La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Die Schwelle im Feng Shui – energetischer Übergang von außen nach innen

9 Kommentare

Immer wieder fordert uns das Leben auf, über eine Schwelle zu treten – sei es ganz konkret von Außen nach Innen, sei es, dass die Zeit reif ist, innere Schwellen zu überwinden.

Im besten Fall ist damit ein Moment des Innehaltens verbunden – anhalten, atmen, wahrnehmen. Weil ich mich gerade mit dem Thema Schwellen und Schwellenangst beschäftige scheint es mir passend, zumindest die „weltliche“ Art des Übergangs noch einmal ins Blickfeld zu holen.

einladender-eingang

Ein einladender Eingang macht Lust, weiterzugehen und das Innere zu erforschen.         Foto Pixabay

Der Gang über eine Schwelle charakterisiert einen Übertritt zwischen Raum und Zeit. Darum  markiert die Schwelle im Eingang eine wesentliche Stelle im Bauwerk, denn sie ist Übergang und Verbindung zwischen öffentlichem und privatem Raum.

An der Schwelle streifen wir das profane der Alltagswelt ab und tauchen in den privaten, „heiligen“ Raum. Darum legen viele Kulturen Wert darauf, Straßenschuhe vor dem Betreten des inneren Raums auszuziehen, es sollen keine „niederen“ schmutzigen Energien hineingetragen werden.

Früher genoss die Schwelle hohe kulturelle Bedeutung und in Asien ist dieser Übergang noch heute bedeutsam. In China wurden hohe Schwellen gesetzt weil es hieß, dass (unerwünschte) Geister hier nicht drüber steigen können. Natürlich wirkte sie auch funktional als Schutz gegen Tiere und Regenwasser. Doch maßgeblich wurde die Schwelle konzipiert, damit niemand einfach irgendwo reinplatzt sondern den Übergang von außen nach innen bewußt wahrnimmt.

Damit ist immer ein kurzer Auftenhalt im Zwischen-Raum verbunden, in dem man buchstäblich zwischen den Welten schwebt. Das ist heute, wo die Übergänge unserer Hauseingänge oft kurz und schmal sind, kaum mehr vorstellbar. Heute gelangt man eher abrupt vom öffentlichen in den privaten Raum, der Gang durch die Tür wird kaum mehr wahrgenommen.

Hier ein paar Tipps für gelungene Schwellen und klare Abgrenzung

  • Große Fussmatten. Markieren auch im öffentlichen Hausflur den Beginn des eigenen Bereichs. Vorsicht ist allein bei den Motiven geboten, das Symbol sollte den Geist ausdrücken mit dem Sie die Welt bei sich empfangen möchten.
  • Paarige Türhüter. Das können Blumentöpfe sein, Wächterfiguren oder Laternen – lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.
  • Ein Türkranz. Das Runde steht für den Kreis des Lebens und was rund ist bietet wenig Angriffsfläche.
  • Ein Schutzsymbol. Das kann die Blume des Lebens sein, ein Glaskristall, wenn Sie wie auf dem Foto einen Glasausschnitt in der Haustür haben, oder die Anschrift der Sternsinger.
  • Führen Sie keine Gespräche zwischen Tür und Angel. Lassen Sie den Besucher entweder hinein oder treten Sie hinaus. Denn zwischen Tür und Angel entsteht kein echter Kontakt und hier geführte Gespräche sind selten konstruktiv.
  • Legen Sie Wert auf einen ansprechenden (und funktionierenden) Türgriff. Er ist sozusagen die Hand des Hauses, hierüber nehmen Sie seinen Charakter sinnlich und be-greifend wahr.
  • Und: Achten Sie darauf, worauf Ihr Blick als Erstes fällt. Und zwar beim Verlassen (außen) und beim Betreten (innen) des Hauses. What yo see is what you get – heißt es ganz und gar treffend.

