Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Hilfe! Junggesellenwohnung ….

2 Kommentare

„Als ich seine Wohnung sah wußte ich, was mit ihm los ist. Gefallen hat er mir ja, doch bei ihm Zuhause hat sich mir plötzlich ein ganz anderes Bild von ihm gezeigt. Wie kann man nur so wohnen, fragte ich mich, so unfertig, so lieblos und ohne jeden Schick?! Ich wußte intuitiv, wie unsere Beziehung laufen würde und habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht wiedersehen will“, erzählt mir eine Freundin.

Wenig Schnickschnack, klare Linien – dennoch einladend. Danke © Nathan Van Egmont für den sensiblen Blick!

Gerade in Online Partnerbörsen wird – Hand aufs Herz – geflunkert was das Zeug hält, um per Klick die Traumfrau zu finden. Der erste Eindruck mag stimmen und das Date läuft wie gewünscht, doch häufig gibt es ein böses Erwachen, wenn die Angebetete seiner Einladung nach Hause folgt.

„Sage mir wie Du wohnst und ich sage Dir, ob aus uns was wird“, könnte eine abgewandelte Lebensweisheit lauten. Dabei geht es hier gar nicht um Geschmacksfragen, denn ob der Stil gefällt oder das Bild über dem Sofa gräßlich ausschaut, ist unwichtig. Mir geht es um die Aussage zwischen den Möbeln und um die Feinheiten: Was strahle ich durch meine Wohnung nach außen und wie kann ich es mir selbst in meinen vier Wänden annehmlich machen?

Sicher gab es noch nie so viele Männer, die allein wohnen. Wer das warme, turbulente Familienheim mit der Single Wohnung tauschen (muss), ist nicht selten überfordert mit der neuen (Wohn)Situation. Auch wenn’s früher nervte – plötzlich fehlt ganz sinnlich die Wärme des lebendigen Haushalts, da dröhnt beim Nachhausekommen die Stille in den Ohren, da siehts am Abend noch immer aus wie am Morgen, als mann das Haus verließ.

Und wer noch keine Partnerin hatte und entscheidet, das von Mama und Papa geschaffene Nest zu verlassen, um sich selbst eins zu bauen, steht oft ratlos da. Welchen Geschmack habe ich ohne aus der Anti-Haltung heraus oder nach Möbelhaus-Trend zu möblieren, und was macht ein Zuhause wohnlich, fragt sich mancher Mann.

Klassisch sozialisiert ist der Mann für den Nestbau zuständig – sprich für das handwerklich-praktische – und die Frau für die Wärme – sprich für Ambiente und Gemütlichkeit. Und manche Männer ahnen nicht, dass ihr laissez-faire Einrichtungs-Stil in Frauen, die nicht gleich in die Mutter-Rolle schlüpfen, einen Fluchtreflex auslöst. Oder sie wissen einfach nicht wie’s besser geht, denn es sich selbst gemütlich zu machen, haben sie nicht gelernt.

Egal, aus welchem Grund es Sie also in eine Junggesellenwohnung verschlagen hat, hier finden Sie Tipps für ein einladendes Zuhause, die in jeden Geldbeutel passen.

Es sich schön machen fängt meist mit Aufräumen an.

  • Alles was auf dem Boden „rum“liegt, in Schränke und Schubladen verstauen. Tische abräumen und sauber wischen. Zeitungen gehören in Zeitungsständer oder Kartons. Geschirr abends abwaschen, in einer sauberen Küche fängt der nächste Tag auch am frühen Morgen gleich besser an, versprochen! Was stört den Blick sonst noch: Verknuffelte Sofakissen aufschütteln, chaotisch zugestellte Ablagen frei räumen, auf Abstand zwischen „abgestellten“ Sachen oder Dekoartikeln achten. Abgeworfene Kleidungsstücke am besten gleich aufhängen oder ordentlich über die Stuhllehne hängen – und vor dem Schlafengehen wegräumen.

Als erstes merkt die (femde) Nase, wenn was nicht stimmt.

  • Nach dem Aufstehen die Wohnung lüften, täglich Müll raustragen, regelmäßig die Bettwäsche wechseln. Ruhig auch mal an den Handtüchern schnuppern, wenn sie müffeln – ab in die Wäsche. Lavendelsäckchen, Kaffepulver oder gut riechende Seife im Schrank lassen Wäsche duften und helfen zudem gegen Mottenbefall.

Wie außen, so innen.

