Susanne Berkenkopf

Feng Shui • Beratung • Inspiration

Die eigene Welt mit anderen Augen sehen

2 Kommentare

Studien haben bewiesen, dass unser Gehirn uns eine Menge Arbeit abnimmt. In Millisekunden wird dort oben am Bewußtsein vorbei entschieden, ob etwas unsere Aufmerksamkeit erreicht, oder nicht. Um effektiver zu sein werden nämlich eine Menge Facetten einfach ausgeblendet. Wer sein Gehirn neu konditionieren will um ein neues Verhalten zu trainieren, braucht dazu 21 Tage.

Erst dann sind die neuen Verschaltungen so stabil, dass die im Gehirn gebaute Autobahn der Gewohnheit verlassen und der noch nicht so eingefahrene Weg nicht schnell wieder „vergessen“ wird. Im Vergleich mit dem Sekundenbruchteil, in denen das Oberstübchen ganz autonom handelt, sind 21 Tage eine ganz schön lange Zeitspanne. Da heißt es dran bleiben.

In diesem Zusammenhang ist es nicht verwunderlich, wenn einem Vieles gar nicht (mehr) auffällt und zum Beispiel erst mit einer Baulücke das große Überlegen beginnt, wie eigentlich das Haus aussah, das hier noch bis vor kurzem stand. Zuhause ist es ähnlich. Der Blick für’s Detail geht mit der Zeit verloren und man „sieht“ einfach nicht mehr, was ist. Doch was uns umgibt ist nicht bedeutungslos, denn über das gestaltete Umfeld sprechen wir mit uns selbst.

Ich habe die relativ simple Feng Shui Analogie schon öfter erlebt, in der jemand sich eine Partnerschaft oder mehr Gemeinschaft wünscht, doch nur Fotos von sich oder von Einzelpersonen aufgehängt hat. Dass jemand mehr Erfolg und Anerkennung ersehnt, doch der räumliche „Blick in die Zukunft“ ist mit Kartons und Altpapier verstellt. Wie jemand sich wunderte, mit stetiger Regelmäßigkeit in Beziehungen zu schlittern, in denen sich der Partner mit der Zeit als alkoholabhängig erwies, in allen Räumen jedoch kunstvoll gemalte Bilder hingen, auf denen Menschen in trinklauniger Runde zu sehen waren.

Das mag lustig oder einleuchtend klingen. Na klar, von außen gesehen ist es relativ einfach, beim Anderen einen blinden Fleck zu erkennen. Doch wie war das mit dem Balken im eigenen Auge? Ich erlebe den Aha Effekt während meiner Feng Shui Beratungen, wenn Menschen ihre Welt einmal durch meine Augen betrachten. Dann lüftet sich Schleier um Schleier und plötzlich werden Zusammenhänge deutlich, die vorher nicht mal vermutet wurden.

Ich habe es diesen Sommer erlebt, als meine Freundin Johanna aus München mich besuchte. Sie war das erste Mal in meinem Garten und hat mir mit ihren Fotos ein großes Geschenk gemacht. Mein Garten ist mir so vertraut, doch durch ihre Augen habe ich bisher unbekannte Facetten von mir, meinem Garten und meiner Freundin entdeckt. Ein wunderbares Geschenk, das ich unbedingt zum Nachmachen empfehle!

 

 

2 Kommentare zu “Die eigene Welt mit anderen Augen sehen

  1. Liebe Susanne,
    ja, ein frischer Blick auf die eigene Umgebung ist manchmal Gold wert!

    Zu den 21 Tagen möchte ich noch ergänzen, dass der dritte Tag dabei eine besondere Rolle spielt. Die ersten beiden Tage sind wir voller Enthusiasmus dabei – am 3. Tag kommt scheinbar etwas dazwischen, haben wir „keine Zeit“ oder vergessen schlicht das, was wir doch unbedingt tun wollten. Der 3. Tag gehört damit der nochmals bekräftigten Absicht, dass wir es auch wirklich weiter machen wollen.

    Liebe Grüße
    Irene

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.