Wer mehr Inspiration für den eigenen Eingang oder auch für innere Übergänge wünscht spreche mich gern persönlich an unter 0421 161 69 608

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9 Kommentare zu “Die Schwelle im Feng Shui – energetischer Übergang von außen nach innen

  1. Ein Ansporn meinen uralten Fussabstreifer auszuwechseln 🙂

  2. Wie einmal so schöne Worte und gute Ideen von meiner imperialen Beraterin.
    Nur noch eine Frage, die sicherlich nicht nur mich bewegt: Was tun mit den hässlichen Schuhhaufen vor der Tür? Wenn sie, gerade im Winter oder bei feuchten Klima, feucht sind, und auch sonst, müssen Schuhe ja eigentlich lüften. Schränkchen sind also schwierig. in einer Reihe brav aufstellen oder das Ikea Schuheregal machen auch nicht sonderlich froh.
    wysiwyg ist also: berge von schlamperei:)

    liebe grüsse in den Norden,
    christine li

    • Gute Frage! Schuhe vor der Tür sind nicht gerade die ideale Begrüßung, weil niemand wirklich deren Innenleben studieren will, bevor er die inneren Räume betritt. Optische Ordnung bringt ein ansprechendes offenes Regal, in dem ein, maximal zwei Paar (pro Person) trocknen dürfen. Wenn trocken ab in den Schuhschrank – innen.
      Kurz gesagt: Vor der Tür ist für die Schuhe nur eine Zwischenstation, im besten Fall haben auch sie ein Zuhause 😉

      Liebste Grüße an den Atlantik!

  3. Danke liebe Susanne für diesen schönen Artikel, für den ich erst heute Zeit finde. Er spricht mich sehr an.
    Auch mir stellen sich noch ein paar Fragen.

    Du sprichst von Paarigen Türhütern. Kannst du kurz ins Detail gehen, warum paarig besser/anders ist als z.B. eine einzelne Figur als Symbol?

    Dieser Passus:
    „Führen Sie keine Gespräche zwischen Tür und Angel. Lassen Sie den Besucher entweder hinein oder treten Sie hinaus. Denn zwischen Tür und Angel entsteht kein echter Kontakt und hier geführte Gespräche sind selten konstruktiv.“
    … spricht mich gerade sehr an. Ich neigte bisher stets dazu, unangemeldete Besucher erst einmal an der Schwelle stehen zu lassen. Das betagte Hausmeister-Ehepaar in meinen Blöcken bittet ihre Besucher stets sofort hinein in die Räume und bietet Sitzplatz an. Als ich es ihnen zuletzt gleich tat und die Frau herein bat, als sie mir ein Danke-Geschenk überbrachte, zögerte sie zwar im ersten Moment, weil sie ihre eigene Wohnungstür offen hatte, dann trat sie aber doch ein und setzte sich auch im WoZi, so dass wir beide das kurze Gespräch genossen. Eine gute Erfahrung.

    Als ich in meiner letzten Wohnung irgendwann Zeugen Jehovas an der Tür hatte und sich ein längeres Gespräch ergab (ich bin eine Ex), baute sich vor allem zwischen einer der beiden Frauen und mir ein ehrliches Gespräch auf. Ich wollte sie nicht in die Wohnung bitten, da ich sie aber als aufrichtig empfand, hatte ich das Bedürfnis, weiter in den Hausflur hinaus zu treten, um quasi „auf einer Ebene“ mit ihr zu stehen, statt zwischen Tür und Angel. Darum gehe ich in Resonanz mit deinen Worten und kann sie nur bestätigen. Wenn echter Kontakt stattfinden soll, muss entweder einer ganz raus oder der andere hinein.

    Dieser Satz von dir: „Achten Sie darauf, worauf Ihr Blick als Erstes fällt.“ wird mich noch etwas beschäftigen.
    Meine jetzige Wohnung bietet sehr begrenzten Platz im Bereich des Eingangs, sowohl drinnen wie auch draußen (direkt darüber ist der Zugang zum Speicher mit einer ausziehbaren Treppe, so dass der Platz frei bleiben muss), so dass ich schon dauernd am überlegen bin, wie ich diesen Bereich energetisch aufwerten kann. Bisher fiel mir als einziges ein, das aber relativ rasch nach dem Einzug, dass das Treppenhausfenster, auf das beim Hinaustreten aus der Wohnung der Blick als erstes fällt, einen Kristall erhalten sollte.
    Sobald im November die Sanierung des Hauses beendet wird, werde ich mich entsprechend betätigen, darauf freue ich mich schon.