  • Dazu zählt alles, was offensichtlich unfertig oder kaputt Energie abzieht und nervt. Was können Sie selbst reparieren oder zusammen bauen, wobei können Freunde oder Profi-Handwerker helfen? Wer nach zwei Jahren noch immer die Spüle nicht angeschlossen hat zeigt viel über seinen Selbst-Wert: Bin ich es mir wert, dass meine täglichen Verrichtungen leicht von der Hand gehen oder bin ich in der Trotz-Phase stecken geblieben? Gegen wen oder was rebelliere ich und wann bin ich bereit, „die Situation“ als mein Leben zu akzeptieren und das Beste draus zu machen?
  • Kinder, die mit Mama und Papa in verschiedenen Wohnungen leben, entspannen sich bei dem Gedanken, dass auch der Papa klar kommt, wenn sie nicht da sind. Eine aufgeräumte, gut riechende Wohnung wirkt unwillkürlich beruhigend auf unser Nervensystem.

Wohin der Blick fällt

  • Ein gemachtes Bett ist Einladung und Versprechen zugleich. Es sorgt optisch gleich für Ruhe und Ordnung im Schlafzimmer, da das Bett meist einen großen Teil des Raums einnimmt. Und auch allein ist es einfach cooler, abends in ein gemachtes Bett zu hüpfen.
  • Ein Strauß frischer Blumen hebt die Stimmung in jedem Raum. Ob Flur, Wohnzimmer, Küche, Badezimmer – alles ist erlaubt. Regelmäßig das Wasser zu wechseln hält Schittblumen länger frisch und sobald sie beginnen zu verwelken, ab in den Biomüll. Blumen kann man sich auch selbst kaufen, doch wer Besuch erwartet sorgt damit für die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.
  • Wer in der Wohnung Wäsche trocknen muss ist vom Leben benachteiligt, ich geb’s zu. Wohin mit dem Wäscheständer ist eine wiederkehrende Herausforderung und eine „echte Lösung“ gibt’s da nicht. Sicher ist jedoch: Beim Chillen will man nicht auf trocknende Wäsche schauen und im Schlafzimmer ist das ein Erotikkiller erster Güte. Ideal ist hier, nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn zu verfahren“ (also tagsüber meinetwegen im Wohnzimmer trocknen und bis zum ins Bett gehen im Schlafzimmer). Doch: Sobald die Wäsche trocken ist, alles abnehmen und wegräumen.
  • „Schön“ wird es auch durch die Beleuchtung. Auf dem Tisch eine Kerze, indirektes oder gebündeltes Licht statt Deckenlampe oder eine Lichterkette sorgen für heimelige Stimmung. Das gilt auch für’s Badezimmer, denn da will eigentlich niemand mehr in grelles Deckenlicht getaucht werden.

Fehlt was, meine Damen, meine Herren? Eindrücke, Anregungen und Hinweise sind herzlich willkommen! 😉

Und wer sich persönliche Impulse für ein ästhetischeres, energetischeres Zuhause wünscht spricht mich gern direkt an 0421 161 69 608

Und überhaupt – welche Zutaten machen ein Zuhause „männlich“ oder „weiblich“, was meint Ihr?

Männliche oder weibliche Note – und warum? Foto © Victor Hughes

Sparsam möbliert – mit männlicher oder weiblicher Handschrift? Danke © Daniil Silantev

 

 

2 Kommentare zu “Hilfe! Junggesellenwohnung ….

  1. Das erste dunklere Zimmer hat die weibliche Handschrift, gemütliche Höhle mit Feuer (der Whisky lenkt nur ab). Das zweite Zimmer: ein Mann auf Reisen und mit Faible für Vintage -Musikelementen. Lustig finde ich Deine Frage schon – in unserem Büro werden meiner Büropartnerin immer die romantischeren Lösungen angedichtet – diese sind aber meistens von mir. Grüsse tom

    Gefällt 1 Person

    • Ja, so verschieden sind die Perspektiven – ich hätte wegen des etwas steif wirkenden, geraden Ledersofas auf die männliche Handschrift getippt.
      Und tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass das Arrangement auf Bild 2 von einem Mann stammt – der vielleicht genau hier seine feminine Seite auslebt. Also dann: Ein Hoch auf die Vor-Urteile, die nach Perspektivenwechsel als überholt beiseite gelegt werden können.
      Und ein Büro, in dem romantische Lösungen Eingang in die Gestaltung finden, ist allemal spannend. Danke tom!

      Gefällt 2 Personen

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