der Decke hängen bleiben.

Was tun?

  • Natürlich – immer wieder ausmisten. Doch wenn du mir auf der Spur bleibst hast du darin ja längst die Meisterschaft erreicht. 😉
  • Räuchern. Erst ordentlich lüften. Dann eine schöne Mischung aus getrockneten Kräutern (zum Beispiel Salbei, Lavendel und Beifuss) mischen, den Rauchmelder ausschalten und mal ordentlich alles vollqualmen. Danach wieder lüften. Das wirkt wahre Wunder.
  • Es kann auch gut tun, den Nordosten in Haus und Garten genauer anzuschauen. Ein Bereich in dem sich gern Unbewußtes, Angestaubtes oder Hinderliches einnistet. Eine Weile dort meditieren oder einfach still sitzen. Spüren was IST, welche Gedanken sich aufdrängen. Was passiert, wenn du deinen Impulsen folgst und hier etwas veränderst?

Wer Klarheit anstrebt, braucht Raum dafür. Innen und außen. Doch jeder Raum ist wie ein trockener Schwamm, der selbst das kleinst bisschen Feuchtigkeit (gemeint sind menschliche Schwingungen genährt aus Emotionen, Gedankenspiralen oder Glaubenssätzen) aufsaugt. Deshalb kann man in ganz alten Häusern soviel von seiner Geschichte spüren. Ob Menschen hier glücklich lebten, ob sie viel gestritten haben oder ob noch immer unerlöste Albträume in der Luft hängen.

Alles bleibt im Raum. Nichts geht verloren. Gerade heute ist Klarheit ein so hohes Gut, denn wer klar ist, bleibt fokussiert. Läßt sich nicht von Werbesprüchen blenden und sucht Sicherheit nicht in den geschürten Ängsten der Massenmedien. Wer klar ist, hat Raum für Mitgefühl. Mitgefühl als innerer Raum, in dem auch das Wohlergehen der „Anderen“ einen festen Platz hat. Mögen alle Wesen glücklich sein – oder warum sonst sind wir hier?!

 


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Tag 5 – Chinesische Philosophie für die Küche

Es geht doch nichts über Hausmittel! Und am Schönsten ist es, sie zu verwenden bevor man krank ist.  Schließlich genießt man gesund am Besten, oder? Dazu eigenen sich natürlich nicht alle Mittelchen –  niemand würde wohl auf die Idee kommen, ohne Husten in Rettich gelösten Kandis zu schlucken.

Doch es gibt leckere Zutaten, die, regelmäßig verwendet, der Gesundheit und dem Wohlbefinden äußerst förderlich sind und nicht mal nach Medizin schmecken. Wer wie ich das Glück hatte die original chinesische Küche zu kosten, weiß wovon ich spreche. Für mich sind die Chinesen – oder sollte ich lieber sagen die Chinesinnen – Meisterinnen der kulinarischen Künste.

Darum werde ich nicht müde, auf die „Chinesische Medizin für den Alltag“ zu verweisen, denn hier verbindet sich Kulinarisches mit Tipps zum Gesund werden und bleiben. So wird es ein wahres Vergnügen, Körper und Seele mit gesunden Genüssen zu verwöhnen.

Eingangs schreibt die Ärztin Christine Li in diesem Buch über die Grundlagen der Gesundheit und erklärt anschließend die Zuordnung der 5 Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser (mit denen wir auch im Feng Shui arbeiten) zu Organen, Verhaltensweisen und Vorlieben. Alles mündet schließlich in leckeren Rezepten die einfach zuzubereiten sind und leicht in die täglichen Mahlzeiten eingebaut werden können.

All ihre nützlichen Tipps drehen sich um essen oder trinken zum Beispiel bei Kopfschmerz, Mundgeruch, seelischem Schmerz, Liebeskummer, Menstruationsbeschwerden, Dauerhusten, unreiner Haut, Übergewicht, Cellulite, Erkältung, Mangel an Lebenslust, Beschwerden bei Kleinkindern, Erschöpfung, Fehlernährung oder Völlegefühl. Um nur einige zu nennen.

Wie wär’s heute mal mit einem Rezept für das Feuer,  zum Beispiel dem Beerenelixier für das Blut? Nehme dazu 50 g Rosinen und 30 g Bocksdornfrüchte (auch als Goji Beeren mittlerweile in aller Munde), koche Rosinen und Beeren mit Wasser zu einer dicken Suppe und trink das Abends vor dem Schlafengehen. 10 Tage wiederholen. Wirkung: Gibt neue Kraft bei einem Gefühl des Ausgelaugtseins, bei schlechtem Schlaf, schwachen Augen und dem Gefühl von Trockenheit. Viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren!

 


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Tag 3 – Keine Angst vorm Kleiderschrank

Der wundervolle Beginn eines Tages: Übersichtlicher Kleiderschrank. Viel Luft in den Fächern und genug Platz auf der Kleiderstange. Beim Öffnen fällt der Blick auf all die Lieblingsstücke, die hier wohnen.

Der Weg dahin kann lustvoll sein

und lohnt sich immer, denn Kleidung spiegelt unsere energetische Schwingung. Ungetragenes oder Ungeliebtes dient als Ballast, unseren Ballon am Boden zu halten. Wer nun aufsteigen und neue Höhen erreichen will, ist gut beraten ausschließlich (wenige, ausgesuchte) Wohlfühlstücke in Schrank oder Truhe zu haben. Nur dann stellt sich beim Griff hinein nichts als Vorfreude ein. Kleidung ist der beste Freund, die beste Freundin – vorausgetzt sie passt, erhöht das Wohlbefinden und unterstreicht die Persönlichkeit. Welch ein Strahlen!

Unsere Räume verschönern wir mit Stoffen, Tapeten, Farben und Designs und entwickeln mit der Zeit ein immer besseres Gespür, ob der Raum schwächelt oder uns aufbaut. Nur der Kleiderschrank ist oft zum „Unort“ mutiert, weil er nicht selten zu viele Sachen beherbergt

  • die zu allem Überfluß nicht mehr passen (und damit unterschwellig mahnen oder ein Versagen implizieren)
  • die ungute Erinnerungen berühren („als ich das trug, ist was Schlimmes passiert“)
  • die ein schlechtes Gewissen fördern („war teuer“)
  • in Farben oder Schnitten, die längst nicht mehr zum Stil passen.

Mein Tipp: Noch bis zum 14. April ist der Merkur rückläufig. Das kann in diesem Frühling die beste Zeit sein, all den Schattenthemen im Kleiderschrank furchtlos zu begegnen. Am nächsten freien Nachmittag also beschwingende Musik auflegen und mit dem lustvollen Ausmisten beginnen. Dazu ALLES ausräumen und dann jedes Teil in die Hand nehmen. Spüren. Fühlt sich gut an? Dann darf es bleiben.

Wer danach so richtig in Fahrt gekommen ist und dran bleiben will: Ich verschenke ein Exemplar „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston. Wer meinen Blog neu abonniert und mir schreibt, bekommt’s.

Schöner ausmisten mit Feng Shui


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In Körper und Raum zu Hause

Wünschen Sie sich manchmal mehr Lebensqualität – ohne noch genau benennen zu können, wie sich das anfühlen kann? Seit einigen Jahren kooperiere ich mit der Heilpraktikerin Marie Vogelei , die sich auf Dynamische Aufrichtung und Integrative Osteopathie spezialisiert hat. Zusammen bieten wir exklusive Begleitung auf dem Weg zur Heilung von „Körper und Raum“. Unsere Erkenntnis läßt sich so beschreiben: Ein Körper mit mehr Bewegungsfreiheit gewinnt an Handlungsspielraum, ein energetisch optimierter Raum verbessert die Lebensqualität.

 

Es besteht ein Zusammenhang zwischen körperlichen Symptomen und Raumgestaltung

In den letzten Jahren fiel uns auf, dass womögich ein Zusammenhang zwischen körperlichen Symptomen und den Wohn- und Arbeitsräumen besteht. Das war der Anlass für unsere Kooperation. Denn nachgewiesen wirken Räume auf das Befinden der Menschen und dieses speichert sich, zusammen mit der persönlichen Geschichte, im Zellgedächtnis. Nicht nur der Mensch gestaltet den Raum, auch der Raum beeinflusst Leben und Entwicklungsverläufe.

Durch intensives Studium der Resonanzprinzipien wissen wir, dass sich körperliche Beschwerden im Raum abbilden können. Ebenso kann ein durch den Raum verursachtes Unbehagen körperliche Symptome hervorrufen.

Gesundheit ist mehr, als die Abwesenheit von körperlichen Beschwerden

Ein anschauliches Beispiel war die Begegnung mit Martin K.. Zeitgleich war er bei Marie Vogelei in Behandlung und hatte bei mir eine raumenergetische Beratung gebucht. Beide Male kam die Sprache auf seine Rückenbeschwerden. Nach Behandlung und Beratung verringerten sich seine langjährigen Beschwerden zunehmend. Für Martin K. hing diese Wirkung eindeutig mit der Kombination unserer beiden Professionen zusammen. Obwohl Marie und ich uns kannten brachte er uns auch beruflich zusammen, indem er unsere Beobachtung bestätigte, dass Wohlbefinden sowohl vom Körper in den Raum als auch vom Raum in den Körper wirkt.

Entwicklungsbegleitung als Schlüssel, um langfristig das Wohlbefinden zu stabilisieren

Der Fokus unserer Kooperation liegt in der Begleitung: raus alten Mustern in die Weite neuer Möglichkeiten. Aus dem Schmerz in die Linderung oder aus Bewegungsgewohnheiten zu mehr Bewegungsvarianten, um körperlichen Symptomen vorzubeugen. Gleichzeitig wirkt ein auf den Menschen abgestimmtes Zuhause stabilisierend, während sich bislang unerlöste Potenziale den Weg ins Licht bahnen.

Der Kern unserer Kooperation liegt im Austausch unserer Informationen. Sie entbinden uns untereinander von der Schweigepflicht und wir nutzen die Beobachtungen aus unserer jeweiligen Profession, um Heilprozesse zu initiieren. Marie Vogelei nutzt die Erkenntnisse aus der Raumanalyse, um die Entsprechungen auf der Körperebene auszubalancieren und anschließend die neue Balance zu stabilisieren. Ich lokalisiere auf Grund der Informationen über das bestehende Körperbild und seiner Spannungsfelder die Entsprechung im Raum, optimiere diesen Bereich ganz gezielt und untermauere dies auf Wunsch mit Methoden aus der systemischen Beratung und Aufstellung.

Und wer sich noch ein Bild von uns machen möchte, das sind wir:

Marie Vogelei    Telefon 0421 – 69 67 39 49        www.marievogelei.de
Heilpraktikerin für Dynamische Aufrichtung und Integrative Osteopathie: „Unsere Körperhaltung und die Art uns zu bewegen hat einen langen Entstehungsprozess, in den alle Eindrücke unseres bisherigen Lebens einfließen und der folgerichtig nie zum Abschluss kommt. Meine Arbeit zeigt Wege auf, die Sie unterstützen, Ihre Körperhaltungen und Körperbewegungen in Zukunft bewusster zu beeinflussen. Unbehagen oder Schmerz werden als ein Wegweiser aus der Enge hin zu neuen Möglichkeiten genutzt. Auf diese Weise wird die Schmerzinformation umgewandelt in Aufrichtungsinformation.“

Susanne Berkenkopf   Telefon 0421 – 161 69 608    http://www.feng-shui-und-beratung.de
Beraterin für energetische Raum- und Lebensgestaltung: „Räume sind wie eine zweite Haut und wer sich in seiner Haut nicht wohl fühlt, ist abgelenkt und blockiert. Meine Empfehlungen führen dazu, dass Räume zu Verbündeten werden, damit das Außen das Innen unterstützt. Meine Werkzeuge: Imperial Feng Shui, Geomantie und systemische Beratung. Meine Erkenntnis: Nur, wer bei sich angekommen ist, kann Gewünschtes erreichen. Verankert im Raum und aus der Mitte gelenkt darf Leben gelingen.

Als Fazit stellen wir immer wieder fest: Wer in Körper und Raum zu Hause ist, gewinnt Handlungsspielraum und ein mehr an Lebensqualität. In diesem Sinne, wir freuen uns auf Sie!


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Leben mit Potenzial nach oben … Doch was tun mit den Blockaden?

Mein nächster exklusiver Workshop steht vor der Tür. Diesmal widmen wir uns dem Thema Blockaden.

Im Grunde ist eine Blockade etwas Wunderbares, denn sie ist nichts anderes als gebundene Energie die uns auffordert, innezuhalten. Klingt platt, doch wer es schon mal ausprobiert hat und sie nicht gleich „weghaben“ wollte konnte merken, dass jedes Hindernis in sich selbst die Lösung parat hält. Dabei ist es immer von unschätzbarem Wert, ein Hindernis erst einmal als solches anzuerkennen. Es danach zu benennen ist ein weiterer Schritt. Anschließend ist es meist ein leichtes, es zu überspringen, drum herum zu gehen, drunter durch zu kriechen, die Richtung zu ändern oder es einfach wegzuzaubern. Wer es mit den „alten Weisen“ hält wird selbst zum Hindernis und nimmt es ganz in sich auf. Auch das ist ein möglicher Weg, eine Blockade zum Verschwinden zu bringen.

Weil wir aus dem Feng Shui wissen, dass jeder Grundriss alle Lebensthemen spiegelt, ziehen wir ihn im Workshop zu Rate, um die Blockade räumlich zu lokalisieren. Dann bereichern wir das Ganze mit Raumpsychologie und systemischer Beratung, um einen noch tieferen Zugang zu bekommen. Auf deutsch: In der Aufstellung gelangen wir an das tiefe Wissen des (Wohn)Raums. Darüber stellen wir echten Kontakt zum Wesen des Hauses her und erfahren mehr über uns selbst. Das ist der Weg zum Schatz, den die Blockade für uns bereit hält.

Wer den Grundriss als Schatzkarte nutzen möchte ist diesmal mit folgenden Themen gut beraten:

  • Ich möchte, doch ich weiß nicht wie!
  • Ich möchte nicht, doch wie geht das?
  • Soll ich oder soll ich nicht …?
  • Ich würde ja, wenn nicht … !
  • Wie soll ich mich entscheiden?
  • Was ist das Beste für mich und für die, die von meiner Entscheidung abhängen?
  • Warum finde ich kein neues Zuhause, ich suche doch schon so lange!?

Bestandteile des kreativ-rituellen Prozesses während unserer gemeinsamen Zeit sind

  • Intensive Einzelarbeit, um den Kern Ihres Anliegens zu erfassen
  • Körperübungen mit Visualisierungen, um die Blockade zu lokalisieren
  • Aufspüren destruktiver Anteile, die Blockaden ins Leben rufen
  • Impulse und Lösungsansätze für Sie und Ihre Räume, um Ihren Kompass neu auszurichten und Kurs
    auf den Zielhafen zu nehmen
  • Freisetzen gebundener Energien

Termin

Samstag, 17.03.2018 von 11 bis ca. 17 Uhr
Investition: 490 Euro
Ort: Eos-Institut, Schwachhauser Heerstr. 55, 28211 Bremen

Bitte Grundriss im Original oder als eigene Zeichnung und wenn gewünscht Fotos Ihrer Räume mitbringen.

Anmeldung

berkenkopf@raum-innen-aussen.de

oder telefonisch unter 0421 161 69 608

Ein Lehrer, vor dem ich ein bisschen Angst hatte, schrieb mir damals ins Poesie Album: „Wer mit dem Kopf durch die Wand will, muss die Wand im Kopf haben.“ Erst heute weiß ich, wie gut er es für mich meinte.


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Welcher Wohntyp sind Sie?

Jeder Mensch hat eine Wohnbiographie. Die beginnt mit der Kultur, in die man geboren wurde – als Stichworte mögen Steppe, Großstadt, Dorfleben oder Wasserlandschaft genügen. Denn tief prägend ist der erste Wohnraum, in den man „gelegt“ wurde. Schon in der Kindheit entwickeln sich Prägungen, die, bleiben sie unbewußt, oft ein ganzes Leben wiederholt werden. Das gilt nicht nur für Verhalten oder Werte sondern im gleichen Maße für das spätere Wohnerleben.

Sich die eigene Wohnbiographie anzuschauen ist ein klasse Realitätscheck. Heraus finden, ob wir tatsächlich so wohnen, wie es dem innersten Bedürfnis und individuellen Potenzial entspricht. Denn wohnen ist nicht nur Funktion, wohnen ist auf das engste verknüpft mit Gefühl und sinnlichem Erleben.

Wohnerleben ist der Inhalt jeder Wohnzeitschrift. Beim durchblättern fühlen, wie es wäre – so ankommen, so kochen, so schlafen – für Momente den Duft der Räume einatmen. Wohnzeitschriften erzeugen Sehnsucht und Bedürfnis – doch das kann nur selten in die eigenen Räume importiert werden.