    Liebe Grüße
    Marion

    • Liebe Marion,

      danke für das Mit-teilen Deiner Erfahrungen, und auch Deine Fragen.

      Zu ersterem: Stell Dir einfach vor, wie Zwei miteinander Spalier stehen und zwischen sich einen Raum und eine Kraft aufbauen. Dadurch beginnt der Raum mit einem von Dir definierten Kraftfeld schon ein Stück vor der Schwelle, begrüßt und verabschiedet Dich und Deine Besucher. Du definierst den Raum und das ist immer eine Position der Stärke. Probieren hilft auch, nimm etwas Paariges und stell Dich dazwischen, nimm eines weg und fühle was passiert …

      Dass Du diesen sensiblen Bereich zwischen Tür und Angel schon selbst erlebt hast und auch neue Erfahrungen gemacht hast durch das Hinein bitten oder nach außen treten finde ich ganz wunderbar. Das ist auch ein Stück Eigenmacht im Moment der Entscheidung: Lasse ich jemand herein? Trete ich (auf Augenhöhe) hinaus? Weg von der Beliebigkeit, hin zur eigenen Entscheidung. Dann dazu stehen, Klasse!

      Und letzteres: Selbst wenn der Raum klein ist kannst Du dennoch ein Zeichen setzen. z. B. durch den Kristall oder vielleicht sogar ein für Dich förderliches Motiv / Wandtatoo auf die Dachtreppe kleben. Zugang zum Speicher = Zugang zum Höheren Selbst, vielleicht fällt Dir dazu etwas Passendes ein? Auch im Eingangsbereich der Wohnung reicht ein assoziatives Bild, ein Klebesticker, ein Mobile oder eine farbige Fläche als Anker für das Unbewusste.

      Ich bin wirklich gespannt was im November passiert, mir scheint die Sanierungsphase ist gerade eine herrliche Vorbereitungszeit für Dich und alles Schöne, was (noch) in Dein Leben gehört …

      Liebe Grüße
      Susanne

      • Ganz herzlichen Dank liebe Susanne für deine ausführliche Antwort.

        Was die paarigen Türhüter betrifft, spüre ich den Unterschied schon durch deine Beschreibung, auch ohne ausprobieren. Jetzt verstehe ich.

        Die Idee eines Motivs oder Wandtattoos auf die Klappe der Dachtreppe spricht mich an, jedoch ist der Raum oben für alle Mieter als Abstellort offen und wird auch genutzt. Insofern müsste ich schauen, was nicht einfach nur für mich passen würde, sondern für die ganzen Hausbewohner. Mal sehen…

        Ja, mir scheint auch, die Sanierungszeit markiert eine Umbruchzeit in meinem Leben und ich bin in innerer Erwartung, was danach geschieht. Neues ist dabei sich zu entfalten.

        Interessanterweise befinde ich mich in einer längeren Phase „Pluto Konj. Saturn“ (Anf. März 15 bis Anf. Nov. 17), der sich auch „Strukturerneuerung“ nennt und beschreibt, dass der tiefere Sinn dieses Transits in einer Erneuerung meiner Lebensgrundlagen liegt. Keine leichte Übergangsphase, aber es fühlt sich so an, dass sie auf jeden Fall zielführend ist und Kraft hat.

        Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag.

        Liebe Grüße
        Marion

      • Danke Marion.

        Übergänge in Zeit und Entwicklung sind ja auch Schwellen. Wer sie bewußt wahrnimmt hat auf jeden Fall mehr davon 😉 In diesem Sinne!

        Herzlich,
        Susanne

      • Stimmt! Womit sich der Kreis des Themas schließt 🙂
        ⭐ ⭐ ⭐

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