Susanne Berkenkopf

Schattenarbeit mit den 5 Elementen

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„Erkenne Dich selbst,“ lautet der weise Rat des Orakels von Delphi. Ein beliebtes Hilfsmittel dazu ist das chinesische Horoskop. Das Wissen wie es um einen steht kann heilende Prozesse initiieren, denn wer das eigene Selbst kennt, erkennt das Gegenüber leichter als ein ebensolches Selbst. Dann kann statt des beliebten Wegs der Projektion die Abzweigung genommen werden, die zu mehr Verständnis, Respekt und Toleranz führt.

Jeder Mensch beherbergt Licht und Schatten                                                Foto © StockSnap pixabay

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Der Schatten ist das, was wir nicht so gern an uns mögen und darum am liebsten an andere delegieren. In der Fachsprache heißt das: Projektion. Die Arbeit mit den 5 Elementen ist hervorragend geeignet, sich den eigenen Schatten zu nähern, Licht ins Dunkel zu bringen und sie gewinnbringend in die Persönlichkeit zu integrieren.

Wer seine Anlagen und Talente mit dem Bazi Suanming, so lautet der chinesische Begriff für die 8 Zeichen, aus denen ein Horoskop sich zusammen setzt, erkundet, kann über naturnahe Bilder ganz leicht in das Wesen (s)einer Persönlichkeit eintauchen. Denn dies geht weit hinaus über den Gemeinplatz des: „Ich bin ein Hase, Schaf oder Tiger.“ Die acht Zeichen erzählen etwas über das Zusammenspiel der 5 Elemente (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall), über ihre Yin oder Yang Prägung, über Unterstützung oder Schwächung durch Umwelt und innere Anlagen und schließlich darüber, welche Persönlichkeit sich aus all dem formt. Und zwar mit all den Lichtern und Schatten, die eben dazu gehören.

Jeder Mensch sieht anders in die Welt – Yang Wasser trifft Yang Erde

Ein Mensch, dessen inneres Zeichen zum Beispiel Yang Wasser ist, wird die Welt ganz anders erleben, als eine Yang Erde. Das Yang Wasser wird von Natur aus ständig in Bewegung und auf der Suche nach Anregung sein, ist taktvoll und verfügt über die Gabe, sich anzupassen. Dieser Typ wird flexibel agieren, um seine Ziele zu erreichen und seine gute Imaginationskraft hilft dabei, jede Art von Hindernis zu umgehen. Die Schwäche dieser Menschen kann darin liegen, dass sie kein gefestigtes Selbstbild haben und darum das, was andere über sie denken, als äußerst wichtig erachten. Dann kann der Wunsch nach Perfektion und Status dominieren und in innere Isolation münden.

Eine Yang Erde dagegen wirkt stabil und belastbar, sie strahlt Zuverlässigkeit aus und gilt allgemein als sehr vertrauenenswürdig. Andere schätzen das Gefühl der Sicherheit, das Yang Erde Typen verströmen, die stehen zu ihrem Wort, gehen beharrlich vor, prüfen alles auf Praktikabilität und sind im Herzen standhaft und treu. Ihre Schattenseite liegt im Zögern und Zaudern, doch haben sie mal eine Entscheidung getroffen dann bleibt’s dabei. Da braucht es meist gewaltige Anstöße von außen um eine Yang Erde, die sich wunderbar eingerichtet hat auf ihrem Standpunkt, zur Veränderung zu bewegen.

 Stellen wir uns diese beiden nun als Paar vor (sei es ein Liebespaar oder im geschäftlichen Ambiente) können wir uns leicht ausmalen, was passieren kann. Es treffen sich der Bedenkenträger und der Visionär. Der eine sichtet die Unterlagen akribisch, prüft nachdenklich auf Machbarkeit, behält seine innersten Bedenken für sich, möchte alles perfekt wissen, bevor die Entscheidung fällt. Der andere, ein geborener Netzwerker und Freigeist, betrachtet die Dinge schnell aus allen Perspektiven und vertraut auf seine Instinkte. Handelt schnell, doch nicht unüberlegt.

