Susanne Berkenkopf

Ein Zuhause ist mehr, als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Also gibt es bei mir Anregungen, um Wohnräume und Arbeitsplätze zu optimieren. Life Coaching mit Grundriss krönt das Ganze wie die Kirsche das Sahnehäubchen. Hier schreibe ich über das, was ich beruflich und mit wachsender Begeisterung tue: stimmige Einrichtungskonzepte mit energetischer Unterstützung kombinieren. Für Menschen, die ein sinnerfülltes Leben leben und sich dabei entwickeln wollen, die innere und äußere Freiräume schätzen und die an ihr Potenzial glauben. Für Menschen, die jetzt und auf dieser Erde zum Wohle des Ganzen wirken wollen. Meine Werkzeuge sind Feng Shui, Geomantie, chinesische Astrologie und systemische Beratung. Mehr unter www.feng-shui-und-beratung.de

Tag 24 – Wohnen inmitten von Schatten und Unkraut

2 Kommentare

Gestern galt meine Inspiration dem „hilfreichen Unkraut“. Hast du dich gefragt, was das mit Wohnen, Wohlfühlen, Raumpsychologie oder Feng Shui zu tun hat?

Jeder Mensch drückt durch den Raum sein inneres Erleben aus. Meist geschieht das unbewußt, doch frei nach dem Motto: „Wer Augen hat, der sehe“, könnte ein Mensch vieles verstehen, so er nur offenen Blicks durch seine Räume spaziert. Das ist ein Fazit meiner langjährigen Arbeit mit Menschen und Räumen. Und was wie eine Binsenweisheit von Goethe klingt, ist dennoch nicht weniger wahr:

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“

Wenn im Keller die unerlösten Schatten lauern …

Wer „spirituellen“ Reden lauscht darf gelegentlich den Eindruck gewinnen, „Schatten“ seien etwas Schlechtes und je eher diese „verwerflichen“ Seiten des Menschseins eliminiert würden, desto besser. Nach meiner Meinung wird dabei übersehen, dass im Schatten – neben Projektion auf das Andere – auch etwas Gutes wohnt. Sinnbildlich genommen weiß wer starker Sonne ausgesetzt war, wie wohltuend es ist, sich im Schatten von sengender Glut zu erholen. Im Schatten regeneriert es sich meist besser, als im Licht greller Mittagssonne.

Den Schatten(themen) scheint es zu ergehen, wie den Unkräutern: blind rausreißen, vernichten, wegspritzen. Das Geschenk, das im Schatten wartet, wird so leider übersehen. Wie Unkraut Löwenzahn der Leber gut tut und ihr beim Regenieren hilft ( und zwar nicht nur das aus der Apotheke, sondern auch aus dem eigenen Garten ), kann auch in einem Schattenthema ungeahnte Heilkraft verborgen sein. Wer sich mit dem Schatten Unordnung herum schlägt, könnte entdecken, dass

  • klare Prioritäten fehlen ( Aufräumen oder Internetsurfen, zum Beispiel )
  • sich zu viele Sachen auf zu wenig Raum eingenistet haben
  • die Entscheidungskraft geschwächt ist ( was kann weg, was soll bleiben )
  • ein funktionierendes Ordnungssystem fehlt
  • eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit not tut
  • Überforderung droht.

Sehr wertvoll, oder?

Mit den Kräutlein Neid oder Mißgunst kann es ebenso gehen. Die sind im Raum zwar nicht auf den ersten Blick so eindeutig auszumachen wie Unordnung, doch auch sie können wertvolle Indikatoren sein. Beide könnten Wegweiser sein für etwas, das man sich wünscht, sich jedoch nicht zutraut oder zugesteht oder verbergen, dass man jemand etwas bloß nicht gönnt, weil man es selbst nicht hat.

Das Kraut, das auf dem Boden der Unsicherheit sprießt und als Entscheidungsschwäche blüht, könnte auf Selbstzweifeln und dem Wunsch nach Perfektion wurzeln. Da braucht es lockeren, durchlässigen Boden und Gießwasser mit der Essenz von Urvertrauen. Welch ungeliebtes Kraut sich auch immer ausbreiten mag, die meisten haben enorme Heilkraft, wenn gesehen wird, worauf es gewachsen ist. Der freundliche, wohlwollende Blick auf (eigene) Schattenseiten zieht das Gift und macht jedes noch so bittere Kräutlein genießbar.

Ähnlich der Wohnbiographie, die damit beginnt, in welchen Wohnraum man zuerst gelegt wurde, entwickeln sich durch frühe Prägungen Verhaltensmuster, die solange wiederholt werden, bis man sie durchschaut. Den Nutzen und das Geschenk in etwas schätzen lernen, das zuerst unangenehm, peinlich oder schmerzhaft daher kommt – das ist der Weg für selbstgekrönte Könige und Königinnen.

… oder fein sortiert sind. Es lebe der Unterschied!

In diesem Sinne: Unkraut für Mutige, Schatten für Furchtlose. Mit einer Prise Humor gewürzt wird daraus ein wohlschmeckendes Getränk. Sein Name? Erfolgscocktail!

 

 

2 Kommentare zu “Tag 24 – Wohnen inmitten von Schatten und Unkraut

  1. So richtig sortiert kann auch einen Zwang ausdrücken. Dann fällt dem Benutzer nur mehr geordnetes ein – die Vielfalt zu entdecken wird dann schwierig. Grüsse tom

    Gefällt 1 Person

    • Na ja, sag ich mal … da sind die Menschen sicher verschieden … doch ein geordnetes Umfeld läßt nicht automatisch auf Langweiler oder Einfaltspinsel schließen. Da Außen und Innen korrespondieren und wir mittlerweile von Außen mit unkontrollierbaren Reizen (Lärm, Dauermusik, sich bewegende Plakatwände etc) zugeschüttet werden, fühlen sich viele Menschen überfordert und verzetteln sich. Von kreativen Ideen keine Spur mehr. Dann kann, wo man selbst bestimmt, also Zuhause, ein eigenens Ordnungssystem helfen, wieder Ideen zu haben. Aus Unordnung ertsteht nicht automatisch ein kreativer Geist. Schau mal, was Kinder nur mit einer Decke anstellen, wie die Phantasie förmlich sprüht … während in manchem, mit Spielzeug vollgestopftem Kinderzimmer ein gelangweiltes, aggressives Kind hockt das nicht weiß, was es spielen soll … Doch ich glaub, das weißt du eh 🙂

      Gefällt 1 Person

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