Susanne Berkenkopf

„Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf." Dies ist ein Blog über Räume, über innere und äußere Räume. Denn ich bin überzeugt, dass jeder Raum in dem wir uns regelmäßig aufhalten, Einfluss auf unser Leben nimmt. Also gebe ich hier Anregungen, wie Wohnräume und Arbeitsplätze energetisch und ästhetisch optimiert werden können. Ich schreibe für Menschen, die in einer wohltuenden Umgebung leben wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen, und an ihr Potenzial glauben. Ich schreibe für Menschen, die wie ich, jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Im „echten Leben" biete ich Wohncoaching, Grundrissanalyse und Lebensstilberatung. Meine Werkzeuge sind Imperial Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

In sieben Tagen ankommen – Tag 2 – Der Eingang

4 Kommentare

Heute setzen wir unsere Reise fort, doch bevor wir ins geheiligte Innere treten, wollen wir dem Außenraum gebührende Aufmerksamkeit schenken: Beginnen Sie darum heute mit der Schau schon dort, wo Sie in Ihre Straße einbiegen. Schauen Sie sich um, gefällt Ihnen was Sie sehen?

Eine klasse Fototapete bringt Licht und Weite in kleine Flure. Foto © Mathieu Perrier

Welche Details freuen Sie in Ihrer Nachbarschaft besonders? Gibt es blühende Bäume oder Hecken, in denen Vögel nisten? Gibt es sorgfältig gestaltete Fassaden in der Nähe oder ein originell dekoriertes Fenster? Fühlen Sie sich insgesamt wohl in Ihrer vertrauten Umgebung? Oder gibt es etwas, das Sie zum Besseren verändern können? Öffentlicher Raum ist nicht länger anonym und vielleicht können Sie etwas zur Verschönerung beitragen: Ein kleines Beet vorbereiten und Stauden pflanzen, die Insekten und Vögel lieben, ein Windspiel in einen Baum hängen oder Blumenschalen in den Hauseingang stellen.

Eine professionelle Feng Shui Beratung beginnt immer schon weit VOR dem eigentlichen Objekt, denn schließlich fällt die Lebensenenergie Qi nicht einfach nur vom Himmel. Im Idealfall wird sie achtsam zum Haus geführt und sammelt unterwegs all die Informationen, die schließlich in Ihre Räume gelangen. Qi folgt der Form, darum ist es selten egal, wenn die Wohnung zwar angenehm, das Umfeld jedoch vernachlässigt oder lieblos gestaltet ist.

Und wie steht es mit Ihrem Hauseingang? Haben Sie eine ansprechende Haustür und eine für Sie passende Fußmatte? Ist Ihr Klingelschild gut lesbar (und ästhetisch?) beschriftet, ist der Briefkasten von Aufkleberesten befreit? Wohnen Sie in einem Mehrparteienhaus, wie steht es dort mit dem Hausflur? Im Feng Shui gilt der Eingang als Mund, durch den Energie ins Innere fließt. Darum wird der Gestaltung viel Aufmerksamkeit geschenkt, denn es ist das Erste und Letzte, das Sie von Ihrem Zuhause wahrnehmen.

Sollten Ihre Nachbarn die unangenehme Gewohnheit haben, ausgelatschte Schuhe oder Müll vor ihrer Wohnungstür zu lagern, greifen Sie die nächste Gelegenheit beim Schopf und beginnen Sie ein Gespräch. Meckern schafft selten Abhilfe und meist verhärten sich die Fronten dadurch, doch ein paar wohlmeinende Worte zur „allgemeinen Lage“  können mit einem freundlicher Appell verbunden werden und wahre Wunder wirken.

