La Imperial Feng

Feng Shui · Geokultur · LebensArt

Die Früchte von Reden und Schweigen

5 Kommentare

Jedes Wort ist ein Stellvertreter. Ein Wort benennt, doch niemals ist es ES.
Dabei können Worte sein wie Samen, in fruchtbare Gehirne gepflanzt bringen sie ganz wundervolle Früchte hervor.

Worte und Symbole

Zahlen, Zeichen und Symbole – geheimnisvoll und stark

Dennoch ist es manchmal besser zu schweigen und dem Namenlosen einen Raum zu geben.

Tao, kann es ausgesprochen werden,
ist nicht das ewige Tao.

Der Name, kann er genannt werden,
ist nicht der ewige Name.

Das Namenlose ist des Himmels und der Erde Urgrund,
das Namen-Habende ist aller Wesen Mutter.

Lao Tse

Wer etwas benennen kann, bekommt Macht über das „Ding“, das wissen wir spätestens seit Rumpelstilzchen.

Wer etwas vor der Zeit benennt, bringt es mitunter in große Gefahr. Das lernten wir von den Urvölkern, die ihre Kindern erst spät benannten, um sie „namenlos“ zu behüten.

Wer etwas nicht beim Namen nennt, obwohl die Zeit reif ist vergibt die Chance zur Wandlung, die vielleicht kein zweites Mal kommt.

So brauchen (große) Taten ein Innehalten, ein Abwägen – ist die Zeit gekommen oder noch nicht? Ist es Zeit zu schweigen oder ist es Zeit, zu reden? Was will, was muss gesagt werden? Welche Worte eignen sich als Stellvertreter?

Über Macht und Magie der Worte habe ich beizeiten geschrieben.

Nun, obwohl nicht ganz ohne Worte, gebe ich hier dem Namenlosen einen Raum. Vieles entfaltet sich ja ganz und gar und wunderbar von selbst, wir brauchen nur still sein und zuschauen …

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5 Kommentare zu “Die Früchte von Reden und Schweigen

  1. Deine Beiträge sprechen mich immer an und bringen mich zum Nachdenken. Danke dafür !

    • Danke liebe Sylvia! Ich war heute lang im Garten, die lila Akelei blüht gerade auf …. Dann werde ich mal ‚dran bleiben und mir weiterhin Schönes in Worten ausdenken 😉

  2. ein sehr schöner beitrag!! ich habe irgendwann einmal so einen satz im kopf gehabt „das benennen einer sache schließt immer auch ein urteil mit ein“. ich habe das gefühl, dass etwas, sobald es einen namen hat, nicht mehr so wertfrei ist wie die sache an sich.

    • ja, das ist ein interessanter Aspekt. „Zufällig“ bin ich in den letzten Tagen auf den Autor Vergil gestoßen über den es hieß, er benenne nur, statt zu beschreiben, und der Kommentar fand hier eine Ahnlichkeit zu der Poesie des Orients. Da tut sich also etwas Neues auf und ich habe mir vorgenommen, demnächst mal bei Vergil zu stöbern… . In jedem Fall geschieht durch das Benennen etwas Entscheidendes – ein Baum zum Beispiel wird wesentlich kleiner wird er benannt, als steht man direkt davor …

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