Wer sich nicht länger mit dem „so tun als ob“ zufrieden geben will kann gleich los legen. So geht’s:

1.Schritt: Wo, mit wem, wie lange

  • Ein großes Blatt Papier nehmen, ein Koordinatensystem drauf zeichnen. Die x-Achse bestimmt die Zeitlinie, die y-Achse die bewohnbaren Geschosse  (z.B. Souterrain, Erdgeschoss, OG, Dachgeschoss). Auf der Zeitachse mögen, je nach Alter, drei oder fünf-Jahresschritte für einen guten Überblick reichen.
  • Darein die bisherigen Wohnorte eintragen. Am besten dort beginnen, wo man geboren wurde. Eine Anregung wäre, hier kurz das Umfeld zu charakterisieren: Stadt oder Land? Flach, hügelig, bergig, Nähe Wasser oder Moor, Wald oder Feld? Autobahn in der Nähe? Park? Garten? Balkon? Terrasse?
  • Dann mit einem Querstrich markieren, wann eigene Räume bezogen wurden. Hier kann auch gleich eingetragen werden, ob man allein wohnte, mit Partner/in, in WG oder Hausgemeinschaft.

2. Schritt: Charakter der Räume

  • Was kennzeichnet(e) die bewohnten Räume? Waren sie groß oder klein, mit hohen Decken oder eher niedrig? Waren sie verwinkelt oder weitläufig? Wie der Empfang? Großer Flur oder eher beengt? Und welche Räume bewohnen Sie jetzt? Gehen Sie in Gedanken die bisherigen Stationen noch mal durch und achten Sie dabei auf Ihre Gefühle.
  • Wie war der Ausblick – weitläufig oder von Häusern verstellt? Wie der Lichteinfall? Morgensonne, Abendröte oder gleichbleibendes Nordlicht? Und jetzt?
  • Welchen Einrichtungsstil gab es bei den Eltern und wie sieht es heute in Ihren Räumen aus? Erkennen Sie Parallelen oder bevorzugen Sie den totalen Kontrast? Mit welchen Möbeln, welcher Deko umgeben Sie sich: Erbstücke, Neuanschaffungen, Fundstücke oder ein Mix aus allem?
  • Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben? Puristisch, verspielt, klar, romantisch, farbenfroh, Shabby, Landhaus – oder gar nicht so klar definierbar?

3. Schritt: Was wird sichtbar?

  • Erkennen Sie ein Muster? – Wohnen Sie zum Beispiel bevorzugt in Dachgeschossen oder lieber ebenerdig? Muss ein Garten dabei sein oder bloss nicht?! Sind Sie eher stetig oder viel umgezogen? Häuslich? Bevorzugt gesellig? Oder lieber zurück gezogen?
  • Gab es innere oder äußere Einflüsse, die zum Bruch oder zu einer Änderung geführt haben?
  • In welchen Räumen / Wohnungen / Häusern fühlen Sie sich besonders wohl? Und leben Sie schon so oder sind Sie da noch nicht angekommen? Haben noch den Traum vom „perfekten Zuhause“?
  • In welchem Raum verbringen Sie aktuell die meiste Zeit? Wo fühlen Sie sich am wohlsten? Ist alles da was Sie brauchen um sich gut zu erholen, aufzutanken, anzukommen? (Gute Frage: Wie sieht eigentlich ihr Arbeitsplatz aus? Fühlen Sie sich wohl dort oder dominiert eher das Gefühl: bloss schnell weg hier?)
  • Wenn Sie mit einem Partner oder in Familie leben – sind Ihre Wünsche und Vorlieben ähnlich? Gibt es (häufiger) Streit über Einrichtung und Stil? Oder hat eine/r das Zepter übernommen und der / die andere resigniert?
  • Wie sieht es denn überhaupt aus: Haben Sie einen eigenen Bereich oder haben den nur die Kinder? An was erinnert Sie das?

4. Schritt: Wie darf es weiter gehen?

  • Was haben Sie über sich heraus gefunden?
  • Sind Sie da, wo Sie sich „wohnmässig“ hinwünschen?
  • Oder erträumen Sie sich (noch) das Ideal? Vielleicht als Kontrastprogramm – Städter auf’s Dorf, Dörfler in die Stadt, Single in die Partnerschaft, Familenerprobte in die 2-Zimmer Wohnung, Flachländer in die Berge oder überhaupt näher ans Wasser?
  • Wenn Sie nun ein Fazit ziehen und Ihrer besten Freundin, Ihrem besten Freund erzählen, was Sie über sich rausgefunden haben – was würden Sie sagen?

Mein Tipp: Wenn Sie feststellen, dass Sie sich Veränderung wünschen, trauen Sie sich. Jetzt. Leben ist nicht endlos und Sie haben verdient, Ihren Traum wahr werden zu lassen. Gönnen Sie sich Ihr bestes Leben, denn wonach wir uns sehnen, das sehnt sich auch nach uns. Vielleicht ist die Entfernung gar nicht so groß wie Sie denken oder es gibt es eine Brücke. In systemischen Kontexten werden „Probleme“ oft in Zusammenhang mit Selbsthypnose gebracht. Wollen Sie daraus erwachen ?

Wenn Sie dazu jemand mit unverstelltem Blick, einem Hang für das Machbare oder eine Sparringspartnerin in Sachen „Wohnwünsche erfüllen“ an Ihrer Seite brauchen, rufen Sie mich an. Es gibt die Zeit zu träumen und es gibt die Zeit zu Handeln. Der Frühling ist die beste Zeit zu handeln und jetzt geht es vorwärts. Alles andere ist verlorene Liebesmüh.


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… bringt Leben dahin, wo es sich schon tot anfühlt!

Ging es früher hauptsächlich um materiellen Wohlstand, erreichen mich nun zunehmend Anfragen, weil „es“ fehlt. Und „es“ kann vieles sein: Sinn, Zufriedenheit, authentisches Sein, Anerkennung, Lebensfreude, Gesundheit, Unternehmergeist, innere Ruhe, eigener Standpunkt, Aufrichtigkeit sich selbst gegenüber, Respekt vor der Lebensleistung.

Kann Feng Shui da was machen, werde ich gefragt.

„Ja“, lautet meine Antwort, „Feng Shui bringt frischen Wind ins Haus. Bringt Prozesse in Bewegung. Bringt Leben dahin, wo es sich schon tot anfühlt. Es ist der beste Beginn, den Sie sich gönnen können.“ Denn der Raum ist die Haut, innerhalb derer sich alles abspielt. Wer den Raum versteht, legt den Grundstein, sich selbst zu verstehen.

Das geschieht in Etappen:

  1. Grundriss analysieren – Was sagt die Grundfläche?  Form regelmäßig? Lässt sich eine Dynamik erkennen? Fallen Hindernisse ins Auge? Wo sind Erweiterungen? Fehlt etwas? Welches Gefühl steigt auf? Wohlbefinden mit dem Wunsch, sich zu vertiefen oder Unbehagen, verbunden mit dem Impuls aufzustehen, und das Ganze aus der Hand zu legen?
  2. Die Himmelsrichtungen – Wird oft unterschätzt wenn es darum geht, das Ziel der (Lebens-) Reise zu eerkennen. Man denke an die eigene Routine: Wird eins nach dem anderen erledigt? Wird alles erstmal gründlich überdacht? Fehlt der rote Faden? Gibt es die Neigung zu überstürzen? Werden regelmäßig neue Trends aufgegriffen? Um irgendwann festzustellen, sich verzettelt zu haben? Oder, dass im Leben gar nichts Aufregendes mehr geschieht.
  3. Und wie sieht es drinnen so aus: Stapeln sich Papiere? Viele Möbel, Einzelstücke oder Einbauschränke? Lieber kahle Wände oder alles voll gehängt? Ein Hoch auf die Erinnerung? Oder rutschen hier die Fliegen aus?

Wer sich damit befasst weiß, wie wirkungsvoll das Instrument Feng Shui ist. Blockaden im Raum aufspüren und beseitigen. Prima. Wer will, begnügt sich mit dem Erleben, was nun alles möglich ist. Schon phantastisch, das muss ich zugeben.

Doch wer mehr will, geht einen Schritt weiter.

Und gelangt noch ganz woanders hin.

Mal etwas knackig überzeichnet gibt es

a) die, die etwas wollen doch im tiefsten Innern nicht überzeugt sind, es auch verdient zu haben. Da können dann die größten Chancen, verlockendsten Angebote, griffigsten Ideen vorbei spaziert kommen (Feng Shui sei Dank), doch im entscheidenden Augenblick kann Mensch sie nicht ergreifen.

b) die, die zugegriffen und „alles“ erreicht haben. Sind Präsident geworden, CEO, Eltern wohlgeratener Kinder, gefeierter Star oder einflussreiche Sprecherin. Doch ganz für sich allein macht sich innendrin ein komisches Gefühl breit – eine Magenverstimmung vielleicht? Oder ein Gefühl der Leere, das nicht zu füllen ist – weder mit Feuerwasser, noch mit heiligem Rauch und auch nicht mit noch mehr Titelseiten-Qi.

c) die in der Mitte. Scheinbar zufrieden. Läuft ja alles. Das Außen zeigt je nach Vorliebe anerkannten Status, gern auch in Form von Mittelklasse. Man handelt wertorientiert und mit der Gewissheit, „alles“ richtig zu machen. Und könnte doch manchmal zuschlagen. Die Faust in der Tasche zuckt …

d). Hier bitte selbst ergänzen, wer sich noch nicht zuordnen konnte …

Der allen gemeinsame Nenner? Die tiefe Sehnsucht, dem Drachen zu begegnen. Um ihn zu reiten. Wer sich fragt, welche Rolle hab ich übernommen als ich mein Engagement beim Welttheater begann? Wer meint, vielleicht ist es Zeit, das Genre zu wechseln. Wer vom ewigen Gutmenschen zum Bösewicht avancieren will. Wer keine Lust mehr hat auf Aufsteiger, Mutters Liebling, Hamsterradsieger und es zur Abwechslung als Taugenichts, Krimineller oder Globetrotter probieren will. Wer wie Alice nicht nur durchs Schlüsselloch gucken, sondern mitmachen will. Wer ahnt: In mir steckt noch was, das jetzt das Licht sehen will.

Lange Rede – kurzer Sinn. Es gibt Blockaden, die lassen sich mit Feng Shui erkennen, doch nicht übersteigen. Da steht die Leiter anderswo, weil noch andere Dimensionen wirksam sind. Doch nicht verzagen: Die lassen sich mit der systemischen Prozessbegleitung aufspüren und auflösen. Leicht. Ganz leicht. Weil … diese Barriere, ist sie erstmal erkannt, schon fast keine mehr ist. Weil … die Ursache dafür vielleicht gar nicht in einem selber, sondern im ( Familien-) System steckt. Weil … das Gefühl für den Selbstwert fehlt, bis die Frage : wer bin ich, was darf ich, darf ich das : beantwortet wird. Weil … im Raum zwar das Versteck für den Schlüssel ist, doch man selbst die Tür aufschließen muss.

Weil … man es sich wert ist (würde L’Oreal jetzt rufen). In diesem Sinne – Es lebe die Lebendigkeit.

 


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über strahlende Wohnräume, Gefühl und Seele

Niemand kann sagen, wie ES funktioniert. Doch dass ES funktioniert, das bestätigt wer es selbst erlebt hat. Viele Menschen suchen nach Antworten und scheuen weder Geld noch Mühen, um die Lösung zu finden. Wer noch auf der Suche ist, mag sich an Goethes weisen Ausspruch erinnern: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.“ Wer Augen hat zu schauen, schaue sich Zuhause um. Wir leben schon da, wo die Antwort zu finden ist – wir müssen nur fragen.

Mehr Farbe ins Leben

„Frag doch den Grundriss“

lautet mein Angebot an alle, die ES wissen wollen. Letzten Samstag kam es wieder zu einer heilsamen Begegnung mit den eigenen vier Wänden. Diesmal lautete die Frage: Umziehen oder bleiben, und die Sorgenfalten vom vielen Hin oder Her hatten beim Ehepaar schon tiefe Spuren hinterlassen. Geben wir die vertraute Umgebung vielleicht zu leichtfertig auf, oder ist das nur Ausrede, weil uns der Mut für einen Neubeginn fehlt? Was machen wir bloß, um es „richtig“ zu machen.

Wir haben also aufgestellt: Und nicht nur die Wohnung hatte einiges zu sagen.

Soviel ungelebtes Leben, so viel brachliegendes Potenzial, so überraschte Gesichter, so tiefe Einsichten. Und danach die grenzenlose Erleichterung. Die letzte Strophe ist noch nicht gesungen, denn statt Umzug wird nun aufs Kühnste renoviert. Einfach neue Räume zu beziehen hätte die tiefe Sehnsucht beider nicht gestillt.

In der Aufstellung kam nämlich – neben falsch verstandener Rücksichtnahme auf den Anderen – ein lang unterdrückter Impuls für Farben zum Vorschein. All die Bedenken, man könne sich bei der Auswahl „falsch“ entscheiden, bekamen Raum … um endlich verabschiedet zu werden. Auch die Lust, einfach mal Einladungen auszusprechen, mit Freunden ganz ungeplant von Jetzt auf Gleich zu feiern, verschaffte sich Gehör … nicht jedes Fest muss Monate vorher geplant werden. Beim Aufspüren dessen, was fehlt, fand schließlich ein lang gehegter, „einsamer“ Einrichtungswunsch seinen Weg ins Licht – und das Erstaunen war groß, als die ablehnende Reaktion der Partnerin ausblieb. Ja, SIE war sogar richtig angetan von der Idee ihres Mannes und im geschützten Aufstellungsraum fanden lang vergessene Träume vom Wohnen als Gefühl einen Ausdruck.

Und die Wohnung? War auch froh. Konnte der unangemessenen Rücksichtnahme nichts abgewinnen. So müde vom ewigen Dümpeln in beige-grau spürten die Räume endlich wieder Leben, sahen ihre farbige Chance. Unterstützt wurde auch der Mut, sich von geerbten Stücken zu trennen, sich „abgefahrene Möbel zu gönnen“. Endlich Schluss mit dem Wahn des „Perfekten“ und die Erlaubnis, bunte Lebensfreude ins Haus zu holen. Auch mit 50 kann man sich neu entscheiden. Darf erkennen, wo Loyalität zu den Vorfahren ein Ende hat, auch in Fragen des Wohnstils.

Als die Wohnung aufgestellt wurde und aus ihrer Position sprach, war das Knistern körperlich zu spüren. Es war, als flögen Brocken von altem Putz durch die Gegend. Ein ordentliches Schütteln, tiefes Seufzen – dann waren Licht und Luft so präsent, dass wir alle eine Gänsehaut bekamen. Und an Umzug war gar nicht mehr zu denken, soviel Lust hatte das Paar, in dieses vertraute Zuhause nun den Geist der Lebendigkeit, der Lebensfreude, der Individualität einzuladen.

Wenn Räume beginnen zu leuchten, ist ihre Strahlkraft einfach ansteckend. Selbst wenn Sorgenfalten schon tiefe Spuren hinterlassen haben, bröckeln erst die dicken Schichten des >sich selbst eingemauert haben<, gibt es kein Halten mehr. Und wenn das Herz lacht, kann das Gesicht gar nicht anders, als mit lachen. Und Lachen, das tief aus dem Bauch kommt, steckt an. So leicht kann es gehen. Drum freue sich, wer (noch) Fragen hat, denn die Antwort liegt ganz nah. ⭐ ❤

 


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Schöner Leben aus „einem Guss“

Schöner Leben mit Feng Shui

„Wir brauchten eine neue Waschmaschine und weil die Anschlüsse nicht passten mußten Rohre neu verlegt werden. Daraufhin haben wir den Hauswirtschaftsraum renoviert und festgestellt, dass er nun viel gemütlicher war als die Küche. Also renovierten wir die Küche und merkten, dass der Stil jetzt nicht mehr zum Wohnzimmer passt. Und weil wir spürten so würde das weiter gehen haben wir uns an Sie gewandt, liebe Frau Berkenkopf, denn wir hatten ja nicht vor, das ganze Haus zu renovieren. Ihre Empfehlungen waren wirklich wertvoll, denn nun haben wir wieder ein Haus „aus einem Guss“. Herzlichen Dank für Ihre inspirierende Unterstützung von der ganzen Familie und auch von Leo, unserem Hund, der sich an seinem neuen Platz pudelwohl fühlt.“

Ihre Emilia und Carsten Klee


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Wo das Herz Zuhause ist …

… diesen Ort nennen wir Heimat. Eine Heimat zu haben, sich an einem Ort Zuhause zu fühlen, ist ein großes Glück. Denn nicht immer fühlt man sich da, wo man lebt, auch beheimatet. Gestern bin ich in die wundervollen Fotos des Steve McCurry eingetaucht.

Mit seinen Fotos und Worten webt er Welten, die auf eigene Art genossen werden können. Sich berauschen an Farben und Fremde, oder tief tauchen in die Geheimnisse der Existenz auf dieser Erde. So  lade ich Euch heute ein, Euch vom Zauber des Zuhause der Anderen inspirieren zu lassen. Fremd mag es scheinen, doch wie heißt es so schön: „Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen.“

Frei nach dem Gedicht von Edgar Guest: „Bis ein Haus ein Zuhause wird braucht es viel Lebenszeit und es geschieht nicht eher, als bis die Seele sich mit allem verbunden hat.“

>> It takes a lot of living to make a house a home
It doesn’t make any difference how rich you get to be
How much your chairs and tables cost, how great your luxury
It isn’t home to you though it be the palace of a king,
Until somehow your soul is wrapped round everything. <<
– Paraphrase of Edgar Guest poem, Home

Finding Home von Steve McCurry


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Feng Shui im Auto – Wohlfühlen auf kleinstem Raum

Gestern sprachen wir über Autos. Das erhöhte Verkehrsaufkommen. Staus. Während ich mich über den bei Radiosprechern mittlerweile sehr beliebten Begriff des „Zeitverlustes“ mokierte ( wer verliert schon Zeit und kann jemand helfen, sie wiederzufinden ?!), warf Matthias ein, ich könne ja mal über Feng Shui für Autos nachdenken. Das fand ich zuerst ganz absurd – doch wie das so ist, in den absurdesten Ideen liegt immer ein Schatz verborgen.

