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Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Feng Shui und das Badezimmer – Teil 1

4 Kommentare

Wer sich durch die einschlägige Literatur zum Thema blättert, findet selten etwas Positives dazu. Der Ort des Loslassens und Abgebens wird oft mit Verlust gleichgesetzt. Sind hier dann auch noch die „Geldsterne“ angesiedelt ist das Disaster groß – scheint es. Denn ist das wirklich so?

Jedem Möbel seine Aura

Plädoyer für eine andere Sichtweise 

In diesem ersten Teil  drängt es mich, mal ganz kurz an die anale Phase der menschlichen Entwicklung zu erinnern und warum sie im kindlichen Lebenslauf einen durchaus wichtigen Prozess darstellt. Doch irgenwann ist es sehr sinnvoll, das Augenmerk vom Modus „festhalten“ ins „abgeben“ zu verschieben.  (Menschen mit verstopftem Darm kennen ganz fürchterliche Leidenslieder.)

Dieser Rückgriff könnte natürlich weiter getrieben werden und uns einladen, den Zustand unserer Gesellschaften anzuschauen, in denen Geiz, Gier nach Besitz, die strenge Unterscheidung zwischen „mein“ und „Dein“ ein fest verankertes Lebensschema darstellt und zum Teil groteske Züge annimmt. Gleichzeitig erfreuen sich meine Blogposts zum Entrümpeln zunehmender Beliebtheit.

Denn das Badezimmer kann mehr …

Ein Badezimmer ist ein sehr besonderer Ort. Einmal, weil es baugeschichtlich ein ganz und gar privater Raum geworden ist, weshalb es in Neubauten heute zum guten Ton gehört, den Besuch auf die Gästetoilette zu verweisen. Wer’s üppiger mag baut hier gleich noch eine Dusche ein, und weil die Häuser größer werden gibt es schon einige mit einem Badezimmer auf jeder Etage.

Ich meine, Badezimmer verraten viel über die Menschen die sie einrichten und ihre Sehnsüchte. Das Badezimmer ist der Ort an dem wir ganz intim mit uns selbst sein können – und das bei vollem Bewusstsein. Es ist nicht so wie schlafen, wo wir irgendwann nicht mehr mitkriegen, dass wir eins sind mit uns, uns regenerieren und erholen.

Im Badezimmer geschieht die komplette Reinigung, innen wie außen. Diese paar Minuten können, werden sie bewusst zelebriert, einen kraftvollen Tag ins Leben rufen und am Abend dazu genutzt werden, abzuschließen mit dem was war. Das Badezimmer ist ein perfekter Ort, sich immer ganz ins Jetzt zu begeben.

In vielen Familien haben alle Kinder ein eigenes Zimmer, nur die Eltern nicht. So könnte das Badezimmer für diese Minuten ein Raum der persönlichen Besinnung werden – weshalb ich dafür plädiere, die ausartende Doppelwaschbeckenmanie wieder abzuschaffen. Denn was implizieren sie anderes als Eile und Effizienz?

Zu zweit im Bad, das mag in der ersten Phase der Verliebtheit wundervoll sein, doch später macht es Sinn, diesen privaten Raum und das „Geheimnis um sich selbst“ zurück zu erobern. Sich die Zeit nehmen, bewusst zu sein, sich zu spüren und zur Ruhe zu kommen – das ist der Luxus der neuen Zeit.

Badespaß ...!

 

 

 

 

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4 Kommentare zu “Feng Shui und das Badezimmer – Teil 1

  1. Diese Teetasse nebst Zubehör ist ja schon mal ein herrlicher Lacher! Ich hoffe nur, dass du dir nicht aus lauter Mitleid und wegen zu schnellen Abtrinkens die Zunge verbrennst!

    Wohlgeordnetheit scheint mir ein Wesensmerkmal des Feng Shui zu sein, und weshalb tut das so gut? Meine Antwort wäre spontan: weil die Dinge sich dabei aus der Beliebigkeit erheben und eine „Grammatik“ bekommen, die wir plötzlich wieder verstehen: so ein Badezimmer kann wirklich zu mir sprechen! Und ein Vorgarten und und … Wovon? Von der Beziehung aller Dinge untereinander, zu der ich als Ding nun mal auch gehöre.

    Schön, wie du das hier darstellst. Wie du richtig vermuten wirst, hab‘ ich keine Ahnung von der Kunst des Feng Shui im engeren Sinne, aber … eben doch irgendwie eine Ahnung. Es kommt mir ganz ähnlich vor wie meine Liebe zur Sprache und mein Bedürfnis, auch in ihr die Grammatik unserer Beziehungen, auch zum großen Ganzen, darin nicht untergehen zu lassen.

    Das ist immer ein schöner Ausflug für mich auf deine Seite, obschon es auch jedes Mal mein schlechtes Gewissen anpiekst, wenn ich mich dann hier bei mir so umschaue … reden wir nicht drüber! 🙂

    Lieben Gruß von Michael

    • Oh nein, das ist doch Rosenblütenwasser, wird am besten nicht zu heiß genossen 😉 und ich lass die Schöne gern weiter darin plantschen … !

      Danke für Deine Worte Michael, und dafür, dass Du Dir die Zeit nimmst, sie als Antwort auf meine Gedanken so wunderbar miteinander zu formen. Ja, heraus aus der Beliebigkeit, hinein in die Beziehung und mit Liebe zum Detail!

      In diesem Sinne grüße ich Dich herzlich!

      Susanne

  2. Eine sehr schöne Betrachtung, vor allem weil du in deinen Beiträgen Feng Shui so schön begreifbar machst, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Herzliche Grüße
    Irene Dietrich

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