Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Darum gibt es bei mir Impulse für Wohnräume, Arbeitsplätze und ein sinnerfülltes Leben. Beruflich entwerfe ich stimmige Einrichtungskonzepte und kombiniere sie mit energetischer Unterstützung für die Menschen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung.

Auf dem Weg zu mehr Klarheit

4 Kommentare

In diesen Tagen ist Klarheit mein Zauberwort. Ich wünsche mir mehr davon und war kurz davor, mir einen teuren Kalender zu kaufen, der genau das verspricht. Doch weil ich mich mittlerweile ganz gut kenne wird mir klar, dass ich damit in die Zukunft delegiere, was jetzt nach Antwort verlangt. Was tut also eine Feng Shui Beraterin, die sich mehr Klarheit wünscht?

Klarheit wirkt von Außen nach Innen. Danke für das passende Foto Statement an © Oriento.

  • Ich frage mich: „Was ist für mich eigentlich Klarheit?“ Ein geputztes Fenster zum Durchschauen, eine leere, weiße Schreibtischplatte, ein unbeirrbarer Fokus auf mein Ziel (ich nehm‘ erstmal nur eins, das ist leichter), ein strukturierter Ablauf, ein fester Rhythmus bestimmt von Kronos statt Kairos? Und gibt es Variationen in der Klarheit? Große Klarheit und weniger große? Ist Klarheit eine Cousine von Disziplin?
  • Ich räume meinen Schreibtisch leer. Dabei sind viele Entscheidungen zu treffen, denn um mich herum liegen beschriebene Zettel, Füller und Buntstifte, Sinnsprüche, Kristalle, selbstgemachte Streichholzschachtel, Brieföffner mit Vogel, Bücher, mit denen ich arbeite, handgeschöpfte Bogen, Mitbringsel von draußen – und wohin jetzt damit? Ich liebe diesen Krimskrams, doch irgendwann = jetzt ist der Tisch voll und selbst die Tastatur schaukelt auf einem Stapel Papier. Vorsichtig schob ich vorhin alles an den Rand, darauf bedacht, dass nichts runterfällt. Daran merke ich: Ich bin unklar, weil abgelenkt. Ich kann hier jetzt keinen Brief schreiben, keine Skizze fertigen, keinen klaren Gedanken fassen – einfach weil kein Fleckchen mehr frei ist. Ich weiß: Neues entsteht nur, wo Raum dafür ist und erinnere mich an die Zeit mit Zahnspange. Weil zu viele Zähne zu wenig Platz hatten und drauf und dran waren, schief zu wachsen …
  • Ich sitze am leeren Schreibtisch. Mein Blick schweift im Zimmer herum. Was stört mein Bild von Klarheit? Dann: Papierkorb geleert, Bücher verstaut, Oberfläche vom Sidebord frei geräumt.
  • Ich sitze wieder am immer noch leeren Schreibtisch. Ich nehme ein weißes Blatt Papier und beginne zu schreiben. [Wer bisher nur in die Tasten klopft sollte das unbedingt mal wieder probieren, es hat einen bereichernde Effekt auf die grauen Zellen.] Worüber möchte ich mir klar werden? Wo braucht mein Leben mehr Klarheit? Was kann ich klarer formulieren, um es auf den Punkt zu bringen? Warum ist Klarheit so wichtig für mich? Was entgeht mir, wenn ich unklar bleibe?
  • Ich merke, wie ungewohnt es ist, an so einem leeren Schreibtisch zu sitzen. Während ich schreibe drängt etwas in mir plötzlich nach … und ich will aufstehen, es holen oder tun. Doch ich widerstehe dem Impuls, bleibe sitzen und beobachte, wie stark er wird. Kann er mich „zwingen“ ihm zu folgen? Schaffe ich, ihn auszusitzen? Plötzlich wird ein Spiel draus. Ich bleibe sitzen, atme und merke: Ich bin total klar. Weil ich bemerkt habe, an welchem Punkt / Gedankenstrich: bei welchem Gedanken mich der Bewegungsimpuls gepackt hat. Da wollte ich nicht ran, da wollte ich ausweichen, mich ablenken – unklar bleiben.
  • Ich atme aus und stelle fest: Mein Weg zur Klarheit geht über Außen (wahrnehmen, was mich umgibt und Bedingungen schaffen, in denen etwas möglich wird) nach Innen (beobachten, was den Fluss unterbricht, mich ablenkt).
  • Dauer des Experiments: 1 Stunde.
  • Fazit: Klarheit braucht Entscheidung, Disziplin und den Willen, dran zu bleiben. Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis und einem Moment absoluter Klarheit habe ich aufgeräumt, einen „unbehaglichen“ Gedanken erwischt, ihn mir bewusst gemacht und tief geatmet. Ich bin sehr zufrieden.

4 Kommentare zu “Auf dem Weg zu mehr Klarheit

  1. Bin nach einer Woche flachliegen wegen Infekt auch gerade am Ausmisten. Brauche wie du Luft und Raum. 🌈

  2. Liebe Susanne, ein wunderbarer Artikel und gut beschrieben, warum und wie Außen und Innen zusammenwirken. Danke für die Erinnerung.

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