Landschaft mit Ente ❤ . Foto © Aris Tsitiridis

Feng Shui in kurz würde sich so vorstellen: „Mein Anliegen ist, zu erkennen was IST, um es dann wo nötig so zu gestalten, dass alles durch Verbundenheit zu seiner wahren Größe gelangt.“ Von außen nach innen, von groß nach klein – also von Landschaft zu Haus, von Haus zu Mensch. „Natürliche“ Landschaft finden wir ja kaum noch, wer alte Land- und Stadtkarten zur Hand nimmt, kommt schnell ins Staunen über das Ausmaß der Veränderung. Ein Großteil der Flächen ist mittlerweile „menschgemacht“ und, um das mal ganz offen zu sagen, meist mit wenig Sachverstand und Gespür für das, was IST. ( Auch Straßen und Tunnel würden an dieser Stelle heftig nicken. )

Wie sagt der Bildhauer: „Ich betrachte das Stück Holz solange, bis sich mir zeigt, was drin steckt.“ So sollte es im besten Fall mit allem und allen geschehen. Mit Landschaften, Straßen und Wegen, mit Bebauung und Menschen. Die ja immer „irgendwo“ einziehen, um dort zu leben. Im besten Fall: um dort aufzuleben. Um also auf die Autos zurück zu kommen, wer kennt nicht das beliebte Partyspiel: Also Dein Auto, das müsste ein ….  sein ( bitte selbst ergänzen ). Dies bezieht sich meist auf Form, Image und Assoziation: BMW Fahrer sind …, Citroen fährt nur, wer … , Land Rover ist was für … 😉

Lebensraum Auto

Doch der Innenraum spricht auch ein Wörtchen mit. Alles aus Kunst-Stoff? Oder Leder? Farbe der Polster? Schmutzunempfindlich gemustert? Und wie sieht’s aus mit den persönlichen Ergänzungen? Schnickschnack? Amulette am Rückspiegel? Oder leere Pizzakartons, Coladosen und Zigarettenschachteln im Fußraum? Vielleicht auch Ü-Ei Glücksbringer auf dem Armaturenbrett, Wolldecke oder Schlafsack für den Notfall, genügend Wasserrationen für alle Fälle … ? Und im Kofferraum? Was fährt sonst noch tagaus, tagein mit spazieren? Wir sehen an diesen „Kleinigkeiten“, das Auto ist längst zum Lebens-Raum geworden.

Ja, aufräumen ist immer eine gute Idee. Und je mehr Zeit im Auto gelebt wird, desto stärker wirkt auch dieser Raum auf Geschick, Wohlbefinden und Launen. Den Vorlieben Einzelner sei überlassen, wie Zeit verbracht wird – am Rand bemerkt kann das „Carpe diem“ manchmal auch richtig nerven. Nur: Dass der umgebende Raum dazu beiträgt, was man denkt und wie man sich fühlt, das sollte beachtet werden. Denn aus denken und fühlen folgt Tun. Und Tun formt Charakter und dann Geschick, auch Schicksal genannt. Also ganz wie immer: Was klein beginnt, kann große Folgen haben – und selbst der Innenraum des kleinsten Autos trägt dazu bei.

Wer gerade überlegt, ein Auto zu kaufen und dabei über passende Farben nachdenkt, da kann Feng Shui helfen! Für jeden Menschen gibt es stärkende und schwächende Farben und in dem Raum, der sich so anschmiegt wie der Innenraum eines Autos und in dem wir, dank des erhöhten Verkehrsaufkommens, immer mehr Zeit verbringen, der sollte mit den unterstützenden und wohltuenden Farben ( und Accessoires ) ausgestattet sein. So wird’s dann, wie nebenbei, zur persönlichen Farbtherapie im Auto – wer hätte gedacht, wie leicht es ist, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden ❤ .

 


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Warum Provisorien so stabil sind

„Eigentlich“ sollte es ja nur vorübergehend sein, doch oft halten Provisorien länger als beabsichtigt. Wer hat nicht schon mal von jemand gehört, der sich „vorübergehend“ in eine Bürogemeinschaft einmietete und nach 12 Jahren feststellt, irgendwie unfreiwillig immer noch dort zu sein? Es gibt auch Paare, die viele Jahre „einfach so“ glücklich zusammenleben. Kurz nach der Hochzeit – niemand versteht’s wirklich – wurde die Ehe dann geschieden. Was könnte dahinter stecken?

Das Provisorium – als würde man vor der Weggabelung verharren

Der Duden beschreibt ein Provisorium als Notlösung; als etwas, womit man sich in Ermangelung eines Besseren behelfen muss. Demzufolge steckt im Kern des Provisoriums eine klare Aussage und Bewertung: Mangels Alternative gerade gut genug, doch Besseres soll kommen – Willkommen in der Warteposition.

Wer’s kennt weiß, Provisorien sind meist überaus nervig. Selbst wenn es sich nur um Kleinigkeiten handelt – ein notdürftig geklebtes Kabel, um den Wackelkontakt zu beheben oder eine im unpassenden Moment verlorene Sicherheitsnadel am Kleid – schon das kann das Faß zum Überlaufen bringen.

Im Grunde fehlt einem Provisorium die klare Entscheidung für etwas. Und genau daraus bezieht es seine Kraft. Sein Nährboden sind Zweifel („Was, wenn die Entscheidung falsch ist?“) und Unsicherheit („Soll ich mich wirklich schon festlegen? Sicher gibt es noch etwas Besseres!“). Doch wer sich im Provisorium einrichtet, verharrt buchstäblich vor der Weggabelung. Auf Dauer wird aus diesem Zustand die kraftlose Schwebe. Dabei ist völlig unwichtig, ob eine Entscheidung „falsch“ oder „richtig“ ist, wichtig ist nur das „Ich habe mich entschieden“. Erst dann ist Ankommen möglich. Erst dann kann die Arbeitsstelle, das Haus oder der Partner wirklich zeigen, was da noch alles drinsteckt – oder eben auch nicht.

Es ist vielleicht nicht schön, wo man sich gerade befindet: Die Wohnung mag zu dunkel sein, das Haus zu klein, die Arbeitsstelle unterhalb der Potenziale und nur der Sicherheit wegen angenommen, dieser Partner besser als keiner …  . Doch wer ehrlich mit sich eine Bilanz zieht merkt: Gar nichts ist gewonnen. Im Gegenteil, mit der Unzufriedenheit wächst die Unsicherheit und es schwindet die Kraft zu handeln. Sätze, die mit „Ich will ja eigentlich …“ beginnen, sind einerseits schwammig anderseits glasklar. Wer sich beim Aussprechen selbst zuhört vernimmt die Botschaft: Ich habe mich nicht entschieden, rede drumrum und bin sicher sehr phantasievoll im „Ausreden“ erfinden. – Vielleicht sollte ich diese Gabe nutzen, ein Buch zu schreiben ? 😉 –

Was hilft, eine Entscheidung zu treffen

  1. Schauen was ist. Am Besten zuerst nur anschauen, ohne gleich zu bewerten.
  2. Sortieren und auflisten. Welche Vorzüge bietet die jetzige Lage, was gefällt, was ist ein fauler Kompromiß, was fehlt?
  3. Ehrlich sein. Bei dem Fehlenden nochmal unterscheiden: Ist es ein als gedankenspielerischer Fluchtweg getarntes Wenn-Dann Spiel? (Kennen wir alle: Wenn ich groß bin, dann schaue ich mir im Fernsehen alle Sendungen an die ich jetzt nicht sehen darf; wenn ich diese Bluse habe, dann werde ich immer gut aussehen; wenn ich erst woanders wohne, dann werde ich endlich glücklich sein usw.) Oder verbirgt sich hier tatsächlich innere Not, ruft eine Sehnsucht? Meldet sich die Seele zu Wort?
  4. Klarheit schaffen. Was braucht es, um ein Entscheidung zu treffen? Braucht es Mut, zu bleiben oder zu gehen? Sind nun viele kleine Schritte dran oder ist es längst Zeit für den einen großen?
  5. Wer sich überfordert fühlt, Hilfe für Entscheidung holen. Freund/in um ein offenes Ohr bitten, Beraterin anrufen, eine Aufstellung zum Thema machen.
  6. Sich 100% auf die Wahl einlassen. Selbst die Entscheidung, es soll so bleiben wie es ist, macht Schluss mit dem Provisorium. Dadurch wird der Weg frei für das Neue.

Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit,
etwas Neues zu beginnen
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
– Meister Eckhart –

Dabei muss es nicht immer nur Entweder-Oder sein. In der systemischen Aufstellung kennen wir die Methode des Tetralemmers, das nicht nur Zwei sondern Vier mögliche Wege aufzeigt: Dies oder das oder beides oder keines von beiden. Es kann sehr befreiend sein, sich aus gedanklich festgefahrenen Varianten zu befreien und oft ist viel mehr möglich, als man denkt. Wer da mal reinschnuppern möchte merke sich gleich den Termin für meinen nächsten Workshop: Am 30. September fragen wir wieder den Grundriß 😉 .

Im Raum finden wir Hinweise auf Provisorien und mangelnde Entscheidungskraft übrigens im Nordwesten. Hier ist der Ankerpunkt für Klarheit, Durchsetzungskraft, Verantwortung und Strategie. Und wie immer führen alle Wege durch die Mitte! Denn nur eine starke Mitte kann die Entscheidungen tragen, um sie zum Wohle des Ganzen zu führen.

Wer sich aus seinem Provisorium befreien will oder wen das Gefühl drängt, eine Entscheidung nicht länger aufzuschieben: Schreiben Sie mir. Oder rufen Sie mich an unter  0421 161 69 608. Ich freu mich drauf!

 

 


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Feng Shui und die Scheidungshäuser

Wer es genießt, in einer harmonischen Beziehung zu leben ist gut beraten, auf große und kleine Zeichen zu achten damit das auch so bleibt. Bei manchen Häusern erkennt das geschulte Auge schon von außen: Hier hängt der Haussegen schief. Und weil sich Beziehungsprobleme zu häufen scheinen will ich heute über drei Beispiele aus meiner Beratungspraxis (*) erzählen.

Vorneweg sei hier noch einmal das „Lehnstuhlprinzip“ aufgegriffen welches vor allem im Außen das Spiel dominiert.

Das Lehnstuhlprinzip oder Die 5 Himmlischen Tiere …

 … beschreiben das Prinzip idealer Positionierung. Dazu braucht es hinten Schutz, vorn Bewegungsspielraum und zwei Freunde, die die Seiten im Blick behalten. Das Foto ist zwar nicht ideal, doch kommt dem Prinzip sehr nahe: Nach hinten geschützt, seitlich spielt die Palme den „Drachenfreund“ und das Sofa fängt als „Tiger“ die Energie, nach vorn bleibt Freiraum für den „Phönix“.

Genauso funktioniert’s auch in der Landschaft: Hinten ist die „Schildkröte“ zuständig für Schutz und Rückhalt, rechts repräsentiert der „Drache“ männliche Kraft. Seine Spezialität: Energie und Einflussnahme generieren. Links  der „Tiger“ stellvertretend für weibliche Qualitäten und im besten Fall weniger dominant als der „Drache“ gestaltet. Dennoch ist seine vordringliche Aufgabe, die Aufmerksamkeit auf (hübsche Weise) auf sich zu ziehen. Seine Spezialität: Gelegenheiten blitzschnell erkennen und (die Bewohner unterstützen) sie zu ergreifen. Vorn residiert der „Phönix“. Dieser bevorzugt Freiraum um sein Gefieder zu schütteln und sich zu zeigen, seine Flügel auszubreiten ohne irgendwo anzustoßen. So behält er gleichzeitig einen vorteilhaften Ausblick und erkennt rechtzeitig Chancen, die in eine verheißungsvolle Zukunft führen.

Das Reihenhaus – welches sollen wir nehmen, Schatz?

Reihenhäuser haben’s in sich, denn hier wird das Tiger – Drachenspiel par Excellence gespielt. Ähnliches gilt übrigens für Doppelhäuser. Ein starker Rücken ist in der Regel leicht zu generieren, entweder gibt es schon eine Häuserzeile die diesen Part übernimmt oder durch eine Hecke wird eine starke Schildkröte gepflanzt. Auch der Phönix ist meist gut beheimatet: ein ansprechender Vorgarten, ein geschwungener Weg, ein wenig Freifläche und schon fühlt er sich ganz Zuhause. Problematischer ist es mit der Tiger – Drachenqualität. Vor allem Reihenendhäusern fehlt oft Tiger oder Drache, während der andere durch die angrenzenden Häuser überaus dominant daher kommt. Dies kann sich in der Art der Beziehung spiegeln, in auffällig häufige Abwesenheit ausarten („Mein Mann ist nie zu Hause“ – „Meine Frau ist ständig unterwegs“) oder ein Geühl von Unter- bzw. Überforderung erzeugen.
Und wer ungewollt partnerlos im Reihenendhaus oder Doppelhaus lebt kann über dieses „Schema“ eine Erklärung für die tatsächliche Abwesenheit eines Partners finden. In jedem Fall braucht es hier viel Geschick um für Balance zu sorgen und eine Andockstelle zu schaffen, damit Mann oder Frau auch wirklich ankommen und sich Zuhause fühlen können.

Symbole im Eingang

Die Intention ist lobenswert, die Umsetzung leider nicht gelungen: Hier sollten die Löwen im Eingang für Schutz sorgen.

Stellvertretend stehen sie als Symbol für beide Partner und repräsentieren die weibliche Kraft auf der Tigerseite und die männliche Kraft auf der Drachenseite. Da jedoch beide in eine andere Richtung schauen lag es nahe, dass das Paar sich auseinander lebt. Was auch tatsächlich eintrat, die Löwen waren vielleicht ein Jahr auf ihrem Sockel und vom „Paar“ war nicht mehr viel übrig. Als ich gerufen wurde folgte bereits jeder eigenen Interessen und es gab nur noch wenig Gemeinsamkeiten.
Förderlicher wirkt es wenn die gewählten Symbole miteinander in die gleiche Richtung schauen – und zwar nach vorn. Auf diese Weise stehen die Partner Seite an Seite und auch, wenn jeder eigene Entwicklungsschritte geht, bleibt die Verbindung durch gemeinsame Ausrichtung bestehen.

Leben unter einem Dach

Moderne Architektur macht’s möglich – doch manch „schräge“ Konstruktion kann nach hinten losgehen. Hier lebt ein Paar buchstäblich nicht unter einem Dach. Zusätzlich werden durch die Farbwahl rot und weiß die optischen Hälften noch unterstrichen. Nach der Lehre der 5 Elemente erzeugen diese Farben einen Feuer-Metall Clash. Das heißt, hier wird das Zusammenleben spannungsreich (Feuer-Metall erzeugt Reibungsenergie) und dann fällt es vermutlich schwer, einen Konsens zu finden (kein gemeinsames Dach).
Modern hin oder her – förderlich für gelingende Partnerschaft ist noch immer, wenn schon in einem Haus dann auch „unter einem Dach“ zu leben. Und wenn die Fassade vielfarbig sein soll tut es gut, auf einen nährenden Elementezyklus zu achten, der am Besten die im Haus lebenden Menschen unterstützt.

Wer in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft lebt ist von diesen Prinzipien übrigens genauso betroffen, auch wenn die Nuancen etwas variieren.

(*) P.S.: Um die Privatsphäre meiner Klienten zu schützen gibt’s heute keine Originalfotos.


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Wer Gefühle nur noch denkt …

Es gibt Momente, da merkt man plötzlich, dass man nicht mehr fühlt. Dass man nur noch denkt, man fühlt. Und in diesem Augenblick der Klarheit und Ehrlichkeit mit sich selbst wird bewußt, wie lange das schon so geht. Wie sich Tage zu Monaten, vielleicht zu Jahren verdichteten. Gerade Menschen in heilenden Berufen schockt diese Erkenntnis ungemein.

So ging es vor einiger Zeit einer Klientin. Eigentlich sollte es nur eine „ganz einfache“ Beratung für den Kauf eines neuen Sofas sein und ich sollte das Rätsel um dessen Farbe lösen. Doch im Prozess meiner Analyse ihres chinesichen Horoskops und der Lebensräume merkte ich, das geht viel tiefer.

Im Laufe der Zeit habe ich erkannt, dass die alten Feng Shui Meister den Nagel auf den Kopf treffen wenn sie lehren: Zuerst das Horoskop studieren, weil das das ist, womit die Menschen auf die Welt kommen; dann erst die Räume analysieren, weil die entsprechend der Anlagen und Resonanzen gewählt werden. Doch seit ich anliegende Themen in der Beratung aufstelle zeigen noch ganz andere Zusammenhänge. Als würde an unsichtbaren Fäden gezogen und Lebenspläne dadurch blockiert. Das Aufstellen (ähnlich dem Familienstellen) ermöglicht, diese Verstrickungen gleich zu entwirren.

