Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Bildergeschichten, die 10.

20 Kommentare

Die Türen die wir täglich öffnen und schließen
entscheiden über das Leben, das wir führen.
Flora Whittemore

Willkommen in Güstrow. Danke © Sebastian Herrmann

Wenn ich Sie jetzt frage, ob Sie mit geschlossenen Augen Ihre Eingangstür beschreiben können, was antworten Sie mir? Und wie ist es mit all den anderen Türen, durch die Sie täglich schreiten?

Ungeahnte Einblicke in Malta von © Mick Haupt

Schon immer symbolisieren Türen beides, die wunderbaren wie auch die vereitelten Möglichkeiten. Manchmal öffnen sich Türen, und entführen in ungeahnte Paradiese, manchmal schließt sich eine Tür und das Leben scheint still zu stehen. Eine geöffnete Tür ist eine berührende Metapher für den Schritt in ein neues Leben, während eine geschlossene Tür das Gefühl von Zurückweisung in uns wach rufen kann.

Willkommen in Schleswig. Dank an © Ibrahim Rifath

Im Feng Shui haben Türen große Symbolkraft, denn sie markieren immer einen Übergang. Meist wechseln wir durch sie zwischen dem öffentlichen und dem privaten Leben. Und in jedem Moment, in dem wir eine Schwelle übertreten, haben wir die Chance, uns neu zu erfinden.

Darum waren früher in den monumentalen Toren ganz kleine Öffnungen. Innehalten, die alte Haut (oder dunkle Energien, die an der Aura hafteten) sollten an dieser Schwelle abgestreift werden. So konnte der Mensch alles zurücklassen, was nicht in die Welt des Privaten oder des Öffentlichen mitgenommen gehörte.

Nicht nur Kirchentüren sprechen. Dank an © Hallana Halila

Bauherrinnen und Bauherren sollten sich vor der Anschaffung der Haustür möglichst präzise vorstellen, welche Tür sie täglich durchreiten und welchen Empfang sie sich selbst dadurch bereiten möchten. Und auch Cafés und Restaurants geben sich mittels Tür eine Visitenkarte. Wirkt sie abweisend oder kleinkariert darf man sich über mangelnden Zuspruch oder unerwünschte Gäste nicht wundern.

Wer errät, was uns hier erwartet?  © Daniel von Appen in Köln

Macht Lust auf einen Kaffee, oder nicht? Gesehen in Berlin von © Claudio Schwarz

Gerade das Alltägliche verdient aus meiner Sicht die größte Aufmerksamkeit. Ich glaube, alle Mysterien liegen offen vor uns, wir haben lediglich verlernt, oder noch nicht gelernt, das Offensichtliche als das echte Geheimnis zu erkennen.

Alles Sichtbare ist ein in einen Geheimniszustand erhobenes Unsichtbares.
Novalis

Bavaria Studios Grünwald (oder Thoreaus Walden 😉 ) – gesehen von Waldemar Brandt

Mondtor in China, mittlerweile leider selten geworden. © Chastagner Thierry

Türen sind etwas, das uns über alle Unterschiede hinweg verbindet. Ich kenne keine Kultur, in der es keine Türen gibt. Darum heute aus meiner Schatzkiste noch ein Bonbon, denn es lohnt sich, die eigene Umgebung immer mal wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Die Schwelle im Feng Shui – engergetischer Übergang von außen nach innen

Für mich DAS Symbol neuer Möglichkeiten – mag es drinnen noch dunkel scheinen, draußen ist längst Tag geworden! Danke © Danny Müller

 

20 Kommentare zu “Bildergeschichten, die 10.

  1. Klare Linien zuerst, dann zu meinem Erstaunen noch schnuckelige Schnörkelhäuschen, Lustunterkünfte, Freudenhütten…
    Gruß von Sonja

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  2. In Maastricht ist eine Kirche in ein Restaurant umgebaut worden. Vor dem Eingangsbereich liegt eine Art Tunnel, durch den der Besucher schreiten muss, wie durch einen Geburtskanal.

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    • Diese Umwidmung finde ich schon immer sehr interessant und erinnere mich noch gut an die Unterkunft des talentierten Mr. Ripley (Patricia Highsmith). Er residierte – wohnen kann man das kaum nennen 😉 – in einer ehemaligen Kirche und P.H. hat das Ambiente ganz hervorragend beschrieben.

      Mit Geburtskanal gibst Du ein sehr gutes Stichwort, danke Alraune. Enge Flure, Tunnel, Gänge oder Elfenaugen in Bäumen kann man gut nutzen, um die eigene Aura zu klären und zu reinigen.

