Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Ohne Verlangen

17 Kommentare

Wunschlos auf Erden … immerhin eine Möglichkeit © Z S

Meist leiden wir, weil etwas nicht so ist, wie wir es uns vorstellen oder wünschen.

Jemand möchte umziehen, und findet die passende Wohnung nicht. Jemand wünscht eine Partnerschaft, und niemand Passendes kreuzt den Weg. Jemand möchte etwas „haben“ und bekommt es nicht.

Unerfüllte Wünsche machen Löcher in den Bauch.

Wie wäre es stattdessen, ohne Verlangen zu sein? Zu Anfang vielleicht nur eine Stunde, dann über einen ganzen Tag, schließlich eine Woche und darüber hinaus.

Ein wunderbares Büchlein zu diesem Thema heißt „motomenai – ohne Verlangen“. Die feinsinnigen Aphorismen von Shozo Kajima sind ein wundervoller Begleiter auf diesem Weg.

Ohne Verlangen –
so wird dein Gesicht einen neuen Ausdruck bekommen.
Du hast jetzt ein weiches Gesicht.

17 Kommentare zu “Ohne Verlangen

  1. Was für ein schöner Gedanke, wenn man ihn ohne den Schatten des Zweifels sieht, ob sich denn noch ein Sinn für mein Leben ergibt, wenn ich mein Verlangen aufgebe, wenn ich mir keine Ziele mehr stecke, nicht mehr träume von besseren Formen des Lebens. Ich finde, du schlägst einen interessanten Weg vor, liebe Susanne: ausprobieren! Vielleicht machen wir die Erfahrung, dass es tatsächlich unser Verlangen gewesen ist, das uns die Sicht auf das verstellt hat, was wir wirklich wollen – und dass wir es deshalb nicht erfahren haben. Frieden, Verbundenheit, Glück, wahre Sicherheit, Perspektive.
    Danke dir für die morgendliche Inspiration und ein Gruß nach langer wordpress-Abwesenheit

    Michael

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    • Lieber Michael,

      danke für deine Gedanken. Ja, den Zweifel spüren sicher Viele – vor allem in dieser Zeit.

      Heißt ohne Verlangen sein, keine Träume mehr zu haben? Sich keine „bessere Welt“ zu wünschen? Soll man sich still verhalten und sich einrichten, egal wie schlimm es wird, oder soll man aufstehen und kämpfen?

      Denn wie kann Nicht-Tun, frei von Verlangen, jemals die Zustände ändern?

      Den Zwiespalt kenne ich selbst und springe, bildlich gesprochen, noch von einem Ufer zum anderen: Ich schreibe „meinem“ Abgeordneten, um kein schweigendes Einverständnis zum „Bevölkerungsschutzgesetz“ zu signalisieren; später sitze ich meditierend in dem Versuch, meinen Kopf zu leeren und alles „zu lassen“. Ringe um das „annehmen, was ist“.

      Dir antworten möchte ich auch mit einem Auszug aus den Vier Edlen Wahrheiten
      „1. Leben ist Leiden.
      2. Alles Leiden wird von Unwissenheit in Bezug auf die Natur der Wirklichkeit verursacht sowie durch das Verlangen, das Anhaften und das Festhalten, die aus dieser Unwissenheit resultieren.
      3. Dem Leiden kann ein Ende gesetzt werden, indem man die Unwissenheit überwindet und sein Haften an der materiellen Welt aufgibt.
      4. Der Pfad, der zur Überwindung des Leidens führt, ist der Edle Achtfache Pfad: Er besteht aus Vollkommener Erkenntnis, Vollkommenem Entschluß, Vollkommener Rede, Vollkommenem Handeln, Vollkommenem Lebenserwerb, Vollkommener Anstrengung, Vollkommener Achtsamkeit und Vollkommener Sammlung des Geistes.“ zitiert nach Andrew Juniper; Wabi Sabi

      Dies gibt dem „ohne Verlangen“ sein, noch ein anderes Gesicht, finde ich: Denn es ist nicht von Passivität die Rede und das Leben scheint nach dieser Edlen Wahrheit auch nicht sinnlos, denn alles ist enthalten: Erkenntnis, Entschluss, Rede, Handeln, Lebenserwerb, Anstrengung, Achtsamkeit und Sammlung des Geistes.