Doch auch die Umgebung liefert wertvolle Hinweise.

Ob Zuhause oder im Business, Räume tragen dazu bei, wie ein Mensch sich fühlt. Weil sie so ganz und gar handfest (= materiell) ist spricht die Umgebung mit uns, macht auf etwas aufmerksam und be-wirkt. Nach Analyse aller Feng Shui Daten und meinen Beobachtungen habe ich meine Vermutung schließlich geäußert. Erst schaute meine Klientin mich ungläubig an, dann brach der Damm.

Fließen erstmal Tränen geht’s leichter, dann ist die Bahn frei. Große Brocken der gestockten, verstockten, verdrängten, ungeliebten, nicht gewollten, verurteilten Gefühle werden frei gespült. Wie eine Katze ihr Gewölle wird ausgespien was da hoch kommt, zum Schmerz auch die Wut, zu den Verletzungen die Trauer und am Ende meist noch die Scham, sowas überhaupt zu fühlen. Das gilt doch nur für andere und nicht für mich – ist ein äußerst beliebter Glaubenssatz. Doch auch der hat in den Momenten keine Chance, wenn das heilende Wasser alles davon spült.

Menschen in Heilberufen sind beliebte Projektionsflächen für andere – doch oft auch für sich selbst: Das sind doch die, die ihr Leben im Griff haben, die nur schöne Gefühle fühlen und positive Gedanken denken, die singend durch die Welt gehen, die weder Ängste noch Vorurteile plagen, die immer gerecht sind und gleich wissen, was jede/r braucht. Und das dann auch heile machen können. Die glorreich Unfehlbaren eben.

Das es so nicht ist, kann ganz schön schmerzhaft sein. Dass auch an „Heiler-inne-n“ bisweilen die Einsamkeit nagt, dass auch Wut, Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Sinnlosigkeit, Hass oder Trauer gefühlt werden – wen wundert das eigentlich? Die Antroposophen beschreiben Gefühle und Emotionen als eigene Wesenheiten, und die „geistern“ genauso auf dieser Erde rum wie Liebe, Freude, Lachen und Vertrauen.

Ist es also ein Wunder, wenn besonders feinfühlige Menschen alles spüren, also auch die nicht so „schönen“ Gefühle? Ein Problem wird’s eh erst durch die Bewertung in gut oder schlecht, in dürfen oder nicht-dürfen. Ein größeres Problem wird’s dann, wenn man sich ihnen ganz und gar überläßt und ihnen dadurch das eigene Lebensruder in die Hand drückt.

Räumlich gesehen gibt der Norden wichtige Hinweise, zum Beispiel auf Gefühlsstau. Für alle sichtbar wird’s wenn die Ursache in Form von Stockflecken oder Schimmel schon zum Symptom geworden ist. Im Horoskop sind Menschen, geboren in der kalten Jahreszeit und mit viel Wasser oft ungebremst ihren Gefühlen „ausgeliefert“. Gibt es keinen Halt durch das Element Holz oder warmes Feuer ist die Verlockung groß, innere Kälte mittels Feuerwasser zu mildern. Doch das ist eine wahrlich gefährliche Selbsttherapie.

In diese Beratung floss – wie immer öfter in letzter Zeit übrigens – die systemische Arbeit mit ein. Oft kann im Raum erst wirksam umgesetzt und als wahre Unterstützung gespürt werden, wenn innere Blockaden und Verstrickungen (z. B. in Form von Glaubenssätzen oder Projektion) gelöst sind. Erst dann können wir die ganze Dimensionen des Raums spüren und das Geschenk der Steine – nach oben, nach unten und in die Weite, in Vergangenheit, Zukunft und ewige Unendlichkeit – wirklich annehmen.

p.s. Und schließlich gab’s ein schönes gelbes Sofa, so ähnlich wie dieses 🙂

P.P.S.: Ob die Qual der Wahl bei Sofa-, Wand- oder Fassadenfarbe, ob eingehende Analyse des IST mit möglichen Alternativen für zukünftige Schritte, ob Gedankenklärung oder Herzausschütten mit konstruktiver Lösungsfindung – ich bin während dieses Prozesses gern an Ihrer Seite!

 


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Psychogeografie – Wohlbefinden, Psyche und Umfeld

Allgegenwärtig umgibt uns der Raum. Sprachlich unterscheiden wir, ob wir uns im

Zwischenraum, Stauraum, Innenraum, Kühlraum, Wohnraum, Weltraum, Kofferraum, Arbeitsraum, Großraum(büro), Außenraum, Hubraum, Werkraum, Mittelmeerraum, Heizraum, Seelenraum, Lebensraum, Ballungsraum, Abstellraum, Alpt-raum oder Hohlraum befinden.

Während des Lebens entkommen wir dem Raum nie. Selbst wer unter freiem Himmel lebt und arbeitet ist Teil von ihm, ist ihm ausgesetzt, ist umgeben vom Weltraum. Die Erde lebt im Raum des Alls, der Mensch im Wohn- oder Arbeitsraum. Selbst die Zeit bleibt vom Raum nicht verschont, wir denken in Zeiträumen und erforschen die RaumZeit.

Das jeder Raum etwas mit uns macht kann leicht nachvollziehen, wer an den letzten Urlaub denkt. Manche können dort endlich super schlafen, andere gar nicht. Ein Vergleich mit dem eigenen Bett fällt besser oder schlechter aus, bisweilen wird bewußt, dass sich schlafen Zuhause nie so erholsam anfühlt wie woanders. Oder das eigene Bett wird herbei gesehnt und der Aufenthalt kann nicht genossen werden. Und wer kennt nicht die Preisung der „Ortsveränderung“ um auf andere Gedanken zu kommen, sich zu erfrischen und neue Kraft zu tanken?

Der Wechselwirkung zwischen Umgebung und Psyche spürt der Psychologe Colin Ellard in seinem Buch „Psychogeografie“ nach (Danke Heide 🙂 !!!). Auch der Psychologie bleibt nicht verborgen, dass eine Gegend, ein Raum etwas mit uns „macht“, dass ein Aufenthaltsort maßgeblich über das Wohlbefinden entscheidet.

Die Lehre des Feng Shui erforscht den Raum in allen Facetten. Wo und in welcher Himmelsrichtung befindet sich das Grundstück, wie ist das Haus drauf ausgerichtet, wie fließt die Energie außen, innen und ins Haus hinein, welche Einflüsse wirken von oben und von unten und was kann getan werden, um Gleichgewicht und natürliche Ordnung (wieder) herzustellen. Auch wenn diese Beobachtungswissenschaft manchen (noch) suspekt ist, die Wirkung ist nachhaltig und spürbar. Selbst die, die nicht „dran glauben“ sind schließlich fasziniert, wie anders und um wieviel besser es sich Zuhause oder im Büro anfühlen kann und welche positiven Veränderungen sich dadurch im Leben „ergeben“.

Die systemische Beratung arbeitet auch mit der Bedeutung des Raums – einem Raum, in dem das Wesentliche sichtbar werden kann und dabei gänzlich zeitlos bleibt. Hier lösen sich die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf und Heilung wird durch Veränderung im Raum herbei geführt. Das Lösen von Verstrickungen macht den Weg frei in bislang im Innern verschlossene Räume (und damit Potenziale), die nun für einen selbst gelebt werden dürfen.

Und weil nach dem Prinzip der Resonanz jeder den Lebens-Raum wählt, der zu einem passt ist kein Wohnort, keine Arbeitsstätte „zufällig“ ausgesucht. So erlaubt ein Blick in den umbauten Raum zu erkennen, welche Potenziale ein Mensch lebt und welche Räume noch verschlossen sind – sehr schön zu sehen an der Analogie sogenannter „Fehlbereiche“, die manche Häuslebauer sogar selbst planen. Dann stellt sich die Frage: Ist es gar nicht dran, dies oder das ins Leben zu rufen oder handelt es sich hier um die „gläserne Decke“, weil nicht darf was andere auch nicht durften …

Welches Mittel zur Heilung von Mensch und Raum schließlich gewählt wird ist eine Frage der Vorliebe, des Könnens und der zur Verfügung stehenden Methoden. Und im Grunde ist es unerheblich ob geomantische, schamanische oder magische Rituale, ob systemische Aufstellungen oder eine Mischung aus allem bestimmt wird – was allein zählt ist, einen gekippten, vernachlässigten, kraftlosen Ort zurück in sein Potenzial zu bringen, damit die Menschen profitieren können.

Sollte sich dies aufgrund von „Sachzwängen“ als unmöglich erweisen, kann ein Ortswechsel angeraten sein. Manchmal ist ein Umzug tatsächlich die beste Lösung. Wer sich über die nächsten Schritte im Unklaren ist, findet über eine Aufstellung Klarheit – zumindest über die nächsten Schritte. Sprechen Sie mich gern an, wenn Sie persönliche Beratung und Unterstützung brauchen.

Im Grunde unseres Herzens wissen wir: Alles ist möglich – unabhängig davon, ob man’s glaubt oder auch nicht.

 

 


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Feng Shui und das Badezimmer – Teil 2

Heute geht es darum, diesen „angstbesetzten“ Raum in ein Lieblingszimmer zu verwandeln.

Im klassischen Feng Shui erfährt das Badezimmer meistens Ablehnung. Mehr oder weniger direkt wird hier auf einen möglichen Verlust angespielt – fast, als würde mit jeder Betätigung der Wasserspülung oder dem abfließenden Wasser ein möglicher Wohlstand hinweg gespült.

Das ist zu einseitig gedacht! Feng Shui ist komplexer zu sehen.

Warum gilt im Feng Shui das Badezimmer als „Un-Ort“?

Im Feng Shui gelten Badezimmer mit ihren sanitäre Anlagen als problematisch, denn sauberes Wasser gilt als Träger der Lebensenergie Qi. Deshalb begründen vor allem zwei Aspekte das Unbehagen

  • Im Bad fließt das Wasser in den Abfluss – wir spülen Energie sozusagen runter.
  • Offene Türen (dazu gehören auch Klodeckel) und eine ungünstige Lage des Bades ziehen andere Räume in Mitleidenschaft.

Doch Denken in simplen Assoziationsketten ist selten förderlich, vor allem wenn die Gedankenschlaufen sich verselbständigen und als Mantra wiederholen: Badezimmer an der falschen Stelle im Haus – Geld futsch.

Andersrum können wir nämlich auch argumentieren: Fließendes, sauberes Wasser im Haus ist ein echter Luxus, worüber wir uns täglich freuen und bedanken dürfen. Es ist schließlich keine Selbstverständlichkeit und stellt in sich schon eine Form des Reichtums dar. Wer nach getaner Arbeit verschwitzt und schmutzig ist, wird durch nichts so sehr erfrischt und gereinigt wie durch das „Wasser des Lebens“. Diese Begegnung ist ganz gar persönlich, Segen und Hochgenuss in eins.

Ein weiteres Argument wäre: Wer gut isst und verwertet darf sich über gesunde Verdauung freuen. Im Grunde können wir froh sein, das, was der Körper als Abfall abgibt, auch los zu sein. Eine gesunde Verdauung hält uns schließlich gesund und obendrei bei guter Laune. (Dass Fäkalien und Wasser keine gute Verbindung sind ist klar, doch darauf will ich hier nicht hinaus.)

„Erkenne dich selbst“ – vom Schatz den jeder Mensch in sich trägt und was das Badezimmer kann, um das Beste aus Ihnen hervorzulocken

Im Bad ist der Mensch nackt und ungeschützt. Dies ist der Ort, sich auf ganz andere Weise dem leiblichen Wohl hinzugeben. Sich selbst berühren, sich pflegen und ganz und gar bei sich selbst sein. Einmal erkannt, liegt darin die Besonderheit.

Im Badezimmer könnte jeder Mensch sich belohnen für das, wer er ist und was er kann oder leistet. Hier kann die Lust, ein Selbst zu sein, gefeiert werden. Sinnliche Rituale können dazu führen, sich in der eigenen Haut zuhause zu fühlen. Hier steht nicht nur die Pflicht auf dem Programm, sondern hier gibt’s die Kür.

Ein schöner Ort macht es leichter, sich wohlwollend zu betrachten. Ich gönne mir ein schönes Bad, also ziehe ich innerlich den Schluss: ich bin wertvoll. Betrachte ich mich als wertvoll, wird die Umwelt folgen. Wenn ich wertvoll BIN brauche ich auch weniger Besitz, kann also abgeben. (Besitz verbirgt ja oft die irrige Annahme: viel haben = wertvoll sein – doch auch das wäre ein anderes Thema). Durch abgeben kann „alles“ in Fluss kommen und den Energiegesetzen folgen – lass fließen. Lass abfließen. – Stress von außen, Erwartungen, Bewertungen.

Vom Un-Ort zum Lieblingszimmer – worauf Sie im Bad achten sollten und was Sie gleich verändern können

Im Feng Shui verändern wir das Außen, um Energien zu erzeugen, die positiv auf das Innere wirken – und dann, entsprechend dem Prinzip der Resonanz, wieder auf das Äußere. Im Bad funktioniert das Wohlfühlen über die Sinne:

Geruch

Das erste was beim Betreten geschieht ist riechen – ein frischer Geruch impliziert automatisch Gesundheit und Lebensfreude, darum ist lüften hier so selbstverständlich wie atmen.

  • Doch für Frische kann man mehr tun: duftende Seife oder Aromastäbchen können ganz dezent aufs Unbewusste wirken.
  • Auch Farben können „duften“ – Augen schließen, sich „grün“ vorstellen und riechen, dann „gelb“ vor das innere Auge holen und nochmal schnuppern. Hat sich beim Farbwechsel etwas geändert? Gibt es einen Lieblingsfarbgeruch?

Optik

  • Frische Farben bringen Leben ins Bad und werden eingesetzt, um abfließendes Wasser (symbolisch für Reichtum) wieder „nach oben“ zu ziehen. Grün, die Farbe der Pflanzen, gilt sozusagen als Umwandler. Pflanzen vermögen schmutziges Wasser zu reinigen und die Essenz des Wassers wieder in die Räume zu ziehen. Wer nicht streichen kann oder will nähert sich auf „Umwegen“: Duschvorhang mit Bambusmotiv wählen,  Fotos von Grünpflanzen (bitte ohne Stacheln und keine Kakteen) aufhängen, grüne Seife oder Handtücher geben ebenfalls wirksame Impulse für die Holzenergie.
  • Auf konkrete Farbempfehlungen kann ich hier nicht eingehen, weil es dazu Informationen über die speziellen Gegebenheiten braucht – doch von Rot im Bad rate ich ab. Dadurch wird ein sogenannter Feuer-Wasser Clash ausgelöst und der kann die Gesundheit beeinträchtigen oder innere Spannung erzeugen.
  • Hier könnte auch die eigene grenzenlose Phantasie zum Zuge kommen: Wie wär’s mit einem Dschungelzimmer, mit Illusionsmalerien auf Wand oder Tür, um dem Raum Größe oder Tiefe zu geben, wie wäre es mit einer kühnen Farbzusammenstellung, etwa  violett mit kräftigem Grün?
  • Wichtig ist natürlich was man sieht: Für schmutzige Wäsche gibt es schöne (geschlossene) Körbe und der Klodeckel gehört ganz klar geschlossen 😉 .
  • Wer mehr Platz hat, möbliert mit Hocker oder Sessel, so wird der Raum noch einladender.
  • Schnittblumen beleben und bringen frisches Qi in den Raum. Wer kein Fenster hat – macht nicht’s. Abends hinein getragen und morgens wieder auf die Fensterbank gestellt, so bekommen die Blumen genug Licht. Abends dürfen sie das getankte Sonnenlicht dann wieder im fensterlosen Raum verströmen.

Haptik

Die Haut kann auch ohne Berührung fühlen, also sollte das Bad in erster Linie ein „Fühlraum“ sein. Statt nüchtern, kalt und funktional lieber einladend, geborgen und fein.

  • Den Raum auf die persönlich angenehme Temperatur bringen.
  • Auch an die sensiblen Fußsohlen denken: sie melden millisekundenschnell ans Gehirn, ob nun wohlfühlen angesagt ist oder ob ein Fluchtimpuls ausgelöst wird. Lädt der Fußboden ein zum barfuss laufen? Oder ist er zu kalt oder sogar – muss mal wieder gewischt werden? Melden die Füße ein Wohlgefühl ans Gehirn wirkt das zugleich auf Leib und Seele.
  • Anfühlen soll es sich im Bad einfach traumhaft: Egal wie man’s mag – ob flauschig oder borstig rau – bei Handtüchern sollte nicht gespart werden! Hier gilt: Sich gönnen was gefällt.

Wer nun ans Renovieren denkt und die Frühlingskraft nutzen will ist gut beraten, sich im eigenen Bad umzuschauen. Wer sich hier eine „dritte Haut“ zum Wohlfühlen schafft, braucht keine Angst haben vor Verlust – im Gegenteil, den eigenen Körper als Schatz entdecken und die im Bad ausgelebte Kreativität sind zwei dicke Gründe sich reich zu fühlen und zu feiern.