      Bloss wer so wohnt und sich täglich durch einen engen Flur „reibt“, kann müde davon werden und sich ausgelaugt fühlen.

      Ach ja, mit offenen Augen durch die Welt und die Umgebung spazieren – es gibt soviel zu sehen, zu bestaunen, zu bedenken …

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  3. Schöne Türen, ja, PORTALE zeigst Du uns, die zum Betreten des dahinterliegenden Raumes verführen.

    Ich achte beim Spazieren und Flanieren immer gerne auf schöne ansprechende Türen und freue mich daran.

    Die Hauseingangstüre des genossenschaftlichen Mietshauses, in dem ich wohne, hat leider eine ausgesprochen unattraktive Tür.
    Es ist eine metallumrahmte Glasdrahttüre, eine dieser häßlich-funktionalen Architketurmißgriffe der 70iger-Jahre. Diese Türe läßt zwar viel Tageslicht herein, ist aber doch buchstäblich kleinkariert wegen dieses karierten Drahtgewebes in der Glasmasse, und sie paßt überhaupt garnicht zum 20iger-Jahre Baustil des Gebäudes.

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    • Mir geht’s genauso, Ulrike, beim Spazieren gehen entdecke ich ständig Neues, auch weil ich selten immer dieselben Wege gehe.

      Staune über Türen, Fenster, Fassaden, Stuck, Genien, Dachformen, Schornsteine, Winkel und Gauben – eben all das, was dem Hause eigen ist. Und oft auch über das, was die Menschen die dort wohnen an Phantasie mitbringen.

      Jedes Haus erzählt Geschichten über sich, die Menschen die es beherbergt und auch über die Nachbarschaft. Manche Häuser haben Glück, da überlegten die Architekten sensibel, welcher Anbau schicklich ist. Die alten Bauten geben oft wunderbare Zeugnisse, wieviel Zeit man sich damals lassen durfte beim Bauen, und zu welchem Einfallsreichtum wir mal neigten. So herrliche Details gilt es da zu entdecken!

      Ganz schrecklich anzusehen dagegen die schönen alten Patrizierhäuser, denen nebendran ein Klinkerbau verordnet wurde. Auf Deibel komm raus wurden noch Geschosse dazwischen gequetscht und der Eingang, um noch mehr Platz zu gewinnen, ins Souterrain verfrachtet … auwehohweh …

      Ja, scheußlich ist’s, wenn man keinen Einfluss drauf nehmen kann, welchen Mund / welche Tür das Haus bekommt, ob er passend ist, einladend, großzügig.

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  4. Wunderschoener Beitrag, Susanne. Als Photographin, sind Tueren und Fenster einer meiner Lieblings Objekte, besonders in fremden Laendern. Und ich wundere mich immer was fuer ein Leben sich dahinter abspielt, welche Schicksale sich wohl dahinter verstecken. Schoenen Sonntag dir. Von Cornelia

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  5. ‚Eine einfache weiße Tür mit einer Milchglasscheibe. Darüber hängt ein Hufeisen mit der Öffnung nach oben. So kann das Glück hineinfallen kann. Ein Vorhang hängt hinter oder vor der Tür – je nachdem. Darauf tanzen zwei Kraniche im Mondenschein im Moor.‘ Danke für das Erinnern und die schönen Türen.

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  6. schöne Zusammenstellung, danke fürs zeigen…

    lg wolfgang

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  7. Danke für die interessanten Perspektiven. Wie wirkt sich eine Tür aus, die sich aussen unter einem Stiegenaufgang befindet? Ein Haus – im Freundeskreis – wird umgebaut. Und mir pers. gefällt die Anordnung der Tür gar nicht… Ich frag jetzt eher, ob ich meinem Gefühl da recht geben kann und weil das Thema so spannend ist.

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    • Hm, um das genau sagen zu können, müsste ich es mir ansehen, Michaela.
      Doch es klingt wie: Da wird über etwas / über jemand hinweggegangen. Spannend ist – wenn sich nichts ändern läßt – zu beobachten, was geschieht. Wie entwickeln sich die Geschicke und gibt es ein klares Vorher und ein Nachher, das auf die baulichen Eingriffe rückführbar ist. Da bin ich sehr gespannt auf Ihre Beobachtungen und habe gern teil!

      Herzliche Grüße!