Auf einen Blick – Schnellratgeber für einen einladenden Eingang

  • Achten Sie auf einen willkommen heißenden, hell beleuchteten und gut zugänglichen Flur. Es sollte immer möglich sein, die Eingangstür komplett zu öffnen. Dazu ein Tipp an alle Bauherren und Bauherrinnen: Wenn’s denn sein muss, sparen Sie lieber bei den Zimmern ein paar Quadratmeter und beschenken sich mit einem großzügig geschnittenen Eingangsbereich. Ein erster Eindruck von Enge setzt sich in alle Räume fort und kann, selbst mit einem großen Wohnzimmer, nicht rückgängig gemacht werden.
  • Ist ein Flur tatsächlich klein und eng, machen Sie aus der Not eine Tugend. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen, und gestalten Sie mit Charme und Esprit einen Empfang, den man nicht so schnell vergißt. Die Mutigen unter Ihnen können durch gezielt eingesetzte extravagante Farbe, eine kühne Fototapete oder ein „deplaziertes“ Accessoire einen ungewöhnlichen Blickfang kreieren, der von der räumlichen Enge ablenkt und stattdessen den Geist weitet.
  • Wer es lieber klassisch mag, platziert als passenden Hingucker ein übergroßes Erinnerungsfoto (ja, das weitet einen kleinen Flur!) oder eine besondere Lampenskulptur und beschenkt sich gelegentlich mit einem frischen Strauß Blumen im Eingangsbereich.
  • Überzählige Schuhe, Jacken und Taschen schaffen keinen gebührenden Empfang. Verabschieden Sie sich vom Flurchaos und sehen Sie zu, dass Sie sich Zuhause wie eine Königin und wie ein König empfangen. Auch die Lebensenergie Qi mag solcherart Zuwendung und Sie werden sehen, dass der Flur in die anderen Räume abstrahlt. Durch diesen lohnenden Input wird sich insgesamt ein lebendigeres, großzügigeres und intensiveres Wohn-Wohlfühl-Gefühl einstellen.
  • Anregungen für die Gestaltung können Sie auch aus dem Bagua  bekommen, allerdings braucht es etwas Hintergrundwissen, um genau herauszufinden welches Element passt.

Bereiten Sie sich selbst einen herzlichen Empfang und Sie werden erleben, die Lebensenergie Qi zieht nach. Eine Feng Shui Weisheit besagt, dass man genau das bekommt, was man als Erstes sieht. Und wo, wenn nicht Zuhause, haben Sie es schließlich in der Hand, das in Ihrem Sinne zu beeinflussen?!

Heute lade ich Sie ein zu phantasieren, wie es in Ihrem idealen Flur ausschaut. Wie wäre es also, erst ein bisschen kühn „zu spinnen“ bevor der Realismus zu Wort kommt? Darum gibt’s hier nun ein paar anregende Ideen, von denen es vielleicht nicht alle bis zu Ihnen nach Hause schaffen, doch vielleicht erfreut Sie künftig die ein oder andere Prise einer Zutat beim fröhlichen nach Hause kommen?!

Ob als wandfüllende Fototapete oder als Idee für eine kraftvolle Farbzusammenstellung – Farbe bekleidet Wände. Foto © Ricardo Frantz

Ein Prisma an Licht bringt Helligkeit und Bewegung in dunkle Flure. Ob als Bild oder Lampe bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Foto © Daniele Pelusi

Schlichtes Weiß mit farbigem Blickfang. Foto © Alesia Kazantceva

Nicht alle mögen Banksy – doch was draußen geht, geht innen schon lange! Foto © Annie Spratt

Läßt oben Raum und besticht, wenn über Eck tapeziert. Foto © Plush Design Studio

Man nehme drei Farben, die aus dem Rahmen fallen, und streiche damit Fußboden oder Decke und einen Teil der Wand. OH! Foto © Jason Leung

Hohe Decken machen’s möglich: Licht und Pflanzen als Begrüßungskomitee im Flur. Foto © Patrick Schneider

Nicht kleckern sondern klotzen – groß muss es sein, dann geht Waldbaden auch Zuhause! Foto © Studio Dokorasyn

Beruhigend und erfrischend zugleich und wo es Zuhause überhitzt zugeht, kann Wasser helfen. Foto © César Couto

Alltagsgegenstände verfremden. Ob klein oder vergrößert, an einer leeren Wand schafft das inneren und äußeren Raum. Foto © Amanda Jones

Vor vielen Jahren malte ich den schwarzen Schatten meiner Lieblingspflanze auf die Wand. Heute würde ich Farbe vorziehen. Foto © Sarah Dorweiler

Für den Lacher musste dieses noch mit 💕🦄 . Dass der Überraschungseffekt garantiert ist, zeigt das Foto von  © Charles Deluvio

Sie sehen, egal ob mit Farbe, Fototapete oder ausgefallenen Accessoires: Langweilige (Nutz-)Flure muss es nicht länger geben. Darum heute viel Spaß beim kühnen Phantasieren und dem gedanklichen Umgestalten Ihres Eingangsbereichs. Empfangen Sie sich so, wie Sie es verdienen, denn „in der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie“ *. Und morgen geht es weiter auf unserer Reise in das Herz jedes Grundrisses, die Küche.