Den Anfang meiner Miniserie gibt’s hier: Feng Shui und das Badezimmer – Teil 1


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Feng Shui und das Badezimmer – Teil 1

Wer sich durch die einschlägige Literatur zum Thema blättert, findet selten etwas Positives dazu. Der Ort des Loslassens und Abgebens wird oft mit Verlust gleichgesetzt. Sind hier dann auch noch die „Geldsterne“ angesiedelt ist das Disaster groß – scheint es. Denn ist das wirklich so?

Jedem Möbel seine Aura

Plädoyer für eine andere Sichtweise 

In diesem ersten Teil  drängt es mich, mal ganz kurz an die anale Phase der menschlichen Entwicklung zu erinnern und warum sie im kindlichen Lebenslauf einen durchaus wichtigen Prozess darstellt. Doch irgenwann ist es sehr sinnvoll, das Augenmerk vom Modus „festhalten“ ins „abgeben“ zu verschieben.  (Menschen mit verstopftem Darm kennen ganz fürchterliche Leidenslieder.)

Dieser Rückgriff könnte natürlich weiter getrieben werden und uns einladen, den Zustand unserer Gesellschaften anzuschauen, in denen Geiz, Gier nach Besitz, die strenge Unterscheidung zwischen „mein“ und „Dein“ ein fest verankertes Lebensschema darstellt und zum Teil groteske Züge annimmt. Gleichzeitig erfreuen sich meine Blogposts zum Entrümpeln zunehmender Beliebtheit.

Denn das Badezimmer kann mehr …

Ein Badezimmer ist ein sehr besonderer Ort. Einmal, weil es baugeschichtlich ein ganz und gar privater Raum geworden ist, weshalb es in Neubauten heute zum guten Ton gehört, den Besuch auf die Gästetoilette zu verweisen. Wer’s üppiger mag baut hier gleich noch eine Dusche ein, und weil die Häuser größer werden gibt es schon einige mit einem Badezimmer auf jeder Etage.

Ich meine, Badezimmer verraten viel über die Menschen die sie einrichten und ihre Sehnsüchte. Das Badezimmer ist der Ort an dem wir ganz intim mit uns selbst sein können – und das bei vollem Bewusstsein. Es ist nicht so wie schlafen, wo wir irgendwann nicht mehr mitkriegen, dass wir eins sind mit uns, uns regenerieren und erholen.

Im Badezimmer geschieht die komplette Reinigung, innen wie außen. Diese paar Minuten können, werden sie bewusst zelebriert, einen kraftvollen Tag ins Leben rufen und am Abend dazu genutzt werden, abzuschließen mit dem was war. Das Badezimmer ist ein perfekter Ort, sich immer ganz ins Jetzt zu begeben.

In vielen Familien haben alle Kinder ein eigenes Zimmer, nur die Eltern nicht. So könnte das Badezimmer für diese Minuten ein Raum der persönlichen Besinnung werden – weshalb ich dafür plädiere, die ausartende Doppelwaschbeckenmanie wieder abzuschaffen. Denn was implizieren sie anderes als Eile und Effizienz?

Zu zweit im Bad, das mag in der ersten Phase der Verliebtheit wundervoll sein, doch später macht es Sinn, diesen privaten Raum und das „Geheimnis um sich selbst“ zurück zu erobern. Sich die Zeit nehmen, bewusst zu sein, sich zu spüren und zur Ruhe zu kommen – das ist der Luxus der neuen Zeit.

Badespaß ...!

 

 

 

 


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Frühlingsputz klärt Haus und Seele

Alle Jahre wieder – ja ja. Schon besucht uns das Licht merklich länger und strahlt dabei auch in vergessene Ecken. Dort warten nicht nur Staubflusen, Weihnachtskarten, lang vermisste Söckchen, Zeitungsstapel und eine leere Pralinenschachtel sondern auch die Chance, das Lebensgefühl aber sowas von zu beschwingen – wer will sich das entgehen lassen?!

„Befreie dich vom Gerümpel und schaffe dadurch Platz für die wahren Schätze. “ Peter Walsh

Frühlingsputz

Besitz kann sich in Ballast verwandeln und Entrümpeln kann harte Arbeit sein. Viele Jahre bringen wir damit zu, Dinge zu sammeln und zu horten. Immer neue Besitztümer finden Platz in unserem Zuhause oder im Büro, doch trennen wir uns selten von dem, was dadurch überflüssig geworden ist.

In unserer Gesellschaft grassiert eine Sammelleidenschaft, die mit der Zeit in Sucht umschlagen kann. Dem Gefühl „nicht genug zu haben“ kann eine innere Leere voraus gehen, und wer an Tun und Sein keine Freude mehr empfindet, öffnet sich für Botschaften die suggerieren „Haben“ ersetze den Sinn. Doch ob ein zuviel an Besitz oder echtem Gerümpel:

Mit der Zeit richtet sich dieser Ballast energetisch gegen seine Besitzer und macht unfroh und schwer.

In ihrem Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ unterscheidet Karen Kingston  vier Arten von Gerümpel

  • Dinge die man nicht gebraucht oder nicht liebt
  • Dinge, die unordentlich und schlecht organisiert sind
  • zu viele Dinge auf zu engem Raum
  • alles, was nicht zu Ende gebracht wurde

Ist die Entscheidung gefallen, sich von Überflüssigem zu trennen (nennen Sie es ruhig Gerümpel, das erleichtert), beginnt die wirkliche Arbeit. Und zwar mit der Entscheidung, wovon sich trennen und was behalten. Wie oft wurde so manches Stück auf dem Weg zum Sperrmüll doch wieder zurück getragen. Innere Monologe können sich so anhören: „Vielleicht brauche ich es irgendwann noch mal …,“ oder „Es könnte wieder modern werden, darum behalt ich es lieber …“.

Doch die Mühe, konsequent zu entrümpeln und mit weniger zu leben lohnt sich, denn (zuviel) Besitzt wirkt auf Dauer belastend. Gerade das „Weniger“ birgt in sich den Schatz der Freiheit. Aktueller denn je, doch schon vor über tausend Jahren erkannte Johannes von Antiochia „reich ist nicht, wer viel hat, sondern wer wenig braucht – arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel begehrt.“

Doch wie und wo beginnen?

Acht bewährte Tipps für Loslegen und Dranbleiben

1. In Wellen vorgehen: Anstatt sich jeden Raum einzeln vorzunehmen kann es helfen, in „Wellen“ vorzugehen. Legen Sie beschwingte Lieblingsmusik auf, nehmen einen Karton und tanzen Sie durch die Räume. Packen Sie ein, was auf den ersten Blick stört oder schon lange überfallig aufs Entsorgen wartet. In diesem ersten Durchgang sollte es leicht gehen, denn in den meisten Räumen gibt es „zuviel“. Wenn Sie damit durch sind starten Sie die nächste Runde. Dann könnte es mit der Entscheidung schon schwieriger werden, doch Sie sind ja nun geübt und haben vielleicht  Erleichterung oder sogar Stolz gespürt. Wunderbar. Machen Sie so weiter.

2. Nur eine halbe Stunde täglich: Anstatt sich den ganzen Tag mit Entrümpeln abzumühen begrenzen Sie die Zeit. Nehmen Sie sich täglich eine halbe Stunde und Sie werden staunen, wieviel Sie in dieser kurzen Zeit schaffen, denn der Ansporn ist durch die knappe Zeit besonders hoch. Wenn Sie starten bevor Sie abends joggen oder ausgehen wartet im Anschluss gleich die Belohnung und das nach Hause kommen ist doppelt schön. Hilfreich sein kann, die Müllabfuhrtage einzubeziehen, um kleinere Dinge sofort loszulassen.

3. Spenden, statt einfach nur wegwerfen: In fast allen Städten gibt es mittlerweile Organisationen wie Oxfam, die bedürftige Menschen mit dem Verkaufserlös gespendeter Sachen unterstützen. Auch gemeinnützige Verbände helfen gern weiter und vermitteln Kontakt zu Kleider- oder Möbelbörsen. Oder antworten Sie auf Inserate, die Flohmarktartikel suchen. So machen Sie anderen Menschen eine Freude und sich selbst obendrein.

4. Aus den Augen aus dem Sinn: Fällt es Ihnen schwer, sich von bestimmten Dingen endgültig zu lösen verpacken Sie sie in Kartons. Diesen beschriften Sie mit einem „Verfallsdatum“ und nach sechs Monaten schauen Sie noch einmal nach: Sicher wird es Ihnen nun leicht fallen sich endgültig zu trennen. Denn eine weise Regel besagt: Was man 6 Monate nicht vermisst hat, das wird auch danach nicht fehlen.

5. Das Feng Shui Bagua wie eine Landkarte nutzen: Verzeichnen Sie, wo sich Ihre echten Schätze befinden und wo sich mit Vorliebe Gerümpel anhäuft. Dann finden Sie sicher Hinweise, warum es mit Ihrer Karriere nicht vorwärts geht, wieso in Ihrer Partnerschaft die Sinnlichkeit nachlässt, weshalb eine lang ersehnte Reise immer wieder verschoben werden muss oder warum Müdigkeit und innere Spannung ein Dauerthema bei Ihnen sind.

6. Daran denken, auch Verpflichtungen zu entrümpeln: Schauen Sie in Ihren Kalender und machen Sie sich klar, dass der vor Ihnen liegende Tag, die Woche, der Monat, das Jahr – das alles Ihre Lebenszeit ist. Wie wollen Sie sie verbringen? Was schieben Sie schon ewig auf Später? Welche Verpflichtungen sind Sie eingegangen um anderen einen Gefallen zu tun, haben aber schon länger keine Freude mehr daran? Wir alle wissen, das Verschieben auf Später kann jeden Tag enden. Wir wiegen uns in Sicherheit, doch wer weiß wirklich, wieviel Zeit bleibt?

7. Auch Kopf und Darm mal reinigen: Besonders im Frühjahr ist Fasten zu empfehlen und Kopf und Darm können wunderbar vom „Weniger ist Mehr“ profitieren. Dabei muss nicht immer „Hardcore“ auf dem Programm stehen, ein sanftes ausprobieren kann schon reichen um auf den Geschmack zu kommen.
Für den Kopf empfiehlt sich, einfach mal einen Tag lang GAR NICHTS zu lesen und keinen Film zu schauen. Was passiert wohl, wenn diese Form der Langeweile ganz „ausgekostet“ wird?
Auch der Darm kann mit „weniger“ gut umgehen und bedankt sich mit ganz anderem Wohlfühlen, bekäme er mal sechs Tage keine Süßigkeit, zwei Wochen weder Alkohol noch Kaffee oder würde er einmal die Woche ausschließlich mit basischen Lebensmitteln verwöhnt. Dabei dran denken: Alles ganz spielerisch und so, wie es gefällt. Wer Neues ausprobiert kann erstaunliches erleben. Dazu muss man dann nicht mal verreisen.

8. Sich für alles „geschafft“ belohnen: In der Regel sind wir viel zu streng mit uns und vergleichen uns öfter mit anderen, als gut tut. Dabei geht jeder Mensch einen eigenen Weg und obendrein im eigenen Tempo. Darum: Finden Sie Ihr persönliches Tempo beim Entrümpeln und bedanken Sie sich bei den Dingen, die Sie nun entsorgen, für die gemeinsame Zeit. Das kann das Loslassen erleichtern und eventuelle Schuldgefühle mindern. Und denken Sie daran: Ihr Wert bemisst sich nicht im Besitz, sondern daran, wie Sie Ihre Einzigartigkeit entwickeln und zum Strahlen bringen.

Zu guter Letzt möchte ich noch eine schöne Anregung aus dem Aloha Kalender teilen. Dort gibt es eine Liste mit „100 Dingen, die ich erleben, erfahren, lernen, sehen, tun und haben möchte.“ („Haben“ steht übrigens an letzter Stelle der Aufzählung.) Erinnerungen, Erfahrungen, schöne Momente begleiten uns überall hin und daraus, wie wir Erfahrungen verarbeiten, prägt sich letztlich der Charakter. Legen Sie sich doch gleich selbst eine Liste an und freuen sich allein bei der Vorstellung, wie Ihre Träume sich erfüllen. Und allein durch die Phantasie beginnen Augen und Herz zu strahlen!

 


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Für unsere Kleinen – wie Kinder richtig sitzen

Wer sein Leben führt, ist Führungskraft. Bis es allerdings soweit ist, eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu leben, braucht es Zeit, um heraus zu finden mit welchen Gaben ein Mensch gesegnet ist und natürlich gute Bedingungen, damit die bestmögliche Entwicklung auf tragbarem Fundament steht. Gerade Kinder brauchen für diese Entwicklung unsere Unterstützung und ein wohlgesonnenes Umfeld.

Blick in die Zukunft - Kinder sind Yang

Foto von Pixabay

Ein Kind ist im Grunde der reichste Mensch auf Erden. In einem Kind schlummern alle Anlagen, um „alles“ zu können, dazu noch ganz eigene Gaben und Talente. Ein Kind kann die seltensten und schwierigsten Sprachen und Gebräuche lernen, kann „die Welt verstehen“ und trägt sowohl die Evolution als immer auch einen Teil Revolution in sich.

Doch nicht immer kommen die Gaben zur Geltung, kann die Welt mit dem eigenen Potenzial beschenkt werden. Bildlich gesehen sind Kinder wie junge Pflanzen. Gute Gärtner wissen, die jungen sind sehr robust, anpassungsfähig und haben den absoluten Lebenswillen. Gleichzeitig brauchen gerade sie Zuwendung und Fürsorge damit sie nicht verkümmern, damit nichts sie umhaut und ihr Vertrauen gefestigt wird. Auf das sie, wenn die Zeit gekommen ist, in ihrer schönsten Blüte erstrahlen.

Eine Lehrerin fragt mich: „In meiner Klasse haben wir die Sitzordnung aufgelöst und die Tische in Gruppen zusammen gestellt. Doch irgendwie will keine Ruhe aufkommen, mich erschöpft das Unterrichten und die Kinder sind laut und unkonzentriert.“

Auch hier gilt: Wer mit dem Rücken zum Geschehen sitzt ist klar im Nachteil.

Kinder lernen durch Nachahmung und indem sie eine Beziehung aufbauen. Das heißt, was sie lernen sollen, kommt im besten Fall von vorne. Auch wichtig ist der unmittelbare Kontakt zu dem Menschen, der ihnen etwas beibringen will. Sitzt jemand (wie an diesen Inseln unvermeidlich) mit dem Rücken zum Lehrer / zur Lehrerin ist diese Verbindung gekappt.

Gleichzeitig (probieren Sie das selbst) ist man immer in Bewegung und das stört die Konzentration: die Lehrerin sehen, zuhören, sich dann wieder umdrehen, um etwas aufzuschreiben, und wieder drehen und wieder – klar ist das mühsam, da geht Energie verloren  und es ist kein Wunder, dass das Interesse nachläßt und die Konzentration schwindet.

Das Yin / Yang Prinzip sagt so: Hinten Yin, der Rücken, die Vergangenheit, das Bedürfnis nach Schutz. Vorne Yang, das Gesicht, die Zukunft, das Handeln. Kinder sind ganz viel Yang, wollen sich bewegen und in die Zukunft wachsen. Darum brauchen sie nach vorne Raum. Und weil sie so viel lernen und verarbeiten müssen ist ein geschützter Rücken für sie doppelt wichtig.

Außerdem brauchen Kinder viel Platz zum denken. Sie sollen ja nicht nur nachdenken, sondern auch vordenken und Neues denken. Und der Kopf braucht Raum. Deshalb bekomme ich meine persönliche Krise wenn ich sehe, wie Kinder unter Hochbetten „verstaut werden“ um ihre Aufgaben zu erledigen. Sie sitzen mit dem Rücken zum Raum, abgewandt vom Geschehen, die Wand (=die Zukunft) vor der Nase und ohne Freiraum im Blick, dazu meist dunkel und oben das Bettbrett. Sozusagen pures Brett-vorm-und-überm-Kopf-Syndrom. Wer mußte früher in der Ecke stehen und erinnert sich, was das auslöst ?

Kinder wachsen in ihre Zukunft, sie brauchen Raum um sich zu entfalten und etwas auszuprobieren. Und sie brauchen einen starken Rückhalt  – die Wand stellvertretend für die Eltern, die hinter ihnen stehen.

Darum rät die Feng Shui Beraterin

  • Keine Inseln in der Klasse – sie stören nicht nur die Konzentration, sie sind auch ungünstig für das Gemeinschaftsgefühl. Die klassische Aufteilung mit den Pulten neben- und hintereinander und auch die U-Form haben demgegenüber Vorteile.
  • Kein Schreibtisch unterm Hochbett – Kinder wollen wachsen, nach vorn und nach oben. Unterm Hochbett lernen zu sollen ist eine miserable Bedingung.

Ist das Kinderzimmer auch noch so klein – Bett und Schreibtisch sind die maßgeblichen Kriterien. Das Kind muss gut und geschützt schlafen können (Yin) und braucht einen Schreibtisch, von dem aus es – bildlich gesprochen – in die Welt (und seine Zukunft) schauen kann (Yang). Wer sagt, es gibt kein Platz im Zimmer, schaue sich genau um: Die meisten Kinder brauchen nicht viel Spielzeug, denn die Anregungen kommen (noch) von innen, Kinder sind voller Phantasie, Neugierde und Explorationsfreude.

