Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Advent, Advent – 9. Türchen

6 Kommentare

Berührende Architektur fotografiert von © Jean-Luc Benazet

Frage: Sie verwenden oft das Wort „stimmig“ – Bauten und Objekte müssten „stimmig“ sein. Das weist ins Atmosphärische.  …

P.Z.: Ich glaube, das ist eine Fähigkeit, die wir Menschen haben, intuitiv und von innen heraus auf etwas zu reagieren. Die Architektur bewährt sich im Umgang mit den Menschen an seinem Ort. Das Haus muss etwas können, was man von so einem Haus erwartet. Ein Schlafzimmer ist etwas anderes als ein Kinosaal, und ein Bahnhof anders als ein Kunstmuseum. Das ist einfach das intuitive Reagieren. Und „stimmig“ ist ein wunderbares deutsches Wort. „Stimmung“, „etwas stimmt“, der Geiger stimmt seine Geige, da ist klar, was gemeint ist. In diesen schönen deutschen Wörtern, die wir haben, kann man das beschreiben. Und die Atmosphäre ist wie der erste Eindruck von einem Menschen, der ist nicht so falsch.

Frage: Herr Zumthor, Ihre Arbeit wird stets mit Begriffen beschrieben, die weniger mit Architektur im engeren Sinne zu tun haben als vielmehr mit einer Lebensauffassung.

Architektur hat sehr viel mit dem Leben zu tun. Ich glaube, jeder gute Entwurf, jedes gute Gebäude von mir hat einen emotionalen Kern. Früher habe ich gesagt, ich muss ein Konzept haben, aber jetzt bin ich ein bisschen älter, jetzt beobachte ich das noch genauer und sehe jedes Mal einen emotionalen Kern, eine Art Berührung mit dem Leben. Dann entsteht ein Gefühl für den Ort, für die Aufgabe und für die Menschen, die in diesem Gebäude leben werden.

Das Gespräch mit dem Architekt Peter Zumthor führte Bernhard Schulz.
Aus: Jedes Bauwerk hat einen emotionalen Kern.

6 Kommentare zu “Advent, Advent – 9. Türchen

  1. Deine Beiträge zum Thema „Architektur “ sind für mich sehr inspirierend, weil
    Architektur immer auch zu wesentlichen , uns alle betreffenden Fragen/ Aspekten
    führt, nicht zu vergessen das Freiheitsmoment im Gestalterischen!!
    Danke für diese Bereicherung und einen Morgengruss aus Fischerhude! sigrid

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    • Ja, das ist natürlich ein wichtiger Aspekt und darüber lässt sich vortrefflich diskutieren, denn wo beginnt und wo endet die „Freiheit“? Zum Beispiel, wenn es sich um monumentale Gebäude handelt oder riesige Einkaufzentren mit Parkplatz auf „der grünen Wiese“?

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  2. Gedankennahrung: „Jedes Bauwerk hat einen emotionalen Kern“. Vielleicht darüberhinaus auch jeder Raum? Ich schaue mich um und versuche zu verstehen, wo genau der „Kern“ (das Herz) des Raums sich befindet und wie die anderen Raumteile dazu angeordnet sind – sind sie verbunden (gut“durchblutet“), haben sie eigene Kerne…? Offenbar hängt es mit den menschlichen Tätigkeiten zusammen, die in den Räumen ausgebt werden.

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    • Schöne Gedankenwege, die du gehst, Gerda.

      Doch ich würde nicht zu kleinteilig werden. Im Feng Shui zum Beispiel wird das Herz eines Hauses oder einer Wohnung in der Küche vermutet und oft bewahrheitet sich das.

      Dennoch finde ich deinen Gedanken interessant: wo befindet sich der Herz-Kern des einzelnen Raums bzw. worin drückt er sich aus und wie gut ist er angebunden an das Ganze. Dazu gibt es in Beratungen auch interessante Beobachtungen und Reflektionen.

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  3. Liebe Susanne,

    „Stimmung“ hat ja auch mit „Stimme“ zu tun, mit hörbar sein und gehört werden (ist mein Thema gerade in RL) …
    Stimme besteht aus Schallwellen. Wenn diese gut harmonieren und „im Einklang“ sind, „stimmt“ auch die Wellenlänge 😉
    Die Stimme kommt von Innen: von dort, wo auch die Emotionen entstehen, die sich wellenförmig nach außen erweitern.
    Ich stimme(!) dir (und Herrn Zumthor) zu, dass das auch auf Räume, Häuser, Gebäude aller Art übertragbar ist.

    Das trifft bei mir für alle architektonischen (von Menschen geplante und hingebauten) Orte zu.
    Ich höre und spüre diese Stimmung. Manchmal tut es gut – aber weitaus öfter ist es leider sehr sehr gruselig.

    Wie immer:
    Herzliches Danke für deine feinen Impulse!
    mo jour

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    • Wunderbar – und wir sprechen ja auch von Raumklang und Klangraum. Es gibt Architekten, die bauen Räume in der Frequenz einer Quinte oder Quarte und so schwingt der Raumklang zurück zu den Zellen – und die Menschen werden von den Schwingungen regelrecht beschwingt! Danke für die Erinnerung daran, liebe mo jour!

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