Da mag es schwer fallen, Toleranz für die Art des Anderen aufzubringen. Und wenn die beiden – Yang auf Yang – aufeinander krachen, kann es ordentlich rappeln im Karton und viel Porzellan zerschlagen. Besser wäre, den gemeinsamen Boden zu sondieren: Beide haben einen Hang zur Perfektion und wollen unbedingt ihr Ziel erreichen. Das wäre der erste Baustein zum Verständnis. Respekt gesellt sich dazu, wenn das, was am anderen nervt, im eigenen „Keller“, also als der eigene Schatten, besucht wird: Den „Berg“ nervt die Bewegtheit des Ozeans nur solange, bis er sich selbst als überaus emotional und oft nicht rational handelnd akzeptiert. Den „Ozean“ nervt Beständigkeit oder Langsamkeit des „Bergs“ nur solange, bis er sich selbst von (übernommenen) Vorwürfen des Unsteten oder Ineffizienten befreit.

Das Bild für diese Zusammenkunft gliche dem Fels in der Brandung. Da hat jeder seine Rolle und kann in bestimmten Aspekten brillieren. Ist das erkannt, ist der Weg frei.

Über die Brücke des Verständnisses führt der Weg zu Frieden und Gemeinschaft

Schauen wir uns nun ein Chart – also die 8 Zeichen eines Horoskops – genauer an, um mehr über die „innere Zusammensetzung“ eines Menschen zu erfahren. Außer der Tagesdominanten, die bestimmt wie ein Mensch in die Welt schaut, gibt es sieben weitere Zeichen. Wie jemand die Umwelt erfährt und wie er selbst von anderen gesehen wird, liegt in ihrem Zusammenspiel. Auch der Zeitpunkt der Geburt ist wichig: Ist unser Yang Wasser im Winter geboren bekommt er Unterstützung durch die Zeit (Nichts ist so stark wie das, dessen Zeit gekommen ist), ist er dagegen ein Kind des Sommers braucht dieser Mensch mehr Unterstützung von Seiten der Umwelt, um seine Potenziale zu entfalten.

Auch die anderen Elemente wirken mit – Insider kennen den förderlichen oder kontrollierenden Zyklus der 5 Elemente. Gibt es also außer dem Wasser viel Feuer im Chart, kann dies auf Reibung hindeuten oder der Mensch neigt dazu, sich zu verausgaben bei dem Versuch, andere zu kontrollieren. Gibt’s dagegen ein starkes Erdelement kann es sein, dass die Umwelt als kontrollierend erfahren wird. Der Mensch fühlt sich dann wie der einbetonierte Fluss, der in engen Grenzen gehalten oder sogar unterirdisch verrohrt fließen muss. Unzufriedenheit, Krankheit oder Mangel an Selbstvertrauen können die Folge sein.

Begleiten Sie mich auf die spannende Reise zu sich selbst

„Wer sich kennt hat mehr vom Leben“, könnte das Fazit dieses  (wirklich nur kurzen 😉 ) Einblicks in die Welt der 5 Elemente und die Persönlichkeit lauten. Wer sich und seinen Schatten begegnet öffnet die Türen weit, denn wer weniger Kraft aufwendet, seine Schatten zu bändigen oder zu delegieren beschreitet den Weg zum höchsten Potenzial. Gewinnt Verständnis für sich und andere, kann unglückliche oder belastende Partnerschaften unter neuen Aspekten betrachten und inneren Frieden mit sich – und der Welt – machen.

Also schönes Beispiel zum Schluss mag Vera Birkenbihl gelten. Einmal erzählte sie, dass sie jahrelang unter ihrem unermüdlichen Redefluss gelitten habe und dafür in jungen Jahren arg getadelt worden sei. Bis sie erkannt habe, dass die, die ihr den Vorwurf machten, einfach selbst gern erzählten und dass in ihrer vermeintlichen Schwäche ihr größtes Talent lag. Sie wurde daraufhin zur hoch dotierten Vortragsreisenden, die bahnbrechende Erkenntnisse über das lernende Gehirn in die Welt brachte.

In diesem Sinne:
Wo Schatten, da ist garantiert auch Licht!
 Auf dem Erkenntisweg zu mir Selbst : hier können Sie einen Termin mit mir vereinbaren.

 

 

 

 

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