Experimente in Kindergärten haben gezeigt: Eine Woche alles Spielzeug bis auf ein paar Kisten, Kissen, Decken weggeräumt – und selten erlebten Kindergärtner-innen so gut gelaunte, in sich zentrierte, phantasievolle, freundliche und spieleerfinderische Kinder. Probieren Sie’s aus – und wenn Sie Rat brauchen bin ich gerne für Sie da.

spielen belebt

Foto von Pixabay

„Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter des Lebens Verlangen nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,
und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;
Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran

 

 

 


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Schöner Ankommen – Fünf Feng Shui Tipps für gelungene Vorgärten

Ein gelungener Eingangsbereich trägt dazu bei, gute Gelegenheiten (und hilfreiche Menschen) ins Leben einzuladen. Toll, wer sich schon vor der Tür wohl fühlt und wer will, kann das mit ganz simplen Feng Shui Tipps erreichen.

Wichtig zu wissen:  Aktive, belebende Kraft gehört vor das Haus und beruhigende, haltende Kraft gehört nach hinten. *

Fünf Feng Shui Tipps für „schöner Ankommen“

Als anschauliches Beispiel mag dieser Vorgarten dienen: Ein einladender Empfang lenkt mit gelungenen Akzenten den Blick zur Haustür, ohne mit der „Tür ins Haus zu fallen“.

  • Wer hier von innen hinaus schaut sieht gute Gelegenheiten schon wenn sie im Anmarsch sind. Wir werden zwar gern (angenehm) überrascht, doch weniger gern überrumpelt – auch dafür ist ein freier Blick von innen nach außen genau richtig.
Feng Shui im Vorgarten

Tritt ein – bring Glück herein … Foto © Fotolia

  • Der Eingang ist zu beiden Seiten mit unterschiedlicher Dominanz betont – frontal zur Haustür geschaut kann sich die rechte Seite deutlich behaupten, während sich linker Hand das Wasserspiel inmitten niedrigerer Stauden anmutig in Szene setzt.
  • Vorteilhaft ist ein geschwungener Weg zur Haustür. Wer über einen langen, dazu schnurgeraden Weg zur Haustür gelangt, kann durch versetzt angeordete Pflanzen oder Lichtakzente die Gerade optisch unterbrechen.
  • Immergrüne Pflanzen vor dem Haus sind okay – doch bitte in Maßen und höchstens hüfthoch (Ausnahme: Bambus). Blühende Pflanzen stehen für aktive Kraft und sind für einen Vorgarten vorteilhafter.
  • Eine gut sichtbare, ansprechende Haustür, Namensschild und Beleuchtung – nicht nur während der dunklen Jahreszeit – tragen zu einem schöne(re)n Ankommen bei.

*Apropos – Aktive, belebende Kraft gehöre vor das Haus und beruhigende, haltende Kraft nach hinten – Natürlich gibt es auch hierzu Ausnahmen, denn wie im echten Leben gilt: Der Schüler kennt die Regeln, der Meister die Ausnahmen ;-).

 

 


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Symbolik der Bäume – Die Vorfahren unserer Möbel

Ob als Fußboden, Wandbekleidung oder Möbelstück – echtes Holz im Haus erfährt einen regelrechten Boom. Doch worauf laufen wir da eigentlich?

Buche - Baum der Runen

Die Buche – Mutter des Waldes

Mittlerweile berichtet die neue Förstergeneration über ihr Erleben mit den Bäumen. Je mehr sich ihr Blick vom reinen Verwertungsgrad des Holzes abwendet, desto sensibler werden ihre Beobachtungen. Die gewonnenen Erkenntnisse finden sich in zahlreichen, ganz wundervollen Publikationen darüber, wie intelligent Bäume miteinander und ihrem Umfeld kommunizieren, wie sie ihren genetischen Code ändern können, wenn er in einer veränderten Lebenssituation nicht mehr passt, und wie sie sogar aktive Strategien entwickeln, um vorausschauend zu agieren. Und die Bionik, in der Beobachtungen in der Natur für menschliche Anwendungen gewonnen werden, ist der aktuelle Geheimtipp in der Hightechindustrie.

Früher lasen wir in Mythen und Sagen über das Wesen der Bäume. Manch indigene Völker glauben, der Mensch stamme gar von ihnen ab. Und wer sich im Wald die Zeit nimmt, um Bäume zu beobachten erkennt schnell, dass sie wirkliche Wesen sind und einen ganz eigenen Charakter haben. Eingeweihte fragen den Förster längst nach Holz, das nach dem Mondkalender geschlagen wurde und gute Instrumentenbauer gehen mit dem Förster in den Wald und suchen dort ihr „klingendes Holz“ für Geige, Viola oder Cello.

Auch im Holz des Möbel bleibt der Charakter des Baumes erhalten, er zieht ins Haus mit ein. Welche Mitbewohner haben wir da eigentlich?

kieferDie Kiefer – Baum des Selbstvertrauens und der Energie.
Allgemein versinnbildlicht eine Kiefer Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und Lebenskraft. Sie steht für ein langes Leben in dem Treue und Mut einen hohen Stellenwert einnehmen.
Alle Kiefernarten haben eine keimtötende, schmerzstillende und durchblutungsfördernde Wirkung. Ihr ätherisches Öl verhilft zu innerer Ruhe und stärkt das Durchhaltevermögen. Im Haus finden wir die Kiefer als Tisch, Regal oder Truhe.

lindenblatt Die Linde – Baum des Glücks und der Gerechtigkeit.
Sinnbild für Liebe, Zärtlichkeit, Gastfreundschaft, Heimat, Schutz, Gemeinschaftssinn, Milde und Güte. Die Germanen widmeten Sie der Göttin Freya, der Göttin der Fruchtbarkeit.
Früher gab es keinen Dorf- also Gemeinschaftsplatz ohne Linde. Ihre herzförmigen Blätter stimmen das Gemüt milde, auch ein Grund, warum früher Linden den Gerichtsplatz zierten: Man erhoffte sich milde Richter und geständige, einsichtige Delinquenten.
Knospen, Blätter, Blüten, Rinde und Bast werden in der Pflanzenheilkunde verwendet. Bekannt sind ihre schweißtreibenden, entkrampfenden, kühlenden, schlaffördernden, lindernden und entzündungshemmenden Wirkungen. Das leichte Holz der Linde wird gern zum Bau von Resonanzböden für Orgel und Klavier verwendet.

eicheDie Eiche – Baum der Unsterblichkeit.
In ihrer Erhabenheit versinnbildlicht sie Sieg, Ruhm, Kraft und (männliches) Heldentum. Geweiht ist sie den Donnergöttern Donar / Thor / Jupiter. Die Kelten verehrten die Eiche als heiligen Baum und ihre Druiden ernteten die Misteln der Eiche mit ihrer goldenen Sichel.
Der Sinnspruch aus Kindheitstagen bei Gewitter lautete: „Von Eichen sollst Du weichen, stattdessen Buchen suchen.“ Dies rührt daher, dass die Eiche zu den sogenannten „Strahlensuchern“ gehört, also einen Standort nahe Wasseradern vorzieht, wo der Blitz sich naturgemäß stark hingezogen fühlt, während die Buche sich fernab von geologisch brisanten Zonen wohl fühlt.
Der hohe Anteil an Gerbsäure im Eichenblatt wirkt zusammenziehend, entzündungshemmend und blutstillend.

pappelDie Pappel – Baum der Unterwelt.
Schmerzen, Verschlossenheit, Arroganz, Tod und Auferstehung, in-sich-gekehrt-sein werden ihr als Attribute zugesprochen – nanu, was hat sie dann hier zu suchen? Im Allgemeinen wollen wir  der „dunklen Seite“ doch eher nicht zu nahe kommen. Bei den Geomanten heißt es, ein Bett aus Pappelholz sei zu vermeiden weil sie keinen erholsamen Schlaf ermögliche und man schon mit einem Bein in der Anderswelt stehe. Dennoch hat gerade die Pappel viel zu sagen: Das Zittern ihrer Blätter, so wird gemunkelt, deute auf ihre Unterhaltung mit der Geisterwelt. Und wer weiß schon, ob nicht manchmal ob ihres „Zitterns wie Espenlaub“ die als Furchtsam geltenden insgeheim an dieser Unterhaltung teilhaben … . In Griechenland war die Schwarzpappel der Erdmutter geweiht und wurde zum Wahrsagen verwendet. Dass laut Überlieferungen am Eingang zur Unterwelt eine Schwarzpappel steht und am Ausgang eine Weißpappel mag mit ein Grund sein, warum auf Friedhöfen gern Pappeln gepflanzt werden. Ein Zeichen der Lebenden, um den Verstorbenen einen reibungslosen Übergang zwischen den Welten zu ermöglichen – schließlich gehen wir alle mal diesen Weg. Pappelsalbe wurde in der frühen Heilkunde mit schmerzstillenden und halluzinogenen Kräutern verkocht und sorgte für tranceähnliche Zustande. Dazu wirkt Pappel schleimlösend, entzündungshemmend, wassertreibend; sie spült Schlacken aus und fördert die Verdauung. Auch für die Hautpflege hat die Pappel einiges zu bieten, ihre Wirkkraft für bessere Narbenheilung und ihr mildernder Einfluss  bei Verbrennungen, Sonnenbrand, Hämorrhoiden, Akne, Neurodermitis und Schrunden ist noch heute bekannt. Pappeln lieben wässriges Gelände und eignen sich zur Bodenentgiftung. Aus ihr werden Holzschuhe gefertigt, außerdem dient sie für Sperrholz, Streichhölzer und Zellulose.

pflaumenblu%cc%88teDie Pflaume – Baum für Alter, Weisheit und weibliche Erotik.
Die als heilkräftig geltende Pflaume steht im Symbol für Treue, Verläßlichkeit, Ausdauer, Langlebigkeit, Demut und Geduld, für Glück im eigenen Haus und die Erleuchtung. Botanisch gehört sie zu den Rosengewächsen – wer hat’s gewußt? Früher wurden der Pflaume in einer Zeremonie eigene Krankheiten übergeben: „Baum nimm Du’s, auf dass mich lässt die Krankheit in Ruh“, sollte man sagen um danach geheilt nach Hause zu spazieren. Aus ihrem Holz werden heute noch Löffel hergestellt und wegen ihres leicht rötlichen Farbtons wird sie gerne für Intarsienarbeiten verwendet. Hildegard von Bingen verwendete die Blätter der Zwetschge bei Zorn und die Rinde bei denen, die von Würmern befallen waren. Allgemein gelten die Wirkungen der Pflaume als aufbauend, regulierend, mild abführend, kühlend und krampflösend.

Lust auf mehr? Dann habe ich hier eine lesenswerte Literaturliste

  • Erwin Thoma – Die geheime Sprache der Bäume und wie die Wissenschaft sie entschlüsselt
  • Peter Wohlleben – Das geheime Leben der Bäume
  • Hermann Hesse – Bäume
  • Gerd und Marie Haerkötter – Das Geheimnis der Bäume
  • Andrea Huber – Die Heilkraft der Bäume; Rezepte und Rituale für Geist & Körper
  • Zora del Buono – Das Leben der Mächtigen, Reisen zu alten Bäumen
  • Rita Lüder – Baume bestimmen
  • Michael Vescoli – Der keltische Baumkalender: Über den Menschen, die Zeit und die Bäume
  • Frau Birkenbaum – Über den  Zauber der Erle
  • Martin Schleske – Der Klang; vom unerhörten Sinn des Lebens

Und wer überlegt, welcher Baum sich für den eigenen Garten eignet spreche mich gern an. Ich stimme nämlich mit Erwin Thoma aus ganzem Herzen überein: „Es ist hoch an der Zeit, mit den Bäumen zu sprechen, mit ihnen viel mehr zu kooperieren. Wer hört, was sie zu sagen haben, der wird belohnt. Für die gute Bewältigung unserer Zukunft ist die Baumsprache die wichtigste Fremdsprache, die wir lernen können.“ (aus o.a. Seite 95)


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The Entrance, a warm welcome? A written gift for my English speaking followers

Over time I’ve gotten quite some English speaking followers. Thank you all a lot and as a little gift: This one is especially for you. Find some easy tips on how to have good Feng Shui already at the entrance.

(Als kleines Dankeschön für die wachsende Zahl meiner nicht deutsch sprechenden Follower gibt es heute einen englischen Text. Das deutsche Equivalent gibt es hier Der Eingang. Herzlich willkommen?)

Hauseingang

Good Feng Shui shows already in the Entrance

The entrance area can be as different as the people who actually live in a house. In Feng Shui, the importance of the entrance area attributes a special importance as it is the link between the outside world and the private one. The entrance shows exactly how you greet the world and in addition to that, it affects both mood and thoughts, whether you are coming or going.

The front door itself creates a vivid energy when entering the house and provides all rooms with a vital life force. An open and friendly landscaped entrance invites great opportunity, a beneficial experience and helpful people.

Those living in a house are the ones who ultimately decide how the entrance creates an effect. It is always beneficial if the house is easy to find from the road and even a side entrance can be marked with lights or plants leading to the house. The door is important, so choose an appealing color and ensure that the door is easy to open. A door that is jammed and difficult to open are indications that something is stuck in your life, or that there are obstacles that need to be overcome.

A meandering path to the entrance can ensure that the energy is in abundance when entering the house. If you like, frame the entrance with flowers or door guards and exhibit good opportunities in a friendly way.

In an apartment building, it is very much worthwhile to have an influence on the state of the communal entrance and staircase, as after all they will both affect your well-being and interaction within the building. Of course, your own front door you can easily add a personal touch such as adding a wreath to activate protection, an appealing doormat to assign a vitality Qi into your rooms and also a clear name badge to show the ownership you have at the residential premises. Shoe’s shouldn’t be put in front of the door as nobody, including yourself wants to see the sight of worn shoes before even entering the apartment. Shut off furniture in the hallway is a prime sign that the apartment is too small and it is time to move or an urgent tidying process should be undertaken in order to clear space.

The entrance of the business has a major impact on how the business is actually running. The entrance especially, should have a warm and welcoming feel in order to ensure both customers and employees feel comfortable when entering. A comfortable entrance area shows that you can be trusted and makes customers feel safe.

My tip: Create your entrance to a high standard to give yourself the feeling of a WARM WELCOME. Your guests and customers will be appreciative and certainly long wished for opportunities will find the way in to bless its inhabitants.

 


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Feng Shui in der Handtasche

Zeit, über einen Wunschzettel für Weihnachten nachzudenken. HANDTASCHE steht bei vielen Frauen ganz oben und vor kurzem wurde ich gefragt, ob es nicht auch Feng Shui Regeln für diesen, von keiner Frauenschulter wegzudenkenden, treuen Begleiter gibt.

Zu jedem Outfit die passende Tasche?

Zu jedem Outfit die passende Tasche?

Na klar – schließlich gibt es kaum ein Thema, dass nicht „irgendwie“ mit „Energie“ zu tun hat. Und da uns Frauen die Handtasche in der Regel sehr am Herzen liegt …

„Die Handtasche einer Frau ist der natürliche Lebensraum für viele tolle Sachen.“ Bruce Darnell kennt sich aus! Tatsächlich stieß ich bei meiner Recherche auf nicht ganz und gar abwegige Gedanken, und ich gebe zu, einiges habe ich längst für mich kultiviert.

Eine nach Feng Shui „Regeln“ organisierte Handtasche symbolisiere Reichtum und Glück las ich bei meiner Recherche … na dann … – bitte raussuchen was passt, anonsten schmunzeln …

  • Eine Handtasche gehöre nicht auf den Fußboden. Schon gar nicht im Zug, Waschraum oder Restaurant. Von der Hygiene mal ganz abgesehen (bei einigen lande die Tasche später schließlich ganz bedenkenlos auf Bett oder Küchentisch) könne eine Handtasche als Ritualgegenstand gelten, und als solche gehöre sie nicht in den Straßenschmutz. Wer Zuhause die Straßenschuhe ausziehe, wisse was gemeint sei.
  • Kein „Abfall“ in der Handtasche herumschleppen. Seien es Kaugummipapiere, Schnipsel, erledigte Einkaufszettel … Abfall und Geld ergäben eine nicht harmonische Gemeinschaft und gehören deshalb nicht in denselben Behälter.
  • Auch loses Kleingeld nicht auf dem Boden der Tasche sammeln, deute dies schließlich auf einen wenig wertschätzenden Umgang mit Geld. Ins Portemonnaie oder Seitenfach und schon fühle sich das Kleingeld gewürdigt. Geld komme schließlich nur zu den Menschen, die es würdigen und mögen.
  • Die kluge Taschenbesitzerin packe vorausschauend: Sicherheitsnadel, Pflaster, Notfalltropfen, Haarband, Taschenmesser, Streichhölzer, Schnur – je nachdem, wohin frau sich begebe sei ein extra Täschchen mit den nötigen Utensilien unabdingbar.
  • Jede Handtasche gehöre ab und an ausgeräuchert und energetisch aufgeladen. Auch Glücksbringer und Amulette gehörten zum natürlichen Bestand einer Handtasche.
  • Und last but not least sei eine Handtasche in der persönlichen Farbe des Wohlstands absolut zu empfehlen (welche das ist findet frau durch einen Blick in das chinesische Geburtshoroskop heraus).