      Im Grunde das, was wir immer tun. Doch den Unterschied macht die allen vorangestellte Vollkommenheit. Sie macht den Blick klar – und erkennt, nichts kann erzwungen werden, das nicht von selbst geschieht.

      Gefällt 4 Personen

      • Wunderbar. Es gehzt nicht um Tun oder Nicht-Tun, sondern um den Geist, in dem wir Tun oder Nichttun. Glaube und vermittle ich Mangel oder Fülle, Zerbrechlichkeit oder Vollkommenheit, Frieden oder Konflikt? In welchem Geist schreibe ich meinem Abgeordneten? Bin ich ihm noch verbunden oder trenne ich mich mit meinem Schreiben von ihm? Woraus kommt mein Tun?
        Danke dir

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  2. Mir schien es lange Zeit ein Mangel zu sein, dass ich keine Wünsche hatte. Natürlich war (und bin) ich mit meinem Leben nicht immer zufrieden, aber ein konkreter Wunsch, ein aussprechbares Verlangen kam trotzdem nicht zustande. Denn ich lebte in Freiheit, es hing von mir ab, was ich erreichte, was nicht.Und was ich nicht erreichte, war dann eben nicht für mich. So einfach.
    Jetzt aber habe ich erstmals ein Verlangen: Ich wünsche mir aus tiefstem Herzen, dass wir wieder als normale Menschen entsprechend unseren natürlichen Impulsen leben können. Wenn ich täglich höre, dass mein ganz normales spontan-menschliches Verhalten andere gefährde, ja dass ich sie umbringen könnte – und wenn alle anderen auch unter dieser Verbotsfessel dahinvegetieren – dann gibt es nur einen großen Wunsch: LUFT!
    Mein Wunsch ist: es möge das Lächeln in die Gesichter der Menschen zurückkehren. Danach darf ich dann wieder wunschlos sein.

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Gerda,

      ja, die Luft zu atmen, die Freiheit des Geistes, das Lächeln im Herzen – das stärkt die Immunkraft wie nichts anderes. Und doch … „Normal“ ist ein Wort das andere (für uns) definiert haben, an dem wurden wir gemessen, danach bewertet und gehörten dazu, oder auch nicht.

      Nun erfahren wir ein neues Extrem und sollen uns einem neuen „Normal“ beugen – doch diesmal definieren wir mit. Denn viele sind’s … die wollen lächeln und tun es auch, sogar laut auf der Straße, obwohl auch das jetzt nicht mehr „normal“ und verboten sein soll … Nicht mehr einfach glauben, was ich höre; nicht mehr einfach glauben, was ich denke; nicht mehr einfach glauben, was andere sagen – das könnten die Steine auf dem Weg des neuen Normal sein.

      Und die indischen Weisen, die haben’s längst gewusst: „Das Lächeln das du aussendest, kehrt ins eigene Herz zurück.“

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  3. Wunderbar, besonders an diesem sogenannten „Black Friday“ 😀

    Gefällt 2 Personen

  4. Wunderbarer Post, Susanne, danke dir. Ich denke wir koennen trotzdem Wuensche oder Ziele haben…. so jetzt geht es weiter in English… as long we are not attached to our desires and don’t cling to it. Otherwise attachment causes suffering and that is vicious circle to get out of it. Mostly my wishes are for other people’s being, yet I have to be careful with that, because we never know what other’s path is their destination. Ich wuensche dir einen schoenen 1. Advent am Sonntag.

    Gefällt 2 Personen

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