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  8. Die Tür unseres zweistöckgen Hauses, in dem wir oben wohnen, war schon da, als wir vor 30 Jahren einzogen. Sie ist aus starkem Holz mit einem Fenstereinsatz und schmieeeiserner Vergitterung, Das Fenster kann man öffnen, auch bei geschlossener Tür. Die Tür klemmt – immer schon, und wenn es feucht ist, kann man sie kaum öffnen. Ein Handknauf, der wackelt und sich manchmal auch aus der Schraube löst, mit dem er in die Tür eingelassen ist, soll helfen, die Tür dennoch aufzukriegen – durch kräftiges Ziehen. Zum Schließen bekommt die Tür einen Fußtritt. Merkwürdig ist, dass man sich von dem schmalen mit Blumentöpfen weiter verschmälerten Treppenabsatz, auf dem man dann draußen steht, gleich ein paar Stufen an der Hauswand entlang hinabtasten, dann einen schmalen gemauerten Steg entlanggehen muss, um sich, wenn die unbeschnittenen Rosen den Steg allzu dicht überwuchern, zu entschließen, einen Schritt auf die Straßenebene zu tun, die hier eine steil abfallende schmale Gasse bildet. Das erfordert jedesmal Mut und Aufmerksamkeit, um nicht zu stürzen. Von der Gasse gelangt man dann, aufwärts steigend, auf das normale Straßenniveau. Da keine Außenbeluchtung den Eingang erhelllt, muss man nachts sehr achtsam sein, wenn man das Haus betreten und den bereitgehaltenen Schllüssell ins Schloss einführen will…..

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    • Das klingt wie eine tägliche (und nächtliche) Herausforderung, liebe Gerda. In meiner Rolle als Feng Shui Beraterin würde ich vermutlich erschauern, ob all der Herausforderungen auf dem Weg (nicht nur ins Haus =;-)
      Doch da Du/ ihr ja schon sehr lange dort wohnt und mich Dein künstlerischer Ausdruck fasziniert, könnte ich genauso spekulieren, diese Variante, die stetige Achtsamkeit, Sensitivität und Intuition fordert, habe Deine kreative Seite so richtig beflügelt. Denn auch in der Kunst gibt ja keine Gewohnheit, und stetig sind alle Sinne angesprochen, um aus der abstrakten Ebene in die sinnliche zu transformieren. Sehr spannend!

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      • Danke, Susanne! Deine Türenbilder und deine Worte dazu haben mich dazu angeregt, einmal über unseren Hauseingang nachzudenken. Oder, genauer, ich habe schon öfter mal drüber nachgedacht – und ob es eine Möglichkeit gibt, den Eingang zu verbessern, denn er ist für Besucher eigentlich eine Zumutung. Ein paar Verbesserungen wären möglich – aber ich hab sie nie realisiert. So bin ich oft: ich studiere die Dinge, aber ich ändere sie ungern. Wenn ich einen Baum zeichne, freue ich mich an den Verwachsungen, und es wäre mir ein Gräuel, ihn zu begradigen. Er ist, wie er ist, das ist seine Geschichte, die er mir auf seine Weise erzählt. Dieser Geschichte spüre ich im Zeichnen nach und frage nicht nach dem Nutzen. Und so scheint es, dass ich auch mit diesem Eingang umgehe. Er ist so verschroben, ziemllich unpraktisch, aber nicht hässlich. Wenn man die Tür von Innen zuzieht, bleibt einem oft die Klinke in der Hand, und ich lache und sage:der Dieb kommt rein, aber nicht mehr raus.
        Jedenfalls hat mir diese „Tür-Meditation“ einen neuen Einblick darein gegeben, wie ich funktioniere…

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      • Ja Gerda, durch die Augen der Anderen können wir neue Facetten unseres Selbst entdecken …

        Ein Baum ist gewachsen, hat sich an die Bedingungen der Umwelt angepasst, reagiert als lebendiger Organismus und zeigt durch Verwachsungen oder Krümmungen das auf, was ihm widerfahren ist.

        Die Tür eines Hauses ist – so gesehen – nicht in der Lage, zu reagieren oder selbst etwas zu verändern. Das bleibt uns überlassen. Dennoch empfinde ich die Beziehung zwischen Haus und Mensch als eine andere – noch persönlichere, als die zwischen Mensch und Baum. Haus und Mensch leben viel intimer zusammen (außer, man lebt im Baumhaus), darum können wir etwas über uns erfahren, dass das Haus als Gegenüber uns spiegelt.

        Deshalb liebe ich Häuser und alles, was dazu gehört so sehr – weil sie immer etwas über die Menschen, ihre Vorlieben und Eigen-Arten erzählen und meist im Dialog mit uns behilflich sind, blinde Flecken in Erkenntnis zu wandeln.

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