Nun ja, einiges legt schon der „gesunde Menschenverstand“ nahe. Wie ging es Dir, hast Du beim lesen geschmunzelt oder Dich aufgeregt? Wie ist das Verhältnis zu Deiner Handtasche? Ich freue mich über Kommentare!

 


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Was tun, wenn die Angst kommt

Die dunkle Jahreszeit kündigt sich an. Mehr Schatten, weniger Licht. In der chinesischen Elementelehre gehören Wasser und Winter zusammen; das kalte, dunkle Wasser dominiert das Befinden. Keine leichte Zeit für Menschen, die astrologisch gesehen eh‘ schon viel Wasser in ihrem Horoskop haben.

Urkraft Wasser

Urkraft Wasser

Als Element steht Wasser für Kommunikation, für leichten Zugang zu den Ur- und Ahnenkräften und es versinnbildlicht ganz generell den Weg des Lebens. Doch wenn es zu kalt oder übermächtig viel ist, wenn zu wenig (innere) Wärme vorhanden ist, dann kann es gefrieren, kann (unbestimmte) Ängste auslösen, Suchtverhalten oder Depressionen begünstigen.

Wer sich in dieser Zeit von irrationalen Ängsten überschwemmt fühlt oder gerade keine Richtung findet und sich verzettelt, kann natürlich einen Blick ins eigene chinesische Horoskop werfen (lassen), um mehr über die Verteilung der Elemente zu erfahren. Ist etwas zuviel oder zuwenig braucht es Ausgleich. Was das sein kann und wodurch alles ins Gleichgewicht findet, das kann eine erfahrene Astrologin erkennen.

Was noch?

Im Raum hat das Wasser im Norden seinen Platz. Als Expertin für Räume und Wohlbefinden rate ich darum, den Norden in den eigenen Räumen zu verorten und zu schauen, was ist da los? Was ist zuviel, was ist zuwenig? Und wie sieht es gegenüber, im Süden aus? Räume sind unsere dritte Haut und nehmen als solche enormen Einfluss auf Leben und Geschick. Gutes Gelingen, Vorankommen, innere Entwicklung, Karriere, inspirierende Begegnungen mit Menschen, Reisen – das alles ist raumenergetisch im Norden verortet. Wer sich intensiver mit seiner Lebensreise befassen und Einfluss nehmen will, tut gut daran, den Norden sorgfältig zu inspizieren und Maßnahmen zu ergreifen, um ein Gleichgewicht der Polaritäten herzustellen.

Jeder Mensch ist Kapitän im eigenen Leben. In frühen Zeiten waren Kapitäne vor allem Sternenkundige, sie kannten sich aus am Himmel und mit Gewässern, Gezeiten und unterirdisch lauernden Gefahren. Gar nicht verkehrt, sich daran zu erinnern.

Dann kann natürlich die Ernährung helfen. Im Winter möglichst thermisch warme Lebensmittel bevorzugen, dazu gehören Ingwer, Petersilie und Essig, Fenchel, Hokkaido, Süßkartoffel, gebratene Zwiebeln, Vanille, Bockshornklee und Zimt, Maronen und Kokosmilch, Hafer und Qinoa. Thermisch kalte Nahrungsmittel wie Joghurt, Kiwi, Ananas, Mango, Salatgurke nun eher aus dem Bauch lassen. Auch scharf gewürzte Speisen gilt es eher zu meiden, denn die greifen in dieser Jahreszeit die Lunge und damit das Immunsystem an.

Dann immer empfehlenswert ein Blick in den Blog meiner Freundin Christine Li. Die beschäftigt sich mit den Heilkünsten und hat immer gute Tipps, gerade auch wenn es darum geht, der eigenen Angst zu begegnen. Auch ihr Buch über Chinesische Medizin für den Alltag kann ich nur empfehlen. Da Gesundheit im Körper wie im Raum auf dem Gleichgewicht der Polaritäten Yin und Yang basiert gibt es hier viele wertvolle – und vor allem leicht selbst zu fertigende – Rezepte, die gut schmecken, wohl tun und sehr hilfreich sind, sollte alles durcheinander geraten sein.

Vor einigen Jahren habe ich existentiellen Ängsten tief ins Auge geblickt und einfach alles aufgeschrieben. Nach meiner akademischen Verpflichtung akkurat, quellengerecht und inhaltlich strukturiert zu schreiben war dies mein „Ausbruch“ in die Welt der Phantasie. Es ist wohl kein literarisches Meisterwerk und manches klänge präziser und kürzer formuliert sicher besser – dennoch, es ist einfach so gut, wie es mir damals möglich war.

Die Angst so nah kommen lassen, dass ihr Gesicht aus dem Schatten steigt. Dazu gehörte auch, es aus dem Geheimfach der Schublade zu holen und öffentlich zu machen. Das Ronda Buch handelt von einem Mädchen, die von unerklärlichen Ängsten geplagt wird. Erst der Besuch bei ihrer weisen Großmutter und die Erkenntnis, dass das Gestern nicht bestimmen muss, was heute möglich ist helfen ihr dabei, danz ungeahnte Schritte zu gehen und ihre Angst schließlich zu überwinden. Mir hat sie auch geholfen.

 


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Die Schwelle im Feng Shui – energetischer Übergang von außen nach innen

Immer wieder fordert uns das Leben auf, über eine Schwelle zu treten – sei es ganz konkret von Außen nach Innen, sei es, dass die Zeit reif ist, innere Schwellen zu überwinden.

Im besten Fall ist damit ein Moment des Innehaltens verbunden – anhalten, atmen, wahrnehmen. Weil ich mich gerade mit dem Thema Schwellen und Schwellenangst beschäftige scheint es mir passend, zumindest die „weltliche“ Art des Übergangs noch einmal ins Blickfeld zu holen.

einladender-eingang

Ein einladender Eingang macht Lust, weiterzugehen und das Innere zu erforschen.         Foto Pixabay

Der Gang über eine Schwelle charakterisiert einen Übertritt zwischen Raum und Zeit. Darum  markiert die Schwelle im Eingang eine wesentliche Stelle im Bauwerk, denn sie ist Übergang und Verbindung zwischen öffentlichem und privatem Raum.

An der Schwelle streifen wir das profane der Alltagswelt ab und tauchen in den privaten, „heiligen“ Raum. Darum legen viele Kulturen Wert darauf, Straßenschuhe vor dem Betreten des inneren Raums auszuziehen, es sollen keine „niederen“ schmutzigen Energien hineingetragen werden.

Früher genoss die Schwelle hohe kulturelle Bedeutung und in Asien ist dieser Übergang noch heute bedeutsam. In China wurden hohe Schwellen gesetzt weil es hieß, dass (unerwünschte) Geister hier nicht drüber steigen können. Natürlich wirkte sie auch funktional als Schutz gegen Tiere und Regenwasser. Doch maßgeblich wurde die Schwelle konzipiert, damit niemand einfach irgendwo reinplatzt sondern den Übergang von außen nach innen bewußt wahrnimmt.

Damit ist immer ein kurzer Auftenhalt im Zwischen-Raum verbunden, in dem man buchstäblich zwischen den Welten schwebt. Das ist heute, wo die Übergänge unserer Hauseingänge oft kurz und schmal sind, kaum mehr vorstellbar. Heute gelangt man eher abrupt vom öffentlichen in den privaten Raum, der Gang durch die Tür wird kaum mehr wahrgenommen.

Hier ein paar Tipps für gelungene Schwellen und klare Abgrenzung

  • Große Fussmatten. Markieren auch im öffentlichen Hausflur den Beginn des eigenen Bereichs. Vorsicht ist allein bei den Motiven geboten, das Symbol sollte den Geist ausdrücken mit dem Sie die Welt bei sich empfangen möchten.
  • Paarige Türhüter. Das können Blumentöpfe sein, Wächterfiguren oder Laternen – lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.
  • Ein Türkranz. Das Runde steht für den Kreis des Lebens und was rund ist bietet wenig Angriffsfläche.
  • Ein Schutzsymbol. Das kann die Blume des Lebens sein, ein Glaskristall, wenn Sie wie auf dem Foto einen Glasausschnitt in der Haustür haben, oder die Anschrift der Sternsinger.
  • Führen Sie keine Gespräche zwischen Tür und Angel. Lassen Sie den Besucher entweder hinein oder treten Sie hinaus. Denn zwischen Tür und Angel entsteht kein echter Kontakt und hier geführte Gespräche sind selten konstruktiv.
  • Legen Sie Wert auf einen ansprechenden (und funktionierenden) Türgriff. Er ist sozusagen die Hand des Hauses, hierüber nehmen Sie seinen Charakter sinnlich und be-greifend wahr.
  • Und: Achten Sie darauf, worauf Ihr Blick als Erstes fällt. Und zwar beim Verlassen (außen) und beim Betreten (innen) des Hauses. What yo see is what you get – heißt es ganz und gar treffend.

Wer mehr Inspiration für den eigenen Eingang oder auch für innere Übergänge wünscht spreche mich gern persönlich an unter 0421 161 69 608


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Feng Shui und Home Staging – Sein und Schein

Kürzlich auf einer Netzwerk Veranstaltung. Eine Home Stagerin stellt sich mit den Worten vor:

Verkaufen Sie, dank Home Staging, Ihre Immobilie für einen höheren Preis.

Home Staging basiert auf der „Inszenierung“ eines Wohnraums, um beim Verkauf einen höheren Preis zu erzielen. Sinnliche Reize werden genutzt, um Menschen über die Kanäle des Unbewußten vom Wert einer Immobile zu überzeugen: Kaffeeduft soll Gemütlichkeit suggerieren, warmes Licht einen Wohlfühleffekt erzeugen. Möbel, die in Lagerräumen auf Ihren Einsatz warten, werden herbei geschafft, um für kurze Zeit optisch gut „dazustehen“. Spricht ja nichts dagegen, Wohnräume „aufzuhübschen“ und Vorher-Nachher Fotos lösen einen klaren Aha-Effekt aus.

Doch für nachhaltiges Wohlbefinden bleibt Homestaging auf der Käuferseite wirkungslos.

Später sind meine Kunden oft die Käufer-innen, die sich auf das Spiel „mehr Schein als Sein“ eingelassen und vertraut haben. Und dann? Geld weg, Immobilie am Hals – so könnte die sachliche Diagnose lauten.

Kann Feng Shui da was richten?

Feng Shui basiert auf der Erkenntnis, dass Mensch und Haus eine Gemeinschaft bilden. Die bei der Partnerwahl gern gestellte Frage: „Ja passen wir denn überhaupt zusammen?“, sollte für einen Immbobilienkauf allemal gelten. Manches Haus wirkt vielversprechend, doch nicht immer kann es sein Versprechen halten. Manchmal passsen Mensch und Haus einfach nicht zusammen, weil die Lebenspläne vom Ort nicht unterstützt werden.

Eine Feng Shui Analyse kann die Lebenskraft eines Hauses ermessen und das Potenzial, das es in sich trägt. Hat ein Ort kein Qi, keine Lebenskraft, nützt das schönste Außen nichts. Dies vor dem Kauf zu erkennen ist Gold wert. Denn je älter man wird, desto sorgsamer sollte ein Mensch mit seiner Lebenskraft haushalten und die Batterien (zuhause im Schlaf) aufladen können, um lange tatkräftig und wirkungsvoll zu bleiben. Schwächt das Haus, kann der Mensch das niemals auffangen, dazu ist eine Immobilie einfach zu stark.

Eine Feng Shui Beraterin arbeitet mit Ort und Mensch. Ist am Ort die Energie blockiert kann ein fachkundig ausgeführtes Space Clearing, die „alten Geister“ die noch in den Wänden sitzen, vertreiben um Platz für den guten Geist des Hauses, den Genius Loci, zu machen. Auch Häuser brauchen Starthilfe, um in ihr Potenzial gebracht zu werden.

Im Grunde simpel, orientiert sich Feng Shui an der Energie eines Ortes, bringt Balance ins Ungleichgewicht, stellt eine „natürliche Ordnung“ wieder her, trägt dazu bei, dass „das gute Leben“ wieder in Fluss kommt, lenkt unterstützende Kräfte ins Haus. Alles, um die Lebenskraft von Haus und Menschen zu erhöhen. Wenn Haus und Mensch gemeinsam gedeihen ist dies ein wundervoller Prozess, der den Menschen befähigt, sich den Gegebenheiten des Lebens vorbehaltlos(er) zu stellen, geschmeidig(er) mit ihnen umzugehen und an ihnen zu wachsen.

Ein Haus das erblüht wirkt langfristig und nachhaltig auf Ausstrahlung, Gesundheit und gutes Gelingen – und diese „Nebenwirkungen“ sind eindeutig erwünscht.

In diesem Sinne – lassen Sie mich wissen, wenn ich nachhaltig etwas für Sie tun kann.

Mein Rat: Vor dem Immobilienkauf  sachkundige (Feng Shui) Beratung einholen. Damit Sie wissen, woran Sie sind und ob Ihr künftiges Haus Ihre Lebensträume unterstützt.
Und wenn Sie schon gekauft haben und „es“ nicht so läuft wie Sie sich wünschen – auch dann kann eine Beratung vieles auffangen und zum Guten wenden. Versprochen!


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Turbulente Welt – Stabiles Zuhause

Je turbulenter, unsicherer und gefährlicher es draußen in der Welt zugeht, umso mehr wünschen Menschen sich ein schönes, sicheres Zuhause. Das eigene Umfeld gewinnt zunehmend an Bedeutung, das haben nun auch die Medien entdeckt. Mittlerweile widmen sich viele Kanäle dem Thema Wohnen.

Am  3.8.2016 sendete Deutschland Radio Kultur ein Interview mit Monika Kritzmöller, einer Wohnsoziologin und Gründerin des Forschungs- und Beratungsinstituts „Trends und Positionen“. Der Beitrag kann hier nachgehört oder weiter unten nachgelesen werden.
Deutschland Radio Kultur – Das private Umfeld wird wichtiger

Feng Shui Zuhause

„Das private Umfeld wird wichtiger

Terror, Amok, Attentate – die Welt wird gefährlicher. Dann bleiben wir halt zuhause, sagen sich viele. … Dadurch werden auch Fragen der Gestaltung der Wohnung wichtiger.

„Wenn ich mich zuhause einigeln, zurückziehen will, dann investiere ich da natürlich“, sagt die Wohnsoziologin Monika Kritzmöller … .


Das Interview im Wortlaut:

Dieter Kassel: Wenn man glaubt, die Welt um einen herum werde immer bedrohlicher, die Gefahren durch Krieg und Terror rückten immer näher, dann bleibt man gern zu Hause, sucht Schutz in der eigenen Wohnung. Aber ist es wirklich das Schloss an der Tür, das für Sicherheit und Geborgenheit sorgt, und sind es doch nicht eher die vertrauten Dinge, die uns zu Hause umgeben? Wie wirkt sich deshalb quasi die Weltlage oder zumindest unsere Empfindung dieser Lage auf den Wohnstil aus? Das ist eines der Themen von Monika Kritzmöller, sie ist Sozialwissenschaftlerin und Gründerin des Forschungs- und Beratungsinstituts Trends und Positionen. Schönen guten Morgen, Frau Kritzmöller!

Monika Kritzmöller: Ja, schönen guten Morgen!

Kassel: Wodurch wird denn überhaupt bestimmt, wie sich jemand einrichtet?

Sensible achten mehr auf Formen und Materialien

Kritzmöller: Also, wenn man es jetzt ganz allgemein fasst, von einer, wie ich es nenne, Durchlässigkeit einer Person – was lässt diese Person überhaupt an sich heran, wie viel nimmt die in sich auf, wie viel spürt sie, wie sensibel sie ist –, und wenn diese Sensibilität sehr hoch ist, dann wird diese Person natürlich wesentlich stärker, wesentlich kritischer auf irgendwelche Materialitäten achten, wesentlich genauer auf Formen schauen, während, wenn man so ein bisschen ein dickeres Fell hat, dann ist man da auch weniger, sage ich mal, anfällig dafür, dass man an kleineren Dingen sich aufhält. Und dann kann man es vielleicht auch ein bisschen lässiger angehen oder geht man es ein bisschen wurschtiger an. Das Zweite sind natürlich die Lebensumstände, wie viel bin ich denn unterwegs, möchte ich gern nach draußen gehen, spielt sich mein Leben sehr stark in der Öffentlichkeit ab, suche ich den Rückzug in der Wohnung? Und da ist es natürlich auch klar: Wenn ich mich ja zu Hause einigeln, zurückziehen will, dann investiere ich da natürlich.

zuhause wohnen

Wohnen im eigenen Stil. Mal minimal und still …

Schutzraum Wohnung gewinnt an Bedeutung

Kassel: Wird denn in Zeiten wie diesen, wo es große Unsicherheit gibt – bei vielen Menschen zumindest wird das so empfunden, was die Weltlage angeht, bei manchen auch wirtschaftliche Unsicherheit –, wird da das Wohnen, wird da wirklich dieser Schutzraum wichtiger?