* „Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“ Goethe – Und wann wenn nicht jetzt wollen wir damit beginnen?

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare zu “In sieben Tagen ankommen – Tag 2 – Der Eingang

  1. Liebe Susanne

    Ich bin ins Stocken geraten deiner wunderbaren Reihe zu folgen, was auch damit zu tun hat, dass wir hier erst vor fast einem Jahr eingezogen sind, alles für uns stimmig eingerichtet haben soweit das möglich ist und insofern höchstens kleine Veränderungen angezeigt sind, wenn es sinnvoll erscheint oder das ein oder andere Detail noch verbessert werden kann. Also alles ganz neu denken macht kaum Sinn, weil alles ziemlich stimmig ist für unsere jetzige Lebenssituation.

    Allerdings werde ich mir trotzdem so nach und nach deine Anregungen anschauen und aufnehmen. Vielleicht findet die ein oder andere Idee irgendwann einmal im Laufe der Zeit Verwendung. Schließlich ist alles im steten Wandel.

    Das Prisma z.B. finde ich ganz wundervoll und auch die Idee von Fototapeten sind Klasse.

    Was mir beim Lesen durch den Kopf ging ist noch, dass man in einer Schweizer Mietwohnung viel weniger frei ist als ich das von D kenne. Das hat alles seine Vor- und Nachteile. Hier werden die Wohnungen in der Regel komplett ausgestattet zur Vermietung angeboten, also mit kompletter Küche, oftmals Lampen in Flur, Bad und Küche, oft Einbauschränken. Die Wände sind immer frisch gestrichen oder haben einen Putz. Wenn einem das vorhandene nicht gefällt, darf man nicht einziehen. Es ist nicht gern gesehen, dass man am vorhandenen allzu viel verändert. So sind an den Wänden normalerweise keine andersartigen (Farb-) Anstriche oder Tapeten erlaubt, Es gehen nur wieder abnehmbare Bilder.

    Diese Gewohnheiten werden zwar langsam auch etwas aufgeweicht, aber wenn man dann tatsächlich ausziehen sollte, muss man selbst bezahlen, dass z.B. ein farbig gestrichenes Zimmer vom Fachmann wieder auf weiß gebracht wird, das kann teuer werden. Selber streichen ist in dem Fall nicht erwünscht.

    Nun denn, ich wünsch dir eine kraftvolle und gute Zeit 💫

    Liebe Grüße
    Marion

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Marion,

      ich war einige Zeit offline im eigenen Retreat und freue mich, bei meiner Rückkehr Deine ausführliche Nachricht zu finden.

      Danke für Deinen Einblick in die Schweizer Gepflogenheiten bei Mietobjekten, das war mir nicht bekannt. Natürlich habe ich gleich eine Lösung vor Augen 😉 wenn denn eine Fäche farbig, doch nicht gestrichen werden soll.

      Eine Variante beinhaltet einen großen Keilrahmen, Stoff oder Farbe. Dann könnte der Keilrahmen mit Stoff in der gewünschten Farbe oder Musterung bezogen und an die Wand gehängt werden. Alternativ würde die Leinwand selbst gestrichen. Dazu könnten Pigmente, Eitempera oder sogar Lehm verwendet werden.

      Für die zweite Variante nehme man eine Rolle Strohseide (70 x 150 cm) und befestige sie in einer Klemmschiene für Poster. Hochkant aufgehängt gibt das eine herrlich farbige Fläche, die nach Belieben oder nach Jahreszeit gewechselt werden kann.

      Du siehst, sollte Dich / Euch also gelegentlich der Wunsch nach Farbe ergreifen, laßt Euch nicht abhalten … 😉 !

      Herzliche Grüße in die Schweiz
      Susanne

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      • Liebe Susanne,

        eigener Retreat klingt gut 👍🏼

        Jetzt hatte ich den Raum, mir deinen Kommentar noch einmal eingehend durchzulesen und zu recherchieren, z.B. was Eitempera ist. Das hatte ich noch nie gehört. Spannend!

        Deine Ideen sind super kreativ und ich sehe, da würde noch manches gehen, wenn das Bedürfnis dazu da ist. Ich behalte sie gerne im Hinterkopf.

        Herzliche Grüße
        Marion

        Gefällt 1 Person

      • Ja wunderbar, genau so sind meine Tipps gedacht, liebe Marion. Auch wenn es nicht gleich passt, wenn es soweit ist, darauf zurück greifen zu können – ist das nicht toll 😉 ?!

        Gefällt 1 Person

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