Kritzmöller: Mit Sicherheit. Und gerade auch die greifbaren Dinge. Denn wir leben ja in einer Bilderwelt und all diese Schrecklichkeiten, die uns jeden Tag erreichen, wo man schon fast fürchtet, was passiert heute wieder, das kriegen wir ja medial mit, das kriegen wir über Bilder mit. Zum Glück, sage ich mal, sind wir in der Regel nicht vor Ort und sehen und spüren das live. Wir werden also mit Bildern enorm überfrachtet, was natürlich auch bei positiven Dingen schön sein kann, dass ich sehr viele schöne Dinge auch zeigen kann.

Aber das sind alles Dinge, die nicht wirklich bei mir, nicht wirklich greifbar sind für mich. Während das, was ich auf Armlänger in meiner Wohnumgebung habe, das ist wahr, das ist greifbar. Da weiß ich, das kann ich anfassen und dann das auch verifizieren. Das machen wir ja auch, wenn wir was mit unseren Augen sehen und es nicht glauben, dann wollen wir das berühren. Und diese Berührung, die ist dann noch mal so eine Selbstvergewisserung auch.

Kassel: Das würde aber für mich jetzt bedeuten, dass billige Materialien – Plastik, irgendwelche Dinge, die nur aussehen sollen wie Holz und es gar nicht sind – dann jetzt eher weniger angesagt sind und auch wieder viele natürliche Materialien, die man im wahrsten Sinne des Wortes auch gerne anfasst?

Kritzmöller: Ja, kann ich zu 100 Prozent zustimmen. Man sieht es ja auch im Trend bei der Nahrung: Man fragt wieder viel mehr nach, wo kommt etwas her, was steckt da dahinter? Und diese, sage ich mal, Faking-Industrie, die hat sich eigentlich so schön im Einklang mit dem Konsumenten so nach und nach hochgeschaukelt. Man möchte etwas, was irgend gut aussieht, einen guten Eindruck macht, möchte nicht viel dafür bezahlen, dann bekommt man natürlich das geliefert, was man möchte, what you pay is what you get, und dann freut sich natürlich der Anbieter, der für sehr wenig Substanz dann doch noch eine ordentliche Marge verlangen kann.

Und so hat sich das Ganze langsam so ein bisschen verselbstständigt in eine auch Ungreifbarkeit, auch Undurchlässigkeit, solche Materialien, die sprechen ja nicht wirklich zu einem, die fasst man nicht wirklich gut an, wenn es irgend so ein Plastikfurnier auf einer Tischplatte ist, da ruht man nicht mit den Händen drauf und hat irgendwie das, wenn es auch nur subtile Gefühl ist, das ist irgendwie gut da, da möchte ich bleiben. Und das hat so wie so ein bisschen abgehoben und kommt jetzt – das ist meine Beobachtung – stärker wieder auf den Boden zurück, dass man sagt, man sucht diese Substanz. Voll kriege ich ja meine Wohnung auch mit irgendwelchem Billigkram, aber das ist dann nicht das, was sie auch ein Zuhause macht.

Raumsprache durch Feng Shui

… mal üppig und laut.

Jeder Mensch hat die Einrichtung, die er verdient

Kassel: Nun sagen natürlich viele Leute auch, früher war alles besser. Die Welt war übersichtlicher, die Gefahren waren weiter weg. Wirkt sich das auch insofern auf den Wohnstil aus, dass moderne gar, sogar vielleicht futuristische Einrichtungen im Moment nicht so angesagt sind und eher doch das Traditionelle?

Kritzmöller: Das würde ich jetzt nicht unbedingt so sagen. Wir leben ja in der Gegenwart und auch die Gegenwart hat ihre positiven Seiten, ihre Freiheitsgrade. Aber ich muss natürlich die Gegenwart mit einer Formensprache dann auch belegen, also nicht nur irgendwelche futuristischen Dinge um mich scharen, sondern wirklich auch Formen, die eine Botschaft haben, die Substanz haben auch. Und dann ist das sehr wohl eine Antwort auf gegenwärtige Fragestellungen. Aber das Ganze muss natürlich eine entsprechende Tragfähigkeit auch in der sinnlichen Qualität haben.

Kassel: Wie weit ist denn so eine Wohnung nun wirklich, wie man so schön sagt, das Schaufenster der Persönlichkeit? Wenn Sie jetzt – und das ist erst mal keine Vereinbarung zwischen uns beiden –, aber wenn Sie jetzt in meine Wohnung kämen, würden Sie dann sehen, das ist einer, der ist gerne draußen unterwegs, macht gerne Urlaub, isst und trinkt gerne sehr viel und spricht sehr viel?

Kritzmöller: Das kann ich mit Sicherheit. Ich habe über weite Teile meiner wissenschaftlichen Tätigkeit über Wohnungseinrichtungen geforscht und man hat ja immer so die Dinge, die man – in Anführungszeichen – verdient. Das heißt, wenn ich mich gerne leger hinsetze, dann habe ich auch Sitzmöbel, wo ich mich eben locker hinfläzen kann, wenn ich ein sehr akkurater Mensch bin, dann sind das eher Stühle, die auch eine aufrechte Haltung haben. Die Erinnerungsdinge, die ich um mich schare, die zeigen, ob ich jetzt eher eine sentimentale Seele bin oder doch dann eher distanziert bin, ob ich gerne Dinge aufhebe oder lieber sage, das alte Zeug, das schmeiße ich weg, das belastet mich ja nur. Und so kann man wirklich sehr, sehr viel in Wohnungen ablesen.

Kassel: Und wenn bei mir 80 Prozent der Wohnfläche Gelegenheit zum Kochen und Essen geben, sagt das eine Menge, gebe ich zu. Herzlichen Dank, dass …

Kritzmöller: Das macht Sie mir sympathisch!

Kassel: Die anderen 20 Prozent sind sehr kühl. Das war Monika Kritzmöller, sie ist – ich nenne sie jetzt mal einfach so – Wohnsoziologin und Gründerin des Forschungs- und Beratungsinstituts Trends und Positionen. Und mit ihr haben wir überwiegend ernsthaft darüber geredet, wie die aktuelle Weltlage auch unsere Einrichtungen beeinflusst. Frau Kritzmöller, vielen Dank für das Gespräch!

Kritzmöller: Danke schön, schönen Tag!

Bad zum Wohlfühlen

… und zum Ausklang gern ein Bad zum Wohlfühlen genießen – Foto Fairie Magazin


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Drei Feng Shui Tipps für schöner Wohnen

Meist genügt ein Blick: Gefällt oder gefällt nicht. Fühl mich wohl oder unwohl. Dieses Signal wird  augenblicklich (!) beim Betreten von Räumen gesendet und besonders spannend ist der erste Eindruck. Wer sich wohl(er) fühlen oder seine Gäste beeindrucken will (ohne zu renovieren) findet hier drei einfache Tipps, die wahre Wunder bewirken:

1. Jedem Möbel seine Aura.

Achte beim Zusammenstellen auch auf die Zwischenräume.
Nicht nur das Offensichtliche strahlt, auch das „Dazwischen“ hat es in sich.
Ein Grund, warum Möbel nicht gern „in den Ecken“ stehen, da gibt’s nämlich keinen Platz zur Entfaltung (Ausnahme: Einbauschränke).

Jedem Möbel seine Aura

Im Zwischenraum kann sich das Feine entfalten

2. Flächen lieben Freiraum.

Das Zauberwort unserer Zeit lautet „Leere“. Wir alle haben soviel (materielles) Zeug angehäuft, dass es selten freie Flächen gibt. Kaum ein Sidebord, Schrank oder Regal auf dem nichts steht. Zuerst vielleicht Deko, doch irgendwann wird die Oberfläche zur Ablagefläche. Leere scheint schwer auszuhalten. Doch sie lohnt sich!
Und wer vorher weiß, er schafft’s nicht, der sollte gleich zum geschlossenen Schrank greifen. Unordnung die im Regal herrscht potenziert sich im ganzen Raum.

Flächen lieben Freiraum

Flächen lieben Freiraum

3. Farbe liebt Wirkung.

Farbe wirkt auf Gemüt und Seele. Welche Farbe im Raum geeignet ist hängt davon ab, wie er genutzt und welche Wirkung erzielt werden soll. Es gibt superschöne, warmfühlige Räume die ganz in Weiß gehalten sind. Es gibt farbige Räume in denen das Gemüt beginnt zu frieren. Spielen die gewählten Farben mit – oder gegeneinander? Mancher Kontrast wirkt belebend, ein anderer unruhig. Wieviele Farben kann ein Raum aushalten?

Farbe liebt Wirkung

Farben die sich gegenseitig zum Strahlen bringen

Mein Feng Shui Tipp: Deko sorgt für ansprechende Stimmung – doch wie immer gilt: Weniger ist mehr. Ein Hoch auf den Zwischenraum. Möge sich das Feine fein entfalten.


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Der Eingang. Herzlich willkommen?

Eingänge sind so unterschiedlich wie die Menschen, die in den Häusern leben. Im Feng Shui wird dem Eingang eine besondere Bedeutung zugeschrieben, denn er ist die Verbindung zwischen Außenwelt und Privatsphäre. Im Eingang zeigt sich, wie man der Welt begegnet. Zudem beeinflusst der Eingang Stimmung und Gedanken – egal, ob wir ankommen oder in die Welt hinaus gehen.

Hauseingang

Alle Aufmerksamkeit auf den Eingang gerichtet …                                                                                         Foto © Fotolia

Durch die Eingangstür gelangt Lebensenergie, Qi, ins Haus und versorgt alle Räume mit der vitalen Lebenskraft. Ein offener, freundlich gestalteter Eingang lädt gute Gelegenheiten, förderliche Erfahrungen und hilfreiche Menschen ein.

Wer in einem Haus lebt entscheidet selbst, wie der Eingang wirkt. Immer gut ist, wenn Sie von der Straße aus leicht zu finden sind. Liegt der Eingang seitlich, können Sie mit Licht oder auffallenden Pflanzen den Weg ins Haus markieren. Wählen Sie eine ansprechende Farbe für die Haustür, die leicht und vollständig zu öffnen sein sollte. Eine klemmende Tür, die vielleicht nicht mal ganz zu öffnen ist, gibt Hinweise, dass auch in Ihrem Leben etwas klemmt oder es Hindernisse gibt, die erst einmal überwunden werden wollen. Ein geschwungener Weg zum Eingang kann dafür sorgen, dass die Energie nicht zu schnell oder schneidend ins Haus gelangt. Wer mag, rahmt den Eingang mit Blumen oder Türwächtern und weist guten Gelegenheiten freundlich den Weg.

Auch in einem Mehrparteienhaus lohnt es sich, Einfluss auf den Zustand des gemeinsamen Eingangs und des Treppenhauses zu nehmen, denn beides hat Auswirkungen auf Ihr Wohlbefinden und das Miteinander im Haus. Ihrer Eingangstür können Sie ohne großen Aufwand eine persönliche Note geben: Mit einem Türkranz aktivieren Sie Schutz, mit einer ansprechenden Fussmatte weisen Sie der Lebenskraft Qi den Weg in Ihre Räume, und ein gut lesbares Namensschild zeigt, dass Sie den Wohn-Raum in Besitz genommen haben. Schuhe gehören nicht vor die Wohnungstür und niemand, nicht mal Sie selbst, möchten beim Ankommen als Erstes das Innenleben getragener Schuhe sehen. Und auf dem Flur abgestellte Möbel sind ein Zeichen, dass die Wohnung zu klein und es darum Zeit für einen Umzug ist, oder dass dringend aufgeräumt und ausgemistet werden sollte.

Im Business hat der Eingang großen Einfluss darauf, wie die Geschäfte laufen. Hier braucht es vor allem einen freundlichen Empfang, damit Kund-inn-en und Mitarbeiter-innen sich schon beim Hereinkommen wohl fühlen. Zeigen Sie darum schon im Eingangsbereich, dass man Ihnen vertrauen kann und bei Ihnen gut aufgehoben ist.

Mein Tipp: Gestalten Sie Ihren Eingangsbereich am Besten so, dass Sie sich selbst das Gefühl geben HERZLICH WILLKOMMEN zu sein. Ihre Gäste und Kunden werden das mögen und sicher findet dann auch die ein oder andere gute Gelegenheit den Weg, ersehnte Geschenke ins Haus zu bringen.


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Das Haus als Spiegel der Seele

Jedes Haus prägt die Atmosphäre und ist dabei den Einflüssen seiner Umgebung ausgesetzt. Ein geschultes Auge erkennt, was in der Umgebung geschieht und wohin sich „die Dinge“ entwickeln. Darum ist es nicht egal, ob ein Baum gefällt wird, eine Kreuzung entsteht oder die Nachbarn beschließen, eine Garage auf die Grundstücksgrenze zu setzen.

Das Haus - zwischen Himmel und Erde

Das Haus – Zuflucht zwischen Himmel und Erde                             Foto © Green Renaissance

Ein Haus wirkt von außen nach innen auf das, was es in sich beherbergt und umschließt. Jedes Haus wirkt auf den Menschen, der in ihm lebt; es formt mit an Charakter und Geschick. Innen prägen Räume und Gestaltung die Atmosphäre, in der Menschen zueinander finden – oder auch nicht. Deshalb lassen sich manche Biographien nach einem Umzug komplett neu schreiben – neuer Beruf, neuer Partner, Kindersegen oder Kreuzfahrt … Im besten Fall läuft alles bestens!

Dabei gelten Räume im Feng Shui und in der Raumpsychologie als universelle Prinzipien, die zeigen, womit seine Bewohner-innen in Resonanz stehen, was wirkt und Einfluss nimmt. In einem Grundriss kann man lesen wie in einem offenen Buch – vorausgesetzt, man versteht die (Symbol-)Sprache.

Zum einen wirkt das Gesetz der Resonanz: Jeder Mensch nimmt seine Welt so wahr, wie er mit ihr in Resonanz steht, zu allem andern bekommt er weder Kontakt noch kann er Verständnis dafür entwickeln. (Resonanz = mit etwas in Resonanz gehen, sich auf einer Wellenlänge befinden, sich auf einer Schwingungsebene befinden und sich gegenseitig beeinflussen.) Das ist gemeint wenn es salopp heißt, man solle offen bleiben für neue Eindrücke. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass man nicht erkennt, was man nicht kennt – darum erkannten die Ureinwohner damals die Schiffe nicht, auf den Columbus daher segelte. Es brauchte den Medizinmann, um für seine Dorfgemeinschaft „zu übersetzen“*.

Und so kann man (von wenigen Ausnahmen abgesehen) auch nicht sagen ein Haus sei per se „gut“ oder „schlecht“, denn das gewählte Haus paßt immer zu den anstehenden Lebens-Aufgaben. Natürlich gestaltet sich das Leben in manchen Häusern leichter als in anderen, doch vielleicht steht gerade „Herausforderung“ auf dem Lehrplan. Dann kommt es darauf an, die Erfahrung als solche zu verarbeiten und nicht daran zu zerbrechen. Wer weiß, was vor sich geht ist gewappnet und kann entsprechend agieren – und manchmal ist ein Umzug tatsächlich die beste Lösung.

Doch niemand kann Menschen vor Erfahrungen bewahren, die sie machen möchten. Auch keine Feng Shui Beraterin ;-). Wer wissen möchte wie sich heiß anfühlt, muss sich unter Umständen verbrennen, das gehört dann einfach dazu. Doch eine kompetente Begleitung in diesem Prozess kann der Erfahrung „die Spitze“ nehmen und helfen, sie einzuordnen im manchmal undurchschaubaren Komplex, das sich Leben nennt.

Auch die Gesetze der Analogie wirken, wodurch die Raum-Welt gleichzeitig als Spiegel fungiert. Mit welchem Gesicht schaut das Haus in die Welt, sind die „Augen“ offen oder schläfrig, ist der „Mund“ vorn oder seitlich (könnte sein dann wird die offene Aussprache gescheut oder getratscht). Ist der Grundriss vollständig oder fehlt etwas? Wo liegt der fehlende Bereich – d. h. wo fließt die Energie nicht „rund“? Und welchen Einfluss hat das auf die Menschen? Eine tiefe Lebenserfahrung spricht aus den Worten Winston Churchills: „Erst geben wir den Häusern die Form, dann formen sie uns.“ **

Dank unseres Bewusstseins können wir uns in diesem Spiegel, den das Haus uns hinhält, jederzeit selbst erkennen. Es hilft, die Realität zu erkennen, die wir mit der Kraft unseres Bewusstseins geschaffen haben. So führen Erlebnisse zu Einsichten und Erfahrungen zu Erkenntnissen. Probleme entstehen, wenn der Spiegelcharakter verkannt und etwas als objektiv und unabhängig von sich selbst gehalten wird.

Spiegel

Spieglein, Spieglein …                                                                                           Foto © Pixabay

Darum sind Lebensräume großartige Hilfsmittel für Selbsterkenntnis und können genutzt werden, um Veränderungen einzuleiten. Alles was im Feld des Raumes, diesem relativ geschützten „Außenraum“, geändert wird, wirkt initiierend oder auch beschleunigend auf (innere) Prozesse der Entwicklung, die im Grunde nur dazu da sind, sein ureigenes Potenzial zu erkennen und zu leben.

Und wer auf dem Weg ist und sich Unterstützung wünscht – ich bin da und wirke aus tiefer Überzeugung zum Wohle des Ganzen.

*Wer hierüber mehr erfahren möchte kann nachlesen im Vortrag von  Deepak Chopra – Quantenbewußtsein

**ganz frei von mir übersetzt